Jump to ratings and reviews
Rate this book

Hexenwerk: Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach

Rate this book
Endlich sind Sommerferien.

Aber die besten Freunde Simon und Linus bringen sich selbst um den Ferienspaß, indem sie die alten, unheimlichen Frauen verärgern, die für sie wenige Sommer zuvor noch die vermeintlich bösen Kinderfresserinnen waren. Einst ein kindischer Gruselspaß, wird die Bedrohung nun real: Die Alten sind tatsächlich Hexen. Aus Kinderfleisch ziehen sie Lebensenergie, um ewig zu leben und ihr böses Werk zu tun.

Um nicht wie die anderen gestohlenen Kinder aus Schwarzbach zu enden, setzen Simon, Linus und ihre Freunde alles daran, die Hexen zu vernichten.Teufelsbuhlschaft, Eiterernte und Hexenkräuterkunde machen die alten Frauen zu mächtigen Gegnerinnen.

Warnung: Bedingt durch die Hexenthematik kommen in diesem Roman Kinder zu Schaden: Es findet Gewalt von Kindern und gegen Kinder statt.

231 pages, Paperback

Published August 29, 2019

2 people are currently reading
24 people want to read

About the author

Tanja Hanika

44 books16 followers
💀Horror- und ✏️Schreibratgeberautorin

📚books🐱cats☕coffee🌷tulips

Impressum: https://shorturl.at/lJzmo

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
14 (35%)
4 stars
12 (30%)
3 stars
9 (23%)
2 stars
4 (10%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Jemima.
316 reviews24 followers
August 30, 2019
Simon und Linus sind beste Freunde und wohnen in Schwarzbach. Seit ihrer Kindheit haben sie Angst vor zwei "Kinderfresserinnen" - wie sie sie nennen: Zwei Frauen, die zurückgezogen in Schwarzbach leben. Als immer mehr Kinder verschwinden und eine dritte Frau ins "Kinderfresserinnen-"Haus einzieht, versuchen Sie dem Ganzen mit einigen Freunden auf den Grund zu gehen. Haben die Frauen mit dem Verschwinden der Kinder zu tun? Und warum taucht eine von ihnen in der Stadtchronik auf, als wäre sie keinen Tag gealtert?

In Tanja Hanikas neuem Roman sind eine Gruppe Kinder mit dem Kampf gegen das Böse beschäftigt. Immer wieder habe ich Parallelen zu "ES" gesehen - obwohl "Hexenwerk" bei weitem nicht so dick ist und nicht mit mehreren Zeitebenen arbeitet. Aber die Kinder, die fest entschlossen sind sich dem Bösen entgegen zu stellen und mit Fahrrädern durch Schwarzbach fahren, erinnerte mich schon stark an Stephen Kings Werk.

Ich habe anfangs etwas gebraucht, um in das Buch zu kommen. Als dann die Grundkonstellation klar war, zog die Spannung an. Gefallen haben mir die unerwarteten Unterstützer im Kampf gegen das Böse, die Plot Twists und die Storyline um Melvin (und da werden vielleicht nicht alle zufrieden mit sein).
Vom Horror-Level fand ich „Der Angstfresser“ (ebenfalls von der Autorin) krasser. Einzig die Brutalität, die von den Kindern ausgeht, hat mich etwas „verstört“, auch wenn sie beim Kampf gegen das Böse nachvollziehbar ist.
Profile Image for cecilia in bookland.
62 reviews11 followers
November 9, 2019
Toller spannender Gruselroman mit richtig bösen Hexen!

Klappentext:

Endlich sind Sommerferien. Aber die besten Freunde Simon und Linus bringen sich selbst um den Ferienspaß, indem sie die alten, unheimlichen Frauen verärgern, die für sie wenige Sommer zuvor noch die vermeintlich bösen Kinderfresserinnen waren. Einst ein kindischer Gruselspaß, wird die Bedrohung nun real: Die Alten sind tatsächlich Hexen. Aus Kinderfleisch ziehen sie Lebensenergie, um ewig zu leben und ihr böses Werk zu tun. Um nicht wie die anderen gestohlenen Kinder aus Schwarzbach zu enden, setzen Simon, Linus und ihre Freunde alles daran, die Hexen zu vernichten. Teufelsbuhlschaft, Eiterernte und Hexenkräuterkunde machen die alten Frauen zu mächtigen Gegnerinnen.

