»Warum soll ich Mitleid mit einem Mann haben, dem sogar in einem karierten Schlafanzug der Lord aus allen Poren quillt?«
HIGHLANDS. HERZSCHMERZ. HANDICAPS.
Rory Macleans Leben im schäbigsten Teil Glasgows besteht vor allem aus Alkohol, Prügeleien und Geldsorgen. Auf der Suche nach einem neuen, lukrativen Job landet er auf einem filmkulissenhaften Anwesen inmitten der schottischen Highlands und macht Bekanntschaft mit einem schwer durchschaubaren Lord, der nach ganz anderen Dingen sucht, als Rory zunächst anzubieten bereit ist.
Sir Hamish Dunbar, der 12. Baronet of Kinnablair und einst gefeierter olympischer Springreiter, lebt seit seinem folgenschweren Unfall zurückgezogen am Loch Leven von Glencoe. Vom Hals abwärts gelähmt, dennoch mit gewissen Begierden ausgestattet, sieht er sich Rory gegenüber – einem Bollwerk von einem Mann mit einem sonnigen Lächeln und schwer zu ertragenden Manieren.
Rory gewinnt nicht nur den Job, sondern nach und nach auch Hamishs Gunst. Allerdings nicht die seiner Familie oder Angestellten. Denn auf Kinnablair Mansion gehen merkwürdige Dinge vor, die Rory zutiefst misstrauisch machen …
Eine Geschichte mit viel Tiefgang und Humor im wunderschönen Setting der schottischen Highlands.
Rory ist in seinem Umfeld hauptsächlich für sein loses Mundwerk und seine Trinkfestigkeit bekannt. Nachdem sein Mitbewohner in dazu drängt endlich wieder Arbeit zu suchen stößt er auf die Stellenanzeige von Hamish Dunbar. Da Rory nicht gegoogelt, sondern sich auf sein Gefühl verlassen hat, wird das erste Vorstellungsgespräch für den Leser unglaublich lustig, für Rory und Hamish allerdings eher peinlich und endet ohne Arbeitsverhältnis für Rory. Nach weiteren Gesprächen kommen die Beiden dann doch zusammen, zunächst beruflich, dann auch privat. Beide tun sich gegenseitig einfach nur gut, allerdings ist weder Hamishs „High Society“-Familie, noch Rorys Verwandtschaft darüber begeistert und machen es dem Paar fast unmöglich eine unbeschwerte Partnerschaft aufbauen zu können. Mit dieser Geschichte hat Jona Dreyer eine ganze Menge an Nachdenkstoff in ein Buch gepackt, ohne dem Leser das Gefühl zu geben das er darüber nachdenken „muss“. Eingebettet in eine immer romantische, manchmal lustige und manchmal traurige Geschichte wird auf die Vorurteile eingegangen, denen Partner von körperbehinderten Menschen oft ausgesetzt sind. Hier in diesem Fall spielt auch das stark voneinander abweichende soziale (und finanzielle) Umfeld eine große Rolle. Hamish und Rory, sind zwei sympathische Männer, die trotz ihrer kulturellen Unterschiede einiges gemeinsam haben. Das sind ihre Begeisterung für einander, zusammenpassende sexuelle Vorlieben (die Sie gemeinsam entdecken) und, und das ist für mich ein riesiger Pluspunkt, Sie reden miteinander, wenn es Probleme gibt. Mich hat die Geschichte sofort eingefangen. Ich habe mich nie als Beobachter gefühlt, sondern konnte die Emotionen von Rory und Hamish spüren. Ihre Liebe, die Trauer und Wut über das Unverständnis, das ihnen von außen immer wieder entgegengebracht wird. Die Zweifel, für einander nicht (gut) genug zu sein. Begeistert haben mich auch die erotischen Begegnungen. Sie unterscheiden sich durch Hamishs körperliche Einschränkungen und dem was er spüren kann von dem „was man so kennt“, und doch ist jede Emotion einfach nachfühlbar. Besonders Hamishs Empfinden ist für mich so lebendig. Das hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe dieses Jahr viele Bücher gelesen, die mir sehr gut gefallen, mich begeistert und eingefangen haben. „Der Wind auf deiner Haut“ gehört auf jeden Fall zu meinen absoluten Highlights. Der sensible und gleichzeitig selbstverständliche Umgang mit nicht alltäglichen Themen sucht seinesgleichen. Einfach top! Von mir gibt’s eine mit Begeisterung ausgesprochene hundertprozentige Leseempfehlung.
Was für ein ein absolut fantastisches Buch das Jona Dreyer hier gezaubert hat!
