Als Maja eines Tages im Wald Bork trifft, steht ihr Leben Kopf. Denn Bork ist kein gewöhnlicher Junge: Er hat wilde rote Haare und auffällig große Füße mit erstaunlichen Eigenschaften. Auch sonst hat er einige Tricks auf Lager. Maja ist begeistert und beschließt: Bork soll bei ihr einziehen! Damit ihre Eltern davon nichts mitbekommen, versteckt sie ihn im Baumhaus. Aber lange kann sie ihren neuen Mitbewohner nicht geheim halten. Denn Bork ist ganz schön neugierig und will die Welt entdecken!
Bork - Der Bäumling von Olle Lindberg ist Band 1 der Reihe rund um Bork und die Familie Blomberg. Und wird Lesern ab 6 Jahren empfohlen. Aufmerksam auf das Buch wurde ich, wie könnte es anders sein, durch das schöne Cover. Die Zeichnung stammt von Daniela Kunkel und auch im Buch findet man immer wieder Illustrationen von ihr. Das besondere dabei, sie sind schwarz weiß, bis auf die ursprünglich grünen Elemente der Zeichnung, diese sind dann grün z. B. die Blätter in den Haaren von Bork.
Besonders die Zeichnungen von Bork haben mir gefallen und ich fand sie auch hilfreich. Da ich sonst gar nicht richtig gewusst hätte, wie ich ihn mir vorstellen soll. Er ist nämlich ein ganz besondere, ähm, Junge? Ich möchte ja nicht spoilern, also bleiben wir bei, er ist besonders ;-). Denn er hat einige richtig coole Fähigkeiten und was noch besser ist, er hat das Herz am rechten Fleck. Doch ist es nicht ganz so einfach mit ihm.
Maja hat ihn nämlich im Wald gefunden und irgendwie scheint es so, als würde er das soziale Leben mit seinen Normen überhaupt nicht kennen. Maja ist unsere Protagonistin und auch sie mochte ich gleich. Sie ist offen und herzlich und findet Eichhörnchen genauso toll wie ich. Ganz anders als ihr Vater, der diese als Ratten bezeichnet, er ist nicht gerade der Sympathieträger in der Geschichte, dafür aber die Stimme der Vernunft. Was auch wichtig ist und die Geschichte somit authentischer macht.
Mein Highlight war Bork. Zunächst fand ich die Idee von ihm bzw. der Geschichte genial. Und ich lese ja wirklich viel, aber dies in so einer Konstellation, das habe ich bis jetzt noch in keinem Buch gelesen. Dementsprechend war ich auch sehr positiv überrascht. Ein Kinderbuch, kann einen als Erwachsenen sonst nicht überraschen. Irgendwie hat man ja alles schon gelesen und so wird mir Bork bestimmt noch lange positiv im Gedächtnis bleiben. Bei den ganzen Details, die der Autor bei der liebevollen Zeichnung von Bork miteingebracht hat, musste ich ihn aber auch einfach mögen.
Der Sprachstil ist einfach gehalten, sodass es gut für Leser ab 6 Jahren passt. Ich habe das Buch dann auch gleich am Stück verschlungen, weil es mir so gut gefallen hat. Und ich wissen wollte, wie es mit Bork weitergeht. So kam das schöne Lesebändchen leider gar nicht zum Einsatz. Den Humor in der Geschichte mochte ich auch, da gab es des Öfteren etwas zum Schmunzeln. Auch ein Spannungsbogen war vorhanden und gegen Ende wurde es richtig brenzlig.
Was ich sonst noch mochte ist, dass die Geschichte in Schweden spielt. Ich finde Schweden als Setting eh toll und so fand ich es gut, dass es auch wirklich beim Lesen gut rauskommt, wo die Geschichte spielt. Eine witzige Idee war auch, dass Rezept für die Zimtschnecken an das Ende des Buches zu packen.
Fazit: Bork der Bäumling mit seinen liebevoll gezeichneten Charakteren, den schönen Illustrationen und vor allen ein paar tollen und wichtigen Botschaften, kann ich wirklich nur empfehlen. Die Geschichte ist auf jeden Fall etwas für die Jungen Leser, egal welchen Geschlechts. Aber auch für Erwachsene. Ich und meine Zimmerpflanzen hätten auch gerne einen Bork in unseren Leben.
Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und Maja genießt jede Minute in ihrem geliebten Wald. Als ein heftiges Gewitter aufzieht, versteckt sie sich in einer Höhle - und stellt schnell fest, dass sie dort nicht alleine ist! Ein seltsamer Junge mit spitzer Nase, rötlichen Haaren, blasser Haut und grün schimmernden Augen ist ebenfalls da und er scheint so dünn und zerbrechlich zu sein wie ein Ast. Außerdem ist das einzige Wort, das er von sich gibt, "Bork". Maja ist fasziniert von dem Jungen und merkt schnell, dass irgendetwas an ihm nicht völlig normal ist - und beschließt, ihn mit nach Hause zu nehmen. Er kann ja nicht einfach so im Wald wohnen! Sie schmuggelt ihn in ihr Baumhaus, wo er aber schnell von ihrem kleinen Bruder Matti entdeckt wird. Verzweifelt versuchen die Geschwister, die sich sonst immer streiten, ihr Geheimnis vor ihren Eltern zu bewahren, denn je mehr Zeit sie mit Bork verbringen, umso wichtiger wird er für sie...
„Auf einem Bein stand er mitten in der Hecke und hatte die Augen geschlossen, während er langsam und gleichmäßig atmete. Und sich dabei anhörte, wie ein kaputter Rasenmäher." S. 50
Als ich dieses Buch in der Verlagsvorschau gesehen habe, war ich sofort hin und weg. Und das hatte einen guten Grund: Der Name meines kleinen Bruders ist Birk. Aber als ich ein Kind war, konnte ich das nicht richtig aussprechen und nannte ihn entweder Burg oder Bork. Aber damit nicht genug - nein - denn mein Brüderchen ist auch ein kleiner Bäumling. Nun gut, er schläft zwar nicht im Stehen, während seine Füße in der Erde vergraben sind und seine Nase ist auch nicht so spitz und holzig, aber er war fast genauso flink auf den Bäumen wie der Protagonist dieses Buches (wenn auch nicht kopfüber), weswegen wir ihn immer unseren Affen nannten. Aber Bäumling hätte definitiv auch gepasst! Wenn meine Eltern es meinem Bruder erlaubt hätten, dann hätte er bestimmt in den Bäumen gewohnt... Somit war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, um es dann meinem Bruder zu schenken - damit der mittlerweile nicht mehr ganz so kleine Lesemuffel endlich auch mal ein Buch zwischen die Finger bekommt. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe, war, dass mir die Geschichte rund um den kleinen Bäumling Bork so gut gefällt, dass ich das Buch auf gar keinen Fall hergeben möchte! Und das führt jetzt eben dazu, dass ich das Buch gleich für mein Brüderchen als Geschenk kaufen werde, denn die Geschichte erinnert mich nicht nur an ihn als Kind, sondern ist auch einfach herzallerliebst und lustig noch dazu.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, einfach zu lesen und kindgerecht. Die Schrift ist relativ groß, sodass sie auch für Leseanfänger gut geeignet ist, auch wenn die Textmenge auf einer Seite doch recht viel ist. Die Kapitel sind dafür wiederum relativ kurz. Es sind jedoch auch immer wieder recht komplizierte Worte dabei (z.B. Flora Blombergensis, Riesenärger, Zimtschnecke, Yggdrasil oder Ratatöskr), die für Erstleser sicher für Schwierigkeiten sorgen können oder komplett unaussprechlich sind. Aber da diese nicht Überhand nehmen, stellt das kein allzu großes Problem dar - ich habe meiner Nichte beim Vorlesen dieser Worte geholfen, den Rest hat sie super gut alleine geschafft.
„Bork ist eben ein Feuerberater und kein Steuerberater." S. 123 Die Geschichte rund um Bork, Maja und Matti besticht mit ganz viel Humor, Charme und Herz. Denn der Bäumling kennt keine anderen Menschen und weiß daher auch nicht so genau, wie man sich in bestimmten Situationen verhält. So führt Limonade zu ungeahnten körperlichen Reaktionen, ein harmloses Feuer im Kamin zur Rettungs-Lösch-Aktion ("Feuer ist nicht gut. Furchtbar heiß.") und das Steuerberater-Verhalten des Vaters zu regelmäßigen Lachkrämpfen bei den Kindern - und auch den Lesern. Da Bork am Anfang nur ein einziges Wort beherrscht und nach und nach neue dazulernt, sind seine Antworten meistens recht einsilbig und auch nicht immer grammatikalisch oder inhaltlich korrekt ("Bork dort. Nur ein bisschen schöne Blumen duften."), was für zusätzliche Lacher sorgt. Außerdem lässt sich das wunderbar laut vorlesen, sodass man - und vor allem die Kinder - nicht mehr aus dem Lachen rauskommen. Aber das Buch ist nicht nur lustig, sondern zeigt auch, wie wichtig Freundschaft, Familie und Zusammenhalt ist. Maja und Matti kämpfen um Bork, weil er ihnen wichtig geworden ist, er ist ihr Freund und für Freunde steht man ein - und genau das tun die beiden auch, sogar wenn sie dafür ihrem eigenen Vater die Meinung sagen müssen. Insgesamt sprüht die Geschichte nur so vor Charme und die Protagonisten sind allesamt unglaublich sympatisch. Ein herzerwärmendes Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich jetzt schon freue!
„Am Anfang stieß Bork jedes Mal einen Schrei aus, wenn Papa die Gartenschere nahm und - schnipp, schnapp! - wieder einen Zweig abschnitt. Wenn es um Pflanzen ging, war der Junge aus dem Wald wirklich sehr empfindlich." S. 110
Die Illustrationen sind allesamt grau-grün und unterstreichen den Inhalt der Geschichte hervorragend. Sie sind wunderschön und man würde gerne noch mehr davon sehen - und am liebsten auch noch farbig, wie auf dem Cover. Aber auch so sind sie einfach toll und man freut sich jedesmal, wenn man ein neues Bild entdecken darf.
Fazit
Ein wundervolles Kinderbuch, nach dessen Lektüre man selbst einen Bäumling und ein zahmes Eichhörnchen (letzteres wollte ich eh schon immer) haben will. Die Story ist charmant, witzig, liebevoll und herzerwärmend, meine Nichte (8 Jahre) war mehr als begeistert! Auch die Illustrationen sind toll und runden die Geschichte perfekt ab. Ein rundum gelungenes Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich freue!
Als Maja den komischen Jungen im Wald findet, der eigentlich nur ein Wort kann und auch ein bisschen anders mit seinen Blättern im Strubbelhaar aussieht ist sie gleich von ihm begeistert und nimmt ihn heimlich mit nach Hause. Denn ein Kind kann man ja nicht allein im Wald lassen. Doch weil Bork die Welt so ganz ganz anders sieht, entdeckt Majas Familie ihn recht schnell und ist durchaus geteilter Meinung darüber, ob Bork so einfach bei ihnen leben kann. Oder aber ob alles seinen rechtmäßigen Gang nehmen muss und das Jugendamt eingeschaltet werden sollte.
Bork ist ein herzerwärmender und unbedarfter Junge, ahm Bäumling. Denn als Wesen schlägt er die Brücke zwischen Natur und Mensch. Er ist anscheinend Fleisch gewordener Baum. Und da er so anders ist kommt es zu fröhlichen und unterhaltsamen Situationen aus unserem Alltag, die für Bork aber ganz anders funktionieren. Wirklich sehr im Hintergrund und einfühlsam hat Ole Lindberg das Thema Mensch und Natur in diese bunte Kindergeschichte eingebunden.
Warum am Buchende ein tolles Zimtschneckenrezept zu finden ist, sollten die jungen Leser vielleicht einmal selbst herausfinden.
Für gut geübte Leser ab 7 Jahren sollte das Buch aufgrund der großen Zeilenabstände, der recht zahlreichen Illustrationen und einer nicht zu umfangreichen Kapiteleinteilung durchaus zu bewältigen sein. Zudem hilft das eingebundene Lesezeichen den Kindern bei der Orientierung.
Ich bin der Meinung, dass ein Buch, dass so harmonisch auf das Thema Mensch-Natur eingeht durchaus in Schulbibliotheken vorhanden sein sollte.
Als Maja den Jungen Bork trifft ändert sich ihr ganzes Leben, denn Bork ist anders als alle anderen Kinder. Schnell werden die beiden Freunde und Maja beschließt das Bork einfach zu ihr nach Hause mitkommt. Doch ganz so einfach wie sich das Maja gedacht hat, ist es dann doch nicht. Bork ist mit seiner naiv-kindlichen Art einfach großartig. So kommt es zu einigen lustigen Situationen, die auch die jungen Leser zum Nachdenken anregen können. Es macht Spaß die Beiden im Alltag zu begleiten und die große Schrift, wie auch die Länge der Kapitel eignet sich hervorragend für Erstleser und zum Vorlesen. Wir haben das Buch stückweise als Gute-Nacht-Lektüre gelesen. Das ist für Klein und Groß eine Freude. Für Kinder ab 6 Jahren ist das Buch genau richtig. Gerade in dem Alter werden neue Freundschaften in der Grundschule geknüpft. So wie bei Maja und Bork. Ich finde die Freundschaft zwischen den Beiden einfach wunderbar. Das liegt vor allem an dem schönen Schreibstil des Autors. Eine kind- und auch altersgerechte Geschichte, die mit liebevollen Illustrationen verschönert wurde. Ich habe schon mit Freude gesehen, dass in diesem Jahr noch der zweite Band erscheint. Den werden wir uns auf jeden Fall auch noch zulegen und lesen.
