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Die Weihnachtsgeschwister

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Es ist Weihnachten und nacheinander trudeln die Geschwister Tamara, Ingmar und Elisabeth mit ihren Kindern und Partnern im Haus ihrer Eltern ein. Schneeflocken fallen sanft vom Himmel und wie jedes Jahr weckt das vertraute Heim für einen Moment die Hoffnung auf ein besinnliches Fest. Doch sobald alle an einem Tisch sitzen, ist es mit dem Frieden vorbei: Tamara ist neidisch auf Elisabeth, die nicht nur beruflich erfolgreicher ist, sondern jetzt auch noch diesen attraktiven neuen Freund mitgebracht hat. Ingmar ärgert sich über Tamaras mangelndes Interesse an ihren Mitmenschen und dem Klimawandel. Elisabeth versucht wie immer, zu allen nett zu sein, und macht es dadurch nur noch schlimmer.
Nach einer Nacht im Hotel kommen die drei Geschwister an Heiligabend wieder am Elternhaus zusammen. Aber zu ihrer großen Überraschung öffnet ihnen niemand die Tür. Wo sind die Eltern? Um das Rätsel zu lösen, begeben sich Tamara, Elisabeth und Ingmar auf eine Spurensuche zurück in ihre glückliche Kindheit. Und finden eine magische Botschaft für ihre Zukunft.

145 pages, Kindle Edition

Published October 1, 2019

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Alexa Hennig von Lange

50 books17 followers

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Community Reviews

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20 (14%)
1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 28 of 28 reviews
Profile Image for Uralte  Morla.
368 reviews125 followers
January 1, 2021
Als Kinder waren die Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar eine Einheit. Aufgewachsen in einem harmonischen Elternhaus sind sie behütet aufgewachsen und haben sich gut verstanden. Jetzt sind sie erwachsen und haben sich sehr auseinander gelebt. Alle drei haben mit Unsicherheiten zu kämpfen, mit persönlichen Problemen, die es ihnen scheinbar unmöglich machen, wieder eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden. Besonders Tamara ist verbittert und stichelt gegen die Geschwister. Jedes Jahr zu Weihnachten eskaliert deswegen die Familienfeier. Bis es den Eltern reicht und die Geschwister zur Kommunikation gezwungen werden.
Ich mag Alexa Henning von Langes klare, direkte Sprache, die immer in die Wunden ihrer Protagonisten piekst, ihre Schwächen freischält und sie gleichzeitig liebevoll umarmt. Die mir immer wieder die Augen öffnet und schonungslos vom Alltag "normaler" Menschen erzählt. Sie macht immer wieder deutlich, wie wichtig und schwer ehrliche Kommunikation ist.
Zugegeben: Das Ende dieses Buches ging etwas schnell und kommt ein bisschen kitschig daher. Aber es ist eben eine Weihnachtsgeschichte, die mich insgesamt sehr bewegt hat.
Profile Image for Steph.
178 reviews
November 27, 2019
Unglaublich furchtbare, nervende Hauptfiguren über die man sich nur aufregt. Ich meine es war wohl Sinn der Sache, aber wer eine 'gemütliche' Weihnachtsgeschichte sucht ist hier falsch. Ich mag Alexa Henning von Lange sehr aber das hier war leider nicht meins.
Profile Image for Nina.
278 reviews13 followers
December 3, 2023
Wenn man selbst Geschwister hat, ganz nett. Gibt den ein oder anderen Dialog, in dem man sich wiederfinden kann. Ansonsten aber eher schwach und teils stark überzeichnet.
Profile Image for Helena.
159 reviews11 followers
December 11, 2019
Schneeflocken fallen sanft vom Himmel und das Zuhause der Eltern steht offen für die drei Geschwister Tamara, Ingmar und Elisabeth mitsamt ihren Familien. Es ist Weihnachten. „Das Fest der Liebe. Der familiären Zusammenkunft. Die Feier der fröhlichen Aufregung und Frohlockung, dass etwas Schönes, Goldenes bei jedem Einzelnen einziehen würde. Irgendeine lebensverändernde Offenbarung. Eben wie die Geburt des Jesuskindes, das der Welt Licht und Hoffnung gebracht hatte.“ Doch zwischen den Geschwistern bestehen Rivalitäten, unausgesprochene Wahrheiten und nicht bereinigte Missverständnisse. Zu einem friedlichen und besinnlichen Fest scheint es ein langer Weg zu sein. Doch die Eltern wissen einen Rat. Als die drei Geschwister nach einer Nacht im Hotel an Heiligabend wieder am Elternhaus zusammenkommen, stehen sie vor verschlossenen Türen. Was ist passiert, wo sind die Eltern? Um das Rätsel zu lösen, begeben sich Tamara, Elisabeth und Ingmar auf eine Spurensuche zurück in ihre glückliche Kindheit. Und finden eine magische Botschaft für ihre Zukunft.

Wie nicht anders von Alexa Hennig von Lange zu erwarten war, legt sie uns mit ihrem Kurzroman „Die Weihnachtsgeschwister“ ein Stück großer Literatur vor, in dem nicht ein falsches oder überflüssiges Wort vorkommt. Sie lässt uns, wie wir es bereits aus „Kampfsterne“ kennen, hautnah und unkommentiert an der Innensicht ihrer Figuren teilhaben. Man muss sich nicht mit allen identifizieren. Warum auch? Distanzierung ist oftmals viel nützlicher für den Leser. So auch bei Tamara, die wohl nicht nur bei ihrer Familie leichtes Grauen erregt. Aber rührt ihr Verhalten nicht daher, dass sie sich missverstanden und ausgegrenzt fühlt? Auch Geschwisterliebe ist eine sehr komplexe Angelegenheit; kann aber auch so schön wie keine andere Liebe sein. Und genau das führt uns Alexa Hennig von Lange vor Augen. Mit der ihr eigenen Professionalität ohne Kitsch und Gefühlsduselei. „Und wenn sie es ab heute nicht schaffen würden, zusammenzuhalten, so, wie sie es früher als Kinder getan hatten, würde all das, was sie gemeinsam erlebt hatten […] zu einer immer stärker verblassenden Illusion werden und irgendwann würde es ihnen so vorkommen, als habe es all das nie gegeben.“ Mein einziger Kritikpunkt ist nur das doch recht abrupte Ende. Es hätte ruhig etwas mehr ausgebaut werden können. Doch auch dies wird wohl seine Richtigkeit haben. Es ist eben als Momentaufnahme gedacht. Am Ende steht einem Weihnachtsfest, wie es sich wohl jeder im Innersten wünscht, nichts mehr im Wege.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
November 29, 2019
„Warum mussten sie eigentlich jedes Jahr alle zusammen Weihnachten feiern? Es war doch schon von vornherein klar, dass es wieder schiefgehen würde.“ (Zitat Seite 25)