Warnung:

Bedingt durch die Hexenthematik kommen in diesem Roman Kinder zu Schaden: Es findet Gewalt von Kindern und gegen Kinder statt.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es konnte mich vollkommen in seinen Bann ziehen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Autorin hat das Talent, das sie sehr bildlich schreiben kann. Ich konnte mir die Figuren super vorstellen. Die Kinder und auch die Hexen, hat sie perfekt beschrieben. Vorallem auch realistisch, die pubertäre Phase der Kinder, wie auch die absolute Boshaftigkeit der Hexen. An einigen Stellen in dem Buch passieren Wendungen, die einen total überraschen und unvorhersehbar daherkommen. Das finde ich persönlich sehr gut, als wenn man die Geschichte schon schnell durchschauen kann.

Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, es gibt aber auch Rückblenden aus der Vergangenheit der Hexen. Was ich auch interessant fand. Manche Stellen im Buch sind etwas eklig und brutal, aber es passt ja perfekt in das Horrorgenre. Gruseln konnte ich mich auf jeden Fall.
Ich bin von dem Buch begeistert und werde mir auch weitere Werke von der Autorin anschauen.

Fazit:

"Hexenwerk" ist ein spannender Horrorhexenroman, mit unvorhersehbaren schockierenden Wendungen und einem hohen Gruselfaktor.
Absolute Leseempfehlung! Von mir bekommt das Buch verdiente 5🌟.

Profile Image for Maben.
147 reviews
October 21, 2024
Die Prämisse klingt spannend: Kinderentführende Hexen treiben in dem Eifeldorf Schwarzbach ihr Unwesen und nur der zwölfjahrige Simon und seine Freunde kommen ihnen auf die Schliche. Was sich so aufregend anhört scheitert leider teilweise in der eigentlichen Umsetzung. Viele Entwicklungen passieren meiner Meinung nach zu schnell oder wirken aufgesetzt bzw. zu unglaubwürdig. Auch der Plottwist zu einem der Kinder gegen Ende wirkt viel zu erzwungen und entfaltet nicht die gewünschte Wirkung. Zum Finale hingegen entspannt sich jedoch eine Dynamik, die ich auf den ersten Seiten des Buches vermisst habe und die Autorin schafft es doch noch Lust auf die Fortsetzung zu machen. Auch der Mut zu einer gewissen Form von Brutalität tut dieser Geschichte mehr als gut. Holpriger Horrorroman, der sich immerhin mehr traut als andere Vertreter seines Genres.
Profile Image for Buchstabenträumerin.
210 reviews16 followers
October 8, 2019
Es bedurfte eines sanften Stupsers, um „Hexenwerk: Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach“ und mich zusammenzubringen. Doch was bin ich froh über diesen Stupser! Zwar gehört Horror nicht zu den von mir bevorzugten Genres, doch Tanja Hanika hat mich mit ihrem Roman vom Fleck weg überzeugt. Er war in genau dem richtigen Maße gruselig, unterhaltsam, lustig, überzeugend und richtig, richtig spannend. Filmreif gar. Wer sich diesen Herbst also zusammen mit ein paar jugendlichen Freunden und drei garstigen Hexen ein wenig gruseln möchte, dem kann ich das im Selfpublishing erschienene „Hexenwerk“ nur wärmstens ans Herz legen.

Schwarzbach ist im Grunde ein friedlicher Ort – würden nicht bereits seit Jahrzehnten verdächtig oft kleine Kinder spurlos verschwinden. Simon, Linus und ihre Freunde hatten als Kinder ihre eigene Erklärung für das Phänomen: Sie haben sich haarsträubende Geschichten dazu ausgedacht. Drei alte Damen in Schwarzbach seien kinderfressende Hexen, sagten sie. Sie würden sie schnappen und genüsslich verspeisen. Wenn sie damals gewusst hätten, wie nah sie an der Wahrheit dran waren, hätten sie vielleicht nicht eines Abends Steine gegen die Fenster am Haus der alten Frauen geworfen… Plötzlich sehen sie sich im Visier der Frauen und sie stellen fest: Alles, was sie sich damals ausgedacht hatten, entspricht der Wahrheit. Nun gilt es, den Hexen das Handwerk zu legen, damit nie wieder Kinder in Schwarzbach verschwinden. Ob es ihnen gelingen wird?

