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Nightrunner: Vergiss, wer du warst

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Evelyn und Leonow leben in einer Welt voller Kä Arm gegen Reich, der richtige gegen den falschen Glauben. Evelyn selbst ringt wegen einer angeborenen Schwäche im Krankenhaus mit dem Tod und kann es erst wieder verlassen, als ihre Heimat in Schutt und Asche liegt. Es ist die Stunde Null und Evelyn und Leonow werden zu Nightrunnern – Schatzjägern auf der Suche nach geheimen Wunderwaffen und verschütteten Artefakten. Während die Menschen versuchen, die neue Welt anzunehmen und die alte zu vergessen, birgt Evelyn selbst ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das sie mit Leonow verbindet, und das der Schlüssel zur Herrschaft über die gesamte Nachkriegswelt ist. Nicht nur irdische Mächte haben es deshalb auf sie abgesehen.

414 pages, Kindle Edition

Published March 16, 2020

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About the author

Lukas Hainer

26 books5 followers

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1 star
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Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Sophia Wordworld.
1,239 reviews23 followers
March 22, 2020
Nach dem mich Lukas Hainer mit seiner Dilogie um "Das dunkle Herz" und "Das weiße Herz" auf den zweiten Anlauf überzeugen konnte, war ich auch auf seinen neusten Streich sehr gespannt. "Night Runner" entführt in eine spannende Steampunk-Welt voller Geheimnisse, Magie und Zerstörung, konnte mich aber aus denselben Gründen nicht begeistern, aus denen ich auch sein Romandebüt kritisierte: viel verschenktes Potential, ein unsauberer Weltenaufbau und eindimensionale Protagonisten sorgen trotz spannender Handlung dafür, dass ein gemischter Eindruck zurückbleibt.

Die Gestaltung ist alles in allem stimmig aber relativ nichtssagend. Zu sehen ist das Gesicht eines Mädchens mit blauen Augen, Sommersprossen und roten Haaren, das halb von einem roten Schal verdeckt wird. Wer das Buch oder zumindest den Klapptext gelesen hat, wird sich wohl zusammenreimen können, dass es sich bei dem abgebildeten Mädchen um Evelyn handeln soll. Das ist aber insofern problematisch als dass sie meiner Meinung nach gar nicht die Hauptprotagonistin ist und die Geschichte nicht durchgängig prägt. Mir wäre eine ganze Reihe mit Motiven eingefallen, die viel besser gepasst hätten. Ein Anhänger mit drei verschlungenen Ringen, der eine tragende Rolle einnimmt, zum Beispiel... Auch der Titel ist wie das Motiv nicht unpassend, repräsentiert aber auch nicht alle Teile der Geschichte und könnte falsche Erwartungen wecken. Auch der Klapptext ist eine ziemlich abenteuerliche Zusammenfassung der Geschehnisse, der nur einen kleinen Ausschnitt der tatsächlichen Geschichte umfasst. Dies kann man dem Verlag aber nicht zur Last legen, denn die Handlung dieses Romans spoilerfrei zusammenzufassen ist schier unmöglich ;-)

Erster Satz: "Evelyn rannte und rannte und achtete nicht auf den brennenden Schmerz in ihrer Brust."

So beginnt der erste Teil der Geschichte, die in drei große Abschnitte geteilt ist, die sich lesen wie drei unterschiedliche Bücher. Der erste Abschnitt der Geschichtet startet nicht wie ich gedacht hätte mit Evelyns und Leonows Dasein als sogenannte Night Runner, sondern setzt viel früher an. Aus ihrer Perspektive erzählen die Beiden über 120 Seiten lang abwechselnd von ihrer Kindheit an völlig unterschiedlichen Enden der Welt. Die lungenkranke Evelyn lebt mit ihren beiden Eltern in einer alternativen Version Wiens und schildert im Vorbeigehen die revolutionäre Stimmung, die durch das Auftauchen des sogenannten "großen Mannes" aufkommt, der sein Volk befreien will und damit einen Krieg zwischen den herrschenden Jesiten, also jenen, die an Jesus´ Macht glauben und den unterdrückten Prometisten, die Prometheus als Gottes Sohn und Schöpfer der Menschen verehren, anzettelt. Leonows Eltern hingegen sind tot, weshalb er mit seiner Schwester Katja auf der Flucht vor den grausamen Husaren des Zaren ist und schließlich Unterschlupf bei einem geheimnisvollen Goldschmied namens Fabergé findet. Gerade als wir in beide Situationen eingefunden haben, sich die Lage in Wien zuspitzt und Leonow hinter ein großes Geheimnis kommt und so beide Handlungsstränge einen spannenden Höhepunkt erreichen, führen wir einen Zeitsprung von drei Jahren durch und landen im zweiten Teil. Wie es Evelyn und Leonow ergangen ist, erfahren wir zunächst nicht und konzentrieren uns auf einen neuen Protagonisten namens Kurt, der sich als Night Runner in der mittlerweile vom Krieg zerstörten Stadt Wien durchschlägt.

