Das Paradies der Gärtnerin Victor Bromberg kauft für seine junge Braut Charlotte das repräsentative Anwesen Summerlight House. Ihre Ehe ist standesgemäß und voller Pflichten. Charlotte gibt ihre Arbeit in Kew Gardens schweren Herzens auf, sie steckt all ihre Kraft und Fantasie in den verwilderten Garten ihres neuen Hauses. Die Gartenkennerin Vita Sackville-West inspiriert sie, und Charlotte beginnt, ihre Blumenzucht zu vervollkommnen. Schon bald zeigen sich erste Erfolge, auch weil der junge Gärtner Quinn ihr nach einigem Widerstand ein treuer Partner wird. Immer stärker fühlt Charlotte sich in ihrer Ehe eingesperrt, und Quinn scheint für die Freiheit zu stehen, nach der sie sich sehnt. Englische Gartenkunst, unbändige Blütenpracht und eine junge Frau, deren Träume in den Himmel wachsen.
Nun geht es also weiter mit der Geschichte rund um Charlotte und ihre Familie. Mittlerweile haben sich alle in Summerlight House eingewöhnt und eigentlich könnte alles gut sein. Allerdings belastet Charlottes Tätigkeit in Kew Gardens die Ehe mit Victor doch immer wieder. Als ihr dann nahegelegt wird, die Arbeit zu kündigen entschließt sich Charlotte schweren Herzens dies zu tun und ihren Fokus auf den eigenen Garten zu legen. Unterstützt wird sie dabei von Vita Sackville-West und ihrem Gärtner Quinn, der sich als perfekter Partner für den Garten entpuppt. Und nicht nur für den Garten.
Im zweiten Teil kann Charlotte nun ihre Leidenschaft für die Botanik voll ausleben. Das gibt dem Buch einen schönen Rahmen. Auch die Familie und deren Einzelschicksale werden weitererzählt. Aurora entdeckt, dass ihr das Leben mehr bietet als nur ein Anhängsel zu sein. Debbie schlägt sich mit den Wirren der ersten Liebe herum und Robert findet mehr und mehr ins Leben zurück. Gerade Debbies und Auroras Entwicklung hat mir richtig gut gefallen. Charlotte war mir manchmal aber mit ihrer Liebe zur Botanik und zur Gärtnerei zu selbstsüchtig. An dieser Ecke schließt sie keinerlei Kompromisse und erwartet von allem aus ihrem Umfeld Verständnis dafür. Das war mir teilweise einfach zu viel.
Das Buch ließ sich toll lesen, man hatte immer das Geschehen vor Augen und die Beschreibungen der Landschaft und der Gärten war einfach toll. Auch die zusätzlichen Handlungsstränge rund um Aurora und Debbie haben mir ausgesprochen gut gefallen. So blieb das Buch äußerst abwechslungsreich. Von mir daher eine Leseempfehlung für diesen gelungenen zweiten Band der Reihe.
Obwohl mich der erste Teil der Reihe um die englische Gärtnerin nicht ganz überzeugt hat, war ich gespannt wie es mit Charlotte weitergeht und war daher sehr neugierig auf die Fortsetzung.
Leider lässt mich auch der zweite Teil mit eher durchwachsenen Gefühlen zurück. Die Geschichte an sich hat wirklich Potenzial und es gibt auch einige spannende und interessante Entwicklungen, aber aufgrund der Charaktere, insbesondere der Protagonistin Charlotte, konnte mich die Geschichte nicht ganz so gut unterhalten.
Schon im ersten Teil der Reihe hatte ich meine Probleme mit Charlotte und diese haben sich auch im zweiten Teikl weiter bestätigt. Ich fand sie größtenteils einfach unsympathisch und zur Steigerung war sie nun das Fähnchen im Wind und ich fand es unmöglich wie sie die Menschen um sich herum behandelt hat. Ihre Entscheidungen wechselten ständig und plötzlich und waren für mich einfach nicht nachvollziehbar. Auch wenn ich kein großer Fan von Victor bin, tat er mir die meiste Zeit einfach leid. Aber auch Aurora war diesmal nicht sehr entscheidungsfreudig und es wechselte ständig hin und her.
