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Diebe der Nacht

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Die Truppe um den jungen Dieb Glin kommt für eine Saison in die Stadt Mosmerano, um dort ein großes Ding zu drehen. Doch auch der beste Plan kann nicht vor bösen Überraschungen schützen. Und so geraten die Diebe mitten in ein Komplott um fi nstere Magier und ein Gemälde, das es eigentlich gar nicht geben dürfte …

Sie nennen sich »Die Herbstgänger« und sind eine Truppe fahrender Schauspieler – zumindest so lange sie nicht tricksen, betrügen und stehlen. Denn dem gilt ihre eigentliche Leidenschaft. Die sagenhaft schöne Lagunenstadt Mosmerano hält viele Versuchungen bereit, und nicht lange, so bereiten sie einen spektakulären Kunstraub vor. Doch dann geraten sie ins Visier eines Magiers, der mächtiger und sehr viel niederträchtiger ist als sie selber. Er zwingt sie, ihre Talente für seine Zwecke zu nutzen und für ihn zu arbeiten. Und so tanzen die Herbstgänger bald auf mehreren Hochzeiten: Sie wollen Rache, sie wollen ihren Coup durchziehen, sie wollen eine politische Verschwörung um uralte Magie aufdecken – und am Ende auch noch mit heiler Haut davonkommen. Die Diebe rund um den charismatischen Glin Melisma müssen an die Grenzen ihres Könnens gehen. Und noch darüber hinaus …

464 pages, Hardcover

Published September 19, 2020

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About the author

Thilo Corzilius

24 books8 followers
Thilo Corzilius, 1986 in Dortmund geboren, lebt und arbeitet in Freiburg. Er pflegt eine Leidenschaft für Regenwetter und liebt Reisen in Länder mit rauer Landschaft - zum Beispiel Schottland oder Island. Außerdem denkt er sich für sein Leben gerne Geschichten aus, von denen es manche zwischen zwei hübsche Buchdeckel schaffen.

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5 stars
36 (18%)
4 stars
90 (45%)
3 stars
55 (27%)
2 stars
14 (7%)
1 star
5 (2%)
Displaying 1 - 30 of 52 reviews
Profile Image for Histolicious Histolicious.
Author 1 book68 followers
January 11, 2022
Ich war wirklich gespannt auf das neue Buch von Thilo Corzilius
Ich mag Plots über Diebe und ich mag (Fantasy)Venedig-Settings, ihr seht, das Buch fällt genau in mein Beuteschema.

Am Ende war ich von Diebe der Nacht massiv enttäuscht und das sind meine Gründe

1. Ich hab da alles schon einmal gelesen

Das ist der Satz, der für mich ein Fantasybuch verdammt. Und ich rede hier nicht von großen übergeordenten Plotelementen wie "die Protagonist*innen sind Diebe" oder "Oh wir müssen dieses spezielle McGuffin finden", ich meine die kleinen Details und Nuancen, die eine Geschichte an sich zur Geschichte machen.

Unterm Strich ist Diebe der Nacht eine stark verwässerte Version von "die Lügen des Locke Lamora" in Kombination mit einigen Figuren aus "Six of Crows/Das Lied der Krähen"

Und nein, das liegt eben nicht nur daran, dass auch diese Diebe durch Fantasy-Venedig stolpern. Es sind die Kleinigkeiten, wie dass der Protagonist ein edgy Waisenkind ist, dass wegen seiner Vorliebe fürs Stehlen in Schwierigkeiten gerät und dann von seinem Ziehvater gerettet wird. Oder dass es in Mosmerano Relikte einer älteren, längst untergegangenen Zivilisation gibt, von denen niemand so recht weiß, was man damit anfangen soll. Eben wie das Eldrenglas in Camorra bei Scott Lynch.

Yrrein, die so toll mit den Messern ist, ist am Ende eben auch nur eine Low Budget Version von Inej aus SoC und die große Metallspinne, die am Ende durch die Lagune trippelt, kenne ich spätestens seit Wild Wild West.

Alles an diesem Buch hätte spannend und großartig sein können, aber ich hab jedes Teil dieses Buches schon wo anders besser konsumiert. Und so wirkt der gesamte Plot und die Welt wie ein Flickenteppich aus den Ideen anderer Autor*innen.
Und bevor hier Einwürfe in die Richtung kommen: JA es wurde ALLES schon erzählt, aber man kann sich trotzdem Archetypen schnappen und sein eigenes Ding draus machen.

2. Burry your Gays

Ist ein super schädlicher Trope und Autor*innen sollten es bitte endlich unterlassen ihn immer wieder in Bücher zu packen.

In diesem Buch gibt es vier queere Figuren udn am Ende des Buches sind alle vier davon tot.
Und auf sowas hab ich im Jahr 2020 einfach keine Lust mehr, dafür gibt es keine Entschuldigung und deshalb bekommt das Buch von mir final auch diese schlechte Bewertung.

Hier ist im Detail warum CW für LGBTQAI+ feindliches Verhalten, Rassismus und Gewalt

Talmo, Glins Ziehvater und Chef der Herbstgänger ist gay.
Sein Loveinterest ist natürlich der Antagonist und seit es mit dem auseinandergegangen ist, ist Talmo allein und traurig. Sein ganzes Leben besteht nur aus Einsamkeit, seine ganze queere Existenz nur aus Schmerz und Zurückweisung.

Dann gibt es noch Shalimo, der nicht nur queer sondern auch einer der wenigen BIPoC Charaktere im Buch ist und seine Geschichte ist noch eine Spur ekliger. Als Talmo ihn aufgabelt - dazu später mehr - wird er in einem Menschenzoo ausgestellt und man hat ihn seiner Queerness wegen verstümmelt. Weil in der Welt von Diebe der Nacht bekommen queere Menschen nur Leid und Schmerz.

Aber wartet, Shalimo hatte doch einen Ehemann, oder? Ja, richtig HATTE. Den gab es mal, aber er ist natürlich tot. Er stirbt irgendwann off screen, bei einer Sache die zwar immer mal wieder vage angedeutet, aber nie in einem dieser sinnfreien Interludien besprochen wird. War wohl nicht wichtig genug. ¯\_(ツ)_/¯

Aber hey, das alles ist ja egal, weil bei 25% gibt es einen Anschlag auf das Camp der Herbstgänger und Talmo und Shalimo, sterben.

Leute ich verstehe, warum das passiert. Storytechnisch.
Talmos Tod setzt die Plotline "Wer war Talmo" in Gang.
Shalimos Tod ist notwendig (storytechnisch) damit die Gruppe keinen Chemiker mehr hat. Aber WARUM müssen genau diese Figuren queer sein? Warum gibt es keine weiteren queeren Figuren die eben nicht traurig u./o. tot sind? Darauf hätte ich mal gern eine Antwort!

Dieses Buch zeichnet wieder ein Bild von queeren Menschen, das komplett auf Leid, Einsamkeit, Unterdrückung und Gewalt beruht. Das ist keine gute Repräsentation, es ist burry your gays.

3. Die Interludien

CW für Gewalt, Rape, Rassismus

Diese Interludien - übrigens auch ein Stilelement das von die Lügen des Locke Lamora übernommen wurde - machen den Text länger, als er hätte sein sollen. Während in Scott Lynchs Buch die Zwischenspiele dazu dienen den Nebencharakteren mehr Tiefe zu geben, werden die Rückblenden hier benutzt um Talmo in der Rückschau eine Art Heiligenstatus zu verleihen.

Denn Talmo reist durch die Lande und sammelt sich die Herbstgänger zusammen. Und diese Rückblenden laufen immer gleich ab. Talmo taucht irgendwo auf, es gibt ein Problem und Talmo simsalabimt es weg.

Während der Haupttext immer vor Gewalt zurückschreckt - dazu gleich mehr - gibt es in den Rückblenden an ganzes Esemble an problematischen Inhalten.
Nehmen wir zum Beispiel Falk, den Priester, sein Plot dreht sich um Gruppenvergewaltigung im Tempel. Oder Shalimo und dem Menschenzoo in den er eingesperrt wird. Aber das ist ja alles kein Problem für Talmo, denn er kommt rein und löst all diese Situationen am Ende auf und die Bösen werden bestraft und die Guten werden Teil der Herbstgänger.
Für ein Buch das sich an eine erwachsene Leserschaft richtet, waren mir die Lösungen für all diese wirklich problematischen Themen einfach zu clean und smooth.

Im Endeffekt sind diese Interludien nichts als Füller und Infodump darüber, wie awesome Talmo war. Das nutzt uns aber natürlich wenig weil, wie wir uns erinnern, Talmo ist tot. ¯\_(ツ)_/¯

4. Ich kann das Buch nicht ernst nehmen. CW für: Gewalt, Drogen, Sexwork, LGBTQAI+ feindliche Inhalte

Diebe der Nacht ist ein Fantasybuch für ein eher erwachsenes Publikum.
Und was ich von Büchern dieses Genres erwarte ist, dass sie einen ordentlichen Weltenbau haben und dass sie das, was im Buch passiert ernst nehmen.