Maja spielt alleine im Wald als sie von einem Gewitter überrascht wird. In einer Höhle findet sie einen Unterschlupf und lernt einen Jungen kennen, der auf den ersten Blick ein wenig seltsam ist. Rote Haare, riesige Füße und auch sonst äußerst sonderbar, aber lustig und lieb und voller Abenteuer, Bork. Mit Bork vergeht die Zeit im Flug und Maja quartiert ihn in ihrem Baumhaus ein. Eine spannende Zeit voller Überraschungen für die ganze Familie beginnt.
Meine Meinung:
Die Geschichte ist ungewöhnlich, es passiert nichts wirklich spannendes, aber die Summe der Dinge, die Bork mir Familie Blomberg erlebt, macht aus der Geschichte ein wunderschönes, liebenswertes Buch mit einer ganz normslen Familie, in der jeder für sich normal ist, aber zusammen sind sie was besonderes. Ich mochte auch die Illustrationen sehr gerne, sie unterstützen das gelesen und man kann sich alles viel besser vorstellen. Ein Kinderbuch zum selber Lesen, aber auch zum Vorlesen sehr gut geeignet. Kurze Kapitel, große Schrift, einfach Worte, naja meistens jedenfalls. Ein Kinderbuch für die Seele und nicht nur für Kinder. Eine Wohlfühlgeschichte, die einfach nur eine riesen Lesefreude bereitet absolut empfehlenswert.
Manchmal können Bücher Träume wahr werden lassen. Die Autorin jedenfalls hatte sich schon in Kindertagen immer einen Freund gewünscht, der genauso ist wie Bork: Immer abenteuerlustig und fröhlich auf Entdeckungsreise in der Natur. Jetzt hat er eine Geschichte daraus gemacht, und die spielt dort, wo er selbst aufgewachsen ist. Als Maja eines Tages Bork mit seinen wilden roten Haaren im Wald nicht weit von ihrem Zuhause trifft, weiß sie sofort, dass sie ihn nicht mehr missen will. Damit sie ihn immer bei sich haben kann, lässt sie ihn einfach in ihr Baumhaus einziehen. Dann wird’s richtig turbulent, denn Bork hat viele witzige Ideen. Und so erleben die beiden tolle Abenteuer in der Natur – ein Hauch von schwedischer Sommer-Idylle.
Ich möchte auch einen Bäumling und ein Eichhörnchen! Schon am Cover sehen wir, um wen es gehen wird, aber irgendwie sieht Bork doch etwas komisch aus. Also ran an die Geschichte, um herauszufinden, was da vor sich geht. Wir lernen Maja Blomberg kennen, die den Wald hinter dem Haus ihrer Familie sehr liebt. Auch an diesem Tag ist sie wieder dort, allerdings wird sie von einem Gewitter überrascht. Glücklicherweise findet sie eine Höhle, in die sie schlüpfen kann. Dort entdeckt sie ganz viele verlorengegangene Dinge aus ihrer Familie und dann steht da plötzlich dieser Junge vor ihr, der nur „Bork“ sagen kann. Als der nach einem tollen Tag auch noch abends am Küchenfenster auftaucht, ist da kleine Chaos perfekt und Maja versteckt ich kurzerhand im Baumhaus. Dass das nicht lange gut geht, kann sich bestimmt jeder denken, aber für Kinder ist es ein fantastisches Abenteuer und wirklich süß gemacht. Mit diesem Buch kann man Kindern die Natur wieder etwas näherbringen. So können sie verstehen, dass jeder Baum ein Lebewesen ist und man diesen und alle anderen Pflanzen genauso pflegen sollte, wie sich selbst oder die Tiere. Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen und sie eignet sich hervorragend als Gute-Nacht-Geschichte, da alles in schöne Kapitel eingeteilt wurde. Ebenfalls ist alles kindgerecht beschrieben und für Leseanfänger in einer geeigneten Schriftgröße. Wirklich schön gemacht sind auch die Illustrationen, damit man ein noch besseres Gefühl für die Geschichte bekommt.