Leider habe ich nun kaum Hoffnung, dass sich der finale Band noch steigern kann, so dass die Reihe hier nun vermutlich für mich beenden werde.
Band zwei um Charlotte Windley-Bromberg schließt nahtlos an den ersten Band "Blaue Astern" an. Charlotte steht vor einem weiteren Scheideweg. Ihr Mann Victor möchte, dass sie sich aus Kew Gardens zurückzieht und sich dem gemeinsamen Anwesen Summerlight House widmet. Zusätzlich soll sie sich doch bitte endlich standesgemäß verhalten. Dass fällt Charlotte natürlich schwer. Doch die Aussicht Summerlight House nun doch mit einem attraktiven Garten zu bestücken ist die perfekte Aufgabe für die studierte Botanikerin. Sie beginnt sich ihrem Anwesens zu widmen. Mit ihrem Gärtner Quinn teilt sie die Leidenschaft für Pflanzen und Blumen. Gemeinsam versuchen sie aus dem alten Grundstück ein Schmuckstück zu machen und kommen sich dabei unwillkürlich näher. Victor erkennt, dass sich Charlotte immer mehr von ihm entfernt und will ihr einen langgehegten Wunsch erfüllen: eine Forschungsreise nach Persien......
Martina Sahler hat in ihrem Nachfolgeband Charlotte wieder einige Steine in den Weg gelegt. Trotzdem konnte ich mich nicht mehr so gut in sie hineinfühlen, wie im ersten Band. Sie erscheint mir weit weniger sympathisch und auch etwas egoistisch. Auf der anderen Seite kann ich ihre Enttäuschung verstehen ihre Arbeit in Kew Gardens zu verlieren. Man hatte zu dieser Zeit als Frau wirklich keinerlei Rechte und musste sich immer wieder der Männerwelt beugen. Aber es gab auch schon damals außergewöhnliche Frauen, die ihren Weg gingen und sich von den gesellschaftlichen Zwängen befreien konnten, wie etwa Vita Sackville-West, die ebenfalls im Roman vorkommt. Ihr ist es zu verdanken, dass Sissinghurst Castle heute zu den beliebtesten und häufigsten besuchten Gartenanlagen der Welt wurde. Im Roman ist sie diejenige, die Charlotte anregt ihren Garten doch noch zu einem Schmuckstück zu machen. Vita wird zur guten Freundin von Charlotte und gibt ihr einige Tipps zur Gartengestaltung.
Debbie, die nun fast erwachsen ist und noch immer ihren eigenen Kopf durchzusetzten versucht, verdreht den beiden Nachbarsjungen den Kopf. Aurora, die sich langsam zu einer selbstbewussteren Frau entwickelt und neue Wege findet, hat mir gut gefallen. Die beiden Nebenfiguren stehen diesmal ebenfalls im Fokus der Geschichte. Die wahre "Hauptprotagnistin" ist aber die Gartenanlage. Die farbenfrohen Beschreibungen der Blumen und Pflanzen haben mich verzaubert. Hingegen fand ich die Exkursion nach Persien eher weniger gelungen und ist kaum in meinem Gedächtnis haften geblieben.
Alle Figuren entwickeln sich in diesem zweiten Band weiter. Manche von ihnen verändern sich meiner Meinung aber ein bisschen zu schnell, was ihre Entwicklung etwas unglaubwürdig macht. Und Charlotte wird leider mit den Seiten immer unsympathischer, was dem Roman nicht wirklich gut tut. Ihre snobistische Art und ihr Messen mit zweierlei Maß lässt sie mit der Zeit relativ lieblos erscheinen. Mir tat Vicotr leid, der sich sehr um sie bemüht und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Auf der anderen Seite konnte ich auch verstehen, dass sie ihr Studium auch einsetzen möchte. Ein Problem, das auch heute noch manche Frauen erfahren müssen.
