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Das Mädchen, das sie irre nannten: Roman

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Ein Kampf um die Wahrheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ...

Polen, 1950er-/1960er-Jahre. Hanna Kowalczyk wächst in einer Familie auf, in der sie nicht sagen darf, was sie denkt und Fragen stellen nicht erwünscht ist. An ihrem sechsten Geburtstag spricht sie verbotenerweise zum ersten Mal mit ihrer Großmutter. Ungeahnt ist dies der Beginn für eine Wendung in Hannas jungem Leben, die alles bisherig Geglaubte in Frage stellt. Und nicht nur das: die Großmutter ist der Schlüssel zu einem streng behüteten Familiengeheimnis. Diese Geschichte basiert auf wahren Erlebnissen, die zum Teil abgewandelt wurden. Doch das Buch ist dieser Frau gewidmet.

309 pages, Paperback

Published June 11, 2019

4 people want to read

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1 star
3 (16%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Kleinebuecherwelt.
250 reviews8 followers
September 7, 2019
Das Mädchen, das sie irre nannten hat mich in den Bann gezogen und bleibt bis zum Schluss spannend. Aufgrund des sehr flüssigen und anschaulichen Schreibstils der Autorin liest sich die Geschichte sehr gut und die Seiten verfliegen beim Lesen nur.
Die Hauptperson Hannah mochte ich von Beginn an. Sie ist sehr wissbegierig und hat ihren eigenen Kopf, was sie mir sehr sympatisch macht. In ihrer Familie hat sie es vor allem aufgrund ihres strengen Vaters nicht leicht und ich finde es bewundernswert mit wie viel Stärke sie alles durchsteht. Ihre schwierige Kindheit wird sehr gut dargestellt und die Autorin schreibt so gefühlvoll, dass man sich problemlos in Hannah hineinversetzen kann. Ihr Erwachsenwerden wird ebenfalls authentisch dargestellt und man liest gerne von Hannahs Entwicklungen. Die Ereignisse werden sehr emotional geschildert, sodass sie mich sehr mitnehmen konnten.
Die weiteren Charaktere werden ebenfalls gut vorstellbar beschrieben. Obwohl sich die Geschichte größtenteils innerhalb von Hannahs familiären Umfeld abspielt, bleibt sie wie zuvor erwähnt spannend. Zum einen zieht nämlich die Atmosphäre den Leser komplett in den Bann und zum anderen steht die Frage, welches Geheimnis ihr Vater vor ihr verbirgt im Raum. Ich finde es gut gelungen, wie Hannah dieses herausfindet und ihr Umgang wirkt ebenfalls glaubwürdig.
Eine weitere Sache, die mir an Das Mädchen, das sie irre nannten gut gefällt ist, dass das Buch aufgrund der ernsten Themen zum Nachdenken anregt. Es zeigt, wie Resilienz aussieht und macht Mut, da Hannah sich von ihrer Familiensituation nicht unterkriegen lässt. Gleichzeitig zeigt es, dass ein Krieg auch bei den nachfolgenden Generationen Spuren hinterlässt.

Fazit: Eine sehr bewegende Nachkriegsgeschichte, die berührt und den Leser in den Bann zieht.
Profile Image for Martina Weiss.
493 reviews5 followers
October 30, 2022
Gibt es überhaupt noch ein Lektorat? Scheinbar nicht, das Buch ist so fehlerhaft dazu noch dieser gestelzte Schreibstil… ich konnte es einfach nicht zu Ende lesen. Man begleitet mehr oder weniger die Erzählung aus der Sicht einer sechsjährigen, die allerdings einfach nicht authentisch wirkt. So denkt, handelt und spricht kein Kind in diesem Alter. Eindimensionale Charaktere machen das Ganze auch nicht vergnüglicher… nein, da gibt es keine Empfehlung.
Profile Image for Vicky.
49 reviews12 followers
July 7, 2019
DEUTSCH │ GERMAN

Danke für das Rezensionsexemplar!

