Mit dem preisgekrönten Roman »Die Trolle« und der Reihe um die »Sturmwelten« schrieb sich Christoph Hardebusch an die Spitze der deutschsprachigen Fantasy. Mit »Feuerstimmen« führt er alle Fans in eine neue Seit einer Ewigkeit lag der Schrecken in den Tiefen der Meere verborgen und war von den Menschen fast vergessen. Doch nun ist der fünfte Drache, ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, erwacht. Und er will etwas zu Ende bringen, das ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen die Welt zu unterjochen. Im Verborgenen wächst die Macht des Drachen, und die Menschen erkennen erst spät, dass sie mehr und mehr zum Spielball der Dunkelheit werden. Während die junge Königin Elena alles versucht, um ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt, die im Kampf gegen den Drachen die entscheidende Rolle spielen könnte - den Gesang der Magie ...
Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in Heidelberg.
Wow! Das Hörbuch mit der Musik von Van Canto war ein einzigartiges Hörvergnügen.
Die Geschichte hat es einem einfach gemacht, sie zu lieben. Charaktere, mit denen ich mitfühlen konnte, allen voran Aidan, werden mehr oder weniger unfreiwillig in ein Abenteuer gezogen, dass die Welt verändern wird.
Die Idee, dass die Welt in Harmonie sein muss, um zu bestehen, war toll und wer ist dafür als Held besser geeignet, als die Zunft der Barden? Zweien folgen wir, Revus, der stets einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und seinem Freund Aidan, der seit Jahren nicht mehr gesungen hat. Ein dunkles Geheimnis umgibt ihn und sein Freund Revus hilft ihm immer wieder aus seinen dunklen Phasen. Mir gefiel es, dass die Hauptfigur nicht stets wohlgemut war und dadurch konnte man sich viel besser mit ihm identifizieren, denn jeder von uns bereut Dinge und Geschehnisse.
Auch die Königin der Acht Reiche Elena in Begleitung ihrer Leibgarde Kaleona war eine tolle Persönlichkeit. Eine starke Frau, die auch Mitgefühl beherrscht und sich damit zur perfekten Anführerin eignet. Doch auch sie ist nicht nur Königin und es war spannend, zu lesen, wie sie sich weiterentwickelt und sich die Geschichten der beiden verpflechten.
Die Sprache des Autors lässt einem die Welt Aidans und Elenas lebendig vor Augen stehen und die musikalische Untermalung hat das ganze zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Auch die Stimme des Sprechers war perfekt und ich freue mich, nach weiteren Büchern von ihm zu suchen!
Erst mal das Positive... Der Schreibstil lässt sich angenehm runter lesen, es ist nicht arg anspruchsvoll, aber das muss auch nicht sein. Die Aufmachung des Buches an sich gefällt mir gut, das Cover ist hübsch und die "farbigen" Seiten innen sind auch ganz nett. Zwischendurch die Liedtexte - auch gut. Die Idee? Liest sich gut an, ist mal ein bisschen was anderes und gefällt mir eigentlich ganz gut.
Tja. Und jetzt kommen die Knackpunkte, die vielleicht etwas spoilern könnten, aber ich versuche so wenig wie möglich zu verraten. Die Charaktere: Die beiden Hauptcharaktere (Aidan und Elena) fand ich am Anfang ganz cool, am Ende aber nur noch nervig. Sie haben total merkwürdig gehandelt und war es wirklich nötig, dass Elena nicht nur Königin ist, sondern auch noch was anderes super-duper-tolles? Meiner Meinung nach total überflüssig. Und Aidan? Am Ende war er, meines Gefühls nach, wahnsinnig arrogant und egoistisch. Das hat mir gar nicht mehr gefallen. Die Liebesgeschichte: Ja, man konnte sich denken, dass es passiert. Aber als es passiert es, kam es wie aus dem Nichts. Wie aus dem Nichts waren da auf einmal ganz große Gefühle, die sich mir überhaupt nicht geöffnet haben. Mich hat das eher total gestört, aber irgendwie scheint das ja in zu sein, in jeder Fantasygeschichte, ob es passt oder nicht, eine Liebesstory reinzubringen. Manchmal passt es einfach nicht. Hier nicht. Das Ende: nicht gut, überhaupt nicht. Total unlogisch und unverständlich und alle Spannung, die vorher aufgebaut worden ist, war einfach weg.
