„Wer nichts glaubt, schreibt“ eine Sammlung von Essays, die Maxim Biller im Laufe seiner schriftstellerischen Karriere verfasst hat. Diese Sammlung ist nun in der Reclam Universal-Bibliothekt erschienen. Fraglos ein Ritterschlag für jeden Schriftsteller sein eigenes kleines gelbes Reclam-Heft zu bekommen und das noch zur Lebzeiten.
Worum geht es in „Wer nichts glaubt, schreibt“? Inhaltlich ist das Buch nicht nur ein Querschnitt durch die Essays Billers, sondern auch durch die Geschichte. So versammelt der Band Texte aus den Jahren 1991 bis 2019. In diesen Texten geht es um die unterschiedlichsten Sachen. Was jedoch alle Text gemeinsam haben, ist, das egal, ob es ein Text über Antisemitismus, Politiker oder die Wiedervereinigung ist, alle Texte die Literatur verbindet..
Stilistisch ist dieser Querschnitt durch Billers Essayistisches Schaffen, eine wahre Freude. Pointiert, böse und manchmal sehr bissig schreibt Biller über Literatur, Politik und das Leben in Deutschland. Immer mit der richtigen Portion an Humor und Trotz.
„Wer nichts glaubt, schreibt“ zu lesen, war nicht immer einfach, manchmal auch ein bisschen anstrengend und ich kann mir vorstellen, dass einige Leute sich von den Essays von Biller angegriffen fühlen könnten. Nicht nur, weil einige Größen der Literatur und Politik schlecht wegkommen, sondern auch die ehemaligen ostdeutschen Bundesländer, samt Einwohner und die Linke-Poltik. Trotz allem war es ein Genuss, gerade weil ich Biller nicht in allen Sachen zugestimmt habe und gerade ein anderer Blick auf das Geschehen in der Politik, Deutschland und natürlich in der Literatur, den Diskus anregt und mich zum Nachdenken bringt.
Eine klare Leseempfehlung!