Hva vil det si å være norsk i dag? Kan vi definere noe som norsk, eller finnes det bare individuelle opplevelser av å tilhøre et fellesskap? Finnes det en norsk måte å oppleve verden på, og hva betyr det å være norsk for deg og meg? Redaktørene H.K.H. Kronprinsesse Mette-Marit og Geir Gulliksen har invitert tolv forfattere, som begge verdsetter, til å bidra med nyskrevne noveller og essay med utgangspunkt i disse spørsmålene. Tekstene gir et interessant innblikk i noen av samtidslitteraturens sterkeste stemmer, samtidig som de til sammen tegner et litterært tidsbilde. H.K.H. Kronprinsesse Mette-Marit og Geir Gulliksen er redaktører for denne samlingen skjønnlitterære tekster. Kronprinsessen ble invitert til å være redaktør i forbindelse med at Norge er gjesteland på Bokmessen i Frankfurt 2019, og i kraft av sin rolle som ambassadør for norsk litteratur i utlandet. Hun valgte seg forfatter Geir Gulliksen som medredaktør. Forfattere: Agnes Ravatn, Dag Solstad, Demian Vitanza, Helga Flatland, Karl Ove Knausgård, Maria Navarro Skaranger, Marit Eikemo, Ole Robert Sunde, Siri Hustvedt, Tomas Espedal, Vigdis Hjorth og Wencke Muhleisen.
In dem Jahr, in dem Norwegen das Gastland war, die Buchmesse in Frankfurt zum ersten Mal selber besuchen zu können, das war ein wundervoller Moment. Nicht nur, weil meine Liebe zu Karl Ove Knausgård in den letzten Jahren ins unermessliche Gewachsen ist, sondern auch, da die Autor*innen des nordischen Landes zur Zeit so interessant sind, wie selten anderswo.
Mit der Zusammenstellung "Heimatland" wurde der Auftritt des Landes in Deutschland mit zwölf neuen Essays und Kurztexten begleitet und gleichzeitig als kritische Betrachtung von Norwegen aufgezogen. Unter der Leitung von Kronprinzessin Mette-Marit und Autor Geir Gulliksen findet man in diesem Buch humoristische, nachdenkliche und konfrontationsbereite Kurztexte, die Persönliches, Mögliches und Weitgreifendes präsentieren. Das lädt nicht nur dazu ein, Norwegen (neu) zu entdecken, sondern sich zu den eigenen Einstellungen bezüglich Herkunft, Heimat und Nationalität fragen zu stellen.
Thomas Espedal berührt mit seiner Poesie, Knausgård entführt in die Literaturdiskussion, Siri Hustvedt betrachtet das Land aus diversen Perspektiven. Mit bekannten und neuen Stimmen, einem Gespräch als Vorwort und der gelungenen Auswahl ist dieser Band Vertiefung und Einstieg zugleich.
Interessante og veldig ulike fortellinger om Norge i dag. For meg var det kjekt å lese fra flere forfattere jeg ikke har lest før. Ellers synes jeg kanskje valget av tema for de ulike historiene til sammen var vel negativt.
Sikkert mange langt ute på høyresida i politikken som vil like mye her. Noe er jo også faktisk godt skrevet, men syns det generelt er en problematisk og en smule ekskluderende bok... Spesielt problematisk i en tid hvor det er oppblomstring i høyreekstreme miljøer og mye politikk som går i høyrevridd retning. Tenker at verden må få lov til å utvikle seg og om det går i en mer internasjonal og flerkulturell retning nå, så trenger ikke det være så negativt heller. Tenker at vi kan inkludere mer i hva "det norske" skal være i dag og framover. Litt navlebeskuende og selvforherligende å velte seg i nostalgi og det som karakteres som "det norske". Uansett så vet man ikke hvordan verden og "det norske" vil utvikle seg lenger inn i fremtiden...
Bei der Frankfurter Buchmesse war ich bisher zwar noch nicht, aber ich verfolge dennoch alljährlich interessiert das Drumherum. In diesem Jahr ist Norwegen das Ehrengastland und deshalb wurde ich auch gleich hellhörig, als ich erfuhr dass die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit, auf deren Liebe zu Büchern und ihren Einsatz im Literaturzug ich erst im vergangenen Jahr aufmerksam wurde, gemeinsam mit Geir Gulliksen das Buch „Heimatland“ herausgegeben hat. Von der Landschaft Norwegens bin ich begeistert, weiß von diesem Land aber genaugenommen sehr wenig. Durch dieses Buch erhoffte ich Interessantes zu erfahren und dabei gleichzeitig einen kleinen Eindruck von norwegischer Literatur zu bekommen – und einen weiteren weißen Fleck im Rahmen meiner BUCHweltreise mit Inhalten zu füllen.
Als Vorwort beginnt „Heimatland“ mit dem Gespräch zwischen I.K.H. Kronprinzessin Mette-Marit und Geir Gulliksen. Darin unterhalten sie sich über Literatur und darüber, wie norwegisch sie eigentlich sind. Zur Verwirklichung dieses Buchprojekts waren sich die beiden Herausgeber gleich einig, dass sie Autoren und Autorinnen dazu einladen wollten, über das Norwegische zu schreiben und darüber, was das Norwegische für sie heißt. Auch um den Zusammenhang von Sprache, Literatur und das Leben sollte es gehen.
In „Heimatland“ kommen deshalb zwölf literarische Stimmen aus Norwegen zu Wort: Tomas Espedal, Vigdis Hjorth, Ole Robert Sunde, Marit Eikemo, Siri Hustvedt, Wencke Mühleisen, Demian Vitanza, Karl Ove Knausgård, Helga Flatland, Agnes Ravatn, Maria Navarro Skaranger und Dag Solstad. Jedem Text vorangestellt ist ein schwarzweiß Portrait des jeweiligen Autors. Die Buchgestaltung ist luftig und lässt den Texten, die so unterschiedlich sind wie das, worüber sie berichten, genug Freiraum.
Mal geht es um Geschichtliches und Spätfolgen der Kolonialzeit, um das Leben norwegischer Auswanderer in Amerika, man erfährt einiges über Leben und Wirken des Schriftstellers Knut Hamsun, erlebt Tradition und Moderne, die Veränderlichkeit der Sprache, schwierige Witterungsverhältnisse und traumhaft schöne Landschaft. Aber hier wird nicht nur die Heimat der Schriftsteller geliebt und beleuchtet, sondern auch kritisch betrachtet. So entsteht eine Mixtur unterschiedlicher Themen, Geschichten und Momentaufnahmen, fern von der Glorifizierung des Begriffs Heimat, dafür aber authentisch und lebensnah wirkend.
Neben sachlichen Texten sind im Buch einige Geschichten enthalten, die mit ihren ganz eigenen besonderen Stimmen erzählt werden. Das Gelesene berührt und hallt nach, selbst wenn das Norwegische nur leise im Hintergrund durchklingt. Hier beeindruckt die Fähigkeit der Schriftsteller über die nahen Beziehungen der Menschen zu schreiben und macht Lust darauf, mehr von dem jeweiligen Autor oder der Autorin zu entdecken.
Für mich war das Lesen dieses Buches ein echter Gewinn, da es mir Seiten von Norwegen zeigen konnte, die mir unbekannt waren. Auch der unmittelbare Bezug zur Literatur und den bekannten norwegischen Literaten hat mir gut gefallen und mich auf den Geschmack gebracht. Lediglich das Vorwort hätte mir als Nachwort besser gefallen, da die Herausgeber darin teilweise auf die Inhalte der Texte eingehen und ich das nicht lesen mag, ohne selbst die Texte zu kennen. Allerdings nehmen sie dabei auch nichts vorweg, aber mir fehlte als Leserin halt der Bezug. Dafür konnte ich mit dem Vorwort umso mehr anfangen, als ich es nach Beendigung des Buches einfach nochmal las. So schloss sich für mich der Kreis und das Buch fand für mich zu einem gelungenen vielfältigen Ganzen, das mir auf sympathische Weise einige Facetten Norwegens zeigen konnte – einem Land, von dem ich gerne mehr erfahren und es selbst einmal besuchen möchte.
Jeg innser at jeg aldri kommer til å orke å lese mer Knausgård i mitt liv, så jeg bare sier meg ferdig med denne. Et drøyt pandemiår etter at jeg sist så på den.