Und genau an dieser Stelle kam das erste große Fragezeichen in meinem Kopf auf. Auch wenn auch zuvor schon die Hintergründe des Konflikts der Religionen, den aufsteigenden "großen Mann" und der Ort von Leonows Handlungsstrang sehr unklar waren, werden wir als Leser nun komplett in einer unklaren Situation alleingelassen. Der Beginn des zweiten Drittels liest sich, als hätte man zwischendurch einen ganzen Roman voller wichtiger Entwicklungen entfernt und uns vergessen, Bescheid zu sagen, was in der Zwischenzeit passiert ist. Waren die beiden Handlungsstränge zuvor noch halbwegs überschaubar, setzt uns Lukas Hainer nun eine Stadt in postapokalyptischer Stimmung voller Zerstörungen vom laufenden Krieg, wilden Gerüchten über Engel und Menschenmaschinen und zwei komplett neuen Kriegsparteien vor: die Amerikaner und das Zarenreich. Mitten in diesem seltsamen Durcheinander haben die Night Runner eine Möglichkeit gefunden, sich über Wasser zuhalten, in dem sie in den Trümmern nach alten Schätzen suchen und verkaufen. Zu diesen Night Runnern gehört auch unser neuer Protagonist Kurt, der wie wir nebenbei erfahren, mit Evelyn zusammenarbeitet.

An dieser Stelle sind dann die Fragezeichen wild in meinem Kopf aufgepoppt und wollten gar nicht mehr Ruhegeben. Woher kommen jetzt plötzlich Amerikaner? Was ist aus unseren Jesiten und Prometisten geworden? Und was hat der Zar in Wien zu suchen? Warum reden alle von Aspern, als sei es eine weit entfernte, gruselige Stadt, wenn sie dann plötzlich in wenigen Minuten hinlaufen können und eine Google-Recherche ergab, es ist ein Stadtteil von Wien? Was ist Evelyn in den drei fehlenden Jahren zugestoßen und warum ist sie plötzlich von ihrer Krankheit geheilt? Was ist aus der Rebellion des "großen Mannes" geworden? Doch statt die vielen Fragen zu beantworten, konzentriert sich der Autor vollkommen auf die Handlung und lässt seine Leser in der unklaren Situation im Stich. In schnellen, rasanten Kapiteln, zu 99% aus Verfolgungsjagden durch Trümmerlandschaften, aus Kämpfen in dunklen Tunnel und fast sterbenden Protagonisten bestehen, treffen Kurt, Evelyn und Leonow aufeinander und werden mit der Schai (was das bedeutet wird übrigens auch nicht erklärt) Maria, die wir neu kennenlernen und dem Halbengel Lyskom, den wir schon aus dem ersten Teil kennen zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt. Denn plötzlich scheinen es mehrere Instanzen auf die fünf abgesehen zu haben...

