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London, 2091: Investigativjournalist Calvary Doyle wird auf offener Straße niedergeschossen. Zuvor hatte der Reporter zum Thema Künstliche Intelligenz recherchiert. Die auf KI-Gefahrenabwehr spezialisierte UNO-Agentin Fran Bittner beginnt, in dem Fall zu ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass der Journalist anscheinend neue, beunruhigende Informationen über den berüchtigten Turing-Zwischenfall besaß, bei dem die Menschheit die Kontrolle über eine wildgewordene KI verlor. Die KI befand sich seinerzeit in einem Quantencomputer, einem sogenannten Qube. Gibt es womöglich noch einen solchen Würfel, mit einer weiteren digitalen Superintelligenz darin? Und kann Fran Bittner den zweiten Qube finden, bevor jemand auf die Idee kommt, ihn zu aktivieren? Erzählt mit einer Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann – ein großartiger Thriller über die Zukunft, die wir uns nicht mehr aussuchen können.

14 pages, Audiobook

First published February 13, 2020

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About the author

Tom Hillenbrand

24 books325 followers
Tom Hillenbrand is a German writer. His critically acclaimed scifi thriller "Droneland" deals with mass surveillance.

His award-winning Hologrammatica series is about artificial intelligence, holograms and climate change.

His culinary mysteries revolve around Xavier Kieffer, chef and accidental detective from Luxembourg.

He lives in Munich without any cats.

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Community Reviews

5 stars
220 (31%)
4 stars
320 (45%)
3 stars
133 (18%)
2 stars
22 (3%)
1 star
7 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 81 reviews
Profile Image for Dennis.
663 reviews329 followers
May 13, 2020
Ausnahmsweise handelt es sich hier nicht um einen Fehler. Ich habe mir das Hörbuch tatsächlich zwei Mal angehört. Warum das? Nun, ich hatte das Gefühl, dass hier etwas fehlt. Ich womöglich einen wichtigen Aspekt verpasst hatte.

Im Gegensatz zum hervorragenden ersten Teil gibt es hier nicht nur einen Erzähler. Mehr noch, Galahad Singh, den ich als Romanfigur geliebt habe, ist keine der fünf Erzählperspektiven gewidmet. Das war für mich einigermaßen enttäuschend. Schlimmer jedoch, zwei der fünf Perspektiven empfand ich als wenig spannend. Das ist immer die Gefahr bei einer solchen Erzählweise. Bei einem Hörbuch stellt es mich aber ganz besonders vor Schwierigkeiten. Es führt leicht dazu, dass ich unaufmerksam werde. Und hier schließt sich dann der Kreis. Deshalb habe ich das Buch heute innerhalb von einer Woche zum zweiten Mal beendet.

Worum geht es überhaupt? Nun, da es sich um den zweiten Teil einer Reihe(?) handelt, verweise ich hierzu auf den Klappentext, der meines Erachtens auch nicht zu viel verrät. In einem Satz: Die Jagd auf die künstliche Superintelligenz und den Schlüssel zum ewigen Leben ist eröffnet.

Überwiegend war das auch recht unterhaltsam. Dabei aber bei Weitem nicht so spannend und faszinierend wie im ersten Buch. Die POVs mit denen ich Probleme hatte, betreffen eine Hologamerin, deren Kapitel sich nahezu ausschließlich in der virtuellen Spielwelt abspielen sowie eine offenbar weit in der Zukunft, in einer technologisch auf den ersten Blick rückständigen Gesellschaft, spielende Nebenhandlung. Letztere erinnerte mich zum Teil an Zachrys Erzählperspektive aus David Mitchells Der Wolkenatlas. Ganz so schlimm wie diese war es letztlich dann nicht zu lesen. Hillenbrand verzichtet zum Glück darauf, seine Figur lediglich nervtötendes Geseier von sich geben zu lassen. Andererseits entpuppte sich diese Erzählperspektive hier aber als erstaunlich belanglos. Da ziehe ich beinahe noch Mitchells Quälerei des Lesers vor. Die Hologames stellten sich letztlich als deutlich wichtiger für die Geschichte heraus, als ich zunächst angenommen hatte. Das ändert aber nichts daran, dass ich hierfür recht wenig Interesse aufbringen konnte.

Die restlichen Erzählperspektiven sind gelungen und bieten immerhin ein Wiedersehen mit einer der Hauptfiguren aus dem ersten Buch. Ein neuer Charakter ist unter anderem der schwerreiche Industrielle Clifford Torus, der ebenfalls auf der Suche nach dem Descartes-Hack ist und dem man eine gewisse sadistische Veranlagung nicht absprechen kann. Diese Erzählperspektive hatte einige herrlich böse und auch so manch köstlich witzige Momente. Insgesamt mein Highlight. Aber trotzdem kein Vergleich zu Galahad Singh.

Alles in allem dauerte es mir auch zu lange, bis sich aus den verschiedenen Erzählsträngen alles zufriedenstellend zusammenfügte und das Ende lässt so einiges offen. Ich nehme mal an, dass Hillenbrand dies hier zu einer Trilogie ausbauen will.

Ein weiteres Buch würde ich in jedem Fall lesen, da das Ende hierfür einige interessante Möglichkeiten bietet. Stand jetzt kann ich aber nur für den hervorragenden ersten Band Hologrammatica eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Meines Erachtens kann man diesen durchaus auch als eigenständiges Werk lesen. Wenngleich das Buch über ein offenes Ende verfügt. Für mich hatte dieses aber einen ziemlich coolen Abschluss der Geschichte geboten. Ein Urteil über die gesamte Reihe stelle ich dagegen mal noch etwas zurück.

Bedingt empfehlenswert.
Profile Image for Fabian.
139 reviews86 followers
March 25, 2024
"Qube" is a marvellous package of different plot levels, dazzling characters, explosions, brightly coloured scenery and the terrible emptiness of space. The rather dystopian world that Hillenbrand creates is consistent in itself and all the imaginative events and developments that seem to be in store for  the coming generations are logical (at least at first glance). In this respect, there is an interweaving between the pressing issues of the present - including climate change, brain research and AI - and their possible future direction, which makes the thriller stand out from mere entertainment.

