Après «La Ronde» (2012), «Kermesse au Paradis» (2013) et «Madgermanes» (2017), le quatrième ouvrage de Birgit Weyhe aux éditions Cambourakis présente une galerie de trente trajectoires humaines, des hommes et des femmes d'horizons très divers mais qui ont en commun d'avoir quitté leur pays d'origine pour rebâtir leur vie ailleurs. «Lignes de vie» est un kaléidoscope de la migration qui souligne l'enchevêtrement inévitable des vies humaines, par-delà les frontières.
Eine wundervolle Graphic Novel, die mir so wahnsinnig viele Denkanstöße gegeben hat. Ich hatte von Birgit Wehye bereits ihre Graphic Novel "Madgermanes" gelesen, die mich nachhaltig beeindrucken konnte, also war ich sehr gespannt auf diese Sammlung von graphischen Geschichten, die sie zum Teil schon im Tagesspiegel publiziert hat. Ich habe mir bewusst Zeit genommen mit der Lektüre, denn nach jeder Geschichte (Umfang: 4 Seiten) habe ich eine "Verdauungspause" gebraucht. Die Leben der Menschen, die hier portraitiert werden, sind teilweise unglaublich, andere dagegen sehr unbeschwert. Sie alle eint, dass die Menschen viele Kulturen und Länder kennengelernt haben und für sich Heimat verschieden definieren. In wenigen Bildern gelingt es Birgit Weye, ihre Emotionen auf den Punkt zu bringen und einfühlsam zu vermitteln. Ich bin immer wieder überwältigt von dieser Fähigkeit. Ein sehr intensives Leseerlebnis. Ich kann dieses Werk wirklich jedem ans Herz legen, der seinen Horizont ein wenig erweitern will.
"Heimat ist für ihn, wo man sich verstanden und zugehörig fühlt, sie besteht aber gleichzeitig auch aus Erinnerungen. Und alles, was mit Erinnerungen zu tun hat, ist wunderbar und komplex zugleich." Birgit Weyhe, "Lebenslinien"
In "Lebenslinien" erzählt Birgit Weyhe die Lebensgeschichten verschiedenster Menschen in Bildern. Die Geschichten handeln von Freude und Leid, von Heimat und Entwurzelung, von Liebe und Hass. Sie sind alle außergewöhnlich und jede Geschichte für sich hat mich sehr berührt. Sie stammen von realen Persönlichkeiten, mit denen Birgit Weyhe Gespräche geführt hat.
Trotz der Kürze des für den jeweiligen Menschen eingeräumten Platzes in dem Comic hatte ich nicht das Gefühl, als würde etwas fehlen. Birgit Weyhe hat es für mich geschafft, in aller Knappheit unglaublich viel zu erzählen, ausgedrückt in ihren ganz wunderbaren Zeichnungen.
"Lebenslinien" war der erste Comic, den ich seit Jahren gelesen habe und ich bin so froh, dass ich ihm eine Chance gegeben habe. Denn er wirkt nach. Ursprünglich wurden die verschiedenen Geschichten immer wieder im Berliner Tagesspiegel veröffentlicht, für die Gesamtausgabe wurden die Lebenslinien der verschiedenen Menschen noch mit einigen weiteren Bildern ergänzt und es wurden noch zwei Geschichten exklusiv hinzugefügt.
Ich bin begeistert und sehr überrascht, wie einfühlsam und unvergleichlich Birgit Weyhe den Menschen eine neue Stimme verliehen hat. Ich mochte ihre Art, zu zeichnen, ich mochte ihre Art, zu erzählen und ich mochte jede einzelne Lebenslinie.
Für mich gibt es 5 / 5 ⭐ und ich möchte den Comic jedem empfehlen, der mal etwas über den Tellerrand hinaus schauen mag und sich näher mit dem Begriff Heimat und seine verschiedenen Bedeutungen für verschiedenste Menschen auseinander setzen will.
There are so many fascinating life stories in this book! Limited to just a few pages each, the author introduces the lives of people who have moved around a lot throughout their lives. There are so many reasons why people pack up and leave a place. Some are circumstancial, fleeing war, famine, political persecution, or personal trauma, while others are driven by the pursuit of a career, romantic relationships or just a sense of curiosity and freedom. Even though the stories are so short, you get a great sense of the different personalities, struggles, dreams and what the people were searching for at indifferent stages of their lives. This book is a great exploration on the themes of home, belonging and finding one's place in the world. It really shows how connected we all are and how most of us desire very similar things in life and yet how different our approaches and the resulting journeys can be. I would recommend taking a lot of time reading this, I think you will get more out of this one story at a time instead of reading them back to back and letting them blur into each other.
In ihrer Serie Lebenslinien, die im Berliner Tagesspiegel erschienen ist, spürt die preisgekrönte Autorin ganz unterschiedlichen Schicksalen und Lebenswegen nach. Aus flüchtigen Begegnungen sind so persönliche und ehrliche Geschichten entstanden, die dem Leser Einblick in die Biografien von Menschen geben, die auch genauso gut die eigenen Nachbarn sein könnten.
Jeder könnte (s)eine „Lebenslinie“ erzählen!
Im Großen geht es dabei um Identitätsfragen zwischen den Kulturen. Oft genug sind es gebrochene Biografien, in denen die großen und kleinen Ereignisse der Geschichte eingreifen. Und im Kleinen vielleicht auch nur darum, den Mitmenschen zuzuhören und seine Geschichte zu teilen.
"Ich finde es sehr schön geschrieben und die Geschichten sind einfach rührend "
Ich finde das Konzept der Graphic Novel ungemein interessant - mir hat es sehr gut gefallen, dass verschiedene Lebensgeschichten in Kombination mit der persönlichen Bedeutung von Heimat dargestellt wurden. Auch die Inszenierung mit der entsprechenden Kapitelüberschrift, dem Motiv einer leitenden Farbe und der konkrete Zeichenstil, gerade im Umgang mit traumatisierenden Ereignissen, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da die Lebensgeschichten auf nur drei Seiten abgehandelt werden, sind mir diese jedoch an einigen Stellen zu kurz gekommen - hier hätte ich mir manchmal noch ein wenig mehr Erläuterung und Erklärung gewünscht, die Menschen blieben einem dadurch auch ein wenig fremd. Trotzdem ein hochinteressantes Konzept mit einer wunderschönen Gestaltung!
In jeweils 18 zweifarbigen, holzschnittartigen Bildern zeichnet Birgit Weyhe Lebensstationen von Frauen und Männern in Deutschland, aus Afrika oder anderswoher nach. Es sind Menschen, die - unabhängig vom Alter - ein bewegtes Leben hinter sich haben und daher für sich "Heimat" oft weniger geographisch definieren als über Zugehörigkeit.
Kurze Highlights. Die Form war mir persönlich etwas zu eng für den Umfang des Materials. Ich hätte gerne mehr von den Städten und der Umgebung gesehen, aber vielleicht ist eben das Fehlen dieser konkreten Umgebung/Landschaft ein Hinweis darauf, dass Heimat (auch) im Inneren oder im Zwischenmenschlichen gefunden wird.
Ich lese am liebsten Graphic Novels, die sich mit Biografien beschäftigen - also genau das Richtige. Nur sind mir die Lebenslinien ein bisschen zu wenig divers, es kommt keine einzige LGBTQ*-Person vor. Schade!