Ich will gar nicht leugnen, dass dieser Mittelteil hochspannend geschrieben ist - eine Action-Szene jagt die nächste und ständig müssen wir um das Leben unserer Protagonisten bangen. Dabei werden auch unschöne Details -Waffen, Blut, Schmerzen, Tode, Drogen, Folter etc.- keineswegs ausgespart, weshalb diese Geschichte trotz der im Schnitt sehr jungen Protagonisten kein Kinderbuch ist! Was aber wirklich vor sich geht und wer nun aus welchem Grund wen jagt, habe ich aber leider nicht verstanden, wodurch das Leseerlebnis nicht über ein bisschen Nervenkitzel hinausging. Das ist sehr schade, denn die verrückte Science-Fiction-Fantasy-Mischung aus mittelalterlichen Verhältnissen, alter verschütteter Technik, riesiger Golems, Menschenmaschinen, geflügelten Halbengeln, Artefakt-Anhängern, Flugapparaten und besessenen Monstern hat mich sehr fasziniert und neugierig gemacht auf mehr. Da aber kaum Antworten auf Fragen was wirklich hinter den Artefakten, den Engeln und dem Krieg steckt, und weitere Entwicklungen rund um die Grundidee in Aussicht gestellt werden, fiel meine Neugier im Laufe der Geschichte immer weiter dem schlechten Worldbuilding zum Opfer und legte sich zusehends. Alles, was über den reinen Überlebenskampf der Protagonisten hinaus geht, bleibt viel zu sehr im Hintergrund und das stetige Fehlen von Ausführungen wirkt zunehmend so, als hätte der Autor selbst nicht genau gewusst, wie er die einzelnen Fäden seines Settings zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenführen soll. Das führt dazu, dass das riesige Potential um das geheimnisvolle Steampunk-Setting nicht nur nicht genutzt wurde, sondern im Laufe der Geschichte sogar eher ein Hindernis darstellte, da die Verwirrung mich davon abhielt, der Handlung zu folgen.

Genau wie die Hintergrundgeschichte bleiben auch die Charaktere leider sehr eindimensional. An einigen Stellen ist mir gar nicht aufgefallen, dass hier plötzlich Kurt und nicht Leonow erzählt oder andersherum und auch der Autor schien an einigen Stellen ein bisschen verwirrt zu sein, so verwechselte er die Namen seiner Protagonisten einige Male (z.B. Seite 258 Lyskom-Leonow oder Leonow-Kurt im Endkampf). Natürlich haben die meisten der Protagonisten ein spannendes Alleinstellungsmerkmal und wachsen uns auf ihre eigene Art und Weise ans Herz, doch leider bleiben sie alles in allem Statisten ihrer Geschichte.

Als das große Durcheinander in Handlung und Setting dann auch noch durch Verrat, neue Geheimnisse und uralte Magie aufgemischt wird, hat sich mein mitdenkender Kopf endgültig verabschiedet und ich habe mich einfach nur darauf konzentriert, der Handlung zu folgen. Ab dieser Erkenntnis konnte ich mich wesentlich besser fallen lassen und habe mich dann auch dem letzten Teil gewidmet, der aus einem einzigen Showdown in den unterirdischen Tunnel Asperns besteht. Nach 120 Seiten interessanter aber für die Story nicht sehr förderlicher Vorgeschichte, 140 Seiten spannender aber sehr undurchsichtiger Verfolgungsjagden durch eine verwirrende Kulisse geht die Handlung dann in den großen Endkampf über, der neben viel Gewalt, Folter und noch mehr Kämpfen auch endlich einige Unklarheiten und Geheimnisse auflöst. Der Zar, Fabergé, die Husaren, die Engel, Kurt, Evelyn, Maria, Leonow, Lyskom und andere Protagonisten, die wir im Verlauf der Geschichte kennengelernt haben, haben nochmals ihren Auftritt in einem spektakulären, epischen Kampf zwischen Gut und Böse, der nur von einer Kleinigkeit getrübt wird: dass wir immer noch nicht genau wissen, wer hier eigentlich aus welchen Gründen gegen wen kämpft. Auf der reinen Handlungsebene top ausgeführt, hält das Ende in der Gesamtbetrachtung aber überhaupt nicht, was ich mir davon versprochen habe: anstatt uns endlich mehr zu erklären, bleiben am Ende eine Tonne ungelöster Fragen zurück, die Auflösung des Problems, wird auf einen eventuell nächsten Band vertröstet, den es laut der Website des Autors aber nicht geben wird und auch der kurze Epilog lässt so vieles offen, dass ich mir unsicher bin, ob wir es hier nicht doch mit einem Beginn einer Reihe zutun haben.

Trotz der ganzen Kritik will ich dem Buch gar nicht seine Originalität und die hohe Spannung absprechen, die gerade gegen Ende nochmals aufleben darf. Leider ist die Umsetzung der Grundidee bei allen Aspekten, die über die reine Handlungsebene hinausgehen äußerst unrund und viele offene Fragen, ein schlechtes World Building und eindimensionale Protagonisten haben mich davon abgehalten, der Geschichte mit ganzem Herzen folgen zu können.




