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Der Gin des Lebens

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Eines schönen Morgens findet Cathy Callaghan, Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast in Plymouth/Südengland, eine Leiche in ihrem Garten. Bald stellt sich heraus: Es handelt sich um einen stadtbekannten Obdachlosen, der mehr gesehen hat, als ihm guttat. Auch für Bene Lerchenfeld kommt’s knüppeldick: Seine langjährige Freundin Annika verlässt ihn, als er ihr gerade einen Heiratsantrag machen will. Und dann landet er mit seinem geliebten Oldtimer dank Navi auch noch im Rhein.

Bene ist am Tiefpunkt. Da kommt die Flasche selbstgebrannten Gins, die ihm sein toter Vater vermacht hat, gerade richtig. Jahrelang hat er sie sich aufgespart, doch jetzt ist sowieso schon alles egal, also: Prost! Der Gin schmeckt besser als alles, was Bene je getrunken hat. Er beschließt, die verlorene Rezeptur dieses ganz besonderen Tropfens ausfindig zu machen. Eine Suche auf den Spuren seines Vaters, die ihn nach Plymouth führen wird – wo Cathy und der tote Obdachlose auf ihn warten …
›Der Gin des Lebens‹ ist ein unterhaltsamer Kriminalroman über eine faszinierende Spirituose, perfekt gemixt mit Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen, vielen Wendungen, feinem Humor und einer großen Portion Spannung.

336 pages, Kindle Edition

First published March 10, 2020

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About the author

Carsten Sebastian Henn

63 books19 followers
Note: This author in some editions is Carsten Henn

German author, playwright and journalist. He develops his career as a journalist specialized in oenology, also working as a gastronomic critic.

As a journalist he writes about wines for different national and international magazines and is a jury for several awards in the sector. In terms of literature, he has published poetry and tales in magazines and anthologies. As well as novels—mostly crime genre—and essays on topics related to his specialty.

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Community Reviews

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12 (9%)
1 star
7 (5%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Eva Müller.
Author 1 book78 followers
December 16, 2021
Zuerst fand ich den Krimiplot ja ganz interessant und habe weiter gelesen obwohl es dem Autor anscheinend anders ging: er hat nämlich über alles geschrieben außer dem Krimi. Und ich werde ihn nicht dafür loben, dass er sich darüber bewusst ist, dass Männer die Frauen angrabschen Arschlöcher sind wenn er gleichzeitig nicht in der Lage ist einen Frauencharakter schreiben kann deren Leben sich nicht nur um Männer dreht. Abgesehen davon gibt es noch sehr abstruse Vorstellungen wie Alkoholismus und psychische Krankheiten funktionieren (so dass sie den Plot genauso weit voranbringen wie es der Autor gerade braucht)
Und irgendwann wurde der Krimiplot dann auch absurd aber da hatte ich schon fast 9 von 11 Stunden gehört und dachte, dass ich jetzt auch bis zum bitteren Ende durchhalten kann...jetzt habe ich das und frage mich warum.
Profile Image for Andrea.
924 reviews46 followers
March 7, 2021
Ein wirklich unterhaltsamer und atmosphärischer Krimi. Am Ende etwas viel "verwickelt" aber vom Thema und Setting her wirklich Top. Vor Allem viele Information rund um Gin. Und das Buch macht Lust, nach Südengland zu reisen. Bonus am Ende, es gibt ein paar wirklich lecker klingende Rezepte
Profile Image for Katja.
56 reviews1 follower
August 16, 2023
Story ist ok, kann man mal lesen. Zusatz und Rezepte am Ende zum Thema Gin, fand ich ganz nett und mal was anderes.
Thema wie geistige und Sucht-Krankheiten sind nicht optimal eingebunden … mehr Input hierzu wäre vielleicht besser 🤷🏼‍♀️
18 reviews
March 22, 2020
Handlung nett, aber zweitrangig. Man bekommt Infos über Gin und vor allem Lust auf Gin.
Profile Image for Bücher in meiner Hand.
76 reviews
March 10, 2020
Nachdem ich Ende 2019 gemerkt habe, dass es von Gin nicht mehr nur zwei, drei Marken gibt wie noch in den 90ern- und 00er-Jahren und es durchaus geschmackliche Unterschiede gibt, dazu noch entscheidend ist, mit welchem Tonic man welchen Gin trinkt, bin ich dem Gin verfallen.