Aufgrund dieser großen Kritikpunkte kann ich dem Buch leider nicht mehr als 2 Sterne geben - dabei hatte ich echt große Hoffnungen. Schade!
Na ja, war halt da. Aber eine Königin, die einfach mal so ihr in Chaos versinkendes Reich verlässt und dann auch keinerlei Probleme hat, sich allein (ok, nur mit ihrer Leibwächterin) in der Fremde zurecht findet, von der sie offenbar keinerlei Ahnung und dazu falsche Vorstellungen hat. Na, ich weiß ja nicht ... Außerdem nimmt der Klappentext quasi alles, inklusive des großen Plottwists, vornweg. Man kann es mal gelesen haben, war jetzt nicht grottenschlecht. Aber überzeugt hat es mich jetzt nicht wirklich.
Sehr viel Potential, leider kaum ausgeschöpft. Das Album von Van Canto kann ich nur empfehlen, das Buch allerdings nicht zwingend.
Der Anfang war sehr vielversprechend. Geheimnisse, bevorstehende Apokalypse, was geht hier vor sich? Die Suche nach Antworten hat aber zu viele Seiten in Anspruch genommen. An sich wäre das okay, leider haben diese Seiten dann am Ende gefehlt, da hätten nochmal gut 100 angehängt werden können. Oder eben die Suche kürzen. Denn der Schluss
Und was sollte diese Liebesgeschichte? Die hat sich von Anfang an zwar abgezeichnet, aber nur, weil es ein Trope ist. Checkliste Fantasy mit apokalyptischer Story, da müssen sich die Hauptcharaktere verlieben. Zur Handlung hat es nichts beigetragen, wirklich Platz im Sinne von Lückenfüller war auch nicht, und die beiden haben Null Chemie. Sorry, aber "Held + Heldin = Traumpaar" funktioniert halt nicht, da gehört schon noch mehr dazu. Ich hatte ja den kleinen Funken Hoffnung, dass Aidan und Revus ein Paar werden. Die zwei passen nämlich sehr gut zusammen. Aber was erwarte ich...
Das ist das Nächste, die Szene in der . Unnötiges Drama. Rausschneiden, Seiten für was Sinnvolles nutzen. Meine Meinung, zumindest.
Außerdem habe ich das Gefühl, das zugehörige Album von Van Canto erzählt eine sehr unterschiedliche Geschichte. Eine, die mich mehr interessiert, jetzt, da ich das Buch beendet habe. Das klingt um einiges epischer, und sehr viel bedrohlicher. Etwas, bei dem man tatsächlich erwarten könnte, dass es nicht gut ausgeht. So in etwa wie das Spiel Enderal.
Im Großen und Ganzen fühlt es sich an, als hätte der Autor eine richtig tolle Idee gehabt, aber dann zum Schluss hin keine Ahnung mehr gehabt, wo es hingehen soll. Kann passieren, ist schade.
Der Schreibstil war gut, und ich hab mir einige Szenen oder Zitate markiert. Aber insgesamt fand ich das Buch enttäuschend.
Ich bin ein großer Fantasyfan und eigentlich auch sehr leicht zufrieden zu stellen. Viele Bücher, die hier weniger gut weg kommen, haben mir sehr gut gefallen.
Feuerstimmen hingegen ist das stumpfeste Buch was ich je gelesen habe. Weil ich die Band Van Canto sehr mag, habe ich es trotzdem bis zum Ende gelesen, in der Hoffnung, dass es sich noch bessert. Aber leider kam es nicht dazu. Den Charakteren fehlt es an Tiefe. Wirklich identifizieren konnte ich mich mit keinem. Die Story ist irgendwie 0815 und sehr vorhersehbar. Es fehlten emotionale Momente, die einen fesseln. So ziemlich die schwächste Fantasystory, die ich je gelesen habe. Da haben manch 20 seitige Kurzgeschichten mehr Inhalt und Charaktertiefe.