Inhalt
Wie alle Jahre fahren die Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar mit ihren Partnern und Kindern zu ihren Eltern, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Wie alle Jahre endet schon das erste Treffen am Abend des 23. Dezember in unerfreulichen Diskussionen und Streit. Besonders Tamara benimmt sich auch beim Frühstück im Hotel am nächsten Morgen eigenartig und auch über den Ablauf der Bescherung am Abend gibt es unterschiedliche Meinungen. So machen sich Tamara, Elisabeth und Ingmar ohne ihre Familien auf den Weg zum Haus ihrer Eltern, um in einem gemeinsamen Gespräch zu versuchen, Lösungen zu finden, wie früher. Doch als sie klingeln, öffnet niemand. Die Eltern sind verschwunden und das wenige Stunden von der geplanten Weihnachtsfeier im Familienkreis.

Thema
In diesem Roman geht es um Familie, um die unterschiedlichen Wege, die Geschwister gehen, wenn sie erwachsen sind. Ein wichtiges Thema sind die Konflikte, die aus dem gesellschaftlichen Zwang von weihnachtlichen Familienfeiern entstehen.

Charaktere
Tamara, Elisabeth und Ingmar sind Geschwister, die sich als Erwachsene voneinander entfernt haben. Die Enttäuschung darüber führt zu Streit, in den auch die jeweiligen Partner und Kinder mit einbezogen werden. Es sind Figuren von nervig bis unangenehm, die sich familiär verpflichtet fühlen, das Fest gemeinsam zu feiern. Besonders Tamara ist eine zutiefst unsympathische Protagonistin. Vielleicht müsste man Geschwister haben, um diese Geschichte besser nachvollziehen zu können, aber eine Schwester wie Tamara, danke nein.

Handlung
Der Handlungszeitraum umfasst nur zwei Tage, den 23. und 24. Dezember. Rückblenden und Kindheitserinnerungen ergänzen die aktuellen Ereignisse. Der Roman ist in insgesamt sieben Kapitel eingeteilt und die Autorin wählt die personale Erzählform, wobei sie die Sichtweise öfter wechselt.

Fazit
Die „magische Botschaft“, von der auf dem Klappentext die Rede ist, konnte ich in diesem Roman nicht finden. Wenn man es sich mit einer stimmungsvollen Lektüre für die Vorweihnachtszeit gemütlich machen will, ist dieses Buch die falsche Wahl.
Profile Image for Stephanie.
102 reviews2 followers
January 14, 2020
Unterhaltsame Familiengeschichte ohne Kitsch

Obwohl die letzten Weihnachtsplätzchen längst vernascht sind und die Weihnachtsdekoration wieder in Kisten und Kästen verstaut ist, möchte ich Euch heute auf ein Buch aufmerksam machen, das mich durch die Adventszeit begleitet hat: "Die Weihnachtsgeschwister" von Alexa Hennig von Lange. In diesem gerade einmal 144 Seiten starken Büchlein dreht sich alles um die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar. Längst ihren Kinderschuhen entwachsen, kehren sie Jahr für Jahr zurück in ihr Elternhaus, um in Familie das Weihnachtsfest zu feiern. Richtig Lust darauf hat allerdings niemand von den dreien. Die Bande der Kindheit zwischen den Geschwistern sind zerrissen und man geht sich lieber aus dem Weg. Doch dieses Weihnachten geschieht etwas, das Tamara, Elisabeth und Ingmar unversehens in ihre Kindheitstage zurückkatapultiert. Ob es allerdings auch ein weihnachtliches Happy End gibt, wird hier natürlich nicht verraten.

Alexa Hennig von Lange ist längst keine Unbekannte mehr in der zeitgenössischen Literatur. Vor allem als Autorin erfolgreicher Kinder- und Jugendbücher hat sich die 1973 in Hannover geborene Autorin einen Namen gemacht. Am 1. Oktober 2019 erschien mit "Die Weihnachtsgeschwister" ihr neuester Roman im DuMont Buchverlag. Nicht nur seiner hübschen Aufmachung wegen ist dieses Buch eine tolle Geschenkidee, sondern vor allem natürlich aufgrund seines Inhalts.

Die Autorin schaut mit messerscharfem Blick hinter die Masken der Geschwister und entlarvt schonungslos deren Ängste und Unsicherheiten, die sich hinter vermeintlicher Arroganz oder Besserwisserei verbergen. Tamara, Elisabeth und Ingmar sind drei ebenso unterschiedliche wie stark dargestellte Charaktere. Authentische Dialoge und geschickt platzierter Humor machen "Die Weihnachtsgeschwister" zu einer absolut unterhaltsamen Lektüre. An manchen Stellen geht es auch ein bisschen wehmütig zu, aber Alexa Hennig von Lange driftet zu keinem Zeitpunkt ins Kitschige ab. Der Balanceakt zwischen Tiefgang und Unterhaltung gelingt der Autorin spielend. Sie schreibt so anschaulich, dass man das Geschehen wie in einem Film vor sich ablaufen sieht.

