Ein sprachlich rasanter und einprägsamer Roman über Inflation und käufliche Liebe, den Rausch des schnellen Geldes und den Verlust aller Werte: Felix Dörmanns 1925 erschienener Roman Jazz erzählt vom unbarmherzigen Aufstieg – und Fall – eines skrupellosen Exilungarn und darüber, was Liebe und Gier mit einem Menschen »von heute« machen. Dörmann skizziert in seinem wohl stärksten Roman bilder- und episodenreich die Zerrissenheit des faszinierend-berüchtigten »Jazz Age« der 1920er-Jahre – und malt dabei ein staunenswert aktuelles Bild eines desillusionierten Wiens, Österreichs und Europas.