Unsere Zukunft hat bereits begonnen. Ein Roman zu den großen Fragen unserer Zeit: wild, melancholisch und hinreißend zugleich
Turek arbeitet für eine Firma, die Smart Cities baut. Sein Chef ist besessen von einem alten Plan: Wenn es gelänge, die ägyptische Qattara-Senke mit Wasser aus dem Mittelmeer zu fluten, könnte man den Meeresspiegel senken, den Klimawandel bremsen – und Milliarden verdienen. Technophoria erzählt von den Schönheiten und Absurditäten der digitalen Welt, von Menschen, die an der Zukunft bauen oder ihr zu entkommen versuchen. Ein scharfer Blick auf eine Gesellschaft, die ihre Freiheit für Komfort und Sicherheit aufgegeben hat, und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die um die ganze Welt führt, zu Gorillas und Robotern, in anarchistische Kommunen, sprechende Häuser und Serverfarmen - und zu Menschen, die ihr Leben so wenig auf die Reihe bekommen wie die Liebe.
Wenn man gerade erst Bücher von Martha Wells und Frank Herbert gelesen hat, dann will man bei so einem Buch wie "Technophoria" einfach nur losschreien.
Das geschieht, wenn die deutsche Intelligenzia auf den Sci-Fi-Hype aufspringen. Gut, es ist immer noch ein wenig besser als GRM, denn irgendwie schaffte ich es den Maak zu beenden, aber dennoch gehören für mich beide Titel in dieselbe Schublade.
Schublade: von den Feuilletonisten hoch geschätzt, weil Literatur und so. Im Gegensatz zur restlichen Sci-Fi, mit der sich das Gesindel begnügt.
Aber was hat Maak in seinem Buch mitzuteilen? Womit beschäftigt er sich?
Mit nichts. Das Buch ist absolut leer. Hauptsächlich kam es mir so vor, als sei der Autor dazu angehalten worden, möglichst oft ganz bestimmte Markennamen *Alexa* zu *Apple* erwähnen *Tesla*.
Die einzige Aussage, die ich hier empfangen habe, ist, dass ich eine neue IWatch brauche und mir einen Tesla kaufen muss.
Danke, dann lese ich lieber Vonnegut oder Philip K. Dick oder Lem. Oder wenn es moderner sein darf Liu, Glukhovsky oder irgendein Warhammer-Buch, das ist wenigstens kurzweilig.
Wirres Zeug. Schade um das eigentlich tolle Thema der Auswirkungen bestehender neuer Technologien auf den Menschen. Stattdessen verschwurbelte pseudointellektuelle Technikfeindlichkeit. Eine genüssliche Aneinanderreihung von Failures, Geraune darüber, dass wir die Zukunft mit unseren Daten bezahlen wobei halt nicht im Ansatz ausgeführt wird, was das denn bedeuten könnte. Und dann liegt der Protagonist eine Woche lang unentdeckt auf einer Großbaustelle und halluziniert sterbend vor sich hin. Ärgerlich, einfach nur ärgerlich.
Über eine Rezension auf dieses Buch gekommen, hatte ich mir - ehrlich gesagt - doch ein wenig mehr versprochen. Eine etwas wirre Geschichte über den Protagonisten wird erzählt, aktuelle Technologie-Entwicklungen in den Topf geworfen, das ganze etwas zugespitzt und schon steht die Geschichte. Aber was soll hier eigentlich berichtet werden, das nicht schon bekannt ist und kritisiert wird? Wo sind Weiterentwicklungen - auch und gerade des Protagonisten? So wirklich nachvollziehen kann ich die gute Besprechen des Werkes nicht. Diesmal passt wirklich die goodreads-Bewertung: "It was ok".
ein paar spannende gedanken drin insbesondere bzgl verwebung zwischen menschen und gebäuden, aber eigentlich nichts grundlegend neues, zu viele themen aufgemacht, dabei den roten faden irgendwie verloren und stilistisch leider gänzlich uninteressant. viel zu viel beschrieben, teilweise seltsame klischeeartige beobachtungen, relativ farblose frauenfiguren.. es will außerdem wahrscheinlich den status quo mit dem verweben was noch in der zukunft liegt und dadurch irgendwie meta sein, aber das geht mMn alles nicht auf. auch dass da bilder drin sind fand ich überflüssig. der einstieg war eigentlich spannend, ich war zu beginn wirklich wohlwollend, aber es hat mich verloren
Ein Buch, das die Frustrationen des Autors über die Entwicklungen in der "Tech"-Branche seltsam spiegelt, indem es auch selbst mit einem starken ersten Kapitel viel verspricht, nur um dann sofort zu enttäuschen und viel Einerlei zu liefern.