Was ich damit meine ist z.B. folgendes. Unsere Protagonisten sind Diebe, und ja ich mag Diebe als Figuren, ich finde das spannend und abenteuerlich, ABER ich weiß natürlich auch, dass das was die Herbstgänger da machen illegal ist.
Sie überfallen Leute in ihren Häusern, stehlen Zeug. Sie sind Verbrecher, ich roote für Diebe in Büchern, aber es bleiben Diebe.

So und hier ist das Ding, was mich so massiv stört.
Die Herbstgänger sollen in dem Buch "die Guten" sein. Okay, cool. Sie brechen irgendwo ein, überfallen Leute, überwältigen Leute. So, was beinhaltet "überwältigen" richtig ... GEWALT. Aber das Buch will natürlich nicht unsere super tollen Helden so zeigen, dass sie Leute verletzen, niederschlagen oder sonst was. Also hat man ihnen Shalimo gegeben. Denn anstatt Leute einfach eins überzuziehen, haben sie eine alchemistische Flüssigkeit und BOOM liegt jeder am Boden. Aber keine Sorge, Leute de facto unter Drogen setzen hat überhaupt keinen negativen Effekt auf die. Alles gut.

You cant have the cake & eat it

Und das ist überall im Buch ein riesiges Problem. Die Herbstgänger sehen sich selbst als moralisch erhaben an, als sie das Business einer Bordellbetreiberin zerstören, einfach, weil sie gegen Sexwork sind. Oder das sie "Pferderennen manipulieren" weil sie irgendwelchen reichen Leute abziehen wollen und nicht einmal an die kleinen Leute denken, die durch manipulierte Wetten auch ihr Geld verlieren. Oder das sie einen unbeteiligten Kunstfälscher psychisch an den Rand des Zusammenbruchs bringen.

Das Buch WILL einfach nicht annerkennen, dass die Herbstgänger auch Gewalt ausüben und das da gerade - logisch betrachtet - Dinge geschehen, die einfach per se gewaltätig oder gefährlich sind.

Oh, wir müssen unser komplettes Lager mitten in einer Stadt abfackeln. Hey kein Thema ... wir haben eine Deus-Ex-Machina Flüssigkeit die NUR unser Lager und sonst NICHTS ANDERES abfackelt. Ähm ... ja ... okay.
Oh eine gingantische Metallspinne walzt durch Fantasy-Venedig, dass muss doch hunderte Menschenleben kost... oh nein ... fear not, sie tritt extra immer in die Kanäle der Stadt, damit da nicht so viel Schaden angerichtet wird. Alles gut ... oh den bösen schwulen Antagonisten ... ja der wird von einem wildgewordenen Metallding zu Hack verarbeitet, aber ansonsten ... alles gut. ¯\_(ツ)_/¯

Wenn man als Autor*in den Weg geht solche Szenen zu schreiben, soll man auch bitte die Auswirkungen der Taten anerkennen, und sich nicht immer herauswieseln. Weil ich kann das als Leserin einfach nicht ernst nehmen.

Fazit:
Alles was an dem Buch gut und interessant war, hab ich wo anders schon besser gelesen oder gesehen und der Umgang mit LGBTQAI+ Figuren hat das Buch für mich final zu einem Ärgernis gemacht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for faanielibri.
911 reviews63 followers
March 27, 2022
Eine clevere Diebesbande, spannende Coups und ein an Venedig erinnerndes Setting machen diese Geschichte neben dem tollen Schreibstil lesenswert!
Profile Image for Jin.
860 reviews153 followers
October 2, 2020
Das Cover und auch der Titel haben mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch erzählt die Abenteuer um Glin und den Herbstgängern, eine Truppe von Schauspielern, Mechanisten, Chemikern und Dieben. Was anfangs harmlos anfängt, entwickelt sich allerdings später zu einem Spiel, wo das Schicksal der Welt entschieden wird.

Was mir besonders gefallen hat waren die Skyldarelemente, wie die mechanische Grille, die Glin immer begleitet oder die Nebencharaktere wie Fenja oder Aurinius. Man merkt, dass hier viel Liebe drin steckt. Es war sehr unterhaltsam die Action-Szenen und Tricksereien zu lesen und es war im guten Tempo geschrieben. Generell fand ich es toll, dass man hier versucht hat die Magie und das Mechanische zu verbinden ohne dass es zu gekünstelt gewirkt hat und würde sehr gerne mehr über diese Welt und Skyldar erfahren!

Ich fand es nur schade, dass Aurinius so einen einfachen Abgang hatte und auch irgendwie außer Glin die anderen Charaktere so wenig Raum hatten sich zu entfalten. Dabei fand ich wirklich jeden Charakter in dem Buch so toll und bezaubernd, da hätte ich gerne mehr erfahren über die eine oder andere Person. Vielleicht hätte es dem Buch geholfen, wenn es ungefähr 50-100 Seiten mehr hätte (oder Details aufgehoben hätte für einen 2. Teil).

** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Elea Brandt.
Author 18 books53 followers
Did Not Finish
October 19, 2020
DNF, abgebrochen nach etwa 35 %

Ach Mann, wie schade. Das Buch klang perfekt: Heist-Plot, charmante Gauner-Figuren, ein phantastisches, steampunkig angehauchtes Venedig, 100 % mein Beuteschema. Das Cover ist auch ein absoluter Hingucker. Aber es hat nicht sollen sein. :(

Versteht mich nicht falsch: Der Schreibstil ist schön, der Weltenbau wirkt rund und geht gerade bei Kunst und Ästhetik sehr ins Detail, es liest (bzw. in meinem Fall "hört") sich sehr angenehm. Ein paar schiefe Inquits waren drin, aber sonst nichts, worüber ich gestolpert wäre. Es gab auch einige wirklich schöne, erinnerungswürdige Zitate.

Mein Problem sind leider die Figuren, ich bin bis zu dem Punkt einfach nicht mit ihnen warm geworden. Zentrum der Geschichte sind die Herbstgänger, eine Theatergruppe, die von Stadt zu Stadt zieht und im Verborgenen heimlich Raubzüge plant. Sie sind eine "found family", die einander Geborgenheit und Heimat gibt, so heißt es zumindest. Gespürt habe ich davon leider nicht viel. Die meiste Zeit necken sich die Mitglieder nur gegenseitig und ziehen einander mit ihren Schwächen auf. Das könnte charmant sein, aber es fehlt der Gegenpol, die gegenseitige Wertschätzung, Zuneigung und Solidarität. Die Beziehungen zwischen den Figuren werden zwar erwähnt, wirklich erlebbar wurden sie für mich aber nicht. Weder habe ich zwischen Glin und seinem Ziehvater Talmo die erwartbare emotionale Nähe gespürt, noch konnte ich die Verliebtheit von Glin für die Fechterin Yrrein nachempfinden. Es blieb für mich leider alles sehr oberflächlich.

Das gilt auch für das Setting. Ich liebe Venedig und ich liebe jede Fantasy-Adaption davon (so sehr, dass ich sogar selbst schon mal eine geschrieben, wenn auch nicht veröffentlicht habe XD). Trotzdem konnte ich das Flair nicht durch die Zeilen spüren. Ich fühle mich immer ein bisschen distanziert.

Dazu kommt, dass mir das Setting insgesamt zu blass war. Neben den drei Damen bei den Herbstgängern gibt es offenbar in Mosmerano keine Frauen ;). Bei knapp 40 % ist mir genau ein weiblicher NSC aufgefallen, und das war eine Krankenschwester. Sonst nur (explizit männliche) Schausteller, Kaufmänner, Adelige, Diener, Kuratoren, Ärzte, Soldaten, Künstler und Offiziere. Ah, und die Erwähnung einer Ehefrau. Auch darüber hinaus ist Mosmerano für eine reiche Handelsstadt sehr un-divers (ich glaube, das ist kein Wort, aber ihr wisst schon, was ich meine).

Der Grund dafür, dass ich das Buch letztlich abgebrochen habe, war aber ein anderer. Ich nehme hier etwas Handlung vorweg, deswegen SPOILER ab hier.



Hach ja, das ist echt schade. Ich mag Thilo gerne, er ist ein toller Kollege, aber die Geschichte holt mich leider nicht ab. Positiv möchte ich jedoch hervorheben, dass ich gerade wieder Lust auf mein eigenes Steampunk-Venedig habe, also immerhin war es inspirierend. :D Und ich bin mir sicher, viele Fantasy-Fans werden hier auf ihre Kosten kommen. Für mich war's leider nichts. :(
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books54 followers
December 27, 2021
Schauspieler bei Tag und Diebe bei Nacht - eine Geschichte voller Täuschungen, Taschenspielertricks und Magie. Gut, aber mir fehlt der Wow-Moment wie bei einem Locke Lamora.
Profile Image for black-eyes-black.
274 reviews8 followers
September 19, 2021
Der Autor Thilo Corzilius hat mit „Diebe der Nacht“ einen weiteren Fantasy- Roman geschrieben, bei dem mich allein schon das Cover total neugierig gemacht hat. Laut seinem Social Media Account soll dies wohl ein eigenständiges Werk bleiben, weitere Bücher mit den Herbstgängern als Hauptfiguren sind nicht geplant. Hierbei schließt Corzilius aber nicht aus, auf ein weiteres Abenteuer in diese fantastische Welt abzutauchen.

Klappentext:
Sie nennen sich »Die Herbstgänger« und sind eine Truppe fahrender Schauspieler – zumindest so lange sie nicht tricksen, betrügen und stehlen. Denn dem gilt ihre eigentliche Leidenschaft. Die sagenhaft schöne Lagunenstadt Mosmerano hält viele Versuchungen bereit, und nicht lange, so bereiten sie einen spektakulären Kunstraub vor. Doch dann geraten sie ins Visier eines Magiers, der mächtiger und sehr viel niederträchtiger ist als sie selber. Er zwingt sie, ihre Talente für seine Zwecke zu nutzen und für ihn zu arbeiten. Und so tanzen die Herbstgänger bald auf mehreren Hochzeiten: Sie wollen Rache, sie wollen ihren Coup durchziehen, sie wollen eine politische Verschwörung um uralte Magie aufdecken – und am Ende auch noch mit heiler Haut davonkommen. Die Diebe rund um den charismatischen Glin Melisma müssen an die Grenzen ihres Könnens gehen. Und noch darüber hinaus …

Ich habe vor „Diebe der Nacht“ bereits Fantasy-Bücher aus der Feder von Thilo Corzilius gelesen. Diese konnten mich bisher immer gut unterhalten. Daher war ich auf dieses Werk sehr gespannt, allein das Cover fand ich großartig und auch der Klappentext klingt vielversprechend.
Dieses Buch konnte mich alleine schon durch seine Gestaltung begeistern. Nicht nur das Cover ist liebevoll gestaltet, auch der Inhalt ist mit umfangreichen Bonusmaterial ausgestattet. Schon die Karten konnten mich überzeugen. Außerdem ist noch ein Glossar beigefügt wurden, in dem der Autor unter anderem auf die Religionen oder die Zeitrechnung innerhalb der fiktiven Welt eingeht.
Der Schreibstil von Corzilius ist, wie ich es bereits aus anderen Werken von ihm gewohnt bin, sehr flüssig und bildhaft. Gekonnt setzt er seine Charaktere in Szene, dabei lässt er ein malerisches Bild entstehen, sodass man als Leser das Gefühl hat, ebenfalls in dieser magischen Welt zu sein. Zu Beginn lernt man erst einmal die Welt an sich und auch die Hauptcharaktere kennen. Doch schnell steigt die Spannung. Ein tragischer Vorfall und eine schicksalshafte Vergangenheit spielen hier eine große Rolle, das bisherige Leben der Theatergruppe Herbstgänger wird ordentlich auf den Kopf gestellt. Die Gruppe muss sich gegen den Magier behaupten und muss einen komplizierten Plan umsetzten. Der gefährliche Strudel wird immer schneller und man kann sich gar nicht vorstellen, wie diese wieder wohlbehütet aus diesem bösen Spiel herauskommen sollen. Man wird in diese spannende Geschichte hineingesaugt und will einfach nur wissen, wie die Story weitergeht und welches Ende diese nimmt.
Punkten konnte bei mir auch die fiktive Welt – hier Ruhende Welt betitelt. Diese scheint recht vielseitig zu sein, einige Details werden in die Story eingebunden. Der Großteil der Handlung spielt in der Lagunenstadt Mosmerano, welche stark an Venedig erinnert. Auch werden in die Story gekonnt Steampunk- Elemente mit eingebunden, gepaart wird alles mit einer Brise Magie. In der Ruhenden Welt hat eine alte, aber leider bereits ausgestorbene Zivilisation namens Skyldar gelebt, welche große fortschrittliche Entwicklungen gemacht hat und sie wohl auch mit Magie verknüpfen konnte. Diesen fiebert man noch in der Gegenwart nach und eifert diesen nach, man versucht dessen Geheimnisse zu entdecken. Solche Gegenstände haben einen großen Wert und sind beliebte Sammlerstücke. Es gibt einige interessante Aspekte, auch Details wie z.B. gewisse Traditionen werden gekonnt in die Handlung eingeflochten. Dennoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass diese Welt noch viel mehr zu bieten hat. Diese hatte so viel Potential, leider wurde nur ein Bruchstück davon gezeigt. Ich hoffe einfach, dass wir noch mehr über die Ruhende Welt lesen werden, damit diese auf mich nicht mehr ganz so blass wirkt.
Überzeugen konnten mich auch die Charaktere in diesem Buch. Sowohl der Antagonist, als auch die Protagonisten sind liebevoll gestaltet. Im Mittelpunkt steht hier auf jeden Fall die Theatergruppe Die Herbstgänger, welche sich mit kleinen und auch großen Diebestouren ihre Kasse aufbessern. Der Kopf der Gruppe ist Talmo Melisma, ein begabter Mechaniker. An seiner Seite ist unter anderem Glin, sein Ziehsohn und ebenfalls ein talentierter Bastler. Aber Glin ist auch ein großer Denker und Stratege, welcher die Diebstähle plant. Doch ist dieser nicht fehlerlos und dies hat ihn mir umso sympathischer gemacht. Durch die Rückblenden aus der Sicht von Talmo lernt man auch die Vergangenheit dieser kleinen Gruppe besser kennen und kann verstehen, warum diese so zusammenhalten. Diese Rückblenden haben mir sehr gefallen, hat man einen tieferen Einblick auf ihre bisherigen Leben erhalten. Leider fand ich manche Mitglieder der Herbstgänger ein wenig blasser als andere, man merkt, dass Glin hier im Mittelpunkt steht. Aber dies ist okay, hätte ich mir manchmal auch ein bisschen mehr mit und über die anderen gewünscht.

Insgesamt konnte mich Thilo Corzilius mit „Diebe der Nacht“ erneut überzeugen. Diese besticht durch seine magische Welt und die spannende Umsetzung des geplanten Kunstraubs. Jedoch hätte dieses Buch meiner Meinung nach ein paar Seiten mehr gut vertragen können, damit man die Welt und auch die Charaktere noch ein bisschen vertiefen könnte. Auf Grund dieser kleinen Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben.
Profile Image for Merinereads.
421 reviews4 followers
May 27, 2021
Eine gut geschriebene Geschichte, die mich wunderbar unterhalten hat.
Die ersten 100 Seiten sind noch etwas ruhiger und man hat erstmal Zeit, die Charaktere und das Setting kennenzulernen. Ab da geht es jedoch Schlag auf Schlag und manchmal hängt sprichwörtlich alles am seidenen Faden...
Mir gefiel auch das ganze Konzept der komplizierten Pläne, gegenseitigen Austrickserein und das Rennen um Vorteile für die eigene Seite.
Was ich tatsächlich auch gut fand (auch wenn es beim Lesen echt weh tat), ist dass auch die Hauptfiguren vor Schicksalsschlägen und Pech nicht gefeit sind und in die ein oder andere scheinbar auswegslose Situation stolpern.
Es wäre vielleicht schön gewesen, nicht nur Glins Perspektive zu haben, da ich über manche der anderen Figuren letztendlich nicht so viel erfahren habe wie ich gerne hätte.
Ab manchen Punkten erinnerte es mich ein wenig an Leigh Bardugos Krähen, für mich besaß die Geschichte jedoch genug Individualität um interessant zu sein. Auch das Worldbuilding war gut ausgearbeitet und detailliert.
SPOILER: Ziemlich schade fand ich allerdings das leider sehr zutreffende "bury your gays" in diesem Buch. (seriously just let them be happy!)

Fazit: Der Autor hat die Idee zwar vielleicht nicht erfunden, die Umsetzung konnte jedoch definitiv überzeugen! Besonders cool fand ich die kulturellen Hintergründe der Welt am Ende des Buches.
Profile Image for Andreas Vasold.
111 reviews7 followers
February 23, 2021
Meiner Meinung nach ist das Buch eine Abklatsch von "Die Lügen des Locke Lamora", "Six of Crows" und "Empire of storms-Pakt der Diebe".... Ich hatte den Eindruck, jede Szene so oder ähnlich bereits einmal in einem der drei anderen Bücher gelesen zu haben... Klar, springen immer eine Menge Autoren auf den Zug eines Erfolgskonzeptes auf, aber diese Parallelen waren nun doch etwas zu viel! Schade um das Potential. Schreibstil und Spannung waren vorhanden...
Profile Image for Andy.
1,383 reviews94 followers
April 5, 2022
Erstaunlich belanglos
Das Aufregendste war noch der Klappentext. Die Umsetzung war eher ermüdend und die Charaktere recht von sich eingenommen, was sie natürlich nicht vor ihrem Schicksal schützte.
Eine Geschichte ohne Pepp.
Profile Image for MariaH.
390 reviews1 follower
February 13, 2021
Mich machten schon der Titel und das Cover neugierig und als ich las, dass es hier um eine diebische Theatergruppe geht, die plötzlich Unmögliches schaffen soll, landete das Buch recht schnell auf meiner Lesewunschliste.

Enttäuscht wurde ich nicht. Von Anfang an faszinierte mich die sympathische Truppe, die bald in der Stadt Mosmeramo ankam. Der Schreibstil sorgte für italienischen Flair und gefiel mir ausgesprochen gut. Man kommt recht schnell in die Geschichte rein, wobei man die ganzen Charaktere um den Protagonisten Glin Melisma peu à peu immer besser kennenlernt. Besonders gelungen finde ich die kleinen Rückblicke, wie die Truppe, die ursprünglich von Glins Ziehvater Talmo gegründet wurde, überhaupt zusammenkam.

Wie schon im Klappentext angedeutet soll der geplante Coup nicht ganz so verlaufen, wie... nun ja... eben geplant. So raffiniert und gerissen wie Glin auch ist, manchmal kommt es doch ganz anders. So wird Talmo von der Vergangenheit eingeholt und alles wird plötzlich auf den Kopf gestellt. Glins Ideenreichtum wird immer weiter herausgefordert und man ist bis zum Schluss sehr gespannt, wie das Ganze enden wird.

Über die Dialoge habe ich mich stellenweise sehr amüsiert. Auch diese passten perfekt zum italienischen Ambiente. Neben einfallsreichen Verhandlungen ging es oft auch recht humorvoll zu, wobei es zwischendurch ruhiger und sehr gefühlvoll wurde. Ganz besonders gefiel mir die Umsetzung der Magie und die Idee um die Skyldar, die Maschinen mit einem Eigenleben erschufen, was mich an Steampunk denken ließ.

Die ganzen Charaktere wachsen einem richtig ans Herz und jede tragische Wendung geht einem nahe. Aber die Geschichte geht stetig weiter und man fragt sich, wie sie das alles in diesem Tempo, ohne Pause, bewerkstelligen, ohne vor Müdigkeit umzufallen. Hatte ich schon erwähnt, wie raffiniert Glin bei allem vorgeht? Bestimmt, denn da wird es nicht langweilig. Der Einfallsreichtum ist bewundernswert und bis es schließlich zum großen Finale kommt, nimmt man Stückchen für Stückchen an seiner Vorgehensweise teil.

Ich fühlte mich mit dem Buch jedenfalls von vorne bis hinten ausgesprochen gut unterhalten und würde mir wünschen, nochmal etwas von Glin & Co. zum Lesen zu bekommen. Denn das Einzige, was ich nicht ganz so optimal fand, war die Ausführung des großen Finales - denn dies war etwas knapp gehalten und für mich, trotz cleverer Vorgehensweise, ein wenig zu schnell vorbei.
Profile Image for Lizzy Curse.
335 reviews13 followers
January 23, 2021
Diebe der Nacht von Thilo Corzilius

Die Herbstgänger scheinen eine Truppe fahrender Schauspieler zu sein, das einzige Kuriosum an ihnen ihr mechanisches Theater, mit dem sie von Stadt zu Stadt ziehen und die Menschen unterhalten. Doch in Wahrheit sind sie eine Diebesbande: „Wenn wir nur dreist genug sind, stehlen wir die gesamte Ruhende Welt“ ist ihr Motto. Doch Talmos, der Anführer der Herbstgänger, holen seine Altlasten ein und bringen den Rest der Truppe in höchste Gefahr. Es wird Zeit für ihren größten Coup.

„Mit einem Kuss auf die Stirn und einem Gebet auf den Lippen“ schafft diese zusammengewürfelte Truppe Dinge, an die der Leser nicht im Entferntesten denkt. Das hat mir schon auf den ersten paar Seiten imponiert. Sie halten zusammen, sind nicht auf den Mund gefallen, sind mutig und frech.

Glin, der junge Dieb und Talmos’ Mündel ist der Protagonist der Geschichte. In seine Gefühls- und Gedankenwelt erhält der Leser während des Buches den größten Einblick, und er gerät trotz seiner Schläue immer wieder in brenzlige Situationen und macht Fehler, die ihn menschlich und greifbarer scheinen lassen. Zum Glück. Jeder Mensch hat Fehler, und dem Plot aus seinen Augen zu folgen hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich hätte jedoch gern mehr Charakterbuilding auch abseits des Protagonisten gehabt. Thilo Corzilius ist nicht zimperlich was seine Figuren betrifft, was ich eigentlich begrüße, wenn es in die Story passt. Aber hier hatte ich das Gefühl, die Charaktere kaum kennen gelernt zu haben, bevor sie sich von der Bühne verabschiedet haben.
Der Antagonist ist dem Autor jedoch richtig gut gelungen. Seine Handlungen haben ihn zu einer Figur gemacht, die ich so richtig schön hassen konnte, die jedoch auch einen Background und somit die Plastizität hatte. Die anderen Charaktere hat man hauptsächlich durch Rückblenden kennen gelernt.

Die Ruhende Welt und vor allen Dingen die Stadt Mosmerano glänzen durch ihr italienisches Flair. Ein Labyrinth aus Masken und Lichter und dunklen Glamour, so kam es mir jedenfalls vor. Schade nur, dass die Welt und die Orte nur angerissen wurden, da der Umfang des Buches nicht mehr Platz geboten hat, um die Welt genauer zu erkunden. So kam mir der Plot bisweilen gehetzt vor. Ich wäre gern noch länger an manchen Locations geblieben und hätte sie auf mich wirken lassen.

Die Spannungskurve steigert sich im Verlauf des Buches, spätestens ab der Mitte waren auch meine Gedanken vom Wunsch nach einem bestimmten Gut beseelt und ich fieberte mit Glin und seiner Truppe. Ab da war ich mehr in der Geschichte gefangen.

Die Verquickung von Mechanik und Magie ist Thilo wirklich gut gelungen. Ohne große Erläuterungen lässt er seine Leser einfach erleben, was eine chemistische Lampe ist oder wie das mechanische Theater funktioniert. Dass Magie und Mechanik nicht nur nebeneinander, sondern miteinander funktionieren, war an diesem Buch wirklich außergewöhnlich gut gelöst und hat bei mir für viel Staunen gesorgt. Mein Liebling war übrigens Schönheit, eine wunderbare intelligente mechanische Grille - ich mag auch so eine auf meiner Schulter sitzen haben!

Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen. Ich hatte das ganze Buch über das Gefühl, als wäre die Welt riesengroß, die Stadt fantastischer, als es die Seiten eigentlich vermuten lassen und die Figuren tiefer, als sie mir aus den Seiten entgegen lächeln. Oft blieb die Welt nämlich pastellartig blass. Ich konnte sie sehen, aber nicht richtig greifen. Der letzte Funken fehlte, was mich während der Lektüre ein bisschen geärgert hat. Im Endeffekt hätten dem Roman „Diebe der Nacht“ 150 Seiten mehr gut getan.

Fazit? Ein toller Ganovenroman, mit einem Schauspieler, der mehr drauf hat als nur Taschenspielertricks. Ich mochte das Buch wirklich trotz der Kritik, aber für mich hat der letzte Funken gefehlt.
Profile Image for Catwithbooks.
2,440 reviews11 followers
October 13, 2020
Was für eine tolle Geschichte.
Der Leser lernt die "Herbstgänger" kennen. Ein Gruppe von Darstellern und jeder hat so seine Talente. Und die brauchen sie auch, denn zum einen sind sie Darsteller in einem mechanischen Theater zum anderen sind sie Diebe.
Ihr Talente sind vielschichtig. Akrobaten, Kämpfer und Mechanisten aber vor allen müssen sie gut Schauspielern.
In Mosmerano wollen sie ein Gemälde stehlen was es nicht gibt um es zu Geld zu machen, ganz schön raffiniert. Doch die Vergangenheit wirft einen großen Schatten in die Pläne von Glin. Denn er bekommt einen Mitspieler, der Glin und seine Freunde zu seine Zwecke einspinnt. Und so tanzen die Diebe auf vielen verschiedenen Hochzeiten und müssen schauen das sie wieder mit heiler Haut da heraus kommen. Kein leichtes Unterfangen, was all ihr Geschick benötigt.

Was mir aufgefallen ist das es keine wirkliche Nebenfigur in dem ganzen gibt. Jeder Charakter wird ins Licht gerückt und man erfährt das ein oder andere von ihm. Das hat mir sehr gefallen.
Der Schreibstill konnte mich genauso überzeugen wie das Setting. Es wird eine interessante Welt beschrieben die neben Magie auch Steampunkt Elemente enthält. Insgesamt wunderschön gestaltet.

Ich konnte gar nicht genug von der Geschichte bekommen.
Profile Image for FräuleinHallo.
194 reviews1 follower
December 25, 2024
Wie in anderen Rezensionen schon beschrieben sind extrem viele Storyelemente aus anderen Büchern zu detailliert kopiert, als das es zufällige Übereinstimmungen sein könnten. Leider gelingt auch die Charaktereinführung zu Beginn nur teilweise, sodass mich das weitere Geschehen um die Gruppe teilweise nicht berührt hat. Dialoge waren teilweise etwas aufgesetzt und der Leitspruch der Bande soll wohl poetisch sein, hat mich aber nur genervt. Ich gehe auf jeden Fall konform mit anderen Rezensionist:innen, dass ich das alles auch schon woanders besser gelesen habe, trotzdem liebe ich Geschichten um Diebe und gebe deshalb 3 Sterne.
Profile Image for Doradea.
492 reviews5 followers
March 26, 2022
Thilo hat viel Arbeit ins World Building fließen lassen, mich haben die technischen Elemente aber nicht so interessiert. Die Religion in der Welt steht sehr im Vordergrund.
Dafür dass es Diebe waren, waren diese doch wenig gerissen sondern eher brutal.
Ich mochte vor allem den Hauptcharakter Glin.
Gut war, dass die kriminellen Handlungen nicht romantisiert wurden. Dennoch hat mir irgendwie die Motivation der Diebe gefehlt. Mit ihren Eigenschaften hätten alle aus der Truppe andere Tätigkeiten zum Geld verdienen gefunden.
Der Zusammenhalt der Truppe hat mir auch gut gefallen.

Insgesamt hatte ich trotz aller Kritik Spaß beim lesen.

Ich frage mich nun, ob ich generell keine Geschichten über Diebe mag (habe bisher kaum welche gelesen), oder ob es an dem Buch lag...
Profile Image for Eule Luftschloss.
2,208 reviews56 followers
October 28, 2020
trigger warning


dnf at 30%

Die Herbstgänger: So nennt sich eine Truppe fahrender Schauspieler, die bei Nacht zu Dieben werden. Oder eher, der Tagsjob ist nur ihre Tarnung. Während sie einen Trickbetrug ausführen, wird einer der ihren von seiner Vergangenheit eingeholt.

Ich liebe Trickbetruggeschichten in Fiktion, und wenn sie dann noch phantastische Elemente haben, wird es umso besser. Alchemie und Feuerbälle machen einfach alles besser. Zudem hat mich bei diesem Buch gleich das schicke Cover angesprochen.

Von Anfang an häuften sich die Probleme. Bereits im Prolog wird klar, dass nur der Autor denkt, die Charaktere wären wirklich schlau, es tun sich allenthalben Lücken in den angeblich so brillianten Plänen auf. Jedes Mal, wenn sie ihr Motto sagen - und das passiert im Prolog häufig - denke ich no mourners, no funerals und habe das Gefühl, eine schlechte Kopie von der Six of Crows Reihe von Leigh Bardugo oder den Gentleman Bastards von Scott Lynch vor mir zu haben.
Gerade letzteres bestätigte sich durch den Anfang des Trickbetrugs, dessen Strategie 1:1 von The Lies of Locke Lamora übernommen wirkt. Natürlich kann das Zufall sein, aber dieses Subgenre ist so klein, dass ich es für unwahrscheinlich halte - allerdings möchte ich kein Plagiat unterstellen. Gehe eher davon aus, dass die Inspiration aus anderen Büchern kam und dann niemandem so richtig auffiel, was Sache ist.

Die Charaktere wirken hölzern, anstatt sie näher kennen zu lernen gibt es seitenweise Geplänkel. Sie alle sind Meister ihres Faches, hoch intelligent und sehr talentiert, aber offensichtliche Fehler in der Planung werden vom Autor ignoriert. Ich hatte nicht einmal den Eindruck, dass Irren menschlich ist und jeder mal Fehler macht, sondern schlicht Dinge angegangen werden, die den eigenen Horizont übersteigen.

Nachdem ich eben ein paar Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, und erfahren habe, wie mit queeren Charakteren umgegangen wird, habe ich beschlossen, es einfach sein zu lassen. Ich habe bereits mehr als genug zusammen, um eine Rezension zu schreiben und ich bezweifele stark, dass sich mein Eindruck ändern wird.

Das Rezensionsexemplar wurde vom Verlag bereit gestellt.
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October 13, 2020
Das Buch hat einige Punkte, die vielversprechend waren oder für Pluspunkte gesorgt haben: eine spannend ausgedachte Welt, von der man zwar nicht viel gesehen hat, aber in Rückblenden und Erwähnungen doch einiges mitbekommen hat. Ein interessantes System von Gilden, Ausbildungen, Magie. Eigentlich einen interessanten Plot. Eigentlich spannende Figuren.
Aber: leider stehen für mich auf der Negativseite einige Punkte mehr: fangen wir an mit den Figuren. Das mechanische Theater besteht aus sieben Mitgliedern, von denen man als Leser vielleicht drei gut kennenlernt - eine davon vor allem durch Rückblenden in die Vergangenheit. Die anderen bleiben blass, zwischenzeitlich geradezu stereotypisch in ihren Rollen, bei einer bin ich nicht sicher, ob sie je einen Satz in der Handlung gesagt hat.
Der Plot, den man am Anfang dachte verfolgen zu dürfen, überschlug sich dann plötzlich und war durch Neben- oder neue Hauptplots plötzlich völlig überladen. Wo war vorne, wo war hinten, wo war das Ziel?
Eine Gruppe Meisterdiebe, die einen spektakulären Coup plant - das ist nichts Neues. Das bringt zwangsläufig auch mit sich, dass der Leser lange im Dunkeln gelassen wird. Blöd nur, wenn man als Leser gar nicht mehr weiß, welchen Plan man gerade begleitet. Außerdem: das wirklich entscheidende an dem spektakulären Coup bekommt der Leser nicht einmal gezeigt. Was soll ein riesiger Diebstahl, wenn man am Ende nicht weiß, wie sie das nun wieder geschafft/überlebt haben?!
Immerhin: so fehlerfrei, einzigartig, absolut genial die Hauptfigur Glin auch sein soll, auch sie hat (dumme) Fehler gemacht - angenehm zu lesen. Aber nichtsdestotrotz war die Handlung für mich zu zerfasert. Das wurde umso mehr unterstützt durch Kapitel, die noch in Unterkapitel unterteilt waren und oft mehr wie Aneinanderreihungen von Anekdoten oder Fragmenten wirkten, aber keinen Fluss aufkamen ließen. Das ist schade, denn wie gesagt stand auf der Haben-Seite einiges, das mich zum Lesen verleitet hat, das reizte.
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December 30, 2021
Ich bin in das Buch leider überhaupt nicht rein gekommen und die Charaktere waren mir irgendwie unsympathisch.
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October 7, 2020
Thilo Corzilius hat in seinem Buch eine sehr interessante Welt geschaffen. Eine Welt, die lediglich als Grundgerüst seiner Geschichte erscheint. Im Wesentlichen wird die Geschichte einer Gruppe fahrender Schauspieler erzählt, die sich in einem Konflikt mit den Mächtigen einer Stadt befindet.

Fantasy im Hintergrund

Die Welt ist nicht nur eine Fantasy-Welt, in der Magie gewirkt werden kann, sondern es mischen sich zahlreiche Steampunk-Elemente darunter. Ich würde sogar behaupten, dass es eher ein Steampunk-Roman ist, denn diese Elemente drängen sich massiv in den Vordergrund. Wobei sehr viele interessante Ideen enthalten sind, die eine Faszination auf mich als Leser ausgeübt haben. Allein der Gedanke, dass die fahrende Schausteller-Gruppe eine Bühne samt pfiffiger Mechanik mit sich führt, ist phänomenal.

Hier punktet der Autor zusätzlich mit seiner detaillierten Beschreibung, die das gesamte Konstrukt zum Leben erweckt. Teils bis ins kleinste Detail erklärt er die Mechanismen und Funktionsweisen seiner ausgedachten Gerätschaften. Dabei wird es nie langweilig und es entstehen keine Längen.
In seiner Erzählung streut er immer wieder Kapitel aus der Vergangenheit ein, die erzählen, wie Gruppe sich gefunden hat. Damit wird zwar nicht die Handlung vorangetrieben, dafür aber den Figuren mehr Farbe verliehen.

Der Leser wird ein wenig durch die Geschichte getrieben und es steuert alles auf das große Finale hinaus. Werden sie schaffen? Und wenn ja, wie? Der Wermutstropfen der Geschichte kommt dann zum Schluss. Dieser kommt nämlich sehr plötzlich. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Wendungen und Überraschungen nicht erst in den letzten Kapiteln dem Leser präsentiert worden wären.

Fazit

Es ist eine sehr unterhaltsame Geschichte, die den Fokus auf das Treiben der Gruppe legt und darauf, wie sie ihre Pläne schmiedet. Sie lebt zusätzlich von den schillernden Figuren und der lebhaften Erzählweise.
Als kleine Anmerkung zum Schluss: Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und sie kann als Einzelband gelesen werden. Sie ist nicht als Trilogie oder Reihe gedacht, obgleich das Potential für Folgeromane gegeben ist.
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March 27, 2022
3.5 ⭐

Meine Gefühle zu diesem Buch sind etwas zwiegespalten. Einerseits fand ich die Geschichte rund um die Herbstgänger und den Dieb Glin Melisma nämlich richtig toll - für mich irgendwie richtige Wohlfühl-Fantasy, die Vieles, was ich mag, abhakt. Found Family, Heist-Storyline, nicht ganz so perfekte Diebe, Daddy-Charakter Talmos usw 😄

Andererseits merke ich, dass nicht sooo viel hängen geblieben ist. Ich hatte das Gefühl, dass nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft wurde - irgendwie war es mir zu “zahm”, und ich mag es eben auf 11 gedreht, ihr versteht? Die Nebenfiguren z.B. sind mir einen tick zu farblos geblieben. Der Heist hätte gewitzter sein können. Gewaltszenen waren da, für meinen Geschmack hätten die aber Grim-Darkiger sein können. Auch den “Bury your gays”-Trope fand ich unnötig.
Ich denke, ein paar Seiten mehr plus geplante Fortsetzung hätten der Geschichte gut getan, dann wäre ich vielleicht mit mehr Emotionalität dabei gewesen.

Nichtsdestotrotz hat mir das Lesen an sich Spaß bereitet und ich habe mich gerne in Mosmerano aufgehalten. Das Setting war toll, die Atmosphäre dicht. Es war für mich ein solider Fantasyeinzelband, den ich gerne zwischen ausladenden Fantasyreihen gelesen habe.
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December 4, 2020
Sehr unterhaltsam mit vielen Fassetten

Diebe der Nacht von Thilo Corzilius, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 19. September 2020.

Glin führt eine fahrende Gruppe Schauspieler an die sich „die Herbstgänger“ nennen. So ganz nebenbei tun sie das, was man dem fahrenden Volk immer nachgesagt hat: sie tricksten, stehlen und betrügen was das Zeug hält. Irgendwann treffen sie aber auf den Fisch im Teich der größer und gemeiner als man selbst ist und so sollen sie für einen gemeinen Magier arbeiten.

Thilo Corzillus weiß mit Worten, um zu gehen und so entsteht eine Welt die man gerne bereist. Das Buch ist abgeschlossen, ich hoffe aber, dass da noch mehr kommen wird. Wir erleben fluchende Priester, die Lagunenstadt Mosmerango, die wohl einer Liebe für Venedig entspringt, und eine Welt die man gerne noch näher kennenlernen möchte kennen.

Eine wunderbare lustige, traurige, fantasievolle Geschichte mit glaubwürdigen Protagonisten die mich gefesselt hat. Klare Leseempfehlung.
Profile Image for Nor Bert.
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September 20, 2022
"Diebe der Nacht" von Thilo Corzilius ist ein bei Klett-Kotta erschienener Fantasy-Roman mit Elementen des Steampunk.

Worum es geht
Hauptfigur ist der junge Glin, der einer Gruppe fahrender Schauspieler eines mechanischen Theaters angehört, die sich Herbstgänger nennt. Sie führen selbst ausgedachte Theaterstücke auf, die ihre Publikum auch mit chemischen und mechanischen Spezialeffekten unterhalten. Doch das Theaterensemble ist nur eine Fassade, die dazu dient Raubzüge zu tarnen, denn in Wirklichkeit sind die Herbstgänger Meisterdiebe und Trickbetrüger und haben schon manch einen spektakulären Coup gelandet. Und so planen sie, als das Theater in der sagenhaften Lagunenstadt Mosmerano gastiert, in Wirklichkeit einen Kunstraub. Sie wollen ein mysteriöses Gemälde, das offiziell gar nicht existiert, aus dem Tresor des Erzherzogs stehlen. Jedes Mitglied der Theatergesellschaft hat neben der Schauspielerei besondere Fähigkeiten, die ihnen sowohl auf der Bühne als auch bei ihren Einbrüchen nützlich sind: Es gibt Akrobaten, Mechanisten, Chemistiker und Kämpfer. Glin, der Ziehsohn des Ensemblegründers und -leiters Talmo, ist als Gehirn der Truppe für die minutiöse Planung zuständig. Als jedoch bei einer Vorstellung jemand aus Talmos Vergangenheit aufkreuzt, der skrupelloser Magier Aurinius von Veelyn, stehen die Herbstgänger plötzlich zwischen den Fronten und müssen all ihr Geschick aufbieten, um inmitten einer politischen Intrige um uralte Zauberkünste einerseits Vergeltung zu üben, andererseits mit heiler Haut davon zu kommen und trotzdem noch ihren Raub durchzuziehen und so Profit zu schlagen.

Kritik
Obwohl der Ort der Handlung, Mosmerano, ganz offensichtlich Venedig nachempfunden ist, hat Thilo Corzilius hier einen fantastischen Kosmos erschaffen, den er "Ruhende Welt" nennt und zu der auch ganz eigene Religionen mit Göttern, eine andere Zeitrechnung, Sprache und natürlichen Länder gehören. Das ganze ist detailreich, atmosphärisch dicht und fesselnd beschrieben. Protagonist Glin steht jedoch nicht allein im Mittelpunkt, sondern auch den anderen Figuren wird genügend Raum gelassen, sich zu entwickeln. Da wären vor allem die anderen Mitglieder der Herbstgänger: neben Glins Adoptivvater und Mechanist Talmo Melisma der erfindungsreiche Chemistiker Shalimo, die Schaupieldiva Madeire, die im Umgang mit Schwertern und Messern begabte Kriegerin Yrrein, der nie um einen Scherz oder derben Fluch verlegene Priester Falk und die Akrobatin und affengleiche Kletterkünstlerin Sira. Sie alle spielen in diesem fesselnden Abenteuer eine Rolle und sind so skurril geschildert, dass man als Leser schnell den Einstieg findet und sie ins Herz schließt. Während anfangs alles nach Plan zu lauen scheint, entwickeln sich rasch ungeahnte Schwierigkeiten bis hin zu einer Katastrophe, die im Laufe der mit zahlreichen überraschenden Wendungen gespickten Handlung wächst und schließlich die gesamte Welt bedroht.

Bis auf ein paar Rückblenden linear erzählt wird die abwechslungsreiche Geschichte von einem personalen Erzähler, der wechselnden Figuren folgt. Corzilius' flüssiger Schreibstil ist modern und angenehm zu lesen. Actionlastige Passagen wechseln sich mit traurigen, humorvollen und geheimnisvollen Szenen ab, so dass sich ein durchgehender Spannungsbogen ergibt, der auch unterhaltsame Nebenhandlungen enthält, beispielsweise wie die Herbstgänger mit List einen Maler dazu bringen, ein bestimmtes Gemälde zu erstellen, oder wie sie in einem Bordell Unterschlupf finden. Durch die Rückblenden, in denen vor allem die Vorgeschichte der Charaktere beleuchtet wird, gewinnen die Figuren an Tiefe und werden für den Leser greifbarer, ihr Handeln nachvollziehbarer. Am Ende wartet dann ein wieder actionreicher, aber auch emotionaler Showdown, wobei der Abschluss Raum für eine mögliche Fortsetzung lässt.

Fazit
Insgesamt ist "Diebe der Nacht" ein höchst gelungener, abenteuerlicher Fantasy-Roman mit viel Magie und Steampunk-Elementen, der packend erzählt ist. Für mich ein Lesehighlight des Jahres 2020!
Profile Image for Julia.
Author 1 book50 followers
October 15, 2023
Nachdem ich Lynchs "The Lies of Locke Lamora" und Bardugos "Six of Crows"gelesen habe, kann ich in diesem Buch nur einen billigen Abklatsch dieser Heist-/Trickbetrugsgeschichten sehen.

Wer gern Bücher über Diebe liest, ist mit den oben genannten Werken besser dran.

0.5 Sterne, die ich aufrunden muss
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September 23, 2020
Sieben Träumer gegen die Welt (3,5 Sterne)

Drei Faktoren verbindet sieben fahrende Schauspieler, Akrobaten, Kämpfer, Chemisten und Mechanisten zusammen: Sie sind alle auf ihre Weise talentiert, lieben das Theater und stehlen um ihr Leben gerne. Gemeinsam leben die „Herbstgänger“ ihren Traum: Sie sind begnadete Schauspieler bei Tag - und erfolgreiche Diebe in der Nacht.
Mit einem mechanischen Theater im Gepäck reisen sie schließlich auch nach Mosmerano. Ihr Ziel: Ein Gemälde stehlen und zu Geld machen, das es eigentlich gar nicht gibt! Doch während anfangs alles wie geplant läuft, überschlagen sich schließlich die Ereignisse, als die Herbstgänger von einem Schatten aus der Vergangenheit heimgesucht werden und sich plötzlich mit niederträchtigen Magiern, mysteriösen Technologien und einer uralten Geheimorganisation konfrontiert sehen.
Ein gefährlicher Drahtseilakt zwischen dem geplanten Raub, dem Drang nach Vergeltung und intriganten Adeligen beginnt, bei dem die Herbstgänger nicht nur ihr ergaunertes Geld und ihr Leben verlieren könnten, sondern auch ihre Träume…

Ich war schon immer ein Fan des „Heist Genres“ und musste beim Lesen der Beschreibung direkt an Leigh Bardugos „Lied der Krähe“ denken, das zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Allerdings unterscheidet sich „Diebe der Nacht“ besonders durch die Figuren davon – die Hauptfigur Glin Melisma ist grundsätzlich kein skrupelloser, von Rache getriebener Charakter. Er ist liebevoll und tiefgreifend gezeichnet und hat z.T. größere Schwächen, die ihn trotz seinem Geniesein nahbar machen. Anfangs plant und stiehlt er aus Freude an der Sache (diese Pläne mitzuerleben macht immer großen Spaß) und versucht, niemanden zu verletzen. Seine Familie der Herbstgänger liebt und beschützt er, so gut er kann. Dennoch werden wir im Laufe der Geschichte zeuge davon, wie sich seine gewohnte Welt Stückchenweise auflöst und ihn mit einem brennenden Verlangen nach Rache hinterlässt. Sein Charakter wandelt sich dementsprechend allmählich – dennoch wird er langsam vom Agieren zum Reagieren gezwungen. Gleichzeitig fiebert man – auch aufgrund des hassenswert geschriebenen Bösewichts und der unglücklichen Umstände – mit Glin mit.

