Norge, 2019. En ung kvinne blir funnet drept. To år tidligere rømte seriemorderen Stig Hellum under en fangetransport. Drapet bærer hans signatur, og Anton Brekke vet to ting med sikkerhet: Stig Hellum har våknet fra dvalen. Og han kommer ikke til å stanse av seg selv.
Texas, 2006. Om få timer skal den dødsdømte fangen Nathan Sudlow henrettes. I 11 år har han tiet. Nå forteller han sin historie til pater Tom Sullivan. Hva er sammenhengen mellom Stig Hellum og Nathan Sudlows rystende beretning? Anton Brekke får ansvaret for den pågående drapsetterforskningen, og han blir umiddelbart konfrontert med det eneste han egentlig tror på: ondskap.
Jan-Erik Fjell (født 20. oktober 1982 i Fredrikstad) er en norsk forfatter og radiovert.
Fjell debuterte i 2009 med romanen Pus,gitt ut på Fritt Forlag hvor leseren får komme på innsiden av en ung, narssistisk mann, og følger ham i en travel uke på jakt etter damer og seg selv. I 2010 kom hans første kriminalroman Tysteren, ut på Juritzen Forlag. Krimdebuten ble belønnet med Bokhandlerprisen 2010. Fjell var da den yngste forfatteren som noen gang har fått denne prisen.
Jan-Erik Fjell er en av to hovedprogramledere i radioprogrammet God kveld, med Staysman og Fjell som sendes på Radio Prime Halden.
Jan-Erik Fjell er sønn av skuespiller Jan Edgar Fjell.
Heilt grei bok og Fjell er dyktig på å skape spenning, men eg likte ikkje heilt at kvar einaste kvinne i boka enten vart seksualisert av mennene som hadde fortellerstemme, eller så var dei brutaliserte mordoffer.
Worum geht’s? Als die grausam zugerichtete Leiche einer Frau aufgefunden wird, deutet alles darauf hin, dass ein vor 2 Jahren entflohener Serienmörder wieder am Werk ist. Doch steckt wirklich der berüchtigte Stig Hellum dahinter? Kriminalkommissar Brekke nimmt die Ermittlungen auf und entdeckt Unerwartetes.
Meine Meinung: Anhand des Covers sieht man sofort, dass es sich bei „Nachtjagd“ von Jan-Erik Fjell um einen Norwegen-Thriller handelt, was mich gleich neugierig gemacht hat. Das Buch ist der 6. Band der Thrillerserie um den Ermittler Anton Brekke, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden – zumal von den bislang erschienenen 6 Teilen aktuell nur 3 ins Deutsche übersetzt sind. Der Sprachstil hat mir gut gefallen. In üblicher Nordthriller-Manier, wie ich sie bislang kenne, ist es von Beginn an spannend und düster und der Autor beschreibt die Szenerien und insbesondere die Tatorte erschreckend detailgetreu.
Anton Brekke, der Hauptprotagonist, hat in diesem Band allerdings eher eine Nebenrolle, im Fokus steht m.E. sein Kollege Magnus Torp, der in den Vorgängerbänden wohl viel von Anton gelernt hat. Sehr gut gefallen hat mir auch Nathan Lockhard/Sudlow. Er hat in meinen Augen die wohl interessanteste und geheimnisvollste Rolle.
