Ein Hebriden-Krimi für Schottland-Liebhaber und alle Fans von Kriminalromanen mit einem guten Schuss schwarzen Humors:
Der Eigenbrötler Nicol liebt nichts mehr als die malerische kleine Bucht samt Cottage und Bootshaus, die er auf der Hebriden-Insel Gigha gepachtet hat. Ausgerechnet dort will nun der beliebte schottische Schauspieler und Regisseur Jim McKechnie seinen neuen Film drehen. Als McKechnie Nicol androht, seine Kontakte spielen zu lassen, um Nicol von seinem geliebten Fleckchen Erde zu vertreiben, kommt es zu einem wüsten Streit zwischen den beiden Männern. Am nächsten Morgen spült das Meer Nicol eine Überraschung vor die Haustür: eine männliche Leiche im Kilt. McKechnie? Was tut man mit der Leiche seines Erzfeindes, wenn man lästige Fragen vermeiden will? Dummerweise ist Nicol nicht so unbeobachtet, wie er sich fühlt. Und seine heimlichen Zuschauer haben ebenfalls eine ganze Reihe Gründe, die Leiche auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen …
Schwarzer Humor und ein verliebtes Highland-Rind - zum Brüllen
Der immer barfuß laufende Nicol wird, als er sich gerade daran macht, die angespülte Leiche am Strand zu verbuddeln, von einigen anderen Dorfbewohnern dabei gesehen. Da das als McKechnie vermutete Opfer bei keinem so wirklich beliebt war, bekommt er schnell Hilfe von der resoluten Val. Doch auch Hynch, ein ehemaliger Profikiller, beobachtet die Aktion. Ist er der Mörder? Ganz egal, die Leiche muss weg, wie auch immer. Wären da nur nicht dieses neugierige Touristenpaar, das einfach zu viele Fragen stellt und immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Und dann ist da noch Thin Lizzy… die auf der Insel frei herumlaufende Highland-Kuh, die sich zu allem auch so ihre Gedanken macht und sich dann auch noch in Nicol verliebt.
Ich habe so gelacht! Das Buch ist von vorne bis hinten einfach nur köstlich. Die Charaktere werden so lebhaft geschildert, das Setting ebenso. Der Umgang aller untereinander, die immer störenden Touristen, das Hin- und Her mit dem Toten und nicht zu vergessen: die Kapitel, in denen Thin Lizzy, die Fladenkönigin, zu Wort kommt – umwerfend. Ich war ständig am Grinsen und am laut Lachen, habe meinem Mann immer wieder Passagen daraus vorgelesen (was zur Folge hatte, dass er das Buch dann auch gelesen und sich genauso beömmelt hat) und war schlicht richtig gut unterhalten. Schwarzer Humor at its best, ein paar Verstrickungen und immer wieder die Frage: wer ist der Mörder? Und: was stellt Lizzy wohl als nächstes an?
Ihr ahnt es schon: es ist kein ernsthafter Krimi, sondern eine Krimikomödie. Alle, die „Immer Ärger mit Harry“ oder auch „Eine Leiche zum Dessert“ mögen, die schwarzen Humor lieben und nicht immer alles so ernst und verbissen sehen und auch einfach für alle, die mal gerne wieder herzhaft beim Lesen lachen wollen, sei dieses Buch empfohlen. Ich hätte gerne noch viel mehr dieser schwarzhumorigen Hebriden-Krimis.
Auf der kleinen schottischen Insel Gigha geht allerhand vor sich: Eines Morgens taucht die Leiche eines bekannten schottischen Schauspielers am Strand auf. Mehrere Parteien beobachten dann unbemerkt, wie es der Leiche weiter ergeht, doch niemand greift ein oder ruft die Polizei. Ein wirklich seltsames Inselvölkchen... Ich kann euch leider nicht wirklich mehr verraten, weil es sehr viele sehr schräge Verwicklungen gibt und ich nicht spoilern will.
Wie ihr an der Nummerierung merkt, ist dies der zweite Hebriden-Thriller, der diese Woche erschien - doch das hielt mich von nichts ab und ich sollte Recht behalten: Die Charaktere sind vollständig ausgearbeitet und die Handlung in sich geschlossen.
Normalerweise bewerte ich, wie viele Blätter ich vergebe, danach, ob ich es nochmal lesen würde, wie witzig es war, ob es noch viele nervige Fehler gab - hier gibt es zusätzlich ein Blatt für schottisch-trockenen Humor und dafür, dass es Kapitel aus Sicht der Highland Coo auf dem Cover gibt. Absolut irre und zum Schreien komisch! Als Schottlandfan habe ich mich hier direkt "heimisch" gefühlt und habe mich köstlich amüsiert.
Die ganzen Verwicklungen und Historien der schrägen Charaktere sind spannend nachzuverfolgen und am Ende war es mir fast schon egal, wie die Leiche an den Strand gekommen ist - ich wollte einfach nur diesen zauberhaften Insulanern bei ihren Eskapaden zulesen. Faszinierend fand ich auch die zahlreichen Tolkien / Herr der Ringe Anspielungen - für Nerds ein weiteres schönes Schmankerl.
Jetzt muss ich wohl Band 1 nachholen - und dem Autor schreiben, dass er sich mit Band 3 beeilen soll...
"Wenn Schotten sterben, steigt meistens eine Party."
Ich liebe Krimis, ich liebe Schottland, also warum liebe ich dieses Buch nicht? Weil ich (oh, armes, sensibles Ding...) ein Problem mit ekeligen Beschreibungen habe. Ich bin da ganz ehrlich. Das Buch habe ich nur bis Seite 42(?) geschafft, denn allein auf diesen wenigen Seiten wurde mir viel zu oft widerliches Zeug beschrieben. Das meiste bezieht sich auf die Leiche (die Verwesung, der zerstörerische Umgang mit der Leiche durch Tiere, durch Menschen, Erbrochenes), gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des Verdauungsvorgangs eines Rindes. Wer eine dickere Haut hat als ich oder sowas auch einfach lustig findet, der hat natürlich Glück. Ich leider nicht, obwohl ich mich sehr auf das Lesen dieses Buches gefreut hatte.
Ich hatte so eine Freude beim Lesen! Schrullige, aber liebenswerte Figuren, eine witzige und durchgeknallte Geschichte, eine Menge Schottlandliebe (plus Whisky) und vor allem viel Humor. Ein kurzweiliger Krimi, der viel Spaß macht. Und die Kapitel aus der Sicht des Hochlandrindes "Thin Lizzy" sind einfach genial!
Ein höchst unterhaltsamer Schottland "Krimi", der von Klischees und skurrilen Persönlichkeiten nur so trieft.Hauptfigur ist eh Thin Lizzy, die sehr eigenbrötlerische Hochland Kuh. Sollte man also nicht alles so ernst nehmen und sich nur unterhalten lassen.