The story takes place a few years after that in "Hologrammatica", i.e. in 2091. With regard to the protagonist, Hillenbrand pulls off the trick of assigning this role to one of the characters from the previous novel, thus making someone beyond binary gender roles the hero. At times, the plot drifts strongly into a fantastic (video game) world, but the fast-paced dialogues also occasionally deal with philosophical problems, which provides a pleasant counterbalance to the action.

Where does the path of humanity lead? This question is dealt with in many nuances in the novel and turned into an entertaining panopticon that makes you both smile and shudder.
Profile Image for Alle Bücher müssen gelesen werden.
430 reviews51 followers
March 5, 2020
Eigendlich 4,5 Sterne, weil: bischen schwächer als der Vorgänger und ein klares zweites von drei Büchern.

Aber was soll der falsche Geiz.

Müsste ich das Buch beschreiben, ich würde sagen: JamesBondEsk. Große Probleme, Agenten, Technologie, Verschwörung, schattige Regierungsorganisationen.

Auf der Plusseite: ein sehr schöner Weltenbau, bei dem Elemente aus Hologrammatica aufgenommen wurden, einiges weggelessen wurde, neue sachen hinzugekommen sind. Ein sehr schöner Flow, und: Der Leser wird in Form eines Onlineforums praktisch ins Buch eingebaut, weil: man ratet ja die ganze Zeit was "hinter allem steckt", und das übernimmt der Autor ins Buch. Ach den Protagonisten fand ich besser als den in Teil eins...

Contra: Plotholes und ungenauigkeiten, Fragen die nicht beantwortet werden und ein zu starker Focus auf einen Teil der Handlung der das Leben zweier Profispieler. Und, wie gesagt: war Teil 1 noch schön angeschlossen ist Teil 2 nur die Vorlage zu einem dritten Teil.
Profile Image for Stephan.
287 reviews7 followers
March 13, 2020
Qube spielt, wie der Untertitel verrät, "in der Welt der Hologrammatica", also in der relativ nahen Zukunft des ausgehenden 21. Jahrhunderts. Die Welt ist vom Klimawandel stark verändert, die wenigsten Nationalstaaten spielen noch eine Rolle, und viele große "Multinationals" haben großen Einfluss und fast Narrenfreiheit. In dieser Beziehung macht der Roman viele Anleihen beim Cyberpunk.
Das Buch setzt einige Jahre nach der Handlung von Hologrammatica ein, und hat insgesamt deutlich andere Schwerpunkte. Das Holonetz, das fast die ganze Welt umspannt und diese meistens schön, sauber und werbefinanziert aussehen lässt, spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist die Fähigkeit, ein Gehirn zu scannen und das Bewusstsein in Form eines Cogit zu speichern. Ein solches Cogit kann dann in einen Körper ("Gefäß") geladen werden, bei dem das biologische Gehirn durch einen kleinen Quantencomputer ersetzt ist. Von Cogits können Backups gemacht werden, und Cogits können kopiert werden. Ein unerwünschter Zugriff wird durch starke Verschlüsselung unmöglich. Schon im Vorgängerroman wurde das Descartes-Problem etabliert - ein Cogit muss nach spätestens 3 Wochen in den ursprünglichen Körper zurück (auch wenn der inzwischen von einem Quantencomputer gesteuert wird), sonst kommt es zum "Braincrash".
In dieser Welt verknüpft Hillenbrand eine Reihe von Handlungsebenen - reale, virtuelle, und halb-virtuelle- zu einem sehr gelungenen Mosaik. Es geht um die Suche nach "echten" KIs, die von der Weltgemeinschaft als globale Bedrohung gesehen werden, von denen sich einzelne Akteure aber Einfluss und Macht versprechen.
Im Gegensatz zum Vorgänger sind einige Dinge wesentlich weiter gedacht, und der Roman wirft eine Reihe von philosophischen Fragen auf - z.B. ob man einen Menschen ermorden kann, von dem ein Backup existiert. Qube hat auch deutlich mehr SF-Charakter als Hologrammatica - letzter war ein reiner Techno-Thriller mit einer SF-Fassade, bei Qube sind die SF-Elemente viel zentraler.
Das Buch war definitiv der besten Roman, den ich bisher von Hillenbrand gelesen habe, und einer der besten deutschen Genre-Romane aus den letzen Jahren. Ich kann mich nur deswegen nicht zu 5 Sternen überwinden, weil ich das Genre nicht so mag - immer noch zu viel Techno-Thriller, und immer noch nicht ganz genug SF ;-).
Profile Image for Ernst.
650 reviews28 followers
February 11, 2025
Manche Autoren liegen einem, andere nicht. Mit Tom Hillenbrand werde ich Null warm. Die Geschichte ist durch mich durchgeflossen, ohne besondere Spannungselemente, ohne irgendein besonderes SciFi Feeling. Sprachlich eher primitiv, Dialoge schlecht bis gehtso, Story uninteressant, zu viel Techno-Blabla und zu viel Videospielthematik, die mich nun so gar nicht interessiert.
Wozu das ganze fast 100 Jahre in die Zukunft verlagert wurde, erschließt sich mir nicht, zumal die Zukunft überhaupt nicht glaubwürdig sondern ziemlich phantasiearm dargestellt wird.
Außerdem finde ich haben es KI Romane ohnehin schwer, weil die Entwicklung so rasant ist, aber bei Hillenbrand sind das zunächst ziemlich lahme Krücken, später dann gegen Ende etwas mehr Drive, durch die KI, die sich von den Menschen abspalten will, aber auch die Idee verzettelt sich im Chaos.
Bin aber ganz froh, dass ich den Autor mal kennengelernt habe und nun weiß, dass ich um den Rest seiner Bücher einen großen Bogen machen kann.
Profile Image for PeterS.
43 reviews
February 23, 2020
Für mich eine würdige Fortsetzung von Hologrammatica.

Die Handlung spielt ein paar Jahre nach dem Ende des Vorgängerromans, eine(r) der Protagonisten ist Fran Bittner, die abwechselnd als Francesco oder Francesca auftritt, und bei welcher(m) ich immer noch nicht genau weiß, welches Geschlecht der Stammkörper hat: Als Francesco war er der Liebhaber des Protagonisten des ersten Romans.

