Wie illustriert man etwas, das für uns alle äußerst privat, intim und einzigartig ist? Sex ist dem Menschen von Natur aus eingeschrieben – und doch kulturell eines der am stärksten bearbeiteten Themen des Lebens. Er verbindet und trennt uns, ruft die heftigsten Emotionen hervor, kann Identitäten schaffen und Schicksale entscheiden. Im Sex verschmelzen alle Aspekte des Daseins auf vielfältige und immer individuelle Weise. Sex ist als Thema allgegenwärtig, aber für ein Illustrationsmagazin dennoch eine große Herausforderung. In der aktuellen Ausgabe von SPRING stellen sich 14 Zeichnerinnen dieser Herausforderung. In ihren Comics, Illustrationen und Texten schildern sie die Evolutionsgeschichte der Sexualität, lassen uns an persönlichen Erlebnissen aus der Pubertät teilhaben, berichten vom alltäglichen Sexismus, fragen, was eigentlich die Abwesenheit von Körperlichkeit mit uns macht, und setzen sich generationenübergreifend mit weiblicher Identität auseinander. Unterhaltsam und offen flanieren sie visuell durchs Thema, erzählen uns von digitalen Vulven, von der Verschmelzung in der Malerei und vom japanischen Fest der Liebe.
Nadine Redlich lives and works as a cartoonist in Düsseldorf. Since the publication of her groundbreaking “Ambient Comics” with Rotopol, she has published many further books. These include the emotional examination of the inner life of “Stones”, the hateful love letter “I Hate You – You Just Don’t Know It Yet” and her meditation on fear in “Paniktotem”. Her latest book, “Doing the Work” is dedicated to the struggles of everyday existence. Nadine Redlich’s cartoons and comics can be found in various media including the New York Times, DIE ZEIT, Süddeutsche Zeitung, Frieze Magazine, Le Monde and the Elbphilharmonie Magazine.