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Frau Merkel #4

Hüttenkatz: Frau Merkel und das mörderische Klassentreffen

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Von wegen gemütliches Klassentreffen. Ein Totgeglaubter taucht nach 30 Jahren wieder auf und im abgelegenen Berggasthof beginnt ein munteres Morden. Mittendrin: Kommissar Steinböck und seine Katze Frau Merkel, die nicht nur die Hüttenwirtin an den Rand des Wahnsinns treibt. Alle aus Steinböcks Abiturklasse haben ein Motiv. Und manch einer hat das Unheil bereits geahnt. Oder ist vielleicht doch alles ganz anders?

256 pages, Kindle Edition

Published September 11, 2019

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Kaspar Panizza

18 books4 followers

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for EmiliAna.
315 reviews2 followers
October 15, 2019
Zunächst war Frau Merkel, die eigenwillige und, wie unter ihresgleichen nun mal so üblich, blitzgescheite Katze und widerspenstig- kritische Begleiterin des schrulligen Münchner Kommissars Steinböck, aus dessen Vornamen nicht nur er sondern auch sein Schöpfer Kaspar Panizza ein rechtes Geheimnis machen, eine Saukatz! Im folgenden Band avancierte sie zur Teufelskatz, um dann gar eine Glückskatz zu werden - und in vorliegendem Band treffen wir sie als Hüttenkatz wieder! Eine solche wurde sie, weil sie - klammheimlich und natürlich unerlaubterweise, worum sie sich, wen kann es verwundern, nicht im geringsten schert - dem Kommissar auf ein Klassentreffen folgte, das auf einer Almhütte einer der Mitschülerinnen von einst ausgerichtet wurde und auf dem so wunderliche wie gefährliche Dinge geschehen sollten, ganz so, als hätte es Steinböck, der sich mit nicht allzu großer Begeisterung auf den Weg machte, denn zum einen mag er die Berge nicht, zum anderen hält sich seine Vorfreude auf eine Begegnung mit den inzwischen wie er selbst etwas angejahrten Mitschülern, mit denen er vor dreißig Jahren die Schulbank gedrückt hatte, in Grenzen, geahnt. Hätte er doch nur auf seinen sechsten Sinn gehört, dann wäre ihm einiges erspart geblieben....

Denn nicht nur wartet oben auf der Hütte eine faustdicke Überraschung in Gestalt des lange verschollenen Schulkameraden Elias auf ihn, sondern dieser scheinbar von den Toten Auferstandene segnet nach kurzer und schon bald sehr gemischter Wiedersehensfreude noch in derselben Nacht das Zeitliche! Nicht ganz freiwillig, wie dem Leser bald schwant - und auch nicht alleine! Und vor allen Dingen nicht, bevor er noch einige unangenehme Enthüllungen über seine Kumpel von damals verkünden konnte, die jene mit sehr gespaltenen Gefühlen, um nicht zu sagen mit gehörigem Schrecken aufnahmen, denn die Folgen, wenn Elias sein Wissen publik macht, können sie sich leicht ausmalen.

Zu allem Unglück sitzen sie vorerst in der Hütte fest, denn ein Gewitter hat die Stromzufuhr unterbrochen, weder Lift noch Telefon funktionieren. Ein Albtraum - und gleichzeitig ein klassisches Szenarium, das den erfahrenen Krimileser sofort an eine ähnliche Situation in einem von Agatha Christies Kriminalromanen denken lässt, der seinerzeit, als man, in seliger Unkenntnis der heutzutage wie wild um sich greifenden und vom Autor mit tüchtigen Seitenhieben versehenen "Political Correctness", die Dinge noch beim richtigen Namen nennen durfte, ohne den schmerzhaften Aufschrei der Empörung fürchten zu müssen, unter dem deutschen Titel Zehn kleine Negerlein veröffentlicht wurde. Doch sollte man sich durch besagte Ähnlichkeit nicht dazu hinreißen lassen, nun etwa einen Krimi a la Dame Agatha zu erwarten, denn dann wird man zum einen bitter enttäuscht, zum anderen aber versagt man sich das Vergnügen eines echten Panizza-Krimis, dessen übermütige, teils skurrile und aberwitzige, immer wieder an einen Zickzacklauf erinnernde Handlung, gespickt mit den gewohnten, so sarkastischen wie treffenden Anspielungen auf soziale und politische Missstände, und zudem den zahlreichen, wahrlich nicht vorhersehbaren Wendungen und überraschenden Enthüllungen von Anfang bis Ende eine Gaudi ist, spannend und durchaus zum Mitraten einladend.

