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Peter Pan

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Von Nimmerland kann man nie genug erfahren! Eines Nachts bekommen Wendy und
ihre Brüder Besuch: Ein Junge namens Peter Pan und eine kleine Elfe tauchen in ihrem Zimmer auf. Die beiden zeigen ihnen, wie man fliegt und nehmen sie mit nach Nimmerland – einen Ort, wo es Meerjungfrauen, Indianer und echte Piraten gibt.
Der Klassiker von J. M. Barrie neu erzählt für kleine Zuhörer.

128 pages, Hardcover

Published August 1, 2012

3 people want to read

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Sabine Rahn

133 books

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Community Reviews

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Profile Image for Janine.
400 reviews
October 30, 2025
Wenn ich früher an Peter Pan dachte, hatte ich sofort Disneys Peter Pan im Kopf. Ein Märchen mit Feen, Zauberei und Abenteuern. Dann hatte ich vor vier Jahren die Neuerzählung von Christina Henry geguckt und seitdem war mein Bild ein wenig „angeknackst“, natürlich war die in ihrem Buch gewählte Brutalität bewusst eingearbeitet. Ja, und dann habe ich zwar nicht das Original vorgelesen, aber schon eine Ausgabe, die sich sehr am Original orientiert. Und da musste ich feststellen, dass „Peter Pan“ in meinen Augen eigentlich ein sehr trauriges und teilweise auch sehr brutales Buch ist, das sich durchaus an Erwachsene richtet. Während unser Sohn vor allem ein großes Abenteuer genoss, musste ich so manches Mal schlucken.
 
Ich habe dann auch ein wenig recherchiert und tatsächlich wurde das Buch ursprünglich für Erwachsene geschrieben. Der Titel hieß „Peter Pan, or The Boy Who Wouldn’t Grow Up“. Und mehrmals wurde im Text darauf hingewiesen, dass Peter Pan „noch alle seine Milchzähne habe“.
 
Was haben Kinder inne? Auf der einen Seite eine Unbeschwertheit und Unschuld, auf der anderen Seite jedoch auch eine ganz eigene Form von Moral und Gerechtigkeit. Peter Pan war es wichtig, dass Gerechtigkeit herrscht. Gleichzeitig zögerte er nicht mit den „Verlorenen Jungs“, Piraten in einen Hinterhalt zu locken und diese zu töten. Beim letzten Kampf macht Peter Pan klar, dass nur einer, nämlich Captain Hook oder er, überleben würde. Peter Pan wechselte durchaus auch die Seiten, sodass bei den Kämpfen „Verlorene Jungs“ starben.

Peter Pan kann jedoch nur Kind bleiben, weil er sich nicht weiterentwickelt und Veränderungen vergisst. Ja, er vergisst sogar seine kleine Elfe und Captain Hook. Er bewahrt sich seine Sorglosigkeit, indem das, was das Leben ausmacht, die Vergänglichkeit und den Wandel, aus seinem Leben ausschließt.
 
Ein weiteres wichtiges Thema in dem Buch ist die „Mutterschaft“. Ich selbst habe Disneys Neuverfilmung nicht gesehen. Der neue Titel lautet „Peter Pan & Wendy“. Ja, das Buch behandelt alte, konservative Themen. Im Original nimmt Wendy die Rolle der Mutter der Verlorenen Jungs ein, und auch Peter Pan sieht in ihr eine Mutter (bei dem Punkt ist Wendy übrigens etwas indigniert, denn anscheinend schwärmt sie durchaus etwas für ihn, sie ist also nicht mehr ganz „Kind“). Peter Pan offenbart auch, dass seine Eltern ihn nicht wiederhaben wollten und er deswegen nicht zurückkehren könne. Das Fenster zu seinem Zuhause war geschlossen, für immer. Und dennoch ist die Figur „Wendy“ eine starke Frau, sie kümmert sich um die Kinder, kämpft und muss nicht nur einmal um ihr Leben fürchten.
 
Die Ausgabe aus dem ellermann Verlag richtet sich in meinen Augen schon an etwas ältere Kinder im Grundschulalter. Und selbst als Erwachsene fand ich die Geschichte bewegend. Eine klare Leseempfehlung.
 

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