Viele Wörter und Ausdrücke waren mir so als Nazi-Sprache nicht bekannt. Das war sehr aufschlussreich.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich aber, dass der Autor Beispiele für ungünstige moderne Verwendung gerne dem Spiegel und der Zeit entnimmt, er selbst jedoch einen Hintergrund in der Springerverlagswelt (Journalist bei WELT) hat, die sicherlich nicht mit politisch korrekter Sprache glänzt. Weiterhin würde ich genderneutrale Schreibweisen bevorzugen.
Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich beim Hören meines Lieblingssenders. In der Sendung Kontext (24. Mai 2019) gab es ein Gespräch mit dem Autor. In diesem Gespräch und auch am Klappentext "erklärt" Matthias Heine sein Buch so: "Es geht nicht darum, eine Fahndungsliste für irgendeine Sprachpolizei zu erstellen. Sondern es geht darum, zu vermitteln, was die Grundlagen jeder angemessenen Ausdrucksweise sind: Sensibilität, Kenntnis der Stilebenen, Sinn für Angemessenheit und - ja - auch das Wissen um die Geschichte von Wörtern." Alle diese Ansprüche übererfüllt das Buch. Über 80 Begriffe werden erläutert, ihrer Entstehungsgeschichte wird nachgegangen, die Verwendungsgebiete und Verwendungshäufigkeit im Sprachgebrauch des "Dritten Reichs" wird aufgezeigt und eine Einschätzung wo das Wort heute steht, im modernen Sprachgebrauch, wird ebenso gegeben. Manchmal fast humorvoll, entspannt und trotzdem sehr genau beschreibt Matthias Heine jedes einzelne Wort. Das ist so interessant gemacht, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Ein tolles Buch.
Viele der Begriffe kannte ich bereits von Victor Klemperers „LTI“ bzw. „Rechte Wörter. Von ‘Abendland‘ bis ‘Zigeunerschnitzel‘ “ von Andreas Graf von Bernstorff. Dennoch kam mir der historische Hintergrund- verbunden mit den vielen zeitgenössischen Zitaten- sehr gelegen. Allerdings würde ich Mathias Heine bei ein paar seiner Schlussfolgerungen (also ob der Begriff heute noch sorgenfrei benutzt werden kann) widersprechen.
I hoped that this book would be good, but it was not, not at all and so I did not finish this. The writing is fine, but I was not thrilled when he started talking like a linguist because then I no longer know what his words mean. It was early on just weird when he was using the term Aktion in modern german despite being so often used by the Nazis, but the word altestamentarisch is not supposed to be used according to him. Why? Why is one no longer problematic but the other is? And another problem with this book is how the author comments on words and which one are suitable today or not. Now, the book isn't all bad, its strength in my eyes lies in its information, like that Gobineau stated that Jews belong to the white race and only Wagner seperated them, or that apparently in 1920 Hitler quoted a thesis by a guy called List who considered Indians, Persians, Greeks, nordics, chinese and egyptians to descend from the Aryans.However, this did not do the book any good in the long term. I couldn't help reading the author's comments and there is really no rhyme or reason as to which words are problematic and which aren't. It is really just his opinion and his entries on words were really getting worse as well. So, I gave this up.
Die Einleitung und Texte zu den einzelnen Wörter sind sehr gut, die Einschätzungen des Autors sollte man manchmal hinterfragen. Autor zitiert das N-Wort
Verbrannte Wörter ist ein Nachschlagewerk, in dem über 100 Begriffe beleuchtet werden in Bezug auf ihre Nähe oder ihren Ursprung in der Nazi-Zeit. Zu jedem Begriff gibt es eine genaue historische Einordnung, in welchem Kontext er genutzt wurde, wie er entstanden ist und ob er ein Begriff war, der vor allem von den Nazis genutzt wurde, um damit zu werben oder die schrecklichen Taten, die sie begingen, zu verschleiern, verbergen oder beschönigen.
Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen mit Abschnitten, also tatsächlich von A bis Z durch gelesen. Das kann ich nicht empfehlen, denn die Aufmerksamkeit leidet doch sehr darunter und ich bin mir sicher, ich habe beim Lesen direkt einiges wieder vergessen oder nicht richtig aufgenommen. Als Nachschlagewerk ist es allerdings wirklich gut - und einiges hat mich auch überrascht, zum Glück im positiven Sinn.
Also - Empfehlung als gut geschriebenes Nachschlagewerk zum reinblättern oder gezielten Suchen bestimmter Begriffe.
Es ist wichtig zu wissen, wo dieser Wörter herkommen und welche man nicht verwenden soll. Im Zweifel - einfach nicht verwenden. Ein paar davon waren überraschend. Ich habe mich beim Lesen allerdings schwergetan. Man hätte es etwas zugänglicher machen können.