Geschichten über die Menschen, die uns nicht immer nah, aber doch am nächsten sind, die uns so gut kennen, dass sie uns deshalb auch mal zur Weißglut treiben. Die beste Medizin gegen Liebeskummer und die drei K: Kinder, Kilos, Klamottenkrisen. Und der verlässlichste Kompass bei großen Entscheidungen. Mit Texten von Ronja von Rönne, Connie Palmen, Simone Lappert, Eva Menasse, Patricia Highsmith, Julia Franck, Amélie Nothomb, Doris Dörrie, Elena Ferrante, Miranda July und Banana Yoshimoto.
Connie Palmen (Aldegonda Petronella Huberta Maria Palmen) is a Dutch author. She was born on November 25, 1955 in Sint Odiliënberg.
Palmen debuted with the novel De wetten (1990), published in the USA as The Laws (1993), translated by Richard Huijing. The Laws was shortlisted for the 1996 International IMPAC Dublin Literary Award. Her second novel was De vriendschap (1995), published in the USA as The Friendship (2000), translated by Ina Rilke.
Palmen had a relationship with Ischa Meijer in the years preceding his death in 1995. From 1999 on she lived with D66 politician Hans van Mierlo, and the couple married on 11 November 2009 until his death on 11 March 2010.
Hast du solche ‚Freundinnen’, dann gnade dir wer auch immer. Das Büchlein ist in erster Linie eine Ansammlung von Beispielen, die an dem viel beschworenen Bild der Frauen als besserem Menschen und ihrer Solidarität untereinander rütteln: vermeintliche Freundinnen, die auf dich herabsehen, Freundinnen, die dich ausnutzen, Freundinnen, die ihre Boshaftigkeit an dir ausleben, Freundinnen, die mit dem Mann, in den du verliebt bist, vögeln … Ach, nö … Die ausgewählten Geschichten sind gut geschrieben und lassen sich flüssig lesen. Deshalb zwei Sterne.
Ahm...ich weiß nicht so ganz was ich zu dem Buch sagen soll. Das Vorwort von Ronja von Rönne hat mich so berührt, dass meine Erwartungen für das restliche Buch ziemlich groß waren. Erreicht wurden sie definitiv nicht. Vor allem mit dem Klappentext in mind handeln die Geshichten nicht wirklich von Freundschaften. Vielleicht auf irgendeiner mir unbekannten Ebene, aber die im Buch vorkommenden Personen sind für mich keine Freundinnen. Eher Feindinnen, Menschen, die sich gegenseitig am meisten weh tun könnten und das auch tun. Das ist möglicherweise die message. Komplexe Beziehungen, weil wir komplexe Wesen sind. Und trotzdem will man miteinander sein. Trotz des Leides und der Abhängigkeit etc. Fazit: Ich bin froh, dass meine Freundschaften nicht do ausschaun lol.
Gleich vorweg möchte ich sagen, dass der Diogenes Verlag sich mit dem wunderschönen Cover dieses Buch, welches der Diogenes Deluxe Reihe angehört, und dessen eleganter Aufmachung wieder selbst übertroffen hat!
Dieser kleine Sammelband erhält allerlei Kurzgeschichten über die Menschen, die uns nicht immer nah, aber doch am nächsten sind, die uns besser kennen als wir uns selbst: unsere Freunde*innen. Unter anderem sind Erzählungen der Autorinnen Simone Lappert, Patricia Highsmith, Amélie Nothomb und Elena Ferrante enthalten. Deren Geschichten waren auch meine Highlights und haben mir am meisten zugesagt.
Es ist aufgrund des Umstandes das es sich hier um Kurzgeschichten handelt schwer etwas zum Inhalt zu äußern, ohne Teile der Handlungen vorwegzunehmen. Ich kann dieses Buch jedoch jedem*r empfehlen der/die Lust hat neue Autorinnen kennenzulernen, in ihre Erzählweise und ihren Schreibstil reinzuschnuppern und ein paar interessante, schöne und dramatische Geschichten über die Freundschaft zu lesen Mir war bewusst das nicht jede einzelne Kurzgeschichte meinen Geschmack treffen wird. Mit „Mir nichts, dir nichts“ von Julia Franck und „Etwas, das nichts brauch“ von Miranda July kamen dann auch super Geschichten in der Sammlung auf. Im Großen und Ganzen ein gut gelungener Mix mit vielen Facetten über Freundschaft. Zu mal auch eine wunderbare Möglichkeit neue Autorinnen kennenzulernen.
In Freundinnen finden sich viele unterschiedliche Ausschnitte/Kurzgeschichten zum Thema Freundschaften zwischen Frauen von vielen Autoren. Die Einleitung aus „Meine Beste Freundin“ von Ronja von Rönne hat mich umgehauen und ich hatte sofort Lust auf mehr. Leider Flaute das Gefühl mit der ersten Kurzgeschichte „Deine Ara“ von Connie Palmen aus Die Freundschaft schon ab. Mir war bewusst das nicht jede einzelne Kurzgeschichte meinen Geschmack treffen wird. Mit „Mir nichts, dir nichts“ von Julia Franck und „Etwas, das nichts brauch“ von Miranda July kamen dann auch super Geschichten in der Sammlung auf. Im Großen und Ganzen ein gut gelungener Mix mit vielen Facetten über Freundschaft. Zu mal auch eine wunderbare Möglichkeit neue Autoren kennenzulernen.
