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Die letzte Generation

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Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt.
Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet - schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

560 pages, Paperback

Published September 13, 2019

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About the author

Juliet May

2 books8 followers

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
23 (46%)
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Displaying 1 - 30 of 37 reviews
Profile Image for Fernwehwelten.
390 reviews242 followers
June 20, 2022
3 Sterne | ➕: Komplexität; Weltenbau | ➖: Charaktere; kleinere Unstimmigkeiten; Längen

„Askeria – Die letzte Generation“ ist der wuchtige Auftakt einer Reihe, die abschließend sieben Bände umfassen soll. Leser*innen werden entführt in eine fremde Welt, so detailreich und großflächig ausgearbeitet, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie viele Notizbücher @prinnycup beim Schreiben wohl gefüllt hat. Jeder einzelnen Zeile dieses Buchs ist anzumerken, wie viel Leidenschaft hineingesteckt wurde. Das Resultat ist ein Buch, das nicht nur die Geschichte einer Protagonistin, sondern einer ganzen Welt erzählt. Intrigen und Geheimnisse hinter einer Fassade, die so glänzend erscheint - das ist es, was einen erwartet und neben dem beeindruckenden Weltenbau voller unterschiedlicher Facetten den besonderen Reiz ausmacht.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwischendurch etwas überfordert war. Neben der grundlegenden Komplexität gibt es unterschiedliche Perspektiven, die teilweise sogar innerhalb eines Kapitels wechseln, sowie Zeitsprünge, die für mich nicht immer direkt greifbar waren. Ich musste mich regelmäßig neu orientieren und bewusst nachvollziehen, wo ich mich befinde. Darüber hinaus empfand ich die Charaktere als etwas ungeschliffen und in sich nicht gänzlich rund, weshalb ich zu den Protagonist*innen keinen großen Zugang finden konnte. Das kann aber durchaus eine Frage der Entwicklung sein – immerhin ist das erst der Anfang von „Askeria“! Übrigens auch ein Grund dafür, dass mich die Längen in der ersten Hälfte des Buchs nicht so gestört haben. Ein erster Teil braucht Zeit, wenn er richtig auf den Rest vorbereiten will. 🤭☺️

Trotzdem noch zwei weitere kleine Punkte, die mich gestört haben: So komplex wie die Welt ist, fielen mir kleinere Unstimmigkeiten oder „simpler“ eingebaute Aspekte umso stärker ins Auge. Außerdem bin ich hier und da über Tipp-, Grammatikfehler oder fehlende Wörter gestolpert. Kein Beinbruch, aber da ich persönlich auf sowas stark achte, hat es mich vereinzelt aus dem Lesefluss gerissen.
Profile Image for Buecherreisende.
32 reviews
January 6, 2022
Piara wird nach dem Tod ihrer Eltern von ihren beiden großen Brüdern Ineas und Souta aufgezogen. Allerdings hat Piara ein Geheimnis von dem niemand wissen darf. Sie hat zwei kleine Hörner auf dem Kopf die ihre Verbindung zu den Ceri öffentlich zur Schau stellen. Seit ihrer Kindheit schafft sie es aber diese erfolgreich unter ihren Haaren zu verstecken. Als eines Tages der Orden in ihren Heimatort Clay einmarschiert, weiß sie das es was mit ihr zu tun haben muss. Souta schafft es im letzten Moment Piara zu retten und mit ihr zu flüchten. Für die beiden beginnt eine spannende und gefährliche Flucht auf der Piara schmerzlichst gezeigt wird, wie viele Geheimnisse ihre Brüder vor ihr haben..
Zur gleichen Zeit lernen wir Rigoras kennen. Er ist der Sohn eines Clanführers und lebt in Myrefall. Zusammen mit seinem Wildschwein Truffels ist er oft auf der Jagd und auch allgemein eher ein Freigeist der versucht seinen Pflichten noch ein Stück lang aus dem Weg zu gehen.
Das die beiden ein gemeinsames Schicksal haben und ihre Wege sich treffen werden, wissen die beiden zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht..

Die Autorin hat einen unglaublich bildlichen und detaillierten Schreibstil, weswegen ich mir alle Szenen und Umgebungsbeschreibungen der verschiedenen Orte sehr gut vorstellen konnte. Die ganze Welt ist wahnsinnig komplex aufgebaut, weswegen ich am Anfang ein paar Schwierigkeiten hatte hineinzukommen. Das hat sich dann aber ca. ab der Hälfte geändert :)

Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht von Piara und Rigo geschrieben - obwohl manchmal auch innerhalb des Kapitels ein Sichtwechsel der Charaktere stattfand (was mich teilweise ein wenig verwirrt hat). Außerdem sind neben der normalen Geschichte auch immer wieder Gedichte oder Gesetzsetexte eingebaut, die alles nochmal ein wenig auflockern. Das fand ich richtig schön gestaltet!

Da man als Leser genauso wenig erfährt wie Piara, hatte ich echt oft Fragezeichen im Kopf und wusste nicht wo mich das ganze hinführt. Dadurch bekommt man öfter ein paar „Hä? Ja wie?“-Momente, wenn sich einige Puzzleteile verbinden. Ich hätte es allerdings schön gefunden, wenn man ein bisschen früher schon etwas über den ganzen Hintergrund erfahren hätte. Ich fand es teilweise ein wenig „nervig“ so unwissend zu sein. Aber ich glaub das ist nur meine persönliche Empfindung. :)

Nun aber zu den beiden Hauptprotagonisten. Anfangs hatte ich wirklich etwas Angst mit einer so jungen Protagonistin nicht klar zu kommen. Ich wurde aber wirklich schnell eines besseren belehrt. Piara ist ein unglaublich starkes Mädchen, die sich absolut nicht wie eine 14-jährige verhält. Sie wirkt auf mich sehr erwachsen und handelt auch dementsprechend.
Ihre enge Beziehung zu ihren Brüdern ist einfach nur herzerwärmend. Die beiden versuchen immer auf ihre kleine Schwester aufzupassen und sie vor allem vor dem Orden zu beschützen. Trotz ihrer ganzen Geheimnisse wollen sie immer nur das Beste für Piara.

Rigoras fand ich auch wahnsinnig sympathisch! Er ist ein superlieber Kerl der irgendwann den Platz seines Vaters einnehmen wird und einfach gerade noch versucht diesem Druck aus dem Weg zu gehen. Auch er hat viele Fragen die dem Orden nicht passen würden. Zusammen mit Piara arbeitet er daran ein wenig Licht hinter die ganzen Geheimnisse zu bringen. Über sein verfressenes Wildschwein namens Truffles muss ich glaub ich gar nichts sagen oder? Zuckersüß!

Fazit:
Es ist wirklich eine spannende Geschichte in einer komplexen Welt mit tollen Protagonisten. Ich weiß deswegen gar nicht so genau wieso der Funke bei mir nicht richtig übergesprungen ist. Vielleicht weil mir im Mittelteil ein wenig der rote Faden gefehlt hat oder weil ich es einfach nicht so schön fand genauso im Dunklen zu tappen wie Piara. Irgendwas hat mir leider gefehlt um mich richtig zu catchen :( Deswegen kann ich nur 3,5 / 5 Sternen vergeben.
Profile Image for Vanny (reading.halfling).
166 reviews3 followers
April 29, 2022
Ich bin so hin und her gerissen, wie ich dieses Buch finde. So gerne möchte ich es richtig gern haben und groß loben, aber dafür gab es leider doch zu viele Kleinigkeiten, die mich in diesem ersten Band gestört haben. Aber fange ich mit dem an, was ich gut finde: Mir gefallen die Charaktere wirklich sehr gut! Sie haben Tiefe und die Beziehungen zwischen ihnen sind authentisch und überzeugend, mit einer kleinen Ausnahme, die noch gar nicht so relevant wird hier. Das Worldbuilding ist unfassbar tiefgängig und ausgeklügelt, man merkt bei jedem Begriff wirklich, wie viel Arbeit da reingesteckt wurde!
Doch da beginnt ein erster kleiner Kritikpunkt (und sie sind alle wirklich klein, aber häuften sich). Es ist hier klein klassisches Mittelalter-Setting, wie in der High Fantasy üblich, sondern die Welt ist mit viel Technologie versehen – die jedoch meiner Meinung nach sehr schwach erklärt wird. Sobald irgendwas Elektrisches vorkommt, wird es einfach mit »Ateth-Magie« erklärt. Das finde ich etwas langweilig dafür, dass so viel Energie ist das Schaffen der Welt und des ganzen Sonnensystems gesteckt wurde.
Auch die zweite Kritik hat genau damit zu tun – der Welt. So viele Details, so viele Begriffe, Tages- und Jahreszeiten hat die Autorin geschaffen, da fallen kleine Fehler direkt auf und stören total im Textfluss, weil man die Verbindung zu unserer Welt sucht. So beispielsweise das Rechnen der Temperatur in Celsius, was auf den schwedischen Wissenschaftler Anders Celsius zurückgeht. Wie also kann die Einheit in Askeria existieren, wenn es den dort nie gab? (Ja, wirklich Jammern auf seeehr hohem Niveau, aber beim Buddyread ist es uns beiden direkt aufgefallen und hat aus dem Lesefluss geworfen.)
Zuletzt fand ich auch Piara mit ihren 14 Jahren recht anstrengend – was aber eher an mir liegt, da sie sich für ihr Alter sonst sehr akkurat verhalten hat. Vor allem jedoch vor dem Punkt einer romantischen Storyline gegen Ende (keine Spoiler hierzu) finde ich es teils sehr unpassend, wie sie sich benimmt. Vor allem im Mittelteil ist es mir negativ aufgefallen, anfangs passte es noch sehr gut und im Finale war es dann auch nicht mehr so schlimm, finde ich.
Auch wenn es vielleicht inzwischen so klingt – es war ein insgesamt zwar nicht total mitreißendes Buch, aber hat mich trotzdem neugierig zurückgelassen nach jeder Lesesession und ich will auch jetzt noch wissen, wie es weitergeht. Bald wird also direkt mit dem zweiten Band der Reihe gestartet!
Profile Image for Sofia.
445 reviews18 followers
March 18, 2022
Erster Eindruck:

Mein Kopf nach dem Lesen so: 😍🤯
Was die Autorin hier geschaffen hat, ist unglaublich. Das Worldbuilding und die Beziehungen der Figuren untereinander überzeugen von der ersten Seite an - die Liebe zum Detail auf jeder Ebene ist atemberaubend! 😍
Wie es bei High Fantasy so ist, versteht man anfangs zwar noch nicht wirklich viel, aber das ist hier überhaupt nicht schlimm! Man rätselt selbst mit und stellt eigene Theorien auf, wo welche Verbindungen bestehen könnten und wohin Piaras Abenteuer gehen soll. Die Art, wie dann in der zweiten Hälfte alles nach und nach zusammenläuft, hat mich aber nochmal völlig überrascht!

Einzig störend fand ich den Altersunterschied zwischen Piara und Rigo: Sie wird im Laufe der Handlung 15, er ist fast 20. Nach Rücksprache mit der Autorin kann ich nachvollziehen, weshalb sie sich für die fast 5 Jahre zwischen den beiden entschieden hat. Trotzdem kann ich nicht hundertprozentig hinter der Liebesbeziehung zwischen Piara und Rigo stehen, auch wenn durchaus sehr viel Chemie da ist, weil sie in meinen Augen eben trotz aller geistiger Reife noch ein Kind und er schon (so gut wie) erwachsen ist (trotz des Unfugs, den er gerne treibt 😂). Das hat letztlich für den einen Stern Abzug gesorgt. 🙈
Nichtsdestotrotz bin ich super froh, dass ich die Fortsetzung bereits hier habe, und bin gespannt darauf, wie es weitergeht! 😍


Ausführliche Rezi:

Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
Meine Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.

Aufmachung:
Also erstmal: das Buch ist verdammt schwer. xD
Das hat jetzt vielleicht nicht unbedingt was mit der Aufmachung zu tun, aber ich wollte es einmal gesagt haben haha.
Das Cover gefällt mir sehr. Man sieht im Zentrum einen Schmetterling aus einer Art Draht (?) vor einem alten Ziffernblatt, um den Titel herum und unten sind Zahnräder zu sehen. Die einzelnen Elemente harmonieren wunderbar miteinander und auch die farbliche Gestaltung passt gut dazu. Welche Bedeutung das Ganze hat, erfährt man erst relativ spät in der Handlung, und da auch nur ansatzweise, aber ziemlich früh merkt man schon, dass der Schmetterling ein wichtiges Leitmotiv in der Reihe sein wird.
Ähnliches gilt für den Titel. Ohne die Geschichte gelesen zu haben, weiß man nicht, was es mit „Askeria“ oder der „letzten Generation“ auf sich hat, aber ab einem gewissen Punkt beginnt es, Form anzunehmen.
Im Buch befindet sich eine detailreiche Karte, die man sich über einen QR-Code auch auf dem Handy in farbig ansehen kann.


