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Der Konsumkompass: Was Sie wirklich über Plastikverpackungen, Neuseelandäpfel & Co. wissen müssen - Gut und nachhaltig leben muss nicht kompliziert sein

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Wie viel »Öko« steckt im Bio-Apfel aus Neuseeland im Vergleich zum konventionellen Apfel vom Bodensee? Welche Kaffeepads kann man guten Gewissens kaufen und genießen? Sind waschbare Windeln mit Abhol- und Bringservice nachhaltiger als Öko-Wegwerfwindeln? Und wie viele Reisen mit dem Flieger kann sich unser Planet noch leisten? Jeden Tag stehen wir vor Konsum-Fragen wie diesen und finden statt klaren Antworten nur ein schlechtes Gewissen. Den Politikern beim Streiten zuhören, Studien wälzen, Recyclinghöfe besuchen – das alles können (und wollen) wir als Konsumenten gar nicht leisten und überblicken. Nun gibt es endlich Orientierung im alltäglichen Konsumdschungel. Wohnen, Körperpflege, Kleidung, Essen, Verkehr und Reisen – Katarina Schickling ist renommierte Expertin auf dem Gebiet ökologischer Ressourcennutzung und hat alle wichtigen Informationen für ein umweltbewusstes Leben ausgewertet und einen praktischen Leitfaden formuliert – klar, fundiert und nachvollziehbar. Das Buch der Stunde für alle, die im Alltag unkompliziert und ohne schlechtes Gewissen konsumieren möchten. Nachmachen unbedingt erwünscht!

344 pages, Kindle Edition

Published April 13, 2020

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Katarina Schickling

8 books9 followers

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Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Paula Josina.
764 reviews21 followers
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September 28, 2020
Natürlich ist dies nur meine persönliche Meinung und nur weil ich diesem Buch diese Bewertung zukommen lassen, heißt es nicht, dass es auf jeden anderen zutrifft. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch nicht meine ehrliche Meinung.

Ich möchte am Anfang meiner Rezension anmerken, dass ich das Buch nach ungefähr 50% abgebrochen habe. Somit gilt diese Rezension selbstverständlich nur für den Teil, den ich bis jetzt gelesen habe.

Das Cover ist ansprechend gestaltet. Grün zu wählen für einen Guide zum Thema Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit war psychisch gesehen sehr schlau, da Grün meistens mit der Natur verbunden wird. Ich fand es ebenfalls schön, dass der Umschlag zu 60% aus recycelten Einwegbechern hergestellt wurde und dass die bei der Produktion enstandenen CO2-Emissionen ausgeglichen wurden.

Das Buch ist in fünf größere Abschnitte unterteilt.( Müll, Verkehr, Energie, Essen , weiterer Konsum ). Die Aufteilung der Kapitel fand ich logisch, auch wenn ich Müll und Essen evtl eher näher zusammengestellt hätte.

Nun zu meinen Kritikpunkten:

Die Grafiken waren für meine Augen leider ein kleiner Graus. Keine Achsenbeschriftung und drei Farben die sich im selben Farbspektrum befinden ( grün ). Aus meinem Studium weiß ich, dass eine Grafik auch verständlich sein sollte ohne das man den Text dazu gelesen hat, was hier nicht der Fall war. Den Saison Kalender im Buch fand ich eigentlich richtig cool, doch auch hier habe ich Ewigkeiten über den Grafiken gebrühtet. DIe Darstellung war meiner Meinung nach eher weniger vorteilhaft und man hätte das Ganze vereinfachen können in dem man einfach nur eine Farbe für jeweils Import und heimischen Anbau genommen hätte. Ich dachte erst, dass es nur ein Problem meines eigenen Hirns war aber ich habe mit mehren Personen über diese Grafiken geredet und sie ihnen gezeigt und alle konnten mich in meiner These unterstützen.

Beim Lesen hatte ich zwischenzeitlich einige Momente, wo ich dachte, dass ich das gerade falsch gelesen hätte.