Im Gegensatz zu Hologrammatica ist diesmal von Anfang an klar, dass es um eine (oder mehrere?) KIs geht, der Roman ist meines Erachtens wesentlich technischer orientiert, aber nichtsdestotrotz kein reiner Techno-Thriller, sondern für mich immer noch ein meisterlicher Near-Future-Science-Fiction, da die gesellschaftliche Entwicklung ausreichend Raum erhält.

Und: bis fast zum Schluss ist wie im ersten Roman unklar, wie genau alles zu deuten ist: Tom Hillenbrand bringt meines Erachtens auch nochmal eine neue Facette zum Thema KI ein, und das allerschönste für mich: es gibt weiterhin genug offene Stränge für eine Fortsetzung :-) Das würde ich mich sehr freuen.

Da ein Glossar enthalten ist, könnte man den Roman auch eigenständig lesen, aber es macht mehr Spaß, wenn man Hologrammatica zuvor gelesen hat.
Der Roman liest sich flott, hält permanent die Spannung, und ich hatte ihn in 2 1/2 Tagen durch.

Insgesamt kann ich den Roman sehr empfehlen.
Profile Image for Alvar Borgan.
62 reviews6 followers
March 29, 2020
Qube ist realistischer als die meisten SF-Bücher und gleichzeitig ein Thriller, der ohne Klischees wie Schießereien und quietschende Reifen auskommt. Der Blick auf Mensch-Maschine-Verbindungen ist zu modern, um dafür noch den antiquierten Begriff Cyberpunk zu verwenden. Quantencomputer verbinden sich in Qube mit Reisen durchs All und sogar einer fantastischen Erzählung zu einem famosen Ganzen.

Dass der Bösewicht eine KI ist, erfährt man gleich zu Beginn. Was diese im Schilde führt, muss Ermittler*in Fran aber erst herausfinden. Auch das Konzept der „Hohlköpfe“ wird schon am Anfang erläutert: Menschen, die ihr Gehirn durch einen Quantencomputer ersetzen, in dem ihr eigenes Bewusstsein enthalten ist.

Tom Hillenbrand schreibt kompakt und schnörkellos. Man muss sich nicht durch Infodumps wühlen. Was umgekehrt bedeutet, dass technisch-wissenschaftliche Aspekte ebenso wie philosophische Fragen eher angerissen als diskutiert werden. Aber anders als viele andere erfindet er nicht einfach unplausible Technologien, nur weil sie cool sind. Bei ihm dauert die Reise im Weltraumlift ihre Zeit und er setzt Bewusstsein nicht einfach mit Computerprogrammen gleich. Die alte Frage, ob sich Geist vom Körper trennen lässt, spielt eine zentrale Rolle im Roman.

Sehr gut gefallen haben mir die Gamerin Persia Peach und ihr Freund Jay. (Persia Peach? Prince of Persia meets Princess Peach?) Ich habe mich schon länger gewundert, dass niemand einen Roman über Augmented-Reality-Gaming schreibt, wo das so wunderbare Möglichkeiten bietet. (Tatsächlich habe ich selbst mal eine entsprechende Kurzgeschichte geschrieben. Ich hatte sogar einen Vertrag mit der c’t dafür. Dann wechselte der zuständige Redakteur und der neue mochte die Jugendsprache nicht. Tja.) Wenn Persia Retro-Games spielt, kommt „Ready Player One“ Feeling auf. Und wenn Jay null Sinn für Ironie zeigt, frage ich mich, warum ich solch witzige Dialoge noch nie gelesen habe, obwohl ich ihnen in der Realität regelmäßig begegne.

Was mich geärgert hat, sind die offenen Handlungsfäden am Schluss. Zwar wird der Kernkonflikt letztlich überzeugend gelöst, für meinen Geschmack verschiebt der Autor aber zu viele Auflösungen auf den nächsten Band.

Beim vorangegangenen Showdown hatte ich Schwierigkeiten der Logik zu folgen, was aber eher an mir liegt: (Achtung, heftiger SPOILER!):


Zusammengefasst: Wer SF mag, mehr Drive als bei William Gibson sucht und mehr Realismus als bei „Altered Carbon“, ist hier richtig. Wer Thriller mag und sich nicht daran stört, wenn darin Zukunftstechnik vorkommt, ebenso.
Profile Image for Callibso.
974 reviews19 followers
March 22, 2020
Statt eines systematischen Reviews aus Zeit- und Motivationsgründen nur ein paar Gedanken:
Zusammenfassend gesagt, hat mich das Buch gut unterhalten, es ist ein schneller und spannender Thriller, der aktuelle SF-Themen wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputer gut durchdenkt und ihnen neue Facetten hinzufügt. Ich werde sicher auch die Fortsetzung lesen.

Leider wird für dieses Buch wieder nur mit dem Genre “Thriller” geworben, die Bezeichnung “Science-Fiction” scheint immer noch nicht verkaufsfördernd zu sein. Auch auf “Hologrammatica” wird nur in einer allgemeineren Werbung verwiesen. Ich habe den Roman gelesen, ohne “Hologrammatica” zu kennen und das Glossar hat dabei sehr geholfen. Das Problem ist nur, dass es für mich schwer zu entscheiden war, ob etwas nicht erklärt wurde, weil man es noch nicht wissen soll, oder ob alle anderen außer mir dies aus dem ersten Band bereits kennen.