Ein wirklich tolles Buch - und das nicht nur zur Weihnachtszeit!
Profile Image for Saskia.
411 reviews32 followers
December 11, 2019
Dabei war morgen Heiligabend. Das Fest der Liebe. Der familiären Zusammenkunft. Die Feier der fröhlichen Aufregung und Frohlockung, dass etwas Schönes, Goldenes bei jedem Einzelnen einziehen würde. Irgendeine lebensverändernde Offenbarung. Eben wie die Geburt des Jesuskindes, das der Welt Licht und Hoffnung gebracht hat.

*

Er war ziemlich rot im Gesicht. Er wirkte wütend, aber auch erschöpft. Sein Blick haftete an seinen Eltern. "Ich verstehe nicht, wie ihr zulassen könnt, dass Tamara so mit mir spricht. Ihr seid ihre Eltern. Ich bin euer Sohn."
Sein Vater nickte. Dann, nach einer kurzen Pause, sagte er mit wackliger Stimme: "Was soll ich dazu sagen? Ihr seid schließlich erwachsen."
Elisabeth stand nun auch vom Tisch auf. Ihr liefen die Tränen über die Wangen. In ihrem Hals brannte die kindliche Einsamkeit. "Sind wir das?"


*

Mir fällt es wirklich schwer zu entscheiden, ob mir die Geschichte um die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Igmar nun gefallen hat oder nicht. Einerseits denke ich mir, kann es mir nicht besonders gut gefallen haben, wenn ich so unschlüssig bin. Andererseits finde ich von der Autorin unglaublich mutig, die Geschichte mit diesen Figuren zu gestalten. Vor allem Tamara ist absolut schrecklich übertrieben.

Ein Großteil der Geschichte wird durch Elisabeth erzählt, die als Protagonistin sehr gut passt, da sie als mittleres Kind eine gute Brücke zwischen ihren beiden Geschwistern bildet. So bekommt man ein ganz ausgeglichenes Bild der Dynamik untereinader. Einige Erinnerungen aus der Kindheit runden das ganze ab. Der Einstieg in die Handlung ist jedoch ziemlich unsympathisch durch Tamara, welche eine wirklich unsympathische und verbitterte Frau ist. Für mich war sie einfach zu viel. Zu viel Konfrontation. Zu viel Überheblichkeit. Zu viel Verbitterung. Zu viel an Negativität, die einem wirklich an der Geschichte zweifeln lassen. Etwas weniger davon oder zumindest ein anderer Einstieg, würden der Handlung unglaublich gut tun. Denn die erste Hälfte über ist man einfach nur geschockt darüber, wie ekelhaft die Geschwister zueinander sind. Das macht die "große" Versöhnung sehr unglaubwürdig.
Alles in allem ist die Versöhnung nur zwischen den Zeilen zu lesen und wirkt auf mich eher wie Wunschdenken, dass jetzt alles wieder gut ist. Es gibt kein klärendes Gespräch. Es gibt nicht einmal wirklich den angedeuteten Auslöser dieses auseinander driftens. Und nur, weil sich die Geschwister beim Weihnachtsbaumschmücken wieder wie vor dreißig Jahren lieb haben, heißst das noch lange nicht, dass die Partner und Kinder die vorgelebten Streitigkeiten mir nicht dir nichts beiseite legen. Ich habe am Ende einfach zu viele Fragen.

Die Geschichte ist per se nicht schlecht aber dadurch, dass sie sich als Weihnachtsgeschichte verkaufen möchte, macht sie sich selber kaputt. Es ist absolut nicht weihnachtlich und all die weihnachtlichen Elemente sind austauschbar und von keiner Bedeutung. Das hätte auch ein Hochzeitstag oder Geburtstag sein können. Zusätzlich sind die Erwartungshaltungen an Weihnachtsgeschichten deutlich höher, sodass man nur enttäuscht werden kann. Geht man mit wenigen Erwartungen ran und lässt sich von Tamara nicht gleich vergraulen, so ist es eine nette, kurze Geschichte über das Zurückerlangen der Geschwisterliebe und der gegenseitigen Verantwortung füreinander. Denn Elisabeth bringt dies in Form von Erinnerungen und Zukunftsängsten sehr gut auf den Punkt, was mich dann auch zu Tränen gerührt hat.

*

Hier ein Beispiel dafür, was Tamara u.a. so abstoßend macht:
Sie war doch eigentlich gar keine Frau, die etwas mit dem benachbarten Familienvater anfing. Sie wollte keine Mutter sein, die betrog und ihre Ehe aufs Spiel setzte.
und ein paar Seiten später heißt es
Als intellektuelle Frau hatte man daher Liebschaften. Punkt. So war das eben.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
December 7, 2019
Wie jedes Jahr zieht es die drei Schwedthelm-Geschwister zu Weihnachten zu den Eltern nach Hause. Tamara, Elisabeth und Ingmar sind inzwischen erwachsen und haben eigene Familien, die sie mitbringen, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. In den letzten Jahren war jedoch nicht viel mit Besinnlichkeit, zu sehr haben sie sich zerstritten und aneinander herumkritisiert. Auch dieses Jahr steht unter keinem guten Stern und schon beim gemeinsamen Mittagessen am Vortag des Heiligabends sinkt die Stimmung auf den Nullpunkt. Doch dieses Jahr werden sich nicht alle der Feindseligkeiten der Geschwister ergeben.

Alexa Hennig von Lange fängt den für viele Familien kritischen Moment des Jahres auf den Punkt genau ein: die großen Erwartungen, die mit dem Fest verbunden sind, alles soll perfekt sein, endlich mal raus aus dem Alltagshamsterrad und dann passiert genau das, was niemand möchte: es bricht aus allen heraus und die Fassaden bröckeln und hemmungslos stürzen sich alle in den offenen Krieg.