Dnf auf Seite 260. Meine Fresse, was für ein Müll. Klischee, selbstherrlich, absolut vorhersehbar UND schlecht geschrieben. Die Charaktere sind unsympathische 0815 Kackbratzen bei denen der Autor auf Teufel-komm-raus versucht den Leser vom Gegenteil zu überzeugen. Die Geschichte ist flach und sinnentleert, und Herr Hardebusch scheint planlos wie und wo etwas geschieht oder wo der Fokus liegen sollte. Ein Blick zum Ende zeigt, wow, es endet genauso wie man es VOM KLAPPENTEXT ALLEIN schon erraten konnte. Vielleicht sogar noch stumpfer und antiklimatischer. 0 Sterne. Absoluter Müll.
Wahnsinnig gutes Buch! Habe den Schreibstil geliebt, vor allem Barden in den Vordergrund zu rücken war toll. Gute Gedchichte, großartiger Plot und Schreibstil. Mein Lieblingscharakter war dabei einseitig aber leicht einer der beiden MC, sondern die Leibwächterin. Das einzig negative war das Ende - kam etwas zu schnell bzw die Ruhe nach dem Sturm wurde nicht lange genug beschrieben. ((Where is the tear inducing moment of mourning for Kaleona))Der Epilog dafür aber wieder pure Gänsehaut.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bereits mit seinem Debütroman „Die Trolle“, der 2007 mit dem Phantastik Preis ausgezeichnet und in zahlreiche andere Sprachen übersetzt wurde, schrieb sich Christoph Hardebusch in die erste Liga der deutschen Fantasy-Autoren. Es folgten 10 weitere Bücher und diverse Beiträge zu Anthropologien.
Sein neustes Projekt „Feuerstimmen“, das er in Kooperation mit der A Capella-Metall-Gruppe „Van Canto“ schrieb, ist mein erster Roman von Christoph Hardebusch. Mich überraschten vor allem die zahlreichen weiblichen Charaktere, die sich jenseits des tradierten Rollenmusters bewegen.
Worum geht es? Hass und Mordlust breitet sich in der Welt aus, denn der fünfte Drache mit seinen schwarzen Mächten ist wieder erwacht und trachtet danach seinen Plan, die Welt zu zerstören, zu vollenden. Von dem vollen Ausmaß der Bedrohung ahnt die junge Königin Elena jedoch nichts, als ihr Inselreich verlässt, um nach Hilfe zu suchen. Diese findet sich ausgerechnet beim Barden Aidan, der noch nichts von seiner ganz besonderen Gabe weiß und daher mit seinem eigenen Schicksal hadert. Wird es ihnen noch rechtzeitig gelingen, den fünften Drachen zu besiegen?
Wie fand ich… …den Einstieg?
Christoph Hardebusch wirft seine Leser ohne große einführende Erläuterungen zu seiner neuen Fantasywelt direkt mitten hinein ins Geschehen. Gerne kritisiere ich ein solches Vorgehen, weil ich lieber erst einmal die Spielregeln kennenlernen möchte. Hier gibt es jedoch gleich soviel Action, Humor und Unterhaltung im ersten Kapitel, dass ich gar keine Zeit hatte, mir allzu viele Gedanken zu machen. Bis ich zum ersten Mal wirklich zum Luft holen kam, war ich schon vollkommen in die Welt von „Feuerstimmen“ versunken.
…Handlungsverlauf?
„Feuerstimmen“ wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Aidan und Elena erzählt, die zu Beginn des Romans in unterschiedlichen Reichen unterwegs sind. Erst im Laufe der Erzählung werden beide Erzählstränge zusammengeführt. Auf diese Weise bekommt der Leser zu Beginn des Romans einen recht umfassenden Eindruck von der Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist. Auch schön fand ich, dass die einzelnen Abschnitte, die Titel des dazugehörigen Konzeptalbums „Voices of Fire“ von Van Canto tragen.
Christoph Hardebusch serviert dem Leser eine sehr actionreiche Handlung. Vor allem Fans von großem Schlachtgetümmel und klassischen Schwertkämpfen kommen bei „Feuerstimmen“ voll auf ihre Kosten. Aber auch Freunde ebenso phantastischer wie grausiger Wesen dürften die „Seeteufel“, die rein gar nichts mit der Fischgattung zu tun haben, begeistern können. Daneben gibt es die fast schon unvermeidliche zarte Liebesgeschichte, die mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte. Zu klinisch wirkten hier die beschriebenen Gefühle des Liebespaares.
…die Sprache?