Ich fand einige Szenen zu lang und ausgewalzt, insbesondere die Kampfszenen im Computerspiel, da gefiel mir die Reise an die Grenzen des Sonnensystems besser.
Ich hätte mir auch gewünscht, dass das Thema der Trennung von Geist und Körper stärker diskutiert worden wäre. Das Konzept, dass Quants sich nur eine begrenzte Zeit außerhalb ihres Stammkörpers aufhalten können, ist sehr spannend und ja auch ein wesentlicher Grund, der die Handlung am Laufen hält. Eine philosophische Diskussion hat mir hier aber gefehlt, zumal sich die postulierte Verbindung zwischen Körper und Geist von einem guten Teil anderer KI-lastiger SF abhebt.
Profile Image for Elena.
1,040 reviews418 followers
March 9, 2020
Stellt euch vor, die Menschheit hat sich technisch weiterentwickelt. Die Welt ist überwiegend digital und holographiert. Um den Klimawandel einzudämmen lässt man sich etwas besonderes einfallen: man baut eine KI, die helfen soll, das Klima auf einem normalen Niveau zu halten. Soweit so gut. Doch was, wenn sich diese KI verselbstständigt? Auf einmal ihren "eigenen Kopf" hat? Und sich gegen die Menschheit wendet?
Bereits zwei mal ist dies in der von Tom Hillenbrand erdachten Hologrammatica-Welt passiert. Diese sogenannten Turing-Zwischenfälle konnten glücklicherweise noch in letzter Sekunde abgewendet werden... oder doch nicht? Als der Investigativjournalist Calvary Doyle auf offener Straße niedergeschossen wird, begibt sich die auf KI spezialisierte Uno-Agentin Fran Bittner auf die Suche nach den Hintergründen der Tat, denn Doyle hat kurz vor seinem Tod Ermittlungen zu einer entkommenen KI angestellt.

Hillenbrand knüpft in "Qube" an das Ende von Hologrammatica an. Fran Bittner ist schon aus Teil 1 der Reihe bekannt und war schon da eine meiner Lieblingspersonen, weshalb mir dieser Thriller auch gut gefallen hat. In "Qube" spielt der Autor mit mehreren Perspektiven. Dadurch wurde das Buch an manchen Stellen etwas verwirrend und abgedreht, am Ende hat aber alles schlüssig zusammengefunden und wurde auch für die Menschen, die in technischen Dingen und vor allem Video-Games nicht so versiert sind (wie ich haha) nochmals erklärt.

Gerade dieser Erzählstrang der Gamer war aber eher nichts für mich. Ich bin einfach absolut kein Zocker und konnte dem deshalb nicht ganz so viel abgewinnen. Klar, die Vorstellung, komplett in ein Spiel abtauchen zu können und alles zu "fühlen", was man spielt ist schon irgendwie cool, aber auch beängstigend.

Generell war das Buch wieder super gruselig - so eine KI kann schon richtig angsteinflößend sein, wenn man die Ausführungen und Gedanken Hillenbrands dazu liest. Sie ist einfach ein übermächtiger Gegner.

Ich hoffe darauf, dass der Autor vielleicht noch weitere Bücher, die in der Hologrammatica-Welt spielen, herausbringt und vergebe für diese durchaus gelungene Fortsetzung 4 / 5 Sternen.
Profile Image for Anna Carina.
686 reviews353 followers
June 5, 2022
Das reinste Spektakel. Eine actiongeladene Quest mit spektakulären Ideen. Hatte auch hier die typischen Agentenfilm Momente a la Hollywood, die mir immer zu drüber und gestellt wirken. Diese störten mich in Band 1 allerdings deutlich mehr.
Die Reihe begeistert mich dermaßen, dass ich über kleine Holpersteine hinwegsehen kann.
Wo bleibt Band 3 ??!! Finde keine Ankündigung dazu 🤯
Das ist jetzt wirklich übel. Die Bücher sind extrem komplex und mit Informationen vollgeballert, dass lange Leseabstände dem Verständnisgewinn und Erinnerungsvermögen nicht gerade zuträglich sind.

Profile Image for Aleshanee.
1,722 reviews127 followers
February 20, 2023
4.5 Sterne - wieder sehr geniale Ideen!

Auch wenn ich insgesamt den ersten Band spannender fand, finde ich auch den zweiten Teil wieder sehr gelungen. Manchmal taucht es etwas zu sehr ins Technische ab, was sich aber schwer vermeiden lässt in dieser Zukunft voll technischer Entwicklungen. Und in diesem Punkt hat sich der Autor wirklich eine Menge einfallen lassen. Viele Ideen kennt man natürlich schon, aber gerade was die Künstliche Intelligenz betrifft und auch einige kleine Details im Leben der Menschen fand ich schon sehr genial.

Im zweiten Band jetzt folgen wir der / dem UNANPAI Angestellten Fran, der ja gerne mal sein Gefäß und damit auch sein Geschlecht wechselt. Da er meist als Mann auftritt bleibe ich einfachheitshalber beim "er".
Nach dem spektakulären Turing Zwischenfall aus Band 1 muss er sich jetzt einem neuen Fall widmen. Ein Journalist wurde angeschossen, wahrscheinlich wegen dem, was er in den letzten Wochen aufgestöbert hat - das Problem ist nur, dass dem Journalisten sein Back-Up hochgeladen wurde, das mehrere Wochen alt ist. Somit ist alles aus seinem Gedächtnis gelöscht, was er in letzter Zeit nach dem Back-Up getrieben hat.

Fran lässt sich aber natürlich nicht aufhalten und kommt einigen interessanten Machenschaften auf die Spur.

Außerdem lernen wir Clifford kennen. Einen stinkreichen Mogul, der größtes Interesse an Künstlicher Intelligen sowie an dem Descartes Hack hat. Letzteres dient dazu, sein Leben unendlich zu verlängern.
Wie oben schon erwähnt können Menschen ihr Gehirn sozusagen in Daten verwandeln, ein sogenanntes Cogit. Dieses Cogit kann man in Gefäße hochladen, technisch konzipierte Körper menschlicher Art unterschiedlichen Aussehens und Geschlechts. Doch nach 21 Tagen muss man wieder in seinen Stammkörper zurück, da sonst ein Brain-Crash bevorsteht: man stirbt. Könnte man dieses Problem allerdings umgehen, mit einem Descartes Hack, wäre ein unendlicher Upload möglich.
So hab ich das zumindest verstanden. Ergo: Unsterblichkeit.

Ebenfalls von der Partie ist Persia. Ihre Leidenschaft ist das Holo Gaming. Also dass was wir jetzt als PC Spiele kennen erlebt sie in "echt". Mehr oder weniger. Sie ist tatsächlich in einem holografisch entwickelten Spiel, dem allerdings noch Grenzen gesetzt sind.

