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Der schmale Grat: Als Arzt und Abenteurer zwischen Leben und Tod

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Er kämpft für die Kleinsten und Zerbrechlichsten – eine Passion, die seine medizinische Laufbahn von Anfang an geprägt hat. Hubert Messner, der Bruder von Reinhold Messner, ist Neonatologe, Neugeborenenmediziner.

Wann beginnt das Leben? Wann ist es lebenswert? Und wann ist es besser, einen kleinen Patienten sanft gehen zu lassen? All diese Fragen bewegten ihn nicht nur als Chefarzt des Klinikums in Bozen, einer der renommiertesten Neugeborenen-Intensivstationen Europas, wo er zahlreiche Frühchen ins Leben geführt hat, sondern auch als Vater, dessen ältester Sohn viel zu früh zur Welt kam.

Oft sind es die Gratwanderungen, die Balanceakte zwischen den Extremen, aus denen man intensiv lernen kann. Das erfährt Hubert Messner auch, wenn er mit seinem Bruder Reinhold den Nanga Parbat in Angriff nimmt, Grönland durchquert oder sich zum Nordpol aufmacht. Immer gilt es, den Wert des Lebens zu spüren und in kritischen Momenten die richtige Entscheidung zu treffen.

Voller Empathie und Leidenschaft erzählt Hubert Messner von seiner Kindheit und Jugend in den Bergen, von seiner beruflichen Tätigkeit als Neonatologe, seinen schwierigsten Fällen und den abenteuerlichen Expeditionen an der Seite seines Bruders Reinhold.

223 pages, Kindle Edition

Published March 9, 2020

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Antje.
689 reviews60 followers
May 2, 2020
Hubert Messner, Facharzt für Neonatologie, hat ohne Zweifel seinen Beruf gelebt und geliebt. Ich kann mir vorstellen, dass er betroffene Eltern, die ihr Kind auf seiner Station betreuen lassen mussten, mit Fachwissen und Empathie gleichermaßen professionell wie menschlich begleitete.

Als Erzähler jedoch konnte er mich nicht wirklich überzeugen. Wenn er seine medizinische Arbeit schilderte, wurde ich das Gefühl nicht los, er spricht mit einem betroffenen Familienmitglied von einem seiner kleinen Schützlingen auf der Station anstatt mit einem unbeteiligten Leser. Ich hätte mir tieferes Fachwissen gewünscht, weil mich das Arbeitsfeld an sich sehr interessiert. - Wem galt das Buch? Eltern oder vielseitig interessierten Lesern?

Was ich regelrecht überblättert habe, waren die Intermezzi von Lenz Koppelstätter, der darin episodenweise die Geburt seines Sohnes und dessen Aufenthalt auf Herrn Messners Station schilderte. Diese waren in einer Sprache ausgeschmückt ("Scheiße, Schatz! Die Fruchtblase ist geplatzt."), die mich unterforderten. Derartige emotional aufreibende Erfahrungen lassen sich von jemanden mit einem solchen beruflichen Hintergrund mit Sicherheit anspruchsvoller ausdrücken.

Was mich derweil zum Weiterlesen antrieb, waren die Anekdoten über seine Kindheit, seine Familie und insbesondere seine Abenteuer mit Bruder Reinhold in Grönland und am Nordpol. Diese hätten nach meinem Geschmack das gesamte Buch einnehmen können.
Profile Image for Henrike.
262 reviews
April 12, 2020
Von Hubert Messner hatte ich ehrlich gesagt vorher noch gar nichts gehört; ich fand aber die Kurzbeschreibung des Buches schon sehr spannend, und das hat sich während des Lesens von "Der schmale Grat" 100 prozentig bestätigt.

Biografien lese ich unglaublich gerne, besonders weil man fast immer Einblicke in Leben gewinnt, die sehr unterschiedlich zum eigenen Weg sind. Hier gab es zumindest einige familiäre Parallelen in Bezug auf Großfamilie in ländlicher Umgebung, (politische) Diskussionen inkl. Infragestellen des Status Quo in vielen Bereichen und ganz allgemein Neugier und Empathie.

Die Schilderungen von den Veränderungen auf der Neugeborenen-Intensivstation haben mich genauso fasziniert, wie die Erzählungen über Messners Schul- und Studentenzeit (die z.T. auch schockierend waren), Sport (inkl. Bergsteigen) und auch die Einschübe seines Freundes. Man spürt die Liebe und Leidenschaft zur und den Respekt vor der Natur auf jeder Seite, und ich war so von seinen Erzählungen gefesselt, dass das Buch schneller ausgelesen war, als es mir lieb war (werde es aber ganz sicher noch öfter lesen).

Für mich die perfekte Lektüre für Quarantänezeiten (mit einigen Parallelen) und auch darüber hinaus absolut lesenswert!
Profile Image for Ana.
4 reviews
March 22, 2020
Geschichten müssen erzählt werden, und die Geschichte von Hubert Messner gehört dazu. Der ehemalige Chefarzt für Neonatologie erzählt in seinem Buch über seine Abenteuer und Reisen zu scheinbar grenzgehende Unterfangen. Dabei wir immer betont, wie ihn seine Abenteuer als Arzt weitergebracht haben und wie wegweisend seine Lebenserfahrung dafür war.

Der schmale Grat ist ein gutes Buch und durchaus weiterzuempfehlen. Es regt zum Nachdenken an, da wie es der Titel schon ausdrückt, es einen sehr schmalen Grat zwischen Leben und Tod gibt.

„Lebe intensiv! Nur so kannst du alles erreichen, was du die vorgenommen hast. 
Auch wenn du im hintersten Tal, hinter den Bergen aufgewachsen bist.“
Profile Image for Kirsten.
3,239 reviews8 followers
November 10, 2022
Er ist nicht nur der kleine Bruder des großen Bergsteigers Reinhold Messner, mit dem er zahlreiche Expeditionen unternommen hat. Er ist auch der Chefarzt Neugeborenen-Intensivstation des Klinikums Bozen. In Der schmale Grat erzählt er über seine Arbeit, aber auch über seine Familie und die Reisen, die er mit seinem Bruder Reinhold unternommen hat.

Ich kann mir nicht vorstellen wie es ist, wenn man über ein Leben entscheiden muss. Noch weniger, wenn es das Leben eines neugeborenen oder ungeborenen Kindes ist. Hubert Messner musste diese Entscheidungen fällen. Er musste sie nie alleine treffen, sondern immer gemeinsam mit den Eltern. Aus seiner ganzen Laufbahn erzählt er nur von einem Fall, in dem das Krankenhaus verklagt wurde, weil die Eltern einen Fehler vermuteten. Eines der Frühchen ist der Sohn von Lenz Koppelstätter. Jedes Kapitel Messners folgt ein kürzeres Kapitel, in dem die Geschichte des Jungen erzählt wird.



Natürlich kommt die Sprache auch auf den berühmten Bruder und die Tragödie am Nanga Parbat. Die hat alle Brüder zwitweise entfremdet, auch wenn sie sich wieder gefunden haben. Günter war nicht der einzige Bruder, der auf tragische Weise ums Leben gekommen ist, aber sein Tod hat Reinhold Messner so geprägt, dass er in kritischen Situationen auf gemeinsamen Expeditionen Hubert immer mit Günther angeredet hat. Genau diese Extremsituationen sind es auch, die Hubert das Verhalten Reinholds damals besser verstehen lassen.


Der schmale Grat zeigt Hubert Messner in vielen Facetten. In jeder klang er authentisch und smypathisch. Auch, wie ihn Lenz Koppelstätter beschreibt, hat mir gut gefallen. Eine rundum gelungene Biografie.
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