Als die Katzenwandlerin Sofea den sterbenden Dämon Vangelas in den Katakomben von Gemea findet, ahnt sie noch nicht, was diese Begegnung für sie bedeuten wird. Von Anfang an verspürt Sofea eine unerklärliche Verbindung zu dem geheimnisvollen Fremden mit den abgetrennten Schwingen, der sich als Dämonenprinz entpuppt. Doch Vangelas weist sie ab. Denn der Dämon birgt ein Geheimnis in sich. Und ein grauenvolles Schicksal, das tiefe Narben auf seiner Seele hinterlassen hat. Es ist der Beginn einer Geschichte, die ihrer beider Welten für immer verändern wird.
Die Vorgeschichte zu Prinz über Schatten und Licht.
Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Fantasy-Romane, in denen sich Märchenelemente mit Gothic Romance und Mantel und Degen Einflüssen vereinen.
4.5 Sterne für diese romantische, herzzerreißend ernste Kurzgeschichte über die erste Begegnung zwischen Sofea und Vangelas. Ich glaube, ich habe mich in diese Protagonisten verliebt. Noch habe ich den ersten Band dieses Spin Offs nicht gelesen. Nach diesen Seiten freue ich mich aber ungemein darauf, die sich lange anbahnende Liebesgeschichte weiter zu verfolgen. Ich stehe einfach auf diese düsteren Romanzen zwischen zerschlagenen, vom Schicksal gebeutelten Protagonisten. Hinzu kommen Sofeas spitze Zunge und das edle, gebieterische Auftreten Vangelas‘. Tja, ich bin eben doch das wandelnde Frauen-Klischee. So what?!
Sofea ist eine Katzenwandlerin, das allein sorgt schon dafür, dass ihr Leben nicht leicht ist. Als sie dann noch den sterbenden Dämon Vangelas findet, ändert sich einiges. In dieser Geschichte lernt man nicht nur Sofea besser kennen. Nein, auch den Dämon Vangelas der niemand anderes ist als der Prinz. Die Geschichte sollte man gelesen haben, bevor man sich die Reihe Prinz über Licht und Schatten widmet. Sie ist spannend, humorvoll und toll zu lesen. Aber was Kurzgeschichte an sich haben viel zu schnell zu Ende.
Tatsächlich ist es bei den Büchern der Autorin immer so ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich fühle mich sofort wohl, kann die Charaktere schon nach kürzester Zeit wieder ins Herz schließen und vergesse wie bei guten Freunden selten etwas zu ihren Wesen.
Auch in dieser Kurznovelle hat die Autorin wieder einen bildhaften, emotionalen und einfach wundervollen Schreibstil. Man kann sich in die Geschichte fallen lassen und zusammen mit den Charakteren diese ergründen.
Wer der „Prinz über Schatten und Licht“, sowie die Vorgänger kennt der sollte die beiden Hauptprotagonisten definitiv kennen. Sie sind etwas ganz besonders, wie Katz und Maus und dennoch nicht voneinander wegzudenken. Auch in dieser Vorgeschichte kann man das Knistern wahrnehmen, die langsame Entwicklung verfolgen und sich mit den beiden zusammen erneut verlieben.
Wir beginnen in der Kurzgeschichte mit dem ersten „Kennnenlernen“ von Sofea und Vangelas, wobei man diesen Begriff nicht ganz einsetzen kann. Der eine findet den anderen und sie lernen sich tatsächlich nur bedingt hier kennen und dennoch gibt es diese Anziehung, welche meines Erachtens wunderbar, gefühlvoll und nachvollziehbar aufgebaut wurde.
Wir begegnen einigen bekannten Charakteren und dennoch hält sich alles in Grenzen. Wir können miterleben, wie zwei ganz wundervolle Protagonisten versuchen sich kennenzulernen, ihre eigenen Dämonen besiegen möchten und es dennoch noch nicht die richtige Zeit ist.
Eine kleine Geschichte die mir wieder ans Herz gegangen ist. Wir lernen kennen wie beispielsweise Vangelas seinen Platz in Gemea findet. Wie er so verschlossen geworden ist und was er teilweise schon zu dieser Zeit mit sich herumträgt. Ich fand es unheimlich spannend, konnte nicht aufhören mit Lesen und freue mich nun noch umso mehr auf den zweiten Teil der Dilogie.
Mein Gesamtfazit:
Mit „Erde und Wind: Ein Prinz über Schatten und Licht“ hat Michelle Natascha Weber einen spritzigen, gefühlvollen und aufklärende Novelle geschaffen. Sie überzeugt mit starken Charakteren, spritzigen Dialogen, tollen und erheiternden Situationen und einer Einführung in den Start unserer beiden Dilogien und Zusammenkünfte verschiedener Konstellationen. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte definitiv zu allen Büchern greifen und gerne auch zu dieser kleinen Novelle, die das Herz berührt und tatsächlich noch etwas neues zur Geschichte beiträgt.