Fazit:

"Night Runner" ist atmosphärisch, spannend und mit hohem Tempo erzählt, hat für mich aber leider zu viele ernsthafte Mängel im Weltaufbau um mich überzeugen zu können. Viel verschenktes Potential, ein unsauberes World Building und eindimensionale Protagonisten sorgen trotz spannender Handlung dafür, dass ein gemischter Eindruck zurückbleibt.
Profile Image for Papierfliegerin.
578 reviews95 followers
May 27, 2020
Lukas Hainer hat in "Nightrunner" ein wahnsinnig interessantes, vielschichtiges Grundgerüst der Handlung geschaffen. Die Idee war voller Potential und Möglichkeiten - leider aber scheiterte so einiges an der immensen Komplexität der Geschichte. Zig unterschiedliche Gruppierungen, verworrene Stränge, verwirrende Plots und ein zu schwammiges Wordlbuilding lassen vieles zu kompliziert werden. Auch die Charaktere sind größtenteils zu blass, um Emotionen im Leser hervorzurufen. Trotzdem war nicht alles schlecht - so überzeugt der Autor wieder mit einem flüssigen Schreibstil und einer enormen Erzähl-Geschwindigkeit. Wäre manches mehr auf den Punkt gebracht und manches lieber weggelassen worden, hätte diese Geschichte wirklich ein Highlight werden können. So hat es leider nur für die 3 Sterne gereicht. Schade. Falls ihr noch mehr über meine Meinung wissen möchtet, schaut einfach mal » hier « auf meinem Blog vorbei. Dort habe ich alles noch einmal im Detail beschrieben. Viel Spaß. ♥
Profile Image for Pauline.
251 reviews23 followers
July 11, 2020
Meine Meinung

Nachdem der Inhalt schon so schwierig zu beschreiben war, kommt der noch härtere Teil, die Wertung. Das Buch ist in mehrere Teile eingeteilt und nach dem ersten gibt es einen Zeitsprung, der dann dort endet, wo der Klappentext einsetzt. Vorher liest man viel aus der Vergangenheit und das war definitiv mein liebster Teil des Buches. Zum Teil hatte ich Krabat-Vibes, das hat mir sehr gut gefallen, ich habe sowieso ein Faible für etwas undurchsichtige Organisationen, wo etwas gelehrt wird, man selbst aber im Dunkeln tappt. Die Idee des Glaubenskrieges war sehr aktuell und gleichzeitig ging er doch in eine völlig andere, mir bisher unbekannte Richtung. Man musste sich allerdings immer etwas konzentrieren und in Erinnerung rufen, wer jetzt zu welcher Seite gehörte, wie es zu der Spaltung kam…

Es gab viel Handlung, viel Action, das Tempo hielt bis zum Ende an, sodass einem definitiv nicht langweilig wurde, allerdings fand ich, dass die Charaktere darunter etwas gelitten haben. Würde man mich fragen “Wie ist Evelyn?”, dann würde es mir schwer fallen ihr Eigenschaften zuzuschreiben, die sie von den anderen Personen deutlich unterscheiden würden. Natürlich sind sie nicht alle gleich, aber alle weisen gewisse Ähnlichkeiten in ihrem Verhalten auf. Dadurch, dass sie immer etwas tun mussten oder in der einen oder anderen Lebensgefahr schwebten, blieb wenig Zeit, um in das Innere der Figuren zu blicken, oder sie sich entwickeln zu lassen. Am besten gefiel mir von allen Lyskom, da man bei ihm deutlich Schwächen sehen konnte, Fehler, die er gemacht hatte. Die anderen Charaktere ließen mich einfach etwas kalt.

Ein weiterer Kritikpunkt meinerseits wäre, dass es sehr wenig bis überhaupt gar nicht um das Nightrunner-Dasein geht. Zwei der Charaktere sind Nightrunner, aber die meiste Zeit sind sie mit anderen Dingen beschäftigt, als mit der Suche nach Wertgegenständen.

Ansonsten hat das Buch aber wirklich viel Spaß gemacht. Es ließ sich sehr schnell lesen, blieb immer spannend und die verschiedenen Perspektiven haben der Geschichte Abwechslung verliehen. Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen. Etwas offen und vor allem hat es echte Opfer gegeben, die erbracht wurden, es war nicht alles perfekt und gut. Für mich ist die Geschichte aber trotzdem abgeschlossen.

