در قرن دوازده میلادی جزیرهٔ انگلستان به دست نرمانهای فرانسوی اشغال و ملت آن به یوغ کشیده شد. اما از میان همین ساکسنیهای شکستخورده و خواریدیده، مردی برخواست که در پرتو دانایی خود به وزیری حکومت اربابان فاتح رسید، تا حدی که هانری دوم، شاه فرانسه و انگلستان، بیرای و نظر او جرات هچاقدامی نمییافت. پس این وزیر فهیم و فلسفی مشرب، را محض مقاومت در برابر پیشخواهیهای پاپ، به اسقفی کشور خود نیز برگزید. ولی توماس بکت در جامهٔ روحانی به دفاع از حقوق هموطنان زیردست و ذلیل خود برخاست، چندان که سرانجام به دست اشرافیت متفرعن فرانسوی به قتل رسید. با این همه محبوبیت نام او در پیش ملتش، پاپ، دشمن پیشین او را واداشت پس از گذشت ده سال وی را مقدس اعلام کند. در تاریخ آمده است که توماس بکت زادهٔ مادری شرقی بود، و نیز درسخواندهٔ اندلس اسلامی - عربی. در این رمان کوتاه، او را انسانی مییابیم برخوردار از خون و خویی غربی و شرقی، و با این حال در درک خود از عدالتی خالی از تبعیض، و حکومتی بری از قهر، همه جا تنها: انسانی که در جستوجوی آئینی پاک و پاسدار رفاه و رستگاری انسانها به راه مسیح میرود و نافرجام میماند.
Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898) was a Swiss poet and historical novelist, a master of realism chiefly remembered for stirring narrative ballads like The Feet in the Fire.
Bin gerade beim Wiederlesen in einer Gesamtausgabe, werde aber meine Rezi hier posten. In der elften Klasse wurden wir zu lange damit gequält, vierzig Jahre später, liest es sich (wieder) überragend.
Historische Novelle aus dem Jahre 1880, die in England im Hochmittelalter des 12. Jh. (ca. 1160-80) spielt und die Geschichte der Ermordung Thomas Becketts, des Erzbischofs von Canterbury und damit Primas der katholischen Kirche in England, nacherzählt.
Wie üblich bei Meyer, hält er sich eng an der historischen Wahrheit, dichtet nur hier und da etwas dazu. So die Figur der Grace als Tochter Becketts oder den königlichen Sohn 'Hans' (Johann Ohneland), dessen Geburtsdatum nicht ganz passt. Beckett wird im Auftrag des Königs von dessen Rittern der Schädel eingeschlagen vor dem Altar einer Kirche. Eine dieser unglaublichen Zügellosigkeiten der englischen Könige.
In der Novelle wird hergeleitet, wie aus dem treu ergebenen Kanzler und Freund des Königs Beckett zum Feind und Störfaktor wird. Im Wesentlichen geht es um die immerwährende Frage, wer höher steht, der König, oder die Kirche. Im Konkreten geht es um die kirchliche Gerichtsbarkeit, die der König abschaffen will, weil sie die immer unverfroreneren und häufigeren Verbrechen des Klerus nicht ahndet, nicht verhindert, ja nicht einmal verfolgt.
Heinrich II. setzt seinen engen Gefolgsmann als Erzbischof ein, der in seinem Namen mit dem Papst in dieser Causa schon seit längerem streitet, in der Erwartung, dass dieser ihm zu Willen ist. Doch da täuscht er sich. Es werden verschiedene Handlungsstränge ersonnen, die Beckett dazu bewegt haben mochten. Zwei davon hatte ich vorher noch nicht gehört und entstammen dem kreativen Geist Meyers.
Die Novelle, die schon fast ein kleiner Roman ist, hat mir zu einem bekannten Thema neue Facetten gezeigt und deshalb gut gefallen. Wie üblich gibt es Rahmenhandlung und Binnengeschichte, in die Meyer einen Schweizer einschmuggelt, der dem König als "Deutscher" (sogar als Schwabe, scandalo!) im engsten Kreise dient und die Geschichte erzählt.
Die beiden zuletzt gelesenen italienischen Stoffe (Pescara und Borgia) haben mir auch gefallen, aber hauptsächlich wegen meiner persönlichen Präferenz für italienische Geschichte. Wer den Stil von Meyer kennenlernen will, könnte bei dieser Novelle hier anfangen. Wenn's nicht schnackelt, dann ist der Meyer nichts für dich. Aber eben, das Buch ist aus 1880, also nix für Diggastammler. Der Jenatsch ist der schweizerischste Stoff, aber von meinen vier Favoriten der schwerfälligste im Stil.