Auch alle anderen Charaktere heben sich gut voneinander ab und sind alle je nach Stellwert mehr oder weniger vielschichtig. Der Hauptcast bekommt aber durchgehend über zwischen den Kapiteln eingestreute Rückblicke immer mehr Tiefe.

Was den Hauptgrund, weswegen ich das Buch begonnen habe, nämlich die Pläne und Einbrüche angeht, bewegt sich diese Geschichte allerdings trotz guter Figuren „nur“ im leicht überdurchschnittlichen Bereich. Es gab allgemein kaum unvorhergesehene Wendungen o.ä., die mich aus den Socken gehauen haben. Viele der Ideen, Einbrüche usw. basieren auf den immer gleichen Mitteln wie z.B. Erpressung, Bestechung oder Magie.

Allerdings fand ich besonders den Einschlag in den Steampunk über die Mechanisten und die Möglichkeiten, die deren Maschinen baten erfrischend. Besonders der durchgehend hin und wieder eingestreute Fokus auf Glins mechanische Grille Schönheit und die damit verbundenen Geheimnisse haben mir gut gefallen.

Spannungstechnisch hat „Diebe der Nacht“ viel zu bieten: Anfangs gibt es zahlreiche kleinere Zeitsprünge, die die Geschichte insgesamt dichter und ereignisreicher machen. Das Buch verfolgt einen durchgehenden roten Faden und zum Ende hin konnte ich es ob der Geheimnisse und offenen Fragen gar nicht mehr aus der Hand legen.

Das Ende ist halbabgerundet mit einem unterschwelligen Hinweis darauf, was wir im Nächsten Band alles zu erwarten haben.

Alles in allem ist „Diebe der Nacht“ ein durchaus lesenswertes Buch. Seine Funktion als Setup für eine Reihe erfüllt das Buch exzellent (ich werde mir den 2. Band auf jeden Fall zulegen) und sorgt für einige spannende und unterhaltsame Lesestunden. Was jedoch die eigentlichen Diebstähle und Einbrüche angeht, war ich dann doch leider eher enttäuscht und ziehe deshalb eineinhalb Sterne ab.
Profile Image for Timea.
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September 29, 2020
Der Klappentext von diesem Buch hat mich direkt angesprochen. Als Riesenfan von den Lügen des Locke Lamora wusste ich sofort, dass diese Geschichte etwas für mich sein würde. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Das Buch handelt von Glin Melisma, der mit seinem fahrenden Theater, den Herbstgängern, in die venezianisch angehauchte Wasserstadt Mosmerano einzieht. Sie wollen jedoch nicht nur ihre beliebten Stücke zur Schau stellen, sondern hinter den Kulissen einen großen Betrug durchführen. Bevor ihr Coup allerdings richtig in Schwung kommt, stellt sich ihnen ein mächtiger Magier in den Weg, der sich ihre Dienste erzwingen will. Was folgt, ist ein Drahtseilakt, auf dem Glin versucht, seine Truppe am Leben zu erhalten, Rache zu üben, und gleichzeitig einen unmöglichen Diebstahl zu begehen.
Vor allem am Anfang habe ich aus Versehen ständig dieses Buch mit Locke Lamora verglichen, was Vor-, aber auch Nachteile hatte. Zum Einen ist das Pacing in diesem Buch weit besser. Schon in den Prologkapiteln gibt es Action und der Leser erfährt genug über die einzelnen Mitglieder der Herbstgänger, um auch am eigentlichen Beginn der Geschichte Interesse zu haben. Zwar gibt es rückblickende Kapitel, aber sie beginnen erst etwas später und passen gut in den Fluss der Ereignisse. Generell ist die Handlung sehr rasant und es kommen nie Längen auf. Andererseits hat mir vor allem am Anfang ein bisschen die Kameradschaft und das found-family-Gefühl gefehlt. Auch mit dem Protagonisten wurde ich erst im späteren Verlauf der Geschichte richtig warm, was aber nicht weiter schlimm war, weil mich die Ereignisse auch so fasziniert haben.
Insgesamt habe ich die ganze Geschichte sehr gemocht! Die Welt hat mir, trotz des doch schon bekannten venezianischen Settings, sehr gefallen. Die Magie war zwar auch nicht unbedingt originell, doch gut eingearbeitet, vor allem zusammen mit den mysteriösen Artefakten eines verschwundenen Volkes und den Maschinen, die dem Ganzen fast schon ein Steampunk-artiges Gefühl gegeben haben. Auch die Tatsache, dass der Protagonist Glin nicht gerade gut im Schwertkampf ist und sich dafür immer von seiner Kollegin Yrrein retten lassen muss, fand ich sehr erfrischend. Die Welt ist vielfältig und gerade die Auszüge aus dem Worldbuilding, in dem der Autor nach der Geschichte die Welt noch einmal genauer erklärt, waren super. Das Ende hat mir auch gefallen, auch wenn es vielleicht eine Spur offen war.
Leider gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Während ich mich gefreut habe, dass der Autor auch sexuell diverse Figuren eingebracht hat, fallen sie alle doch in problematische Stereotypen. (Auch wenn das jetzt ein Spoiler ist, geht es mir vor allem darum, dass alle sterben, um den Plot voranzubringen.) Auch generell die Andeutung von der Liebesgeschichte zwischen Glin und Yrrein hätte in meinen Augen nicht sein müssen, dafür war sie dezent. Ein bisschen sind auch die Charakterisierungen aller anderen Figuren hinter Glin und Talmo zurückgeblieben, was ich schade finde - ich hätte gerne noch mehr Interaktionen der Gruppe untereinander gelesen. Vielleicht ist es mir deshalb schwer gefallen, eine richtige Nähe zu der Truppe aufzubauen.
Trotz meiner Kritik habe ich das Lesen genossen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darüber, das Buch als Rezensionsexemplar von Netgalley erhalten zu haben, weil ich sonst nicht darauf gestoßen wäre! Ich würde das Buch an alle anderen Fans von Diebesgeschichten weiterempfehlen.
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December 22, 2020
Glin kommt mit einer Gruppe Diebe, die zugleich seine Gefährten sind und ein Theater besitzen, in die Stadt Mosmerano. Dort soll bald ein Fest stattfinden und währenddessen wollen die Diebe ein "großes Ding" drehen. Doch vorher verstricken sie sich in die Machenschaften dunkler Magier und hoher Herren der Stadt. Ein Gemälde, dass es nicht geben dürfte, ist nur ein Teil des ganzen.

Der Schreibstil des Buches hat mir von Anfang an sehr gefallen, es liest sich sehr flüssig und angenehm. Die Weltenzeichnung hat mir hierbei besonders gut gefallen. Der Autor hat es geschafft die einzelnen Städte und Gebäude vor meinen Augen entstehen zu lassen, das Kopfkino hatte durch die tollen Beschreibungen einiges zu tun!

Die Geschichte ist aufgeteilt in die Grundhandlung und einige Abstecher in die Vergangenheit. In diesen Szenen lernt man nach und nach die Personen des Theaters kennen und wie sie überhaupt zueinander, bzw. zu Talmo, dem Chef der Gruppe, gefunden haben. Diesen Nebenstrang der Geschichte fand ich sehr interessant und hat mir die einzelnen Charaktere wirklich näher gebracht. In der Haupthandlung hatte ich nämlich erst so meine Probleme die vielen Personen auseinander zu halten, sie waren anfangs etwas blass und mir kam immer wieder das Personenregister zu Hilfe.

Die Hauptgeschichte hat mir im Grossen und Ganzen ebenfalls gefallen, besonders schön war, dass die Story wirklich mal neu und anders ist und schon fast kleine Teile des Steampunkt in sich vereint hat. Es gab aber auch ein paar Längen in der Mitte des Buches, diese hätte man etwas kürzen können, dies ist aber mein persönliches Leseepfinden und muss auf keinen anderen Zutreffen.

Richtig gut gefallen hat mir die Person "Fenja", die ab der Mitte ungefähr auftaucht. Das taffe und eigenwillige hat mir sehr gefallen. Mit Glin als Protagonist kam ich immer nur stellenweise klar, ich mochte ihn und seine Entscheidungen nicht zu 100 Prozent.

Fazit: Ein gelungener Fantasyauftakt mit einer ganz eigenen Geschichte und fantastischer Weltenzeichnung, mit etwas Luft nach oben. Für Fans des Genres durchaus zu empfehlen!

128 reviews9 followers
August 3, 2021
Mit "Diebe der Nacht" hat Thilo Corzilius ein wirklich magisches Buch geschaffen.

Darum geht's: Talmo und seine fahrende Schauspieltruppe "Herbstgänger" bieten tagsüber großartige Vorstellungen mit ihrem mechanischen Theater, viel alchemischen Tricks und spektakulären Inszenierungen. Ihr eigentliches Augenmerk liegt jedoch auf trickreichen Diebstählen. Diesen Sommer verschlägt es die Truppe in die atemberaubende Lagunenstadt Mosmerano. Hier bereiten die Herbstgänger einen wirklich spektakulären und dreisten Kunstraub vor. Doch wie so oft, läuft nicht immer alles nach Plan. Talmos Vergangenheit holt ihn in Gestalt eines rachsüchtigen Magiers ein. Und verändert damit alles ...