Der Schreibstil ist wieder kurzweilig und unterhaltsam. Es gibt überraschende Wendungen. Zusätzlich müssen wir uns auch von einigen Figuren verabschieden. Am Ende bemerkt man, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn es bleiben einige Dinge offen. Obwohl mich dieser zweite Band nicht ganz so überzeugen konnte, wie der erste Teil, werde ich mir auch den Abschlussband aus der Bücherei holen, denn ich bin neugierig wie es mit Charlotte & Co. weitergehen wird.
Fazit: Eine etwas schwächere Fortsetzung, die mich nicht so ganz überzeugen konnte, wie der erste Band. Trotzdem möchte ich noch den Abschlussband der Trilogie lesen und erfahren, wie es mit Charlotte weitergehen wird.
Kew Gardens ist Charlottes Lebensmittelpunkt. Ihre Arbeit als Botanikerin füllt sie aus, jedoch hat sich ihr Ehemann Victor anderes von seiner Frau erhofft. Sie soll eine vorzeigbare Ehefrau sein, die sich um das Anwesen kümmert und Feste vorbereitet sowie das Personal delegiert. Genau für diese Tätigkeiten kann Charlotte jedoch so gar keine Lust aufbringen. Nachdem ihr Traum mit Kew Gardens jedoch platzt, fokussiert sie sich, angeregt durch eine berühmte Freundin, auf ihr eigenes Grundstück und möchte hier den schönsten Garten Englands errichten. Augen hat sie jedoch nicht nur für ihre neue Aufgabe, sondern eben auch für ihren äußerst anziehenden Gärtner.
Ich fand Charlotte anfangs toll, wie sie ihre "männliche Seite" als arbeitende Frau zu dieser Zeit zeigt und sich auch irgendwie gegen ihren Mann behauptet, jedoch sank meine Sympathie gefühlt von Seite zu Seite. Das Maß an Sitte und Anstand, Regeln und ständischen Gepflogenheiten, das eigentlich Charlotte erfüllen sollte, erwartet sie jedoch von ihrer Schwester und der Cousine ihres Mannes enorm. Sie selbst fällt jedoch andauernd aus der Reihe. Dieses Messen mit zweierlei Maß hat mich bis zum Ende gestört. Der Schwester werden amouröse Liebeleien unterstellt - nein, es wird nicht nachgefragt - und Charlotte selbst hintergeht ihren Mann nach Strich und Faden. Sein Geld gibt sie aber äußerst gerne aus und zeigt, meiner Meinung nach, auch immer wieder snobistische Züge. Die angenehmen Seiten beider Welten, die ungebändigte Leidenschaft mit dem Gärtner und das unbegrenzte Geld des Ehemannes. Eine Art "Missbrauchsszene" zum Schockieren wird auch noch eingebaut, was letztendlich nur Stimmung gegen diese Figur machen sollte. Ich kam mir vor wie in einer billigen Seifenoper im vorherigen Jahrhundert. Charlotte war für mich einfach nur ein Un-Charakter, dem ich keine Sympathie entgegenbringen kann, denn sie ist diejenige, die wissentlich immer und immer wieder ihre Familie hintergeht.
Mir persönlich gefiel der Nebencharakter Aurora viel besser, besonders zum Ende der Geschichte hin. Sie hat mich immer wieder überrascht und eine richtige Wandlung vollzogen. Auch ohne Ausschweifungen hat sie mich als tolle Figur überzeugt und ich hätte gerne mehr über sie gelesen.
Leider empfand ich auch die Exkursion von Charlotte und Victor als einfach nur öde. Natürlich musste auch dort erneut ein junger Verehrer mit ins Spiel kommen. Charlotte muss bald Nummernkärtchen an die Männer verteilen, wer zuerst ihre Aufmerksamkeit bekommt. Das war einfach nur übertrieben und lies mich wieder einmal den Kopf schütteln. Zudem zeigte die Exkursion wieder die extremen Unterschiede des Ehepaares, was an dieser Stelle wohl schon jedem Leser klar geworden ist. Die Beschreibungen der Umgebung konnten mich leider auch nicht abholen.