Wie das alles zusammenhängt zeigt sich nur nach und nach. Ich bin wieder sehr erstaunt, wie genial der Autor diese Einzelteile in Relation zueinander bringt und und logisch aufbaut. Man sollte auf jeden Fall erst "Hologrammatica" lesen, denn ich denke, dass man sonst manche Hintergründe nicht versteht. Auch die kleinen Anspielungen auf gewisse Momente im ersten Band fand ich amüsant und aufschlussreich!

Der Epilog klärt dann so einiges auf und war für mich ein sehr genialer Abschluss - obwohl hier auch wieder einiges offen bleibt und Spielraum lässt für eine weitere Fortsetzung. Über die ich mich wirklich sehr freuen würde!

Für technik begeisterte Science Fiction Fans auf jeden Fall absolut lesenwert!

Im Glossar am Ende des Buches findet man übrigens alle relevanten technischen Begriffe nochmal kurz erklärt.

Weltenwanderer
Profile Image for Andy.
1,325 reviews91 followers
October 20, 2021
Ich befürchte, es ist kein dritter Teil geplant, was schade ist. Die Geschichte ist unglaublich spannend!
Profile Image for Buchwelten.
169 reviews7 followers
June 2, 2021
Besser, man liest zuvor das Buch Hologrammatica! Ohne das Vorwissen aus dem Buch Hologrammatica hätte mir Qube vielleicht weniger gut gefallen.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass es etwas gedauert hat, bis ich wirklich mit Qube warmgeworden bin. Da hier parallel mehrere Handlungsstränge mit unterschiedlichen Protagonisten erzählt werden, war es zunächst etwas verwirrend und nicht so leicht, in die Story abzutauchen. Doch als dieser Knoten bei mir geplatzt war, habe ich es nur noch geliebt. Ich mag es, auf welche Art der Autor Diversität in seine Storys einfließen lässt. Zudem hat auch mein Nerd-Herz bei vielen Passagen höher geschlagen und mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Wie Tom Hillenbrand dann schließlich die Einzelstränge ineinanderfließen lässt, war sehr gelungen.
Da ich nicht spoilern möchte, kann ich recht wenig auf Einzelheiten eingehen. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Ende so nicht erwartet hatte. Entweder ist es ein total unbefriedigendes Ende einer Dilogie oder es folgt noch irgendwann ein dritter Teil, der alle losen Aspekte aufnimmt und das Ganze abrundet.
2 reviews
March 5, 2022
Interessante, technische Sci-fi.
Ich habe aus Versehen dieses Buch zuerst gelesen und werde nun den Vorgänger „Hologrammatica“ auch noch lesen.

Ich mochte die verschiedenen Handlungsstränge und Figuren, allerdings erscheint mir das Buchende etwas zu eilig beendet und die Auflösung von ein paar der Handlungsstränge war etwas enttäuschend.
Profile Image for Nils.
336 reviews40 followers
September 20, 2020
Souveräner und gut geschriebener Science-Fiction-Thriller, der auch thematisch ein paar Denkanstöße bietet. Die "Märchen"-Handlung ist dabei zwar nett, aber letztlich überflüssig.
Profile Image for Charlotte.
140 reviews1 follower
January 22, 2024
wieso beinhaltet das zweite buch in einer reihe immer eine gameshow oder einen kolosseums-kampf? dieser hier war aber zur abwechslung mal tatsächlich super gut gemacht.
lieber herr hillenbrand, es ist zwei uhr nachts und ich brauche bitte umgehend, asap, einen dritten teil, danke!
142 reviews3 followers
February 20, 2020
Die Handlung des Romans „Qube“ beginnt 2091, also drei Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes „Hologrammatica“. Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, es erschließt sich das Meiste von selbst, oder wird im Glossar erklärt. Aber In „Hologrammatica“ wurde man mit einer äußerst spannenden Geschichte in die Welt des Holonet und das Leben in der Zukunft eingeführt, das sich technisch stark verändert hat. Im „Qube“ wird all dies als bekannt vorausgesetzt.

Klimakatastrophen haben der Erde arg zugesetzt. Die Zivilisation zieht sich in kühlere Regionen zurück. Durch den außer Kontrolle geratenen Einfluss einer Künstlichen Intelligenz (KI) wurde die Weltbevölkerung reduziert. Das führt nun auch zu strikten Sicherheitsmaßnahmen. Das Holonet, das das Leben der geschrumpften Menschheit stark bestimmt, ist in der Lage, die unwirtlichen Landschaften und hässlichen Gebäude digital ansehnlich zu machen. Auch die Menschen nutzen die Möglichkeit, auf diese Art ihr Aussehen zu ändern (Holomasque).

Wer genug Geld oder Einfluss hat, ist sogar in der Lage, sein Gehirn digitalisieren zu lassen und wird so zu einem „Quant“, der in verschiedene Körper („Gefäße���) schlüpfen kann.
Der Roman beginnt mit einem gezielten Attentat. Diesem entkommt der investigative Journalist Calvary Doyle in London nur knapp und schwer verletzt. Unglücklicherweise entgleitet ihm auf diese Weise die Erinnerung an die Ereignisse und Erkenntnisse der letzten Wochen.

Auf seine bisherigen Nachforschungen zu einer verborgenen Künstlichen Intelligenz wird Fran angesetzt. Er/sie ist als Agent/in für die UNO-Organisation UNANPAI (United Nations Agency for the Non-Proliferation of Artificial Intelligence) tätig und ein/e alte/r Bekannte/r aus dem ersten Band (Hologrammatica). Fran ist ein Quant und wechselt in weibliche wie in männliche Gefäße.

Zur selben Zeit ist der reiche Unternehmer Clifford brutal und ohne irgendwelche Skrupel auf dem Weg, seine beiden Ziele zu erreichen: eine eigene KI (künstliche Intelligenz) und die Überwindung seiner Sterblichkeit. Denn nur damit hofft er, die KI in den Griff zu bekommen. Auch wenn Quants ihre „Gefäße“ wechseln können, sie sind an ihre menschlichen Stammkörper und deren Endlichkeit gefesselt.