Ich war von der ersten Seite an gebannt von der Geschichte. Simon und Linus sind als Protagonisten unglaublich sympathisch und so authentisch pubertär, dass ich mir teilweise ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Sie wollen mutig sein, sie wollen die üblen Machenschaften der Hexen aufdecken, sie wollen sie im Alleingang vernichten. Denn was können Erwachsene mit ihrer Vernunft schon gegen jahrzehntealte Hexen ausrichten? „Hexenwerk“ entwickelt sich zu einer rasanten Jagd auf die Hexen und ist dabei so unheimlich wie „American Horror Story“ oder ähnliche Horrorformate. Darüber hinaus hat Tanja Hanika aber eine Atmosphäre geschaffen, die mich an „Stand by Me“ von Stephen King erinnerte. Und das hat mich wirklich begeistert! Denn es geht nicht nur um den Horror, sondern auch um Freundschaft. Um Freunde, die in den Sommerferien eigentlich einfach nur ein Abenteuer erleben wollten. Stattdessen werden sie urplötzlich mit etwas Schrecklichem konfrontiert und dennoch halten sie zusammenhalten.

Als Mutter hatte ich überlegt, ob ich ein Buch lesen kann, in dem Kinder gegessen werden. Doch der Ekel und der erwartete Widerwillen blieben aus. Denn die entsprechenden Szenen sind nie platt, sondern sehr gekonnt in die Geschichte integriert. Außerdem ist der Schreibstil von Tanja Hanika wirklich großartig. So läuft einem, wenn die Hexen den Jungen nachts erscheinen, lediglich ein angenehmer Schauer den Rücken hinunter. Was mich außerdem sehr von der Geschichte überzeugte, waren die Rückblicke in die Vergangenheit der Hexen. Es sind nicht einfach nur irgendwelche Hexen, sondern man erlebt als Leser mit, wie sie überhaupt zu Hexen wurden. Was sie dazu veranlasst hat, sich mit dem Teufel zu verbinden. Diese Perspektivwechsel reichern „Hexenwerk“ sehr an. Weiterhin erlaubt sich die Autorin am Ende einen Plottwist, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Dadurch kann sich der Showdown wirklich sehen lassen!

Fazit

„Hexenwerk: Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach“ von Tanja Hanika ist ein Horrorroman, der mich vollkommen überzeugt hat. Die Autorin hält perfekt die Balance zwischen Grusel, Spannung und Emotionalität. Der Roman ist ungemein vielschichtig, denn es geht um die Freundschaft der Kinder, um das Familienleben und die schockierende Tatsache, dass es Hexen wirklich gibt. Und dass diese Hexen Kinder essen. Es beginnt eine abenteuerliche und unheimliche Jagd auf die Hexen. Sprachlich hervorragend und absolut überzeugend – auch für Leser, die dem Genre sonst nicht so zugetan sind.
Profile Image for Aljus Bookblog.
43 reviews1 follower
December 20, 2020
Interessante Hexenthematik mit Gruselfeeling

Worum geht es?

Als die Sommerferien in Schwarzbach anfingen, dachten sich die Freunde Simon und Linus nichts Böses dabei, als sie Steinchen gegen das Fenster der unheimlichen und seltsamen alten Frauen werfen. Was zunächst als Kinderspaß mit Gruselfaktor angefangen hat, entwickelt sich zum realen Horror, denn die beiden Jungs und ihre Freunde finden heraus, dass die drei alten Frauen in Wirklichkeit Hexen sind. Seltsam ist auch, dass aus Schwarzbach immer wieder Kinder verschwinden und nun erneut ein Mädchen vermisst wird. Da die Jungs glauben, dass die drei Frauen dahinterstecken, gehen sie auf Spurensuche. Und was sie dabei entdecken, hätten sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht ausmalen können.