Äusserst spannend finde ich, dass er durch verschiedene Zugaben von Botanicals (Gewürze, Kräuter, Obst, etc.) ganz unterschiedlich schmeckt. Diese Zutaten sind enorm wichtig, deshalb hat fast jeder Gin mindestens eine Zutat, die nicht bekannt gegeben wird. Eine Geheimzutat - und genau um diese geht es in "Der Gin des Lebens".

Bene öffnet Jahre nach dem Tod seines Vaters dessen letztes Vermächtnis - eine Flasche selbstgebrauter Gin. Er ist hin und weg und merkt auf den ersten Schluck, dass dieser Gin etwas Besonderes ist. Mit dem könnte man Geld verdienen, nur fehlt das genaue Rezept - das Bene im englischen Plymouth vermutet, da sein Vater jedes Jahr einige Wochen dort verbrachte. Also fährt er hin und stellt schnell fest, dass auch Cathy, in dessen B&B er wohnt, sich auch fürs Gin brennen interessiert. Es scheint so, als ob ihre beiden Väter gemeinsam das ultimative Rezept heraus gefunden haben, doch auch vom Gin von Cathys Vater gibt es leider kein Rezept mehr. Fortan machen sich Cathy und Bene gemeinsam auf die Suche nach den Geheimzutaten.

Sie scheinen nicht die Einzigen zu sein, denn jemand sabotiert die beiden extrem. Und nicht erst, seit vor einigen Wochen eine Leiche in Cathys Garten gefunden wurde. So wird aus der Suche nach der Geheimzutat zugleich eine Suche nach dem Mörder - wie sich herausstellt, ist der Bettler im Garten nicht der einzige Mord in der Geschichte.

Dieser neu Kriminalroman von Carsten Sebastian Henn ist wie ein guter Gin komponiert: er ist unterhaltend und spannend. Die Figuren haben alle ihren berechtigten Auftritt, einige skurille wie Ferdinard McAllister und Schwimmerin Eudora, zwielichtige Gestalten wie Phil, Ex-Lover Andrew, die drei Damen vom The Admiralty und Matt, Cathys Bruder, der manchmal er selbst, manchmal Freibeuter Francis Drake oder Seeoffizier William Bligh ist und am allermeisten einfach nur besoffen. Das hört sich schräg an, hat aber tragische Hintergründe, die im Laufe der Geschichte erläutert werden.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz - Leser, die bereits Bücher des Autors gelesen haben, wissen das. Was in einigen seinen Krimis zu überspitzt rauskommt, ist hier sehr wohl dosiert.

Halt genau wie auch ein guter Gin sein muss: von einigen Zutaten reicht auch wenig, zu viel davon würde den Gin verderben. Vielleicht hätte der Krimi noch ein, zwei Alkoholprozente mehr gebraucht, nach etwa der Hälfte tauchten genau diese Anzahl an Längen auf, bei denen der Leser darauf wartet zu erfahren, was nun als Nächstes passiert.

Zwischendurch fliesst durch die Notizen von Archie Callaghan immer wieder Wissenswertes zur Geschichte dieser Spirituose ein. Wer sich mit Gin noch nicht auskennt - spätestens nach der Lektüre des Krimis ist es soweit. So bekommt man 2 in 1, Krimi plus ein Ginhandbuch. Am Ende des Buches ist sogar ein Rezept für einen Bathube-Gin angegeben, damit kann man sich seinen eigenen Gin herstellen. Desweiteren einige Rezepte, die zeigen, wie Gin auch zur Aromatisierung von Speisen eingesetzt werden kann.

