Seit Eloise hinter den Mauern des Feindes lebt, ist ihr Alltag scheinbar leichter geworden: Es gibt genug zu essen und ein Dach über dem Kopf. Zudem hat sie den Mann, der sie einst enttarnte, lieben gelernt. Dennoch ist ihnen beiden bewusst, dass jenseits ihrer geordneten Welt nach wie vor Elend und Hunger herrschen, und sie haben trotz ihres so bequemen neuen Lebens ein gemeinsames Ziel: das Licht der Hoffnung zu den Ärmsten zurückzubringen und Gerechtigkeit wiederherzustellen. Doch gegen eine Macht aufzubegehren, die keiner Kontrolle unterliegt, ist äußerst gefährlich – nicht nur für die beiden.
[Rezensionsexemplar]Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich nach dem ersten Band den zweiten Band lesen konnte. Zum einen Zeitprobleme und dann auch durch meine Enttäuschung nach dem ersten Band.
Leider war auch der zweite Band nicht mein Fall. Zum einen wird die Welt immer noch nicht erklärt, man weiß immer noch nicht, was die Katastrophe ist, die irgendwie auch nur noch zweimal oder so genannt wird und erst auf den letzten 150 Seiten erfährt man auch endlich, was "die Sache" ist. Btw, definitiv alles sehr dringend mit TW bzw. einer Content Note zu versehen! Auch die Charaktere waren wieder so schwierig für mich. Kastor kann nichts anderes sagen, als das Elli wundervoll und mutig und unglaublich ist und ich war die ganze Zeit auf der Suche danach, aber sie macht halt auch nichts. Alles sehr unrealistisch, vor allem die mehrfach betonte Gewichtszunahme, die keinerlei Auswirkung auf ihre körperliche Fitness hat, außer, dass sie "endlich eine Frau ist, weil sie endlich Brüste hat" Hallo Transphobie. Neben Transphobie im gleichen Satz dann auch noch Fettphobie eingebaut und ich war direkt raus. Spätestens ab da habe ich mich nur nur gequält. Klar, das Buch ist schon ein paar Jahre draußen, aber sowas ist einfach nichts, was man macht. Der Sexismus war übrigens auch die ganze Zeit noch präsent und an einer Stelle ist es Elli sogar selbst aufgefallen, dass ein Mann sich ihr gegenüber sexistisch verhält, aber dass sie die ganze Zeit genauso drauf ist, ist wohl egal. Der Aufbau des Ordens ist mir btw auch immer noch nicht klar, weil es irgendwann keinen Sinn mehr ergeben hat, weil es sich teilweise widersprochen hat. Aber naja. Mein ganz persönliches Problem mit dem Buch ist dann auch wieder das irgendwie nicht so gut gelaufene Lektorat, dass mir bei Impress leider schon öfter untergekommen ist. Auch die vielen Sichtwechsel hätten gerne durch Kapitelwechsel klarer gemacht werden können, denn so waren es oft sehr lange Kapitel mit mehrfachen Sichtwechseln, was den Lesefluss einfach erschwert.
Ja, die Thematik, das Kämpfen um Menschenrechte, ist unfassbar wichtig und leider auch immer noch viel zu präsent, aber das kann man auch bewusster machen, weniger negativ verschiedenen Menschengruppen gegenüber und vor allem kann man das, wenn es das Hauptthema ist, auch schon mal etwas früher klarmachen, dass es darum geht. Leider keine Empfehlung von mir.
Nach der Rezension zum ersten Band nun auch noch die zweite Rezension. Ich habe es schon bei der ersten erwähnt, aber da ich zuerst beide Bücher gelesen habe, habe ich den Vorteil, auch den Überblick zu haben und der zweite war ja viel besser.
Erst einmal was den Weltenaufbau angeht. Der kam zwar hauptsächlich erst mit diesem Buch dazu, aber er war absolut genial gestaltet worden. Ich liebe die Ideen der verschiedenen Ordenshäuser und vorallem das Haus der Worte hat es mir persönlich angetan. Ich war aber auch begeistert, wie die Welt allgemein aufgebaut wurde und was für ein tolles System Eloise über all die Jahre aufgebaut hat. Es war richtig spannend darüber zu lesen.
Auch ein Plus für die Personen- und Titellisten. Dies war für den Überblick sehr hilfreich. Es hätte meiner Meinung nach auch schon gerne im ersten Band sein dürfen. Ich bin aber so oder so ein riesiger Fan von solchen Anhängen.
