Sophie Passmann über Frank Ocean.Frank Oceans Album Blonde ist für Sophie Passmann ein Souvenir aus einer Zeit, in der nichts gut war. Und doch ist es das Album ihres Lebens. Es erschien in dem Sommer, in dem sie in Arztpraxen saß, mal ominöse, mal seriöse Pillen nahm, sich hektisch verliebte und alles in allem brachial lebte. Song für Song seziert sie das Album und damit ihre Gefühle. Sophie Passmann zeigt auf ihre unnachahmliche Weise, wie eng Musik mit dem verknüpft ist, was man so Leben nennt.
Sophie Passmann, geboren 1994, lebt in Baden-Württemberg, vor allem aber auf Bühnen in ganz Deutschland. Mit 15 Jahren nahm sie an ihrem ersten Poetry Slam teil, danach kamen Auftritte in Deutschland, Schweiz und Österreich. Sie gewann 2011 die Slam-Meisterschaften in Baden-Württemberg und stand im U20-Finale der deutschen Meisterschaften.
Ein ungewöhnliches Buch; genauso ungewöhnlich für mich, es zu lesen. Frank Ocean bedeutet mir nicht viel, aber das muss er auch gar nicht, um mir hier auf die Tränendrüse drücken zu lassen.
Auf knapp 100 Seiten beschreibt Sophie Passmann ein Jahr in ihrem Leben, das aus psychischen Krankheiten und mehr Tiefs als Hochs bestand. Das Jahr, in dem eben auch Frank Ocean's zweites Album blonde erschien, welches zum Soundtrack für Passmanns eigene Gefühlswelt wurde. Dabei begleiten wir sie von Lied zu Lied, von Beerdigung zu Diagnose, von Parties hin zu Trennungen.
Die Ehrlichkeit, mit der sie schreibt, hat mich etwas überrumpelt. Ich weiß gar nicht genau, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Wer Sophie Passmann kennt, ihr womöglich auf Twitter oder sonst wo im Internet folgt, der weiß, dass die Autorin in der Regel bissig und selbstironisch kritisiert und kommentiert und dabei wahrscheinlich auch genauso viel einstecken muss, wie sie austeilt.
Am Ende war ich unheimlich bemüht und habe mich auch ein bisschen verstanden gefühlt. Man muss Frank Ocean weder kennen, noch lieben; noch muss man manisch-depressiv sein, um Resonanz in Passmanns Worten und kurzen Geschichten zu finden. Was sie beschreibt, ist tief menschlich: das Gefühl, nicht das geben zu können, was man möchte, was andere oder man selbst verdient haben. Das Gefühl, dass man warten kann oder muss, bis alles wieder besser wird. Denn meist wird es das ja auch.
Durch Zufall habe ich das Hörbuch auf Spotify entdeckt und reingehört. Eine Stunde und Acht Minuten später war ich durch. Ich habe mich zuvor nie mit Sophie Passmann beschäftigt, kannte nur ihren Namen und wusste, dass sie "Alte Weiße Männer" geschreiben hat. Frank Ocean war mir da schon eher ein Begriff, da ich eine Handvoll Songs von ihm kenne und manche ziemlich gerne mag. Dieses kurze Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Oceans Album "Blonde". Passmann erzählt von ihrer biopolaren Störung und wie das Album sie durch die Zeit vor und nach der Diagnose begleitet hat. An vielen Stellen hat sie mir aus der Seele gesprochen.
irgendwie ernüchternd und traurig, aber vor allem ehrlich und relatable - all in all sehr lesbar! allein schon für frank lohnt es sich... und sophies art zu schreiben mag ich auch sehr!
Ich hatte, bevor ich dieses kleine Büchlein gelesen hatte, keine Ahnung wer Frank Ocean ist. Ich habe auch immer noch keinen seiner Songs gehört, werde das aber bald nachholen. Ist aber auch gar nicht wichtig. Hier geht's nämlich gar nicht um ihn.