Meine Meinung zum Buch

Die Geschichte um die Hexen von Schwarzbach und den Kindern entwickelt sich zunächst langsam und harmlos, doch schnell wird klar, dass mit den alten Damen nicht gut Kirschen essen ist. Am Anfang hat sich das Buch zunächst ein wenig nach der Serie „Stranger Things“ angefühlt, da auch hier eine Gruppe von Kindern gegen schier übermächtige Wesen ankämpfen. Allerdings ist dieses Buch hier anders, denn es behandelt die Hexenthematik und insbesondere die mittelalterliche Vorstellung des Hexentums. Enorm spannend finde ich hier den Perspektivwechsel, denn es gibt einige Passagen, die die Sicht der Hexen beschreiben und diese gewähren wirklich interessante Einblicke. Auch zeigt die Autorin ein gutes Gespür für Details und Nervenkitzel, sodass sich der Leser auf einige ziemlich schaurige, eklige und brutale Szenen einstellen kann. Insbesondere zum Ende hin hat mich das Buch richtig mitgerissen, nicht zuletzt, weil es noch einige Überraschungen bereithält. Allerdings muss ich leider auch einige Abzüge erwähnen. Neben ein paar Punkten, die mir nicht ganz nachvollziehbar erscheinen, hält sich auch die sprachliche Varianz in diesem Buch etwas in Grenzen, sodass ich häufig über Wiederholungen gestolpert bin, die mir störend aufgefallen sind. Auch scheint mir die Ausdrucksweise der Kinder häufig nicht ihrem Alter entsprechend zu sein. Darüber hinaus hätte ich mir gern mehr Tiefe und Charakterbuilding bei den Figuren gewünscht, um die Bindung zu den einzelnen Charakteren mehr vertiefen zu können. Demnach hätte nach meinem Geschmack das Buch ruhig einige Seiten länger sein können, um sowohl der Handlung als auch den Figuren noch mehr Tiefgang zu verleihen. Trotz dieser Abzüge konnte mich das Buch dennoch gut unterhalten.

Fazit:
Ein kurzweiliger, knackiger Schauerroman mit Hexenthematik, der gute Szenen mit Gänsehautfeeling bereithält, allerdings auch einige Schwachpunkte zu verzeichnen hat.
Profile Image for PinkAnemone.
254 reviews9 followers
October 19, 2019
Endlich sind Sommerferien. Aber die besten Freunde Simon und Linus bringen sich selbst um den Ferienspaß, indem sie die alten, unheimlichen Frauen verärgern, die für sie wenige Sommer zuvor noch die vermeintlich bösen Kinderfresserinnen waren. Einst ein kindischer Gruselspaß, wird die Bedrohung nun real: Die Alten sind tatsächlich Hexen. Aus Kinderfleisch ziehen sie Lebensenergie, um ewig zu leben und ihr böses Werk zu tun.
Um nicht wie die anderen gestohlenen Kinder aus Schwarzbach zu enden, setzen Simon, Linus und ihre Freunde alles daran, die Hexen zu vernichten.Teufelsbuhlschaft, Eiterernte und Hexenkräuterkunde machen die alten Frauen zu mächtigen Gegnerinnen.
Warnung: Bedingt durch die Hexenthematik kommen in diesem Roman Kinder zu Schaden: Es findet Gewalt von Kindern und gegen Kinder statt... (Klappentext)

⚝⚝⚝⚝⚝

"Sie würde das Leben dieser frechen Bälger beenden und dafür selbst ihr Leben und das ihrer Teufelsschwestern verlängern. Und aus der Schädeldecke des Anführers würde sie eine Schale formen, die sie dem Ewig Finsteren zum Geschenk darbieten würde. Niemand, der sich gegen sie erhob, sollte am Leben bleiben."
(S. 30)

Die Sommerferien haben begonnen und Simon und seine Freunde sind bereit für alle möglichen Sommerabenteuer. Da trifft es sich gut, dass die berüchtigten Hexen der Kleinstadt Schwarzbach um ein Mitglied reicher geworden sind und somit für reichlich Gesprächsstoff unter den 12-Jährigen sorgen.
Schon vor Jahren kursierte unter den Kindern das Gerücht, dass es sich bei den alten Damen um Kinderfresserinnen handelt. Obwohl die fünf Jungs schon 12 Jahre sind und sich mächtig erwachsen fühlen, empfinden sie es als Abenteuer den betagten Damen nachzuspionieren. Wer hätte ahnen können, dass an den Gerüchten mehr dran ist als gedacht ... viel mehr!
So erleben die Kinder nicht nur ein Sommerabenteuer, sondern einen wahren Horrortrip, welcher grausam über sie hinwegrollt.

Man liest aus verschiedenen Perspektiven, wie z.B aus der von Simon, Linus und Melvin, drei der fünf Jungs, die es faustdick hinter den Ohren haben.
Bisher wuchsen sie und ihre Freunde gut behütet auf und schlugen sich mit den normalen Themen des Erwachsenwerdens herum. Im Verlauf der Story werden sie jedoch mit grausamen Dingen konfrontiert, druchleben Ängste und wahre Horrorszenarien, beweisen Mut und müssen über sich selbst hinauswachsen. Die Story hat also auch durchaus etwas von einem Coming-of-Age-Horrorroman.