Kurze Übersicht

+ dauerhafte Spannung, die einen fesseln konnte

+ der erste Teil der Geschichte mit dem Blick auf die Vorkriegszeit

+ das offene Ende

+ grundsätzlich die Idee mit einem Glaubenskrieg und die ganze Idee dahinter

– der Klappentext und der Titel führen etwas in die irre, da es wenig um Nightrunner selbst geht

– die Charaktere litten etwas unter der vielen Handlung/Action

Fazit

Das Buch erhält von mir 4 Sterne. Es hat mich sehr gut unterhalten (und von meiner Arbeit abgehalten).
Profile Image for Brina.
665 reviews
June 6, 2020
Erster Eindruck:
Die schlichte aber ausdrucksstarke Gestaltung des Einbandes, hat mich gleich angesprochen. Die verschiedenen Erzählstränge der Protagonisten laufen perfekt zusammen und obwohl sie sich abwechseln, kommt man nicht durcheinander. Die Aufteilung des Buchs in verschiedene Teile, hat mich genauso wie der Schreibstil gut gefallen und sprach mich schnell an.

Protagonisten:
Evelyn und Leonow erleben jeder für sich sehr viel und auch unterschiedliches und doch findet man Gemeinsamkeiten.
Sie ist neugierig auf die Welt, abenteuerlustig und bemerkt schnell wenn etwas nicht stimmt. Ein sehr interessanter Charakter.
An Leonow ist etwas, das ich nicht ganz greifen kann. Ich mag ihn, möchte mehr über ihn wissen und dennoch lässt er sich schwer einschätzen.
Es kommen noch weitere Charaktere vor, die ich sehr durchdacht und wichtig für die Geschichte empfand, doch ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, also gespannt auf die anderen.

Meine Meinung:
Okay, nach der einen Stelle tat ich mir echt schwer weiterzulesen, da es Dinge gibt die für mich, egal ob nebensächlich erwähnt oder unbedeutend es scheint, nicht gehen. Das mag für manche blöd sein, aber es ist meine persönliche Meinung. Da es schon relativ am Anfang geschah, wollte ich dem Buch noch eine Chance geben, nachdem ich diese Szene aus meinem Kopf gestrichen habe. Gut nun zu meiner Meinung zur Geschichte und was abgesehen davon noch geschah. Nachdem ich mich gewagt habe weiterzulesen, haben sich die Geschehnisse regelrecht überschlagen. Langeweile beim Lesen war Fehlanzeige. Manchmal tat ich mir etwas schwer allem folgen zu können, dennoch hatte ich nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Es ist kein Buch das man einfach so wegliest, sondern eines bei dem man aktiv mitdenken muss, damit man all die Zusammenhänge erfassen kann. Die Geschichte, die Thematik und der Aufbau waren gut, aber alles in allem hat es mich nicht ganz mitgerissen. Eine gewisse Spannung war da, ohne Frage, aber der große Überraschungseffekt kam bei mir nicht auf.
32 reviews1 follower
April 30, 2020
"Nightrunner" von Lukas Hainer ist eines der Bücher, die einen mitnehmen in eine fremde und zugleich irgendwie vertraute Welt, die man danach nur sehr ungern wieder verlassen möchte.
Da ich eine große Schwäche für religiöse Neuinterpretationen habe, war mir schon nach der Leseprobe klar, dass ich dieses Buch mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr mögen würde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auf enorm originelle Art und Weise erschafft der Autor hier sowohl eine Welt als auch Protagonisten, welche einem immer wieder entfernt bekannt vorkommen und das Buch muss Vergleiche mit anderen großen Werken ähnlicher Thematik absolut nicht scheuen. So bemerkt man immer wieder Parallelen zu beispielsweise "Krabat" oder der Trilogie um den "Goldenen Kompass", doch bleibt die Geschichte dabei immer völlig eigenständig und somit trotzdem auch anders.
Gespickt mit einer gehörigen Portion Action lässt der Autor die Charaktere ein Abenteuer erleben, welches nicht nur große Gefahren für sie alle bereithält, sondern sie auch für immer verändern wird. Die Handlung ist dabei sehr komplex und man muss schon genau lesen und konzentriert bei der Sache bleiben, damit einem nicht hin und wieder die Zusammenhänge entgehen. Doch am Ende werden die einzelnen Handlungsstränge gekonnt zusammengeführt und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
Die Protagonisten sind allesamt sehr liebenswert, wenn man auch teilweise eine Weile im dunkeln tappt, was ihre jeweilige Motivation angeht. Dennoch konnte ich mit allen mitfiebern und mich ihnen verbunden fühlen, so authentisch wurden sie dargestellt.
Und auch der Schreibstil Hainers ist absolut großartig, er schreibt mitreißend, spannend und weckt immer auch Mitgefühl mit seinen Charakteren. Ich konnte die Welt beim lesen jederzeit richtig vor mir sehen; man merkt, dass da viel Arbeit und Liebe in die Details geflossen sind.
Ich würde mir wirklich einen zweiten Teil wünschen - nicht weil die Geschichte zu viele Fragen offen gelassen hätte (es muss nicht immer alles restlos aufgelöst werden, wie ich finde), aber weil ich unglaublich gerne ein weiteres Abenteuer in dieser faszinierenden Welt erleben würde. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!
Profile Image for Memi.
291 reviews
April 10, 2020
3.5 ☆