Meine Meinung:
W o w.
Vorab: ich werde in dieser Rezension sehr viel schwärmen, aber ich weiß jetzt schon, dass meine Worte dem nicht ansatzweise gerecht werden, also schon mal so viel: Lest. Dieses. Buch.

Anfangs ist es vielleicht noch etwas kompliziert, das muss ich zugeben. Ich würde mich zwar schon als „geübte“ High-Fantasy-Leserin beschreiben, aber trotzdem merkt man schon auf den ersten paar Seiten, dass „Askeria“ auf eine andere Art komplex ist. Man muss beim Lesen gerade anfangs viel nachdenken, um mitkommen zu können, und auch im Laufe der Handlung wird das Buch nicht zu einem Buch für „nebenbei“ – aber: Gerade das macht so viel Spaß!

Vor allem zu Beginn nimmt sich die Autorin sehr viel Zeit fürs Worldbuilding, und ich kann nur sagen, dass sich das gelohnt hat. Ich habe selten ein Buch gesehen, in dem sich dem Weltenbau mit so viel Liebe zum Detail gewidmet wurde. Juliet May hat hier an wirklich alles gedacht: Ihre Figuren haben eine eigene Umgangssprache, der Planet eine völlig eigene Umlaufbahn in einem neuen Sonnensystem mit zwei Sonnen und mehreren Monden, jede Provinz in Mitaeria ist anders, aber alle gleich liebevoll beschrieben – ich könnte mit dieser Auflistung ewig so weitermachen!
Auch wenn ich auf den ersten ca. 200 Seiten nicht viel verstanden habe, war ich wegen dieses Worldbuildings trotzdem von der ersten Seite an gefesselt. Man merkt auf Anhieb, dass sich die Autorin über ihre Welt viele Gedanken gemacht hat und dass alles miteinander verknüpft ist und irgendwann irgendwo hinführen wird. Zwar muss man erstmal in diese neue Welt reinfinden, aber man ist schlicht deshalb gefesselt, weil man unbedingt mehr von ihr kennenlernen möchte. Es ist ein bisschen so, als hätte die Autorin mit „Askeria“ ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet.
Es ist der Wahnsinn, anders kann ich es nicht sagen.

„Den Frieden wiederzufinden ist um ein so Vielfaches schwerer, als einen Krieg zu beginnen – einen Krieg, der auf Unterschiedlichkeiten basiert, in einer Welt, in der nur noch bewertet, verurteilt und Macht angestrebt wird.“ (S. 315)

In Bezug auf die Handlung braucht „Die letzte Generation“, wie gesagt, eine ganze Weile, bis etwas Fahrt aufkommt – in der ersten Hälfte widmet die Autorin sich schwerpunktmäßig dem Worldbuilding, während sie erst in der zweiten Hälfte den Plot vorantreibt –, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, im Gegenteil. Dadurch, dass man so lange im Unklaren ist und man mit immer mehr Informationen konfrontiert wird, die man noch nicht so ganz einordnen kann, rätselt man selbst mit und stellt ständig eigene neue Theorien auf und verwirft alte wieder. Auch wenn also zunächst nicht so viel passiert, steigt dadurch natürlich die Spannung.
Im letzten Drittel wird dann Vieles zusammengeführt und aufgeklärt, es geht einem sprichwörtlich ein Licht auf, aber man muss feststellen, dass man mit den Theorien weit danebengelegen hat. Erst da wird einem bewusst, wie komplex „Askeria“ tatsächlich ist und wie weit die Autorin im Voraus geplant haben muss.

Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich von Piara und Rigoras, aber es gibt auch einige Kapitel aus anderen Perspektiven, die man erst nach und nach zuordnen kann. Das steigert einerseits natürlich die Verworrenheit der Handlung, da man sich gerade anfangs nicht immer hundertprozentig sicher ist, ob alles zur selben Zeit spielt (irgendwann blickt man da aber durch :D), andererseits trägt auch das natürlich wesentlich dazu bei, dass man nicht anders kann als mitzurätseln.


Piara selbst ist eine wunderbare Protagonistin! Sie ist mit anfangs 14 (im Laufe der Handlung wird sie 15) noch sehr jung, aber man kann sich auch als Erwachsener sehr gut in sie hineinversetzen. Sie ist für ihr Alter sehr reif, trifft wohlüberlegte Entscheidungen und ist auch intellektuell sehr weit. Nichtsdestotrotz handelt sie ihrem Alter entsprechend auch mal impulsiv und ist manchmal etwas naiv. Das macht sie nur noch sympathischer und greifbarer!
Rigoras ist ein tolles Gegenstück zu ihr: Er ist zwar fünf Jahre älter als sie, verhält sich oft aber um einiges kindischer oder verspielter, was auf die unterschiedlichen Ausgangssituationen der beiden zurückzuführen ist. Durch seine zappelige, freche Art schafft auch er es aber, sich schnell ins Leserherz zu schleichen, und man begleitet die beiden auf ihrer Reise sehr gerne.

Besonders positiv sind mir im Übrigen die zwischenmenschlichen Beziehungen hier aufgefallen, insbesondere das Verhältnis von Piara und ihren Brüdern. Die Art, wie sie miteinander umgehen und aufeinander aufpassend ist wirklich herzerwärmend, gleichzeitig sorgen die harmlosen Zankereien der Drei untereinander dafür, dass man zwischendurch auch mal lachen kann.

Einzig hinter der Beziehung zwischen Piara und Rigoras kann ich nicht stehen. Ich habe durchweg gehofft, dass Piaras Schwärmerei für Rigoras eben nur das ist: eine Schwärmerei eines Kindes für einen Freund ihrer älteren Brüder – denn so sehe ich die Beziehung zwischen den beiden. Zwar haben Piara und Rigo durchaus unheimlich viel Chemie, sodass alle Szenen mit ihnen sehr viel Spaß machen und man traurig wird, wenn sich ihre Wege trennen müssen. Aber all das ginge in meinen Augen auch, wenn ihre Beziehung rein freundschaftlicher Natur wäre und nicht romantisch wird. Angesichts des großen Altersunterschiedes zwischen ihnen hätte ich das sogar viel besser gefunden: Mit ihren 14 bzw. 15 Jahren ist Piara eben noch ein Kind, während Rigoras mit fast 20 erwachsen ist – trotz aller geistiger Reife seitens Piara (und Unreife seitens Rigoras xD) bedeutet das für mich ein zu starkes Machtgefälle, dass ich nicht gutheißen kann.
Nach Rücksprache mit der Autorin kann ich gut nachvollziehen, weshalb sie sich dafür entschieden hat, aber mir ist dieser Punkt beim Lesen nicht nur dauerhaft stark negativ aufgefallen, er hat letztlich auch dafür gesorgt, dass ich in meiner Bewertung einen ganzen Punkt abziehen muss. Ohne diesen Aspekt hätte der Auftakt von „Askeria“ leicht ein Highlight werden können, so ist er mit diesem negativen Gefühl hinsichtlich Piaras und Rigos Beziehung belastet.


Fazit:
Das Worldbuilding ist unvergleichlich, die Liebe der Autorin zum Detail spürt man auf jeder Seite, und auch wenn man anfangs noch nicht viel versteht, ist „Askeria“ ab dem ersten Aufschlagen des Buches ein atemberaubendes Leseerlebnis.
Hinzu kommt, dass man unentwegt am Rätseln ist und eigene Theorien aufstellt, nur um dann bei der Auflösung festzustellen, dass man bei Weitem nicht so ein Genie wie Juliet May ist – die Komplexität ihrer Geschichte lässt sich bereits am Anfang erahnen, aber erst am Ende bekommt man eine wirkliche Idee davon, wie sehr sie alles durchdacht haben muss.
Einzig störend fand ich den Altersunterschied zwischen Piara und Rigo: Sie wird im Laufe der Handlung 15, er ist fast 20. Nach Rücksprache mit der Autorin kann ich nachvollziehen, weshalb sie sich für die fast 5 Jahre zwischen den beiden entschieden hat. Trotzdem kann ich nicht hundertprozentig hinter der Liebesbeziehung zwischen Piara und Rigo stehen, auch wenn durchaus sehr viel Chemie da ist, weil sie in meinen Augen eben trotz aller geistiger Reife noch ein Kind und er schon (so gut wie) erwachsen ist. Das ist letztlich der einzige Grund dafür, weshalb „Die letzte Generation“ einen Punkt weniger von mir bekommt und kein Highlight geworden ist.
Auf die Fortsetzung bin ich nämlich super gespannt und ich bin ausgesprochen froh, dass sie hier schon bereit liegt!
4/5 Lesehasen.
Profile Image for Rosecarie.
427 reviews1 follower
September 3, 2020
Piara muss mit ihrem Bruder, Souta, fliehen. Sie werden in ihrem Dorf angegriffen und es scheint etwas mit Piara und ihren Hörnern zu tun zu haben. Sie versteckt sie schon seit sie ganz klein ist und muss aufpassen, dass niemand jemals davon erfährt. Auf der Flucht erfahren sie nach und nach, warum sie verfolgt werden, doch ihr Bruder will Piara nicht in die Familiengeheimnisse einweihen und so bleibt sie im Unklaren darüber, in welch großer Gefahr sie sich befindet. Sie beschließt, selbst die Wahrheit herauszufinden...

Für die ausführliche Beschreibung der jeweiligen Umgebung und Personen sowie der Eigenheiten dieser Welt, nimmt sich die Autorin sehr viel Zeit. Dank ihres malerischen Schreibstils hatte ich immer ein genaues Bild vor Augen und konnte ganz in die Geschichte eintauchen. Den Schreibstil der Autorin finde ich wirklich toll. Auch gelingt ihr ein außergewöhnlich ausgeklügeltes Worldbuilding, wobei mich vor allem die (Haupt-)Religion und ihre Entstehung und Aufrechterhaltung fasziniert haben.

Die Geschichte ist sehr komplex. Es passieren sehr viele unterschiedliche Dinge mit vielen Figuren und ich fand es schwer, den Überblick zu behalten. Auch habe ich eine ganze Weile gebraucht, überhaupt zu verstehen, worum es gehen soll. Alles ist erstmal sehr geheimnisvoll. Es gibt schon einige etwas langatmige Passagen, aber ich bin trotzdem neugierig geblieben, was nun mit Piara los ist und wollte auch mehr über die Ceri erfahren. Es gab viel herauszufinden in dieser Geschichte, aber manchmal zu wenig Ereignisse, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Ein bisschen mehr Hinweise und weniger Geheimniskrämerei hätten mir in dem Fall besser gefallen. Ständig musste man auf Enthüllungen warten, wurde ohne guten Grund hingehalten. Immer wurde von "einem Plan" gesprochen, der nicht näher erläutert wurde, oder Erklärungen auf später verschoben mit der Begründung, dass es lieber jemand anderes erzählen sollte oder jemand war noch zu müde oder am falschen Ort. Das sollte wohl die Spannung hoch halten, aber ich fand diese ständige Verschieberei eher anstrengend. Ich wollte ja wissen, worum es geht. Wenigstens annähernd :D
Auch gab es Szenen, wie beispielsweise Piaras Prüfungen und ihre Vorbereitung darauf, die jetzt nicht unbedingt die Handlung vorangetrieben haben. Manchmal ging mir einfach der rote Faden verloren. Mit der Zeit wird einiges klarer und mit den Erkenntnissen wächst auch die Spannung und das Ganze entwickelt sich doch noch zu einem aufregenden Abenteuer.

Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und sehr sympathisch. Die Beziehung zwischen Piara und ihrem Bruder, Souta, ist herzerwärmend :) Sie sorgen sich umeinander und haben einen humorvollen Umgang miteinander, welcher durch die lockeren Dialoge transportiert wird. Die Dialoge haben mir im Allgemeinen sehr gut gefallen. Auch Rigoras, den ich mal als zweiten Protagonisten identifiziert hab, mag ich gerne. Ganz besonders hat es mir Truffles angetan, was für eine süße Idee, ein Wildschwein als Begleiter auszuwählen.

