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Der Kristallpalast

London, Frühjahr 1851: Als am Vorabend der ersten Weltausstellung ein Mitglied der königlichen Kommission auf rätselhafte Weise ermordet wird, ahnt Miss Niobe noch nicht, dass dieser Fall ihre Welt für immer verändern soll.

Im Besitz des Toten befand sich ein Artefakt, das ein Geheimnis birgt, das bis weit in die Vergangenheit des fernen Indiens reicht. Feindliche Agenten und eine mysteriöse Loge streben danach, es in ihren Besitz zu bringen und seine fantastischen Kräfte zu entfesseln.

In einem Wettlauf gegen die Zeit trifft Niobe auf zwei ebenbürtige Gegner: den niederländischen Spezialisten Frans, der im Dienste finsterer Mächte steht, und Captain Royle, der für eine ultrageheime Sektion der britischen Armee arbeitet. Jeder von ihnen verfügt über besondere Gaben und Waffen; bald aber müssen sie erkennen, dass sie aufeinander angewiesen sind, wenn sie in diesem tödlichen Spiel bestehen und die Wahrheit über das Artefakt und sich selbst herausfinden wollen.

Alle Spuren führen zum Kristallpalast, jenem prunkvollen Bauwerk aus Eisen und Glas, in dem in wenigen Tagen die Königin, ihr Hofstaat und Besucher aus aller Herren Länder zusammenkommen wollen ...

370 pages, Kindle Edition

First published June 1, 2010

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About the author

Oliver Plaschka

101 books27 followers
Oliver Plaschka (born 1975 in Speyer) is a German science fiction and fantasy author who also works as a translator.

Publications in chronological order: "Fairwater" (2007, new edition 2018), "Der Kristallpalast" (2010, new edition 2018), "Die Magier von Montparnasse" (2010), "Das Licht hinter den Wolken" (2013), "Das öde Land" (short stories, 2015), "Marco Polo" (2016) and "Der Wächter der Winde" (2019).

He also writes for Perry Rhodan NEO.

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Community Reviews

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2 stars
9 (20%)
1 star
2 (4%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Seychella.
173 reviews17 followers
September 29, 2011
Die drei Autoren entführen uns in das viktorianische London, in dem zu dieser Zeit durch die erste Weltausstellung noch mehr als sonst los ist. Die Straßen sind von den vielen Besuchern verstopft, Faszination und Misstrauen liegen dicht beieinander. Im Nachwort erfährt man unter anderem, dass die meisten Beschreibungen der Stadt weitestgehend zeitgenössischen Quellen entnommen wurden. Vielleicht wirkten sie deshalb so real auf mich? Möglicherweise aber auch, weil sie sowohl Licht als auch Schatten zeigten – und damit ein umfassendes Bild boten.

Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt, woran die besondere Atmosphäre und meine beiden Lieblingsfiguren sicher nicht ganz unschuldig waren. Dieses Gefühl verstärkte sich mit jeder weiteren Seite, die Handlung wurde vielschichtiger und rätselhafter – und ich steckte schnell mitten in wilden Spekulationen. Mir macht das sehr viel Spaß! Man sollte dieses Buch allerdings aufmerksam lesen, um nicht zu viele Hinweise zu übersehen. Die vielen kleinen aufgesammelten Puzzleteile wollen dann ja auch noch verbunden werden, und fügen sich später zu einem großen Ganzen zusammen.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, und jede dieser Figuren gehört zu einer anderen Gruppierung. Man lernt sie (mal früher, mal später) besser kennen, erfährt etwas über ihre Vergangenheit und fühlt sich mit den sehr unterschiedlichen Charakteren verbunden. Zumindest ging es mir so: Ich hatte zwar schnell eine Lieblingsfigur, konnte aber nach einiger Zeit auch einer für mich anfangs ein wenig unsympathischen Figur einiges abgewinnen.