Doch wie der sympathisch-verschrobene Protagonist Steinböck selbst, der sich mit seinem bewährten und nicht minder eigenwilligen Team beharrlich an die Ermittlungen macht und dabei Erstaunliches, Schockierendes, sogar Unsägliches zu Tage befördert, tappt der Leser lange Zeit im Dunkeln, sowohl was das Motiv als auch die Person des Täters anbelangt - vor allem, nachdem dann auch noch einem heißen Verdächtigen unter den Mitschülern, die allesamt nicht so sind, wie sie zu sein vorgeben, die alle ihre mehr oder minder zum Himmel stinkende Leiche im Keller haben und bitteschön auch dort belassen wollen, das Lebenslicht ausgeblasen wird.

Doch sollte man dem gescheiten Steinböck vertrauen! Zum Schluss schnappt er, der so langsam und bedächtig daherkommt, der als wunderlich gilt, weil er mit seiner Katze spricht, immer zu! Und das geht so schnell, ist so unverhofft, dass man kaum weiß, was einem geschieht - und hat auch im vierten Band um das Gespann Steinböck und Katze Merkel nichts von seiner Pfiffigkeit verloren! Freilich, die Katze kannte den Täter schon lange, hat sie ihn doch mit eigenen Augen gesehen!!! Doch denkt sie gar nicht daran, ihrem Freund-Feind - so sicher kann man sich nicht sein bei den bissigen, zynischen und garstigen Kommentaren, mit denen sie den Mann ohne Vornamen bedenkt - einen Hinweis zu geben, denn schließlich ist er der Kommissar, ist es seine Aufgabe, die bösen Buben zu schnappen und dingfest zu machen! Und mit ihrer jedem sofort ins Auge springenden majestätischen Überlegenheit prahlen? Das hat sie, die Katz, doch wirklich nicht nötig, nicht wahr?
460 reviews2 followers
October 17, 2019
Kommissar Steinböck ist gespannt auf das Klassentreffen, das nach 30 Jahren auf einem idyllischen Berggasthof stattfindet. Natürlich hat es sich seine Katze Frau Merkel nicht nehmen lassen, sich ins Auto zu schmuggeln, um dabei zu sein. Die Überraschung des Abends ist ein Totgeglaubter, der putzmunter auftaucht. Doch dann beginnt das wahre Morden.

Ich liebe die Reihe um Kommissar Steinböck, sein klasse Team und seine "nervige" sprechende Katze. Deshalb habe ich mich wahnsinnig auf diesen Teil gefreut.
Der Schreibstil war wunderbar leicht und flüssig zu lesen und konnte mich sofort in die Geschichte ziehen. Der Humor hatte auch wieder einen passenden Anteil, so dass ich etliche Male grinsen und lachen musste. Frau Merkel und Steinböck sind einfach grandios und es macht Spaß, mir die beiden vorzustellen.
Die Charaktere wurden prima ausgearbeitet. Die Kommissare waren mir ja bereits bestens bekannt und ich habe sie inzwischen sehr liebgewonnen. Aber auch die weiteren Personen vom Klassentreffen wurden gut beschrieben. Auch wenn es ein paar mehr waren, so konnte ich sie dennoch gut auseinanderhalten.
Der Fall hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht. Ich konnte Rätseln und Grübeln, was es mit dem Totgeglaubten auf sich hatte. Und auch die weiteren Morde stachelten meinen Spürsinn an. Allerdings nicht erfolgreich, denn den wahren Täter habe ich nicht entlarven können. Da brauchte es den professionellen Einsatz von Steinböck und seinem Team, zu dem natürlich auch Frau Merkel gehörte.

Ein großartige Krimireihe, bei der jeder Teil ein Highlight ist. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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