Es gibt mehrere Erzählstränge - in der Gegenwart, in der Vergangenheit, von Figuren, die wir kennen und von solchen, die noch geheim bleiben sollen und zuletzt noch in Form von Gedichten - aber die zwei größten sind aus der Perspektive von Piara und aus der von Rigoras erzählt.

Letzten Endes konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Mit dem Ende hat sich für mich kein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Der Schreibstil, die Idee an sich und die Charaktere fand ich gut, daher hab ich das Buch schon ganz gerne gelesen, aber so das Grundgerüst und das, worauf alles am Ende hinausläuft, war nicht so mein Fall.

Der Cliffhanger war hart und ich könnte mir vorstellen, dass im zweiten Teil eher ein roter Faden erkennbar sein wird. Jetzt weiß ich ja, wo die Geschichte hinführen soll. Was mich im ersten Teil gestört hat, könnte im zweiten besser sein :D mal schauen...
Profile Image for Kadyofbooks.
336 reviews4 followers
June 10, 2021
Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar in Form eines eBooks von der Autorin erhalten und im Rahmen einer Leserunde gelesen.
Das Buch dreht sich um Piara, die in Mitaeria mit ihren Brüdern Souta und Ineas aufwächst. Eines Tages müssen Souta und sie fliehen und Ineas in ihrem Heimatort zurücklassen. Ab da beginnt Piaras Suche nach der Wahrheit und sie entdeckt Vieles, das in ihrer Welt nicht richtig läuft. Dabei dreht sich die Geschichte viel um Mut, Liebe, Freundschaft und Familie.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand gerade Piara als Charakter sehr ansprechend und mit ihren nur fünfzehn Jahren sehr reif für ihr Alter, auch wenn sie schon echt viel durchmachen musste und die Welt, in der sie aufwächst, mit unserer nicht richtig zu vergleichen ist. Besonders toll fand ich auch Rigoras, er kam mir so vertraut vor, auch wenn ich ihn eigentlich erst kennengelernt habe.
Profile Image for GI LA.
441 reviews5 followers
May 26, 2021
"Der Ursprung einer Angst kommt niemals aus den Dingen selbst, viel mehr, wie du dich ihnen entgegenstellst."

Die vierzehnjährige Piara lebt auf dem Kontinent Mitaeria in einem kleinen Ort namens Clay in der Provinz Saetam.
Lange vor ihrer Zeit gab es Krieg zwischen den Menschen und den Ceri. Bei ihnen handelt es sich um Wesen der Dunkelheit. Einer Rasse, die den Menschen ähnlich ist, aber über eine blau-gräuliche Haut verfügt, Augen die ihre Farbe je nach Stimmung ändern und verzweigte Hörner auf ihrem Kopf hat. Der Orden von Corasil hat diesen Kriegen damals ein Ende gesetzt und verbannte die Ceri auf den Kontinent Malluma, der im Gegensatz zu Mitaeria, in völliger Dunkelheit gehüllt ist. Als Dank müssen die Menschen sich den Lehren und Geboten des Ordens beugen. Sämtliche Dokumente, die auf die Ceri hinweisen, wurden vernichtet und mittlerweile weiß kaum noch jemand etwas über die Existenz dieses Volkes.
Es gibt jedoch immer noch Forscher, die weiter recherchieren und den Orden kritisieren. Deshalb sind Inquisitoren ständig auf der Jagd nach Abtrünnigen, die weiter verbotene Magie wirken, wissenschaftliche Forschungen betreiben und nicht an die Güte des Gottes Coralis glauben.
Seit dem Tod von Piaras Eltern, wird das junge Mädchen von ihren Brüdern Ineas und Souta groß gezogen. Sie leben in ständiger Angst davor, entdeckt zu werden, denn Piara ist mit einem Brandmal des verstoßennem Volkes gezeichnet. Sie hat als einzige in ihrer Familie Hörner. Warum das so ist weiß Piara nicht und von ihren Brüdern bekommt sie auf Fragen keine Antwort.
Als die Inquisitoren des Ordens in Clay auftauchten, kann Souta im letzten Moment mit seiner Schwester fliehen. Ineas müssen sie schwer verletzt zurücklassen.
Die beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, in der Piara sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit macht, nachdem Souta ihre Fragen nicht beantworten will. Nach und nach kommt sie dem Geheimnis ihrer Familie auf die Spur und erfährt, dass ihre Brüder sie vor einer Wahrheit beschützt haben, die sie als Kind nicht verkraftet hätte.

Ich wurde durch eine befreundete Bloggerin auf dieses Buch aufmerksam. Sie hat mich richtig neugierig auf die Geschichte gemacht und als mich auch der Klappentext ansprach, stand sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.
"Askeria - Die letzte Generation“ ist Juliet May's Debüt-Roman und der erste Teil einer Fantasy-Reihe der 2019 erschienen ist.
Bereits auf der ersten Seite wurde ich von der Autorin mitten ins Geschehen geworfen und habe Piara und ihren Bruder Souta auf der Flucht vor den Inquisitoren des Ordens begleitet.
Die Spannung war für mich sofort greifbar.
Juliet May erzählt die, sehr komplexe Geschichte, in mehreren Handlungssträngen. Es wechseln jedoch nicht nur die Sichtweisen, sondern sie springt auch immer wieder in die Vergangenheit, um den Leser nach und nach mit Hintergrundinformationen zu versorgen.
Der Schreibstil und die Ausdrucksweise der Autorin waren für mich gewöhnungsbedürftig und ich musste etliche Sätze und Abschnitte nochmals lesen und konzentriert dabei bleiben, um die Handlung zu verstehen.
Nehmt euch also auf jeden Fall die nötige Ruhe und die Zeit, um euch auf die Geschichte einzulassen.

Die Charaktere sind facettenreich, detailliert und sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mich gut in Piara hineinversetzen und ihre Enttäuschung über das fehlende Vertrauen ihres Bruders verstehen. Bei Souta hat es etwas länger gedauert, bis ich mich mit ihm anfreunden konnte. Er verheimlicht seiner Schwester viel und erst nach und nach erfährt man die Gründe dafür.
Neben Piara und Souta verfolgte ich die Geschichte auch aus der Perspektive von Rigoras. Er ist der Sohn eines Regenten aus der Provinz Fayon und es gibt eine besondere Verbindung zwischen ihm und Piara. Rigoras, den man meistens in Begleitung seines zahmen Wildschweins Truffel (eine tolle Idee!) sieht, ist mein Lieblingsprotagonist. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, der pflichtbewusst und hilfsbereit ist. Vermisst habe im Plot seinen Leibwächter Rad, der der beste Freund von Rigoras ist, aber leider nach einem kurzen Auftritt nicht wieder in Erscheinung tritt.

Das imposante Worldbilding ist gut durchdacht und von der Autorin sehr detailliert und bildgewaltig beschrieben. Auch die Atmosphäre hat sie gekonnt eingefangen.
Alles ist jedoch sehr miteinander verflochten. Die ständigen Wechsel der Perspektiven und die Zeitsprünge verwirrten mich oft etwas. Mir fehlte der rote Faden und ich habe zwischendurch den Überblick verloren.
Es passierte mir teilweise auch zu wenig und dadurch kam, vor allem im mittleren Teil, kaum Spannung auf.
Piara und Souta halten sich zum Beispiel lange in Ascot auf, ohne das groß etwas geschieht. Souta hält seine Schwester immer wieder hin und es gibt kaum Erklärungen. Auch in Myrefall zieht sich die Handlung sehr in die Länge.
Erst im letzten Viertel des Buches fesselte mich die Geschichte wieder richtig und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los.

Fazit
"Askeria - Die letzte Generation" hat mich neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte gemacht. Ich bleibe mit vielen offenen Fragen zurück und deshalb bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.
Für Band 1 gibt es 3,5 Sterne aufgerundet auf 4 ☀️☀️☀️☀️ Sterne und eine Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans.
Profile Image for Tira.
113 reviews
November 7, 2019
Die 14 jährige Piara wird nach dem Tod ihrer Eltern von ihren Zwillingsbrüdern großgezogen. Schon früh musste sie lernen ihre Hörner vor anderen zu verstecken. Ohne zu wissen was das eigentlich zu bedeuten hat. Als ihr Dorf plötzlich angegriffen wird, gelingt Piara mit Hilfe ihres Bruders Souta die Flucht. Ineas, ihr anderer Bruder bleibt zurück. Doch was hat das alles zu bedeuten? Was versuchen ihre Brüder zu verheimlichen? Warum hat der Orden das Dorf angegriffen? Und wieso hat sie als einzige in der Familie diese Hörner? Auf diese und noch mehr Fragen versucht Piara eine Antwort zu finden, denn sie lassen ihr keine Ruhe mehr.

Währenddessen bekommt Rigoras, ein Jäger und angehender Clanführer, den Auftrag ein Kind zwischen 12-16 Jahren zu suchen, welches eine Verbindung zu dem Volk der Ceri haben soll. Denn dieses Volk wird schon seit langer Zeit von den Menschen gefürchtet und wurde deswegen verbannt. Alle Aufzeichnungen und Verbindungen zu den Ceri sind verboten.


Meine Meinung:
Der Anfang des Buches hat mich sehr neugierig gemacht. Man startet mitten im Geschehen und begleitet Piara und ihren Bruder auf der Flucht. Danach beginnt für das Mädchen eine spannende Zeit in der sie versucht Antworten auf ihre Fragen zu finden.

So rasant die Geschichte auch anfing, verlor sie bald darauf leider an Spannung und kam nur langsam voran. Obwohl ich so neugierig war, fiel es mir schwer in die Geschichte reinzufinden. Die Beschreibungen der Umgebung waren wunderschön bildhaft und detailreich. Doch gerade zu Anfang waren sie für mich zu ausführlich und haben mich von der eigentlichen Geschichte abgelenkt. So ging viel Spannung verloren. Glücklicherweise wurde das Buch später wieder sehr viel unterhaltsamer und konnte mich doch noch richtig packen.

Die Welt wurde sehr komplex gestaltet. Man lernt unterschiedliche Regionen kennen und merkt ganz deutlich, dass sich die Autorin hier sehr viele Gedanken über die Eigenheiten der verschiedenen Städte und die Umgebung gemacht hat. Mit der Zeit kommen in der Geschichte ein paar düstere Elemente hinzu, die dem Ganzen eine etwas unheimliche Stimmung verleihen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Meine Lieblingsstelle ist die in der Ineas seiner kleinen Schwester ein faszinierendes Buch über Träume vorliest. Dieser Abschnitt hat eine kleine Gänsehaut bei mir hinterlassen.
Besonders schön fand ich auch, dass versucht wird durch Märchen und Kinderbücher die Wahrheit herauszufinden. Ein sehr schöner Ansatz. Denn in Geschichten steckt ja oft viel wahres.

Die Erzählweise ist sehr geheimnisvoll. In kleinen Häppchen, durch Zeitsprünge, Rückblicke und Perspektivwechsel werden immer mehr Einzelheiten enthüllt, die dabei helfen das große Ganze zu verstehen. Das hat mich zu Beginn etwas irritiert, doch später fand ich es genial. Die Autorin hat das wirklich sehr geschickt umgesetzt. Diese spezielle Erzählweise und die einzigartige Geschichte machen das Buch für mich zu etwas Besonderem.

Das Buch ist ein Mehrteiler, endet aber glücklicherweise nicht mit einem Cliffhanger sondern macht einfach neugierig auf den zweiten Teil.

Alle die Gedichte mögen werden sich freuen, denn davon tauchen so einige in diesem Buch auf. Mein Fall waren sie nicht unbedingt, aber das ist ja Geschmackssache.

Charaktere:
Durch die Perspektivwechsel kann man sich wunderbar in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Die Charaktere sind gut beschrieben und wirken überaus glaubwürdig.

Souta war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er kümmert sich rührend um seine Schwester, hat viel Verständnis und bringt sie zum Lachen. Die beiden haben eine tolle Bruder-Schwester-Beziehung, die besser kaum sein könnte.
Um Piara richtig kennenzulernen brauchte ich so meine Zeit. Ich finde sie hat sich sehr gut weiterentwickelt und hat viel Stärke bewiesen. Mit Rigo kommt ein absolut sympathischer Typ ins Spiel. Er ist oft so unbeschwert, humorvoll, freundlich und spontan, das finde ich echt bewundernswert. Andererseits kann er auch sehr pflichtbewusst sein und übernimmt viel Verantwortung. Die Gespräche zwischen ihm und Piara mitzuverfolgen war sehr unterhaltsam. Die beiden verstehen sich hervorragend und tun einander unwahrscheinlich gut. Auch Marleen ist eine wunderbare Freundin für Piara.