Kurz zum Inhalt – In der Welt von Evelyn und Leonow, existieren Engel. Im laufe der Jahrhunderte haben sich zwei verschiedene Religionen, welche sich nicht gerade freundlich gesinnt sind. Als ein Krieg ausbricht, wird Evelyn verletzt und wacht erst 2 Jahre später, in einer zerstörten Welt wieder auf. Sie wird zum Nightrunner um zu überleben. Und auch Leonow hat es nicht einfach, sich in dieser Welt zurechtzufinden.

Eine Welt voller Geheimnissen, Magie und Zerstörung.


Nun zum Buch selber. Es ist in drei Abschnitte unterteilt, welche immer einen kleinen (oder auch größeren) Zeitsprung mit sich bringen. Im ersten Abschnitt lernen wir vor allem Evelyn und Leonow genauer kennen und das nicht als Nightrunner, wie ich gedacht hatte, sondern als Kinder (Es wird kein Alter genannt, allerdings denke ich sind sie vielleicht 11 oder 12 Jahre alt). Wir erfahren wie sie leben und begleiten sie in ihrem alltäglichem Leben. Gerade als es so aussieht, als hätten beide ihren Weg gefunden, spitzt sich die Lage in Wien (wo Evelyn lebt) zu und Leonow kommt hinter ein Geheimnis, welches seine Welt wieder auf den Kopf stellt. Der Abschnitt endet mit einem Höhepunkt bei beiden Protagonisten und wir machen einen Zeitsprung von 3 Jahren in den nächsten Abschnitt.

Dort geht es aber weder mit Evelyn noch mit Leonow direkt weiter und wir erfahren nicht sofort, wie es den beiden ergangen ist. Denn es geht mit einem neuen Charakter weiter und zwar lernen wir Kurt kennen, welcher ein Nightrunner ist. Dadurch hab ich leider zwischendurch den Faden verloren, denn es gab leider zu viele Fragen die auch später noch offen geblieben sind – Was ist in den drei Jahren mit Evelyn geschehen? Was ist mit dem „großen Mann“ geschehen, der doch so wichtig zu sein schien? Und wo kommen die Amerikaner her?

Außerdem fand ich es schade, das wir Evelyn nie wirklich als Nightrunner gesehen haben. Es wird zwar gesagt, dass mit Kurt zusammenarbeitet, allerdings ist dies dann nur im Zeitsprung geschehen und als wir Leser wieder eingestiegen sind, ging es schon direkt weiter.

Durch die ganzen Fragen, habe ich zwischendurch etwas den Faden verloren und ich musste mich schon etwas anstrengen um am Ball zu bleiben. Außerdem fand ich es schade, dass man zu den Charakteren, die später dazugekommen sind, doch eher wenig erfahren hat. Außerdem wirkte die Story an manschen Stellen dann etwas gehetzt, wodurch Informationen verloren gingen oder man sich selber etwas verloren vorkam.

Der letzte Abschnitt hat dann an Spannung nochmal echt zugelegt und man wurde nochmal richtig in die Story reingezogen, so dass die Seiten nur an einem vorbeiflogen. Auch das Ende an sich hat mir echt gut gefallen. Leider sind am Ende doch ein paar Fragen offen geblieben, wodurch das Buch leider nicht ganz rund für mich war.


