Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Frieda muss schlimme Verluste verkraften. Sie lässt sich nicht unterkriegen, und möchte Stück für Stück Nichte Sarah zur ihrer Nachfolgerin in der Schokoladenmanufaktur ausbilden. Doch Friedas Sohn hat andere Pläne. Kann Frieda den Kampf in der eigenen Familie gewinnen?
Lena Johannson wurde 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren. Nach der Schulzeit auf dem Gymnasium machte sie zunächst eine Ausbildung zur Buchhändlerin, bevor sie sich der Tourismusbranche zuwandte. Ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen konnte sie später in ihrem Beruf als Reisejournalistin miteinander verbinden. Vor einiger Zeit erfüllte sich Lena Johannson einen Traum und zog an die Ostsee.
Wie schade! Das war nun der Abschluss der Trilogie, und ich bin direkt ein wenig traurig, dass ich nun alle drei Bücher gelesen habe. Ich werde die Protagonisten vermissen, mit denen ich durch sehr schöne und sehr harte und schwierige Zeiten gegangen bin. Dabei ist es der Autorin wirklich gelungen, die Atmosphäre der (in diesem Band) Nachkriegszeit einzufangen. Das war auch in den Vorgängerbänden bereits so. Der Zweite Weltkrieg trat zwar nie wirklich in den Vordergrund der Geschichte, war aber immer da und spürbar, und das auf eine Art, die ich gar nicht wirklich beschreiben kann. Es war emotional, ohne dramatisch zu sein. Einfach richtig gut! Ich habe Friederikes Geschichte und damit die Geschichte ihrer Schokoladenmanufaktur sehr genossen! Ich war auf eine Art und Weise Teil dieser Geschichte, die ich sehr mochte. Diese Trilogie könnte ich mir auch sehr gut verfilmt vorstellen!
Hamburg 1945. Der Krieg ist vorbei und die Hannemanns haben ihn mehr oder weniger heil überstanden. Auch sie haben über Verluste zu klagen, aber trotzdem geben sie nicht auf. Frieda und Ernst machen sich mit Alberts Hilfe daran Hannemann und Krüger wieder aufzubauen. Zur Seite stehen ihnen dabei Henrik und Sarah, die sich langsam aber sicher im Geschäft mit einarbeiten. Allerdings gefällt es Henrik nicht, dass seine Frau Gerlinde nicht mehr mit ins Geschäft mit einbezogen wird und statt dessen Sarah immer mehr Verantwortung übernimmt.
Man ist recht schnell wieder in der Geschichte, in Rückblicken wird auch erzählt was in den Kriegsjahren in der Familie geschehen ist. Die Geschichte ist aus Friedas Blickwinkel geschrieben und so bleibt manches für den Leser noch im Dunkeln, auch wenn man immer wieder ahnt, dass da im Hintergrund Dinge geschehen, die Frieda einfach nicht sieht. Es gibt ein Wiedersehen mit Jason, der Frieda als Freund zur Seite steht und auch Selma taucht wieder auf. Auch Clara kehrt zurück nach Europa um das Unrecht, das ihrer Familie geschehen ist aufzuklären.
Mir hat dieser abschließende Band wieder sehr gut gefallen. Es war schön zu sehen, wie Frieda sich entwickelt hat und wie sie in vielen Dingen ihren Lebensmut und ihre Kreativität weiter auslebt, auch wenn es ihr nicht immer leichtfällt. Interessant fand ich auch die Geschichte von Claras Familie, die sich an die Geschichte der Warenhäuser Hertie vor dem Krieg anlehnt. Alles in allem hatte man das Gefühl voll in der Geschichte Hamburgs und der der Schokoladenmanufaktur mit dabei zu sein. Am Ende war ich auch ein wenig traurig, dass mit dem Ende des Buches auch das Ende der Geschichte rund um Friedas Familie erreicht war. Gerade in diesem Buch sind sie mir alle doch noch einmal ans Herz gewachsen. Besonders Hans hat mich beeindruckt, der in den drei Bänden wohl die größte Entwicklung durchmacht.
Von daher kann ich auch diesen Band nur empfehlen!
Wieder ein schöner runder Roman, der auch für sich stehen könnte. Ein schöner Abschluss der Trilogie.....mit Potential für eine Fortsetzung oder SpinOff
Das letzte Buch der Schokoladendynastie hat mir persönlich am besten gefallen. Sehr flüssig geschrieben, gut recherchiert und zum Schluss sehr spannend.
Diese Reihe hat mein Leseverhalten nachhaltig beeinflusst. Schon mit dem Ersten (und Zweiten) Band hat Lena Johannson mir die Tür zum Genre Historisch geöffnet. Sehr anschaulich und mit dem gewissen “Hamburger Schnack” erzählt sie vom Leben der Hamburger Kakao Manufaktur Hannemann und Krüger und vorallem von Friedas Leben.