Herr Fjell hat in seinem Thriller drei Erzählstränge verwendet, wobei bei den in der Vergangenheit spielenden Kapiteln der Zusammenhang deutlich war. Diese haben mir überhaupt gut gefallen, besonders der Teil im Todestrakt und kurz vor der Hinrichtung. Ein grauenvoller Einblick in die Todesstrafe in Texas. Der Zusammenhang mit den in der Gegenwart spielenden Kapiteln war mir hingegen nicht sofort klar. Hier hat der Autor geschickt die Verbindung langsam aufgebaut, so die Spannung noch mehr gesteigert und am Ende das Ganze so genial zusammengeführt, dass bis fast zum Schluss alles möglich schien. Dadurch wuchs die Spannungskurve zum Ende hin immens an und ich habe es genossen, mich in die Irre führen zu lassen! Ich konnte sowohl mit Nathan bangen, als auch mit Magnus, Anton und den anderen mitfiebern auf der Jagd nach dem Serienkiller. Besonders gut gefallen hat mir, dass dieses Buch unerwartet war. Und das kommt nicht oft vor, meist ist mir schon schnell klar, worauf ein Plot hinsteuert, doch hier waren geschickte Wendungen und gewiefte Twists und Verwirrungen eingebaut, die unvergleichlich waren. Zudem war der Thriller mitreißend, atmosphärisch und hatte genau das richtige Maß an Grausamkeit, um mich auf weitere Bücher des Autors heiß zu machen. Eine geniale Entdeckung für mich aus Norwegen und sicher nicht das letzte Buch des Autors, das ich gelesen habe!
Fazit: „Nachtjagd“ von Jan-Erik Fjell ist das 6. Buch seiner Thrillerserie um Anton Brekke. Ich habe die anderen Bücher – von denen bislang nur zwei weitere übersetzt wurden – zuvor nicht gelesen, bin jedoch super klargekommen und habe keine Vorkenntnisse vermisst. Hauptsächlich haben wir allerdings nicht mit Anton, sondern mit seinem Kollegen Magnus ermittelt. Dabei hatten wir sowohl Kapitel aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit und besonders letztere waren intensiv und mitreißend. Bis zum Ende blieb für mich offen, wer der Täter ist, obwohl es oftmals so logisch erschien. Erst, als der Autor langsam und auf wirklich geniale Weise die Handlungsstränge verband, fielen die letzten Teile des Puzzles an ihren Platz. Dieser Thriller war einfach genial, ich konnte mich perfekt verwirren lassen und in die Geschichte eintauchen und bin auf weitere Bücher von Herrn Fjell gespannt, der mich wirklich sehr begeistert hat.
In seiner norwegischen Heimat ist Jan-Erik Fjell längst ein renommierter und prämierter Bestsellerautor, im deutschen Sprachraum ist dessen Reihe um den Osloer Kriminalkommissar Anton Brekke jedoch noch weitestgehend unbekannt. Das ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass von der mittlerweile schon neun Bände umfassenden Serie gerade einmal die ersten beiden in deutscher Übersetzung erschienen sind – und das offenbar mit eher mäßigem Erfolg, denn seit dem Jahr 2013 hat es kein weiterer Roman des Autors hierzulande in die Verkaufsregale geschafft.
In Norwegen längst Bestsellerautor – jetzt auch (endlich) in Deutschland?
Nun hat sich jedoch der Goldmann Verlag die Rechte am sechsten Buch der Serie gesichert und wagt mit “Nachtjagd” einen neuen Versuch, Jan-Erik Fjell auch in Deutschland zu etablieren. Um aus der Masse an skandinavischen Kriminalromanen und Thrillern hervorzustechen hilft dabei sicherlich die ungewöhnliche Ausgangssituation des Romans, denn “Nachtjagd” bietet auf den ersten Blick gleich drei Geschichten in einer.
Ein Thriller, drei grundverschiedene Geschichten
Am gewöhnlichsten der drei vorrangigen Handlungsstränge ist dabei sicherlich jener um Fjells Protagonisten Anton Brekke, der sich gleich mit zwei äußerst unangenehmen Problemen herumschlagen muss. Zum einen plagt ihn eine überaus schmerzhafte Entzündung im Intimbereich, noch herausfordernder dürften für ihn jedoch die Ermittlungen im Fall einer ermordeten jungen Frau sein. Denn als wenn der Mord an sich noch nicht schlimm genug wäre, so scheint dieser auch noch auf das Konto von Norwegens meist gefürchteten Verbrecher zu gehen – nämlich auf das von Serienmörder Stig Hellum, dem vor einiger Zeit die Flucht aus dem Gefängnis gelungen ist.
Wie passt der amerikanische Todeskandidat in die Norwegen-Handlung?