Christoph Hardebusch verwendet in „Feuerstimmen“ viel wörtliche Rede, so dass eine sehr lebendige Erzählung entsteht. Wie es sich für eine gute Fantasygeschichte gehört, gibt es natürlich auch hier einige eigene Wortkreationen. Diese beschränken sich jedoch weitestgehend auf die phantastischen Wesen und Länder, in denen „Feuerstimmen“ spielt. Davon abgesehen schreibt Christoph Hardebusch in einer modernen Sprache, die mich „Feuerstimmen“ leicht und zügig lesen ließ.
…die Charaktere?
Nicht ganz so überzeugt war ich von der Zeichnung der einzelnen Charaktere. Während ich von Aidan, von dessen Vergangenheit man einiges erfährt, einen sehr genaues Bild bekam, gelang mir das für Elena leider ebenso wenig wie für Aidans Gefährten Revus, Elenas Leibwache oder die anderen Nebencharaktere.
Schön gelungen hingegen fand ich die Entwicklungen, die sowohl Elena als auch Aidan innerhalb der Handlung durchmachen: Während Elena zu Beginn von „Feuerstimmen“ ihr eigenes Volk noch für kulturell und geistig überlegen und die Bevölkerung der anderen Reiche für ungehobelte Barbaren hält,
„…reifte in ihr die Erkenntnis, dass sie über diese Länder beurteilt hatte, ohne sie wirklich zu kennen.“ (Seite 266)
Und nur wenig später gesteht sie ein:
„Die Menschen dieser Landes waren nicht besser oder schlechter als jene ihrer Heimat.“ (Seite 267)
Auch Aidans innerer Konflikt, der die zentrale Rolle, die ihm sein eigenes Schicksal zuschreibt, lange Zeit nicht annehmen möchte, hat seinen Reiz und erhöht die Spannung der Handlung. Mir wurde dieses Element jedoch etwas zu sehr überstrapaziert.
…den Schluss?
Der Schluss kam mir dann trotz knapp 500 Seiten etwas zu plötzlich. Nachdem die gesamte Reise zu Land in vielen spannenden und packenden Details abwechslungsreich und originell erzählt wird, macht die Handlung gegen Ende einen Sprung und spart einen komplette Schifffahrt nahezu vollständig aus. Hier wurde meiner Meinung nach Spannungspotenzial verschwendet. Warum lässt Christoph Hardebusch die beiden Schiffe nicht wenigstens in ein schweres Gewitter oder ähnliches geraten?
Das unmittelbare Ende ließ mich zudem etwas ratlos zurück. Mir wurde nicht ganz klar, ob nun nur die Schlacht oder bereits der gesamte Krieg gewonnen wurde. Schade.
Vieles hat sich neu angefühlt, weil Hardebusch es meiner Meinung nach immer wieder schafft, alt bekanntes spannend und neu zu verpacken. Die Welt, in der die Geschichte spielt ist interessant und mit viel Liebe ausgeschmückt und die Story hat ein gutes, gleichmässiges Tempo. Aidan und Elena sind als Charaktere gut ausgebaut und haben viele Ecken und Kanten, die beide sehr sympatisch machen, find ich. Ich hab mir die Musik von Van Canto dazu noch nicht angehört, hole das aber definitiv noch nach! Ich finde die Idee, so ein Buch zusammen mit einer Band zu machen toll!
Der einzige Grund, warum ich nicht 5 Sterne vergebe, ist der, dass ich das Gefühl hab, dass das Buch zu schnell vorbei war. Hardebusch packt sehr viele Handlung und eine grosse, komplexe Welt in relativ wenige Seiten. Ich hab mir an doch einigen Stellen gewünscht, dass er sich etwas mehr Zeit nehmen würde, ein paar Sachen mehr zu erklären oder weiter auszubauen. Dann wärens aber wahrscheinlich mehrer Bücher geworden. :P
Alles in allem war aber auch das Buch von Ihm ein grosser Spass und ich kanns nur empfehlen!