Hier ein Beispiel:

Es geht um das Thema fliegen. Die Autorin muss auf ihres Berufes viel reisen und fliegt deswegen häufiger. Damit hatte ich kein Problem. Dann erzählt sie, dass sie aber auch privat gerne aus Freizeit gründen gerne fliegt um beispielsweise einen Wochenendtrip nach Venedig oder Helsinki zu machen. Das war der erste Moment, wo ich zweimal lesen musste, weil wer macht bitte Wochenendtrips nach Venedig?! Dann geht die Autorin auf den Part Klimakompensation durch Spende ein. Es erinnert sie an den Ablasshandel und sie betont, dass nur weil man spendet, nicht gleich die Emissionen ungeschehen gemacht wurden und das Menschen dann glauben, dass sie, wenn sie etwas Geld abdrücken, sich alles klimafeindliche erlauben können. Eine Website zur Klimakompensation schlägt ihr vor für ihren Venedigflug 10€ zu spenden ( was ich übrigens ziemlich wenig finde aber das ist nicht der Punkt ). Soweit so gut bzw halbwegs okay. Das Kapitel endet darin, dass die Autorin erzählt, dass sie trotzdem nach Venedig geflogen ist und einfach mehr Geld bezahlt hat an die Website zur Klimakompensation.

Ich hoffe ihr könnt mir folgen aber das war für mich einfach der Punkt, wo ich das Buch abgebrochen habe. Man erklärt dem Leser warum eine bestimmte Sache nicht gut ist und fährt dann selbst durch die eigene gezogene Mauer?

Wer klare Lösungen erhofft wird in meinen Augen ebenfalls nicht ganz fündig in diesem Buch. Zur generellen Information ist es glaube ich nicht schlecht aber es gibt keine klaren Ja Nein Antworten, was bei diesem Thema ja generell schon sehr schwierig ist.

Ich hoffe ihr versteht, was mich an dem Buch gestört hat.

Fazit
Gute Idee aber leider nicht gut umgesetzt.

Von mir gibt es keine Sterne.

Für weitere Rezensionen oder buchigen Content schau doch gerne auf meinem Blog vorbei: https://paulajosina.wordpress.com/
Profile Image for Sarah .
437 reviews28 followers
March 27, 2022
Der Konsumkompass - ein Buch, dass Nachhaltigkeit im Alltag vermitteln will. Die Autorin - inkonsequent und anstrengend.

