Ein weltweites Virus hat die Menschheit dezimiert, niemand wird mehr älter als 18. Das ist der Ausgangspunkt der Geschichte. Zwei Außenseiter erkennen, dass es vielleicht eine Heilungschance gibt und werden daher von den Anführern mehrerer Gruppen gejagt. Ähnlich wie im Klassiker Herr der Fliegen werden auch hier die Kinder zu gefährlichen, skrupellosen Wesen, die für das eigene Überleben jegliche Zivilisation fallen lassen. Gefallen hat mir, dass die beiden Hauptfiguren eine persönliche Entwicklung durchmachen und nicht eindimensional bleiben. Der Autor stellt mehrfach die Frage, ob die Grausamkeiten, die die Flüchtenden während der Hetzjagd begehen, mit ihrer Notlage entschuldigt werden können, enthält sich aber einer Antwort.
Ein überaus spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe. Dass die "Bösen" eher schemenhaft und auf wenige Eigenschaften reduziert beschrieben werden, schmälert das Vergnügen ein wenig. Der unerwartete Schluss zeigt dann wieder mehr Mut des Schriftstellers.