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Wer nichts glaubt, schreibt. Essays über Deutschland und die Literatur

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Maxim Billers schriftstellerisches Werk ist eine großangelegte Suche nach Wahrheit. Seine Literatur ist der umfassende Versuch, das Unvereinbare zu vereinbaren, Schmerz in Erkenntnis zu verwandeln sowie bequeme Konventionen aufzuspüren und zu sprengen. Dabei übernehmen Billers Essays weit mehr als eine Nebenrolle. Sie führen nicht nur vor, dass die Gattung im Kern eine zutiefst literarische ist, sondern auch, wie die Literatur in Sachen Wahrheitsfindung der Wissenschaft oder dem Journalismus voraus sein kann.
Dieser Band versammelt eine repräsentative Auswahl an Texten aus den letzten drei Jahrzehnten, in denen sich Biller insbesondere mit der deutschen, jüdischen und amerikanischen Literatur sowie mit deutscher Gesellschaft, Politik und Geschichte auseinandersetzt. In ihrer zeitlosen Gültigkeit, stilistischen Brillanz und argumentativen Wucht prägten und prägen sie die Gattung in der deutschsprachigen Literatur maßgeblich.

272 pages, Paperback

Published March 11, 2020

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About the author

Maxim Biller

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for monsieur_steini .
235 reviews6 followers
April 24, 2021
Ungemein provokant, aber lohnenswert, sich damit auseinanderzusetzen. Es ist schon krass, was er sich herausnimmt, von welchem Thron er manchmal herabspricht und wie heftig er austeilt. Einige Essays machen richtig Lust, sich verstärkt mit Literatur auseinandersetzen zu wollen und in einer essayistischen Lektüre muss man sich auch mal Themen stellen, die einen selbst angreifen.
Profile Image for Bücherangelegenheiten.
197 reviews45 followers
December 15, 2020
„Wer nichts glaubt, schreibt“ eine Sammlung von Essays, die Maxim Biller im Laufe seiner schriftstellerischen Kar­ri­e­re verfasst hat. Diese Sammlung ist nun in der Reclam Universal-Bibliothekt erschienen. Fraglos ein Ritterschlag für jeden Schriftsteller sein eigenes kleines gelbes Reclam-Heft zu bekommen und das noch zur Lebzeiten.

Worum geht es in „Wer nichts glaubt, schreibt“? Inhaltlich ist das Buch nicht nur ein Querschnitt durch die Essays Billers, sondern auch durch die Geschichte. So versammelt der Band Texte aus den Jahren 1991 bis 2019. In diesen Texten geht es um die unterschiedlichsten Sachen. Was jedoch alle Text gemeinsam haben, ist, das egal, ob es ein Text über Antisemitismus, Politiker oder die Wiedervereinigung ist, alle Texte die Literatur verbindet..

Stilistisch ist dieser Querschnitt durch Billers Essayistisches Schaffen, eine wahre Freude. Pointiert, böse und manchmal sehr bissig schreibt Biller über Literatur, Politik und das Leben in Deutschland. Immer mit der richtigen Portion an Humor und Trotz.

„Wer nichts glaubt, schreibt“ zu lesen, war nicht immer einfach, manchmal auch ein bisschen anstrengend und ich kann mir vorstellen, dass einige Leute sich von den Essays von Biller angegriffen fühlen könnten. Nicht nur, weil einige Größen der Literatur und Politik schlecht wegkommen, sondern auch die ehemaligen ostdeutschen Bundesländer, samt Einwohner und die Linke-Poltik. Trotz allem war es ein Genuss, gerade weil ich Biller nicht in allen Sachen zugestimmt habe und gerade ein anderer Blick auf das Geschehen in der Politik, Deutschland und natürlich in der Literatur, den Diskus anregt und mich zum Nachdenken bringt.

Eine klare Leseempfehlung!
267 reviews3 followers
February 16, 2025
Biller ist, wie immer, sprachlich zu unverschämt gut. Thematisch ist es doch etwas viel, sein Immer-und-Hauptthema "Ich bin Jude in Deutschland unter lauter Täternachkommen ohne Rückgrat" in leicht ermüdenden Variationen über die Dekanden nochmal nachzuvollziehen: Die scharfzüngig-gedankenscharfe Polemik polarisiert irgendwann nicht mehr, sondern lässt einen nur noch zunehmend ungeduldig, zunehmend ennuiert herumblättern, ob denn nicht wenigstens ein wirklich und im Wortsinne origineller Text in dieser Sammlung zu finden ist.

Daß dem, maximal, mit der Verbeugung vor der Lebensleistung Rachel Salamanders der Fall ist, ist schon sehr anstrengend (zumal dieser Text an vorletzte Stelle gestellt wurde, womöglich aus demselben Grund, aus dem es der Text, der den Titel des Exzerptenbandes ausmacht, ganz an den Schluss geschafft hat?).

Biller-Texte sind immer ein Gewinn, wenn auch manchmal etwas schwere Kost. Diese Auswahl allerdings ist nicht gelungen - sie läßt jeder und jedem, die/der nicht extrem dosiert darin liest, das Ganze sehr sauer aufstoßen. Bedauerlich, denn es finden sich so schöne Formulierungen und kluge Gedanken - aber sie zerfließen zu wenig bekömmlichem Einerlei.
31 reviews1 follower
December 21, 2021
Sehr bissig, sprachlich mächtig und teilweise sehr beleidigend. Dadurch aber sehr unterhaltend. Besonders bei den pol. Essays hatte ich oft eine andere Meinung, die Essays über die Literatur haben mir besser gefallen. Dadurch, wie Biller schreibt, welche Wörter er wie benutzt, wie er in schnellen Nebensätzen die deutschen Autoren im Vorbeigehen literarische angreift, ist doch keines seiner Essays langweilig, auch wenn man die Ansichten des Autors nicht immer vertreten muss.
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