Nach langen, aufreibenden Jahren in der Polizeidirektion Alsfeld hat Kommissar Henning Bröhmann endlich den Dienst quittiert. Herrlich, das neue Leben! So richtig weiß Henning aber noch nicht, wie's weitergehen soll. Countrymusiker? Aufgussmeister in der Sauna? Hausmann? Tochter Melina dagegen ist inzwischen Polizistin mit Leib und Seele, und zwar in Frankfurt. Dort geht es gerade hoch her, die Olympiabewerbung spaltet die Stadt: zackige Sportfunktionäre auf der einen Seite, militante Gegner auf der anderen. Dann wird der allseits verhasste Chef der Olympia GmbH erschossen. Mit einer Polizeipistole – eingetragen auf den Namen Melina Bröhmann. Melina kommt in Untersuchungshaft, und Henning zu der Einsicht, dass er alles tun wird, um die Unschuld seiner Tochter zu beweisen.
Hessens Krimistar verlässt die Provinz: Jetzt räumt Bröhmann in Frankfurt auf. Na ja … so fast.
"Fabers großes Plus: Der Autor zeigt keinen der üblichen, zynisch-versoffenen 08/15-Antihelden, sondern nimmt seine Figur mit ihren Fehlern und Schwächen ernst – und ein durchaus spannender Krimi ist es sowieso." (General-Anzeiger)
"Vieles, was einen guten Kabarettisten ausmacht, ist auch in seinen Büchern zu finden. Denn die Menschen, die neben Kommissar Bröhmann den Vogelsberg bevölkern, sind echte Typen, und wo es am Verstand fehlt, da kommt wenigstens das gute Herz nicht zu kurz." (Frankfurter Rundschau)
Die Umsetzung als Hörbuch ist auch bei Teil vier wieder großartig gelungen. Warum ich nur drei Sterne vergebe, hängt damit zusammen, dass der Krimi-Anteil dieses Mal noch mehr in den Hintergrund tritt als in den bisherigen Bänden. Wenn er auftauchte, wirkte er für meinen Geschmack etwas übertrieben.
Auch der Humor konnte mich dieses Mal nicht so ganz begeistern, vielleicht weil der Autor dieses Mal zu viel auf bereits Bekanntes zurückgegriffen hat? Ich sage nur Schlumpfloch und Manni ...
Trotzdem hat es Spaß gemacht, dem Hörbuch zu lauschen und der eine oder andere Lacher war auch dieses Mal dabei. Hoffentlich wird Teil 5 im Herbst ebenfalls als Hörbuch erscheinen.
Die Jahre ziehen ins Hessenland. Henning Bröhmann ist endlich wieder mit Franziska vereint und genießt sein Leben ohne lästigen Kriminalerjob in vollen Zügen. Zusammen genießen sie ihr Elternglück in ihrem Häuschen, wenn auch mit undichtem Dach. Während die beiden eine neue Unterkunft für die Familie suchen, gerät Melina derweil in Frankfurt zwischen die Fronten. Als Bereitschaftspolizistin bei einer Veranstaltung gerät sie plötzlich ins Visier der Ermittler. Das lässt der Henning natürlich nicht auf sich sitzen und ermittelt eigenmächtig in der linken Szene - mit nicht ganz astreinen Mitteln.
Meine Meinung: Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut. Zu viel war doch offen geblieben in "Tote Hunde beißen nicht". Ein Teil meiner Neugierde wurde befriedigt, der Rest giert jetzt natürlich nach Teil 5.
Der Bröhmann ist schon ne Nummer. Er wird weder von seiner Familie (hier insbesondere von seiner Frau) noch von (Ex-)Kollegen ernst genommen. Was dazu führt, dass er (meistens) seine Gedanken für sich behält, an denen er uns als Leser jedoch großzügig teilhaben lässt. Gerade durch viele unausgesprochene Dinge beschwört er Konflikte herauf, die an Witz, Charme und Peinlichkeiten kaum zu überbieten sind. Ich frag mich ernsthaft ein ums andere Mal: wie um alles in der Welt hält es die Franziska bloß mit diesem Brummbären aus??? Ich hätte mich an ihrer Stelle bestimmt schon zig Mal an seiner Dienstwaffe (die er ja jetzt leider nicht mehr hat) vergriffen ;)
Aber da ist ja auch noch Bröhmanns Mutter, die ihn in ebenso peinliche wie auch bloßstellende Situationen manövriert. Und als ob das noch nicht genug wäre, ist da ja auch noch Manni. Genau DER Manni. Und der hat jetzt Verstärkung im Schlepptau.