Neben den Erkundungen Frans und den Machenschaften Cliffords werden noch zwei weitere Handlungsstränge angelegt. Die Zusammenhänge, die zwischen ihnen bestehen, offenbaren sich erst im letzten Viertel des Thrillers.

Fazit:
Hillenbrands zweiter Thriller dieser Reihe ist wieder relativ anspruchsvoll. Ich habe den ersten Band gelesen und fand mich mühelos in der Holowelt zurecht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Hillenbrand hier das Potential, das sein erster Band geliefert hat, eigentlich verschenkt.

Ein Leser, der mit dieser Holowelt ganz neu konfrontiert wird, muss sich in die aufwändige Technologie einfinden. Sehr praktisch ist dabei die Erklärung der Fachwörter im Anhang. Dies und die verschiedenen Handlungsstränge erfordern eine hohe Aufmerksamkeit beim Lesen.

Ich hatte mich schon sehr auf die Fortsetzung der „Hologrammtica“ gefreut, den ich als ganz speziellen Science-Fiction-Thriller empfunden hatte. Leider suchte ich im zweiten Band Vieles vergeblich, was ich am ersten so schätzte. Mir fehlten der Ausbau des entwickelten fantastischen Szenarios, der hervorstechende Humor und das Tempo. Vor allem vermisste ich den Hauptprotagonisten der „Hologrammatica“ Galahad Singh, dessen Persönlichkeit den ersten Band so bereicherte. Mit dem/der vielschichtigen Fran wurde ich einfach nicht warm. Auch die anderen Nebenfiguren waren mir zu schablonenmäßig.

Während ich drei Viertel des Romans noch mit Spannung der Handlung folgte, fand ich das Turnier im sogenannten Ludorama und die Kämpfe abgedroschen, langweilig und sinnentleert. Irgendwie erinnerten diese Kämpfe an die „Tribute von Panem“.

Interessant fand ich hingegen die Gegenüberstellung der Gefahren und auch Nutzen einer KI, die (fast) schon eine eigene Persönlichkeit annimmt. Manche der angetippten Themen wie Klimakatastrophe, Verletzlichkeit sämtlicher Daten und künstliche Intelligenz bestimmen ja zunehmend schon unser Leben und werfen Fragen auf verschiedenen Ebenen auf. Diese Chance wurde zugunsten des Thriller-Plots vergeben.

Vielleicht eher ein Buch für einen großen SF-Thriller-Fan...



Profile Image for Buchdoktor.
2,367 reviews190 followers
February 6, 2020
Im Jahr 2091 hat die Menschheit bereits zwei Mal die Kontrolle über den Klimacomputer Æther verloren. Ehe Æther beim "Turing-Zwischenfall II" die Herrschaft über den Planeten übernehmen konnte, wurde die KI gerade noch rechtzeitig vor einem Super-GAU zerstört und das Internet offline gestellt. Australien, Shanghai und Miami sind bereits im Meer versunken und die Weltbevölkerung ist erheblich geschrumpft. Gegen die Folgen des Klimawandels scheinen die Menschen eher dilettantisch vorzugehen. Die uns bekannte Welt des Internets und der Sozialen Medien wurde inzwischen gewendet und auf Links gedreht. Wer vertrauliche Informationen schützen will, verlässt sich wieder auf schriftliche Notizen, die von den Überwachungstechnologien nicht gelesen werden können. Handschrift sticht die ehemals überlegenen Speicher-Möglichkeiten für Informationen. Mithilfe des „Descartes-Hacks“ kann man 2091 Körper und Geist trennen, das menschliche Gehirn durch eine digitale Kopie (Cogit) ersetzen und beliebig holographisch dekorierte Kopien von sich auf die Welt loslassen. Eine Sicherheitskopie von sich selbst kann sehr nützlich werden, falls ein Klon im Weltraum verloren gehen sollte ... Zentrales Thema scheint Forschung mit dem Ziel zu sein, die Lebensdauer persönlicher Klone zu verlängern. .Verschwörungstheorien, dass inzwischen eine neue KI die Weltherrschaft anstrebt, scheinen nicht mehr abwegig.

In mehreren Handlungssträngen begegnen wir dem Journalisten Calvary Doyle, der Agentin Fran Bittner, die von sich sagt, dass sie in keine Schublade passt, der Profi-Gamerin Persia und dem Kind Ivar, der in seinem Dorf als Adept für eine Priester/Magier-Kaste ausgewählt wird. Auf der Suche nach dem kostbaren wie gefährlichen Qube wird Persia zum Werkzeug von Mächten, die sie kaum einschätzen kann.