Ineas ist sehr rätselhaft, ernst und nachdenklich. Über ihn erfährt man nur wenig. Trotzdem oder gerade deswegen ist er ein sehr interessanter Charakter über den man unbedingt mehr erfahren möchte.

Gestaltung:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es ist wunderschön gestaltet. Die düstere Optik passt gut zur Handlung. Man sieht im Hintergrund einige Zahnräder und eine antik wirkende Uhr deren Zeiger auf 5 vor 12 stehen. Darauf ist ein wunderschöner, filigraner Schmetterling zu sehen. Die leicht kantige Schrift wird von feinen Mustern eingerahmt. Zusammen ergibt das ein super schönes und rundum gelungenes Gesamtbild.

Symbole wie ein Schmetterling, eine Harfe oder ein Bogen am Kapitelanfang kennzeichnen den Handlungsstrang. Eine sehr schöne Idee!

Fazit:
Ein sehr geheimnisvolles Buch mit interessanten Charakteren und ein paar düsteren Elementen. Zeitsprünge, Rückblicke und Perspektivwechsel enthüllen immer mehr Einzelheiten. Der Beginn einer spannenden neuen Fantasy-Reihe.


Vielen Dank für das Leseexemplar!
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174 reviews3 followers
June 29, 2021
Was ich super gerne mag, ist, dass das Buch einen direkt ins Geschehen wirft. Nach und nach wird dann erklärt was eigentlich los war, beziehungsweise die Protagonistin Piara findet es nach und nach raus.
Piara mochte ich als Protagonistin gern. Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen, aber da sie 14 ist und dann 15 wird, war das in Ordnung.
Souta, Piaras Bruder, lernt man noch nich so gut kennen, denn er hat zwar eigene Kapitel, diese lassen den Leser am ziemlich im Dunkeln über die Geschehnisse. Der Fokus liegt also auf Piaras und damit auch der Unwissenheit des Lesers und man soll alles mit ihr gemeinsam herausfinden.
Rigoras ist mein Liebling! Obwohl alle Charaktere wirklich wahnsinnig gut ausgebaut sind, stimmt bei ihm einfach alles. Er hat Witz, ist aber auch ehrlich und seriös, wenn es sein muss.
Die übrigen Charaktere sind auch gut ausgebaut und man lernt sie gut kennen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob sie sich in den weiteren Bänden noch entwickeln.

Das Worldbuilding ist Juliet May auf jeden Fall gelungen! Ein bunter Kontinent, den es zu entdecken gibt, geben dem Buch den Feinschliff. Viele Sachen müssen erklärt werden, jedoch sind das immer kleine Häppchen und die Karte vorne im Buch hilft nochmal sich zurecht zu finden.

Ich mochte Piaras Entwicklung durch das Buch, auch die düstere Wendung der Ereignisse hat mir sehr gut gefallen.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist der Altersunterschied zwischen Piara und ihrem love interest, da hätte ich mir sie 2/3 Jahre älter oder ihn 2/3 Jahre jünger gewünscht.
Profile Image for Paula Josina.
759 reviews21 followers
April 29, 2022
Das Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt, jedoch beeinflusst dies nicht meine Meinung.

Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft.

Von Askeria versprach ich mir mein komplexes Fantasyabenteuer. Zum Teil wurde dies auch erfüllt.

Ich finde, dass das Cover wirklich sehr gut zur Geschichte passt und ich mochte die Innengestaltung des Buches. Auch den Weltaufbau und die Grundidee fand ich vielversprechend und gut.

Leider hatte ich dennoch ein paar Probleme mit der Geschichte. Ich bin persönlich einfach nicht mit dem Schreibstil warm geworden . An manchen Stellen war er wunderschön bildlich, an anderen Stellen war er zu wortgewaltig/zu beschreiben und an anderen Stellen waren die Dialoge sehr trocken. Der Schreibstil hat sich jedoch auf jeden Fall im Verlauf des Buches gebessert.

Ebenfalls fand ich es schwierig, wie das „große Ganze“ aka der Main Plot oder die Grundaufgabe der Protagonistin enthüllt worden ist. Der Leser ist in die Welt reingeschmissen worden und entdeckt mit der Prota die Welt. Tendenziell finde ich dies auch gut aber da es Sichten von Personen gab, die „weiter“ in der Welt waren kam es zu einigen Fragezeichen in meinem Kopf.

Das Buch besteht aus mind. vier Sichten (Protagonistin, Prota, Bruder 1 der Prota, Bruder 2 der Prota). Hinzu kommen noch Rückblicke, Gedichte, Textauszüge und soweit ich mich erinnere auch noch zwei Kapitel aus Sicht der Nebencharaktere. Die Sichten sind auf gewisse Art notwendig für den Vorgang der Story, dennoch waren es mir persönlich zu viele und ich bin des Öfteren beim Wechseln der Sichten aus meinem Lesefluss gerissen worden.

Wenn wir über die vielen Sichten sprechen können wir auch gleich über die Charaktere sprechen. Mein Lieblingscharakter war für die ersten 50% der männliche Hauptprotagonist Rigoras, da ich diesen am Besten „greifen konnte“. Mit Piara hatte ich leider meine Schwierigkeiten. Manchmal hat sie mir dann doch etwas zu unüberlegt gehandelt und ich habe mir des Häufigeren mal an die Stirn gefasst und mich gefragt, was sie da eigentlich macht. Ansonsten fand ich eigentlich die Bruder ganz interessant.

Womit ich aber ehrlich gesagt das allergrößte Problem hatte war die Liebesgeschichte zwischen Rigoras und Piara. Die Protagonistin ist 14 (15 zu dem Zeitpunkt erster ernsthaften romantischen Interaktionen) und der Loveinterest ist 19 (bald 20). Ich finde 5 Jahre Altersunterschied, besonders in dem Alter wirklich sehr sehr viel und es hätte keinen Unterschied für die Story gemacht wenn Piara mind. 3 Jahre älter gewesen wäre. Außerdem ist dem Hauptprotagonisten bewusst, dass die Prota noch ein Kind ist (er sagt es sogar) und das hat bei mir eher ein mulmiges Gefühl hinterlassen.

Ich sehe wirklich großes Potenzial in der Autorin und glaube, dass wir uns noch auf eine tolle Weiterentwicklung gefasst machen können. Soweit ich weiß, ist Askeria das erste Buch von Juliet May und ich glaube, da kommt noch einiges auf uns zu. Besonders nach dem Ende von Band 1 könnte Band 2 sehr sehr interessant werden.

Fazit
Ein Buch mit viel Potenzial aber leider nicht so meins.

Für weitere Rezensionen oder buchigen Content schau doch gerne auf meinem Blog ( https://paulajosina.wordpress.com/ ) oder meinen Instagramkanal (@bloggerinthejogger) vorbei
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4 reviews
July 29, 2021
Ich bin bei Fantasy-Büchern/-Reihen wirklich sehr skeptisch, weil meine Ansprüche ziemlich hoch sind, doch die Welt um Piara, Souta, Rigo, Ineas, Lia und all den anderen wundervoll entworfenen Charakteren ist fantastisch. Das #Worldbuilding lässt den Wunsch erwachen in Bücher steigen zu können. Die Charaktere lassen mich lachen und weinen, zittern und jubeln. Die Story fesselt von der ersten Seite an. Was bin ich froh, dass ich weiß, dass es nicht nur dieses eine Buch in dieser Welt sein wird. An ein paar Stellen liest man heraus, dass es überarbeitungsbedarf gibt, doch das stört überhaupt nicht. Askeria hat es verdient, die Reichweite von Harry Potter und Herr der Ringe zu erreichen.
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26 reviews
July 6, 2021
Askeria - die letzte Generation
von Juliet May

In diesem Dark Fantasy Reihenauftakt lernen wir verschiedene Protagonisten kennen - allen voran Piara, ein 14jähriges Mädchen, das durch das Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet ist und Rigoras, Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat und Freigeist, der nur zu gerne Regeln umgeht. Beide teilen ein gemeinsames Schicksal, obwohl sie einander nicht kennen.

Zu Beginn der Geschichte wird man direkt ins Geschehen geschmissen und findet sich mit Piara und einem ihrer Zwillingsbrüder auf der Flucht wieder. Durch Perspektivwechsel in den einzelnen Kapiteln bekommen wir Zeitgleich Einblicke in Rigos Leben, vergangene Situationen, Gesetzestexte und Balladen über die Welt der Menschen und der Ceri. Nach und nach wird immer mehr aufgedeckt, was es mit Piaras Flucht auf sich hat.

Juliet hat sich sehr viel Mühe gegeben ihren Protagonisten Leben einzuhauchen und sie für den Leser greifbar zu machen - Piara und Rigoras habe ich definitiv ins Herz geschlossen. Auch das Worldbuilding ist ihr großartig gelungen. Dank des bildlichen Schreibstils hatte ich immer direkt die aktuellen Szenen vor Augen. Die Story ist grundsätzlich sehr interessant, aber durch die verschiedenen Erzählstränge und die vielen Perspektivwechsel fiel es mir zwischenzeitlich recht schwer dem roten Faden zu folgen. Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass ich an anderen Stellen das Gefühl hatte, die Handlung würde stillstehen. Hier hätte ich mir etwas mehr Balance zwischen Informationsflut und Langatmigkeit gewünscht.

Trotz allem hat die Neugier gesiegt und ich bin ich sehr froh das Buch zu Ende gelesen zu haben.
Das Ende ist offen, mit einem richtig fiesen Cliffhanger, der voller Erwartungen auf Band 2 warten lässt.
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259 reviews19 followers
March 31, 2021
"Suche nach Askeria und lass den Schmetterling vor ihren Augen fliegen."

🆆🅾🆁🆄🅼 🅶🅴🅷🆃 🅴🆂?
Piara trägt das Zeichen eines verstoßenen Volkes, dessen Geschichte längst aus der Welt verbannt wurde. Piara begibt sich auf die Suche nach Antworten, wo sie schmerzlich die Motive ihrer Familie und vorallem ihrer Brüder vor Augen geführt bekommt. Auf ihrer abenteuerlichen Reise lernt Piara so viel und dennoch muss sie feststellen, dass manche Schicksale schlimmer als der Tod sind.

🅼🅴🅸🅽🅴 🅼🅴🅸🅽🆄🅽🅶:
Der Schreibstil der Autorin hat mir für einen Fantasy Roman sehr gefallen. Natürlich gab es auch viele Ortsnamen, die anfangs schwierig auseinander zu halten waren, aber das legte sich, umso schneller man in die Geschichte rutschte. Manche Begriffe im Buch bekamen sogar am Seitenende eine kleine Erklärung, was ich sehr toll fand. Die Kapitel wurden zwischendurch sogar mit Gedichten aufgelockert. 📜

Um in die Geschichte einzutauchen, bedarf es einen Moment, weil viele Fragen erst im Laufe des Buches beantwortet werden. Die Hauptcharaktere waren mir alle sehr sympathisch und die Welt, so wie sie dort beschrieben wurde, klang wirklich faszinierend. 🗺️

Leider muss ich sagen, dass ich als Leser das Gefühl hatte, im Buch nicht voran zu kommen (60 Seiten fühlten sich wie 120 an). Das wird wohl eher an der Druckweise des Buches liegen, da die Kapitel eine angenehme Länge hatten. Wer also mit sowas zu kämpfen hat, sollte auf das Ebook umsteigen. 😋

🅵🅰🆉🅸🆃:
Ein toller Auftakt einer High Fantasy Reihe mit spannenden Cliffhanger und auch viel Emotionen. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.
6 reviews
September 19, 2020
552 PDF Seiten Später habe ich mal wieder ein Rezensionsexemplar beendet!

Eine wilde Reise über zwei Kontinente und eine Schattenwelt auf einem anderen Planeten. Zwei verfeindete Völker und ein schweres Schicksal.

Hui, das wird schwierig, diese Rezension spoilerfrei zu gestalten! Aber ich werde mein bestes geben!