Thilo Corzilius hat hier eine richtig geniale Welt geschaffen. Eine Lagunenstadt wie Venedig gepaart mit einigen Steampunk-Elementen, wie zum Beispiel das mechanische Theater, Glins kleine Skyldar-Grille "Schönheit" und Yrreins mechanisches, summendes Schwert "Wehklage" und einer Prise Magie.

Überrascht war ich, dass relativ zu Beginn der Geschichte jemand, in meinen Augen, Wichtiges stirbt. Doch der Autor lässt diese Person die Geschichte nicht verlassen. Sie bleibt präsent bis zum Ende des Buches, da wir durch kleine Intermezzi häppchenweise seinen Weg mitverfolgen können und so auch erfahren, wie diese Truppe zusammengekommen ist.

Wie es sich für ein Fantasybuch gehört, liefert der Autor auch Karten der Welt. Einmal eine Übersicht über die komplette Ruhende Welt und eine Stadtkarte der Lagunenstadt Mosmerano, in der der überwiegende Teil der Geschichte spielt. Auch eine tolle Ergänzung zur Welt, vor allem für die Leser, welche gerne komplett in die geschaffene Welt eintauchen wollen, ist das Glossar. Dieses bietet noch zusätzliche Informationen über die Zeitrechnung, die Religion, über Maße und Geldwerte und sogar über die Kunstszene der Ruhenden Welt.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Was natürlich auch an der überaus spannenden Story lag. Insgesamt ein wirklich empfehlenswertes Buch, vor allem für all jene, die nicht gerne mehrbändige Buchreihen lesen.
Profile Image for Samantha Bolden.
83 reviews2 followers
November 22, 2020
Kurzmeinung: Ausgeklügelte Welt, in sich stimmig mit sympathischen Protagonisten und einem charismatischen Antagonisten. Fesselnde Lesestunden!

Trubel und Trouble in der Lagunenstadt ( nicht Venedig 😀 )

Thilo Corzilius ist eine komplexe Welt gelungen, in die man zu Beginn erst einmal behutsam eingeführt wird. Man lernt das Setting und die Protagonisten kennen.

Durch Blenden in die Vergangenheit lernt man die Charaktere besser kennen. Diese Rückblicke verbinden sich harmonisch mit der Gegenwart. Die Geschichte ist kongruent und homogen. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber potentiell könnte man sie fortsetzen.

Die Truppe, die sich Herbstgänger nennt um den jungen Dieb Glin kommt für eine Saison in die Stadt Mosmerano ( die an Venedig erinnert ). Offiziell sind sie fahrende Schauspieler, aber sie planen einen großen Coup - einen Kunstraub.

Ein Magier hat es jedoch bald auf sie abgesehen, will sie zwingen, daß sie seinen Zwecken dienen müssen.

Rache, ein Coup, eine politische Verschwörung um uralte Magie. Glin Melisma und seine Leute haben ganz schönen Ärger und Stress an der Backe. Wie wollen sie lebend aus der ganzen Chose rauskommen?

Das Buch generiert einen eigenwilligen Sog beim Lesen mit den sympathischen Hauptprotagonisten und der abwechslungsreichen Handlung. Es ist fesselnd, der Schreibstil ansprechend.

Originell und kreativ ausgestaltet fiebert man mit bei jeder Wendung und Ereignis, das stattfindet. Die Dialoge sind nicht fad, sondern ordentlich gewürzt.

Das Buch ist auch edel aufgemacht mit einem schönen stimmigen Cover, das einen schon auf die atmosphärische Geschichte einstimmt. Karten und ein Glossar ergänzen es perfekt. Ab fünfzehn Jahren bis unendlich geeignet!

Profile Image for kat.loves.books_ .
809 reviews11 followers
February 1, 2021
Das Cover hat mich sofot neugierig gemacht und so auch der Titel. Beides passt sehr gut zur Geschichte und da ich schlichte Cover liebe, gefällt mir auch dieses wirklich sehr - ein wenig düster und trotzdem schön, etwas, das für mich super zur Geschichte passt.

Auch der Schreibstil hat mir gefallen, denn er ist flüssig, gut zu lesen und auf eine bestimmte Art und Weise schön. Besonders am Anfang passiert gar nicht mal so viel und es wird viel geredet, man lernt die verschiedenen Charaktere kennen und erst ein wenig später wird es spannend - besonders ab der Mitte des Buches wollte ich unbedingt eissen, was als nächstes passieren wird und wie es mit den Protagonisten weitergehen wird.

Die Charaktere sind alle schön unterschiedlich und doch passen sie gut zusammen und man lert jeden recht gut kennen. >Mir hat nur manchmal ein wenig die "Tiefe" gefehlt, denn je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr fällt einem, oder ist mir aufgefallen, dass man doch gar nicht so viel über sie und auch die gesmate ausgedachte Welt weiß. Da hätte ich mir noch ein paar Hintergrundinfos und einfach ein bisschen "mehr" gewünscht. Trotzdem kann ich sagen, dass ich auf jeden Fall mit den Charakteren mitgefiebert habe.

Insgesamt ein wirklich gutes Buch, bei dem mir der besondere Schreibstil ziemlich gut gefallen hat. Ich empfehle allerdings einen Blick in die Leseprobe zu werfen, da ich mir vorstellen kann, dass er nicht für jeden was ist - ich mag ihn aber sehr. Ein paar mehr Informationen hätten mir gut gefallen und auch wenn das ein oder andere Kapitel ein wenig länger gewesen wäre. Ich bin gespannt, was sich der Autor noch so ausdenken wird, denn das wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.
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15 reviews
March 26, 2023
Was für ein tolles Buch!
Ich habe vorher noch nie etwas von Thilo Corzilius gelesen und ich muss sagen, ich bin wirklich überrascht.

CHARAKTERE
Obwohl es zu Beginn eine recht große Gruppe an Akteuren ist, schafft es der Autor sehr gut die einzelnen Personen voneinander abzugrenzen, sodass man stets den Überblick behält. Glin und seine Kollegen sind durchweg interessant und abwechslungsreich entwickelt. Nur bei ganz ganz wenigen Nebenpersonen hat man ab und zu mal das Gefühl, dass sie eher austauschbar sind. Das habe ich so bisher nur ganz selten erlebt, normalerweise muss jeder ab und zu mal einen "Füllcharakter" einbauen, um die Handlung voranzutreiben.

PLOT
Besonders hervorheben muss man das tolle Setting in einem fantastischen Venedig. Selten so eine gut konzipierte Fantasy-Stadt gesehen.
Begeistert hat mich ebenfalls wie der Autor es schafft mehrere verschiedene Handlungen/Überfälle ineinander zu verschachteln (kein Spoiler, steht schon im Klappentext). Es kommt so gut wie nie Langeweile auf, jede Seite und jedes Kapitel hat ihre/seine Berechtigung. Über 80% der Handlung sind super stringend und nachvollziehbar, nirgendwo wirkt etwas konstruiert oder nicht durchdacht. Tatsächlich entwickelt die Handlung eine Sogwirkung wie bei einem Thriller. Bravo! Lediglich das Ende finde ich minimal überhastet, aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau!

SUMMARY
Ein überragendes Fantasybuch, bei dem man fast traurig ist, dass es ein Standalone ist. Spannende Charaktere, schlüssige Handlung und fantastisches Setting! Eine 100%ige Empfehlung. Ich werde mir definitiv weitere Bücher von Thilo Corzilius besorgen.
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews44 followers
November 23, 2020
Ein durchdachter Coup …

Aber selbst der beste Plan kann Lücken aufweisen, vor allem wenn man mehr als einen Gegenspieler hat und aufpassen muss nicht in die Fallen der Gegenspieler zu geraten.
Dabei sind die Herbstgänger ein Trupp fahrender Schauspieler, wenn sie nicht ihrer Nebenbeschäftigung die Leute um ihr Hab & Gut zu erleichtern nachgehen.
Nur werden sie dieses Mal den Coup ihres Lebens landen und mit heiler Haut herauskommen …

Meine Meinung

Ich liebe die Idee zu den Herbstgängern, die eine tolles Team sind und jeder sehr interessante Fähigkeiten beherrscht.

Glin ist einer von Ihnen und gefällt mir sehr gut mit seiner Art.
Als Mechanist hat er ein Händchen das man schon als Kenner seiner Art bezeichnen kann und er ist zudem gewieft, schlau und charismatisch was es ihm leicht macht mit seinen Gegnern zu spielen.

Dann die Stadt Mosmerano mit ihrem imposanten Schauspiel der Reichen.
Da hatte ich Kopfkino. Da kommt man sich fast vor wie mitten drin in dieser Szenerie, die der Autor Thilo Corzilius erschaffen hat.
Sehr cool und dazu auch so gut beschrieben.

Die Charakteristika der Protagonisten, sei es gut oder Böse, wobei man hier die Zwischenschichten bei manchen erahnen kann sind wunderbar stilisiert und haben mich in ihren Bann gezogen.

Eine abenteuerliche Geschichte deren Verlauf mich begeistert hat von Anfang bis Ende.
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