Mit Hologrammatica und Cube schafft Tom Hillenbrand ein originelles Szenario um die Frage, wie die Menschheit die Geister wieder loswerden will, die sie mit der digitalen Welt schuf. Einzelne technische Errungenschaften wie der „Crawler“ als Transportmittel machen beim Lesen zwar Laune, Hillenbrands utopische Welt besteht jedoch zum großen Teil aus Name-Dropping, ohne dass Themen vertieft werden. Utopische Romane halten sich selten mit der differenzierten Darstellung von Figuren auf – so ist es auch hier. Persia fand ich als Figur leider so schwach gezeichnet wie ihre Gamerwelt in banalen Worten beschrieben wird. Bei Online-Fantasy-Spielen würden mir als Verben "gehen, stehen, sehen" nun wirklich zu allerletzt einfallen. Frans großes Potential als Figur wird leider kaum ausgeschöpft. Auf immerhin 560 Printseiten konnte Tom Hillenbrand weder meine technische Neugier befriedigen noch seinen Figuren Persönlichkeit geben.
113 reviews1 follower
February 12, 2020
Drei Jahre sind seit dem TuringII-Zwischenfall vergangen. Galahad Singh ist seither verschwunden, doch Fran Bittner arbeitet nachwievor für UNANPAI.
Als der Journalist Calvary Doyle auf offener Straße angeschossen wird, beginnt Fran zu ermitteln, denn Doyle recherchierte zum Thema Künstliche Intelligenz. Was hatte er entdeckt, weshalb Doyle zum Schweigen gebracht werden sollte?
In seinem zweiten Thriller aus der Welt der Hologrammatica entführt uns der Autor wieder in eine Zukunft, die mehr als realistisch erscheint.
Definitiv sollte man jedoch zunächst „Hologrammatica“ gelesen haben, denn dieser Teil schreibt die Geschehnisse aus Band 1 quasi fort, ohne jedoch zu sehr auf den Vorgänger einzugehen. Neueinsteigern könnte da einiges an Vorwissen fehlen.
Gespannt habe ich verfolgt, wie der Autor die verschiedenen Protagonisten ins Feld führt, die zunächst nichts gemein zu haben scheinen. Da ist zum einen die Spielerin Persia, die sich in einem Formtief zu befinden scheint und, um dieses zu überwinden, an einer Quest teilnimmt. Zum anderen der mega-reiche Clifford, der alles tut, um in den Besitz einer KI zu gelangen. Und natürlich Fran Bittner, die mich ab und an mit ihrem (oder seinem) Wechsel des Geschlechts verwirrt. Nur der Auserwählte Franek scheint so gar nicht ins Bild zu passen. Doch Herrn Hillenbrand gelingt es gekonnt, die verschiedenen Handlungsstränge am Ende zu einem einzelnen zu verknüpfen. Besonders als es zu dem Turnier kommt, als dessen Preis ein langlebiges Gefäß ausgelobt wurde, erzählt er so spannend und unterhaltsam, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.
Für Science Fiction- und Thrillerliebhaber eine Leseempfehlung!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for EmBe.
1,198 reviews26 followers
July 10, 2020
Die letzten 300 Seiten habe ich nun in einem Rutsch gelesen. Am Anfang musste ich mich erst einlesen, wegen einer ganz anderen Lektüre. Und in die vielen Handlungsebenen muss man sich auch erst mal einfinden. Dann aber! Hillenbrand baut das Hologrammatica-Universum aus. Bei "Hologrammatica" spielte der Weltraum noch keine große Rolle. Und von den Würfeln gab es auch nur einen. Es war wieder sehr spannend und ideenreich. Der Optimismus ist noch da, die Menschheit hat den Klimawandel überlebt, expandiert in den Weltraum, Schwammköpfe und Hohlköpfe agieren noch auf der gleichen Ebene, es herrscht sozusagen ein fröhlicher Posthumanismus. Da mag man doch mal ein bisschen von der Lektüre zurücktreten und sich fragen, ist es überhaupt gut, dass sich die Menschheit sich so stark auf ihre technologischen Errungenschaften verlässt? Die Frage der Energiegewinnung ist ja total ausgeblendet.
An "Qube" als Roman haben mir ein paar Sache nicht gefallen. Abgesehen davon, dass der Roman viele Fragen offenlässt, und über manches Sachen wie die Träume in einem Quantengehirn, einfach mal so postuliert, gibt es für mich um den "Bösewichten" Torus zu viele Knallchargen. Seine Assistentin Ana Ananquiaq ist ein bloßes Sprachrohr, eine Art Erweiterung, sein Sicherheitschef ist etwas anschaulicher, aber auch eher schwache Figur.
Davon abgesehen freue ich mich auf den dritten Roman. Dass Hillenbrand den schreiben wird, da bin ich mir sicher. Viel sicherer jedenfalls, als ich mir bei dem Zweiten war.
2,275 reviews13 followers
February 10, 2020
Zum Inhalt:
Eigentlich kann ich gar nicht so richtig etwas vom Inhalt wieder geben, da das Buch so ungeheuer komplex ist. Vielleicht nur so viel, dass es ein würdiger Nachfolger zu Hologrammatika ist und dem auch in nichts nachsteht und es ratsam ist, dieses Buch vorher zu lesen
Meine Meinung:
Das Buch ist noch viel komplexer als es Hologrammatika war und das war schon komplex. Eigentlich müsste man das Buch ohne Unterbrechung lesen, damit nicht den Faden oder die Übersicht verliert. Denn so manches Ereignis erklärt sich nicht sofort sondern viel später und dann noch alles auf dem Schirm zu haben, ist aller Achtung wert. Wieder einmal sprüht das Buch nur so vor Fantasie und auch Spannung ist vorhanden, wenn es einem gelingt, den roten Faden nicht zu verlieren. Das fand ich in dem Buch echt schwer und mitunter musste ich nochmal zurück springen, um die Ereignisse zu verknüpfen. Sprachlich finde ich das Buch sehr gelungen, auch wenn man das Glossar am Ende tatsächlich auch benötigt, um das ein oder andere zu verstehen.
Fazit:
Noch komplexer als Hologrammatika
Profile Image for Hannes  Buchwerk.
142 reviews
May 13, 2022
Eine rundum gutes Buch.
Angefangen von der wirklich guten Geschichte die eine angenehme Mischung aus Spannung und interessanten Themen hat und die trotz ihrer Komplexität nicht anstrengend oder unnachvollziehbar wird. Dazu werden hier aktuelle Themen wie Klimawandel, Gelder, Sexualität, AI und Social-media aufgegriffen. Wobei der Autor diese Themen schlüssig und ungezwungen und harmonisch in die Geschichte einbringt. Bei anderer Lektüre hatte ich oft das Gefühl den Charakteren wurden bestimmte Eigenschaften aufgezwungen um aktueller zu sein. In diesem Buch ist all das Teil der Figur und ihres Handelns.
Auch der Schreibstil ist angenehm und frisch. Hier kommt eine moderne Sprache zum Einsatz. Trotzdem gibt es Platz für Interpretationen und eine art Metaebene.
Profile Image for Katja.
122 reviews9 followers
April 27, 2020
Mega spannend, hab es verschlungen. Weiß irgendjemand, wann die Fortsetzung kommt??? Können meinetwegen gerne auch noch ein paar Bände mehr sein, ich finde die Hologrammatica hat das Zeug zum Klassiker!
Profile Image for Caro.
229 reviews20 followers
February 17, 2020
Mit "Hologrammatica" hat uns Tom Hillenbrand 2018 in eine Zukunft entführt, die von Holografien und digitalen Gehirn-Back-Ups bestimmt wird. Nachdem mir der Auftakt der Science-Fiction-Reihe sehr gut gefallen hat, erscheint mit "Qube" zwei Jahre später der Nachfolgeband. Im Fokus steht wieder einmal der Kampf gegen künstliche Intelligenzen, dieses Mal reisen wir mit den Protagonisten jedoch auch des Öfteren ins All.