Beginnen wir mit dem KLAPPENTEXT

Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt.
Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet; schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

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Wir befinden uns auf einem Planeten namens Xist, welcher zwei Schöpfungsgottheiten hat. Corasil formte den Planeten mit seinen menschlichen Bewohnern, sein Bruder Valeris erschuf die Ceri - eine menschenähnliche Rasse mit Hörnern, schimmernder Haut und Augen, welche je nach Stimmung die Farbe wechseln. Auf Xist gibt es zwei Kontinente. Im Sonnenlicht liegt Mitaeria, wärend Malluma in Dunkelheit gehüllt ist.
Tag und Nacht wird durch zwei Monde bestimmt, welche sich in regelmäßigen Abständen vor die Sonne schieben.

Vor Beginn der Geschichte fand ein Krieg zwischen den Ceri und den Menschen statt, bei welchem die Ceri auf den Kontinent Malluma verdrängt wurden. Unter widrigsten Umständen fristen sie dort ein karges Dasein. Doch das ist kaum noch bekannt.

Der Orden von Corasil hat mittlerweile die Herrschaft über Mitaeria übernommen und hat sowohl geschichtliche Aufzeichnungen verändert, als auch bestimmte wissenschaftliche Zweige verboten und entsprechende Aufzeichnungen vernichten lassen.
Magie darf zum Beispiel nur noch eingeschränkt praktiziert werden.

In dieser Zeit lebt die von ihren älteren Brüdern Ineas und Souta groß gezogene Piara. Die Eltern der jetzt Jugendlichen sind bereits vor langer Zeit verstorben, was mit ihren durch den Orden verbotenen Forschungen zusammen hängt. Ineas und Souta konnten noch in gewissen Bereichen eingeweiht werden, doch Piara wurde vollkommen im unklaren gelassen. Zu schrecklich wäre die ganze Wahrheit.

Als der Orden in ihrem Heimatort Clay auftaucht, kann Souta noch gerade so mit der gefährdeten Piara entkommen, welche nicht einmal weiß, was dort gerade geschehen ist. Eine abenteuerliche Flucht beginnt. Während Souta langsam dämmert, dass sie sich trennen müssen um zu überleben, kommt Piara stück um stück den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur.

Parallel dazu streift ein junger Mann namens Rigoras durch die Wälder seiner Provinz. Begleitet von seinem treuen Wildschwein Truffles, der ihm wie ein Hündchen überall hin folgt. Rigoras ist jedoch nicht irgendwer. Er ist der Sohn des Regenten dieser Provinz und da Mitaeria in nur 8 Provinzen unterteilt wird, ein sehr wichtiger Mann. Rigoras hat jedoch ein Problem: Er soll bald in eine arrangierte Ehe einwilligen, aber seine Braut gefällt ihm so gar nicht.

Auch Rigoras Familie hat Geheimnisse. Wie sich herausstellt sind diese gar nicht so weit weg von Piaras Familiengeschichte, wie man annehmen könnte.

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, noch mehr Geheimnisse und ein schwerer Kampf erwarten uns in diesem dark Phantasy Roman.

Für welches Ideal waren Piaras Eltern bereit zu sterben? Und welches Ziel verfolgt der Orden von Corasil? Wem kann Piara in dieser nach Perfektion strebenden Welt vertrauen? Und gibt es überhaupt jemanden, der nicht lügt?
Dies soll die letzte Generation sein, die in Unwissen lebt und Piara ist der Schlüssel.

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Der Roman ist, wie der Autorin selbst bewusst ist, ein Abbild ihrer schriftstellerischen Entwicklung. Ist der Anfang noch ein wenig schwer verdaulich, kommt man nach den ersten drei Kapiteln doch gut in der Geschichte an. Ein Sog baut sich auf und schon befindet man sich mitten in den Geschehnissen.
Der Aufbau macht es dem Leser leicht, sich zu orientieren.
Verschiedene Symboliken verraten uns, aus wessen Sicht das jeweilige Kapitel geschrieben wurde.

Es gibt den Schmetterling, welcher für Piara steht, einen Bogen mit Köcher für Rigoras, ein mit Flüssigkeit gefüllter Glaskolben für den Alchemisten Souta, eine Sanduhr für zeitliche Rückblicke und einige weitere Symboliken. Ich werde an dieser Stelle nicht alle entschlüsseln, da es durchaus gewollt ist, dass man manchmal rätseln muss, wer sich hinter dem Geschriebenen verbirgt.

Weitere Orientierung bietet eine wunderbar ausgestaltete Weltkarte von Mitaeria, wo der Hauptteil der Geschichte angesetzt ist. Ich darf verraten, dass unsere Reise uns auch bis nach Malluma führen wird. Wie es dort jedoch aussieht bleibt bis zum nächsten Buch ein Geheimnis.

Zum Ende des Buches werden wir mit vielen Fragen zurück gelassen, welche im folgenden Band dieser Reihe aufgelöst werden sollen. Ich für meinen Teil bin gespannt darauf zu erfahren, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird!
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588 reviews8 followers
January 18, 2022
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte war ich fasziniert von dem Aufbau und der Struktur der Geschichte. Erst hatte ich das Gefühl es wäre ziemlich wild durcheinander gewürfelt und manchmal hat es keinen Sinn ergeben, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, in dem es bei mir Klick gemacht hat. Hinter das Prinzip des Buches zu steigen ist nicht unbedingt leicht, aber dafür umso lohnenswerter. Denn alle Perspektiven und Sichtwechsel haben ihren Sinn und sind ein kleiner Teil einer großen komplexen Geschichte. Das war superspannend und auch wenn ich zu Beginn mit der Informationmasse etwas überfordert war, war ich schnell im Buch drinne und zum Glück gibt es hinter auch ein Personenverzeichnis. Ich mochte an dieser Geschichte besonders die Vielfältigkeit und die Idee hinter der Story. Die Welt hat mich sehr fasziniert und ich bin jetzt schon ein großer Fan der Reihe. An sich ist das Buch voller Geheimnisse, Abenteuer und faszinierenden Charaktere. Man kann sagen das es ein Universum enthält, das total einzigartig ist und mich sehr für sich eingenommen hat. Ich hatte leichte GoT Vibes und dennoch war es komplett anders. Zusammengefasst kann ich also sagen das dieses Buch ein super Einstieg in die Reihe ist und viele interessante Aspekte betrachtet. Zugleich gibt es noch viel zu erkunden und ich bin gespannt, wie es mit den Charakteren und ihren Schicksalwegen weitergeht. Das Buch bekommt von mir 4,5 Herzen.
Die Story ist super mitreißend, sehr komplex und kraftvoll. Viele verschiedene Charaktere versuchen ihre Welt zu retten, indem sie ihren Schicksalwegen folgen. Während eine gezeichnete der Ceri vor dem Orden mit ihrem einen ihrer Brüder flieht und ihr anderer sie beschützt muss sie sich auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Dabei trifft sie auf den Sohn des obersten Clanführers, der ihr die Welt zu Füßen legt und sie bei ihren Untersuchungen unterstützt. Doch die Wahrheit liegt versteckt und ist grausamer als gedacht.
Piara ist eine ziemlich einfache und doch liebenswerte Persönlichkeit. Sie ist eine Abenteuerin, die die Welt erkunden möchte und ihren Platz im Leben noch finden muss. Jedoch wurde auch sie gezeichnet und somit für alle sichtbar gestraft, doch dies versteckt sie hinter ihren Haaren. An sich ist sie jung und muss noch die letzte Prüfung ihrer Grundausbildung bestehen, um in die weite Welt rauszuziehen. Jedoch muss sie schon früher fliehen vor dem Orden. Dieser will sie in die Finger kriegen aufgrund ihrer Zeichnung. Als Person ist sie freundlich, hilfsbereit, offen, gutmütig, neugierig und loyal. Weshalb ihre Entwicklung auch viel offensichtlicher ist. Denn sie bewältigt eine gefährliche Reise allein und muss ihre Ausbildung fern von ihrer Heimat beenden. Dabei versucht sie hinter die Geheimnisse ihrer Eltern und Brüder zu kommen und muss sich immer wieder vor brenzligen Situationen retten. Dadurch wird sie erwachsener, misstrauischer, aber auch stärker und unabhängiger. Ich mag die vom Charakter her sehr und finde sie supercool.
Rigoras ist der Sohn des obersten Clanführers und hat somit eine Last zu tragen die er gerne abgeben würde. Denn er muss eine Frau heiraten, die er nicht liebt und sich den Pflichten seines Postens stellen. Obwohl er viel lieber jagen und frei sein würde. Zudem ist er ein Freigeist, der nicht hinter dem Orden steht und gerne die Wahrheit herausfinden würde. Vom Charakter her ist er mir sofort sympathisch, da er lustig, freundlich, hilfsbereit und mutig ist. Alles in allem ist er ein gutmütiger Junge, der sich in ein Mädchen verliebt, das er nie haben kann. Auch er wurde gezeichnet und hat einmal das ihn on Gefahr bringen würde, wenn es entdeckt werden würde. Seine Entwicklung ist sehr kraftvoll, da er lernt sich zu öffnen und seine Bürde antritt. Er kämpft für sein Volk und eine bessere Welt, weshalb ich ihn besonders mag. Auch wenn es ihn viel abverlangt, hält er sein Wort und ich liebe ihn für seinen Charakter.
Souta ist Piaras Bruder und er vergöttert sie. Er hat einen Zwillingsbruder, mit dem er sich um Piara kümmert. Sie sind quasi der Eltern die Piara nie hatte, dafür ist ihre Bindung jedoch viel stärker. Da Souta in jungen Jahren seine Eltern verloren hat musste er schnell erwachsen werden und trägt zudem noch ein Geheimnis in sich das ihn umbringen könnte. Vom Charakter her ist er ein junger, freundlicher, mutiger und wissensgieriger Mensch, der alles für seine Familie geben würde. Selbst sein Leben. Das zeigt sich auch an seiner charakterlichen Entwicklung, denn er lässt Piara zurück, um sich auf der Suche nach eine Lösung zu begeben und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Doch er lernt und wird stärker, wodurch er es schafft sich und seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und seine lieben zu beschützen.
Zusammen sind alle Charaktere einen Teil des großen Ganzen. Sie beeinflussen sich gegenseitig und müssen zusammenarbeiten, um ihr Schicksal zu erfüllen. Rigoras und Piara sind zusammen ein süßes Pärchen, das ich von Anfang an sympathisch fand und es geliebt habe. Sie passen perfekt zusammen und ergänzen sich gegenseitig.
Das Ende war sehr ereignisreich und abenteuerlich. Denn Piara macht sich auf die Suche nach Antworten und findet sich in Askeria wieder. Dort hofft sie auf ihren Bruder Souta zu treffen und von ihm mehr zu erfahren. Doch anstatt auf ihn trifft sie auf die neue Frau ihres Freundes Rigoras, der anscheinend verschwunden ist. Um ihn zu finden, begeben sie sich auf eine Reise voller Gefahren, doch ob sie ihn finden, ist ungewiss. Denn schon ihre Reise ist ein Risiko das viel von ihnen fordern wird. An sich ist das Ende sehr cool und aufregend. Man erfährt vieles und es werden einige Fragen geklärt. Doch dafür werden umso mehr Fragen aufgeworfen. Das Schöne ist, das wir endlich einen kleinen Überblick über die ganzen Verstrickungen bekommen und wie die einzelnen Personen zusammenhängen. Das ist ziemlich überraschend und spannend zu gleich. Zusammengefasst kann man sagen das dieses Buch sehr schön und interessant ist. Ich liebe die Dynamik, die das Buch ausstrahlt und kann es voll und ganz empfehlen.
Profile Image for Susi Aly.
778 reviews9 followers
May 31, 2021
Der erste Band der Askeria Reihe von Juliet May hat mich vor allem durch das wunderschöne Cover angesprochen, aber auch der Klappentext weckte sofort in mir die Neugier auf mehr.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd und einnehmend. Es ist mit 544 Seiten ein ziemlich dickes Buch, was sich aber so gut wie gar nicht bemerkbar macht.
Ich mochte die düstere und unheilvolle Atmosphäre sofort, denn es haucht dem Ganzen noch mehr Brisanz und Intensität ein.
Großartig fand ich in erster Linie die Charaktere. Ganz besonders Piara zieht sofort in den Bann und weckt den Beschützerinstinkt.
Durch ihre Zeichnung, ihr sanftes und verletzliches Wesen, hab ich sie sofort ins Herz geschlossen.
Man lernt sie als unschuldiges Mädchen kennen und es ist unglaublich beeindruckend, welche Entwicklung sie durchmacht.
Auf bittere Art und Weise muss sie erwachsen werden und das ist einfach sehr prägnant für die ganze Geschichte.
Ich habe mit ihr gezittert, wollte sie nicht loslassen. Fühlte ihren Schmerz, ihre Angst und Verzweiflung.
Daneben hat mich vor allem Rigoras beeindruckt. Ein sehr vielschichtiger Charakter, der so viel in sich trägt, dass immer wieder emotional ergreift.
Ineas und Soutas konnten mich leider nicht ganz so begeistern wie erhofft. Man erfährt zwar auch viel von Ihnen, aber sie blieben mir dennoch seltsam fremd. Dennoch mochte ich es unfassbar gern, welche Intention sie hatten und wie einfühlsam sie mit ihrer Schwester umgegangen sind.
Ganz besonders die Hintergründe empfand ich als sehr tragend und emotional. Weil man sich auf einer gewissen Ebene direkt hineinversetzen kann und das Dahinter umso intensiver und tiefer spürt.
Die vielen Namen bereiteten mir jedoch am Anfang etwas Probleme, so das ich mich etwas daran gewöhnen musste.
Man wird mit ziemlich vielen Namen und Örtlichkeiten, sowie unterschiedlichen Wesen konfrontiert, was schon sehr viel an Aufmerksamkeit erfordert. Dadurch erreicht es eine ziemliche Komplexität. Auch die Handlungsstränge sind recht unterschiedlich und bringen immer wieder neue Erkenntnisse.