Fazit: Wohldosiert wie ein würziger Gin - deshalb empfehle ich den Krimi nicht nur Gin-Begeisterten, sondern auch allen Krimilesern und umgekehrt.
4 Punkte.
567 reviews3 followers
March 23, 2020
Punktet über Nebenthemen und liebenswerte Figuren

Buchmeinung zu Carsten Sebastian Henn – Der Gin des Lebens

„Der Gin des Lebens“ ist ein Kriminalroman von Carsten Sebastian Henn, der 2020 im DuMont Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Carsten Sebastian Henn wurde 1973 in Köln geboren und lebt heute noch im Rheinland - mit zwei Kindern, drei Katzen und 12 Rebstöcken. Der WDR erklärte den mehrfach ausgezeichneten Autor zu "Deutschlands König des kulinarischen Krimis". In vielen seiner Romane geht es um Mord, Wein und gutes Essen.
Aber nicht nur durch seine literarischen Werke, sondern auch durch seine Sachbücher zum Thema Wein hat Carsten Sebastian Henn sich deutschlandweit einen Namen gemacht. Er ist zudem ständiger Mitarbeiter des internationalen Weinmagazins „Vinum“ und Redaktionsmitglied des „Gault Millau WeinGuide Deutschland“. 2009 gründete Carsten Sebastian Henn, der in Australien während seines Studiums auch Weinbauseminare belegte, die „Deutsche Wein-Entdeckungs-Gesellschaft“ und keltert seitdem gemeinsam mit den besten Winzern Deutschlands streng limitierte Spitzenweine.

Klappentext:
Eines schönen Morgens findet Cathy Callaghan, Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast in Plymouth/Südengland, eine Leiche in ihrem Garten. Bald stellt sich heraus: Es handelt sich um einen stadtbekannten Obdachlosen, der mehr gesehen hat, als ihm guttat. Auch für Bene Lerchenfeld kommt’s knüppeldick: Seine langjährige Freundin Annika verlässt ihn, als er ihr gerade einen Heiratsantrag machen will. Und dann landet er mit seinem geliebten Oldtimer dank Navi auch noch im Rhein.
Bene ist am Tiefpunkt. Da kommt die Flasche selbstgebrannten Gins, die ihm sein toter Vater vermacht hat, gerade richtig. Jahrelang hat er sie sich aufgespart, doch jetzt ist sowieso schon alles egal, also: Prost! Der Gin schmeckt besser als alles, was Bene je getrunken hat. Er beschließt, die verlorene Rezeptur dieses ganz besonderen Tropfens ausfindig zu machen. Eine Suche auf den Spuren seines Vaters, die ihn nach Plymouth führen wird – wo Cathy und der tote Obdachlose auf ihn warten …

Meine Meinung:
Dieses Buch punktet vor allem mit den Themen um die Kriminalgeschichte herum. Es gibt viel Wissenwertes um Geschichte und Herstellung des Gins, einige Sprüche bekannter Alkoholtrinker zu ihrem Konsum und liebenswert gezeichnete Figuren. Manche sind mehr oder weniger schrullig, aber doch bleiben sie sympathisch. Tiefgreifende Charakterisierungen sucht man aber vergebens. Das Erzähltempo ist gemächlich und die beiden Hauptfiguren treffen erst spät aufeinander. Persönliche Probleme behindern beide, wie sie auch beide viel gemeinsam haben. Früh verstorbener Vater, Beziehungsprobleme, finanzielle Schwierigkeiten und der Versuch durch Ginherstellung wieder auf die Füße zu kommen. Gerade Bene stellt sich manchmal selbst ein Bein, aber es passt zur Figur. Ein trockener Humor ließ mich mehrmals schmunzeln. Plymouth wird atmosphärisch stark als ein Ort mit viel Geschichte und etlichen Sehenswürdigkeiten geschildert. Die Entwicklungen zum Ende des Buches wirkten auf mich doch überzogen und trübten den guten Gesamteindruck doch ein wenig.

