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Die gefallene Stadt

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Willkommen in der gläsernen Stadt
Der erste Teil des spannenden Zweiteilers für Fans von Kerry Drewery

Die 17-jährige Java führt ein sicheres Leben in einer Stadt in der Zukunft. Hyalopolis ist so hoch gebaut, dass die unteren Stockwerke der gigantischen Gebäude kein Licht mehr erreicht. Die Menschen in dieser Stadt sind gläsern: Sie lassen jeden ihrer Schritte digital aufzeichnen, machen jedes Wort öffentlich und leben durch diese Transparenz ein behütetes und sicheres Leben.
Java hingegen will ihre digitale Identität hinter sich lassen. Nach einem schrecklichen Ereignis ist sie mittellos und geächtet. Daher flüchtet sie nach Deep City, die dunkle, anonyme Parallelwelt am Grund von Hyalopolis. Dort gibt ihr die scheinbar zufällige Begegnung mit einem Fremden Hoffnungen auf ein anderes Leben ...

Erste Lesertimmen
„Eine wirklich gelungene Fantasy-Geschichte, die ich nur weiterempfehlen kann.“
„Toller futuristischer Roman, der einen nicht mehr loslässt!“
„Ich habe die ganze Zeit mit Java mitgefiebert und war gespannt, was Glass mit ihr vorhat ...“
„Emily Dunwood hat es geschafft mich ab Seite eins in ihren Bann zu ziehen.“
„Eine Thematik, die auch heute aktuell ist – mitreißend!“

Über die Autorin

Emily Dunwood, Jahrgang 1995, lebt, schreibt und studiert in Berlin. Diskussionen um Social Media, den gläsernen Menschen und das Dark Web inspirierten sie zu ihrem Debüt, dem Zweiteiler Java & Glass.

334 pages, Kindle Edition

Published June 20, 2019

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Community Reviews

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3 (18%)
1 star
1 (6%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Jessi.
1,333 reviews41 followers
August 31, 2019
Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Die 17-jährige Java führt ein sicheres Leben in einer Stadt in der Zukunft. Hyalopolis ist so hoch gebaut, dass die unteren Stockwerke der gigantischen Gebäude kein Licht mehr erreicht. Die Menschen in dieser Stadt sind gläsern: Sie lassen jeden ihrer Schritte digital aufzeichnen, machen jedes Wort öffentlich und leben durch diese Transparenz ein behütetes und sicheres Leben.
Java hingegen will ihre digitale Identität hinter sich lassen. Nach einem schrecklichen Ereignis ist sie mittellos und geächtet. Daher flüchtet sie nach Deep City, die dunkle, anonyme Parallelwelt am Grund von Hyalopolis. Dort gibt ihr die scheinbar zufällige Begegnung mit einem Fremden Hoffnungen auf ein anderes Leben …
Quelle: digitalpublishers.de

Meinung:

Ist die Hochbahn zu dieser Zeit sonst auch so voll? Oder bin ich einfach in den falschen Wagon gestiegen?

Das Cover fand ich sehr ansprechend, es ist halt typisch Jugendbuch. Mir gefallen die Farben und auch die Stadt im Hintergrund, wobei man Java ruhig weglassen könnte. Sie macht das Gesamtbild für mich irgendwie kaputt.

Der Schreibstil war leider gar nicht meins. Insgesamt war es nicht schlecht zu lesen, aber ich keine solch kurzen, abgehackten Sätze, bei denen man das Gefühl hat, dass einige Wörter fehlen. Außerdem fehlte mir die Tiefe. Alle Charaktere waren mir egal, da sie mir nicht Nahe gingen und auch die Stadt blieb ein verschwommenes Bild, da für mich zu wenige Erklärungen und Beschreibungen vorhanden waren.

Zu Beginn lernt man Java kennen. Sie ist aus der wohlhabenden, technisch sehr modernen Stadt und findet ihren Weg nach Deep-City. Dort wird sie in einen Deal verstrickt, der ihr helfen kann, eine neue Timeline zu bekommen.

Puh, na gut. Meiner Meinung nach verspricht der Klappentext viel zu viel. Das muss ich mal sagen. Bereits der Einstieg fiel mir nicht leicht, da man sofort in Javas Welt geworfen wird und man keine Erklärungen bekommt. Irgendwie konnte ich mir dann aber denken, was hier abgeht. Insgesamt tat ich mir aber sehr schwer und ich hätte mir hier wenigstens ein paar Erklärungen mehr gewünscht, oder eine kleine Einleitung. Java scheint zuerst auch ziemlich fertig zu sein, da sich eine Freundin von ihr umgebracht hat, das allerdings wird im Laufe der ersten paar Kapitel egal, da sie nur sich selbst im Kopf hat. Ein wenig egoistisch ist Java schon.

