Wie kündigen wir schwierige Ereignisse, z.B. einen Umzug, so an, dass Kinder sie positiv annehmen? Wer das Denken und Fühlen von Kindern versteht, stärkt Bindung und Lebensfreude für die ganze Familie. Anette Prehn nimmt Eltern mit auf eine Reise durch die Funktionsräume und Arbeitsweise des kindlichen Gehirns. Sie zeigt, wie Kreativität und Spiel das Gehirn für's Leben stärken und wie es gelingt, Emotionen von Kindern besser zu regulieren und die eigenen gleich mit. Und sie macht Mut, denn viele »Diagnosen« wie Aufmerksamkeitsstörungen oder Schulversagen lassen sich durch neurologisches Wissen positiv beeinflussen.
Einige problematische Formulierungen. Dinge, die so stark vereinfacht werden, dass sie neurobiologischen nicht mehr als korrekt gelten können.
Vereinfachungen, Metaphern, Verbildlichungen können helfen, etwas zugänglich zu machen, aber dann bitte nicht „Was die Hirnforschung (!) über Kinder weiß“ als Untertitel beanspruchen und es als gesicherter darstellen, als es ist.
Andererseits: Interessante, effektive und wertvolle Werkzeuge für Reflexion und bedürfnisorientierte Beziehungen mit anderen, besonders Kindern.
Reframing und Werte reflektieren (eigene und die anderer) wurde sehr anschaulich und praxisnah beschrieben, mit guten Aufgaben zum Nachdenken.
Mich hat in diesem Buch, das stellenweise so viel auf seine Wissenschtlichkeit hält, die durchscheinende Bewertung gestört. Ehrlicherweise: Vielleicht lag es auch an der Betonung der vorlesenden Person im Hörbuch, die für mich einfach oft nach einem amüsierten Schmunzeln bis hin zum herablassenden Lächeln klang.
Der Input war größtenteils so wertvoll, dass ich es noch mal lesen würde - aber ich würde es niemals jemandem weiter empfehlen, denn einige Passagen könnten bei unhinterfragter Annahme, Wort für Wort, echt schädlich für zwischenmenschliche Beziehungen, insbesondere die Eltern-Kind-Beziehung, sein oder sind wissenschaftlich nicht haltbar.