"All seine kindischen Ängste von Monstern unter dem Bett oder Vampiren am Fenster waren lächerlich gewesen, und auch damals hatte er sie nicht in jeder Pore seines Körpers gefühlt, so wie jetzt. Es war, als hätte er gelernt, was wahre Angst vor einem greifbaren Schrecken war."
(S. 49)

Ebenso erhält man Einblick in die Sicht der drei Hexen.
Agnetha, Eusebia und Otilia weilen schon seit Jahrhunderten auf dieser Welt. Gemeinsam bewohnen sie ein altes Haus am Rande von Schwarzbach, dienen schon Zeit ihres Lebens dem Gehörnten und wollen noch viele weitere Jahrhunderte leben. Dafür müssen sie sich hin und wieder Kinderfleisch einverleiben und sind daher für das regelmässige Verschwinden von Kindern in diesem Ort verantwortlich.
Ihre Gedanken sind grausam, böse und blutrünstig und auch zwischen den Hexen herrscht Mißgunst. Mit ihnen reist man auch in ihre jeweilige Vergangenheit und erhält so Einsicht in ihre persönliche Geschichte.

Man liest noch aus ein paar anderen Perspektiven, wobei so manche davon für mich eher unwichtiges Beiwerk waren und sich hierbei so manche Seiten eher wie Lückenfüller lesen, da sie nicht wirklich die Handlung voran bringen.
Das betraf auch leider die Reise in die Vergangenheit der Hexen. Ich liebte diese Passagen, die authentische Sprachführung und das historische Setting und hätte gern mehr davon gelesen.
Ich kritisierte beim Buch "Werwölfe in Aremsrath" von Tanja Hanika die fehlende Atmosphäre des historischen Settings, doch hier ist das keineswegs der Fall. Im Gegenteil! Es war absolut fantastisch, doch gerade diese Passagen spielten für die Story selbst absolut keine Rolle und verpufften klanglos, was ich als sehr schade empfand.

Der Schreibstil selbst wirkte anfangs etwas holprig und unausgereift und manchmal wollten die Gedanken und Sprachführung der Jugendlichen nicht so recht zu deren Alter passen (Worte wie z.B. "Neckereien" oder "Bösewicht"). Dies alles änderte sich jedoch, als die Autorin scheinbar ihren Rhythmus gefunden hat und einem dann ihr gewohnt flüssiger und einfacher Schreibstil durch die Story begleitet und das mit viel Atmosphäre.

Das einzige Manko, was es noch zu erwähnen gibt und bei dem ich wieder Bezug auf ein Vorgängerbuch der Autorin nehme, ist das Abschweifen.
In "Werwölfe in Aremsrath" kritisierte ich das Tempo, mit welchem einem die Autorin regelrecht durch die Geschichte peitschte. Diesmal verrennt sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und Erklärungen, während manche Handlungsstränge ins Leere führen, auf der Strecke bleiben oder am Ende völlig unwichtig für die Handlung waren. To much telling, to less showing.

In "Hexenwerk" sind aber diesmal die Protagonisten hervorragend gezeichnet, sowohl die Guten, als auch die Bösen. Vor allem mit den Jungs fühlte ich mit, spürte deren Ängste, Enttäuschungen und Verzweiflung. Ich habe sie allesamt in mein dunkles Herz geschlossen.

"Seine Mutter glaubte ihm nicht und am Ende seines Bettes stand diese grässliche alte Frau, die nach Hölle und Verwesung stank, und streckte ihre knochigen Finger nach ihnen beiden aus."
(S. 104)

Doch trotz all dieser Kritik, bin ich von der Story selbst begeistert und obwohl es keineswegs ein Horrorroman im eigentlichen Sinn ist, wie angeführt, sondern eher eine Schauernovelle, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Es gibt nämlich durchaus schaurige Szenen, bei denen sich einem die Härchen im Nacken aufstellen, Wendungen, die einem ein überraschendes "Ohha" entschlüpfen lassen und der Showdown am Ende war absolut packend, während der Verlauf bis dahin spannend zu verfolgen war.

Fazit:
Obwohl ich einiges auszusetzen habe, was vermutlich daran liegt, dass ich eine äußerst kritische Leserin bin, bin ich von dieser Story begeistert. Ich fieberte mit den Jungs mit, welche sich auf eine gefährliche Hexenjagd begeben.
Da es eher ein Schauerroman ist, können diesen auch etwas Zartbesaitete lesen und sich so auf Halloween einstimmen, denn für einen Horrorroman fließt definitiv zu wenig Blut und auch die grausameren Szenen werden nicht explizit dargestellt, bzw. beschrieben.
Die Autorin selbst hat seit ihrem letzten Buch eine unglaubliche schriftstellerische Entwicklung hingelegt. Vor allem bezüglich Charakterzeichung und der diesmal vorhandenen Atmosphäre, welche einem während der Story begleitet. Es ist also noch etwas Luft nach oben, viel fehlt jedoch nicht mehr.