Inhaltlich richtet sich das Buch eher an Nachhaltigkeitsanfänger - ich persönlich hatte mich schon mit dem Thema auseinander gesetzt und konnte nur sehr wenig neues für mich hieraus mitnehmen. Aber das war nicht mein Problem mit diesem Buch.
Unterm Strich ist das Buch sehr kurz und deckt entsprechend nur wenige Gebiete ab. Den Themen, denen sich die Autorin widmet, wirken an sich ausgesucht, die Unterpunkte sind da eher willkürlich bzw. oft auch in einem halben Satz abgehandelt. Entsprechend mangelt es oft, für meinen Geschmack, an Tiefe. Aber vielleicht erklärt das auch die Popularität des Buches: nachhaltig sein gehört ja mittlerweile zum guten Ton, einige machen es wohl notgedrungen, wollen aber nicht allzu viel Zeit darauf verwenden. Da kommt so ein kurzes Büchlein mit ein paar Tipps, die schnell mal hier und da angewendet werden können doch gerade richtig.
Versteht mich nicht falsch, jeder muss selbst wissen wie und wieviel Nachhaltigkeit er oder sie in ihrem / seinen Alltag integrieren kann und möchte. Und nach schnellen Tipps zu suchen ist alles andere als verwerflich. Jedoch leidet die Qualität des Buches viel zu sehr darunter und das nervt mich. Als wolle die Autorin nur eben schnell genau diesen Zug mitkriegen und mit einem Büchlein Geld verdienen. Die Anekdoten der Autorin konnte da für mich auch nichts retten - ganz im Gegenteil - bekam ich doch jedes Mal mehr das Gefühl, dass sie nicht die Person ist, von der ich mich Nachhaltigkeitstipps holen würden. Hätte sie ein Buch geschrieben: Meine Reise zur Nachhaltigkeit oder Wie ich Nachhalitgkeit in meinen Alltag integriere, wäre alles vollkommen ok gewesen. Aber nicht so. Ständig muss ich mir anhören, dass ihre Motivation zu mehr Nachhaltigkeitig im Verkehr eigentlich daher kommt, dass ihr die Reparaturen für ihr Auto zu teuer sind. Das sie nur solange nachhaltig ist, wie sie nicht verzichten muss (z.B. auf ihren regelmäßigen Wochenendtripps nach Venedig oder Helsinki). In dem Zusammenhang tritt auch ihre schöne Inkonsequenz zu Tage: aufs Fliegen verzichten bringt ja auch nix, der Impact des Einzelnen ist nicht relevant, eigentlich muss die Politik da greifen. Ja, da hat sie Recht, die Politik und die Industrie sind da die größten Stellschrauben. Nur kommt sie dann beim Thema Ernährung zum Schluss, dass sie ja fast gerne öfter mal auf Fleisch verzichtet und das sollte doch auch jeder tun. Auch wenn der Einzelne hier nicht viel erreicht, setzt man damit doch ein Zeichen, dass einem Nachhaltigkeit wichtig ist und man sich auch entsprechende Schritte in der Politik wünscht. Aber beim Fliegen nicht?! Ach ja stimmt, Frau Autorin kann ja nicht auf ihren Wochenendtrip verzichten. Genauso hört man aus dem Text raus, dass sie auch lieber nicht auf den Skiurlaub verzichtet (dann lieber mit der Bahn anreisen, denn sooo schlimm ist künstlicher Schneefall doch gar nicht!). Und der Urlaub im Schwarzwald ist ja auch absolut nicht vergleichbar mit dem Trip nach New York, entsprechend KANN man ja gar nicht darauf verzichten- traurig, dass die Autorin noch nie einen schönen Urlaub im heimatlichen Gefilden erleben durfte und stattdessen Urlaubsshaming betreibt.

Genrell geht es in diesem Buch laut Wortwahl sehr viel um Gut und Böse, um Scham und wie man sich weniger schämen kann, ums Gewissen. Gerade bei so einem Thema wäre der für mich richtige Ansatz: Bewusstsein schaffen! Jeder sollte sich bewusst sein über die Konsequenzen der Handlungen - und kann sich dann bewusst entscheiden. Dabei geht es auch gar nicht darum, perfekt nachhaltig zu leben oder auf alles zu verzichten. Einfach ums bewusste konsumieren. Und wer sich dann für eine Flugreise entscheidet, sollte seinen Urlaub dann wenigstens auch genießen und nicht vor Flugscham am Sandstrand vergehen - dann müsste man meines Erachtens nach eher noch mal überlegen, wo denn die wirkliche Motivation liegt und ob man nicht eher gegen seine eigenen Beweggründe handelt ... Den wer sich bewusste für etwas entscheidet, kennt sicherlich auch die Nachteile, aber verschweigt sie nicht vor sich selbst. Fadenscheinige Gründe vorschieben (macht die Autorin auch sehr gerne, gibt sie sogar zu) erwecken in mir immer das Gefühl, dass Leute nicht mal offen sagen können, dass sie eben auch mal einzig und allein aus Egoismus (oder Bequemlichkeit) gehandelt haben - und das kann auch durchaus eine solide bewusste Entscheidung sein! Nur zugeben will es dann kaum einer..
Auch öfter mal die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Oder eigene Motivationen hinterfragen lernen, reflektiert denken. Leider nicht direkt Thema im Buch. Es wird zwar hin und wieder mal angeworfen, von wegen "Der beste Müll ist der, der nicht entstanden ist". Aber darüber hinaus geht es nicht. Dabei ist das doch der nachhaltigste Ansatz (haha :D), da er auf intrinischer Motivation beruht und nicht auf extrinsischer - letzteres Inhalt dieses Buches.