Fazit:
Ein Krimi, der eher durch die Nebenhandlungen und liebenswerte Figuren punktet. Ein atmosphärisches Plymouth kommt dazu. So vergebe ich vier von fünf Sternen (75 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger Krimis aus.
1,404 reviews7 followers
April 6, 2020
Kombination aus Krimi und Sachbuch
Als Bene seiner Freundin einen Antrag macht verlässt sie ihn.
Auch sonst läuft nicht alles so im Leben von Bene wie er es sich vorgestellt hat.
Völlig gefrustet öffnet er die Flasche Gin, die ihm sein Vater vor seinem Tod gegebene hat.
All die Jahre hat er die Flasche nicht angerührt. Es ist das Einzige was ihm von seinem Vater geblieben war, der viel zu früh bei einem Autounfall ums Leben kam.
Der Gin scheint etwas Besonderes zu sein. Bene versucht die Rezeptur seines Vaters zu rekonstruieren.
Sein Weg führt ihn nach Plymouth in ein Bed & Breakfast wo sein Vater oft abgestiegen ist.
Hier lernt er Cathy, die Besitzerin kennen. Auch ihr Vater hat versucht Gin herzustellen. Auch ihr Vater kam ums Leben.
„Der Gin des Lebens“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch.
Der Autor Carsten Sebastian Henn ist bekannt für seine kulinarischen Krimis und seine tiefgehenden Informationen zu dem Produkt das im Mittelpunkt steht wie hier der Gin.
So findet man in diesem Buch zwischendrin Seiten die durch ihre graue Farbe vom eigentlichen Inhalt getrennt sind und die über die Herstellung des Gins erzählen und Aufschluss darüber geben welche Botanicals in einem Gin enthalten sein können.
Auch in der Handlung zieht sich die Suche nach der besonderen Rezeptur und die Herstellung des Gins wie ein roter Faden durch das Buch.
Der eigentliche Fall rückt zu Beginn in den Hintergrund. Erst im letzten Drittel nimmt die Spannung zu.
Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich und haben mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Auch wenn „Der Gin des Lebens“ kein wahnsinnig spannender Krimi ist tut das dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und recht informativ.
Profile Image for Galladan.
389 reviews3 followers
March 21, 2020

Leichte Unterhaltung die einen die Zeit vergessen lässt

Der Gin des Lebens: Kriminalroman von Carsten Sebastian Henn, erschienen im DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG am 10. März 2020.

Bene Lerchenfeld hätte nicht gedacht wie ein Heiratsantrag enden kann und so versucht er sich das Leben mit einer Flasche Gin die ihm sein Vater hinterlassen hat schön zu saufen. Es ist der beste Gin, den er je getrunken hat und so versucht er das verlorengegangene Rezept auf zu spüren. Dabei trifft er auf Cathy Callaghan, Betreiberin eines B&B die ebenfalls nach dem Rezept sucht.

Wie sich daraus ein Krimi entwickelt müsst ihr schon selbst herausfinden. Hauptaugenmerk dieser Geschichte ist aber nicht vordergründig der Krimi, aber das vermisst man so gar nicht. Die handelnden Personen sind so lesenswert, dass man sich auch so gut unterhalten fühlt.

Ganz nebenbei lernt der Leser noch etwas über Gin, allerdings habe ich mein neu erworbenes Wissen noch nicht in die Tat umgesetzt, Wie so oft bei solchen Büchern bekommt man noch den Mehrwert einer quasi Urlaubsreise mit Anleitung dazu. Was will man mehr als gut unterhalten werden und einen neuen Sehnsuchtsort auf der Landkarte des Wunschreisens hinzu zu fügen.
Wie immer bei Carsten Sebastian Henn fühlte ich mich gut unterhalten. Klare Leseempfehlung
133 reviews3 followers
June 15, 2020
"Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn hat bei mir gleich mit seinem wirklich gelungenen Cover gepunktet.
Dann noch England und Gin..........ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut.

