Feminismus ist so aktuell wie seit langem nicht mehr – doch was genau ist das eigentlich? Wie sieht eine Feministin aus? Können auch Männer Feministen sein? Und was ist mit Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen? Die Journalistin Barbara Streidl stellt die wichtigsten Personen, Strömungen und Begriffe vor, erzählt von den Errungenschaften der Frauenbewegung und erklärt, warum wir den Feminismus noch heute brauchen – und zwar nicht nur in Europa, sondern auch in Indien oder Nigeria.
Als erster überblicksartiger Einstieg in das Thema nicht schlecht, aber wie das Thema trans behandelt ist, ist einfach eine einzige Katastrophe. Bei jeder trans Person muss der Deadname genannt werden, es wird Othering betrieben ("Transmenschen") und keine Ahnung, was dieses "Menschen, die sich weder als Mann noch als Frauen fühlen" sein soll. Nicht-binäre Menschen sind nicht-binär, die fühlen sich nicht so for fucks sake!
Stellenweise hat mich der selbstverweis der Autorin auf eigene Medien (Podcast, Bücher, etc) etwas irritiert. Ansonsten aber eine wunderbar griffige Einstiegslektüre, mit vielen guten Impulsen und Empfehlungen zu weiteren Büchern, Filmen, Personen, und so weiter.
,,Feminismus ist so aktuell wie seit langem nicht mehr – doch was genau ist das eigentlich? Wie sieht eine Feministin aus? Können auch Männer Feministen sein? Und was ist mit Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen? Die Journalistin Barbara Streidl stellt die wichtigsten Personen, Strömungen und Begriffe vor, erzählt von den Errungenschaften der Frauenbewegung und erklärt, warum wir den Feminismus noch heute brauchen – und zwar nicht nur in Europa, sondern auch in Indien oder Nigeria.''
Hm. Das Buch lässt einen merkwürdig leer zurück. Ich habe gehofft, weitere Kenntnisse rund um das Thema Feminismus zu erfahren, leider war das bei mir persönlich nicht der Fall. Stattdessen wird man nur mit Namen diverser Persönlichkeiten regelrecht beworfen, welche in meinen Augen sehr zusammenhangslos aneinandergereiht wurden. Trotzdem gibt es zwei Sterne, denn ich habe mich ein wenig weiterbilden können. Jedoch denke ich dass es - gerade für Einsteiger - bestimmt bessere Werke gibt. Es war für mich eher ein Essay als ein Lexika, aber vielleicht war genau das die Intention.
es ist so einfach, sich zu informieren. ich habe auf diesen hundert seiten so viele side facts gelernt - dass beispielsweise das zeigen der vulva eine der machtvollsten gesten war - aber auch von der historie und wie lange es dauert(e), feministisches gedankengut zu legitimieren. es gibt so viele feminismen und so viel darüber zu erfahren, dass ich noch mehr, mehr, mehr lektüre davon brauche.
Also wenn man Feminismus nicht kennt dann hilft es bestimmt wenn man aber schon bisschen im Topic ist bisschen unnötig und das Thema Trans Menschen ist sehr schlecht geschrieben
Ich dachte, dass wäre eher etwas für Jemanden der in das Thema einsteigt, aber dafür sind zu viele Fachausdrücke unerklärt geblieben - also doch eher für Interessierte mit Vorwissen. Ich mochte, dass viele Verweise zu anderer Literatur bzw. Dokumentationen darin waren - leider aber so in den Text eingebaut, dass man nicht wusste, ob man erst den Kasten oder den Fließtext weiterlesen soll (denn teilweise bezogen sich die Verweise auf den Text, der danach kam, und teilweise nicht). Auch hat mir die Autorin ein bisschen zu viel Werbung für ihre eigenen Werke gemacht und es war schon klar, welche feministischen Persönlichkeiten sie mag und welche nicht. Natürlich können nicht alle einer Meinung sein (und teilweise habe ich ihr in ihrer Ansicht auch zugestimmt), aber es wäre doch ein bisschen neutraler möglich gewesen. Ansonsten aber ein kurzes Buch, das alle wichtigen Themenbereiche ausreichend abdeckt und anregt, mehr zum Thema zu lesen.
3,5 ⭐ | Vielfältigkeit des Feminismus | kurz und prägnant | viel Input | kratzt an der Oberfläche | schwieriges Format
"Feminism is about giving women choice." (Emma Watson, 2017)
Feminismus auf 100 Seiten - Barbara Streidl liefert mit ihrem Text kurz und prägnant sehr viel Input. Das kleine Büchlein sorgt für einen tollen Einblick in den Feminismus und seine Vielseitigkeit und ist durch Streidls Kommentare häufig mit einer persönlichen Note geschrieben. Für eine gründliche Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen des Feminismus fehlt es nach meinem Geschmack aber öfter an genaueren Erklärungen und an Tiefe - Das liegt vermutlich vor allem an dem 100 Seiten Format - Wer mehr Input braucht, muss bei so einem komplexen Bereich eben einfach mehr als 100 Seiten lesen. Ein schöner Zusatz waren eigentlich die Kästchen mit Film-, Buch- oder Personeninformationen, allerdings hat mich die Aufmachung sehr gestört: Die Infokästchen wurden sehr oft mitten in einen Satz geschoben, wenn ich die Kästchen lesen wollte, musste ich immer wieder zwischen den Seiten springen und dadurch wurde der Lesefluss erheblich gestört. Zusammengefasst: Das Buch ist ein guter, schnell zu lesender Einstieg in das Thema Feminismus. Mir persönlich hat das Format und das schnelle, kurz gefasste Erläutern von Themenbereichen leider nicht so sehr zugesagt - Auch wenn ich Texte wie diese inhaltlich extrem wichtig finde.
"Menschenrechte haben kein Geschlecht." (Hedwig Dohm)
Feminismus von Barbara Streidl ist ein wunderbares kleines Büchlein, das so viel wichtigen und spannenden Input enthält. Dass es so viele unterschiedliche Strömungen innerhalb des Feminismus, dass es nicht DEN EINEN Feminismus gibt, das war mir irgendwie gar nicht so richtig bewusst. Auch viele Grundlagen zur Geschichte fand ich sehr interessant und lesenswert. Außerdem habe ich mir super viele (Lektüre)Tipps notiert, die ich mir unbedingt noch genauer anschauen möchte. Vielen Dank für diesen kleinen feinen Anstoß, mich zukünftig noch mehr mit dem Thema Feminismus auseinander zu setzen!
Gutes Buch, leicht zu lesen. Das Layout war manchmal etwas verwirrend - vorallem durch die Infoboxen. Wusste schon viel, konnte mir aber einige Film-, Musik- und Buchempfehlungen mitnehmen.
Ein hervorragender und für die Kürze des Buches auch umfassende Einführung in "die Feminismen" in Deutschland mit Schlaglichtern auf die Welt. Die Autorin ist offenbar in einige der vorgestellten geistigen und wissenschaftlichen Strömungen involviert. Da sie dies aber stets explizit deutlich macht, erscheint es nicht als Parteinahme, sondern als Angebot an die Leser*in, sich von den vorgestellten Positionen einnehmen zu lassen - oder auch nicht. Ein wichtiges, Orientierung gebendes Buch in unübersichtlichen Zeiten.