Bei den kurzen Kapiteln wunderte es mich, dass es immer ein Fazit gab - manchmal tauchten da auch Dinge auf, die im Text vorher nicht behandelt wurden - und oftmals waren diese auch gespickt mit der persönlichen Meinung der Autoring - die auch Dinge dann direkt verurteilt hat (Wie kann nur jemand auf die Idee kommen, ökologische Kinderwindeln auf den eigenen Kompost zu werfen. Iiih eklig. (Die Windeln wären durchaus dafür geeigent). Da kommt man sich als Leser durchaus verurteil vor für seine Nachhaltigkeit).

Und lässt mich nicht anfagen über die mangelnde Recherche zu sprechen...
An eingen Stellen hat sie sich ja wirklich Mühe gegeben, und einige Studien zitiert. An anderen Stellen gibt es keine Belege, wenn sie ihre Halbwahrheiten in den Raum wirft (" Wir haben ja alle schon gehört, dass .. " - haha, ja genau so fangen doch fake news an). Und manchmal werden Interviews zitiert, die ich nicht für wissenschaftlich haltbar halte - was ist denn wenn die Person sich da gerade mal schlecht erinnert hat? Wieso da nicht auch nach publizierten Daten suchen? Kritisch betrachtet hat sie dann einige Studien durchaus, gerade wenn es um die Geldgeber ebendieser geht. Etwas mehr Konsequenz bei der Recherche wäre auch hier angebracht gewesen - auf welcher Grundlage sonst maßt sie die Autorin an, der breiten Öffentlichkeit Tipps zu geben? Dann hätte es wirklich nur subjektiv gehalten werden dürfen. Aber dieses Mischmasch untergräbt für mich leider zu viel. Aber jemand, der nach einer Studie direkt den Wassersprudler entsorgt, da er ein Keimherd sein könnte (und nacher - oh Wunder - feststellt, dass mit entsprechender Reinigugn, dem gegenzuwirken ist), der sucht vielleicht auch eben nicht direkt immer nach noch mehr Belegen..

Oh man viel zu viel Text für ein so kurzes Buch. Nun ja, keine Empfehlung von mir. Gefühlt geben sich viele Blogger mehr Mühe mit ihren Blogbeiträgen zum Thema Nachhaltigkeit. Schade.
Profile Image for Alexandra.
31 reviews7 followers
August 9, 2020
Allein die Einleitung dieses Sachbuches finde ich schon unheimlich stark. Es geht um die Verwirrung der Konsumenten, was denn jetzt eigentlich nachhaltiges Handeln ist, wie man das im Alltag realistisch hinbekommt und schneidet an, dass es viele falsche Fakten zu dem Thema gibt. Direkt nach dieser kurzen aber knackigen Einleitung findet man ein kleines Glossar. Dort werden Begriffe wie Treibhausgase, Co2-Äquivalent, Erneuerbare Energien und Seltene Erden nochmal kurz verständlich erklärt.

Das Anliegen der Autorin ist es, dass dieses Buch wie ein Nachschlagewerk verwendet werden kann. Deshalb gibt es auch nach jedem Kapitel einen kleinen Fazitkasten, in dem alles nochmal kurz und knackig zusammengefasst ist. In den Buchdeckeln findet man übrigens einen sehr anschaulichen Saisonkalender für Obst und Gemüse. Das finde ich klasse!