Hier geht's noch nicht mal nur um Sophie Passmann, auch wenn es erstmal so wirkt. Es geht eigentlich um eine psychische Erkrankung und was sowas mit einem machen kann und welche Rolle Kunst (in diesem Falle Musik) spielen kann wenn das Leben aus den Fugen geraten ist.
Ich hab jetzt Lust mir diesen Frank Ocean mal anzuhören. Und auch wenn ich glaube, dass seine Musik nicht in dem Maße zu mir sprechen wird, wie sie es für Frau Passmann tut, werde ich aufgrund dieser knapp 80 Seiten einen Zugang dazu finden können und verstehen warum manch andere diesen Künstler eben so verehrt.
Könnte auch Sophie Passmann über Sophie Passmann heißen. Die Autorin hat Depressionen (schlimm), feiert (wild), hat Liebeskummer (auch schlimm) und hört dabei Musik. Zufällig erscheint in dem geschilderten Lebensabschnitt das Album 'Blond' von Frank Ocean, welches jedoch eher die Funktion eines Soundtracks einnimmt. Im Grunde genommen hätte es auch eine beliebige andere Musik sein können. Das wäre nicht schlimm gewesen, hieße das Buch anders und wäre es nicht in dieser Reihe erschienen.
Ich habe hier mehr über Sophie Passmann gelernt als über Frank Ocean. Damit wurde meine Erwartung leider nicht erfüllt. Es geht um Sophie Passmanns Erfahrungen mit ihrer Erkrankung und welche Rolle das Album Blonde von Frank Ocean ihr in dieser Phase ihres Lebens gespielt hat. Sophie Passmann betont mehrfach zu jedem Song des Albums blonde, der im Buch behandelt wird (ihre Kapitel sind nach Songs aus dem Album strukturiert/benannt) diesen nicht verstanden zu haben und dann doch. Dieser Faktor gestaltet sich aber als so auffällig, dass ich mich frage, warum ist es notwendig dies bei jedem Song nocheinmal zu erwähnen, anstatt dies mal anders zu formulieren, dass es nicht so plump wirkt. Nichts was ich von jemanden hören will, dem die Songs von Frank Ocean so viel bedeuten. Ansich finde ich es einen gelungenen Ansatz eine Person über eine andere Person, die sie auf eine bestimmte Art beeinflusst hat, schreiben zu lassen, aber dann doch wenigstens mit einem angemessenen Part zu dieser. Es wird nichts großartiges über Frank Ocean erzählt. Es sollte wenigstens 50 zu 50 sein und nicht 90 zu 10.
1 süße stunde mit diesem hörbuch verbracht bis die schmerztablette gegen migräne gewirkt hat. hab dabei einiges über frank ocean und vor allem sophie passmann gelernt. would recommend jetzt erstmal blonde album hören
jetzt doch 5 sterne weil ich noch echt oft drüber nachgedacht hab :)
Für den Mut, ihre psychische Erkrankung zu thematisieren - eine Sache, über die generell zu wenig geschrieben wird - und für ihre Wortgewandtheit und Ehrlichkeit bewundere ich Sophie Passsmann. Das Buch hätte doppelt so lang sein können.
mit „frank ocean“ begleitet sophie passmann ihre leser*innen durch ihre zeit zwischen hochs und tiefs ihrer manischen depression mit frank ocean’s „blonde“ als soundtrack dazu. allerdings muss man weder frank ocean kennen, noch eine bipolare störung haben, damit ihre worte ihre wirkung entfalten können. in ihrer liebeserklärung an das album thematisiert passmann nämlich vor allem die rolle von musik und das gearde in zeiten, wo das leben ein wenig aus den fugen gerät. & das ganze macht sie natürlich wieder auf eine sehr provokante und dennoch unterhaltsame weise. ach, ich hätte am liebsten jeden einzelnen satz ganz dick unterstrichen, denn sowohl sprachlich als auch inhaltlich ist sophie passmann einfach immer ein genuss.
eine reise durch sophie passmanns manische depressionen mit frank ocean als tourguide. die kapitel sind einigen songs aus „blonde“ gewidmet, die songs dabei zu hören, fühlte sich teilweise an wie sie zum 1. mal zu hören <3 & sophie passmann schreibt halt, wie sie spricht, das macht den text so authentisch.