So weit, so wenig überraschend für einen Norwegen-Thriller. Auch die Episode auf einem Schiff der Hurtigruten-Kreuzfahrtflotte, wo sich ein mysteriöser Reisender und eine Mitarbeiterin näher kommen, fügt sich passend in das Setting ein, auch wenn ein inhaltlicher Zusammenhang zu den Brekke-Ermittlungen lange nicht erkennbar ist. Neugierig macht dann aber vor allem die Geschichte um den Amerikaner Nathan Sudlow, der in Texas in der Todeszelle sitzt und in wenigen Stunden seine Hinrichtung als verurteilter Mörder erwartet. Auch die Tatsache, dass dieser Handlungsstrang mehr als eine Dekade vor den aktuellen Geschehnissen stattfindet, sorgt zu Beginn für ein großes Fragezeichen.
Auf der Suche nach dem großen Zusammenhang
Kreativität kann man Jan-Erik Fjell also kaum absprechen, doch leider funktioniert dessen Konstrukt nicht so, wie es sich der Autor sicherlich erhofft hat. Zwar sind die jeweiligen Erzählebenen für sich genommen durchaus interessant und spannend erzählt, allerdings liegen diese inhaltlich und teilweise auch zeitlich so weit auseinander, dass man häufig das Gefühl hat, man würde drei verschiedene Bücher parallel lesen, die offenbar überhaupt nichts miteinander zu tun haben.
Eine Hauptfigur, die eigentlich keiner braucht
Dabei fällt zudem ausgerechnet die Haupthandlung um Protagonist Anton Brekke und dessen neuen Kollegen Magnus Torp qualitativ deutlich ab. Zum einen gibt es in der ersten Buchhälfte kaum erkennbare Polizeiarbeit und die Ermittlungen werden meist sehr willkürlich vorangetrieben, zum anderen präsentieren sich die Charaktere hier als weitestgehend völlig farblos und austauschbar. So ist das Interessanteste an Anton Brekke leider auch schon dessen geschwollener Hodensack – abgesehen davon fällt der Kommissar nämlich oft nur durch sein missgünstiges Verhalten und ein etwas rückständiges Frauenbild auf. Überhaupt spielt das weibliche Geschlecht in diesem Roman nur zwei Rollen – die des Opfers und die des optisch schmückenden Beiwerks.
Überambitionierter Thriller mit versöhnlichem Schlussdrittel
Im Schlussdrittel legt “Nachtjagd” aber dann doch noch einmal merklich zu und führt die anfangs weit auseinander liegenden Handlungsstränge letztlich doch noch zu einem zumeist stimmigen Gesamtbild zusammen. Zwar ist die Auflösung insgesamt schon arg weit hergeholt, bietet dadurch aber auch einen wirkungsvollen Überraschungseffekt und ist trotz aller Unwahrscheinlichkeit immerhin handwerklich schlüssig konstruiert. Beim spannenden Finale dürfen dann auch Anton Brekke und Magnus Torp ihre Fähigkeiten endlich ein wenig unter Beweis stellen und deuten so doch noch ihr mögliches Potenzial an. Das alles reicht zwar nicht mehr, um “Nachtjagd” in die qualitativ obere Riege der skandinavischen Spannungsromane zu befördern, sorgt aber wenigstens für einen versöhnlichen Abschluss.
Eine recht verwobene Story mit der gehörigen Portion Spannung. Das durchaus sympathische Ermittlerteam muss so einige falsche Fährten untersuchen bevor der irre Plan des Mörders ersichtlich wird. Die Nebenstränge der Handlung sind auch sehr gelungen. Insgesamt ein empfehlenswerter Thriller aus Norwegen.
Man muss am Ball bleiben, um die verschiedenen Handlungs- und Zeitstränge nachvollziehen zu können. Mir hat das Buch gefallen, weil es interessante Charaktere und einige Wendungen hatte.
Fjell skriver godt, men har en overveldende forkjærlighet for bråkjekke, kleine og dramatiske menn i midtlivskriser... Kan de ikke bare snakke og oppføre seg litt mer naturlig og normalt? Må det være så voldsomt hele tiden?
