2,5 Sterne
Da wartet man sehnsüchtig auf den nächsten John Benthien und dann sowas. Verworrene, gefühlt nachlässig recherchierte Story die weder spannend ist, noch mit Charakteren besiedelt, die einem auch nur annähernd nahegehen. Viele unnütze Seitenstränge die nur verwirren, und schon wieder ist einer im engeren Kreis in die Handlung involviert, und das auf eine wenig überzeugende Weise. Und schon wieder ermitteln die Herren Kommissare gemütlich von Benthien's Vater's "altem Kapitänshaus" auf Sylt aus. Und wirklich... kann man das ermitteln nennen, wie sie da etwas unmotiviert durch die Story tapsen? Am Ende war ich froh, als es zu Ende war.
Ich weiß, diese Bücher wollen unterhalten und keinen Pulitzer-Preis gewinnen. Und ich bin ein sehr großer John-Benthien-Fan der ersten Stunde, bestelle die neuen Bücher immer schon vor, sobald es einen Erscheinungstermin gibt. Herr Benthien, sein charmanter Vater und seine Ermittlerkolleginnen und -kollegen sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Aber hier, mit diesem Buch, hat's einfach nicht funktioniert, so leid mir das tut. Ich hoffe, Band 8 wird wieder besser.
Auch wünschte ich, man würde endlich einen anderen Sprecher als Reinhard Kuhnert für diese Bücher finden. Er ist kein schlechter Vorleser per se, meiner Meinung nach für die John-Benthien-Reihe jedoch ungeeignet. Alle Charaktere klingen älter als sie tatsächlich sind, manche sprechen entnervend schleppend ... einzig Ben klingt authentisch. Schade.