Nach Jahrhunderten erwacht der fünfte Drache – ein Geschöpf der Finsternis, das die Welt unterwerfen will. Seine Macht wächst im Verborgenen und zeigt sich den Menschen erst spät. Die junge Königin Elena versucht alles, um ihr Volk zu retten, und doch ist es der Barde Aidan, der im Kampf gegen den Drachen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Wenn er die Vergangenheit hinter sich lassen und seiner besonderen Gabe vertrauen kann …
Der Prolog erzählt von den fünf Drachen und der zerbrochenen Harmonie, von überdauernden Liedern und einer Stimme aus Feuer, die zu den Herzen der Sterblichen singt. Denn was schläft, kann mit all seinen Schrecken wieder erwachen. Dieser mystische Einstieg hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch unheimlich neugierig gemacht. Die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft werden hier noch um das verbindende und ausgleichende Element der Harmonie ergänzt, ohne das die Welt zerstört werden würde. Mir hat auch die Vorstellung gefallen, dass jedes Element von einem Drachen verkörpert wird.
Aidan stand mir schnell nah, was sicherlich auch an seiner tragischen Vergangenheit liegt. Ein begabter Barde, der keiner mehr sein will, weil er große Schuld auf sich geladen hat und an dieser Last fast zerbrochen ist. Er ist nicht um Worte verlegen und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen, der auch mal respektlos sein kann. Aidan ist gleichzeitig frech und nachdenklich, eine reizvolle Mischung.
Aber er wäre nichts ohne seinen besten Freund Revus, der ihn mitgeschleift hat, als er voller Verzweiflung und Schuldgefühle war. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, über die Jahre gewachsen und gereift. Revus kann man einfach nur mögen, so unverbrüchlich wie er an der Seite seines Freundes steht.
Elena mochte ich auch, aber der Zugang zu ihr ist mir etwas schwerer gefallen, weil sie für meinen Geschmack manchmal zu perfekt war. Das wurde erst besser, als sie weniger „königlich“ reagiert hat und ich andere Seiten von ihr kennenlernen konnte. Als sie Gefühle zeigte und dadurch für mich zugänglicher wurde.
Das zentrale Thema der Musik hat mich beeindruckt – ein roter Faden, der alles miteinander verbindet und verschiedene Facetten bietet. Lieder, die sich durch das ganze Buch ziehen, mal mit Texten und mal mit der Beschreibung von Gefühlen, Gesängen und Harmonien. Manchmal magisch, manchmal unterhaltend. Sie summen in mir und lassen mich nach der Melodie suchen. Dazu kommen dann noch die Barden selbst, die mich generell reizen und in dieser Geschichte voll erwischt haben. So sehr, dass ich nicht genug von ihnen bekommen kann und mich insgeheim frage, wie wohl der Lebensweg einiger anderer Barden aussehen könnte.
„Feuerstimmen“ war für mich eine sehr fesselnde, magische und stimmungsvolle Lektüre, die mich mit einer abwechslungsreichen Mischung begeistern konnte. Die Musik wurde auf vielfältige Weise eingebunden, es gab wunderbar mitreißende Kampfszenen und eine Liebesgeschichte, die den Roman nicht dominiert hat, obwohl sie wichtig war. Mir hat gefallen, dass die Freundschaft zwischen Aidan und Revus keinen geringeren Stellenwert hatte und mich auch genauso berühren konnte.
Fazit Die Lieder des Albums wirken um einiges epischer als das Buch. Ich bereue es, nicht das Hörbuch gehört zu haben, ich bin mir sicher, dass das viel mehr hergeben könnte. Vielleicht prüfe ich das bei Gelegenheit noch mal. Aidan und Elena legen hier ein 1A Duett auf das Parkett und alle anderen sind völlig unwichtig. Alle vier Figuren sind ohnehin ziemlich übermächtig (obwohl sie sich von Wunden und Alkoholkatern erholen müssen). Spannung wird hier so sehr übertrieben, dass es hektisch und abgehackt wirkt. Humor ist vorhanden und bringt mich zum schmunzeln. Der Antagonist ist nicht anwesend, daher für mich als Leser nicht greifbar, 'es' schickt nur seine Heerscharen an Kanonenfutter.
Stichwort Logikmacken: weil die einen zu Pferd unterwegs sind, die anderen zu Fuß (dann erst noch in die falsche Richtung gehen und einen Stopp in einer Bibliothek einlegen) und dennoch einfach wieder einholen. Abgesehen davon, geht man laut Karte von der Hafenstadt aus nach Osten, würde man ziemlich schnell ertrinken. Das verleidet einem dann doch die immer mal wieder durchscheinenden schönen Ansätze. Ich gestehe, für einen Moment war ich dafür, dass lieber die Geschichte erzählt werden sollte, wie Aidan in den Himmel und die tiefen Tiefen der Welt steigt um seinem Freund die Stimme wiederzubringen!