© Pink Anemone (inkl. Bilder, Autoren-Info und Rezept zum Buch)


Profile Image for Julien Ilsitz.
234 reviews1 follower
March 20, 2025
Ⓡⓔⓩⓔⓝⓢⓘⓞⓝ

"Hexenwerk - Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach" Der erste Band der "Horrorhexen"-Triologie von Tanja Hanika. Ein Horrorroman, der mir irgendwie "ES"-Vibes gibt🤔

Aber erstmal kurz zur Story: Fünf Jugendlich ermitteln in den Sommerferien zu den Fall der vermissten Kinder in ihrem Ort. Hier merken sie, dass es Hexen gibt, die auch sie haben wollen.

Das besagte verschwinden von Kindern, dass Kinder ermitteln und es übernatürliche Kräfte gibt, die die Kinder sich holen, erinnert mich irgendwie an Pennywise von "ES"😁 Nur in diesem Fall ist es kein Horrorclown, sondern Horrorhexen😁

Ich finde es recht spannend geschrieben, besonders, wie die Hexen versuchen den Kindern Angst einzujagen und die Leute der Stadt manipulieren mit ihren Kräften. Besonders der finale "Kampf" gegen die Hexen ist echt cool😁

Es ist ein relativ kurzes Buch und man hat es schnell durch. Der Schreibstil und die angenehmen Kapitel, lassen uns nur so durch die Kapitel fliegen. Ich finde es sehr cool, wie auch beschrieben wird, wie man Hexen bekämpfen kann, also z.B. mit welchen Kräutern usw.

Die Protagonisten sind ganz gut beschrieben und von den Hexen erfährt man auch zwischendurch, wie sie zu Hexen wurden. Manche Szenen, wie die Hexen im Schatten lauern und wie sie Angst einjagen oder wie sie die Kinder entführen, hätte ich mir etwas genauer gewünscht, aber bei den knapp 230 Seiten hätte das natürlich den Rahmen gesprengt.

Trotzdem muss ich sagen, es ist ein klasse Horrorbuch, dem ich eine klare Leseempfehlung aussprechen kann😁 Bin schon gespannt, wie es weitergehen wird😁
Profile Image for Katrin.
211 reviews
December 30, 2022
Ein spannender Hexenhorrorroman, der mir ein paar Perspektiven zu viel hatte und mit deren Protagonisten ich mich nur teilweise identifizieren konnte. Am ehesten habe ich mich in Linus wiedergefunden.
Die Handlung ist durchweg spannend geschrieben, man möchte immer weiterlesen und wissen, ob die Jungen es schaffen, die Hexen zu vernichten und wie weit sie dafür gehen würden. Das Finale fand ich auf jeden Fall würdig!
Insgesamt hat mir aber der allerletzte Horrorkick gefehlt. Womöglich war mir dafür der Schreibstil an den entsprechenden Stellen nicht dramatisch genug.
Trotzdem kann ich das Hexenwerk guten Gewissens weiterempfehlen!
Profile Image for angel12_07.
312 reviews
August 17, 2024
Dieses Buch ist wie die Erzählung der Abenteuer, die eine Gruppe von Freunden im Sommer erlebt hat...nur heftiger...
So eine richtig feine Grusel/Horror-Story, die man sich an einem Lagerfeuer erzählt.
Ich hab die Story sehr genossen, hab mit den Jungs gezittert, gekämpft und so ein paar "Schock" momente erlebt.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte gerne etwas länger, ausführlicher sein können, da ich das Gesamtpaket sehr mag, inklusive Schreibstil und Erzählperspektiven...
Ein paar Jungs, die den Kampf gegen uralte Hexen und somit den Teufel aufnehmen...mit einem Ende, daß noch einiges verspricht.
Profile Image for Anja von "books and phobia".
796 reviews15 followers
October 11, 2019
Wenn ich mich an ein Genre immer wieder gerne herantraue, dann an das des Horrors. Ich empfinde es noch immer als eines der schwierigsten Genre, da hier viel Fingerspitzengefühl gefragt ist, um den Leser zumindest ein paar fröstelnde Momente zu geben. 