Eine komische Szene jagt die nächste und während man noch über eine schmunzelt, überfällt einen schon die nächste. Ja, sogar das Schlumpfloch ist wieder mit dabei. Was hab ich Wolle vermisst.
Was den Figuren an Intellekt fehlt, machen sie dafür mit umso mehr Charme, Witz und Herz wett. Und vieles käme einfach nicht zustande, wenn ersterer nicht fehlen würde.
Das Buch ist zwar der vierte Teil der Bröhmann-Trilogie ;) - aber mann kann es gut alleine lesen. Durch den Dialekt (natürlich hammamässisch Hessisch!) wird der Roman zusätzlich noch gepimpt. Dazu kommen Henning Bröhmanns zwanghafte Versuche, cool und lässig rüberzukommen - was meistens nach hinten losgeht. Für den Leser ist es lustig, für Bröhmann eher beschämend. Aber das kann uns ja egal sein.
Wer wie ich Manni, Teichner, Körber & Co. noch aus den Vorgängerbüchern kennt, fühlt sich beim Aufschlagen des Buches sofort wieder heimisch - wie in einem bequem sitzenden Paar Schuhe. Wer sie nicht kennt, wird sie kennenlernen.
Fazit: Momendema!!! Lesen - und zwar sofort! Uneingeschränkte Leseempfehlung für Jung & Alt, Hessen & Nichthessen und Krimifans, die gerne auch mal lachen - und das nicht nur im Kartoffelkeller :)
Schon beim Prolog musste ich mir den Bauch halten und lachte mich scheckig. Das kann mitunter seltsame Reaktionen und Blicke nach sich ziehen, da ich Hörbücher generell beim Autofahren anhöre. Aber die Gedanken, die dem Protagonisten Henning Bröhmann durch den Kopf gingen während er mit offenen Augen neben seiner Liebsten im Ehebett liegt waren einfach nur zu köstlich. Großartig dargestellt von seinem Erfinder und Autor Dietrich Faber.
Ex-Kommissar Henning Bröhmann lebt ein ruhiges Familienleben irgendwo in der hessischen Provinz, sofern man das Hausmann und Vater sein von zwei Kleinkindern als ruhig betrachten kann. Nach dem Polizeidienst spielen seine Zwillinge, Sohn Lukas, seine Frau und die erwachsene Tochter Melina in seinem Leben die größte Rolle. Zwischen Windelwechseln, Kita-Besuchen und der Sorge um das kaputte Dach des Familiendomizils kommt alsbald aber eine noch größere Sorge hinzu: Melina, Polizistin bei der Frankfurter Polizei, sitzt nach dem Mord an einem Olympia-Bonzen in Untersuchungshaft. Henning Bröhmann beschließt undercover zu ermitteln und schleust sich in eine Gruppe rechter Olympiagegner ein. Natürlich geht alles drunter und drüber und das Chaos nimmt seinen lauf ….
Dietrich Faber bedient sich in seinem Roman vielen Klischees. Angefangen bei später Elternschaft, Pegida, der Punker Szene und noch einigen mehr. Abschnittsweise ist es fast ein “Zuviel” an gewolltem Spaß. Besonders den abgedroschenen Sprüchen mancher “Kerle” konnte ich so rein gar nichts abgewinnen. Auch wenn der Kriminalfall in der Geschichte Nebensache ist finde ich nicht, dass jeder Abklatsch in einen lustigen Roman aufgenommen werden muss.
Das Cover hat zwar in einem gewissen Rahmen mit der Handlung zu tun, passt aber doch nicht wirklich. Bröhmann mit Zwillingswagen und Wickeltasche käme schon eher hin.
Autorenlesungen sind ja so eine Sache, Dietrich Faber macht das aber richtig gut. Ich bin ja ein Fan von Dialekten und die Dialoge sind abwechslungsreich mal in schönem Deutsch, mal in tiefstem Hessen-Dialekt gemacht. Fand ich klasse. Aufgelockert wird das Hörbuch auch noch durch die musikalischen Einwürfe mit witzigen makabren Texten im Country Stil. Passend für eine Autofahrt.
Mein Fazit:
Ein unterhaltsames kurzweiliges Hörvergnügen für unterwegs. Achtung: Lachanfälle und Grinsattacken garantiert!