Was ebenfalls im zweiten Band noch einmal extrem positiv herausragt, ist der Aufbau der Diskussionen und Dialoge im Buch. Ich kann einfach nur wow sagen, zu den Kapiteln, die im Haus der Worte gespielt haben, denn die Gespräche dort wurden wirklich genial gestaltet. Ich mochte es, wie hier auch wirklich mit gewählten Worten versucht wird, eine Änderung herbeizuführen.
Die Idee generell, dass auch einmal so gut wie möglich von innerhalb des Systems eine Veränderung gestartet wird (auch wenn es ja immer noch von der “Ketzerin“ selbst ausgeht), ist sowieso eine, die ich gerne sehe und die hier auch überzeugend umgesetzt wurde. Ich mag die Idee einfach, wie man das Problem so auch bei der Wurzel packt.
So konnte auch der zweite Band auf voller Länge überzeugen, auch was die Reihe im Gesamten betrifft. Die Bücher haben sich inzwischen auch einen klaren Platz unter meinen Favoriten erarbeitet und ich kann sie nur empfehlen. Von mir gibt es deshalb auch für Band zwei wieder fünf Sterne.
"Sie können uns treten, sie können uns schlagen, aber sie können uns nicht unsere Hoffnung nehmen, unser Herz und unseren Willen, für das Richtige zu kämpfen. Sie können uns nicht brechen!" S.341
Der zweite Band hat mich mehr überzeugt als der erste! Optisch passen sie wundervoll zusammen und machen sich fantastisch im Regal.
Zum Inhalt -> Der zweite Band geht direkt spannend los und knüpft sich nahtlos an den ersten an. Der zweite hat mir besser gefallen und der zuvor kritisierte Schreibstil aus dem ersten Band, hat mir hier deutlich besser gefallen. Eigentlich wollte ich nur einen Abschnitt lesen, habe es aber direkt in einem Zug gelesen, weil ich es unglaublich spannend fand, auch wenn mir das Ende ein wenig zu plötzlich kam. Es hätte gerne noch länger gehen können. Auch an Emotionen fehlt es nicht, denn (Achtung) vielleicht fiel das ein, oder andere Tränchen.
Die Charakterentwicklung ist klasse, jeder hat seine eigenen kleinen Ecken und Kanten die jeden einzelnen ganz besonders machen. Besonders toll finde ich, dass die Geschichte zum Nachdenken anregt, auch wenn man es schon beendet und ins Regal gestellt hat. Mich wird die Geschichte auf jeden Fall gedanklich noch eine Weile begleiten.
Mein einziger Kritikpunkt sind die zu langen Kapitel, das ist aber absolut Geschmackssache und hat nichts mit der tollen Geschichte zu tun.
Mein Fazit -> Eine tolle Geschichte die einem vor Augen führt das Veränderungen wichtig und gut sind, auch wenn sie Zeit und Opfer benötigen. Ich kann die Geschichte absolut empfehlen und jedem ans Herz legen der etwas Anspruchsvolles lesen möchte, etwas das einem zum Nachdenken anregt. Verdiente 4 Sterne.
Endlich habe ich es geschafft Band 2 der Reihe rund um Eloise und Kastor zu lesen und auch hier wurde ich nicht enttäuscht!
Der Teil schließt direkt an den ersten an und so kommt man ziemlich schnell in die Handlung rein! Der Schreibstil ist wie bei Band 1 noch an manchen Stellen nicht flüssig genug, aber darüber kann man recht leicht hinwegsehen.
Hier erfährt man noch viel mehr über das Leben innerhalb der Mauern und wie der Orden aufgebaut ist – die guten wie die schlechten Seiten. Und ich finde es wirklich toll gemacht, wie Eloise es schafft nur mit ihren Worten und ohne Gewalt sich aufzulehnen und die Menschen zum Nachdenken anzuregen!
Das Buch ködert nicht unbedingt mit großen Schlachten und epischen Aufständen. Es geht viel mehr darum, was Worte und Empathie alles bewirken können! Und obwohl Kämpfe keine allzu große Rolle spielen, wird es trotzdem nie langweilig! Es ist auch nochmal spannender als Band 1, weil natürlich auch die Lage, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Mauern, immer ernster wird.
Die Protagonisten gefallen mir immer noch sehr gut! Kastor und Eloise sind beide sehr sympathisch. Bei Teil 1 hatte ich manchmal noch das Gefühl, dass Elli etwas zu perfekt ist, daher hat es mich besonders überzeugt, dass Band 2 das ein bisschen abflacht und auch ein paar ihrer Schwächen offenbart.