Ich hatte bereits ein Buch der Autorin gelesen und wusste daher das sie sehr Detail verliebt ist und stets probiert Klischees zu meiden. Auch in diesem Buch war das der Fall, denn hier spielte sie ganz klar mit allem, was man über Hexen nur herausfinden konnte. Egal ob sich dabei um Bräuche handelte, welche sie über Jahrhunderte am Leben erhielt oder auch die Mittel, um diese von sich fernzuhalten. Gerade letzteres war dabei extrem spannend, da ich eine Menge über Kräuter lernte.




Leider wollte es bei der Geschichte an sich nicht so ganz funken. Trotz einer sehr interessanten und spannenden Story hatte ich nie einen Moment der Furcht oder des Grauens. Hier konnten die Hexen noch so abartig beschrieben werden, trotzdem fühlte es sich eher wie Ekel an und das war eigentlich nicht das, was ich mit dem Buch verbinden wollte. 

 

Auch die Handlungen der Kinder waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Aus meiner Sicht waren sie zu schnell zu versessen darauf zu glauben, das in ihrem Dorf Hexen wohnen, anstatt erst einmal etwas anderes anzunehmen. Dadurch wirkten sie meist auch nicht wie Kinder auf mich. Dass die Erwachsenen ihnen nicht glaubten, war da fast selbstverständlich, aber eine Hexenjägerin, war mir dann leider zu viel. Spätestens da wusste ich nicht, ob ich das Buch in die Märchen-Ecke schieben sollte, denn es klang zu unwahrscheinlich. 




Das sind natürlich nur meine Empfindungen, welche ich auch bereits mit der Autorin besprochen habe. Wir kamen überein, das wir einfach nicht den selben Horror-Geschmack haben und das fand ich vollkommen ok, da sowohl sie als auch ich wusste, dass wir nichts falsch gemacht haben. 




Im Gegenteil, denn gerade für den Sprachstil kann ich Frau Hanika nur beglückwünschen. Trotz des, für mich, fehlenden Horrors, war es doch so spannend geschrieben, das ich einfach weiterlesen musste. Hass fühlte sich auch wie Hass an und der war im Buch reichlich vorhanden. Noch immer muss ich an das Ende denken, welches mich überraschte und schockierte. Ja, ich weiß es kamen Kinder zu Schaden und das als spannend zu bewerten klingt eigenartig, aber ganz ehrlich? Hänsel und Gretel ist im Original auch sehr brutal und trotzdem gehört es zu einer Geschichte die sogar Kindern erzählt wird. 




Wenn auch kein Horror für mich dabei war, so war eine ganze Menge Charme, neue Ideen und Liebe im Buch zu spüren. 




Von außen eine echte Augenweide, von innen so dunkel wie das Herz einer Hexe. Tanja Hanika jagte mir zwar keinen Schrecken ein, aber packte mich wieder einmal mit einer faszinierenden Geschichte. Hexen nehmt euch in Acht, die Kinder von Schwarzbach nehmen euch die Macht. 
Profile Image for Melissa.
106 reviews
November 12, 2019
„Hexenwerk: Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach“ ist ein Horrorroman, der seinem Namen wirklich mehr als alle Ehre macht.
Während der 12-Jährige Simon und seine Clique einen eigentlich normalen Sommer geplant hatten, verspeisen die drei bösen Hexen am Ende der Straße aber schon fröhlich ihr letztes Opfer. Als dann aus einem harmlosen Spaß plötzlich bitterer Ernst wird, ziehen die Jungs in den Kampf, um ihren geliebten Heimatort von den drei Hexen zu befreien …

Dieses Buch ist auf keinen Fall eine Geschichte, die man seinem Kind vor dem zu Bett gehen vorlesen sollte. Auch wenn die Jungs in der Geschichte „schon“ 12 sind, weiß ich nicht, ob selbst das schon alt genug wäre. Aber ich habe auch keine Kinder und kann das nur halbwegs beurteilen – als erwachsener Horrorfan hatte ich aber ein wahnsinniges Vergnügen an der Geschichte!

Man wird hier nämlich mit einer ganzen Menge unschöner, ekliger und blutiger Dinge konfrontiert. Verfaulende, groteske Hexen. Brutale, bluttriefende Kämpfe. Und allerlei brechreizerzeugendes Krabbel- und Kriechgetier. All das ist dabei wahrlich einfach nur ekelhaft – aber auf die gute Art und Weise!
Die Hexen haben nicht einfach nur ein paar Warzen im Gesicht, nein, sie verfaulen seit Jahrhunderten und tragen dabei gar schaurig-schöne Proportionen zur Schau. Die möchte wirklich niemand nachts in der Zimmerecke stehen sehen.

Besonders erwähnen möchte ich noch, da das für mich schon oft ein Grund war, eine Lektüre abzubrechen: die 12 Jahre alten Protagonisten sind unheimlich gekonnt gezeichnet. Ihre Ausdrucksweise ist jung, ohne dabei gossenhaft zu wirken. Ihre Ideen und Handlungen sind mutig, von Neugier getrieben, manchmal als Erwachsener nicht immer nachvollziehbar, aber gerade deswegen auch umso authentischer.
Ein wirklich rundum gelungenes Buch!

Fazit
Wer nach dem Klappentext vermutet, dieses Buch wäre so harmlos wie die modernen Fassungen von Grimms Märchen, sollte sich unbedingt mal die Originale derer zu Gemüte führen. Dann ist man eventuell auf das Schauermärchen vorbereitet, welches man in diesem Buch finden wird ...
Profile Image for Myna.
Author 1 book11 followers
September 4, 2019
Es ist wieder passiert! Tanja Hanika hat es geschafft, dass ich beim Lesen die Zeit vergesse. Ich schätze mal, das spricht für ihren neusten Horrorroman „Hexenwerk: Die gestohlenen Kinder von Schwarzbach“. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar.

Das Cover ist in schwarzweiß gehalten und zeigt im Hintergrund einen dunklen Wald. Ich finde das Cover, das übrigens Catherine Strefford designt hat, hervorragend gelungen. Es bringt einen direkt in die düstere Stimmung, die die ganze Geschichte durchzieht. Auch den Titel finde ich treffend und ansprechend.

Ich kam ziemlich schnell und einfach in die Geschichte hinein. Die beiden Protagonisten Simon und Linus sind erst zwölf, doch ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Sie sind mutig und hartnäckig, was mir an ihnen ganz besonders gefallen hat. Sie verfolgen ihr Ziel und scheuen sich auch nicht davor, sich selbst in Gefahr zu bringen.

Das zentrale Thema des Romans – kinderfressende Hexen – ist natürlich etwas heikel. Viele Leser/innen sind sehr empfindlich was Kinder angeht und mögen es nicht, wenn ihnen in Geschichten Gewalt angetan wird. Ich war sehr gespannt darauf, wie Tanja Hanika diesen „Drahtseilakt“ angeht. Meiner Meinung nach ist ihr die Umsetzung gut gelungen.

Tanja Hanika weiß zu erschrecken und so ekelhafte Dinge wie Eiterernte, Hexenspeichel und aufplatzende Haut haben mein Horrorherz höher schlagen lassen. Wirklich böse, hässliche und alte Hexen begegnen uns in der aktuellen Literatur ja immer seltener. Meist werden Hexen heutzutage eher positiv dargestellt. Dieses Buch ist anders. Düsterer. Heftiger. Gruseliger. Wer also Lust auf richtig grausige Hexenweiber hat, der wird hier fündig.

Ein paar tolle Charaktere sind gestorben, aber das musste so sein. Anders hätte die Geschichte an Spannung und Glaubwürdigkeit eingebüßt. Auch wenn es mir im Herzen wehgetan hat.

Ich finde, Tanja Hanika hat einen sehr guten Horrorroman geschrieben – was anderes habe ich von ihr ehrlich gesagt auch nicht erwartet.
Profile Image for Melanie.
364 reviews16 followers
October 4, 2019
Auch hier gilt mir nur zu sagen: Absolute Leseempfehlung. Manche Leser fühlten sich beim Lesen an Stephen Kings „Es“ erinnert, aufgrund des Horror & Coming of Age-Feelings. Mir kam eher die Serie „Stranger Things“ in den Sinn, warum auch immer.

Die Geschichte um Simon, Linus & Co war von Anfang bis Ende spannend und durfte mich am Ende sogar überraschen. Vor allem das Abenteuer, dass die Kinder erlebten ließ mich ordentlich mitfiebern, denn mitunter war es auch ganz schön gruselig und auch etwas grausam.

Mein Fazit

Ihr sucht noch die passende Lektüre zu Halloween? Dann sucht doch die gestohlenen Kinder von Schwarzbach. Sehr spannend meiner Meinung nach.
Displaying 1 - 13 of 13 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.