Das Buch ist in 5 größere Themen unterteilt: Müll, Verkehr, Energie, Essen und Konsum. Leider erklärt die Autorin mir gerade beim Themenkomplex Müll an manchen Stellen nicht ausführlich genug. Zum Beispiel werden bei der Rubrik "Getränke - Mehrweg oder Einweg?" zwar die gängigen Behältnisse erklärt, allerdings hätte ich es schön gefunden, wenn die Autorin noch auf Sprudelmaschinen wie z.B. Sodastream eingegangen wäre. Genauso wie sie beim Kapitel Kaffe sehr ausführlich die Alukapseln behandelt hat aber die Kapseln aus Papier nur in einem Satz erwähnt hat. Das fand ich sehr schade. Es ist ja ziemlich offensichtlich, dass Alukapseln eher umweltunfreundlich sind aber bei den Papierkapseln ist man sich selten so sicher. Ist das jetzt nur gefühlt umweltfreundlicher oder auch wirklich so? Im Fazit steht dann, dass sie umweltfreundlicher sind aber leider ohne wirkliche Erklärung. Ich bin eben eine ziemliche "Anfängerin" auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und hätte mir an manchen Stellen eine etwas ausführlichere Erklärung gewünscht. Gerade wenn es um Alternativen geht, hätte man noch etwas ins Detail gehen können. So wird nur aufgezeigt, welche Sachen bzw. Handlungen besonders umweltschädlich sind und vermeiden sollte aber was ist die Alternative? Die wird in einigen Fällen leider zu schwach oder gar nicht aufgezeigt.
Ich habe meinen Alltag bzw. Haushalt schon etwas umweltfreundlicher gestaltet z.B. mit Bienenwachstüchern, Sodastream, fester Seife in fast allen Bereichen etc. Manche dieser Dinge spricht die Autorin auch an aber sie beschreibt nicht inwiefern sie vielleicht umweltfreundlicher sind oder ob es nur eine Marketing Masche ist.

Beim Themenkomplex Verkehr habe ich dann wieder einiges dazulernen können und die Ausführungen sind durchaus auch ins Detail gegangen. Meine Entscheidung für die Bahncard war also die richtige. Ich müsste sie nur noch öfter nutzen. Auch die weiteren Themenkomplexe waren dann wieder für mich ausführlich genug dargestellt. Man hätte meine Kritik vielleicht etwas abmildern können, hätte man das Kapitel "Richtig Essen" direkt nach dem Müll platziert. In beiden Kapiteln geht es um den Konsum und eben den Müll von Lebensmitteln. Daher hätten diese beiden Kapitel hintereinander für mich mehr Sinn gemacht. Denn im Kapitel "Richtig Essen" geht es dann auch um die oben erwähnte Sprudelmaschine, deren Erwähnung ich im Müllkapitel vermisst hatte.

Das Schlusswort der Autorin ist richtig stark. Letzlich ist ihr Fazit, dass jeder zwar seinen Beitrag zum Aufhalten des Klimawandels beitragen sollte aber die großen Klimasünder nicht aus dem Blick behalten sollte. Man soll den Unternehmen und der Politik so richtig auf die Nerven gehen.

"Manchmal scheint mir, dass wir ruhiggestellt werden sollen, mit einer Strategie, die Versprechen und Drohung zugleich ist: Wenn ich mich richtig verhalte - richtig esse, einkaufe, reise -, dann lässt sich das Klima retten. Während wir eifrig mit Hilfe des CO2-Rechners auf der Seite des Umweltbundesamtes ermitteln, wie sehr wir zum Klimawandel beitragen, mit unserem Konsumverhalten, und uns permanent ein schlechtes Gewissen umweht, weil irgendwie alles, was Spaß macht, unsere Bilanz versaut, während wir zu verzichten lernen und im Schwarzwald urlauben statt in New York (oder wenigsten nur mit ultraschlechtem Gewissen zu unserem Langstreckenflug starten), genießen im Autoland Deutschland die Hersteller immernoch weitgehend Narrenfreiheit, wird die Energiewende eher zögerlich vorangetrieben, hat die Politik bis heute keine wirkliche Antwort darauf, wie wir denn nun die vielen Klimaziele erreichen wollen, die auf irgendwelchen Gipfeln regelmäßig verabschiedet werden."

