Als ihr Sohn mit fünf Jahren an Leukämie erkrankt, scheint für Katharina Weck nichts mehr so, wie es war. Getrieben von ihrem anfänglichen Kampfgeist merkt sie schnell, dass der Kampf gegen den Blutkrebs viel härter ist als alles, was sie zuvor erlebt hat. Sie schreit, trampelt und fleht, doch der Krebs wird immer stärker, sie immer kleiner und der Körper ihres Sohnes immer schwächer. Als ihre Kräfte aufgebraucht sind, wendet sie sich an Gott: Sie diskutiert mit ihm, klagt ihn an, kniet weinend vor ihm und bittet ihn, sie nicht zu verlassen. Und er verlässt sie nicht! Im Gegenteil: Am tiefsten Punkt ihres Lebens stattet Gott Katharina mit Kraft und einem Seelenfrieden aus, den sie zuvor nicht gekannt hat.
Mit ihrer Geschichte bewegt die zweifache Mutter ihre Leserinnen und Leser und eröffnet neue Perspektiven auf den Glauben und das, was im Leben wichtig ist. Gleichzeitig macht sie Menschen Mut, die von einem schweren Schicksalsschlag betroffen sind: Es ist okay, in solchen Situationen mit Gott zu hadern. Und es ist möglich, selbst in einer so sorgenreichen Zeit auch glückliche Momente zu finden.
Ich habe das Buch gekauft, weil ich sehr spannend fand, wie die Autorin mit der sehr schwierigen Diagnose ihres Sohns umgehen konnte. Wie und wieso sie sich in der Zeit umso mehr an Gott klammerte. Ich möchte den Glauben als coping strategy komplett aus meinem Review außen vor lassen, sondern mich nur auf den Stil konzentrieren. Auch den Inhalt möchte ich nicht kritisieren, da es ja um eine sehr persönliche Geschichte geht und sich es irgendwie falsch anfühlt darüber zu urteilen.
Das Buch lebt leider von Wiederholungen. Ich weiß nicht, ob die Autorin die Menge dieser als Stilmittel beabsichtigt hat oder nicht, für mich liest bzw. las es sich aber leider sehr redundant.