Das Setting ist einfach großartig und hat mich vor allem durch die vielen Details sehr begeistert.
Die Handlung selbst, hatte mich sofort direkt im Griff.
Es stürmt unglaublich viel auf einen ein und dennoch hab ich es inhaliert, als gäbe es kein Morgen mehr.
Piaras Schicksal hat mir keine Ruhe gelassen. Ihre besondere Erscheinung hat mich unendlich fasziniert, aber auch den Schmerz dessen in ihr spüren lassen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, lange habe ich nichts mehr so kraftvolles und episches gelesen.
Die magischen Elemente sind nicht nur unglaublich faszinierend und interessant, darüber hinaus bringen sie auch so viel tragende Elemente mit sich.
Man verliert sich in den Abgründen, hinterfragt und erkundet ohne Unterlass.
Die Geheimnisse, die Tiefe der Abgründe haben mich begeistert.
Aber die Autorin hebt auch die psychologischen Aspekte sehr gut hervor. Dadurch wird man ein Teil von dem Ganzen und es reißt einfach unglaublich mit.

Es ist als würde man eine Reise ohne Wiederkehr antreten. Eine Reise, die auslaugtt, dir alles nimmt. Dich aber zugleich stärker und mutiger macht.
Das letzte Drittel hat mich besonders erschüttert und definitiv sprachlos gemacht.
Denn damit hab ich ganz sicher nicht gerechnet. Als fühlte sich an, als würde man einen Schlag in den Magen bekommen.
Es geht um Akzeptanz, Identität, den Mut sich den Prüfungen des Lebens zu stellen und weiterzuentwickeln.
Ich bin absolut beeindruckt von dieser facettenreichen, emotionalen und düsteren Story.
Ich bin schon riesig gespannt darauf, wie es weitergeht

Fazit:
Der erste Band der Askeria Reihe von Juliet May konnte mich absolut begeistern und definitiv überraschen.
Der Autorin ist hier ein genialer und epischer Auftakt gelungen, der mit einer faszinierenden und interessanten Grundidee punktet ,sowie mit einem rasanten und tragenden Verlauf in Aktion tritt.
Es geht um Akzeptanz, Identität, den Mut sich den Prüfungen des Lebens zu stellen und weiterzuentwickeln.
Ich bin absolut beeindruckt von dieser facettenreichen, emotionalen und düsteren Story.
Ich bin schon riesig gespannt darauf, wie es weitergeht.
Profile Image for Chillysbuchwelt.
621 reviews10 followers
January 1, 2023
Cover:
Gefällt mir richtig gut.
Ich finde es sehr ansprechend und wunderbar passend für diese Geschichte.

Meinung:
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir richtig gut.
Sie schreibt superdetailreich und man merkt auf jeder Seite die Liebe zum Detail.
Immer wieder gibt es kleine Anmerkungen mit Erklärungen zur Welt oder Religion und Erläuterungen von Begrifflichkeiten usw.
Die Welt ist wirklich sehr komplex, sodass diese Anmerkungen superhilfreich waren und man merkt, wie viele Gedanken sich die Autorin hier gemacht hat.
Total schön fand ich auch, dass es am Anfang eine Karte von Mitaeria gibt, ich LIEBE Karten in Büchern.

Der Einstieg war sehr Actionreich und unglaublich spannend.
In der ersten hälfte der Geschichte wird sehr viel aufgebaut, was zum Verständnis wichtig ist, zumal dies der Auftakt eines Siebenteilers ist.
Auch wenn ich ein großer Freund von vielen Details bin, ging hier die Spannung zwischenzeitlich sehr stark verloren.
Einige Szenen in der ersten hälfte hätten gern deutlich kompakter sein können, so hat es sich leider stellenweise sehr gezogen.
Dafür hat die Geschichte ab der 2. Hälfte wieder richtig fahrt aufgenommen, sodass ich sehr gefesselt war.
Was mich manchmal ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass es manche Infos, welche für den Verlauf der Geschichte relevant waren, nur häppchenweise gab.
Einerseits hält dies natürlich den Spannungsbogen oben, allerdings hätte ich an manchen Stellen gern etwas weniger Geheimniskrämerei gehabt. 😅

Wir lesen hier aus verschiedenen Perspektiven, was ich grundsätzlich total toll fand.
Durch die unterschiedlichen Perspektiven können wir uns ein recht gutes Bild der Figuren machen.
Die Wechsel sind an der Kapitelzierde erkennbar, was ich ganz schön gelöst fand.
Ich mochte es auch total, das wir sowohl aus Gegenwart wie auch aus der Vergangenheit lesen, dadurch konnte ich mir noch besser ein Bild machen.
Es gab auch immer mal wieder kleine Gedichte.
Ich persönlich bin kein riesen Fan von solchen, aber das ist halt reine Geschmacksache.

Die Figuren gefielen mir total gut und kamen für mich auch authentisch rüber.
Piara als Protagonistin mochte ich voll.
Sie ist gerade mal 15 Jahre alt, wirkt für ihr alter allerdings total reflektiert und erwachsen.
Rigo mochte ich von Anfang an, er war mir einfach auf Anhieb sympathisch.
Besonders gut hat mir natürlich sein besonderes Haustier gefallen.😍
Auch Souta mochte ich und fand ich als Figur einfach sehr interessant.
Vor allem die Bruder-Schwester Beziehung fand ich total schön rübergebracht.
Ineas ist für mich noch ein großes Rätsel, aber das macht ihn auch sehr interessant.

Fazit:
Juliet May konnte mich mit dem Auftakt der siebenteiligen Askeria Reihe überzeugen.
Die Autorin hat hier eine ganz tolle und wirklich komplexe Welt erschaffen.
Das Wordbuilding ist hier wirklich großartig und man spürt auf jeder Seite die Liebe zum Detail, was mir total gut gefallen hat.
In der ersten hälfte zieht es sich stellenweise schon arg, dafür wird es in der zweiten Hälfte wieder sehr spannend und mitreißend.
Die Geschichte ist generell sehr interessant und steckt voller Rätsel und Geheimnisse, welche wir nach und nach aufdecken und verstehen.
Die Figuren mochte ich total gern.
Piara ist für ihre 15 Jahre schon sehr reflektiert und wirkt mehr wie eine junge Erwachsene, was ich tatsächlich sehr angenehm fand.
Rigo mochte ich von Anfang an, er war mir einfach auf Anhieb sympathisch.
Die Brüder von Piara fand ich unglaublich interessant und die Beziehung zwischen ihr und ihrem Bruder Souta einfach wundervoll.
Manche haben die beginnende Liebesbeziehung kritisiert aufgrund des Alters Unterschieds.
Dies kann ich tatsächlich nur bedingt verstehen, denn als ich mein Partner kennengelernt habe, war ich auch erst 16 Jahre und er 21.
Mittlerweile sind wir beide Ü 30 und niemand kommt mehr auf die Idee, dass 5 Jahre unterschied komisch sein könnten.
Juliet May hat hier auf jeden Fall einen tollen Auftakt geschrieben, welcher richtig Lust auf die Fortsetzung macht.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.💖
Ich danke Juliet May von Herzen für das Rezensionsexemplar.
Profile Image for Kathaflauschi.
754 reviews4 followers
May 22, 2021
Vielen Dank an Nova MD für das Rezensionsexemplar. Ich lese ja gerne Fantasy Bücher und der Klappentext hat mich hier ziemlich angesprochen, aber ich hatte am Anfang etwas schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Die Namen haben mir einbisschen Probleme bereitet, gerade bei den Städten. Je mehr ich aber gelesen habe desto besser wurde es und ich konnte richtig warm mit der Geschichte werden. Man lernt Piara kennen die nicht normal ist. Sie hat Hörner und versucht diese schon seit klein auf zu verstecken. Als ihr Dorf angegriffen wird, muss sie und ihr Bruder fliehen und in ihr kommt das Gefühl auf, das es etwas mit ihren Hörner zu tun hat. Auf der Flucht erfahren sie nach und nach warum sie verfolgt werden. Da gibt es aber noch mehr: Ihr Bruder weiß von den Geheimnissen in der Familie und will nicht damit rausrücken. Das sie beide aber genau deswegen in großer Gefahr ist ihm Egal. Piara macht es sich zur Aufgabe die Wahrheit selbst herauszufinden.

Piara war für mich eine symphatische Protagonistin. Sie wurde im Dunkeln gelassen, auch wegen ihrer Hörner, aber sie hat unglaublichen Mut bewiesen und steht zu ihren Hörner. Neben Piara gibt es noch ihren Bruder Souta, der hier quasi nur als Nebencharakter fungiert. Er wollte Piara nicht verunsichern und ich kann ihn gut verstehen warum er mit der Wahrheit nicht rausrücken wollte, aber einbisschen hätte ich mir gewünscht er hätte es doch getan damit sich Piara richtig darauf vorbereiten kann. Neben den zwei gibt es noch ein kleinen Begleiter. Truffles begleitet beide auf ihren Weg und ist als Wildschwein ein perfekter aufpasser. Dazu gibt es noch einige mehr Charakter in der Geschichte die man kennenlernen darf. Jeder hat seine Eigenschaften und waren authentisch.

Der Schreibstil der Autorin war leicht zu lesen. Nur bei den ganzen verschiedenen Namen kommt man nicht ganz durch. Die Story liest man hauptsächlich aus der Sicht von Piara und aus der Sicht eines weiteren Charakter. Dennoch gibt es nebenbei noch weitere Erzählstränge. Eine aus der Vergangenheit, aus der Gegenwart und aus der Zukunft von Charakter die geheim bleiben oder die man schon kennt. Zwischendurch gibt es auch das ein oder andere Gedicht welches zur Story und zu der jeweiligen Situation passt. Es war eine Reise mit vielen Geheimnisse und mit einigen Abenteuer. Gerade die Dialoge zwischen Piara und Souta waren locker und humorvoll, was die ganze Geschichte aufgelockert hat. Die Autorin hat es sich auch nicht nehmen lassen alles schön detailreich zu beschreiben und hat sich dafür auch Zeit gelassen. Gerade das finde ich auch ziemlich wichtig, da man so ein genaues Bild von alldem bekommen kann. Es war eine spannende Reise, mit einem offenen Ende und viele Fragen. Ich bin schon gespannt auf Band 2 und werde die Reihe definitiv im Auge behalten.
Profile Image for Dajana.
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August 20, 2020
Ich liebe es und ich brauche ein Wildschwein!
Schon nach den ersten Kapiteln hat mich diese Geschichte gefesselt.
Die Welt, in die wir hier eintauchen dürfen, ist sehr komplex und besitz Tiefe. Wir erkunden nicht nur die Schauplätze der Handlung, sondern erfahren viel zur gesamten Welt, einem Planeten namens Xist, der in zwei Kontinente eingeteilt ist. Während Piara und Rigoras Nachforschungen über ihre Herkunft betreiben und im späteren Verlauf, lernen wir immer mehr Hintergründe und Geschichte des Landes kennen. Die detaillierten Beschreibungen tragen dazu bei, dass man regelrecht in dieser magischen Welt versinkt.
Auch in die Charaktere kann man sich eigentlich nur verlieben. Piara war zauberhaft, sehr jung, was man ihr natürlich gerade zu beginn noch etwas anmerkt, macht sie im Verlauf der Geschichte eine tolle Entwicklung durch, wird zur mutigen und starken Kämpferin. (Kleine Anmerkung… Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und habe mich etwas daran gestört, dass Piara sehr, sehr kindlich gesprochen wurde. Teilweise klang sie, wie 10 und das wirkte in den Szenen, in denen sie Rigoras näherkommt, etwas unpassend.) Charaktere gab es sehr viele, die erwähnenswert waren, damit es an dieser Stelle nicht ausufert, kann ich sagen, was auf alle zutrifft, egal ob gut oder „böse“. Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet und besitzen Tiefe und Hintergrund. Die Autorin gibt ihnen viel Raum, sich zu entfalten, was zwar die Handlung oft entschleunigt, uns jedoch an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lässt und dafür sorgt, dass die Beweggründe für den Leser immer nachvollziehbar sind.
Der Plot beinhaltet ein paar Wendungen, die die Geschichte vorantreiben und sie in eine völlig andere Richtung lenken. Beim Lesen treffen wir immer wieder auf Abschnitte, die sehr entschleunigend wirken, in denen wir uns mit den Gedanken der Protagonisten auseinandersetzten können, aber auch Spannungsspitzen sind nicht zu wenige vorhanden. Das hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil hat mich absolut überzeugt. Egal ob die Beschreibungen der Schauplätze, der Charaktere oder der Handlungen, ich war mittendrin. Die Autorin transportiert Spannung, Emotionen und einen Spritzer Humor durch ihre Worte. Ein kleines Highlight waren in jedem Fall auch, kleine poetische Zwischensequenzen.
Fazit:
Askeria ist definitiv eine Wohlfühlgeschichte für mich, in deren Welt ich eintauchen und versinken möchte. Die Charaktere haben einen Platz in meinem Herzen und ich wünsche mir nun sehnlichst ein Wildschwein namens Truffels als Haustier. Ich bin einfach total verliebt in dieses Buch und freue mich schon auf den nächsten Teil.