Dieses Buch war für mich ganz überwältigend und hat mich für die zwei Tage, an denen ich es gelesen habe, aus der Bahn geworfen.
Ich habe das Buch nicht Frank Ocean wegen, sondern Sophie Passmann wegen gelesen. Deshalb werde ich mich auch keine Zeile darüber beschweren, dass dieses kurze Meisterwerk gar nicht von seinem Namensgeber handelt. Schon ein wenig; aber viel mehr bildet Frank Oceans' Album "Blonde" die Hintergrundmusik für Sophies Anekdoten aus einer Zeit, in der sie verdammt manisch war. Der Anfang ist erschreckend und wunderbar zugleich und zerrt einen direkt in das Seelenleben von manischer Sophie aus 2016. Schon komisch, wie viel ich mit dieser Person gemeinsam habe.
Für mich besteht kein Zweifel daran, dass Sophie eine atemberaubend gute Wortgewandtheit hat, für die ich ausschließlich dankbar sein kann. Ich weiß nicht ob ich das Recht dazu habe, aber ich bemängel mal trotzdem die Länge. Viel zu kurz. Liegt aber vielleicht daran, dass das Album von Frank Ocean auch viel zu kurz ist. Alles an diesen Zeilen hat mir unglaublich gut gefallen, ich denke, ich werde es irgendwann in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft erneut lesen.
Eine Stunde und acht Minuten - ein Jahr von Sophie Passmann Nach "Alte weiße Männer" wurde mir dieses Hörbuch von Spotify vorgeschlagen. Durch heftige Prokrastination motiviert, hörte ich mir dies ebenfalls direkt an.
Sie erzählt von ihrer Geschichte und der psychischen Erkrankung. Ein Teil von mir hätte dieses Buch gerne 2018 gehört, aber jetzt ist es auch gut. Frank Ocean sagt mir nicht viel, ich bin mir nichtmal sicher, ob ich überhaupt einen Song von ihm kenne. Aber ich werde jetzt definitiv mal reinhören. Die Verbindung aus der einhergehenden Normalisierung von psychischen Erkrankungen und Musik lässt mich einfach nur 5 Sterne gehen und ich habe irgendwie das Bedürfnis danke für diese eine Stunde und acht Minuten zu sagen.
Abgesehen davon, dass die Thematik, die Sophie Passmann in diesem Buch anspricht, super wichtig ist und sie das auf eine sehr zugängliche und offene Art macht, hab ich von einem Buch, das "Sophie Passmann über Frank Ocean" heißt, einfach etwas anderes erwartet - mehr über, weniger mit vielleicht. 2 1/2 Sterne.
analytisch (und teilweise sogar faktisch) natürlich kompletter käse. bin jetzt aber auch nicht mit dem anspruch reingegangen. dennoch fühlen sich selbst passmanns sehr persönliche bezüge zu blonde so hohl an, dass ich die anderthalbstunden lesezeit auch hätte anders verbringen können. mit dem album blonde von frank ocean beispielsweise.
ich saß im bus,hörte blonde,las dieses buch und dann hab ich mehrfach geweint. bei solo werde ich für immer an das instagram bild eines mir völlig fremden denken und daran,dass berliner clubs eig auch nix besonderes sind. sophie passmann schreibt unglaublich ehrlich über ihre bipolare störung und bestimmte passagen ihres lebens und über ihre liebe zu frank ocean,dass ich als leserin keine andere wahl hatte als mitgerissen zu werden.