Und es hat mir auch richtig gut gefallen.
Bene gelangt über Umwege nach England - auf der Suche nach seinem Vater, seiner Bestimmung und einem Gin-Rezept.
Dieses ultimative Rezept hat sein Vater entwickelt und Bene möchte nun dessen ( und auch seinen eigenen ) Traum verwirklichen.
Bis zu diesem Ziel liegen aber viele Hindernisse vor ihm.
Es gibt Verwirrungen, Missverständnisse, kriminelle Handlungen und auch Tote. Und Liebe.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, besonders auch der Humor, der oft darin versteckt ist.
Die Story selbst erschien mir manchmal etwas an den Haaren herbei gezogen, aber sie ist unterhaltsam aufgebaut.
Es gibt viele liebenswerte und ungewöhnliche Charaktere sowie einen Corgie zum Knutschen.
Und man erfährt vieles über Gin.
Das ist sehr gut mit eingebaut und über die Rezepte am Ende des Buches habe ich mich auch gefreut.

Insgesamt wurde ich gut und kurzweilig unterhalten.
33 reviews
March 13, 2020
"Der Gin des Lebens" - ein sehr schöner Roman über die Träume ihm Leben.
Carsten Sebastian Henn führt uns in diesem Roman nach Plymouth in ein gemütliches, typisches "Bed and Breakfast".
Wunderbar wurde die englische Atmosphäre eingefangen: die Hafenstadt, die verschiedenen Typen, das Wetter und natürlich das Cottage. Gewürzt mit vielen Informationen über Gin, seine Herstellung, seine Nuancen, seine Verbreitung. Verpackt in eine Liebesgeschichte, einen Todesfall und einem familiären Betrugsfall.
Der Stil hat mir gut gefallen, nur am Ende wurde er etwas holprig. Jedenfalls konnte ich den Roman sehr schnell durchlesen und war immer wieder erstaunt über die Weiterentwicklung der story, aber auch über die Aufdecken der vielen Geheimnisse rund um den besonderen Gin ihrer Väter.
Manche Szenen waren etwas unnötig ausgewälzt, z.B. das Auftauchen der Mutter von Ben, die lange Anfangsgeschichte mit der Trennung von Annika.
Ein spannender Roman, in dem der Gin die Hauptrolle gespielt hat und nicht der Todesfall - so ist dieses Buch für mich eigentlich kein Kriminalroman.
Profile Image for Verena Maas.
52 reviews1 follower
April 27, 2020
Ben scheint mit seinem Leben zufrieden zu sein. Er ist Besitzer einer Autowerkstatt, die zwar nur leidlich läuft, aber Geld ist ja nicht alles im Leben. Wichtig ist seine Leidenschaft für das Schrauben an den Autos und die Liebe zu seiner Freundin, der er folgerichtig einen Heiratsantrag machen will. Doch als diese den wohlgeplanten Antrag ablehnt, mit der Begründung, sein Leben wäre vorhergeplant und absehbar, bricht für Ben eine Welt zusammen. Ganz benommen von dieser Wendung in seinem Leben und wütend auf die Welt, findet Ben den selbstgemachten Gin seines Vaters. Angeblich das einzig wertvolle, was er seinem Sohn nach einem tragischen Unfall hinterlassen hat. Auch wenn Ben sich mit Gin nicht besonders gut auskennt, merkt er doch, dass dieser Tropfen etwas Besonderes hat und er macht sich auf die Suche nach der Geschichte dieses Gins und der seines Vaters. Die Reise führt ihn nach England, wo er weit mehr über sich und seine Familie herausfindet, als er je ahnen konnte.

