Katharina kommt aus einer guten Familie, aber sie fühlt sich oft unverstanden und sehnt sich nach Liebe und Aufmerksamkeit. Das Mädchen verliebt sich in den einfühlsamen Reitlehrer Heinz, der ihr eine gemeinsame Zukunft auf einem Reiterhof verspricht. Doch insgeheim verfolgt er einen grausamen Plan: Katharina soll für ihn als Prostituierte anschaffen gehen. Für das junge Mädchen ist das der Beginn eines elf Jahre langen Martyriums. Sie ist auf die perfide Masche eines Loverboys hereingefallen.
Zusammen mit Babara Schmid gelingt es ihr, ein eindringliches Bild einer destruktiven Beziehung und eines Psychopathen zu zeichnen und zu zeigen, wie er durch Manipulation und Entfremdung einen unbedarften Teenager auf seine Seite ziehen konnte.
Mit einem Vorwort der Psychiaterin und Autorin Dr. Nahlah Saimeh – Deutschlands bekanntester Gerichtsgutachterin
Das Januarbuch. Ein unglaublich gutes Buch über ein schmerzhafte Lebensgeschichte. Auf das Buch gekommen bin ich ursprünglich über eine Podcastfolge, die den Fall von Katharina aufgegriffen hat. Danach wollte ich noch mehr darüber wissen, Hintergründe verstehen und vor allem mehr über den Weg aus allem heraus lesen. Die Art des Buches hat mich sehr berührt und spätestens in den Kapiteln der Therapie und des Neuanfangs, habe ich sehr geweint, vor Erleichterung, in eigenen Erinnerung, aber auch vor Wut, weil ich weiß, dass das alles wirklich geschehen ist. Niemand sollte Zwangsprostizution, Gewalt und Einschüchterungen erleben. Dieses Buch trägt mit Sicherheit einiges dazu bei, dass Aufklärung betrieben wird. In meinen Augen auch ein Buch, dass sich gut als Schullektüre eignet.
Liebe Katharina, ich wünsche dir, dass du dein Leben jetzt ruhig und selbstbestimmt leben kannst. Mit all den Menschen, die du lieb hast und die dich lieb haben. In Sicherheit und ohne Angst. Danke für deinen Mut, all deine Erlebnisse so zu berichten.
Das Buch ist sehr heftig, glücklicherweise steht im Klappentext ja bereits das "Ende". Mit diesem im Blick kann man sich auch durch das Buch lesen. Ansonsten wäre es mir deutlich schwerer gefallen.
Trotzdem ist das Buch eine absolute Empfehlung, um den LeserInnen die Rosarotebrille abzunehmen und der Idee von der total selbstbestimmten Sexarbeiterin. Besonders bezeichnend fand ich, dass sie sich selbst als Prüde beschreibt. Lediglich durch die Abspaltung einer weiteren Persönlichkeit, konnte sie überhaupt als Prostituierte arbeiten.
Es wurde deutlich, welche Lücken unser soziales Netz hat, wer Volljährig ist hat Pech, fällt durch alle Instanzen und alle Angehörigen sind machtlos. Dabei gibt es doch selbst vor Gericht noch bis Anfang 20 unter Umständen das Jugendstrafrecht.
Es wird ein sehr trauriges Bild von Deutschland gezeichnet, welches LeserInnen hoffentlich aufrüttelt. Auch ruft es die Loverboy-Methode ins Bewusstsein, die durch perfide Manipulation Frauen zur Prostitution bringt.
Ein Buch das über die unmenschlichen Lebensbedingungen im Prostitutionsmilleu aufklärt - lesenswert aber stellenweise so verstörend, dass ich unterbrechen musste.