Ja ich liebe Sophie Passmann, habe es daher mehr wegen ihr als wegen Frank ocean gelesen. Habe ich es bereut? Nein, wie könnte ich— es ist eben Frau Passmann. In knapp 90 Seiten liefert sie ein Liebesgeständnis an Frank Ocean und sein neues Album „Blonde“, welches sie durch eine ihrer schwersten Zeiten begleitet hat. Sie liefert also nicht nur ein Liebesgeständnis an Frank Ocean sondern auch an sich selbst. Denn sein Album begleitet sie. Song für Song beschreibt sie Ihre Zeit zwischen Hochs und Tiefs ihrer manischen Depression, nimmt uns mit auf wilde Partys, Beerdigungen und brachiales verlieben.
Zwischen den Seiten habe ich mich nicht nur wieder mehr in Sie sondern auch in ihre Liebe zu Frank ocean und am Ende auch ihre Liebe zu sich selbst verliebt!
Interessantes kleines Büchlein. Die Idee einer Musikbibliothek finde ich sowieso schon einmal interessant, und er radikal subjektive Ansatz, der vom Verlag hier verfolgt wird, ist sicher auch der einzig gangbare Weg hierfür - wie sonst sollte man es schaffen, überhaupt eine angemessene Auswahl von Künstler*innen, Bands und Alben zu treffen? Sophie Passmanns Fokus auf ein Album Frank Oceans ist sodann auch außerordentlich persönlich, und ihr gelingt die Verbindung ihrer persönlichen Geschichte bzw. der Geschichte Ihres Jahres 2016 mit diesem Album und damit, welche Rolle es für sie gespielt hat, rundum sehr gut, sehr lesenswert und sehr eindringlich.
Sophie Passmann finde ich immer stilistisch ein wenig zu schnell und zu sprunghaft. Ihr Schreiben zieht gerne in einem einzigen Satz argumentative Kreise, baut Treppenstufen artig auf und stolpert manchmal über die nächste Stufe. Aber wenn sie selbst liest, fällt mir das viel weniger auf. Ihre Hörbücher sind für mich deutlich angenehmer als ihr Fließtext, was auch immer das heißt. Und das hier fand ich richtig gut. Der Bezug zur Musik, die einen begleitet und die Analyse der Songs in den Kapiteln. Mega.
„Ich möchte die meiste Zeit niemanden nah bei mir haben, vor allem nicht wenn es mir schlecht geht.“ – Sophie Passmann
Hinter den Seiten dieses kleinen Buches verbirgt sich eine Aufarbeitung von Sophie Passmanns Erfahrungen mit ihrer bipolaren Störung, die von Phasen der Manie und Depression begleitet wird. Song für Song nimmt sie uns mit auf eine Reise durch ihre Höhen und Tiefen, und verknüpft dabei ihre Erlebnisse und Gefühle mit Frank Oceans Album "Blonde". Sie erzählt ehrlich von wilden Partynächten, Tagen, ohne Lebenssinn und der Liebe zu Frank Ocean.
Das Konzept dieses Buches ist brilliant und die Worte dahinter ehrlich und letztendlich auch hoffnungsvoll: “Es gibt eine Grauzone, meine Gefühle können mittlerweile mehr als Schwarz-Weiß, sie sind in die Realität reingewachsen.”
Ich habe das Buch auf Spotify gehört und auch wenn die Laufzeit nur eine gute Stunde beträgt, brauchte ich durch mein ständiges Pausieren und anhören einzelner Songs deutlich länger als eine Stunde.
Insgesamt sehr relatable!! Ich konnte mich an vielen Stellen selbst wiederfinden und an anderen war ich fasziniert, wie unterschiedlich Musik auf verschiedene Menschen wirken kann.
Hat mir sehr gut gefallen. Gibt einen sehr interessanten und wunderschönen Einblick in die Musik von Frank Ocean und wie sie Sophie Passmann prägt. Sehr spannend einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Autorin zu bekommen, versetzt einen aber definitiv in eine melancholische Stimmung.