“Der Kristallpalast” war für mich eine ziemlich intensive Lektüre, ich war mit meinen Gedanken sehr oft beim Buch und habe vor mich hin gegrübelt. Es gab so viele Eindrücke, Andeutungen und Rätsel, die mich einfach nicht losgelassen haben. Ganz besonders haben mich da ja mythische Anspielungen und eine merkwürdige Weltanschauung zum Spekulieren verführt, auch wenn ich für letzteres ein wenig Zeit benötigte. Die Geschichte lässt auch viel Platz für eigene Interpretationen und erklärt nicht alles, die Richtung wird jedoch vorgegeben. Es ist also ein Buch, das die grauen Zellen ordentlich fordert und einen noch länger beschäftigt. Mir hat es nicht nur sehr gefallen, ich war auch ziemlich beeindruckt – auch von den Ideen und dem Themsetunnel, der meine Neugier geweckt hat.
Profile Image for Ingrid.
880 reviews6 followers
May 28, 2021
Der Wechsel zwischen den agierenden Personen war anfangs ein wenig störend, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt.
Wenn man am Ende des Buches merkt, dass es traurig ist, die Geschichte nicht weiter lesen zu können, macht einem der Autor im Nachwort Hoffnung auf mehr -Stoff aus dieser Welt.
Profile Image for Aimée.
Author 5 books8 followers
September 22, 2018
Der Kristallpalast ist in Zusammenarbeit mit Matthias Mösch und Alexander Flory entstanden. Dass es kein reines Plaschka - Werk ist, ist dem Buch auch deutlich anzumerken.

Man liest und versteht alles wunderbar und als geneigter Plaschka - Leser wartet man die ganze Zeit darauf, dass etwas kommt, was alles kompliziert und unverständlich macht, doch es kommt nichts.

Bis zum Ende bleibt alles verständlich und klar.

Ein netter Steampunk - Roman, jedoch eindeutig kein Plaschka.
4 reviews
September 12, 2012
Nachdem mir schon die vorigen Bücher des Autors Oliver Plaschka sehr gut gefielen, war es nur logisch auch sein drittes Werk zu lesen. Den ‚Kristallpalast‘ hat er zusammen mit zwei seiner Kollegen aus der Literaturwissenschaft geschrieben, Alexander Flory und Matthias Mösch. Die drei traten sozusagen an, einen Gegenbeweis zu führen gegen die »oft unterstellte Unfähigkeit von Akademikern, ihr Theoriewissen auch in die Praxis umzusetzen« (S.397). Das ist wohl gelungen.
Der Roman spielt im Jahre 1851, in London wird gerade die erste Weltausstellung eröffnet und mit ihr der Kristallpalast. Letzterer steht - wer hätt‘s gedacht - im Mittelpunkt der Handlung. Er ist das Zentrum, um das sich die drei Protagonisten ständig drehen und das sie immer mehr in seinen Bann schlägt. Da treffen wir einerseits die geheimnisvolle Miss Niobe, eine Inderin im Dienste einer okkulten Loge; der Ingenieur Franz hingegen arbeitet für eine Organisation, die es längst nicht mehr geben dürfte; der Agent Sokrates Royle zuletzt ist im Auftrag ihrer Majestät unterwegs, was in seinem Falle heißt: Einer Sonderabteilung noch geheimer als jeglicher Geheimdienst.
Gleich drei Geheimbünde?
Manchem mag das zuviel sein. Ich bin normalerweise einer der Ersten, den Übertreibung in dieser Hinsicht abschreckt. Gerade bei einem nicht-mal-vierhundert-Seiten-Buch ist nicht viel Raum hinter jede Ecke eine Verschwörung unterzubringen. Doch die Autoren bringen es elegant über die Bühne. Sie verzichten auf unnötigen Expositions-Ballast und vermeiden so den Eindruck eines zu vollgestopften Textes, lieber geben sie ihren Charakteren mehr Raum sich zu entfalten. Dafür nehmen sie auch gerne etwas Tempo raus, damit der Leser einen Spaziergang durch ein authentisch geschildertes London der 1850er genießen kann.
Die Handlung zeigt sich uns in der ersten Person durch die Augen der drei Protagonisten. In immer wieder derselben Reihenfolge erzählen sie abwechselnd von geheimnisvollen Kräften, die vom Palast ausgehen. Durchbrochen wird dieses Schema unregelmäßig von dem Bericht einer Expedition in den asiatischen Dschungel als zweite Handlungsebene. Was anfangs wenig Bezug hat, zeichnet sich später als Schlüssel für das Geschehen in London ab und enthüllt, was für eine Bedrohung da heraufdämmert. Besonders gefallen hat mir, dass ein aufmerksamer Leser zwischen den beiden Ebenen stets versteckte Verweise aufeinander entdeckt, die kurze Blicke hinter die Fassaden der offensichtlichen Handlung gewähren. Selbst wenn später die Zusammenhänge klarer werden, finden sich überall noch weitere kleine Puzzleteile. Ein Roman zum Mitdenken also, der nicht alles auf dem Silbertablet serviert. Über Flory und Mösch kann ich wenig sagen, aber bei Plaschka zeichnete genau das schon ‚Die Magier von Montparnasse‘ und speziell ‚Fairwater‘ aus.
Einige Kritikpunkte sind aber dann doch dabei: Zum Beispiel wirkt der Charakter Sokrates Royle immer etwas losgelöst von der eng verstrickten Handlung der anderen beiden Charaktere. Stellenweise glaubte ich eher, er kreuzt zufällig ihren Weg. Außerdem bleiben bei den Nebencharakteren dieses Strangs die Motivationen oft unklar und gerade für Royles Partner und Vorgesetzten scheint manches unvollständig. Dafür kommt die Entschädigung aber in Form einer wunderbaren Hintergrund-Geschichte - die fast ein eigenes Buch verdient hätte. Das Kapitel ‚die Gestade des Yong‘ ist das erinnerungswürdigste des ganzen Werkes.
Summa summarum erwartet einen ein faszinierender Fantasy-Roman vor dem (meiner Einschätzung nach) akkuraten und gekonnt geschilderten Hintergrund Londons. Zwar hat er nicht den Zauber von ‚Fairwater‘ oder ‚Die Magier von Montparnasse‘, aber in diese Richtung wollen die Autoren auch nicht. Stattdessen gibt es eine Agenten-Story, die weder an Geheimnissen noch an Magie geizt.
Profile Image for Julia Bibliophilia .
83 reviews
September 20, 2015
Die Idee hinter der Geschichte war an sich gut, die Umsetzung aber war ziemlich einschläfernd. Beim Lesen bin ich alle paar Absätze mit den Gedanken abgeschweift, vor allem, weil sich die beiden männlichen Perspektiven einfach viel zu ähnlich waren (einziger Anhaltspunkt waren für mich die regelmäßig eingeworfenen Brocken Niederländisch, deren Authentizität ich allerdings nicht beurteilen kann).
Irgendwie ist auch trotz der vielen Seiten insgesamt nicht viel passiert, und wirklich Spannung kam bei mir erst auf den letzten fünfzig Seiten auf, die jedoch leider stellenweise etwas zu kryptisch gehalten waren. Ein wenig mehr Klartext statt Anspielungen hätte dem Ende gut getan.
Insgesamt hat es daher meinen Lesegeschmack nicht getroffen.
Profile Image for Eaglechen.
129 reviews
January 3, 2013
Der Reisebericht innerhalb der Geschichte ist gelungen: 4 Sterne.
Erinnert vom Stil her an Lovecraft und ist gut ausgearbeitet.

Die Haupthandlung ist konfus, wechselt zwischen drei Erzählern hin und her (allerdings alle immer in der Ich-Perspektive), versucht krampfhaft die Handlungsfiguren mit Motiven und Vergangenheit auszustatten und endet dann in einem Finale, dass sich ziemlich mau anfühlt. Den Schreibstil kann ich nur mit "typisch deutsch" beschreiben und meine damit, dass die Sätze meist ziemlich hart und hölzern klingen. Es kommt kein Lesefluss auf. Schade drum, da hätte mehr drin sein können: 2 Sterne.

Macht zusammen 3 Sterne für mich.
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