Als der Orbiter Eurybia auf dem Jupitermond Kallisto abstürzt und die Mitglieder der Mondstation an einem unerklärlichen Fieber erkranken, steht die vierte bemannte Jupitermission kurz vor dem Scheitern. Auf der Erde wird eine Bergungsmission zusammengestellt, die herausfinden soll, was auf Kallisto geschehen ist. Doch niemand ahnt, was der eisige Mond tatsächlich verbirgt und was die drei toten Geschäftsleute auf der Erde damit zu tun haben …
Zitat: "Ich denke, wir verschwenden hier unsere Zeit... ...das hat doch nichts mit dem zu tun, was auf Kallisto passiert ist. . Nein. Trotzdem ziehen wir das jetzt durch."
An dieser Stelle dachte ich bloß noch, LOL! Sie - die Autorin - sagt es selbst 😆😆😆 (Anfang Kapitel 39)
Das war mein erste Buch der Autorin und definitiv auch mein letztes. Als Lektorin leistet Frau Weise bestimmt ausgezeichnete Arbeit. Bei ihrer eigenen Arbeit versagte diesbezüglich leider komplett! Da drückte sie anscheinend alle Augen bis hin zu den Hühneraugen zu. Nein! Diesen Roman von ihr kann ich absolut nicht empfehlen.
Das positive zuerst und hiermit ein großes Lob: Die Autorin hat einen großartigen Schreibstil. Sie hat eine perfekte Balance zwischen Atmosphäre und Charakter. Außerdem hat sie etwas eigenes mit Wiedererkennung. Auch wenn mir diese Geschichte nicht besonders gefallen hat, bin ich nicht abgeneigt ein weiteres Buch von ihr zu lesen.
Und nun wieso es mir nicht gefallen hat: Leider war ich, ab der Hälfte, der Geschichte müde. Ich finde es nicht spannend eine Handlung zu kennen und dann lesen zu müssen, wie sich alle anderen Handlungsstränge gegenseitig und teilweise miteinander, mit dem Rätsel auseinandersetzen, während ich mir denke: komm schon, mach weiter! Und was ist jetzt nun auf Kallisto los? Wir haben mehrere Handlungsstränge, in die man aufgrund des tollen Schreibstils sehr einfach reinkommt und die Figuren nie durcheinander bringt, aber leider waren viele Kapitel davon teilweise wiederholend. Es passierte einfach immer wieder nichts! Außerdem sind mir Logikfehler ausgefallen, ohne danach zu suchen z. B.: eine Figur wählt den Beruf der Spaceworker obwohl niemand in ihrer Familie einer war. Ihre Eltern halten sie für verrückt, weil die meisten Spaceworker in der. 3.-4. Generation den Beruf ausüben und ihr Körper das besser verträgt. Die Geschichte spielt aber im Jahr 2104. Wir müssen also schon seit 2004 auf den Monden irgendwas abbauen, oder ich verstehe da was nicht. Generell war eigentlich kaum sci-fi drin. Es ist mehr Politik, Wirtschaft und das ganze drum herum. Sehr schade, denn ich hatte halt mehr Luft auf einen Sci-fi Roman.
Inhaltszusammenfassung:
Laure und ihre Crew Spaceworker sind auf dem Mond Europa um die Space Rocks Station auszubauen, außerdem suchen sie nach außerirdischen Leben. Als sie auf der Weiterreise zum Jupiter Mond (Kallisto) sind, merken sie, dass es ihnen nicht gut geht. Nur ein Mitglied scheint es nicht erwischt zu haben, sie tippen auf die Pfirsiche und setzen ihre Reise fort. Wenn die Crew auf dem Mond ihre Arbeit verrichtet, bleibt immer ein Pilot im Orbit - so auch diesmal. Und dann kommt es zu einem schweren Unfall, denn Mercer (der Pilot) hat währenddessen Psychosen entwickelt, sich aus der Umlaufbahn gebracht und auf dem Mond zerschellt. Der Rest der Crew bleibt im Versorgungsmodul zurück.
Dieser Unfall und die unbekannte Krankheit bringen auf der Erde ein Stein ins Rollen und mobilisiert viele Beteiligten des Projekts und der Firma Space Rocks.