Wie vermutlich zu erwarten war, hat mir nicht jede Kurzgeschichte gefallen. Einige fand ich richtig, richtig gut, andere okay und manche haben gar nichts in mir ausgelöst.
Da es sich hier um Texte ganz unterschiedlicher Autorinnen handelt, die ausnahmslos Ausschnitte aus Büchern darstellen, möchte ich auf so viele wie möglich einzeln eingehen.
FANTASTISCHES VORWORT, ABER DANN … Das Vorwort dieses Buches hat mich sofort begeistert. Ronja von Rönne erzählt auf so eine lockere Art mit erfrischender Wortwahl, was mir total gut gefallen hat. Durch ihren Text »Meine beste Freundin« (aus Heute ist leider schlecht) bin ich total neugierig auf mehr geworden. Ihre Bücher sind sofort auf meiner Wunschliste gelandet.
Nach dem Vorwort war ich beflügelt. Ich dachte: Diese Kurzgeschichten werden richtig gut! Die erste hat mich ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn »Deine Ara« von Connie Palmen (aus Die Freunschaft) gehört zu den Geschichten, die nicht wirklich etwas in mir ausgelöst haben. Es geht um eine Freundschaft zwischen zwei jungen Mädchen, die sehr unterschiedlich sind. Die eine privilegiert, die andere wächst eher bäuerlich auf. Zwei Gegensätze, die sich anziehen und spannend sein könnten, es für mich aber nicht waren.
DIE GUTEN Gut gefallen hat mir »Plan B« von Daniela Krien (aus Muldental), in dem es um zwei Freundinnen geht, die sich nach Jahren wiedersehen und aus Geldnot einem Geschäft nachgehen, das sie eigentlich nicht wirklich wollen, wo sie auch nicht so recht wissen, worauf sie sich einlassen. Aber auch »Mir nichts, dir nichts« von Julia Franck (aus Bauchlandung) hat mir total gut gefallen, auch wenn ich die darin beschriebene Freundschaft ganz schrecklich finde.
Ebenso überzeugen konnte mich »Etwas, das nichts braucht« von Miranda July (aus Zehn Wahrheiten), was wieder mal ganz deutlich macht, dass ich in Kurzgeschichten lieber das Extreme lese als das Alltägliche.
HEISS ERSEHNT Die Autorinnen, auf die ich mich besonders gefreut habe, waren wie gesagt Elena Ferrante und Banana Yoshimoto. »Lila, der Tunnel, das Meer« (aus Meine geniale Freundin) hat mir wieder bewiesen, wie schön bildhaft Ferrante schreibt. Von ihr muss ich dringend wieder etwas lesen, aber nicht dieses Buch.
Von Yoshimoto habe ich noch nie etwas gelesen, aber ich war sehr neugierig auf sie. Leider hat mich die Kurzgeschichte »Geisterpost« (aus Tsugumi) nicht wirklich umgehauen.
Auch Dories Dörrie und Simone Lappert kannte ich schon. Erstere vom Buch »Leben, schreiben, atmen«, das ich erst letztens rezensiert habe. In »Meine Freundin« (aus Bin ich schön?) erkennt man ihren Stil sofort wieder. Lapperts Stil ist in »Das für sich behaltene« (aus Wurfschatten) auch zu erkennen und wieder sehr schön, wobei mir »Der Sprung« stilistisch besser gefallen hat.
IM SCHNELLDURCHLAUF »Petronille« von Amélie Nothomb (aus Die Kunst, Champagner zu trinken) scheint ein sehr autobiographischer Text zu sein, denn darin sucht die Autorin eine Saufkumpanin. In »Stille Nacht« (aus Die stille Mitte der Welt) zeigt Patricia Highsmith meiner Meinung nach eine schreckliche Freundschaft. Genauso wie Eva Manesse in »Rote Zuckerwatte« (aus Quasikristalle), wobei Manesse noch mit einer absolut unsympathischen Protagonistin auftrumpft. Für diese Kurzgeschichte möchte ich auch eine Triggerwarnung aufgrund von Gewalt gegen Kinder aussprechen.
FAZIT In »Freundinnen« sind so viele Kurzgeschichten enthalten, die sich zwar alle um das Thema Freundschaft zwischen Frauen drehen, dann aber doch so unterschiedlich sind. Einige haben mir richtig gut gefallen und die Bücher, aus denen sie stammen, sind direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Andere waren leider nicht so meins. Trotzdem möchte ich diesen Kurzgeschichtenband empfehlen, weil es die perfekte Gelegenheit ist, neue Autorinnen für sich zu entdecken.
Nach den Buchinfos habe ich dir noch einmal alle Bücher mit Klappentext aufgelistet, aus denen eine Kurzgeschichte aus »Freundinnen« stammt und meine Wunschlistentitel extra markiert.
einige dieser kurzgeschichten haben mir lust auf mehr von den jeweiligen autorinnen gemacht, wie zb julia franck, amélie nothomb, und elena ferrante sowieso (my brilliant friend will ich schon so lange lesen), andere geschichten fand ich widerrum nur mittelmäßig bis langweilig. aber alles in einem eine nette kollektion, die sich hervorragend dafür eignet, immer mal wieder reinzulesen. :)