Ich habe mich so unglaublich auf den letzten Band gefreut – begleite ich Frieda nun doch schon seit sie ein junger Hüpfer war. Im dritten Teil der Hamburg Saga geht es vorallem um ihre Beziehung zu ihrem Sohn Hendrik und ihrer Patentochter Sarah und Hendriks großen Liebe Gerlinde.
Frieda selbst muss einige sehr harte Schicksalsschläge hinnehmen. Zudem ist das Leben nach dem Krieg alles andere als einfach. Es gibt Restriktionen, die Engländer haben Gebiete eingenommen und es gibt keine Einfuhrerlaubnis für Kakao. Frieda muss wieder einmal ihren Mann stehen und für alles kämpfen. Ihr ist in allen 3 Bände wirklich nix in den Schoß gefallen aber sie hat niemals aufgegeben.
In der Mitte hat mich das Buch ganz kurz verloren – für mich war eine Sache extrem vorhersehbar und Friedas Familie wollte es einfach nicht verstehen. Das hat mich sehr genervt und zog sich etwas. Als sich dann bewahrheitet hat, was ich schon lange vermutet hatte, kam dann auch wieder Spannung auf. Die hält sich dann bis zum Schluss und hat noch die ein oder andere fette Überraschung bereit!
Der Schreibstil war wie schon in den Vorgänger Bänden schön ausgeschmückt und liebevoll. Ich bin Hamburgerin und der Hamburger Schnack oder die typischen Hamburger Eigenschaften hat die Autorin sehr gut rübergebracht.
Die Charaktere sind mit viel Tiefe gezeichnet und es gibt im Grunde keine Nebencharaktere, jeder ist wichtig und trägt seinen Teil zur Geschichte bei. Und jeder wurde mit der selben Liebe zum Detail konstruiert. Am liebsten neben Frieda mochte ich Mina – bei ihr kam der Hamburger Charme richtig gut zur Geltung.
Immer wenn ich historisches lese – schlage ich parallel Begriffe im Netz dazu nach und lese mir die Geschichtsfakten dazu durch. In meinen Augen hat die Autorin es wirklich perfekt geschafft aus der Hamburger Geschichte eine eigene Geschichte zu schreiben die alle wichtigen Eckdaten aufweist und so interessant und spannend gleichermaßen ist.
Ich kann die komplette Reihe wirklich JEDEM ans Herz legen. Extrem gut durchdachte Charaktere mit einer stimmigen Story – rund um die Hamburger Geschichte gewoben. Ich habe mitgelitten und mit gezittert, mit gelacht und auch die ein oder andere Träne vergossen. Mehr geht an dieser Stelle nicht!
Der dritte Band der Reihe ist für mich ein würdiger Abschluss der Geschichte. Wie bei den ersten beiden Teilen bin ich wieder nach Hamburg abgetaucht und habe mit Frieda gelacht, geweint und gelitten. Im Vergleich zu den beiden anderen Büchern sind mir die Charaktere in diesem Band noch frischer und lebhafter vorgekommen, so als ob die Autorin noch ein grande Finale zaubern wolte - was ihr auch gelungen ist. Die Hintergrundgeschichte - vom Ende des zweiten Weltkrieges bis rund 20 Jahre später - hat mir einen guten Einblick in die damalige Zeit gegeben - von den Beschaffungsnöten bis hin zu zwischenmenschlichen Schicksalen. Und auch das "alte" Hamburg hat mich verzaubert. Gerne hätte ich noch weitere Bände gelesen doch auch irgendwann einmal muss man eine Geschichte beenden. 4 Punkte von mir!
Uff, komplett durchgesuchtet, diesen abschließenden Teil der Hamburger "Schokoladen"-Triologie, nachdem der vorherige Band für mich überraschend abrupt endete. Und hier fügen sich in der Tat alle Fäden zusammen, alles vor der Kulisse des Nachkriegalltags in der Hansestadt, eingebettet in die Famile Hannemann-Møller um Hauptfigur Frieda, die einige Schicksalsschläge und Hürden zu nehmen hat.
Das Ganze wird wieder sehr flüssig und einfach fesselnd erzählt, ich mag die Figuren durch die Bank und bei allen Romane, die in meinem geliebten Hamburg spielen, geht mir sowieso das Herz auf. Getoppt wird das Ganze durch den konstanten Schokoladenhunger, den die Schilderungen aus der Produktion und Entwicklung bei mir auslösten. Wirklich eine richtige schöne Reihe.