Jeg er heller ikke så glad i de to parallelle historiene han alltid ser ut til å måtte ha med, men det var lettere å følge i denne boken enn de tidligste. Den forrige boken står fremdeles på pallen som den beste han har skrevet hittil, får se hva neste bringer...?
Als Kriminalkommissar Anton Brekke zu einem Mord an einer jungen Frau hinzugerufen wird, ahnt er schlimmes. Es scheint, als hätte der vor zwei Jahren bei einem Gefangenentransport entflohene Serienmörder Stig Hellum wieder zugeschlagen. Brekke und sein neuer Kollege beginnen zu ermitteln. Zur gleichen Zeit sitzt in Texas Nathan Sudlow in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung. Gemeinsam mit Pater Sullivan spricht er über die Vergangenheit und welche Schuld auf ihm lastet. Bisher war mir der Name Jan-Erik Fjell leider noch völlig unbekannt, dabei hatte er bereits zuvor einige Thriller rund um Kommissar Breke veröffentlicht. Auch wenn ich bisher keinen Vorgänger gelesen hatte, fand ich mich hier allerdings problemlos zurecht. Der Einstieg fällt sehr leicht, was dem sehr lockeren und flüssigen Schreibstils des Autors zu Teil fällt. Fjell schreibt mit dem nötigen bildhaften Kopfkino, ohne sich endlosen Details oder blutigen Schockmomenten zu verlieren. Nichtsdestotrotz gibt es hin und wieder klarere Beschreibungen rund um die Morde, bleiben aber wenig schaurig. Erzählt wird das Ganze aus unterschiedlichen Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen. So verfolgt man auf der einen Seite die Ermittlungen in Norwegen rund um den Serienmörder Hellum und auf der anderen Seite belgeitet man Nathan Sudlow in der Todeszelle, wobei es hier hin und wieder auch Rückblicke auf Nathans Vergangenheit gibt. Diese waren das einzige, was mich zunächst nicht so sehr fesseln konnte, zumal man auch über lange Zeit keine Ahnung hat, was das alles mit Norwegen zu tun hat, doch letzten Endes sorgten diese Einblicke für ein klares Verständnis des Thrillers. Die Spannung wird recht hoch gehalten, während den Ermittlungen hat man jede Menge Möglichkeiten, selbst mitzurätseln, was wirklich passiert ist und ob Hellum hier etwas mit zu tun hat. Ausserdem sind da ja auch die Einblicke rund um Sudlow. Das ist auf jeden Fall spannend und insgesamt kann man sagen, ein typischer nordischer Thriller, dessen Atmosphäre mir sehr gut gefallen hat. Die beiden Ermittler Brekke und Torp sind durchweg sympathisch. Auch wenn Brekke hier zunächst eher gesundheitlich angeschlagen ist, verfolgt er aus dem Krankenhaus heraus die Ermittlungen seines jüngeren Kollegen Torp. Für mich sind beide glaubhafte Charaktere mit natürlichem Auftreten, deren Ermittlungen ich gerne begleitet habe. Auch der Charakter auf der anderen Seite der Weltkugel, Sudlow, war mir sehr sympathisch und man ahnt, auch wenn er in der Todeszelle sitzt. Man erfährt sehr viel aus seiner Vergangenheit und wie er wirklich tickt, so dass man hier tiefes Mitgefühl empfindet. Mein Fazit: Nachtjagd war mein erster Thriller aus der Feder des Autors Fjell, doch mit Sicherheit nicht mein letzter. Er bietet das typische nordische Thrillerflair und damit auch spannende Unterhaltung. Auch die eher zart besaiteten Leser werden hier nicht allzu viele Schockmomente erleben, auch wenn es hin und wieder durchaus härter wird. Definitiv spannend und empfehlenswert.
eher ein Krimi, als ein Thriller "Nachtjagd" von Jan Erik Fjell ist das erste Buch das ich von diesem Autor lese. "Nachtjagd " ist wohl auch der sechste Band einer Reihe um den Kommissar Anton Brekke, doch ich hatte keine Probleme in den Fall einzusteigen, ohne die anderen Bücher gelesen zu haben.