Mir gefiel am Anfang das Worldbuilding und freute mich auf eine großartige Jupiter Mond Rettungsaktion. Leider wusste die Autorin wohl nicht was sie wollte. Sie liess seitenlang ihre Protagonisten schwafeln und kam nicht weiter. Zudem entpuppte sich die Sci fi zu einem Krimi . Schade
Meine Meinung 🪐 Leider viel mir der Einstieg in das Buch sehr sehr schwer. Ich habe lange kein Science Fiction mehr gelesen und war sehr zuversichtlich. Wurde jedoch enttäuscht. Von Beginn an wird man in das Geschehen hinein geworfen ohne roten Faden. Was mich sehr gestört hat. Ich konnte mich leider nicht in die Protagonisten und in die Handlungen hineinversetzen. Die regelmäßige Ortsprünge haben es noch mehr erschwert dem ganzen Geschehen zu folgen und vorallem die Geschichte zu verstehen. Auch die Namen haben hierzu beigetragen. Beim Lesen musste ich zweimal überlegen, wie man die Namen ausspricht, was mich oft aus dem Lesefluss gebracht hat 🤯 Was ich jedoch positiv anmerken möchte ist die Wendung am Ende. Ich habe praktisch schon aufgegeben, dass mich noch etwas spannendes erwarten wird, wurde jedoch positiv beeindruckt. Den mit dem Ende und der Wendung hätte ich tatsächlich nicht mehr gerechnet. Hätte es solche Spannungen öfter gegeben und wären manche Handlungen und Geschehnisse klarer und deutlicher ausgearbeitet, dann hätte das Buch echt gut werden können!
Mich konnte es leider nicht überzeugen. Ich wünsche trotzdem allen, die es noch lesen wollen viel Spaß mit dem Buch! Vielleicht überzeugt es ja andere 🤗
Der Schreibstil der Autorin war flüssig und verständlich. Mit den Figuren und dem Worldbuilding habe ich mich leider sehr schwer getan. Ich hatte nie einen richtigen Überblick über diese neue Welt in diesem neuen Universum. Meiner Meinung nach, gab es auch viel zu viele Sichtweisen. Es gab insgesamt (glaube ich?) 4 Handlungsstränge, die gefühlt nicht wirklich zusammen passten und vollkommen willkürlich wirkten. Bis zum Schluss hatte ich irgendwie das Gefühl, als würde ich das Buch gar nicht richtig verstehen. Die Gedanken der Figuren, besonders die von Uche fand ich sehr sprunghaft und nicht nachvollziehbar. Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden und ich glaube es gibt jede Menge Menschen, die sich dennoch an diesem Buch erfreuen würden.
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Bei diesem Roman fällt mir die Bewertung leider sehr schwer. Grund dafür sind hauptsächlich die falschen Erwartungen, die der Klappentext bei mir geweckt hat. Erhofft hatte ich mir eine spannende Story, die zu großen Teilen im Weltraum, bzw. auf Kallisto spielt, auch weil das Buch als „Science-Fiction“-Epos beworben wird. Leider weicht der tatsächliche Inhalt des Buches stark davon ab, denn die ersten 2/3 des Buches handeln fast ausschließlich von Ereignissen und Protagonisten auf der Erde. Erst das letzte Drittel entsprach meinen Erwartungen, da die Handlung dort endlich auf Kallisto wechselte und noch einige spannende Handlungsaspekte hinzukamen.
„Der vierte Mond“ spielt im Jahr 2104. Seit Generationen betreiben die Menschen Asteroiden Mining, erforschen die Planeten und so dreht sich für viele Menschen alles um ihre Arbeit als Spaceworker. Im Nachwort betont Weise, dass ihr Fokus nicht auf wissenschaftlicher Richtigkeit und Glaubwürdigkeit liegt, sodass komplizierte technische Beschreibungen in diesem Buch ausbleiben, was insbesondere für Laien sehr angenehm ist. Trotzdem habe ich mich daran gestört, dass mehrfach betont wird, wie viele Arbeiter bereits in 4. Generation Spaceworker sind, was auf Grund des gewählten Handlungszeitraums, der nur knappe 80 Jahre in der Zukunft liegt schon relativ unrealistisch ist und sich ja wirklich einfach durch eine andere Zeitangabe hätte lösen lassen können.
Der Roman ist sehr charakterbetont, in den ersten zwei Dritteln lernt der Leser die verschiedensten Persönlichkeiten kennen, von ehemaligen Spaceworkern, , der Callisto-Crew und ihren Verwandten, bis zu politischen Akteuren und anderen eher nebensächlichen Protagonisten. Einige dieser Handlungsstränge waren durchaus interessant zu verfolgen, die Verknüpfungen der Stränge sorgten dafür, dass ein Netz aus Geheimnissen, politischen Intrigen und Ermittlungen gespannt wurde und ersichtlich wurde welchen Einfluss die Raumfahrt auf die Menschen genommen hat. Einige Protagonisten machen eine starke Charakterentwicklung durch, am Ende hatte ich jedoch das Gefühl, dass viele Stränge einfach im Sand verlaufen sind und Potenzial verschenkt wurde. Der Abschnitt war zwar teilweise interessant, hat sich aber leider sehr gezogen.