Sie kommt also nach Deep-City, mit einem Fahrstuhl. Warum die Welt so aufgetrennt ist erfährt man nicht und auch so wirft diese Stadt nur noch mehr Fragen für mich auf. Ich habe das Buch mit einem Haufen Fragezeichen im Kopf gelesen, da alles sehr verwirrend und wenig erklärt war. Was man aber weiß ist, dass die Menschheit sehr von der Technologie abhängig ist und diese auch viel einsetzt. Nichts passiert, ohne dass es aufgezeichnet wird und jeder Mensch ist transparent. Das stelle ich mir persönlich ziemlich beängstigend vor. Cool finde ich aber, dass hier alle Leute nach technischen Begriffen (Linux, Java, Glass …) bennant sind. Das weiß man aber auch nur, wenn man sich Programmieren/EDV auskennt.

Jedenfalls halten Java alle für jemand anderen und sie spielt mit, da sie sich von dem Deal, den ihre Doppelgängerin geschlossen hat, etwas erhofft. Sie hat keine Ahnung, was sie tun soll und macht einfach mit, das fand ich ziemlich komisch. Es fällt auch niemandem auf, dass sie eigentlich keinen Plan hat, was sie eigentlich macht, obwohl ihr Verhalten sehr merkwürdig erscheinen muss. Das war für mich einfach zu unrealistisch, so viel Glück kann keiner haben und Java stellt sich schon recht blöd an manchmal. Sie ist nur auf ihr Ziel fixiert und was mit den anderen passiert ist ihr egal.

Mit der Zeit kommen immer mehr Fragen dazu, mehr Leute tauchen auf, die schon mal mit ihr zu tun hatten und als Leser hat man nur eine kleine Ahnung, was da eigentlich abgeht. Es gibt sehr viele Gruppierungen, die verschiedenen Ziele verfolgen, aber durch die vielen Namen war ich nur verwirrt und konnte diese nicht auseinander halten. Das wurde bis zum Ende nicht besser, aber für mich gabs allgemein zu wenige Erklärungen.

Nach jedem Kapitel gibt es einen Rück- oder Vorblick, das kann man nicht beurteilen, in dem Java keine Erinnerungen mehr hat und erst aufgewacht ist. Diese fand ich eigentlich ziemlich interessant. Für mich störten diese kleinen Ausschnitte auch nicht.

In dem Buch gab es für mich keine Spannung, es war mir meist egal, was mit Java und Glass passiert. Zu beiden konnte ich keine Verbindung aufbauen und ich kann den Charaktern von keinem richtig beschreiben. Sie waren einfach blass. Von den Nebenfiguren, außer von Linux, habe ich auch schon wieder den Namen vergessen. Wirklichen Eindruck hat hier keiner gemacht. Die Geschichte wiederholt sich recht oft und plätschert eben vor sich hin. Java geht nach Depp-City, redet mit Leuten, vermasselt Sachen, denkt drüber nach, was sie hier eigentlich macht, da sie keine Ahnung von nix hat. Nun setzt diese Tätigkeiten in einer beliebigen Reihenfolge immer wieder zusammen und ihr habt das Buch. Leider habe ich mir einfach mehr erwartet und auch gehofft, dass alle Fragen geklärt werden, was nicht der Fall war.

Fazit:

Es hätte so gut werden können, aber durch den Schreibstil, der mir gar nicht zugesagt hat, die blassen Charaktere und die unspannende Handlung, war das Buch leider nichts für mich. Ich vergebe nur 2 Sterne.
Profile Image for Julia.
1,136 reviews1 follower
August 28, 2023
Javas Leben ist so wie das aller Menschen gläsern in der Stadt der Zukunft. Nach ihrer sozialen Ächtung flüchtet sie in den Untergrund und hegt die Hoffnung, ein neues Leben anfangen zu können.
.
Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, weil ich große Lust auf ein bisschen SciFi hatte. Aber jetzt nach dem Lesen bin ich einfach nur verwirrt. Man wird praktisch direkt in die Handlung hineingeworfen und mit unglaublich vielen, erst einmal verwirrenden Dingen konfrontiert, die man nicht versteht. Das ist aber gar nicht schlimm, wenn es im Laufe des Buches Stück für Stück erklärt wird. Wird es nur in diesem Buch leider nicht. Deshalb konnte ich es kaum genießen. Java, die Protagonistin, hat durchgehend sehr verzweifelt gewirkt und ähnlich verwirrt wie ich. Auf andere Charaktere trifft man recht selten, aber man erfährt trotzdem nicht genug, um sich eine Meinung zu bilden. Es vergeht nicht viel Zeit, aber in Relation passiert auch extrem wenig in der Handlung. Das wenige ist wenigstens interessant. Ich hätte wirklich gerne mehr über den Weltenbau erfahren.
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Zu verwirrend
Profile Image for Coribookprincess.
650 reviews25 followers
April 20, 2020
Das Cover ist wundervoll und schön detailliert.
Ich liebe die Farbwahl und den Verlauf.
Das Cover hat mich sofort angesprochen und ich wollte das Buch unbedingt lesen.