In Norwegen wird am Ufer eines Sees die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Art der Verletzungen, aber auch die Art des Mordes, lassen einen Rückschluss zu einem geflohenen Mörder, Stig Hellum, zu.
Parallel wird ein zweiter Erzählstrang geschildert, der in Texas in einer Todeszelle spielt. Hier erzählt Nathan Sudlow, der Todeskandidat,von einer Reise nach Norwegen auf einem Schiff der Hurtigreisen.
Zu Anfang des Buches fragt man sich, wie diese beiden Erzählstränge zusammenpassen . Der sehr komplexe Kriminalfall, für mich ist es eher ein Krmi als ein Thriller, scheint in verschiedene Richtungen zu laufen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch der Autor verflicht die beiden Handlungsstränge so geschickt, dass man bis kurz vorm Ende nicht unbedingt ahnt, wer der Mörder ist.
Die Spannung dieses Buches hielt sich meiner Meinung nach auf langen Strecken in Grenzen. Durch das komplexe Geschehen und die vielen Perspektivwechsel wurde sie immer wieder ausgebremst. Zum Schluss kommt es aber noch zu einem Show down, der mich mit dem Ganzen versöhnt hat. Der Erzählstil des Autors hat mir gefallen, genauso wie die oftmals kurzen Kapitel. Auch waren mir die beiden Kommissare Anton und Magnus recht sympathisch, obwohl mir die Machosprüche von Anton manchmal auf die Nerven gegangen sind.
Alles in allem ein solider " Thriller" , der mich eher ein Krimi war, den ich aber gern gelesen habe.
„Nachtjagd“ von Jan-Erik Fjell, Verlag Goldmann, habe ich als ebook mit 445 Seiten gelesen, die in 100 Kapitel eingeteilt sind, diese sind mit Tag und Datum überschrieben bzw. auch mit Jahresangabe. Es ist der 3. Teil der Reihe „Kriminalkommissar Anton Brekke“. Als an einem norwegischen See die Leiche einer jungen Frau und danach eine weitere Tote gefunden wird, erinnert alles an den flüchtigen Serienmörder Stig Hellum. Für Kriminalkommissar Anton Brekke und seinen neuen jungen Kollegen Magnus Torp beginnen die Ermittlungen. Allerdings muss Anton kurz danach krankheitsbedingt ein paar Tage aussteigen, befasst sich aber trotzdem weiter mit dem Fall und gibt seinem noch etwas unerfahrenen aber engagierten Kollegen wertvolle Tipps. In einem weiteren Handlungsstrang sitzt Nathan Sudlow in Texas in der Todeszelle und erzählt dem Gefängnispriester seine Geschichte. In Norwegen beginnt eine rasante Jagd nach dem Täter, es wird mit der ehemaligen Hellum-Gruppe Kontakt aufgenommen bzw. mit dem einzig übrig gebliebenen Mitarbeiter, alte Akten werden gewälzt und unzählige Personen befragt. Für mich war es das erste Buch des Autors. Zu Beginn hatte ich durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge und der damit verbundenen Personen an verschiedenen Orten in unterschiedlichen Jahren meine Probleme. Aber als ich mich eingelesen hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist spannend und rasant geschrieben. Es gibt immer wieder neue Wendungen, neue Verdächtige, neue Zusammenhänge. Am Ende führen alle Stränge schlüssig zusammen und es war für mich sehr überraschend. Die Atmosphäre ist sehr bildhaft beschrieben, oft düster und unheimlich in den Wäldern Norwegens. Einige Charaktere lernt man sehr gut kennen. Die Geschichte um Nathan war interessant und hat mich sehr berührt. Anton hat auf mich meistens den Eindruck eines alten griesgrämigen Mannes gemacht, dabei ist er noch gar nicht so alt. Durch seine Krankheit ist es nicht besser geworden. Aber er ist ein sehr guter Ermittler, hat immer wieder neue Ansätze und bringt schon mal seine Kollegen zum Verzweifeln. Magnus ist aktiv in dieser Zeit mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Er ist zwar noch neu in der Gruppe, aber sehr motiviert und bringt sich auch mit eigenen Ideen ein. Ich mag ihn sehr. Der Schreibstil ist sehr angenehm, gut und zügig zu lesen, auch durch die nicht zu langen Kapitel. Wer erst einmal die ersten Kapitel mit den verschiedenen Perspektiven überstanden hat, wird das Weiterlesen nicht bereuen. Auch das Cover passt prima zur Handlung. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung.
