Berthet travaille pour l’Unité, la cellule la plus occulte des services secrets. Tueur implacable encore capable d’aimer, il veille à distance, sans même qu’elle le sache, sur Kardiatou Diop, une jeune femme d’origine sénégalaise rencontrée par hasard, dont la personnalité l’a touché. Lorsque, devenue ministre, Diop est parachutée face à une candidate d’extrême droite dans une petite ville du Centre, l’instrumentalisation semble évidente… Berthet comprend alors que sa protégée est en danger. Avant de se lancer dans la bataille pour déjouer la machination, il confie son histoire à Martin Joubert, un écrivain raté qui n’espère plus rien de la vie.
Après Le Bloc, Jérôme Leroy poursuit son exploration d’une société en crise. Thriller politique, L’ange gardien est aussi une étrange histoire d’amour.
Bei meinem Schwerpunkt in diesem Jahr auf französische Bücher sollte ein Krimi nicht fehlen. Ich entschied mich für einen preisgekrönten Politkrimi, bei dem auf der Rückseite ein Zitat aus SPIEGEL ONLINE lautete: „Leroy zeigt, wie die extreme Rechte tickt – und wie sie in die Nähe der Macht kommen konnte.“
An diesem Satz blieb ich die ganze Zeit hängen. Wenn ich die Handlung für bare Münze nehme, ja, dann bestätigt der Autor mit diesem Buch die Aussage. Aber kann man die Handlung eines Krimis mit der Realität gleichsetzen? Wo sind die Anhaltspunkte für diese abenteuerliche These? Ich will nicht hoffen, dass irgendetwas aus dem Buch Parallelen zur jüngeren französischen Geschichte aufweist, die ich zu wenig kenne, um das beurteilen zu können. Zwar fiel selbst mir auf, dass die Figuren Roland und Agnes Dorgelles Ähnlichkeiten mit Jean-Marie und Marine Le Pen aufwiesen, die aber im Buch nur Nebenfiguren sind, mit denen ein sich der demokratischen Kontrolle entzogener und völlig aus dem Ruder gelaufener Geheimdienst spielte wie mit anderen Politikern. Hauptfigur ist ein alternder Agent, der getötet werden soll. Im ersten Teil beginnt jedes Kapitel mit dem Satz „Berthet soll getötet werden.“, was mich als Stilmittel nicht überzeugte, während ich die Idee, eines Agenten kurz vor der Rente, witzig fand. Aber letztlich ging es nicht um das Alter und das viele Wissen über Machenschaften und Verbindungen, sondern um eine einzige gute Tat, die dieser Typ vermutlich in seinem Leben vollbracht hat. Die „gute Tat“ hat allerdings etwas märchenhaftes, unglaubliches, war aber von einer angenehmen Seite schwer vorstellbar, während ich mir den Rest lieber nicht als wahr vorstellen mochte.
Man darf keinen üblichen Krimiplot erwarten, hier geht es überhaupt nicht darum, wer der Mörder war, sondern eher darum, wie der Geheimdienst tickt und wie er die Politik beeinflusst. Die Zahl der Morde und deren Kaltblütigkeit sind unglaublich und waren nichts für eine untrainierte Krimileserin wie mich. Die Opfer spielten überwiegend keine Rolle, deren Beschreibung z. B. als „hirnlose Schläger, verblödete Lumpenproletarier, die denken, ihr Rassismus hätte was mit Klassenbewusstsein zu tun, die schlechtes Bier trinken, widerwärtige Musik hören, deren Körperhygiene sicherlich zu wünschen übrig lässt, und die sich gegenseitig in den Arsch ficken, weil sie keine Frauen finden, die dumm genug sind, mit ihnen abzuhängen“ mich nicht nur an einer Stelle erboste.
Die Spannung hat mich letztendlich durch das Buch getragen und der Gedanke, dass vielleicht doch etwas Wahres dran sein könnte, beschäftigte mich auch länger, aber ich hätte nichts verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte.
Gripping, smart, socially aware political crime thriller from the fabled 'heir of J.P. Manchette'. Deep state and political scheming meets poetry-loving assassins with a social conscience. A literary thriller par excellence.
"On veut tuer Berthet. C'est une assez mauvaise idée." Agent de l'Unité, une police parallèle devenue au fil du temps un véritable état dans l'État, Berthet est désormais une cible. Il sait trop de choses, depuis trop longtemps. Berthet ne veut pas mourir, il doit raconter son histoire à Martin Joubert, poète et auteur de polars. Il doit aussi continuer à veiller sur Kardiatou Diop, jeune, belle, noire et ministre.
Curieuse expérience que de lire ce livre. Peut-être parce que je m'attendais à un policier, et que cela tient d'avantage à un thriller mélo-dramatique. Il me laisse un sentiment très partagé, avec des passages que j'ai littéralement adorés, grâce à un style d'écriture et certains chapitres drôles, mais qui se conjuguent malheureusement avec des chapitres plus lourds et tirés en longueurs.
Bref, pas de regret de lecture, mais pas une expérience inoubliable en ce qui me concerne.