Trotz der Kürze des Romans werden die verschiedenen Charaktere der drei erwachsenen Kinder und ihrer Partner deutlich, vor allem jedoch immer noch die Beziehungsstrukturen, Rivalitäten, die sie auch mit rund 40 Jahren immer noch mit sich herumtragen und von denen sie sich nicht lösen können. Die Konfrontation mit der Familie ist auch eine Konfrontation mit dem eigenen Ich: was hätte werden können, wie das eigene Leben hätte anders, besser verlaufen können, die schonungslose Frage nach dem „was hast du aus dir gemacht?“ im Vergleich zu den anderen. Es braucht nicht viel, um wieder in kindliche Muster zu verfallen und sich zurück in die Kindheit zu katapultieren.

Einziger Abzug gibt es für das Ende, das mir doch etwas zu kitschig war, wenn auch durchaus passend für ein Weihnachtsbuch.
Profile Image for Bücher-Stöberia.
369 reviews
December 8, 2019
Die erste Hälfte des Buches fand ich leider nur wenig überzeugend. Die Charaktere schienen mir sehr überspitzt gezeichnet und die Probleme zwischen den Figuren wurden sehr übertrieben dargestellt. Sie wirkten dadurch wenig authentisch und das Interesse, über sie und ihre Leben zu lesen, war kaum vorhanden. Es kam dann allerdings zu einem Wandel, als der Heiligabend angebrochen ist und die drei Geschwister feststellen, dass ihre Eltern nicht zu Hause sind. Die Charaktere erinnern sich nun zurück, schwelgen in Erinnerungen, werden wieder selbst ein wenig zum Kind und wachsen dadurch als Geschwister wieder zusammen, wo vorher Neid, Streit und Uneinigkeit herrschten. Hier kommt dann tatsächlich auch ein wenig Weihnachtsstimmung auf und darüber hinaus ist es der Autorin gelungen, mich an meine eigene Kindheit zu erinnern, was ich sehr schön fand. So gibt es am Ende von mir drei Sterne für dieses eher untypische Weihnachtsbuch.
Profile Image for a sky full of pages .
68 reviews
December 16, 2025
Feiertage bieten immer allerlei Zündstoff innerhalb einer Familie. Das Fest der Liebe ist besonders prädestiniert für Streitereien. Wenn die Ursprungsfamilie mit all den neuen PartnerInnen und Kindern zusammentreffen kann es schön sein oder auch sehr aufgeladen. Dieses Buch hat mir gefallen, weil ich sehr viel von dem Erlebten nachvollziehen konnte. Jeder entwickelt im Laufe des Lebens eigene Marotten, hat Ängste und auch Sorgen, lebt sein Leben auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Manche Menschen sind eher der verbindende Typ,andere gießen permanent Öl ins Feuer. Alles in allem für mich ein sehr gelungenes Buch, perfekt zum Verschenken- besonders an Geschwister :)
Profile Image for Lena.
69 reviews1 follower
December 9, 2025
Eine authentische Weihnachtsgeschichte über Zerwürfnisse zwischen Geschwistern.
Profile Image for Jennifer [LeseninLeipzig].
129 reviews11 followers
November 28, 2020
Weihnachtskitsch trifft Sozialkritik. Gewohnt scharfer Blick von Hennig von Lange auf Individuen der Wohlstandsgesellschaft in weihnachtlichem Setting. Weniger scharf formuliert als "Kampfsterne", dafür mehr Schneeflocken und heimelige Erinnerungen an bessere Zeiten.
Profile Image for Stefanie .
26 reviews4 followers
January 10, 2020
Wie jedes Jahr laden die Eltern ihre Kinder nebst Familie zu Weihnachten ein. Und schon auf den ersten Seiten wird klar, wie spannungsgeladen die Situation ist. Denn die drei Geschwister Tamara, Ingmar und Elisabeth führen ihre Leben sehr unterschiedlich. Und schon allein dieser Umstand führt zu Reibereien untereinander, denn keiner will den anderen verstehen bzw. dessen Lebensweise akzeptieren. Noch dazu kommen Probleme innerhalb der eigenen Familien. Sei es Tamara die von ihrem Ehemann nur noch genervt ist oder Elisabeth mit ihren Bindungsängsten oder Ingmar der dem Konsum abgeschworen hat. Und um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken wird munter an den anderen Geschwistern herumkritisiert. Da dauert es nie lange bis der Streit eskaliert.

Im Buch führt die Autorin den Leser mühelos von einem Protagonisten zum nächsten, indem man in dessen Gedankenwelt eintaucht. Ich fand es unglaublich, wie Hennig von Lange es schafft auf so wenig Seiten dem Leser so viele Protagonisten nahe zu bringen. Die Charaktere sind so gut dargestellt, dass man nach und nach jeden verstehen kann und mit ihm mitfühlen kann. Und so wird schnell klar, die Geschwister sind eigentlich recht eng miteinander verbunden aber fühlen sich untereinander einfach nur missverstanden. Was sie auf alle Fälle alle drei eint ist die Liebe zu ihren Eltern, die Angst um diese und die Angst davor eines Tages allein auf der Welt zu sein.

MEINE MEINUNG
Das Buch hat mich wirklich sehr berührt. Denn in vielen Situationen habe ich geglaubt mich und meine Familie wiederzuerkennen. Und sind wir mal ehrlich dann geht das vielen so. Die Erwartungen an das Weihnachtsfest sind immer riesig und irgendwo gibt es immer kleine oder große Streitigkeiten untereinander. Gerade wenn die Familie zusammen kommt sind oftmals Spannungen vorprogrammiert.
Dieses Buch hat mir auf alle Fälle geholfen meine Meinung den anderen gegenüber ein wenig zu überdenken.

FAZIT /BEWERTUNG
Ein berührendes Buch über das was Menschen und Familien zusammenhält. Auch außerhalb der Weihnachts lesbar.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Fabula Books.
16 reviews6 followers
January 28, 2020
Einen Tag vor Heiligabend treffen die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar mit ihren Familien bei den Eltern ein. Gleich zu Beginn der Geschichte wird klar, dass die Geschwister ein sehr kompliziertes Verhältnis zueinander haben und unausgesprochene Konflikte unter der Oberfläche brodeln. Um das bevorstehen Weihnachtsfest nicht wie jedes Jahr in einem Streit enden zu lassen und die Geschwister wieder zueinander zu führen, verschwinden die Eltern von einem auf den anderen Tag und eine Suche in die Vergangenheit beginnt.

Alexa Henning von Lange hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der einen direkten Einstieg in die Geschichte ermöglicht. Die Erzählung aus der Sicht der drei Geschwister erfolgt in einem ständigen Wechsel, sodass ich mir die Charaktere schon nach den ersten Seiten gut vorstellen und ihre Handlungen und Konflikte nachvollziehen konnte. Besonders Elisabeth war mir direkt sympathisch, mit ihr konnte ich mich sehr gut identifizieren, ganz im Gegensatz zu Tamara, die mich mit jeder Seite mehr nervte.

Zudem störte es mich, dass die Geschichte, je weiter sie voranschritt, schneller erzählt wurde. Die Konflikte zwischen den Geschwistern wurde viel zu oberflächlich und zu einfach aufgelöst, das Ende kam zu abrupt und über das Weihnachtsfest hätte ich gerne noch mehr gelesen, da mir die weihnachtliche Atmosphäre generell sehr gut gefallen hat.
Die Botschaft der Geschichte, dass die Familie das wichtigste ist und Konflikte zwar bestehen, die Familie aber dennoch immer zusammenhalten sollte, ist besonders zu Weihnachten schön zu lesen, dennoch hätte ich mir von einer Weihnachtsgeschichte insgesamt mehr erhofft.
Profile Image for buchwoerter.
243 reviews
December 12, 2019
Was für ein schönes, rührendes und kleines Weihnachtsbuch! Alexa Henning von Lange schafft es mit ihrem zarten Weihnachtsroman so mitten ins Herz. Die Geschichte rund um die drei Geschwister ist gefühlvoll und bringt den Kern von Weihnachten auf den Punkt! Besonders gut haben mir die verschiedenen Erzählperspektiven gefallen, die Einblicke in die Gefühlslage von den drei Geschwistern geben. Ein wirklich schönes weihnachtliches Buch, welches zeigt das Familie unfassbar wichtig ist.
Profile Image for AnneMayaJannika.
489 reviews
August 28, 2024
Cover:
Eine weite Schneefläche und die drei Geschwister nähern sich aus drei Richtungen an.

Zum Buch:
Jede Weihnachten treffen sich die Geschwister Tamara, Ingmar und Elizabeth bei ihren Eltern, um zusammen zu feiern. Aber zusammen und harmonisch ist das nicht, was dort immer wieder passiert. Tamara beleidigt jeden und versprüht ihr Gift. Ingmar sieht nur sich und seine Familie und meint, um jemand zu sein, muss man eine klare Linie fahren, auch wenn diese absurd ist. Und Elizabeth möchte eigentlich nur Weihnachten feiern und freut sich darauf ihren neuen Freund mitzubringen. Schon am 23sten explodiert die Hütte und es ist klar, diese Weihnachten muss es eine Entscheidung, ein Gespräch geben!

Meine Meinung:
Schon der Beginn des Buches zeigte, dass in dieser Familie zu Weihnachten keine Gefangen gemacht werden, es wird eher ein Weihnachts-Massaker.
Die große Schwester Tamara ist von ihrer eigenen Familie restlos genervt und unterfordert.
"Tamara wusste, dass ihre Stimme unerbittlich klang. Sie wusste es und sie hatte auch jedes Recht dazu. Sie hatte keine Lust mehr, all diese Menschen ununterbrochen anzutreiben, die nicht fähig waren, ohne sie klarzukommen." (Seite 12)

Der Bruder in der Mitte, ein Weichei? Ein Spießer?
"Aber was, wenn Siri erst mit ihrer Ausbildung fertig war und auf eigenen Beinen stand? Würde sie dann von ihm auch die Nase voll haben? Berufstätige Frauen waren echt gefährlich für Männer. Sah man ja an Elisabeth und ihren Ehen. Frauen, die arbeiteten, konnten sich trennen. Wann immer sie wollten. Na ja. Das waren so seine Gedanken."(Seite 58)
Und dann das Nesthäkchen Elizabeth. "Elisabeth war bereits zweimal geschieden und lachte noch immer. Kein Wunder. Sie traf ihre Entscheidungen – ohne Rücksicht auf Verluste – und zog sie durch. Eine schlechte Entscheidung. Dann eine gute. Dann wieder eine schlechte. Dann wieder eine gute. Es ging immer hin und her. Mit schier unverwüstlichem Selbstvertrauen. Jetzt hatte Elisabeth diesen neuen Freund, den Tamara sich gleich mal genauer anguckte, als er über die Schwelle ins Wohnzimmer trat."(Seite 14)

Ja, es fing gut an. Der Beginn wurde aus der Sicht von Tamara geschildert, aber dann verändert sich die Sichtweise des Lesers. Er wird reihum mit den Gedanken der Protagonisten konfrontiert. Und welche Überraschung, im Grunde wollen alle das Gleiche - ein harmonisches Weihnachtsfest und trotzdem tun sie alles (insbesondere Ingmar und Tamara), das es keines wird. Und warum? Weil sie beide engstirnige und egoistische Vorstellungen haben und mehr Angst vor der Außenwirkung, als vor Authentizität im Leben.

»Wie schön, dass wir uns endlich wiedersehen!«
Und es klang so echt und rein, total unbelastet, als ob Elisabeth gar nicht wüsste, was sie da eigentlich redete. Als hätte sie über die letzten beiden Jahrzehnte gar nicht mitbekommen, dass sie und Tamara durchaus ein problematisches Verhältnis zueinander hatten. Jetzt umarmten Elisabeths Kinder sie auch noch." (Seite 19)
Nur Elizabeth versucht nett zu sein und nicht aufzufallen. Denn sie versteht nicht, warum ihre Geschwister immer so auf ihr herumhacken.

Ihre Eltern spielen in diesem Stück zwar eine tragende, aber untergeordnete Rolle.
Aber sehr erheiternd fand ich, das die drei erwachsenen Kinder nun am Heiligabend auf dem Weg zu den Eltern sind, damit diese ihnen helfen, die vorhandene Probleme, Vorurteile und Hirngespinste aus dem Weg zu räumen.
Ich muss aber sagen, so wirklich wird das Problem nicht gelöst.

Unterhaltsam, gut zu lesen, aber ohne weiterführende Lösung.
Profile Image for Vicky.
284 reviews32 followers
December 14, 2019
Driving home for Christmas

"Die Hölle, das sind die anderen", heißt es in Jean-Paul Sartres Theaterstück "Geschlossene Gesellschaft". In "Die Weihnachtsgeschwister" von Alexa Hennig von Lange sind es ebenfalls immer die anderen, die die gemeinsame Weihnachtsfeier bei den Eltern einem Inferno gleichkommen lassen.
Die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar treffen am Tag vor Heiligabend zusammen mit ihren jeweiligen Kindern und Partnern im gemeinsamen Elternhaus ein. Statt einen gemütlichen Abend im trauten Beisammensein mit Ausblick auf das morgige Weihnachtsfest zu verbringen, eskaliert die Situation in einem Feuerwerk gegenseitiger Vorwürfe und Beleidigungen. Die Partner der Geschwister, Quirin, Siri und "der Neue" von Elisabeth, Holger, ergreifen mit den Kindern erstmal die Flucht ins Hotel. Ist das Projekt eines gemeinsamen Heiligabends in diesem Jahr gescheitert?
Hennig von Lange seziert ihre Hauptfiguren mit spitzen Fingern und legt deren Befindlichkeiten, Dämonen und seelischen Verletzungen frei. Die Intellektuelle Tamara, die in meinen Augen an einer narzisstischen Störung leidet, ist frustriert über ihr hohles Hausfrauendasein an der Seite eines männlichen Versorgers, der bei ihr schon lange kein Verlangen nach gegenseitiger körperlicher Zuwendung mehr weckt. Sie ist außerdem neidisch auf den beruflichen Erfolg ihrer alleinerziehenden Schwester Elisabeth, die zu allem Überfluss mit einem neuen Mann auftaucht, der perfekt in Tamaras Beuteschema passt. Von ihrem jüngeren Bruder Ingmar ist sie einfach nur angenervt, weil er mit seiner Weltverbessererattitüde scheinbar einen Nerv bei ihr trifft. Ingmar seinerseits steht kurz vorm Burnout und ist irritiert über Tamaras Aggressivität und ihre mangelndes Problembewusstsein zu den Themen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Globalisierung. Die essgestörte Elisabeth hingegen trauert der gemeinsamen Kindheit und harmonischen Beziehung zu Ingmar nach.
Und am Ende gibt es dann doch wieder diese geschwisterliche Verbundenheit jenseits aller Animositäten. Ein Weihnachtswunder?

Den in Deutschland statistisch nur alle 10 Jahre vorkommenden Schnee an Heiligabend nutzt die Autorin, um den Kontrast zwischen der idyllisch-unschuldigen Umgebung und der dysfunktionalen Familiensituation zu illustrieren. Auch sonst arbeitet die Autorin viel mit Sprachbildern, die eine bestimmte Atmosphäre erzeugen.

Die pointierte und griffige Erzählweise von Alexa Hennig von Lange hat mir persönlich sehr gut gefallen. Hier wird nicht lange um den heißen Brei herum geredet (ganz symbolisch wird selbiger Brei von Elisabeth als "Extrawurst" für eins der Kinder vor der ersten Eskalation frisch zubereitet). Auch die relative Kürze des Romans tut der Geschichte gut - für mich hätte das Buch nicht länger sein müssen.

"Die Weihnachtsgeschwister" ist ein intelligenter Kurzroman darüber, wie sehr wir alle von unserer Herkunftsfamilie geprägt werden. Lesenswert!
390 reviews
December 6, 2019
Fast schon banal, aber eben nur fast...

Weihnachten steht vor der Tür und die Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar reisen mit ihren Familien zu den Eltern. Wie in jedem Jahr scheint es wieder einiges an Trubel zu geben anstelle eines besinnlichen, friedlichen Festes. Die Geschwister scheinen sich nicht mehr zu verstehen, Neid, Unzufriedenheit und Missgunst scheinen allgegenwärtig. Als der Heilige Abend bevorsteht, werden die Geschwister jedoch überrascht – ihre Eltern sind nicht auffindbar…

Es ist eine ziemlich realistische Geschichte, wie sie wohl an Weihnachten zumindest in Teilen landauf, landab Jahr für Jahr stattfinden wird. Die Familie kommt zusammen und es kracht gewaltig. Statt gemeinsam ein schönes Fest zu feiern, wird mit gegenseitigen Vorhaltungen, verschiedenen Lebensentwürfen und Provokationen - ob gewollt oder nicht – das Fest verdorben. Was kann man dann tun? Wie bekommt man die verschiedenen Charaktere unter einen Hut? Vor allem: Warum kochen die Emotionen immer und immer wieder dermaßen hoch? All diese Fragen werden in dem kurzen Roman behandelt und interessant beantwortet.