Profile Image for Annika Aus Mecki.
57 reviews2 followers
July 17, 2020
Eigene Meinung :

Mein erstes Hörbuch <3 .

Ich bin total geflasht und dass nicht nur von der Geschichte, sondern auch von der Sprecherin, ihre unterschiedlichen Stimmen und die Liebe beim einsprechen <3 .

Die Geschwister Ineas, Souta und Piara leben in Clay, einem kleinen Ort in Saetam. Die beiden Brüder kümmern sich rührend um ihre kleine Schwester und müssen schon früh die Rolle der Erwachsenen übernehmen.

Die Eltern waren Wissenschaftler und das ist in der Welt Mitaeria nicht gern gesehen.  Denn hier herrscht nur das Wort der Kirche und des Ordens, wer was anderes sagt, verschwindet.

Eines Nachts wird Clay von einer Gruppe Ordensmitglieder heimgesucht und verwüstet......Sie suchen jemanden. Dabei werden die Geschwister leider getrennt. Ineas bleibt zurück und Souta und Piara können fliehen.

Was hinter diesem Überfall des Ordens steckt und warum Ineas dort geblieben ist, was Souta und Piara nun Alles erleben....das solltet ihr selbst lesen oder hören.

Juliet May hat aus einer Anwortsuche eine wahrhaft zauberhafte Geschichte gezaubert. Die Charaktere sind, jeder für sich, einzigartig und so lebensecht, was im Hörbuch natürlich noch besser rüber kommt, weil jeder seine ganz eigene Stimmlage bekommt. Die Welt von Mitaeria ist so detailreich beschrieben, dass man sich sehr gut vorstellen kann, wie das Leben da ist. Es hat einfach jedes Mal Spaß gemacht dorthin zu reisen.

Fazit :

Eine super schöne Geschichte, von einem kleinen Mädchen, was nur wissen will, warum sie so ist wie sie ist. Auf dem weg dort hin wird sie fast schon erwachsen und muss so viele Hürden meistern, dass man jedes Mal mit bangt, ob auch Alles gut geht.

Ich kann es jedem nur empfehlen, der gerne Fantasy liest. Das Hörbuch ist nochmal das Sahnehäubchen auf dem Ganzen. <3
Profile Image for Magische Buecherwelt.
176 reviews4 followers
July 25, 2021
Auf das Buch der Autorin habe ich mich riesig gefreut und als es bei mir angekommen ist, habe ich sofort mit dem Lesen angefangen.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und ich mag es sehr. Die Farbgestaltung und die kleinen Details sind mir direkt aufgefallen. Es stellt auf jeden Fall einen Blickfang dar und wirkt relativ mysteriös.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich mochte ihn. Ich konnte dadurch ziemlich schnell abtauchen und die Geschichte auf mich wirken lassen. Ich stolperte nicht über wahnsinnig lange Sätze oder wirklich uninteressante Stellen. Sie wusste genau, wie sie Spannung erzeugt und Emotionen auf den Leser loslässt.

Ihre Ideen haben mich bereits beeindruckt, als ich den Klappentext gelesen habe. Noch stärker konnten sie mich dann endgültig beim Lesen überzeugen. Diese waren neu und nicht vorhersehbar. Die vielen Überraschungen haben mir richtig gut gefallen und ich mochte die Figuren, die sie erschuf und denen sie Leben einhauchte.

Ich mochte Protagonistin Piara wirklich gern. Ihre Höhen und Tiefen waren zum Greifen nahe und ich freute mich, ihre Entwicklung zu beobachten. Ihre Handlungsweise war definitiv nachvollziehbar und ich mochte sie sehr.

Der erste Band von Juliet May hat mir unglaublich gut gefallen. Es konnte mich bis zum Schluss fesseln und ich mochte die vielen neuen Ideen, die die Autorin richtig gut umgesetzt hat.
Profile Image for Girlybookstagram.
5 reviews7 followers
July 29, 2021
Zuerst muss ich sagen, dass Juliet May mit Askeria eine wundervolle Welt geschaffen hat!

Es hat zwar eine Weile gedauert bis ich in die Geschichte reingefunden habe und es flüssiger voran ging aber es hat sich gelohnt! Lasst euch von dem ersten Viertel daher nicht abschrecken. Wie die ganze Welt aufgebaut ist rund um die Geschichte der Menschen und Ceri ist wirklich toll. Diese detaillieren Beschreibungen und die gesamte Idee dahinter haben mich erstaunt, ich hätte damit nicht gerechnet!

Für mich war wirklich alles dabei, was ich mir bei einem guten Buch wünsche: von Spannung, über ein klein wenig Romantik mit genug Fantasy und auch etwas Witz. Es geht bei der Geschichte um Piara und ihre Reise. Irgendwie auch eine Suche nach ihr selbst. Ihrer Herkunft und ihrer besonderen Aufgabe. Die beiden Brüder von Piara, Souta und Ineas, spielen dabei stets eine große Rolle und dieser starke Zusammenhalt der Familie, egal was passiert, ist wirklich schön rübergekommen. Insbesondere zum Ende hin, wenn eine der vielen Fragen von Piara beantwortet wird. Auf ihrer Reise begegnet Piara nicht nur einigen Gefahren, sondern auch vielen hilfsbereiten Menschen, die am Ende zu wahren Freunden werden.

Ich möchte euch auch nicht zu viel verraten außer, dass es sich wirklich lohnt dieser Geschichte eine Chance zu geben. Sie hat ein schönes Buch und eine einzigartige Welt geschaffen!
Profile Image for Fukurou.
379 reviews4 followers
May 30, 2021
Dieses wahnsinns Buch steigt definitiv zu einem meiner Jahreshighlights auf!

Unerwarteterweise war es ein slow read für mich, aber die Autorin hätte egal wie viele Details der Welt aufschreiben können, ich hätte alles in mich eingesogen, so toll hat mir der Schreibstil und die Geschichte gefallen!

Man hat von Anfang an gemerkt, dass da eine richtig klasse und große Story auf einen zufährt und man nur stück für Stück dahinter kommen wird. Aber dass ich jedes mal so überrascht wurde und mich so begeistern würde hatte ich echt nicht erwartet!

Zudem die Charaktere!! Ein Traum! Ich bin tatsächlich etwas sprachlos und kann gar nicht richtig ausdrücken, wie sehr mir alles gefallen hat... also einfach nur eines:
Lest dieses Buch!!! 😻😻
1 review
July 3, 2021
Ich weiss nicht woran es lag, aber am Anfang war es echt schwer reinzukommen aber das war direkt nach dem ersten 2 Kapiteln vorbei 😊 allgemein war es so, je mehr ich gelesen hatte umso spannender wurde es also ein wirklich schöner Spannungsbogen und qllein dieses Ende 😱 zum Glück gehts direkt mit Band 2 weiter 😍
Vor allem die Charaktere haben mir gefallen, Piara war wirklich putzig und trotz ihres jungen Alters sehr reif und auch Souta und Rigo sind einfach super Charaktere. Ich liebe einfach diese Welt und die Story und finde, was hier geschaffen wurde einfach wunderbar 😍 also wirklich eine klare leseempfehlung
Fazit: ein toller Auftakt einer wundervollen Fantasyreihe und eine klare buchempfehlung für jeden Fantasy Fan
Profile Image for Paula Bookflake.
38 reviews
February 24, 2023
Ein wundervolles Buch, voller Intensität, Protagonisten, welche im Nu das Leserherz erobern, lauter Spannung und Fantastisch geschrieben! Hach, ich bin immer noch hin und weg. Die Autorin hat dem Buch so viel Leben eingehaucht, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Aber ganz besonders haben mir die vielen Emotionen gefallen, die meine Äuglein feucht werden ließen. Vor allem die unbeschreiblich tiefe Liebe, die Piara und Ihre Brüder verbindet. Einfach herzerreißend! ❤️ Und selbstverständlich Rigoras, der jedes Träumerherzchen höher schlagen lässt. Absoluter Lesetipp!

Liebe Juliet May, ich bedanke mich, für das tolle Lesevergnügen und kann es kaum erwarten, Band 2 in den Händen zu halten. Merci! 😘
Profile Image for Diana Mattu.
77 reviews
June 17, 2021
Ein toller Auftakt!

Ich durfte in der doppeltleserunde das Buch lesen und bin im Askeria Fieber 💜

Eine tolle und vor allem fesselnde Geschichte die einen packt.

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und im Buch ist dies mit sehr schönen Symbolen dargestellt.
So steht der Schmetterling für Piara, einem 14 jährigen Mädchen, das ihr Brandmal vor dem Orden verstecken muss und direkt am Anfang, mit ihrem Großen Bruder fliehen muss…

Da ich nicht Spoiler will, verrat ich lieber nichts mehr 😅

Ich freu mich schon auf Band zwei und drei, besonders die Dynamit zwischen den Geschwistern ist super.
6 reviews9 followers
February 22, 2021
Inhalt:
Piara wurde gezeichnet. Als sie noch klein war, wuchsen ihr auf einmal kleine Hörner aus dem Kopf. Diese muss sie auf jeden Fall verstecken, denn in der Welt, in der sie lebt, werden solche gezeichneten Kinder nicht geduldet. Der Orden ist für die Sicherheit aller zuständig, er beschützt die Bevölkerung Mitaerias vor den Ceri, welche böse Kreaturen sind, die den Menschen schlimmes antun wollen. Zumindest ist das, das was der Orden allen erzählt. Doch dann kommt der Orden in Piaras Dorf, scheinbar auf der Suche nach ihr. Sie schafft es mit ihrem Bruder Souta zu fliehen, ihr anderer Bruder Ineas wird jedoch bei dem Versuch Piara zu beschützen getötet. Piara erfährt, dass ihre zwei Brüder ein Geheimnis vor ihr hatten. Etwas das mit ihren Hörnern zu tun hat, aber niemand will ihr die Wahrheit sagen. Begleitet Piara auf der Suche nach der Wahrheit.

Zitate:
Ihr Leben kam ihr vor wie ein Buch, das viel zu lange im Regen gelegen hatte und dessen Geschichte nun unlesbar war. Buchstaben verschiedenster Worte verliefen ineinander und ließen ein wüstes Durcheinander zurück, das es mühsam zu entziffern galt. Was eigentlich zusammengehörte und was man wiederum fälschlicherweise meinte, verstanden zu haben, schien in all dem Chaos unlösbar - (Kapitel 8)


Erinnerungen sind manchmal grausam und quälen einen«, sagte er, die Hände in den Nacken gelegt. »Aber sie zeigen uns auch, dass es schöne Tage gibt. Die in unseren Erinnerungen liegen zwar hinter uns, aber das bedeutet nur, dass auch wieder neue auf uns warten. - (Kapitel 38)


Meinung:
Ich habe mich in dieses Buch verliebt. Es hat mich von vorne bis hinten überzeugt, mich in eine andere Welt entführt und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist überzeugend und lässt sich sehr leicht lesen. Der Anfang beinhaltet erstmal viele Informationen, aber dann nimmt es auf einmal fahrt auf und wird richtig spannend.