"Nachtjagd" von Jan-Erik Fjell ist einer dieser Thriller bei dem eigentlich vieles stimmt. Ich mochte den Schreibstil, die Storyline und die Charaktere - und trotzdem hat sich keine rechte Begeisterung bei mir eingestellt.
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Darum geht’s: Am Ufer eines Sees in Norwegen wird die geschundenen Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles deutet darauf hin, dass es sich um ein neues Opfer des flüchtigen Serienmörders Stig Hellum handelt.
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Der Plot wird noch durch weitere Handlungsstränge und Ereignisse angereichert. Ich war also auf der Suche nach einem großen Zusammenhang. Teilweise habe ich die Story dabei als etwas in die Länge gezogen empfunden. Ich habe ein unbändiges Spannungsgefühl vermisst. Irgendwas hat mir zum Thriller-Glück gefehlt. Was genau kann ich nicht sagen. Ich hatte beim Lesen aber bis zum Schluss so ein diffuses Hmmm-Gefühl im Magen.
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Dabei will ich den Thriller keinesfalls schlecht reden. Jan-Erik Fjell schreibt angenehm und flüssig. Von den Protagonisten konnte mich vor allem der Ermittler Anton Brekke begeistern. Aus Gründen, die ich hier nicht spoilern möchte, kommt man ihm besonders nah. Das Manko ist irgendwie, dass mich die Story in ihren vielen Einzelteilen erreicht hat, aber nicht in ihrer Gesamtheit. Der Thriller ist wirklich nicht schlecht. Leider hat sich bei mir nur keine richtige Verbindung und Sogwirkung eingestellt.
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Fazit: Ich spreche keine Empfehlung aus, möchte aber auch nicht von dem Thriller abraten. Ich bin generell ein großer Fan von Nordic Noir. Die typische Sogwirkung ist bei mir diesmal aber ausgeblieben.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es deutet direkt das norwegische Setting an, der dunkle Himmel verheißt nichts Gutes. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Durch die bildhaften Beschreibungen konnte man der Handlung problemlos folgen. Mir haben die Wechsel zwischen den Erzählperspektiven der Personen und auch die Zeitsprünge sehr gefallen. Unsere Ermittler, Anton Brekke und Magnus Torp, sind beide tolle Charaktere. Mit der richtigen Portion Privatleben wirken sie richtig authentisch. Sie müssen den flüchtigen Serienkiller Stig Hellum schnappen. Mich konnte der Autor ein paar Mal überraschen, so war der Thriller gleich nochmals spannender. Man konnte den Ermittlungen gut folgen und sie wirkten auch glaubwürdig. Zwischendurch hätte es gerne noch etwas temporeicher sein können, die Szenen auf dem Kreuzfahrtschiff waren mit der Zeit etwas langatmig für mich. Aber vor allem zum Ende hin, konnte ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen. Insgesamt ein sehr guter Thriller, für den ich gerne 5 von 5 Sterne vergebe.
"Nachtjagd" ist der feuchte Traum eines männlichen Autors. Es kommen eigentlich nur Männer vor. Die einzigen Frauen sind die Mordopfer und unbedeutende Nebenfiguren, die sich von den männlichen Charakteren angrapschen und dumm anmachen lassen müssen. Ich bin keine Feministin, aber so ein eklatanter Sexismus, der die männliche Haltung des letzten Jahrhunderts widerspiegelt, widert mich an. Es wundert mich, dass diese Geschichte heutzutage, wo jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, überhaupt durchgegangen ist UND dass es so viele Leserinnen und Leser gefunden hat, die bereit waren, sie mit vier und fünf Sternen zu bewerten.