Es war ein kurzes Lesevergnügen, dennoch eines, welches ich gerne jenen weiterempfehle, die eine weihnachtliche Geschichte lesen wollen, die nicht romantisch oder lustig ist, sondern einfach eine Geschichte erzählt, wie sie überall vorkommen kann. Das Geschehen ist schon fast banal, spielen Erinnerungen an die gute Vergangenheit eine Rolle sowie das erwachsen werden eine Rolle, also Themen, die jeder kennt.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber ich denke es war nicht das letzte, denn der Schreibstil war fesselnd, sogar in den „banalen“ Momenten und flüssig. Die verschiedenen Perspektiven wecken beim Leser Verständnis für die jeweiligen Standpunkte.

Für fünf Sterne fehlte mir dann das eine oder andere an dieser Kurzgeschichte, vor allem das Ende war mir zu plötzlich und abgehackt, aber die Botschaft der Geschichte hat mich erreicht und mir gut gefallen, wenn ich auch nichts wirklich „magisches“ daran finden konnte...
2,270 reviews13 followers
December 11, 2019
Zum Inhalt:
Alle Jahre wieder zu Weihnachten trudeln die Geschwister bei den Eltern ein. Und wie jedes Jahr ist es wenig besinnlich und kaum sitzen sie zusammen, geht der Zoff auch schon los. Nach einer Nacht im Hotel kommen die Geschwister zurück zum Haus und die Eltern sind nicht da. Aber ein Nachricht haben sie ihren Kindern hinterlassen.
Meine Meinung:
Das war schon mal ein etwas seltsames Buch, dass so gar nicht die Erwartungen erfüllt, die man aufgrund des Klappentextes hatte. Und das meine ich nicht mal negativ, die Geschichte war eben einfach ganz anders als erwartet. Ich bin sicher, dass dieses Buch den ein oder anderen zum Schmunzeln gebracht hat und manche auch zum Nachdenken. Und ich glaube, genau dass sollte auch erreicht werden. Mal innehalten und Dinge von einer anderen Seite betrachten. Den Schreibstil fand ich gut gelungen. Ein wenig überrascht war ich über die sehr geringe Seitenanzahl, das hatte ich so nicht erwartet und hatte es wohl überlesen.
Fazit:
Oh du fröhliche oder doch nicht?
Profile Image for Gedankenlabor.
851 reviews125 followers
December 6, 2019
>>Ihr Kinderlein kommet<<
„Die Weihnachtsgeschwister“ von Alexa Henning von Lange ist eine kleine kurzweilige Weihnachtsgeschichte, die eine tiefgehende Geschichte zum Thema familiärer Zusammenhalt sein soll. Ich hatte mich auch sehr auf die Geschichte gefreut und muss sagen, dass sich das Buch insgesamt gut lesen lies, allerdings blieb mir die Tiefe, die ich erwartet und auch erhofft hatte ziemlich fern. Letztlich kann man hier innerhalb der Weihnachtstage drei Geschwister erleben, wie die zum einen sehr unterschiedlichen Geschwister, sich alle drei gleichermaßen vom Erwachsenen zum herum zickenden Kind mutieren und auch eigentlich gedanklich mit nichts anderem beschäftigt sind, als sich gegenseitig zu piesacken. Ich hatte gehofft, dass das Ende wenigstens nochmal alles raus reißen würde... doch das Ende wurde so schnell abgehandelt, dass mir das Gefühl von Wärme, Familie und dem eigentlichen Sinn dieser Geschichte einfach nicht nahe gebracht werden konnte.
Fazit: Dieses Buch war für mich leider ein kleiner Flopp...
9 reviews
January 12, 2023
Eine sehr süße Geschichte. Eigentlich nicht die Geschichte an sich, sondern die ganzen Details über die Charaktere und auch von Gegenständen, Erinnerungen, Angewohnheiten und der Natur.
Auch die Art des Erzählens ist sehr gut. Es wird weder aus der Ich-Perspektive noch von einem Erzähler erzählt. Es wird aus der Sicht von jedem Mal erzählt, was das Ganze sehr interessant macht (manchmal aber auch irritierend).
Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, ist, dass das Ende so plötzlich kommt. Es war so abrupt vorbei.
Profile Image for Nicole.
4 reviews
December 3, 2023
Schreckliche Protagonist:innen, unangenehme Dialoge - die Sterne gibt es ausschließlich für Kapitel 5 & 6, welche einen selbst zurückversetzen in schöne Kindheitsmomente.
Profile Image for lesemama.
1,610 reviews1 follower
December 20, 2019
Zum Buch:

Tamara, Elisabeth und Ingmar reisen nebst Partner und Kindern nach Hause um bei und mit den Eltern Weihnachten zu feiern. Wie in jedem Jahr kommen sie in der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander. Doch schon beim ersten Aufeinandertreffen kommt es zum Streit, die Eltern, beide schon fast achtzig, müssen mal wieder schlichten ...

Meine Meinung:

Vom Klappentext angezogen, wer will kein magisches Weihnachten voller Harmonie, wollte ich das Buch gerne lesen. Ich mag auch die Kinder- und Jugendbücher der Autorin sehr gerne, also Buch ausgeliehen und losgelesen.
Im ersten Kapitel musste ich mich zuerst an die Erzählweise gewöhnen, denn die Erzählperspektive wechselt zwischen den drei Erwachsenen Kindern. Man erfährt von jedem etwas, vor allem aber, wie sehr sie sich und ihren Zusammenhalt der Kindheit doch vermissen.
Tamara, die älteste, ist voller Neid und Ungunst, Elisabeth, das mittlere Kind, ist sehr unsicher, fühlt sich nach zwei gescheiterten Ehen beziehungsunfähig und Ingmar, der jüngste im Bunde, fühlt sich unverstanden und von seinen Schwestern im Stich gelassen.
Eine ganz normale Familie, man lebt sich auseinander, trifft sich vielleicht noch zwei-, dreimal im Jahr und hat sich nicht mehr wirklich was zu sagen. So ist es leider in vielen Familien.
Alexa Henning von Lange ist es sehr gut gelungen den Familienzwist zu beschreiben, ein absolut lesenswertes Buch mit einer Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist.
Es ist vielleicht keine romantische, besinnliche Weihnachtsstory voller Romantik, aber sie ist ehrlich und toll erzählt. Mir hat sie jedenfalls gut gefallen.
Profile Image for Mona.
90 reviews2 followers
December 21, 2019
Alexa Henning von Lange erzählt uns in ihrem Büchlein von einer dysfunktionalen Geschwisterbeziehung, die an Weihnachten ihren Höhepunkt findet und, wie das meist so in Weihnachtsbüchern üblich ist, sich zum guten wendet. Es ist keine Scroogsche Wunderwandlung, aber es ist ein Anfang.

