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Vaterbuch

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Im Alter von einundsiebzig Jahren stirbt der Vater zweier erwachsener Söhne ganz plötzlich nachts in seiner Küche. Jetzt herrscht Ausnahmezustand, und es gibt einiges zu Ein Begräbnis ist zu organisieren, Wohnung und Garage sind auszuräumen. Fundstücke erzählen der Familie bisher Unbekanntes über den Toten. Einer der Söhne ist Schriftsteller und tastet sich über das Schreiben an den Vater und an die Existenz als Hinterbliebener heran. Wer war der Vater? Führte er das Leben, das er leben wollte? Will der Sohn die Geheimnisse wissen, die nun ans Licht kommen? Ein trauernder Sohn schreibt, beobachtet sich selbst beim Schreiben und beim Lesen – Handke, Knausgård, Foster Wallace, Kafka, Hermann –, sinniert über Tod und Vergänglichkeit, über das Leben und die Mitmenschlichkeit. Er erinnert sich an kostbare Details, bewahrt kleine Szenen, schaut auf seinen Vater, auf sich und auf ihre Beziehung zueinander und verbietet sich dabei jede Larmoyanz und Bitterkeit. Was entsteht, ist Prosa in Stücken, sind Splitter mit Rissen und Brüchen, ist echt und ehrlich, tut weh und tut gut.

200 pages, Hardcover

Published July 15, 2019

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Lukas Meschik

11 books2 followers

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Profile Image for Lena.
268 reviews5 followers
December 12, 2019
Mein Freund hatte mich mal zu einer Lesung von Lukas Meschik mitgenommen. Davor kannte ich ihn nicht. Das Buch, das er vorstellte, hieß Vaterbuch. Die Passagen die er daraus vorlas berührten mich seltsam. Er verarbeitet darin den Tod seines Vaters und als er las, erinnerte ich mich an die Zeit, in der mein Ex-Freund seinen Vater verlor. Die beiden scheinen eine ähnliche Beziehung zu ihren Vätern gehabt zu haben. Das faszinierte mich, also kaufte ich ihm dieses und noch ein anderes Buch ab.

Bei der Lesung des Buches hatte ich öfter das Gefühl, dass Lukas manchmal schreibt, wie ich denke. Beim selber Lesen habe ich mich deshalb sehr bei mir gefühlt, obwohl wir unsere Väter sehr verschieden wahrnehmen. Ich finde, es ist die Art, wie er Dinge sagt. Auch wenn das Buch voll ist von sprachlichen Spielchen, hatte ich das Gefühl, dass er nicht zu sehr darüber nachdenkt, ob ein Satz objektiv schön ist. Es ist vielmehr direkt vom Kopf aufs Papier, sehr ehrlich. Ein Buch, von einem Menschen geschrieben für einen Menschen zu lesen. Ein menschliches Buch.
Die Beziehung zwischen einem Sohn und seinem Vater. Der Abdruck des einen im Leben des anderen, gut gekonnt durch kurze Passagen, mit manchmal anekdotenhaftem Charakter, aber trotzdem intim, dargestellt.
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