Als Fazit kann ich aber sagen, der Konsumkompass ist ein wirklich guter Einstieg für Leute, die absolut orientierungslos in Sachen Nachhaltigkeit sind und sich gerne mehr mit dem Thema befassen wollen. Meiner Meinung nach ist zwar nicht alles auf einmal umsetzbar, denn z.B. das Trennen von Verbundstoffen für den Müll ist im stressigen Alltag manchmal einfach nicht so machbar. Aber jeder kleine Schritt ist meines Erachtens nach schon etwas Wert. Das Buch hat mir wirklich geholfen einige Aspekte meines Lebens noch nachhaltiger zu gestalten.
Profile Image for N9erz.
262 reviews4 followers
October 30, 2020
Wer nimmt es sich nicht immer zum Ziel nachhaltiger in den Tag zu gehen?
Doch oftmals stellt sich die Frage - was ist wirklich nachhaltiger?

Genau das wird hier einfach, angenehm, nicht hochgestochen und ohne viel Vorwurf erklärt.
Ist der Mehrwegbecher sofort so viel besser als der Einwegbecher? Muss Bio immer besser sein? Unzählige Thematiken mit denen man Tagein Tagaus konfrontiert wird werden hier doch sehr weitläufig auf ihre ökologischen Aspekte geprüft.
Die Antworten sind selten sonderlich überraschend und konkrete klare Antworten fehlen zwar mancherseits, sind aber auch einfach anhand der Thematik oftmals nicht so leicht zu geben. Trotzdem findet man viele Hinweise und Beispiele wie man ein bisschen an sich selbst arbeiten kann - ohne dabei immer komplett perfekt zu sein.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
May 9, 2020
„Wir Kunden haben mit unseren Kaufentscheidungen viel mehr Macht, als uns oft bewusst ist. Diese Macht sollten wir nutzen!“ (Zitat Seite 319)

Thema und Inhalt
Dieses Sachbuch beschäftigt sich mit den aktuellen Fragen zur Nachhaltigkeit in allen Konsumbereichen des täglichen Lebens. Die Autorin ist Journalistin und Dokumentarfilmerin und untersucht seit Jahren die Kernfragen im Zusammenhang mit einem möglichst umweltbewussten Leben. Die einzelnen Hauptthemen sind: Müll, Verkehrsmittel, Energie, Ernährung, Bewusster Konsum.

Umsetzung
Das Buch wird selbstverständlich ohne Schutzfolie geliefert und wurde klimaneutral produziert. Auf dem vorderen inneren Umschlagdeckel befindet sich ein übersichtlich gestalteter Saisonkalender Obst, auf dem rückwärtigen inneren Umschlagdeckel der entsprechende Saisonkalender Gemüse.
Positiv fällt bei diesem Sachbuch auf, dass das Glossar am Anfang des Buches steht.
Jedes Thema ist in einzelne Artikel unterteilt, die sich mit allen wichtigen Fragen und Diskussionen in der Praxis beschäftigen. Forschungsergebnisse werden nicht einseitig erfasst, sondern es werden unterschiedliche Sichtweisen und Studien dargestellt. Alle Zitate werden durch einen Beleglink in der Fußzeile der jeweiligen Seite ergänzt, sodass man sofort sieht, wo vertiefend nachgelesen und nachgesehen werden kann.
Jede Themengruppe schließt mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Fakten ab und ermöglicht so auch ein gezieltes, rasches Nachschlagen zu einem bestimmten Thema.
Dieses Sachbuch gibt einen umfassenden Überblick über Fragen, die sich im normalen Alltag immer dann stellen, wenn man zwischen mehreren Möglichkeiten abwägen muss und überlegt, wie man möglichst nachhaltig konsumiert. So fand ich für mich endlich eine fundierte Gegenüberstellung zur Frage, warum ich auf Rügen Äpfel aus Neuseeland kaufen sollte, oder besser doch nicht.
Das letzte Kapitel stellt die Rolle des Einzelnen eindrücklich den großen, wichtigen Aufgaben der Politik gegenüber: „Dass wir einerseits verstanden haben, dass zur Rettung der Erde auch Verzicht gehören wird und dass wir bereit sind, diesen Beitrag zu leisten. Aber dass wir von unseren gewählten Volksvertretern im Gegenzug erwarten, dass sie die drängenden Probleme angehen. Jetzt.“ (Zitat Seite 317)
Am Buchende sind nochmals die „10 goldenen Regeln für ein nachhaltiges Leben“ zusammengefasst, gefolgt von einer Aufstellung mit weiterführender Literatur.