Und das Buch begann auch sehr weihnachtlich. Wenn wir mit Tamara im Auto sitzen und den Schneeflocken beim Fallen zusehen, dann ist das schon viel weihnachtlicher, als so manch einer es heutzutage tatsächlich erleben darf. Beschwingt von der Stimmung machte ich es mir im Sessel gemütlich und wollte den Weihnachtszauber empfangen, aber dann lernte ich die Charaktere besser kennen. Und besser, und bald so gut, dass ich keine Sekunde weiter mit ihnen verbringen wollte. Dass Charaktere ätzend sein können und das gerade zur Botschaft des Buches beiträgt - okay. Aber Figuren aufeinanderprallen zu lassen, die so nervtötend sind, dass man das Buch zuschlagen möchte und sich einfach damit vertröstet, dass es ja nur wenige Seiten hat und es sich noch irgendwie ändern wird (schließlich ist ja Weihnachten), das brauche ich persönlich überhaupt nicht. Und da half es auch nicht mir weiszumachen, woher denn dieses Verhalten einer zentralen Figur rührt.

Weihnachtsstimmung kam hier für mich ganz sicher nicht auf und auch nicht die "ihr seid scheiße, reißt euch einfach mal zusammen"-Botschaft am Ende konnte diesen definitiv nicht künstlich herbeiführen.
Profile Image for Henrike.
262 reviews
December 6, 2019
Wer kennt das nicht: es ist Weihnachten und man ist völlig ausgelaugt vom Alltagsstress des vergangenen Jahres, egal ob Arbeits-, Familien- oder Studien-/Ausbildungsbedingt... so startet auch Alexa Henning von Langes Buch "Die Weihnachtsgeschwister".

Die drei Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar fahren mit Sack und Pack und Familie zu ihren Eltern, weil das gemeinsame Weihnachtsfest eben Tradition ist. Schnell wird aus der bildhaften Idylle (beschwingte Schneeflocken, die leicht durch die Luft schweben) das komplette Weihnachtschaos inkl. Neid, Misverständnissen und Streitigkeiten unter den Geschwistern... same procedure as every year, wäre da nicht eine unerwartete Lektion ihrer Eltern, mit der die Geschwister so gar nicht gerechnet haben.

Mir gefält dieses kleine Buch ganz wunderbar; besonders, weil es völlig frei von Kitsch ist!!! Selbst als Einzelkind habe ich mich in der Geschichte wiederentdeckt (unter Cousinen/Cousins sind ähnliche Feste durchaus möglich). Die schönen Weihnachtserinnerungen aus der Kindheit werden so oft vergessen; statt von Gefühlen wird das Fest der Liebe von Perfektionismus, Egoismus, Materialismus oder Stress beeinflusst.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, was Weihnachten eigentlich bedeuten könnte/sollte. Eine Weihnachtsgeschichte mit Botschaft direkt aus dem normalen Leben - ganz toll!!
Profile Image for Inge H..
444 reviews7 followers
December 5, 2019
Frohe Weihnachten
An die Romane von Alexa Hennig von Lange habe ich immer große Erwartungen und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht.
Die Wintergeschwister ist ein wunderbarer realistischer Weihnachtsroman.

Tamara, Elisabeth und Ingmar treffen sich jedes Weihnachten mit ihren Familien bei den Eltern. Mit der Zeit gab es zwischen den Geschwistern Meinungsverschiedenheiten. Sie stritten sich, weil sie es ihrem eigenen Leben nicht so gut läuft. Da gibt es Neid, Angst und Unzufriedenheit. Die Emotionen kochen hoch.
Dazwischen sind die Großeltern und Enkel als Leidtragende.
Die Autorin versteht es ausgezeichnet, die Stimmung zu erfassen. Teilweise hat man schon ähnliche Situationen erlebt. Bei diesem Roman muss ich auch das Cover mal loben, es zeigt das Dreigespann im Schnee. Wunderbar passend.
Dieser verhältnismäßig kurze Roman hat es in sich und hat gerade die richtige Länge. Er unterhält und ist unbedingt zu empfehlen.
406 reviews1 follower
January 9, 2020
3 Geschwister müssen sich wieder finden

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Eine Geschichte über Geschwister, die sich an Weihnachten bei den Eltern treffen, weil man es halt jedes Jahr so macht. Jeder hat schon eine eigene Familie und die Lebensentwürfe sind sehr unterschiedlich.
Tamara, Ingmar und Elisabeth haben sich nicht mehr viel zu sagen und jeder fühlt sich provoziert von den anderen. Die Eltern schauen sich diese Situation wohl schon einige Jahre an und leiden sehr darunter. An diesem Heiligen Abend drehen sie den Spieß um und provozieren ihre Kinder auf eine sehr intelligente Art.
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Es spricht einige Punkte des Familienlebens an, über die man auch mal länger nachdenken darf. Da das Buch kleinformatig ist und nur gute 140 Seiten hat, ist es sehr schnell gelesen.
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