Fazit

Im großen und ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Die Story ist spannend und zieht einen in den Bann. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man sich an ein eigen Stellen etwas mehr Zeit gelassen hätte, um mehr auf die Welt und die Charaktere einzugehen. Außerdem gab es für mich am Ende leider noch zu viele offene Fragen und daher gibt es von mir 3,5 Sterne.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Serafina (tigerslesebar).
254 reviews
April 7, 2020
Ich habe das Buch mit Freuden begonnen und wurde gleich in eine neue Welt voller Mysterien katapultiert. Gespannt habe ich weiter gelesen und das Buch, welches in einem tollen Schreibstil verfasst wurde, hat mich fasziniert. Allerdings war ich ständig mit den Gedanken bei den Rätsel und fragte mich, was geschehen ist oder geschehen wird.

Minka war mit Abstand mein liebster Charakter und die Welt, voller Magie und Halbengel hat mich fasziniert.

Leider habe ich nicht immer ganz verstanden, was sich jetzt abspielte und das warum und wie waren für mich immer ein grosses Fragezeichen, leider hat mir das Ende auch nicht so gefallen, da es für mich zu offen und unabgeschlossen war.

Die Idee der Geschichte ist jedoch top und ich finde es cool, wie die Welt gestaltet wurde.

Das Buch ist nicht in meinem sonstigen Genre und es tat ganz gut, mal ein wenig Abwechslung zu haben.

Das Buch hinterlässt bei mir zwar viele Fragen und Fragezeichen, welche ich immer noch nicht ganz verstehe, jedoch ist Geschichte voller Action und Spannung und auch die Charakter wurden liebevoll ausgearbeitet.
Profile Image for Catwithbooks.
2,395 reviews9 followers
May 30, 2020
Leider konnte mich die Geschichte nicht so überzeugen.
Das Cover fand ich interessant und der Klapptext hörte sich spannend an.
Doch irgendwie hat mich die Geschichte doch etwas verwirrt.
Ich habe mich so gar nicht zurecht gefunden. Zumal Evelyn mit jemanden anderen ein Nightrunner ist. Man lernt anfangs Evelyn und Leonow zwar kennen, aber dann liegt Evelyn durch ihre Verletzung im Koma und es fehlen dann ein paar Jahre.
dieser Zeitsprung hat irgendwie kein Sinn gemacht, da hätte man sich einiges an Seiten sparen können.
Für ich gab es zu viele Gruppierungen und aus dem Worldbuilding bin ich leider nicht so recht schlau geworden, auch wenn der Schreibstil ganz angenehm war.
Auf der einen Seite war die Geschichte interessant aber nach 1/3 des Buches wusste ich immer noch nicht so ganz wo die Reise hin ging. Zwar gibt es viel Action, aber das rettet nicht die Handlung.
Irgendwie wurde hier sehr viel rein gepackt und für mich hat der rote Faden dauerhaft gefehlt.
Das Ende ist ein wenig offen gestaltet, so das man eine Folgegeschichte anschließen könnte.
337 reviews2 followers
April 4, 2020
Das Buch Nightrunner fand ich sehr spannen. Man fiebert richtig mit den Hauptfiguren mit. Evelyn, Leonor und später kommt noch Kurt hinzu liefern sich viele Schlachten gegen verschiedene Gegner. Die Welt ist sehr komplex und man muss schon am Ball bleiben um mitzubekommen wer hier Krieg gegen wen führt. Dabei geht es manchmal auch ganz schön grausam zu. Insgesamt ist die erschaffene Welt keine freundliche, aber dafür umso faszinierender. Geschickt vermischt der Autor Bekanntes (z.B. die Stadtteile von Wien, Züge etc) mit absolut Fantastischem. Davon hätte ich gern noch mehr lösen können. einiges überlässt der Autor der Fantasie des Lesers, hat mich nicht gestört - die meisten meiner Fragen wurden zum Ende hin geklärt. ein bisschen was bleibt aber offen, so wäre noch Raum für eine Fortsetzung. Klare Leseempfehlung von mir.
Profile Image for Tanya.
17 reviews1 follower
June 25, 2020
Ich war sehr gespannt auf die Story, aber am Ende fehlte mir was wichtiges. Was bedeutet die Geschichte? Was will mir der Autor damit vermitteln? Wo war der Sinn hinter der Geschichte?
Wem das nicht wichtig ist, dem kann ich Nightrunner weiterempfehlen, denn ich hatte trotzdem viel Vergnügen beim Lesen. Der Plot ist interessant und Geschichte sehr spannend.
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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