Denn auch wenn man oben genannten Aspekt ignoriert, ist "Nachtjagd" bei weitem keine fünf Sterne wert. Die Krimihandlung hat zwar Potenzial, kann sich aber nicht aus der breiten Masse abheben und kommt eher träge und langatmig daher.
" Nachtjagd" ist aus der Feder des Autoren Jan-Erik Fjell. Jan-Erik Fjell ist ein norwegischer Schriftsteller & Radiomoderator. Ich kannte keines seiner Bücher und habe mit Spannung der Veröffentlichung von "Nachtjagd" entgegen gesehen.
Zum Inhalt: Norwegen, seine Bilderbuch-Landschaft und Seen. Hier wird eine übel zugerichtete, weibliche Leiche gefunden. Aus Oslo kommt Kriminalkommissar Anton Brekke. Er soll die Ermittlungen leiten & den Täter aufspüren. Er verdächtigt aufgrund der Art der Verletzungen den flüchtigen Serienmörder Stig Hellum. Das ruhige Leben Norwegens ist vorbei. Die Ermittlungen sind eine Herausforderung für jeden Beteiligten. Wird der Täter weiter morden?
Mein persönlicher Gesamteindruck (Ich durfte das Taschenbuch vorab lesen)
Cover & Gestaltung: Der erste Blick: auf ein wirklich tolles, mit einem auf Norwegen einstimmendem Titelbild. Eine Hütte an einem See inmitten von Heide und Felsen...
Papierqualität: das wahrscheinlich recycelte Papier lässt sich gut handhaben. Die Kapitel sind kurz und präziese, mit dem ein oder anderem Cliffhanger.
Deutsche Übersetzung: sehr gut gelungen. Es fällt nicht auf, dass dieses Buch übersetzt wurde.
Stil & Lesefluss: die zwar detailorientierte aber nicht langatmige Erzählweise, lässt sich super lesen und nachvollziehen.
Spannung: Durch den gesamten Verlauf ist das Buch spannend und logisch aufgebaut. DIe Geschichte nimmt direkt vor meinen Augen Gestalt an. Es fällt mir sehr schwer, das Buch beiseite zulegen.
Finale: Eine wirklich sehr gut gelungene, nicht vorhersehbare Auflösung aller Fragen, - komplementieren meinen EIndruck.
Zusammenfassung: Dieser Thriller ist ein ausgezeichneter Roman, der seine Leser nicht nur unterhält, sondern auch gekonnt auf die falschen Fährten führt.
Fazit: Spannung von Anfang bis Ende. Das Ende der Geschichte ist überzeugend und mir fällt es schwer, bis zum nächsten Buch von diesem Autoren warten zu müssen.
"Nachtjagd" kommt auf meine Lieblingsbücher "2023 Liste". Ausgezeichnet mit 5 * Lesesternen & Lese- bzw. Kaufempfehlung!
Nach S. 50 abgebrochen. Was so alles als "Top-Krimi/Thriller" aus Norwegen angepriesen wird, ist mir jedes Mal ein Rätsel. Eine Sprache, als würde die Welt nur noch aus vierwortstarken Hauptsätzen bestehen; ein lächerlich klischeehafter Kommissar mit Hodenschmerzen beim Arzt(!), wtf? Was für eine Exposition war denn das bitte? Der "brutale" Mord an einer jungen Frau wird sicher alles rausreißen und der Mörder in der Todeszelle gewiss ebenfalls unschuldig sterben... aber bei solch schlechter Sprache mag ich nicht einmal ansatzweise hinter die Geheimnisse des Buches blicken. Spannung kam nun auch noch keine auf, eher ein großer Widerwillen gegen wirklich jede neu auftauchende Figur.