Von Lesevergnügen kann ich bei diesem Buch leider nicht sprechen. Charlottes Agieren widerspricht komplett ihren Anforderungen anderen gegenüber und wird von ihr scheinheilig vertuscht. Von einem Ausrutscher kann auch nicht gesprochen werden, denn die unpassende Liebelei, bzw. besser gesagt, körperliche Leidenschaft zieht sich in die Länge. Für so eine Hauptfigur, die die Geschichte bestimmt, kann ich leider keinerlei Sympathie aufbringen.
Dahlien Martina Sahlers Roman „Die englische Gärtnerin – Rote Dahlien“ ist der zweite Teil einer Serie. Die Botanikerin Charlotte ist eine eigensinnige Frau. Nach ihrer Heirat mit Victor Bromberg hat sie einen großen Garten zu bearbeiten. Sie ist immer so mit ihren Blumen versessen, das ihr Mann ins Hintertreffen kommt. Dann verguckt sie sich noch in ihren Gärtner.
Aber durch Victor ist ihre Familie versorgt. Der Dahliengarten ist ein schönes Bild, aber sie machen aus meiner Erfahrung viel Arbeit.
Ich bin mit Charlottes Charakter nicht so richtig warm geworden, sie ist mir nicht sympathisch..
Martina Sahler hat immer einen flüssigen Schreibstil und sie liest sich gut und unterhaltend.
Charlotte Bromberg, geb. Windley, ist die erste Frau, die über ein seltsames Vertragskonstrukt als Botanikerin in Kew Gardens arbeitet. Privat ist sie mittlerweile mit dem deutschen Geschäftsmann Victor Bromberg verheiratet. Auch wenn Victor ihr einige Freiheiten lässt, so drängt er sie insgeheim immer wieder drauf, sich standesgemäß zu verhalten und sich mehr um Haus und Familie zu kümmern statt um eine Arbeit. Schweren Herzens gibt Charlotte ihre Stelle auf und konzentriert sich nun voll auf die Gestaltung des Gartens von Summerlight House, dem Anwesen, das Victor für sie gekauft hat. Unterstützt wird sie dabei von dem eigensinnigen Gärtner Quinn. Und während es im Garten wächst und gedeiht, stellt Charlotte fest, dass nicht nur die Blumen im Garten anfangen zu erblühen.
Im zweiten Teil der englischen Gärtnerin steht wieder Charlotte im Fokus des Lesers. Ihre Liebe und Leidenschaft zur Botanik werden nur noch durch die Leidenschaft zu einem Mann übertroffen. Die familiären Aspekte sind in diesen Band etwas schwächer als im ersten, wo gerade ihr Mutter und die kleine Schwester wesentlich präsenter waren. Auch ihr Bruder bliebt mehr am Rande. Dafür zeigt Aurora, die Cousine von Victor, ihr Wesen und wird plastischer. Charlotte ist zunächst am Boden zerstört, als sie erfährt, dass sie Kew Gardens besser verlassen soll, nachdem ihr Mentor weggegangen ist.
Doch schnell konzentriert sich Charlotte auf ein neues Projekt. Der Garten ihres Hauses Summerlight House soll endlich in eine Blumenoase verwandelt werden. Angeregt durch eine Bekannte, unterstützt durch ihren Gärtner, begibt sich Charlotte auf eine abenteuerliche Reise durch England, um geeignet Pflanzen zu finden. Die Beschreibungen und Hinweise zu den Pflanzen, dem Gärtnern an sich, bereiteten mir nicht nur viel Freude, sondern auch Lust, selbst im Garten tätig zu werden.
Martina Sahler beschreibt so plastisch und anschaulich, dass ich mir den Garten von Charlotte sehr gut vorstellen kann. Aber auch das zwischenmenschliche, die Sorgen, Ängste und Nöte sind greifbar und nachvollziehbar. Sehr empathisch beschreibt die Autorin nicht zu Letzt das schwere Schicksal einer Pächterfamilie auf dem Grund von Summerlight House.
Das zweite Buch ist zwar in sich abgeschlossen und doch bleibt da der Funke, dass noch etwas fehlt, dass die Geschichte nicht zu Ende erzählt wurde. Ein dritter Band soll auch bald erscheinen und wird von mir schon mit Sehnsucht erwartet.
Fazit: Abtauchen in eine faszinierende Welt, in der Botanik und Leidenschaft einhergehen, die Begeisterung der Autorin auf den Leser überspringt und man sich wünscht, den Folgeband schon in den Händen zu halten. Meine Leseempfehlung für das Frühjahr 2020.
England 1922: Charlotte ist die einzige Frau in Kew Gardens und hat demnach einen schweren Stand. Trotz aller Widrigkeiten liebt sie die Arbeit mit den Pflanzen. Auch nach ihrer Hochzeit mit dem Fabrikbesitzer Victor hält sie an ihrer Arbeit in Kew Garden fest. Doch dann hat sie einen Traum. Sie möchte auf ihrem Anwesen Summerlight House einen einzigartigen Garten erschaffen. Zusammen mit ihrem Gärtner Quinn macht sie sich an die Planung. Charlotte merkt bald, dass es nicht nur die Leidenschaft zu den Pflanzen ist die sie verbindet. „Die englische Gärtnerin-Rote Dahlien“ ist der 2. Band einer Trilogie der Autorin Martina Sahler. Die Autorin entführt den Leser in die Welt der Pflanzen und in die der englischen Gesellschaft. Charlotte ist mit Leib und Seele Botanikerin. Die Arbeit in Kew Garden macht ihr Freude trotz aller Widrigkeiten die ihr dort als einzige Frau widerfahren. Doch als ihr Mentor Professor Bone auf die Hebriden zieht entscheidet sich Charlotte schweren Herzens ihre Stelle in Kew Garden aufzugeben und auf ihrem eigenen Anwesen einen Garten zu erschaffen der seines Gleichen suchen wird. Mit ihrem Gärtner Quinn und ihrer angeheirateten Cousine Aurora reist sie durch England um besondere Pflanzen auszusuchen. Die Beschreibung der Gärten und der Pflanzen ist sehr anschaulich, ich denke Martina Sahler ist selbst begeisterte Gärtnerin. Auch die lateinischen Bezeichnungen der Pflanzen macht immer wieder deutlich wie sehr sich Charlotte der Botanik verschrieben hat. Charlotte ist eine starke und selbstbewusste Frau. Sie ist mir im ersten Band schon ans Herz gewachsen. Auch die anderen Charaktere mag ich gerne. Ich finde besonders Aurora und Debbie haben eine tolle Entwicklung durchlebt. Aurora hat mehr Selbstbewusstsein bekommen und aus Debbie wird langsam eine junge Frau die gerne anderen zur Seite steht, auch wenn das nicht jeder wahrnimmt. Gut getroffen ist auch Vita Sackville-West, ich fand es schön die Schriftstellerin und Gartenliebhaberin hier in dieser Geschichte zu treffen. Martina Sahler erzählt hier eine wirklich schöne Geschichte. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen so hat mich das Leben von Charlotte angezogen. Die Autorin zeigt die Schönheit der Pflanzenwelt genauso wie die Stellung der Frau in den 1920er Jahren. Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert. Die Autorin beschreibt die Orte so bildhaft, dass beim Lesen ein richtiges Kopfkino entsteht. Für mich besteht kein Zweifel, „Die englische Gärtnerin“ wird zu meinen besonderen Highlights 2020 gehören. Jetzt kann ich es kaum erwarten den 3. Band „Die englische Gärtnerin – Weißer Jasmin“ in den Händen zu halten.
Nachdem mir „Blaue Astern“ ziemlich gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt, wie es mit der englischen Gärtnerin weitergeht. Beim ersten Teil hatte ich bemängelt, dass der Klappentext zu viel verrät und es relativ lange gedauert hat, bis die Handlung an Fahrt aufnahm. Dies ist bei „Rote Dahlien“ ganz anders. Schon nach wenigen Seiten war ich völlig in dem Buch versunken und meine Begeisterung hielt sich bis zum Schluss. Die Handlung knüpft zwei Jahre nach den Ereignissen aus „Blaue Astern“ an. Charlotte hat sich mit ihrem neuen Leben arrangiert. Zwar gibt es zwischen ihr und ihrem Ehemann nicht die romantische Liebe, von der sie geträumt hat aber Victor ist ihr ein großzügiger und liebevoller Partner, der ihr und ihrer Familie ein sicheres Heim bietet. Dafür hat sich ein anderer Kindheitstraum erfüllt und sie geht in ihrer Arbeit als Botanikerin in Kew Gardens auf. Durch einen Vorgesetztenwechsel nimmt Charlottes Karriere ein jähes Ende. Um sich zu trösten beschließt die junge Frau, ihren eigenen Garten in ein Paradies zu verwandeln. Wir befinden uns aktuell in den letzten Zügen des Winters und dieser Roman macht wirklich große Lust auf Frühling und vor allem auf das Gärtnern. Es war sehr faszinierend zu lesen, wie Charlotte andere Gärten besucht und dort teilweise kostenlos Ableger in großen Mengen bekommt. Der Einkauf in einem Gartencenter erscheint einem dagegen direkt stillos. Wie sich die Zeiten geändert haben sieht man auch an der Reise, die Charlotte von ihrem Mann geschenkt bekommt. Weder Syrien noch der Iran sind heutzutage Reiseländer und diese ist sehr schade, den die Fauna klingt wahrlich interessant. Charlottes Leidenschaft für Pflanzen wird so anschaulich beschrieben, dass der Funke auf mich als Leserin übergesprungen ist. Im Vergleich dazu kamen die Gefühle zwischen Charlotte und ihrem Liebhaber Quinn nicht so ganz bei mir an. Er passt zwar von seinen Einstellungen und Interessen her besser zu ihr als ihr Ehemann, aber die Vertrautheit zwischen den beiden entstand während dem Zeitsprung zwischen den Büchern und kam für mich ein wenig von ungefähr. Außerdem habe ich ziemlich viele Sympathien für Victor und hatte somit oft Mitleid mit ihm. Sehr gut gefallen hat mir die Entwicklung von Aurora. Im ersten Teil lernten wir sie als schüchterne, blasse Frau kennen. Es war sehr schön zu sehen, wie sie immer mehr an Selbstvertrauen gewinnt und wie ihr Leben immer farbenfroher wird. Ich hoffe, dass sie auch noch im finalen Band dabei sein wird. „Die englische Gärtnerin – Rote Dahlien“ ist eine runde Geschichte, die grundsätzlich für sich alleine gelesen werden kann. Ich empfehle dennoch mit dem ersten Band zu beginne um die Charaktere besser kennenzulernen. Ich freue mich, dass es noch einen dritten Teil geben wird. Ich habe diesen Roman so gerne gelesen und bin noch nicht bereit, Charlotte und die anderen gehen zu lassen.
Nachdem Charlotte den deutschen Geschäftsmann Victor Bromberg geheiratet hat, ändert sich alles für sie. Erst ist sie die erste Frau, die in Kew Gardens als Botanikerin arbeitet und dann auch noch das! Alles nicht so einfach für Charlotte, aber es kommt noch härter. Sie gibt schweren Herzens ihre Arbeit auf und will versuchen ganz als Ehefrau sich zu fügen. Ihr großes Projekt ist der Harten an ihrem Haus „Summerlight House“. Unterstützt wird sie von Gärtner Quinn, der noch weit mehr Qualitäten als nur den Garten zu pflegen....
Ein Wiedersehen in Summerlight House! Martina Sahler nimmt uns im zweiten Teil wieder voll und ganz mit auf das verwilderte Anwesen und in die Gefühlswelt von Charlotte. Ihr wieder zu folgen war wieder ein emotionales Fest. Als Leser spürt man wie schwer es ihr fällt, ihre Arbeit aufzugeben und auch das sie ahnt das ihre Ehe nicht gerade auf modernen Balken gebaut ist. Zudem kommen Debbie und Aurora noch mehr in den Vordergrund und untermalen die Geschichte wirklich wunderbar. Als Leser erleben wir bei allen drei Personen große Entwicklungen und auch das unter ihrer Oberfläche etwas brodelt. Gerade bei Charlotte ist das stark zu beobachten. Das große Thema Graten kommt in diesem Teil wirklich perfekt zur Geltung. Die bildhaften Beschreibungen der Gartengestaltung lassen ein regelrechtes Kopfkino starten. Manchmal hatte ich das Gefühl Blumen zu riechen und hätte am liebsten selbst mit angepackt. Charlotte und Quinn? Sehr spannende Geschichte! Der Schreibstil ist wieder gleichbleibend spannend und unterhaltsam von der Autorin gestaltet. Dennoch gibt es hier und da ein paar Längen die nicht hätten sein müssen und auch Charlotte nimmt manchmal ihr nicht typische Charakterzüge an....aber vielleicht soll es auch so sein?! Wir werden sehen, im dritten Teil der Geschichte! 4 von 5 Sterne!
Inhalt Michael Groth ist im Wanderurlaub in Österreich als er Zeuge wird wie ein ganzes Gebäude was mitten im Wald steht explodiert. Er ist Zeuge wie zwei Personen aus dem Gebäude rauslaufen und kann kurze Zeit später seine Augen nicht trauen als er seine für totgeglaubte Tochter vor ihm steht. Zurück in Deutschland sucht er den Privatdetektiv Alexander Buschbeck auf und erzählt ihm die Geschichte das seine Tochter nach der Geburt verstorben wäre er das damals aber nie geglaubt hat und verdächtig die Stasi . Buschbeck macht sich an die Arbeit und muss feststellen das er einer Verschwörung auf der Spur ist. Zu selben Zeit wird Hauptkommissarin Marlies Bender zu einen Mord gerufen. Doch es soll nicht bei einem normalen Mordfall bleiben. Was sie vorfindet ist eine Leiche die sich komplett aufzulösen scheint. Haut und Knochen sind wie aus Gummi. Nichts ahnend führt Buschbeck und Bender zueinander und beiden ist nicht klar das ihre Fälle eine Gemeinsamkeit haben.
Meinung Ich fande das Buch von Anfang bis zum Ende super Spannend und es hat mich sehr gut unterhalten. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man ist schnell in der Geschichte drin. Auch die Idee zwei Fälle von unterschiedlichen Ermittler zu verbinden finde ich gut. Es ist viel Spannung aufgebaut und auch ein Hauch Erotik ist von der Partie. Für alle Krimifans ein muss.
Eigentlich dachte Charlotte dass ihr Leben perfekt ist. Sie arbeitet als erste Frau als Botanikerin in Kew Gardens, ist glücklich verheiratet. Doch Victor hat andere Pläne. Charlotte soll auf dem neuen Anwesen ein standesgemäßes Leben führen. Schweren Herzens gibt sie ihre Arbeit auf und stürzt sich in die Gestaltung des Gartens. Doch das reicht ihr nicht und dann ist da auch noch Quinn, der ihr Herz in Aufruhr bringt.
Meine Meinung:
Ich hab mich gefreut auf die Fortsetzung der Trilogie und ich bin auch nicht enttäuscht auch wenn ich den zweiten Teil nicht ganz so stark fand. Irgendwie fand ich die Geschichte ein wenig zäher erzählt als den ersten Teil. Das Ende jedoch wurde dann in rasendem Tempo zu Ende gebracht, dass war dann schon ein wenig abrupt. Insgesamt fand ich den Schreibstil gut, die Geschichte vielleicht nicht ganz ausgewogen erzählt. Empfehlen würde ich die Trilogie trotzdem, weil sie gerade auf das Sittenbild in der Zeit sehr schön schildert und auch die Schwierigkeiten der Frauen verbildlicht.
IT: Più noioso a mio parare del precedente che ho divorato ma continuerò a leggere la storia all'uscita del terzo libro. Mi sono affezionata troppo ai personaggi. EN: More boring in my opinion than the previous one I devoured but I will continue to read the story as the third book comes out. I got too attached to the characters.