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(Ent-)Demokratisierung der Demokratie

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Demokratie gegen Demokratie – illiberale gegen liberale, direkte gegen repräsentative Demokratie, vielleicht sogar »the people vs. democracy«? Es scheint, die Demokratie war noch nie so unumstritten wie heute, während zugleich noch nie so umstritten war, was aus ihr folgt. Jeder tritt in ihrem Namen an und beschuldigt den Gegner, ein Gegner der Demokratie zu sein.
Der Demokratie droht heute nur noch Gefahr von ihr selbst. Unsere Lage, so die These Philip Manows, ist von der gleichzeitigen Demokratisierung und Ent-Demokratisierung der Demokratie Es ist die drastische Ausweitung von Partizipationschancen, die im Zentrum der Krise politischer Repräsentation steht. Diese Krise aber transformiert den Streit in der Demokratie zu einem Streit über die Demokratie – der ist jedoch demokratisch nicht zu führen.

218 pages, Kindle Edition

Published April 6, 2020

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Philip Manow

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4 reviews
January 24, 2025
Schlauer Mann, interessante Beobachtungen - aber für Menschen mit einer Goldfisch-TikTok Aufmerksamkeitsspanne (aka ich) ein langer Leseprozess.
1 review
July 24, 2023
Faire Warnung: die Lektüre braucht ein relativ solides politologisches Grundvokabular.

Eine faszinierende Abhandlung der Kräfte, die zu einer Demokratisierung und gleichzeitigen Entdemokratisierung der Demokratie beitragen. Die Anerkennung, dass dieser Gegensatz vielleicht unauflösbarer Natur ist, aber gleichzeitig eine Notwendigkeit dessen, was wir als Demokratie verstehen ist neben den vielfachen Befunden des Niedergangs ebendieser Demokratie, die dann doch jedes Jahr aufs neue durch die Literatur schwappen, sehr erfrischend.

Worauf man sich einstellen muss:
Im ersten Teil eine Abhandlung der politisch theoretischen Grundlage dieser Diskussion.
Im zweiten Teil eine Darstellung der politischen Praxis anhand der Beispiele Trump, Johnson und Macron

Die Diskussion um eine eventuelle (Ent-)Demokratisierung wird in beiden Teilen dementsprechend eingebaut. Die Teile nach Theorie und Praxis aufzuteilen macht dementsprechend mehr Sinn, da in beiden Teilen sowohl die Demokratisierung als auch die Defizite behandelt werden.

Es empfiehlt sich allerdings tatsächlich das Werk von Anfang an zu lesen, da die Inhalte aufeinander aufbauen.
Profile Image for Jonas.
235 reviews7 followers
May 18, 2026
4/5- Es ist schon sehr stark. Am stärksten ist es, wenn es den (Ent-) und Demokratisierungsprozess darstellt und anhand dessen auch die für „die Demokratie“ daran nachteiligen Konsequenzen erläutert. Gerade die Demokratisierung als Prozess zu mehr Feindschaft „gegen die Demokratie“, der ewige und letzte Kampf aller, sich selber als die Demokraten zu sehen, während der Rest resp. die oder einige Gegner, Gegner der Demokratie seien - sowieso die einzigen Feinde, die die Demokratie noch hat obszöne „Anti-Demokraten“ seien, die jedoch kaum mehr Ziel und Inhalt zu haben scheinen als gegen sie zu sein -, ist wirklich sehr überzeugend und stark.
Etwas schwächer ist es mMn dafür in der Beschreibung a) von Macron, denn auch wenn das Kapitel per se interessant war und die Darstellung eines der wenigen „Mitte Populisten“ einiges beigetragen hat, fand ich den Bereich recht langweilig und b) von der Demokratie als Staatsform. Den Abschnitt fand ich einfach recht unergiebig und hatte mir etwas mehr erwartet.
Ich fand Unter Beobachtung besser.
Alles in allem aber immer noch eine klare Empfehlung.
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