Hillenbrands Schreibstil hat mir wie zuvor sehr gut gefallen. Er schreibt präzise und kurzweilig, sodass die kurz gehaltenen Kapitel sich ruckzuck lesen lassen. Das World Building macht einfach Spaß und ich habe mich durch die vielen Erfindungen und neuartigen Gefälligkeiten und Herausforderungen des Alltags im Jahre 2091 sehr gut unterhalten gefühlt. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass der Roman von einem heterosexuellen Mann geschrieben wurde, so häufig wie Frauen auf ihre Äußerlichkeiten reduziert wurden bzw. wie detailliert diese beschrieben wurden.

Im Gegensatz zu "Hologrammatica" folgen wir in "Qube" doppelt so vielen Perspektiven, nämlich vier Stück. Das war für mich anfangs sehr verwirrend und hat es mir nicht einfach gemacht, den Überblick zu behalten. Während ich die Protagonisten im ersten Band mochte, waren mir diese in "Qube" zu flach. Hier hätte der Autor gerne noch etwas mehr Schärfe hereinbringen können. So blieben sie leider austauschbar.

Auch inhaltlich kommt "Qube" nicht so richtig an "Hologrammatica" heran. Relativ große Teile des Buches drehten sich um Hologames, die mich nicht fesseln konnten, obwohl ich selbst gerne Videospiele spiele. Bei den Möglichkeiten, die sich mit dem Holonet ergeben, hätte ich mir eine fantasievollere Ausgestaltung der Spiele des späten 21. Jahrhunderts gewünscht.

Der Showdown war mir zu schnell und zu abgedreht. Ich bin gar nicht so schnell mitgekommen, wie Hillenbrands Figuren ihre Hypothesen ausgesprochen und wieder geändert haben. Teilweise fehlten mir Informationen, um diese Schlussfolgerungen nachvollziehen zu können. Teilweise widersprachen sie in meinen Augen auch den Prinzipien, die der Autor zuvor aufgebaut hatte.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass mir "Qube" als Nachfolger von "Hologrammatica" nur eingeschränkt gefallen hat und nicht an den Reihenauftakt heranreichen kann. Dafür gab es für mich zu viele Schwächen in der Handlung und zu flache Charaktere. Nichtsdestotrotz bin ich weiterhin begeistert von Hillenbrands gestaltetem Zukunftsszenario, den vielen kleinen Ideen und bin gespannt wie es in der Welt der Hologrammatica weitergehen wird.

(Februar 2020)
Profile Image for Maike.
47 reviews
November 19, 2021
Gute Fortsetzung des ersten Buches der Hologrammatica Reihe.
Eine Geschichte, die sich gerade wegen der sich manchmal nicht ganz klar darlegenden Handlungsstränge gut und spannend liest.
Eine im Anklang dystopische Zukunft, die trotz all ihrer Düsternis hoffen lässt.
Profile Image for Kerstin.
76 reviews2 followers
February 27, 2020
Nachdem mich »Hologrammatica« von Tom Hillenbrand letztes Jahr ziemlich begeistert hat, stellte ich ebenso überrascht wie erfreut fest, dass es mit »Qube« einen zweiten Band in diesem Universum gibt, den ich natürlich unbedingt lesen wollte.
Überrascht war ich vor allem, weil »Hologrammatica« als abgeschlossene Geschichte funktioniert und nicht unbedingt eine Fortsetzung gebraucht hätte (gut, es gibt einige offene Enden, aber damit kann ich als Leserin durchaus leben). »Qube« sollte man hingegen möglichst lesen, wenn man die Vorgeschichte kennt, da doch hin und wieder Bezug darauf genommen wird und man die Welt auch nicht mehr so gründlich erklärt bekommt, sodass es da durchaus Verständnisschwierigkeiten geben könnte.
Ich war hingegen sofort in der Geschichte und habe sie auch mit Begeisterung verschlungen. Der Autor begeht hier zum Glück nicht den Fehler, eine ähnliche Geschichte mit anderen Protagonisten zu erzählen, sondern ersinnt auf der Basis der bisherigen Geschehnisse etwas Neues, das im Handlungsverlauf durchaus plausibel ist und zu fesseln weiß.
Dabei hat er mit Fran eine Figur in den Vordergrund gestellt, die Eingeweihte durchaus wiedererkennen (ich habe mich sehr über diesen Kniff gefreut) und die als Quant in abwechslungsreicher Form in Erscheinung treten kann. Die aus Band eins bekannten Konzepte der Gefäße, in die die digitalisierten Gehirne der Quants übertragen werden können – allerdings nur für bestimmte Zeit, was einige Probleme mit sich bringt –, und der übermächtigen KI werden hier logisch fortgeführt und durch interessante neue Ansätze ergänzt.
Zudem kommt mit der modernen Videospielbranche ein interessanter neuer Aspekt ins Spiel, der mich gleich ansprach (vor allem die Vorstellung des Ludoramas ist für jeden Gamer ein wahrer Wunschtraum), wer allerdings keinen wirklichen Zugang zum Zocken hat, könnte diese Passagen als etwas langatmig empfinden.
Da ich nicht spoilern möchte, kann ich als Fazit nur sagen, dass jeder, dem Band eins gefallen hat, auch seine Freude an der Fortsetzung haben wird. Mir hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen, und ich würde mich freuen, wenn es mir ein dritter Band ermöglichen würde, ein weiteres Mal in diese spannende und sehr überzeugende Zukunftsvision der heutigen Welt zurückzukehren und zu erleben, welche Ideen Tom Hillenbrand für sein Universum noch so einfallen, was aus den Charakteren wird und wie sich die Geschichte um die UNANPAI, die Quants und die Würfel weiter entwickelt.
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