Fazit
Dieses Sachbuch ist nicht nur interessant und vielseitig, sondern auch angenehm zu lesen, denn die Tipps und Anregungen werden niemals mit erhobenem Zeigefinger gegeben und Alltagssituationen, die wir alle auch schon erlebt haben, schildert die Autorin mit Humor, Verständnis und im lockeren Plauderton. In diesem Konsum-Kompass werden genau recherchierte und geprüfte Fakten, verbunden mit persönlichen Erfahrungen, auch für Laien sehr gut verständlich und nachvollziehbar präsentiert und regen zum Nachdenken und Umdenken an.
Profile Image for Resireads.
126 reviews14 followers
August 6, 2020
Das Buch “Der Konsumkompass” hat mich auf den ersten Blick direkt angesprochen. Das Thema Nachhaltigkeit ist so aktuell, wie nie zuvor und auch ich habe mir immer öfter die Frage gestellt, was ich für meine Umwelt machen kann. Da kam das Buch gerade zur richtigen Zeit.

Das Cover ist sehr clever gestaltet und weißt sofort auf das Thema hin. Ein weißer To-go Becher auf grünem Hintergrund und dazu noch die Tagline “Gut und nachhaltig leben muss nicht kompliziert sein”. Das klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend und ich war gespannt, was ich alles lernen kann.

Positiv ist mir direkt aufgefallen, dass das Buch sehr logisch gegliedert ist und man bei einer bestimmten Frage nach einem Blick in das Inhaltsverzeichnis schnell das richtige Kapitel findet. So muss man auch nicht das ganze Buch von vorne nach hinten durchlesen, sonder kann stattdessen sich die Sachen raussuchen, die einen besonders interessiert.

Die Autorin schreibt sehr flüssig, doch manchmal wird man mit so vielen verschiedenen Studien überhäuft, dass man manche Absätze doppelt lesen muss. Damit man aber trotzdem den Überblick behält, gibt es zu jedem Kapitel am Ende eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Das Buch besteht aus mehreren Überthemen, wie beispielsweise “Strom und andere Engergieprobleme” oder “Politisch korrekter Konsum”. Diese sind wiederum in mehrere Unterthemen unterteilt. Jedes der großen Themen startet mit einer Einführung der Autorin, darin berichtet sie auch oft aus persönliche Erfahrungen. Generell gibt es oft Geschichten, aus dem Leben der Autorin. Dadurch wird das Buch aufgelockert und gut lesbar.

Besonders aufgefallen ist mir, dass die Autorin im Bezug auf Nachhaltigkeit alles andere als perfekt ist. Beispielsweise hat sie ein Auto oder fliegt auch mal. Deswegen wird dem Leser aber auch kein Druck oder schlechtes Gewissen gemacht, falls man selber kein perfekter Nachhaltigkeitsspezialist ist. Es geht nicht um Verbote sondern um die Veränderungen, die wir ohne zu große Anstrengungen im Leben umsetzen können.

