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Alles wird unsichtbar: Roman

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Milano wächst in der Bronx der Siebziger auf. Als Adoptivsohn afrokubanischer Eltern ist er der einzige spanischsprechende, bongospielende, fünfjährige Weiße weit und breit. Er ist anders als die Nachbarskinder, aber er ist glücklich. Bis zum Tag des Autounfalls.
Als er im Krankenhaus erwacht, ist sein linker Arm unsichtbar geworden. Was Phantomschmerzen sind, begreift er erst nach und nach: als seine Mutter stirbt. Als sein Vater ihn wie Luft behandelt. Als er alles verliert, was ihm je wichtig war. Lakonisch und so unsentimental, dass es einem die Tränen in die Augen treibt, erzählt Hadden in seinem Debütroman die Geschichte eines Abstiegs, der im Jugendgefängnis endet. Doch Milano erhält eine zweite Chance und macht sich auf die Suche – nach den unsichtbaren Dingen, nach seinen Wurzeln, und nach seinem Platz in dieser seltsamen Welt.

344 pages, Kindle Edition

Published October 13, 2017

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About the author

Gerry Hadden

6 books21 followers
I'm a writer. My novel, Everything Turns Invisible, comes out June 15th, 2021. It's available for pre-order as a paperback or ebook anywhere, online or in stores.

An earlier version was published by Piper Verlag, in Munich, in October, 2017. In German. Stay tuned for updates on the Spanish and French editions.

For food, I work as a documentary filmmaker on a program called Big Story. Before that I was a foreign correspondent in radio, with PRI's The World and NPR.

My memoir from my NPR years, Never the Hope Itself: Love and Ghosts in Latin America and Haiti, was published in 2011 by HarperPerennial. http://amzn.to/2cnYIOr

We live on a mountainside above Barcelona, where my partner and I raise our three kids and fall asleep to the snuffling of wild boar beyond our wall.

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Profile Image for Maria.
628 reviews14 followers
November 27, 2017
Milano wächst in der Bronx der Siebziger auf. Als Adoptivsohn afro-kubanischer Eltern ist er der einzige spanischsprechende, bongospielende, fünfjährige Weiße weit und breit. Er ist anders als die Nachbarskinder, aber er ist glücklich. Bis zum Tag des Autounfalls. Er erwacht im Krankenhaus und sein linker Arm ist unsichtbar geworden. Was Phantomschmerzen sind, begreift er erst nach und nach: als seine Mutter stirbt. Als sein Vater ihn wie Luft behandelt. Als er alles verliert, was ihm je wichtig war…

‚Alles wird unsichtbar‘ ist das erste Buch, dass ich von Gerry Hadden gelesen habe. Der Schreibstil konnte mich schon zu Beginn des Buches für sich einnehmen. Einige Sätze und Worte sind in Spanisch und nicht übersetzt. Auch wenn ich kein Spanisch verstehe, hatte ich keine Probleme den Sinn dieser Passagen zu verstehen. Der Kontext erklärt vieles und ich habe mich beim Lesen somit nicht eingeschränkt gefühlt.
Milo ist ein angenehmer Protagonist, er war mir relativ rasch sympathisch. Seine Erlebnisse sind sehr authentisch dargestellt und die Verbindung seiner Vergangenheit zu den Erlebnissen der Gegenwart ist für mein Empfinden auf den Punkt gebracht. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Zeiten hin und her – Milos Zeit im Gefängnis, seiner Kindheit und der Zeit im College. Die einzelnen Ebenen sind nicht chronologisch angeordnet. Einige Darstellungen waren für mich etwas zu überzogen, komischerweise haben diese gerade dadurch gut in das Gesamtkonzept des Buches gepasst.
Das Ende hat das Buch für mich perfekt abgerundet. Insgesamt ist das Buch für mich eine runde Sache – die Lebensgeschichte von Milo ist komplett authentisch und ich konnte mich voll und ganz auf seine Gefühlsebene einlassen.
Profile Image for Valerie.
306 reviews11 followers
December 19, 2017
Verlust, Missbrauch und eine zweite Chance

„Jeder Tag, an dem du es zum Mittagessen schaffst, ohne dass dich jemand an einem Arm und einem Bein packt und im Kreis rumschleudert, ist ein guter Tag.“

Haddens Debütroman ist mit Sicherheit keine leichte Kost: Milo, der Adoptivsohn zweier Afrokubaner, wächst in der Bronx in den Siebzigerjahren auf. Behütet, klug, ein „guter“ Junge – bis eines Tages die Welt, die er kennt, in tausend Stücke zerbricht. Seine Mutter stirbt, sein Vater zerbricht daran und kann ihn fortan nicht mehr lieben. Und so dürfen wir Milo begleiten, wie er auf die schiefe Bahn gelangt und schließlich im Jugendgefängnis endet – ein Junge, der im Leben einfach keine Chance hatte. Und doch hat Milo scheinbar Glück und erhält die Chance, durch ein spezielles Programm aufs College zu gehen. Findet er so seinen Platz im Leben?

Hadden schreibt sehr nüchtern und realistisch. Der Schreibstil ist initial ungewohnt; auch, da Hadden zwischendurch zeitlich ziemlich umherspringt. Irgendwie fügen sich die Einzelteile aber sehr schön zu einem Ganzen zusammen und ergeben Sinn. Das Thema Verlust wird sehr tiefgründig abgehandelt. Anschaulich beschreibt Hadden, wie der Tod die umstehenden Menschen verändert. Insgesamt eine sehr traurige und tiefgründige Geschichte, die zum Denken anregt und mich noch viele Tage beschäftigt hat.
Profile Image for Sonja.
44 reviews
November 11, 2017
Hier muss man sich wohl ein bisschen damit anfreunden, dass das Buch eigentlich eine sehr amerikanische Geschichte ist.
Die Übersetzung ist gelungen, gleich soviel vorneweg ( man kann das Buch also auch auf Deutsch lesen)
Der Hauptdarsteller wächst als Adoptivkind kubanischer Flüchtlinge in New York auf, in einem Immigranten Viertel unweit der Bronx. Was das in dieser Zeit bedeutet hat, davon sollte man einen Begriff haben, auch die Musikszene der kubanischen Musiker, das spanisch-sprachige, welches ein Puzzle-Teil der Geschichte ist, das Leben in Jugendstrafanstalten und Colleges, all das ist etwas, was es so bei uns nicht gab, und wenn man gar keine Ahnung davon hat, wird einem die Geschichte fremd bleiben.

Persönlich hat mir dieser Roman sehr gut gefallen, die Sprache ist toll, die Rückblicke auf die politischen Wirren der 1970er und 80er Jahre, die Probleme und Sichtweisen der kubanischen Flüchtlinge, die Musik, alles das ist der sehr lebhafte Hintergrund, in dem der Hauptdarsteller seine Coming-of-Age Geschichte erzählt, Verluste, Gewalterfahrung, und Traumata inklusive.

Der Ton ist aber nicht selbstmitleidig, oder irgendwie weichzeichnend.
Sondern sehr realistisch, mit tollen Bildern und fast schon irgendwie klassisch.

Fazit: toll geschrieben, die Geschichte hat mir gut gefallen, es ist vor allem auch mal etwas komplett anderes.
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