Als Erstes muss ich unbedingt das Worldbuilding ansprechen. Eine sehr komplexes und faszinierendes Worldbuilding. Aber anstatt verwirrend zu sein, wird einem alles auf wunderbare Weise nähergebracht. Auch wenn durch dieses komplexe Worldbuilding der Einstieg etwas länger ist, so fand ich den Einstieg trotzdem spannend, da man so viel über die Welt erfahren hat. Es war alles schlüssig und gut erklärt, so dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte verloren gegangen zu sein, was ja die Gefahr bei solchen komplexen Welten ist. Und falls etwas nicht direkt erklärt wurde, so gab es immer hilfreiche Fußnoten. Wer also auf Worldbuilding steht, für den ist Askeria nur zu empfehlen.

Die Charaktere sind auch allesamt sehr interessant und haben mir sehr gut gefallen. Fangen wir mit Piara an. Ich konnte mich gleich von Anfang an sehr gut in Piara hineinversetzen. Sie ist recht erwachsen für ihr Alter, was auch daran liegen könnte, dass sie von ihren zwei älteren Brüdern großgezogen wurde. Ich konnte ihre Gefühle und Entscheidungen immer gut nachvollziehen. Normalerweise ist sie echt besonnen und reflektiert, aber von Zeit zu Zeit kommt ihre kindliche Seite zum Vorschein. Zum Beispiel in Ascot nachdem Souta abgereist ist. Sie handelt unüberlegt und naiv, was sehr verständlich ist in ihrer Situation. Während des Buches können wir die Entwicklung von Piara sehr gut sehen. So gewinnt sie deutlich an Selbstbewusstsein und wird eigenständiger.

Auch Souta fand ich sehr gut. Seine fröhliche Art und sein Beschützerinstinkt. Wie er immer damit zu kämpfen hatte das er ein Geheimnis hat. Im Gegenzug dann der recht stille Ineas der eine solche Last zu tragen hat. Auch die Beziehung zwischen Souta und Ineas fand ich super interessant. Hoffentlich werden wir hierzu auch noch mehr in Band zwei lesen.

Rigoras fand ich auch sehr schön, wie man sich nicht so sicher war, auf welcher Seite er steht und wie er sich dann aber als einer der nettesten Menschen herausgestellt hat.

Auch alle anderen Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und hatten alle eine eigene Persönlichkeit mit eigenem Hintergrund und Vergangenheit. Es war einfach wirklich schön von ihnen zu lesen.

Auch dieses geheimnisvolle, was die ganzen Geheimnisse so mit sich bringen war super spannend. Ich fand es gerade gut das wir Leser auch nur mit Piara zusammen nach und nach einiges aufgedeckt haben. Es war spannend und interessant. Eine gute Balance zwischen Beziehungen zwischen den Charakteren, Spannung und Action.

Und dann ist da ja auch noch Truffels. Ich glaube, dieser hat sich in fast jedes Leserherz geschlichen. Ein Wildschwein als Haustier ist auch mal etwas Neues.

Ich bin einfach nur noch begeistert von diesem Buch. Es hat mich mitgerissen und oft auch überrascht. Es gab so einiges, dass ich so nicht habe kommen gesehen. Der zweite Band muss dringen bald gelesen werden.

Schreibstil: 10/10

Charaktere: 10/10

Idee: 9/10

Gefühl: 10/10

Fazit:
Das ist mein neues Lieblingsbuch und ich kann es nur jedem empfehlen. Für mich ein sehr gelungenes Buch, dem ich mit Freude 5 Sterne geben kann.
3 reviews
October 31, 2019

Cover
Ach, wie wundervoll ich doch dieses Stück Kunst finde. Die dunkle Optik finde ich sehr ansprechend, genauso verhält es sich mit der Schrift. Das tollste finde ich aber, dass das Cover so lebendig ist. Je länger man darauf starrt, desto mehr Details fallen einem auf. Auch dass die Uhr auf halb zwölf zeigt und leicht schief hängt, gehört zu den so liebevollen Details dazu.

Einführung in die Geschichte
Der Einstieg in die, doch sehr komplexe Welt rund um Mitaeria fiel mir sehr leicht. Dies lag an der guten, wenn auch etwas erklärerischen Schreibweise. Lieben gelernt habe ich auch die niedlichen Fusszeilen, die einem Hintergrundinformationen zu dieser magischen Welt geben. Leider gibt es aber besonders hier die meisten Tippfehler, wofür ich aber eher dem Lektorat auf die Füsse treten möchte.

Worldbuilding
Wie ich mich dort verlieren könnte…
Die Welt, Mitaeria, besteht aus mehreren Kontinenten in diesem Band konnten wir vor allem Saetam und Fayon kennenlernen. Aber auch Jedroya, Iporaz und Sithrieta wurden angeschnitten. Jede Region ist unterschiedlich gestaltet, sodass sich alle unterscheiden es aber trotzdem Ähnlichkeiten gibt. Vor allem Fayon, insbesondere Myrefall hat es mir angetan mit seinen Wäldern, Jägern und all den wilden Tieren. Was man am meisten bemerkt ist, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken um das Worldbuilding gemacht hat. Alles hat seine Hintergründe und jede noch so komplexe Frage konnte beantwortet werden. Die Atmosphäre ist so echt, dass ich es fast nicht glauben konnte und wurde mit einer Liebe geschrieben, die man bei jeder Beschreibung spürt.

Charaktere
Man bekommt durch die vielen, verschiedenen Sichten einen guten Einblick in die vielen Figuren. Auch wusste ich immer, wer wer war weil sie so individuell geschrieben sind, dass mir dies nicht schwerfiel. Ähnlich wie beim Worldbuilding merkt man, wieviel Arbeit in die Charakterentwicklung geflossen ist. Die Hauptcharaktere sind Piara, Souta, Ineas und Rigo. Mit Piara und Souta hatte ich anfangs etwas Mühe, aber nach dem ersten Drittel waren sie mir sehr sympathisch. Über Ineas hat man erst im Verlauf der Geschichte mehr Informationen bekommen, vor allem durch die Rückblenden, welche mich sehr berührt haben. Und dann gibt es noch Rigoras… Vom ersten Satz an hatte er sich in mein Herz geschlichen und sich eingenistet. Seine lustig lockere Art, gepaart mit seiner optimistischen Haltung machen ihn zu einem kleinen Rebellen. Auf der anderen Seite ist er sehr liebevoll und tut alles, damit seinen Liebsten nichts zustösst. Einzig Marleen war mir nicht so sympathisch, was erstaunlich ist, sogar zu Rigo’s Zwangsverlobten konnte ich eine Bindung aufbauen, obwohl sie sich manchmal echt ekelhaft verhalten hat. Bei Marleen sah ich meist nur dass verschenkte Potential, ich hätte sie lieber als „Kirchenunterstützerin“ gesehen, die dann von Piara bekehrt wird. Auf der anderen Seite ist tatatadaaa… Truffles, welch überraschung. Ich habe mich einfach in ihn verliebt und kann nun behaupten, dass er mein Lieblingswildschwein ist.

Besonderes
Alle paar Kapitel tauchten Gedichte auf. Ich mochte sie sehr, obwohl sie für meinen Geschmack etwas zu viel auftauchen. Im Kern finde ich sie aber sehr schön, mit einer angenehmen Dichtweise. Auch haben alle Kapitelanfänge ein Symbol, was die POV erklärt. Ausserdem befindet sich eine wunderschöne Karte in den Buchanfängen.

Fazit
Absolute Leseempfehlung, mitunter mein Jahreshighlight. Vor allem für ein Erstlingswerk war es sehr beeindruckend, voller Liebe zum Detail und der Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf die bereits angekündigten 5-6 weiteren Bände und bin gespannt wie es mit meinen Lieblingen weitergeht.
Profile Image for Vinachia Burke.
Author 13 books19 followers
October 25, 2019
Herausragendes Debüt - Juliet May reiht sich im Fantasy-Genre ganz weit oben ein!

Inhalt:

Protagonistin der Haupthandlung des ersten Bandes von Askeria ist die 14-jährige Piara Brenay. Sie wächst mit ihren beiden 8 Jahre älteren Zwillingsbrüdern in einer Welt heran, die früher von zwei Völkern bewohnt wurde. Vor mittlerweile 150 Jahren haben die Menschen das andere Volk, die sogenannten Ceri, vertrieben und vernichtet und bewohnen allein die bekannte Welt. Piara besitzt aber seit ihrem dritten Lebensjahr ein Merkmal der Ceri und muss dieses geheim halten, da der Orden, die Hüter von "Recht und Ordnung" in der Welt, sie dafür verfolgen würden. Die Geschichte beginnt damit, dass der Orden in ihrem kleinen Dorf auftaucht und Piara und ihre Brüder zur Flucht zwingt. Dabei muss sie bereits einen Bruder zurücklassen. Aber warum ist der Orden plötzlich aufgetaucht? Was wissen ihre Brüder? Wieso hat sie dieses Mal? Und weshalb mussten ihre Eltern dafür ihr Leben lassen? Diese Fragen sind erst der Auftakt eines immer dunkler werdenden Strudels von Halbwahrheiten und Lügen, die Piara zu durchdringen versucht. Doch was sie am Ende erfährt, hätte sie am liebsten niemals gewusst.

Stil:

Die Geschichte ist sehr komplex und vielschichtig und wird durch zahlreiche "Perspektivensplitter" erzählt. Juliet May konstruiert eine ganze Welt mit einfachen Worten. Sie verliert sich nicht in Details und erklärt doch vieles. Ihr Schreibstil ist klar und prägnant, was ihm eine gewisse Dynamik verleiht und das Lesen sehr einfach gestaltet. Ich habe selten eine so ausgeklügelte und ausgefeilte Fantasy-Welt in einem ersten Band gelesen. Es wird demnach schnell deutlich, dass sie bereits sehr lange an diesem Projekt gearbeitet haben muss. Das ist ein Werk in dem sehr viel Liebe steckt und ist keinesfalls eine Erzählung, die nur an der Oberfläche plätschert.
Die Handlung ist sowohl spannend, als auch sehr einfühlsam. Es gelingt Juliet May sehr gut die Gefühlswelt einer 14-jährigen zu konstruieren und auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und realistisch gestaltet. Wie üblich in den ersten Bänden einer Reihe, wirft die Geschichte zunächst sehr viele Fragen auf und diese werden bis zum bitteren Ende kaum weniger. Natürlich bleiben auch einige Fragen offen, aber dabei entsteht kein Gefühl der Unzufriedenheit. Im Gegenteil, man ist sehr gespannt auf die Fortsetzung.
In der ersten Hälfte baut sich die Geschichte gemächlich auf, im zweiten Teil, nimmt die Handlung dann fortlaufend an Tempo zu, sodass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann.

Meinung:

Das Buch ist zu empfehlen für alle Fantasy-Junkies, die Lust haben in eine Welt abzutauchen, die nicht mit der heißen Nadel gestrickt ist, sondern zum Entdecken einlädt. Es ist auch sehr zu empfehlen für alle Dark-Fantasy-Freunde, die nicht nur auf rohe Gewalt stehen, sondern auch die folternde Kraft von Selbstzweifeln, Angst oder Schuld interessant finden.

Mein Fazit: Askeria ist für mich eine der vielversprechendsten Reihen überhaupt und reiht sich bei mir direkt zwischen den großen Bestsellern im Fantasy Genre ein. Ich bin gespannt ob die weiteren Bände diese Messlatte beibehalten könnten oder gar noch höher setzen.

Kleines Manko: Es gibt sehr viele Rechtschreibfehler, die trotz allen Aufwands vorhanden sind. Allerdings kann ich hier ein Auge zudrücken, da es sich um einen ersten Roman handelt und man seine Erfahrungen mit Lektorat und Korrektorat erst noch sammeln muss. Daher kann ich über diese Schönheitsfehler hinwegsehen. Es kommt auf die inneren Werte an und da bekommt man bei Askeria nicht zu wenig!
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