Der Schreibstil ist zwar nicht stark, aber stets unterhaltsam. Voller "so wie"-Metaphern, aber immerhin ist der Autor auch deren Meister: "... wo sie ein paar erstaunliche Übungen machte, aufstand, sich streckte und mit präsidialer Würde wieder auf ihre Sofainsel stieg, deren Kissenberge irgendwann über ihr zusammenschlagen und sie verschlucken würden wie eine Auster, die sich schließt."
Leider hat mich das Buch gar nicht überzeugt, die Figuren haben nur blassen Charakter, internationale Szenen werden ständig mit Stereotypen (Russen mit Kaviar, Chinesen Dumplings) begleitet, man hat das Gefühl, dass man einen Prosa XXL gelesen, aber keinen Roman. Vor allem tut es mir so leid, dass der große Namen Turing wird einem Hund verliehen, der von einem Jalousie erdrossen wird. Figuren fehlen Charakter, Handlung voller Stereotypen, ich glaube tatsächlich, dass der ganzer Text "von my Iphone" gesendet, vielleicht sogar geschrieben wird...
Schräges Buch. Furchtbarer Stil, ellenlange Sätze. Wenig Spannung/ Story. Gute extrapolation von Trends, bzw. worst case von Technik die es gibt. Dennoch interessant und immerhin zu ende gelesen. Allerdings viel geskippt. Aber für Nerd / Techie Fans mit Geduld f etwas lange Sätze Wert mal reinzuschauen.
"Fahrtenbuch: Roman eines Autos", so lautete der etwas seltsame Titel von Niklas Maaks 2011 erschienen Romans, den ich zunächst ein wenig unwillig in die Hand nahm, um dann nach den ersten Seiten darin zu versinken. Entlang der im Fahrzeugbrief dokumentierten Namen der Halter einer 1971 gebauten Mercedes-Limousine erzählt der Autor die Geschichten dieser Menschen über einen Zeitraum von vierzig Jahren: ein vielstimmiges Panoptikum der späten Bundesrepublik und der ersten zwei Dekaden der Nachwendezeit. Das war originell, intelligent & sehr gut geschrieben.¿ In seinem neuen Roman "Technophoria" richtet der Autor seinen erzählerischen Blick mehr auf Gegenwart & Zukunft, wenngleich ein bereits seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts angedachtes wasserbautechnisches Großprojekt, das seit den 60ern unter Leitung einer deutschen Ingenieursgruppe weiterentwickelt wurde, bevor es dann Ender der 70er von der ägyptischen Regierung endgültig beerdigt wurde, keine unerhebliche Nebenrolle spielt: die Flutung der im ägyptischen Teil der libyschen Wüste gelegenen Quattara-Senke durch einen 60 km langen Kanal zum Mittelmeer. Maak läßt dieses Projekt im Portfolio eines zeitgenössischen High-Tech-Startups wiederaufleben und ergänzt die damaligen Haupt-Motive des Projekts - Bewässerung der Wüste & Befriedung des Nah-Ost-Konflikts - um die Visionen der zeitgenössischen digitalen Ökonomie zu den Themen Energie, Mobilität, Robotik und Künstliche Intelligenz, die in Daten-gesteuerten 'Smart Cities' kulminieren. "Technophoria" ist eine literarische Reise durch die von Sensoren & Kameras kontrollierte Lebens- & Arbeitswelt der Zukunft: kein schöner Land, aber eine starke Empfehlung
Das war irgendwie sehr anstrengend zu lesen. Einen richtigen roten Faden gab es nicht, eher Fragmente aus dem Leben eines nicht wirklich sympathisch wirkenden Protagonisten. Und halt sehr oft die Wörter "Apple" & "Tesla".