In Zeiten, in denen sich die gesellschaftlichen Gräben weiter vertiefen und ein striktes Entweder-oder das Denken beherrscht, ist Hegels Philosophie des Sowohl-als-auch so aktuell wie nie zuvor. Leichtfüßig und souverän bringt uns Sebastian Ostritsch das Leben und die Ideen des letzten großen Systemdenkers der Philosophiegeschichte nahe.
„Alle Dinge“, schreibt Georg Wilhelm Friedrich Hegel, „sind an sich selbst widersprechend.“ Bis heute gilt dieser Satz unter Philosophen als Zumutung, wenn nicht als Skandal. Doch nicht die Verherrlichung des logischen Widerspruchs ist Hegels Ziel, sondern vielmehr dessen Überwindung in einem dynamischen Prozess. Wer sich mit Hegel auf ein solches Denken einlässt, gerät in einen Rausch, den Sog der Vernunft, auch Dialektik genannt. Die Wahrheit einer Sache zeigt sich erst im Zusammenhang mit ihrem Gegenteil. Oder wie der Schwabe Hegel sagen würde: „So isch no au wieder.“ („So ist es nun auch wieder.“)
Es war ein hin und her mit dem Inhalt des Buches. Einerseits fand ich es interessant, etwas über das Leben des Philosophen Hegel zu lesen aber die Chronologie war etwas verwirrend. Es wurde ein Abschnitt über ein ihn und dann seine philosophischen Werke im ping pong erzählt. Die Inhalte über die Philosophie konnte ich nicht recht folgen weil es mit wenig Beispielen untermauert war. Der Autor hat sich bemüht, die verwirrenden Ansätze zu erklären. Allerdings hat er sich dann selbst im Gedanken wirr warr verhaspelt.
Ich müsste dieses Buch ein zweites Mal lesen, damit ich die Inhalte verstehe und darauf habe ich keine Lust. Also nur 3 Sterne.