Der Klappentext und das Setting haben mich davon überzeugt, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Englische Landschaft und ein Familiengeheimnis gepaart mit einem guten Krimi, sind genau mein Geschmack. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und offenbart erst sehr spät die eigentlichen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Handlungssträngen, so dass sich der Leser seine eigenen Gedanken machen kann und immer wieder auf ein Neues überrascht wird. Interessant finde ich auch, dass das Hauptaugenmerk nicht so sehr auf der Kriminalgeschichte liegt, wie ich anfangs vermutet hatte, sondern sich die Handlung mehr auf das Auffinden des Gins und der Entdeckung des Familiengeheimnisses konzentriert. Der Autor schafft es aber dabei trotzdem, alle Aspekte des Romans in einem guten Gleichgewicht zu halten. Die Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben und das egal, ob es ein liebevoller oder ein bösartiger Charakter ist. Man kann gut mit den einzelnen Personen mitfühlen und spürt die Wut oder die Anspannung in den einzelnen Situationen.
Stellenweise fällt es mir allerdings schwer, das daraus resultierende Handeln der Personen, komplett nachzuvollziehen. Gibt es auf der einen Seite, für mein Empfinden, zu viel unnötige Brutalität, reagiert der andere Teil mit unglaublicher Naivität und unüberlegten Aktionen. Dabei lässt sich nur schwer beurteilen, wie die Menschen in der Realität in solchen Situationen gehandelt hätten und in wie fern man überhaupt einen Vergleich ziehen kann, aber ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Besonnenheit gewünscht und vielleicht auch mehr Originalität. Das plötzliche Auftauchen eine Ginhändlers aus Deutschland und die Tatsache, dass auch er nicht nur zu friedvollen Methoden greift, um an das begehrte Ginrezept zu kommen, hat der ganzen noch die Krone aufgesetzt. Irgendwie vermittelt es den Eindruck, als sei das Geschäft mit dem Gin kriminell und mehr als hart umkämpft. Die Vorstellung gefällt mir leider nicht so und stört etwas den, bis dahin durchweg positiven, Eindruck von dem Buch.
Am Schluss werden alle Handlungsstränge wieder zusammengeführt und enden in einem großen Finale, was der Geschichte dann nochmal eine positive Wendung gibt. Gerne hätte das Buch auch bis zur letzten Seite so detailreich sein können, wie der Rest des Buches, aber es gibt nur eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick in das Hier und Jetzt. Somit hat das Buch zwar einen runden Abschluss, aber ich finde, der Schluss passt sich damit nicht so harmonisch in die Gesamterzählung ein.

„Der Gin des Lebens“ ist trotz allen Kritikpunkten ein spannender Kriminalroman, der nicht ganz so klassisch verläuft, wie man es vielleicht erwartet und damit auch den Vielleser noch überraschen kann.
Profile Image for Marion.
61 reviews
March 19, 2021
Habe es als Hörbuch geschenkt bekommen und jede Minute genossen.

Der Autor liest selbst und es war einfach ein Genuss ihm zuzuhören, dazu eine gelungenge musikalische Untermalung an den Kapitelübergängen.

Auch als nicht Gin-Trinker absolut interessant, was man alles über Gin erfährt - man bekommt richtig Lust auf eine Gin-Verkostung.
Profile Image for Herbert Sikovc.
97 reviews1 follower
December 26, 2024
Ich liebe die kulinarischen Krimis von Henn. Er macht das wirklich gut und er hat das Genre zu recht erfunden. Egal ob Whisky (sein 1. Buch) oder Gin , der Autor versteht es „Sachbuch“ und „Krimi“ miteinander zu vermischen.

Spannend sowieso. Klare Empfehlung
3 reviews1 follower
May 3, 2020
Nicht wirklich spannend spannend - aber total unterhaltsam und interessant - speziell für Gin-Liebhaber wie mich 😊
1,372 reviews6 followers
October 28, 2022
Also nein! Wie kann ein Lektor des Verlages so ein dummes Geschreibsel durchgehen lassen!
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