Eventuelle Mini-Spoiler enthalten!

✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

>> Inhalt <<

Hanna, oder auch Hania genannt, wächst in den 50er Jahren in einem kleinen Dorf in Polen auf.
Schon früh wird ihr beigebracht, wie sich eine Dame zu verhalten hat. Was sie (nicht) zu sagen oder zu tun hat, ebenso werden ihr die Konsequenzen aufgezeigt, wenn sie sich nicht an diese gesellschaftlichen Regeln hält. Da Hanna sich jedoch sehr dagegen wehrt, bleiben Strafen seitens des Vaters selten aus, von Mutter oder Schwester Marta ist wenig Hilfe zu erwarten.
Hanna erlebt eine schwere Kindheit, die sie ohne ihre "verrückte" Großmutter vermutlich nicht überlebt hätte - oder ohne die verbotenen Bücher, die ihr geschenkt wurden.

✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

>> Charaktere <<

Protagonistin Hanna ist ein sehr eingenwilliges Kind, das Gedanken immer laut ausspricht - zu ihrem Leidwesen. Ihre Kindheit wird geprägt von häufigen und brutalen Strafen vom eigenen Vater und dem ständigen Hass, den ihr ihre ältere Schwester Marta entgegenbringt. Auch der Verlust ihrer einzigen Freundin macht ihr sehr zu schaffen. Dennoch zeugt Hanna von einer starken Person, die nicht leicht aufgibt und sich trotz Strafen immer wieder den gesellschaftlichen Gepflogenheiten widersetzt.

Marta, Hannas ältere Schwester, die sie zu Beginn des Buchs reuevoll aufsucht, ist durchgehend genervt und angewidert von Hanna. Als die "bessere Frau" von den beiden ist sie jedoch auch die weniger intelligente und hässlichere, was sie Hanna sehr übel nimmt. Sie unterstützt ihre kleine Schwester nie und macht sie fast durchgehend fertig.

Hannas Großmutter ist die einzige Person in ihrem Leben, die ihr wirklich einen Halt geben kann. Obwohl sie als verrückt deklariert und aus dem gesellschaftlichen Leben des Dorfes komplett ausgeschlossen wird, gewinnt Hanna sie sehr lieb und besucht sie heimlich. Sie schenkt ihr Bücher und unterstützt sie in ihrem eigenständigen Denken - eine richtig tolle Oma eben.

✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰

>> Fazit <<

Der Schreibstil des Buches war flüssig und leicht und angenehm zu lesen. Einige kleine formale Fehler haben sich zwar eingeschlichen, sind aber nicht weiter erwähnenswert.

Der gesamte Roman hat eine generelle düstere Stimmung. Hannas Kindheit ist nicht schön, sie wird oft geschlagen oder ihr werden Haare ausgerissen. Von Seiten ihrer Schwester schlägt ihr ungezügelter Hass entgegen. Wirklich schöne Momente gab es in Hannas Leben nicht - ebenso wie im Buch. Ich persönlich empfand diese Tatsache manchmal als sehr störend. Kurze Einblicke in die Treffen mit Hannas Großmutter waren das einzige, was einißermaßen schön an Hannas Leben war. Ansonsten bekommt man auch als Leser nicht viel von den guten Seiten des Lebens zu sehen, was das Lesen oft sehr anstrengend gemacht hat.
Ich als Leser entwickelte einen großen Hass auf Hannas Familie, die ihre Tochter wie ein Stück Dreck behandelt und musste öfters das Buch zur Seite legen, um eine Verschnaufpause zu machen.
Kurz gesagt: Zu viel Schlechtes, zu wenig Gutes.

Als persönliche Empfehlung würde ich das Buch jedem nahelegen, der gerne in die Geschichte abtaucht und starke Nerven hat. Denn, dass alle Gefühle wirklich sehr detailliert geschildert werden und man richtig mit Hanna mitfühlt, lässt sich nicht abstreiten. Alle Emotionen sind hervorragend erzählt und man fühlt richtig mit.

✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰ ✰
106 reviews4 followers
June 30, 2019
Inhalt/Klappentext:
Ein Kampf um die Wahrheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben …
Polen, 1950er-/1960er-Jahre. Hanna Kowalczyk wächst in einer Familie auf, in der sie nicht sagen darf, was sie denkt und Fragen stellen nicht erwünscht ist. An ihrem sechsten Geburtstag spricht sie verbotenerweise zum ersten Mal mit ihrer Großmutter. Ungeahnt ist dies der Beginn für eine Wendung in Hannas jungem Leben, die alles bisherig Geglaubte in Frage stellt. Und nicht nur das: die Großmutter ist der Schlüssel zu einem streng behüteten Familiengeheimnis. Diese Geschichte basiert auf wahren Erlebnissen, die zum Teil abgewandelt wurden. Doch das Buch ist dieser Frau gewidmet.
(Quelle: Independently published)

Meine Meinung:
Sehr spannender und berührender Roman. Die Autorin konnte mich sofort in das Polen der Nachkriegszeit versetzten. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich finde die Zusammenhänge zu wahren Begebenheiten sehr interessant. Die Protagonistin Hanna ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist schon als kleines Mädchen sehr stark und neugierig. Sie kann mit der Familie in die sie hineingeborgen wurde nicht viel anfangen und Spannungen sind vorprogrammiert. Die restliche Familie finde ich weniger sympathisch. Sie Leben alle unter dem strengen Blick ihres Vaters und bemühen sich gar nicht eine selbstständige Persönlichkeit zu entwickeln. Die Geschehnisse in den 50er Jahren fand ich sehr dramatisch geschrieben und ich habe im Gedanken mehrfach den Vater durchgeschüttelt. Das erste Drittel war für mich sehr speziell. Es beschreibt die Kindheit von Hanna und die ihr auferlegten Zwänge. Das zweite Drittel ist ihrer Jugend gewidmet und zeigt sehr schön wie sie sich gegen ihr Elternhaus im Rahmen ihrer Möglichkeiten auflehnt. Das letzte Drittel hat mir schon am besten gefallen. Hanna ist zu einer sehr speziellen Persönlichkeit herangereift und lässt sich nicht so einfach unterbuttern. Ich fand es auch sehr gut wie die Autorin die Geschichte des Vaters einfließen ließ und die gesamten Zusammenhänge aufgedeckt werden.

Mein Fazit:
Schöner Nachkriegsroman. Er ist interessant und spannend.
4 reviews
June 4, 2021
Zufällig hab ich dieses Buch entdeckt und aus Neugierde angefangen zu lesen.
Hannas Geschichte hat mich sehr berührt, und gewiss werd ich sie nicht so schnell vergessen.
Profile Image for Birgit.
505 reviews56 followers
August 18, 2019
"Das Mädchen, das sie irre nannten" dreht sich rund um die Kindheit und Jugend von Hania/Hanna, die im kommunistischen Polen aufwächst.

Das Grundgerüst des Buches ist ein wahres Schicksal, das hie und da mit erfundenen Details ausgeschmückt wurde. Präsentiert wird es von einer außenstehenden Autorin, der die Geschichte erzählt wird. Hanias Schicksal ist eines von hunderten von Frauen und ist genau deshalb so wichtig, denn die Geschichte gibt einem Hoffnung und den Mut nicht den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen.

Trotz leichter Startschwierigkeiten, lässt sich das Buch recht schnell lesen und bleibt auch recht spannend. Die Sprache ist für das Buch passend und erleichtert das Verständnis, wobei manchmal zu ausführliche, geschichtliche Erklärungen stattfanden, die ich nicht benötigt hätte.

Insgesamt ist es ein interessantes Buch, das ein wenig beleuchtetes Thema behandelt, das zwar nicht sehr überraschend, doch deshalb umso schockierender ist.
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