Teilweise war ich leider etwas enttäuscht, da beispielsweise die Gurkenfrage, die bereits im Klappentext erwähnt wurde, nicht wirklich beantwortet wurde. Stattdessen wurde eine dritte Antwort gegeben, aber nicht die Antwort auf die ursprüngliche Frage

Insgesamt ist das Buch sehr hilfreich und man kann sein Leben dadurch nachhaltiger gestalten. Leider wurden manche Fragen, aber nicht komplett geklärt, was jedoch nicht an der Autorin liegt, sonder daran, dass die Wissenschaft noch keine Erkenntnisse im Bezug auf die Frage gefunden hat. Generell würde ich das Buch jedem empfehlen, der mehr Fakten rund um Nachhaltigkeit kennen lernen will. Das Buch liefert einen groben Überblick über die allgemeinen Aspekte der Nachhaltigkeit.
Profile Image for Graci.
25 reviews
December 26, 2020
Wir sollten alle ein bewusstsein für unseren konsum entwickeln. Dieses buch gibt einen guten einstieg in diese auseinandersetzung damit, aber leider auch nur das. Auch wenn ich selbst denke, dass ich schon nachhaltig lebe, hat mir das buch viele dinge vor augen geführt, die ich so nicht auf dem schirm hatte.
Aber leider bietet es abgesehen davon auch nicht viel mehr. Ich hätte mir gerne konkretere und praktischere tipps fürs nachhaltige konsumieren gewünscht, aber das gab es leider nicht wirklich. Hier und da gab es hilfreiche ansätze, aber die autorin stellt diese immer in relation zueinander (was in erster linie nicht schlecht ist, weil es einfach schwer ist ein allumfassende ökobilanzen zu erstellen). Dadurch hatte ich aber als leser den eindruck, dass es im endeffekt irrelevant ist was ich tue (zb bio lebensmittel kaufen, oder glas anstelle konserven), da mein losgelöstes handeln nichts verändern kann und die wirklich entscheidenden dinge nicht in unseren händen liegen. Im kern ist das leider auch so, aber ich hätte mir von dem buch gerne konkretere ansätze gewünscht was der/die einzelne machen kann um nachhaltig zu leben.
Leider war der schreibstil auch nicht zu 100% meins. Die autorin versucht mit ihrem schreibstil und mit anekdoten den inhalt zugänglicher/unterhaltsamer/relatable zu machen, aber mir persönlich war das etwas zu viel. Aber natürlich ist das geschmackssache.
Dieses buch würde ich also menschen empfehlen, die nach einem unterhaltsamen einstieg in das thema nachhaltigkeit suchen.
Profile Image for Katys_bookworld.
133 reviews4 followers
September 14, 2020
Das Thema Nachhaltigkeit ist topaktuell und ich habe bereits mehrere Bücher dazu gelesen. Dieses ist mein neuer Favorit.

Es werden hier viele verschiedene Kategorien behandelt, wie beispielsweise Strom, Verkehr, Lebensmittel und die Ökobilanz der einzelnen Faktoren. So ist zum Beispiel Pflanzenmilch nicht unbedingt umweltfreundlicher als Kuhmilch und einheimische Äpfel nicht unbedingt besser zu bewerten als welche aus Neuseeland.

Am Anfang jedes Kapitels wird immer eine Frage zum jeweiligen Thema gestellt. Diese wird dann sehr gut beantwortet und die Hintergründe zur Nachhaltigkeit erläutert. Zum Ende wird immer kurz und knapp in Stichpunkten nochmal eine Zusammenfassung gegeben- somit hat man als Leser nochmal eine kurze Zusammenfassung des gelesenenen.

Das Buch hilft dem Leser sehr gut abzuwägen, welches Konsumverhalten ok ist und was nicht so gut für die Umwelt ist.
2 reviews
January 6, 2022
Viel interessante Sachen, einige sehr Sinnlos komplizierte überlegungen und wenige, die wahrscheinlich nicht ganz korrekt sind.
15 reviews
May 14, 2023
Gut aufbereitet für interessierte Lesende; kann kapitelweise und durcheinander gelesen werden. Gut als Hörbuch.
Komisch fand ich einige Kommentare der Autorin (ich mag frisch gepressten Orangensaft zum Frühstück ; Wochenendtrip nach Venedig mit dem Flugzeug machte ich trotzdem). Erwartet hätte ich jemanden, die für sich gute Alternativen gefunden hat und davon berichtet. Obwohl Ehrlichkeit genauso wichtig ist.
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