2,5 Sterne. Ich wollte anfangs schon aufgeben, weil es mich einfach nicht berührt oder interessiert hat. Was merkwürdig ist, denn die Vorkommnisse selber sollten/könnten eigentlich sehr spannend sein. Ab der Hälfte wurde es dann merklich besser, obwohl das Buch insgesamt für meinen Geschmack doch zu viele verschiedene Akteure, Handlungsstränge und Zeiten hat. Dadurch wird alles etwas verwirrend. Mit dem Kommissar Brekke kann ich leider absolut nichts anfangen, auch wenn er ein guter Ermittler ist. Er ist unsympathisch, macht nervige und ziemlich stereotypische Aussagen, und sein Leben interessiert mich nullkommagarnicht. Auch die Auflösung der Morde, speziell die Entscheidung des Täters, genau diese Personen und auf diese Weise zu töten ist nur schwer nachvollziehbar.
Ich bin kein Freund von Klappentexten. Sie schaffen Erwartungen, bevor man ein Buch begonnen hat. Diesen, auch in einem kalten Land Geborenen, in einem Satz mit Jo Nesbo zu nennen, oder wie hier „Mach Platz, Jo Nesbo!“ auf der Rückseite dieses Machwerks zu drucken,kommt schon während der quälenden Lektüre nur mehr einem Wahnwitz gleich. Lies dies Buch nicht mal, wenn es das einzige auf einer einsamen Insel ist. Fjell sollte Radiomoderator bleiben. Sorry! Poor paper!
Tänään ilmestyi tämäkin nordic noir, Jan-Erik Fjell: Kuurupiilo, HarperCollins 2021. Sähkökirjana mm Nextoryllä 15.11.2021. Muistumia 1989, KGB, #kuurupiilo #kuurupiiloromaani. #sarjamurhaajakeissi. Kävin myös kirjastossa ja lainasin runoja ja sateenkaarikirjan. Diversiteettiä myös elämään.
Eine neue Mordserie erschüttert Norwegen. Der geschundene Körper einer jungen Frau wird aufgefunden und Kriminaloberkommissar Anton Brekke ermittelt und er hat die schreckliche Befürchtung, dass der flüchtige Serienmörder Stig Hellum wieder angefangen hat zu morden. Die Zeit läuft davon, da es bereits ein nächstes Opfer gibt, und dann gibt es auch noch einen Zusammenhang mit einem zum Tode verurteilten in Texas, dessen Zeit in der Todeszelle abgelaufen ist. Ein packender Nordic-Noir Thriller. Der Fall und das nordische Ambiente begünstigen die typische düstere Stimmung. Die Story ist toll und komplex ausgearbeitet. Die Kapitel wechseln immer wieder zwischen verschiedenen Handlungssträngen. Der Leser verfolgt die Ermittlungen durch die Kommissare Anton und Magnus. Andere Perspektiven sind von dem Mörder und den Opfern. Dadurch bleibt die Geschichte spannend und abwechslungsreich, auch wenn ich manchmal kurz verwirrt war, über die Zusammenhänge der Personen und ihrer Geschichte. Das hat aber nichts daran geändert, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Auch das Ende fügt dann alles logisch zusammen und gibt nochmal einen Spannungshöhepunkt. Eine absolute Leseempfehlung von mir!
The book reads well, however, the different plots are a bit confusing and you ask yourself throughout the book what the link is. In the end it all comes together. I enjoyed reading it, in the middle it was a bit slow which is why I give it four stars only. But I would definitely recommend the book to anyone who loves Nordic crime.
På samme nivå som alle de andre bøkene i serien - spennende og velskrevet, interessant plot og ikke kjempe forutsigbar, bare litt. Anton er morsom og underholdende som vanlig.
Monitasoinen jännäri. Tarinaa ehkä vähän sekoitti moninaiset aikasiirtymät, runsas määrä ihmisiä. Enkä vieläkään ymmärrä, miksi niin suuri osa tarinasta käsitteli Brekken kivestulehdusta…
Spannende Geschichte mit unerwarteter Wendung. Leider teilweise ein bisschen mühsam zu lesen, da die Handlung hin und her springt und die Menge der Namen große Konzentration erfordert.