Eine Geschichte mit einer Menge Klischees, irre viel Gefühl, einen guten Portion Humor, sehr heißen Szenen über zwei Männer, die eigentlich nicht unterschiedlicher sein können und doch so perfekt füreinander sind. Zumindest war dies sehr schnell mein Eindruck 😉
Die Autorin schreibt über ein schweres körperliches Handycap, Angst, Mut, Verzweiflung, Verrat, Freundschaft, Liebe und mehr, gewürzt mit einem seeeehr heißem Kink 🔥🔥🔥
J.Dreyer entführt den Leser nach Schottland, die Umgebungsbeschreibungen sind einfach toll, die Nennung der Schauplätze gefällt mir gut. Ich habe noch nie so viel gegoogelt, da ich immer wissen wollte wie diese wirklich aussehen 😁 Das gleiche gilt auch fürs Essen 😉 Das ganze Buch ist sehr bildlich geschrieben, so dass ich irgendwie immer mitten drin war. Da sich zudem alles sehr flüssig liest, macht es einfach Freude der Geschichte zu folgen. Außerdem war ich von Anfang an voll dabei, wollte den Reader nicht aus der Hand legen 😁
Rory ist mir direkt im Prolog ans Herz gewachsen, Hamish aber auch direkt nach seinem Auftreten 😁 Ich habe mit beiden mitgefühlt. Mal war ich so verliebt, dann habe ich gelitten, mal mit Rory, dann mit Hamish. Zwischendurch war ich dermaßen sauer auf Hamish! Wollte ihn einfach nur schütteln und anschreien 🙈 Weil wie konnte er es wagen Rory zu verletzten. 😉🙈 Es gibt ein paar böse Schockmomente. Wo ich die Autorin wirklich gerne gefragt hätte, wie sie mir... ähm natürlich den Jungs sowas antun kann.🥺😳😱 Ich habe lange nicht mehr so wahnsinnig mitgefiebert, einfach klasse!
Alles hier ist stimmig und toll! Das perfekte Lesevergnügen, dafür vielen Dank an Jona Dreyer 😘
Glasklare Leseempfehlung aus tiefstem Herzen und hochverdiente fünf Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Gekauft habe ich das Buch vorrangig wegen seines schönen Covers, ich gebe es zu. *grins*
Aber auch die Geschichte selbst hat mich angesprochen, denn so eine Konstellation wie zwischen Rory und Hamish ist selten und ich war neugierig, wie die Autorin sie umgesetzt hat.
Sehr gelungen, kann ich dazu nur sagen, auch wenn ich anfangs mit Rorys Ausdrucksweise so meine Schwierigkeiten hatte. Er ist allerdings ein richtig lieber Kerl, mit dem Herz am rechten Fleck, der definitiv eine zweite Chance im Leben verdient hat. Gleiches gilt für Hamish, dem das Leben übel mitgespielt hat.
Es dauert seine Zeit, bis beide lernen, einander zu vertrauen und das geht nicht ohne Missverständnisse, Schuldzuweisungen und Fehler ab. Dazu kommt noch ein kleiner Krimiplot und das ständige Misstrauen von Hamish' Hausangestellten gegenüber Rory. Von dessen verrückter Ex und seinem rechtsradikalen Bruder gar nicht zu reden.
Sprich, in Rorys und Hamish' Leben liegt einiges im Argen, doch sie sind fest entschlossen, für ihre ungewöhnliche Liebe zu kämpfen, die von nicht nur einer Seite schräg beäugt wird.
Eine wundervolle Story, die ich nur empfehlen kann.
wieder einmal eine tolle Geschichte von Jona, ihr toller lebendiger Schreibstil begeistert mich immer wieder, einige schwierige Themen sind super recherchiert und hervorragend umgesetzt, von mir eine absolute Kauf- und Leseempfehlung
Ich liebe die Schottenromanzen der Autorin und auch wenn dieses Buch etwas anders sein sollte, so wollte ich es natürlich trotzdem lesen. Und ich war auf die Sexszenen gespannt, ein Tetraplegiker ist da ja nun mal etwas eingeschränkt... und dann auch noch kinky? Ich muss zugeben, ich kann da so das ein oder andere überhaupt nicht nachvollziehen, aber das geht mir auch bei "normalem" Sex oft so und das muss ja auch nicht sein. Den beiden hat es gefallen und auch das die "härteren" / nicht-Vanille Szenen aus Sicht von Hamisch geschrieben waren, fand ich sehr gut. Rory macht auch eine sehr schöne Veränderung durch im Laufe der Zeit... in den ersten Kapiteln war er mir echt unsympathisch :-)
Eine humorvolle, aber gleichzeitig auch ernste Geschichte über die Liebe und darüber, dass jeder Mensch, egal welcher Herkunft und mit welchen Handicaps, gleich zu behandeln ist und das Recht hat, zu lieben, wen er möchte.