Insgesamt eine klare Leseempfehlung für diese Dilogie, vor allem wenn man auf große Worte und Emotionen Wert legt!
„Fehlerfrei ist nicht menschlich. Wir lernen aus unseren Fehlern, entwickeln uns durch sie und brauchen sie, um zu verstehen.“ Eloise hat sich im Orden eingelebt und liebt den Mann, der einst ihr Feind gewesen ist. Doch die Armen in der Stadt verlieren ihre Hoffnung und es braucht dringend eine Veränderung. Doch diese herbeizuführen, ist sehr gefährlich.
Jessica Wismar sagt über ihr Debüt „Eloise“, dass es eine absolute Herzensgeschichte ist. Das merkt man auch direkt an der Widmung „Ich widme dieses Buch den Kindern unserer Welt, die täglich um Dinge kämpfen müssen, die für uns selbstverständlich sind.“ Eloises Verhalten ist an vielen Stellen sehr inspirierend, weil ich das Gefühl hatte, einen Spiegel vorgehalten zu bekommen. In diesem Band lernen wir den Orden und die einzelnen Häuser genauer kennen. Das war sehr spannend.
Es gibt einige Diskussionen, die zeigen, wie perfekt durchdacht die Geschichte ist. Die einzelnen Argumente werden alle genau dargelegt, sodass man die Gedankengänge gut verfolgen kann.
Das Buch ist sehr spannend und emotional. Das Ende passt perfekt. Die Dystopie beinhaltet nicht nur eine Revolution, sondern auch einiges an Gesellschaftskritik.
Eine sehr durchdachte Geschichte, die spannend und emotional ist und mit einer tollen Protagonistin und einer schönen Botschaft überzeugt.
Der relativ gute Abschlussband der Dystopie-Dilogie »Eloise«, in dem diese aus dem Orden heraus weiter für ihre Prinzipien kämpft und versucht, auch den priviligierten Teil der Stadt davon zu überzeugen, dass Veränderung her muss. Die Geschichte ist von Anfang an ganz packend und auch überraschend intellektuell, da eine Revolution nicht durch Gewalt und Kämpfe zustande kommt, sondern durch anregende Diskussionen und Interpretation der dort herrschenden Glaubensgrundsätze. Das ist wirklich sehr erfrischend, einfach mal was anderes und regt teilweise so auch zum Mit- und Nachdenken an. Sprich reißt der Plot auf seine ganz eigene Art mit und man bewundert Eloise noch mehr für ihren Verstand und ihre Taten. Die Lovestory zwischen ihr und Kastor rückt dabei zwar in den Hintergrund, aber auch das ist total okay, da diese ja in Band eins genug Raum hatte und alles wichtige geklärt wurde. Auch der Schreibstil, der weiterhin aus der Erzählerperspektive schildert, liest sich immer noch ziemlich flüssig und einfach. Insgesamt also echt ein gelungenes Ende für die Reihe mit einer abwechslungsreich intellektuellen Revolution, die man echt gern verfolgt. Definitiv eine tolle, unterhaltsame Reihe für Zwischendurch.
Eloise - Inmitten der Dunkelheit, ist der zweite Teil der Dilogie von Jessica Wismar. Das Buch ist letztes Jahr im April erschienen.
Klappentext: Seit Eloise hinter den Mauern des Feindes lebt, ist ihr Alltag scheinbar leichter geworden: Es gibt genug zu essen und ein Dach über dem Kopf. Zudem hat sie den Mann, der sie einst enttarnte, lieben gelernt. Dennoch ist ihnen beiden bewusst, dass jenseits ihrer geordneten Welt nach wie vor Elend und Hunger herrschen, und sie haben trotz ihres so bequemen neuen Lebens ein gemeinsames Ziel: das Licht der Hoffnung zu den Ärmsten zurückzubringen und Gerechtigkeit wiederherzustellen. Doch gegen eine Macht aufzubegehren, die keiner Kontrolle unterliegt, ist äußerst gefährlich – nicht nur für die beiden.
Wie auch schon Band eins, konnte mich der zweite Band nicht so richtig überzeugen. Zwar habe ich mehr über die Charaktere erfahren, aber eine Verbindung konnte ich noch immer nicht aufbauen. Für mich passt das Verhalten der Personen nicht zu ihrem Alter und auch nicht zu der Welt, wie sie ich mir vorstelle. Die Story dahinter ist trotzdem sehr gut, was auch der Grund war, warum ich die Fortsetzung lesen wollte. Nur die Umsetzung war leider nicht so ganz mein Fall.