Die Geschichte ist etwas ganz außergewöhnliches.
Der Leser wird in die Geschehnisse geworfen und man hat lauter Fragen.

Die Welt ist fast komplett digital und jeder Mensch hat eine Timeline.
Man rast mit Java in die geheime, düster Unterstadt Deep City, dort rauscht sie in einen Deal.
Der Leser hat kaum Erklärungen und jedes Kapitel ist ein neues Abenteuer für sich.

Mir hat die düstere, dunkle Atmosphäre in Deep City sehr gut gefallen. Ich habe mich regelrecht in einer neuen, fremden Stadt widergefunden.
Dort wo du niemanden trauen kannst und jeder nur um sein eigenes Überleben kämpft.
Ich hatte total die Science-Ficiton Vibes und musste einfach immer weiterlesen.

Die Geschichte ist aus Javas Sicht geschrieben, ab und zu werden Ausschnitte eingeblendet.
Ob die Ausschnitte von der frühere Java war oder jemand anderes, weiß man als Leser nicht.

Die Charaktere sind sehr vielseitig und interessant, ich hoffe man erfährt noch viel mehr über sie und das sie noch etwas mehr Tiefe bekommen.

Es gibt wirklich kaum Erklärungen und man schwimmt in einem ungewissen, düsteren Gewässer.
Mich konnte die Atmosphäre einfach begeistern und ich bin so gespannt wie es weitergeht.

Die Geschichte ist wirklich außergewöhnlich und man steig als Leser ins kalte, düstere Wasser ohne Erklärung oder Informationen.

Ich hoffe Band 2 kann Licht ins Dunkel bringen und gibt der Geschichte mehr Tiefe.

Ein interessanter, ungewöhnlicher Einstieg in eine außergewöhnliche, düstere Welt mit einer atemraubenden Atmosphäre.
Profile Image for Nora4.
509 reviews9 followers
July 30, 2024
Das Buch hatte ich schon länger im Blick und da es eine Weile her ist, seit ich die letzte Dystopie gelesen habe, habe ich es mir nun endlich vorgenommen.

Mit dem Einstieg wird man direkt in die Geschichte geworfen. Als Leser steht man erst mal mit nicht viel da. Java hat aus unbekannten Gründen eine unerwünschte Timeline (was genau daran falsch ist, weiss man auch nicht) und hat nun mit Unbekannten (von denen man nur die Namen kennt) aus der Unterstadt aus irgendwelchen Gründen einen noch nicht bekannten Deal, um eine neue Timeline zu bekommen. Zudem ist da an jedem Ende des Kapitels eine weitere unbekannte Perspektive aufgeführt, von der ich anfangs annahm, dass es vielleicht diese Doppelgängerin Cullinan ist, die im fünften Kapitel ganz spontan mal nebenbei erwähnt wurde und von der man dann doch nichts mehr erfährt. Und auch Glass taucht einfach mal auf und spielt dann eine Rolle in Javas Leben, von hier auf jetzt. Man hört es heraus, hier ist vieles unklar und unbekannt. Es wirft Fragen über Fragen auf, die mich neugierig auf mehr machen.

Gleichzeitig muss man sagen, dass ich die Kritiken zu dem Buch bereits gesehen habe und kenne. Ich wollte mir gerne ein eigenes Bild davon machen, aber gerade in Bezug auf den Weltenaufbau ist mir rasant aufgefallen, dass kaum irgendetwas folgt. Storymässig kann ich es klar stehenlassen, dass erst mal nicht alles klar sein wird, so etwas kann ja auch für Spannung sorgen, aber wenn man sich kaum vorstellen kann, wie die Welt, in der das Ganze abspielt so aufgebaut ist und wie alles abläuft und warum, dann wird die Sache doch auch schnell schwierig. Es gibt kleine Details, wie die Sache von wegen Lower-City-Dialekt, was für eine eigentlich ziemlich klare und strikte Trennung spricht, die schon länger steht, denn so einfach entsteht ein Dialekt ja auch nicht, aber nichts Grosses und Klares wird erklärt.

Ich habe dutzende Fragen, allein was den Weltenaufbau angeht: Wie genau ist die Gesellschaft geteilt? Und wieso überhaupt? Was sind die Regelungen und wieso gehen manche Fahrstühle bis nach unten und manche dann doch nur bis in den 50. Stock? Wie bewegt man sich in der High City? Sind die Hochhäuser in jedem Stockwerk durchwegs miteinander verbunden? Wie kommt dann aber noch Licht und alles andere in die unteren Gebiete? Und wenn es doch offen ist, wie kommt es dann, dass die Strassen nicht komplett voll sind mit allem was absichtlich oder unabsichtlich von oben herabfiel? Wieso werden gerade die Lücken, die die Hochstadt in der Timeline aufwirft nicht stärker hinterfragt? Wenn man inzwischen dauernd online ist, sind doch gerade die Lücken am auffälligsten und Leute sind ja auch nicht blöd? Wieso ist überhaupt eine Verbindungslücke in der Unterstadt, wenn es ja keine Lücken geben sollte? Und wenn es gewollt wäre, wieso tut niemand etwas dagegen? Jemand will ja, dass die Stadt aus irgendeinem Grund so extrem getrennt wird. Wie steht es mit Regierungen und Gesetzeslagen in dieser Stadt? Wieso tragen ausgerechnet die Leute der Unterstadt noch zusätzlich Masken, wenn sie doch sowieso schon keine Timeline zeigen und dadurch anonymer wirken? Was haben die Masken generell für eine Bedeutung? Ich könnte noch so einige mehr stellen, aber ich glaube mein Punkt ist klar.

So kommt so einiges zusammen. Ich verstehe, dass Storylinemässig längst nicht alles im ersten Band geklärt werden muss. Grob konnte ich dort ja folgen, um was es wohl gehen wird, aber ohne den Kontext geht leider gar nichts. Dazu zählen einige Grundfakten zu den Personen und zumindest ein Basisverständnis, wie denn nun die Welt und die Umgebung aufgebaut ist. Nur so kann man erst zuordnen, was letztendlich alles so falsch gelaufen ist für Java. Man merkt es schon durch das Fragenspiel. Auf keine einzige Frage von Java selbst gibt es auch nur eine klare Antwort.

Im Verlaufe des Buches wurde das alles leider nicht wirklich besser. Ich habe diesmal auch wirklich versucht, aufmerksam zu bleiben, um nichts zu übersehen, aber es kam nichts mehr. Und dabei sehe ich an einzelnen kleinen Dingen, dass eindeutig mehr möglich gewesen wäre. Der zum Beispiel erwähnte Dialekt, der so viel bereits erzählt und dennoch nicht klarer ausgeführt wird oder die kleine Beschreibung des Casinos am Anfang von Kapitel 17, aber ohne Kontext nützt mir auch die beste Beschreibung eines Casinos nichts.

Potential wäre durchaus da, aber irgendwie scheint die Autorin so sehr mit einzelnen Dingen der Geschichte fokussiert zu sein, dass das grosse Ganze, welches alles eigentlich zusammenhalten soll, einfach einmal komplett vergessen ging. Weder über die Figuren, noch über die Welt weiss ich bis zum Ende eigentlich nichts. Und das ist einfach zu wenig, selbst für einen ersten Band, der sonst gerne auch Dinge offenlassen kann. Band zwei wäre da, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich weiterlesen werde. Eine Chance werde ich der Autorin gerne noch geben, falls jemals mehr folgen wird, denn ich denke nach all der Kritik, die in die gleiche Richtung geht, wird sie sich bei neuen Büchern wohl auch verbessern. Hier jedoch reicht es leider nicht für mehr als drei gutgemeinte Sterne. Es wäre etwas da, nur die Umsetzung mangelt sehr.
Profile Image for Lengen Fabienne.
43 reviews
November 4, 2024
In "Die gefallene Stadt" von Emily Dunwood dreht sich alles um die Protagonistin Java, deren Geschichte in einem Folgeband weitergeführt wird. Über sie erfahren wir nur wenig: Java ist Waise, und ein schwerwiegendes Ereignis in ihrer Vergangenheit hat ihre Zukunft zerstört. Sie lebt in Hyalopolis, einer Stadt in der sogenannten "Surface City", wo das Leben der Menschen streng überwacht und jede Handlung digital aufgezeichnet wird. Diese Aufzeichnungen werden als "Timeline" bezeichnet und sind entscheidend für den sozialen Status und die Zukunft der Bewohner. Je positiver die Timeline, desto vielversprechender die Zukunft der jeweiligen Person – wie das System funktioniert, bleibt jedoch unklar.

Ein interessantes Stilmittel des Buches sind die kurzen Sequenzen nach jedem Kapitel, die mit einem Adjektiv oder Gefühlsnamen eingeleitet werden. Diese Abschnitte gewähren flüchtige Einblicke in die Gedanken und Gefühle einer Figur – vermutlich Java selbst, die womöglich ihr Gedächtnis verloren hat. Diese Vermutung bestätigt sich später im Buch, als sie zum ersten Mal namentlich angesprochen wird. Das Buch lässt den Leser mit vielen offenen Fragen zurück, insbesondere über die Gründe und Umstände, die zu Javas verzweifelter Lage geführt haben. Das Buch spielt gekonnt mit der Ungewissheit und lässt uns immer wieder erahnen, dass hinter der Fassade der Stadt eine komplexere Realität steckt. Dunwood zeichnet eine düstere Zukunftsvision, in der persönliche Freiheit dem sozialen Status untergeordnet ist.

Schon zu Beginn wird deutlich, dass Java in einer prekären Situation steckt: Sie leidet unter Schlaflosigkeit und ist von Aufputschmitteln und Energydrinks abhängig. Zudem verschliesst sie sich und verweigert alle "erzieherischen Massnahmen", die ihr auferlegt werden. Die Handlung beginnt mit einer Verabredung in der "Deep City" – dem düsteren Gegenstück zur regulierten und digitalisierten Surface City. Die Deep City, wo Kriminalität und Schattenwirtschaft Alltag sind, liegt in den unteren Ebenen, im sogenannten "Abschnitt 0", und die Ereignisse dort beeinflussen die Timelines der Surface City-Bewohner nicht.

In der Deep City trifft Java auf einen Mann namens Glass, mit dem sie einen mysteriösen Deal abschliessen soll. Interessanterweise war dieser Deal ursprünglich nicht für sie gedacht, sondern für eine andere Frau, die Java verblüffend ähnlich sieht. Java beschliesst, das Doppelleben dieser Frau anzunehmen und den Deal in ihrem Namen zu erfüllen – in der Hoffnung, dadurch eine neue Timeline und damit die Aussicht auf eine bessere Zukunft zu erhalten. Als Leser fand ich es prekär, wie nahtlos Java die andere Identität annimmt, ohne dass irgendjemand die Fassade infrage stellt. Leider erfahren wir im Buch wenig über Java oder die anderen Charaktere, was die gesamte Geschichte äusserst mysteriös erscheinen lässt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Celina Urbach .
15 reviews
October 26, 2026
Die 17-jährige Java lebt in Hyalopolis, einer futuristischen Stadt, in der die Menschen durch digitale Timelines vollkommen transparent sind. Jeder Schritt, jedes Wort und jede Handlung wird aufgezeichnet und für andere sichtbar gemacht. Doch nach einem tragischen Ereignis verliert Java alles, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat. Auf der Suche nach einem Neuanfang begibt sie sich in die dunklen, verlassenen Bereiche der Stadt, wo sie auf einen geheimnisvollen Fremden trifft. Eine Begegnung, die sie schließlich in ein gefährliches Spiel hineinzieht und ihr Leben völlig verändert.

Die Grundidee des Buches fand ich eigentlich interessant, besonders die Vorstellung einer Zukunft, in der jeder Mensch digital überwacht wird und es kaum noch Privatsphäre gibt. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, mich richtig in die Geschichte hineinzufinden. Die verschiedenen Handlungsstränge waren für mich teilweise sehr verwirrend und es wurde vieles nur angedeutet, ohne wirklich erklärt zu werden. Dadurch fiel es mir schwer, die Zusammenhänge zu verstehen und einen richtigen Zugang zur Geschichte und den Charakteren zu bekommen. Gerade am Anfang hätte ich mir gewünscht, dass man etwas mehr an die Hand genommen wird und die Welt und ihre Besonderheiten verständlicher erklärt werden.

Fazit: Insgesamt konnte mich Java and Glass – Die gefallene Stadt leider nicht vollständig überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte ist durchaus interessant und bietet viel Potenzial, allerdings war mir die Handlung stellenweise zu verwirrend und es fehlten mir einfach die Erklärungen, um richtig in die Geschichte eintauchen zu können. Vielleicht hätte sich das im weiteren Verlauf noch verändert, aber der Funke ist bei mir leider nicht wirklich übergesprungen.
Profile Image for M.andthebooks.
908 reviews
February 20, 2023
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zum Ende des Buches weiß ich immer noch nicht so ganz, wie ich alles einordnen soll. Irgendwie herrscht da, was das angeht, totales Chaos in meinem Kopf.
Es gab zwar durchaus einen roten Faden in dem Buch, aber abgesehen davon, war für mich alles ein wenig chaotisch in der Handlung. Java rutscht in alles eigentlich nur rein und spielt mit, aber auch wenn sie sich wacker schlägt, hatte ich das Gefühl, dass sie da nur so rumspaziert und einfach auf das Beste hofft, ohne sich genauer um die Konsequenzen zu kümmern.
Auch das drumherum wird nur zum Teil erklärt, man muss sich die meisten Zusammenhänge zusammenreimen, was mich gar nicht so stören würde, gäbe es abgesehen davon ein paar brauchbare Infos, auch über Java. Für einen ersten Band kam mir da ein bisschen was zu kurz.
Spannend war die Geschichte ja durchaus, ich fand es interessant, was für Gestalten sie da so kennenlernt und wie sie aus den unangenehmsten Situationen wieder herauskommen muss. Aber trotzdem hat mir immer ein bisschen was gefehlt, gerade weil eben die Handlung ein wenig chaotisch wirkte und ich mich nie gänzlich in sie fallen lassen konnte.

3 Sterne
89 reviews
August 13, 2025
Die Idee, dass totale Transparenz zu Sicherheit führt, aber auch jegliche Individualität und Privatsphäre opfert, ist ein interessantes Konzept, das die Autorin gekonnt erkundet.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung manchmal etwas vorhersehbar wirkt und sich die Charakterentwicklung langsamer vollzieht als erhofft. Nichtsdestotrotz ist "Die gefallene Stadt" ein solider Auftakt zu einer spannenden Dystopie, der Lust auf den zweiten Teil macht. Für alle, die sich für Themen wie Überwachung, Identität und den Preis der Sicherheit interessieren, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
Profile Image for Cora.
217 reviews
October 17, 2019
♡Rezensionsexemplar♡
♡Werbung ♡

Hallo!
Ich habe heute wieder eine Rezension für euch! Und zwar zum Buch "Java&Glass-Die gefallene Stadt" von Emily Dunwood. Ich bin bei der Leserunde auf Lovelybooks zum zweiten Teil dabei und habe aber den ersten Teil noch nicht gelesen gehabt, weshalb der Verlag so nett war und ihn mir als REZENSIONSEXEMPLAR zur Verfügung gestellt hat!

Eckdaten:
Java&Glass-Die gefallene Stadt von Emily Dunwood aus dem dp-Verlag ist der erste von zwei Teilen und ist am 20.06.2019 erschienen und beinhaltet 334 Seiten als e-book. Deutsch ist die Originalsprache.

ISBN: : 9783960877356
Preis: 2,99 (D/A)

Inhalt:
Java ist dabei ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Sie lebt in Hyalopolis, einer Stadt mit gefühlt tausend Stockwerken und sie lebt weit oben. Jedoch bezieht sie eine Wohnung vom Sozialamt und hat nur noch 4 Monate bis sie 18 Jahre alt ist und ihre Unterstützung verliert.
Bis dahin muss sie einen Job gefunden haben und generell wieder ihr Leben in den Griff bekommen, dabei will sie alles andere als das.
Als sie dann durch einen Zufall auf eine mysteriöse Gestalt trifft, die ihr einen Job anbietet, kann sie nicht Wiederstehen und lässt sich auf den Deal ein. Eine neue Timeline, ein digitales Aufzeichnungsprogramm von Daten und Erlebnisse, dass jeder Mensch trägt, gegen einen Job, den sie erledigen soll....

Cover:
Das Cover finde ich wirklich hübsch! Ich liebe das es violett gehalten ist und das man die Stadt sieht. Jedoch verstehe ich nicht, weshalb man das Mädchen auf den Cover so gewählt hat, da es eigentlich genau das Gegenteil vermittelt, vom Buch.

Meine Meinung:
Ich hatte Lust wieder einmal eine Dystopie zu lesen, weshalb ich mich bei der Leserunde zu Band 2 beworben habe, zu dem Zeitpunkt habe ich aber irgendwie überlesen, dass es ein zweiter Band ist. Deshalb habe ich dann auch den ersten Band vom Verlag schicken lassen!

Beginnen wir mit dem Schreibstil. Er war interessant, jedoch fand ich ihn nicht besonders außergewöhnlich und sticht für mich nicht aus der Masse heraus! Es war für mich eher schwierig mich wirklich mitreißen zu lassen von dem Schreibstil und musste immer wieder stocken um wirklich zu überprüfen, was ich gelesen habe.
Was ich jedoch interessant fand, war die Kapitel Aufteilung. Zunächst vermutet man nämlich, dass es eine standartmäsige ist, jedoch versteckt sich am Ende eines Jeden ein kleines Zwischenkapitel, dass mit Adverben und Adjektiven betitelt ist und die Sicht eines anderen Mädchens schildert, von der der Leser nicht weiß wer genau sie ist! Das hat das Buch für mich etwas spannender gemacht.

Java ist für mich ein zweigespaltener Charakter. Zum einen kann ich ihre Gedankengänge gut nachvollziehen und würde selbst genauso handeln, aber zum anderen handelt sie komplett wirr und ich habe keine Ahnung was sie mit ihren Handlungen erreichen will. Sie hat vor einigen Wochen eine ihrer besten Freunde verloren, wie mir scheint, und ist deshalb noch stark in Trauer, da sie dachte diese holt sie aus ihrer Sozialen Situation heraus. Jedoch hat sie sich wegen einer ihrer Aussagen umgebracht, welche genau das ist, weiß man jedoch nicht.

Auch die anderen Charaktere, die ich im Laufe des Buches getroffen habe, scheinen für mich etwas tiefenlos und ich weiß genau vom keinen, was genau er mir vermitteln will. Ich habe keinen wirklich ins Herz schließen können.

Ich wusste das ganze Buch über nicht genau, was mir die Autorin mit dieser Geschichte vermitteln will, da ist irgendwie immer mehr Rätsel in die Geschichte eingewoben hat, aber keines davon gelöst wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass am Ende zumindest ein zwei gelöst werden, die einen neugierig auf Band 2 machen, aber diese blieben aus.

Was für mich (mal wieder) die Geschichte rausgerissen hat, war das World Building! Es war so interessant zu sehen, wie es aufgebaut ist, was es für Parallelen zu unserer heutigen Zeit hat und was komplett anders ist. Auch das die Taten und Erlebnisse von jeder Person transparent sind, ist für mich sehr interessant gewesen, vor allem da es auch ein großes Thema aktuell in unserer Zeit ist. Was ich sehr gut fand, dass das aufgegriffen wurde!

Fazit:
Insgesamt ein durchwachsenes Buch, dessen zweiten Teil ich nicht lesen würde, wenn ich es nicht müsste. Ich vergebe aber trotzdem 2,5 Sterne, wegen dem World Building und weil ich Hoffnung habe, dass Band 2 besser wird!

lg Cora
1 review
October 7, 2019
Wie sieht dein Leben aus, in einer Stadt, in der jedes deiner Erlebnisse und Gefühle für alle öffentlich ist? Wie tief könntest du fallen, wenn die Stadt so hoch gebaut ist, dass dir das Atmen schwerfällt?
Und was passiert, wenn durch einen Moment plötzlich all der perfekte Schein in sich zusammenbricht, der dein ganzes Leben ausgemacht hat?
Java lebt in der Wolkenkratzer-Metropole Surface City und wie jeder Andere hat auch sie eine Timeline, die ihr gesamtes Leben holographisch abbildet.
War sie einmal Teil der gläsernen Community, stürzte ein einziger Moment ihre Welt ins Chaos und lässt sie nun alleine, geächtet und verarmt zurück.
Für die ganze Stadt sichtbar ist sie gefangen in Trauer und Verzweiflung, doch dann bietet sich ihr durch eine Verwechslung die einmalige Gelegenheit auf einen Neuanfang.
Dafür muss sie jedoch in die dunkle Stadt unter ihren Füßen, die ihr völlig fremd ist.
Eine ganze eigene Welt der geheimen Organisationen, Gewalt und zwielichtiger Gestalten.
Eine Welt, in der es keine Timelines gibt, die Menschen Masken tragen und niemals alles von sich preisgeben.
Und ein Ort, an dem sie alles verlieren -oder gewinnen- könnte.

Java ist ein Charakter, den man weder ins Herz schließt, noch besonders gut leiden kann. Sie ist zwar klug und zielstrebig, jedoch auch innerlich unstetig, berechnend und zynisch.
Dennoch bleibt der Leser an der Geschichte kleben, wie eine Fliege im Netzt, denn die rasante Handlung und Undurchsichtigkeit des Vergangenen und der gegenwärtigen Ereignisse, zieht einen in seinen Bann.
Das Buch ist kein Jugendbuch voll Romantik, überschäumender Fantastik oder idealistischer Storyline. Vielmehr ist es eine ehrliche Interpretation und Umdichtung der öffentlichen Seite des heutigen Social Media Lebens auf eine ganze Stadt. Es mutet mehr an wie ein Thriller mit Science-Fiction Elementen, die aber bis auf die Beschreibung der Timelines und der Stadt fast vollständig im Hintergrund bleiben.
Die Sprache ist gewandt und schier melancholisch anmutig, immer wieder unterbrochen durch winzige Rückblickbruchstücke.
Während die Handlung voranschreitet, werden die Geschehnisse langsam zusammen-gepuzzelt und neue Fragen aufgeworfen. So diskret und geheimnisvoll, wie man in Deep City mit Informationen umgeht, so sparsam ist auch die Autorin mit ihren. Dem Leser wird nie das große Ganze gezeigt, sodass eine anhaltendes Spannungsplateau entsteht.
Großer Bestandteil der Handlung sind Gespräche, Interpretationen von Mimik und Körperhaltung, sowie die Gedanken von Java.
Auch wenn die Spannung gut erhalten bleibt und die Handlung zügig voranschreitet bleibt das Gefühl, dass nicht wirklich viel passiert ist. Viel passiert im Hintergrund oder wird nur erzählt. Dadurch, und auch weil die Charaktere sehr geheimnisvoll und undurchsichtig sind, bleibt einem die Handlung schlecht im Kopf und lässt einen weder bereichert noch zufrieden ob des Schlusses zurück.
Trotz dessen, dass man nicht erhält, was man durch Leseprobe und Beschreibung erwartet, unterhält das Buch einen auf eine ungewöhnliche Weise, die man bei Jugendbüchern selten findet.
Die Thematik könnte kaum aktueller sein und zusammen mit herausragend auf die Atmosphäre des Romans angepasster Jugendsprache, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!
2,988 reviews18 followers
February 11, 2020
Java hat das Glück ein Leben in der Stadt der Zukunft zu führen. Hyalopolis liegt in den oberen Stockwerken der Stadt. Die Häuser sind so hoch, dass kein Licht den Boden berührt. Jeder Schritt wird digital aufgezeichnet und jeden kann darauf zugreifen. Java will ihr Leben hinter sich lassen. In Deep City gibt es Hoffnung für sie.
Der Klappentext hat mich angesprochen und gleich mal das Lesen begonnen. Das gestoppt, mich gefragt ob ich richtig bin. Trotzdem habe ich das ganze Buch gelesen. Es ist eine bizarre Geschichte, wo ich nicht weiß, was ich eigentlich gerade gelesen habe. Die Grundstory hat mir gefallen, doch die Umsetzung, war nicht mein Geschmack bzw. nach dem beenden des erste Teils, hatte ich nur Fragen und keinerlei Antworten oder gar einen Gedanken wohin mich diese Geschichte führt. Ich wurde mit dem Charakter von Java nicht richtig warm. Allgemein wurde die Charaktere nur schemenhaft beschrieben und die Gefühle kamen nicht gut rüber. Nur aus Neugierde habe ich das Buch zum Ende durchgelesen. ab und zu kam mal Spannung auf und dann war er irgendwie wieder weg.
Profile Image for Elisa.
466 reviews10 followers
August 11, 2019
Cover:
Wunderschönes Cover und dieses Farbenspiel.
Diese mystische Anziehungskraft ist wunderbar.
Am Cover sieht man Java, die ihre digitale Identität ablegen will.
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Schreibstil:
Der Schreibstil von Emily Dunwood ist flüssig.
Die Erzählsperspektive wird von Java übernommen, der Hauptprotagonistin und sie wirkt total sympathisch auf mich.
Man fiebert mit ihr mit, leidet und liebt sie.
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Oh Gott und das Thema an sich - KI sprich "künstliche Intelligenz" und diese Timeline's sind mir ungeheuer!
Einfach total angsteinflößend, spannend und cool.
Angsteinflößend deshalb weil die Ortsbeschreibung sehr detailliert war und ich mir so die Zukunft der Menschheit wahrlich nicht vorstellen kann und will.
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In diesem Buch geht es um die Thematik der gläsernen Menschen sprich im Social Media Bereich und der dunklen Gestalten, die im Dark Web unterwegs sind.
Fand ich total interessant, dennoch waren es mir too much Informationen in so kurzer Zeit.
Ich muss auch zugeben, ich musste das Buch drei Mal vom Neuen beginnen.
Ich kam nicht ganz rein, was nicht am Schreibstil liegt.
Deshalb gut gemeinte 3 Sterne.
Displaying 1 - 13 of 13 reviews