Das war keine Epik, es war eine Queste. Fein und schön aber nicht überdurchschnittlich gut. Solltet ihr das nach machen? Generell: Ja, warum nicht? Die Musik ist überragend, bleibt (mir) lang im Kopf und somit auch die Queste des Romans. Ich muss nicht einverstanden sein mit den Wendungen, Charakteren und ihren Beziehungen untereinander. Ich kann auch einfach mal sagen, ich nehme sie so hin wie sie sind und spinn' mir meine eigene Idee weiter. MEHR Cross Media Projekte! Ich finde, das wertet sich gegenseitig ziemlich auf.
Feuerstimmen ist ein stimmungsvoller Fantasyroman, der vor allem durch Atmosphäre, Musik und Charaktere überzeugt.
Im Zentrum der Geschichte steht eine Welt, die lange im Gleichgewicht schien – bis der fünfte Drache erwacht. Ein allmächtiges Geschöpf der Finsternis, das nun vollenden will, was ihm vor Jahrhunderten nicht gelungen ist: die Unterjochung der Welt. Im Verborgenen wächst seine Macht, während die Menschen erst spät erkennen, dass sie längst zu Spielbällen der Dunkelheit geworden sind.
Während die junge Königin Elena alles daransetzt, ihr Volk zu schützen, erfährt der Barde Aidan, dass er eine ganz besondere Gabe besitzt. Sein Gesang ist mehr als Musik – es ist der Gesang der Magie, und er könnte im Kampf gegen den Drachen eine entscheidende Rolle spielen. Gerade diese Verbindung von Musik und Magie verleiht der Geschichte ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter.
Besonders interessant ist dabei, dass der Roman in Kooperation mit der Band Van Canto entstanden ist. Diese musikalische Herkunft spürt man deutlich: Emotionen, Rhythmus und eine epische, fast melancholische Grundstimmung ziehen sich durch die gesamte Erzählung.
Die Handlung entfaltet sich eher ruhig und nimmt sich Zeit für ihre Figuren. Statt reiner Action stehen persönliche Schicksale, Verantwortung und innere Konflikte im Vordergrund. Die Charaktere wirken glaubwürdig, und die Bedrohung durch den Drachen entfaltet ihre Wirkung weniger durch ständige Gewalt, sondern durch das Gefühl einer unausweichlich wachsenden Dunkelheit.
Feuerstimmen ist kein klassischer, lauter Fantasyroman, sondern eine atmosphärische Geschichte über Macht, Hoffnung und die besondere Kraft der Musik. Eine ruhige, emotionale Erzählung mit eigener Stimme – im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir lesen hier die Geschichte von Elena und Aidan, die durch Zufall zusammenkommen und sich nun helfen müssen, um ihr Leben und ihr Volk zu schützen. Es ist nämlich ein Drache erwacht, der nichts Gutes im Schilde führt und so die Welt zerstören will.
Ich muss gestehen, mir hat der Einstieg in diese Geschichte etwas schwer gefallen, kann aber nicht genau erklären was es war. Nach einiger Zeit ging es dann besser. Ich glaube es lag daran, dass der Autor uns richtig ins „Getümmel“ wirft und man so wenig Zeit hat, die Personen oder auch das Land kennenzulernen. Als ich dann weitergelesen habe, fand ich die Geschichte immer spannender und mir hat auch der lebendige Schreibstil des Autors sehr gut gefallen. So hatte man immer das Gefühl live dabei zu sein. Was auch noch dazubeiträgt ist, dass die Kapitel in wechselnder Sicht von Elena und Aidan erzählt werden. Leider finde ich aber keine der Hauptpersonen richtig überzeugend und sympathisch. Die Handlung finde ich aber sehr gelungen und spannend. In diesem Buch sind sehr viel Action und Schlachten vorhanden. Wer das mag ist mit diesem Buch richtig. Auch sehr gelungen finde ich die Erzählung über die Such nach dem Orakel, hier erleben die Hauptpersonen doch so einiges.
Die CD mit der Musik zu dem Buch habe ich leider nicht gehört. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet.