Nachdem Arthur Clennam viele Jahre mit seinem Vater in China lebte, kehrt nach dessen Tode nach London zurück, um seiner Mutter die Uhr seines Vaters zu übergeben, damit sie nicht vergisst, dass sie sich schuldig gemacht haben. Womit sie Schuld auf sich geladen haben will sie ihrem Sohn jedoch nicht gestehen. Mrs Mrs Clennam ist ein religiös fanatischer Hypochonder, der sich in seinem eigenen Leiden sonnt. Mutter und Sohn haben sich nicht sonderlich viel zu sagen, denn Arthur will einen Neuanfang. Er will das Geschäft seiner Eltern nicht weiterführen, wenn es auf Unrecht aufgebaut ist.
William Dorrit sitzt wegen Schulden im Gefängnis. Seine drei Kinder, die hochnäsige Fanny, der faule Edward und Amy (Little Dorrit) warden währenddessen von seinem Bruder Fredrick versorgt, wobei Amybei ihrem Vater im Gefängnis lebt und tagsüber Geld als Schneiderin unter anderem auch im Hause der Clennams verdient, wo sie Arthur kennenlernt.
Arthur will Amy und ihrer Familie helfen, da er selber keine eigene Familie hat und glaubt, dass sie etwas mit dem Geheimnis der Uhr zu tun hat.
Dieses BBC Hörspiel basiert auf einem der bekannteren Romane von Charles Dickens. Wie bei Dickens üblich, gibt es neben der Haupthandlung um Amy und Arthur noch viele, kleine Nebenhandlungen, die diesen Haupthandlungsstrang beeinflussen. Während die ersten 3 der insgesamt 5 Folgen des Hörspiels sehr gut ausgearbeitet sind, voller witziger kleiner Szenen (wie Arthurs Besuch im circumlocution office), und man der Handlung auch sehr gut folgen kann, wirkt das letzte Drittel des Hörspiels gehetzt. Man spürt Kürzungen, es fehlen Zusammenhänge, die einem einfach in Gesprächen als Fakten präsentiert werden und aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Dieser Eindruck wird bestätigt, wenn man das BBC Hörspiel "David Copperfield" zum Vergleich nimmt. David Copperfield wurde in 10 Episoden vertont, während der in Umfang etwas gleich dicke Roman "Little Dorrit" in nur der Hälfte der Zeit erzählt wird. Das lässt den Hörer mit Gefühl zurück, dass da etwas Fehlte, dass Zusammenhänge nicht ganz klar wurden, besonders, wenn man das Buch selber nicht kennt.