Wirklich interessant fand ich die Szenen auf Kallisto, die ja leider bis zum Showdown eine Seltenheit waren. Diese konnten mich endlich packen, haben das Potenzial des Buches gezeigt und das geboten, was ich mir für das ganze Buch gewünscht hätte. Hier fand ich es aber sehr schade, dass der spannendste Handlungsstrang eben nicht wissenschaftlich beleuchtet wurde und der Fokus auf den Gefühlen und den Beziehungen der Crew lag.
Gut gefallen hat mir aber Weises Schreibstil. Dieser war sehr locker und flüssig zu lesen. Durch den Verzicht auf technische Beschreibungen ist zudem keinerlei Vorwissen über Physik, Raumfahrt oder Technik notwendig, sodass die Handlung sehr verständlich ist und insbesondere Sci-Fi-Laien hier vielleicht einen zaghaften Einstieg in das Genre finden können, denn die ersten 2/3 waren eher politischer Thriller, während man erst das Ende wirklich als Sci-Fi bezeichnen kann, wobei der Fiction-Aspekt, definitiv überwiegt. Für die Bewertung habe ich versucht mich von meinen Erwartungen zu trennen, kann aber auf Grund des schleppenden Mittelteils und der vielen Handlungsstränge, die sich verlaufen haben leider nur 3 Sterne geben.
Mit Interesse und vielleicht etwas höheren Erwartungen aufgrund des Klappentextes ging ich an dieses Buch heran, doch im Endeffekt handelt es sich weniger um ein Werk glaubwürdiger und mitreißender Science-Fiction, sondern eher um einen in näherer Zukunft spielenden Thriller mit Aspekten der Weltraumfahrt. Im Jahre 2104 soll die vierte Mission der Erkundung des Jupitermondes Kallisto erfolgen. Bislang barg das Eis keine Spuren von Leben und waren die Erkundungsteams nicht mit Glück gesegnet. Dennoch ist es eine Chance, die vielen anderen Spaceworkern verwehrt bleibt und welche das Unternehmen Space Rocks an die Spitze bringen könnte. Wäre da nicht ein ausbrechendes Fieber, welches den Tod nicht nur fernab der Erde mit sich bringt und eine folgenschwere Veränderung für die Menschheit bedeuten könnte. Bedauerlicherweise hatte ich schon zu Beginn große Probleme mit diesem Buch, was anfänglich an dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil lieben mag, welcher mich des Öfteren aus dem Fluss des Lesens herausgerissen hat. In Teilen mögen gewisse Absätze mitreißend sein, sofern die Handlung zu jenen Zeitpunkten anregend ist, aber dann kommen Vergleiche und Metaphern auf, welche nicht gut, indes vielmehr erzwungen wirken. Die Akkumulation von kurzen Sätzen, teils in Form von Ellipsen, erweckt nicht selten einen abgehackten Eindruck, der in mir manchmal den Wunsch nach vollständigen und abwechslungsreicheren Sätzen hervorgebracht hat. Im Endeffekt ist es ein Stil, den ich nicht als schöne Prosa empfinde, welcher jedoch seinen eigenen, konsistenten Charakter hat, den manche Lesen mögen könnten. Verbunden mit der Art der Erzählung ist selbstverständlich das Auftreten der zukünftigen Welt. Bewusst werden modern wirkende, überaus herausstechende Begriffe gewählt, welche die Innovation der Technik unterstreichen sollen. Während man heutzutage gewiss kein Smartphone näher beschreiben würde, so wäre dies auch mit fortgeschritteneren Geräten der Zukunft nicht der Fall, weshalb es schlüssig ist, ein Glossar zur Begriffserklärung zu verwenden anstatt Figuren in genauere Ausführungen des für sie Alltäglichen übergehen zu lassen. Es gibt jedoch Mittel, dem Leser indirekt einen Hinweis auf die Funktion des erwähnten Mediums zu geben, wie beispielsweise anstatt lediglich zu schreiben „seine goldenen EarMags glänzten in der Sonne“ (Seite 45) - wobei natürlich für die meisten Menschen mit Kenntnis des Englischen der Begriff Ear selbsterklärend sein mag, es aber eigentlich ein Buch in deutscher Sprache ist - könnte man erwähnen, dass sie in seinen Ohren glänzten oder es für ihn sei, als ob sie sich im gleichen Raum befänden und miteinander sprächen, dass es kein unnatürliches Knistern in den Ohren gäbe oder sie heutzutage unauffällig klein sein konnten, außer man wolle seinen Reichtum zeigen. Dann wiederum kommt bei der Begriffserklärung von Blue-Paper die Frage auf, inwiefern ein Papierersatz fortschrittlich ist, wenn dieser dünner als einen Millimeter sei. Handelt es sich um ein digitales Gerät als Ersatz von bedrucktem Papier? Dann ist ein Millimeter wahrlich dünn. Es mag wieder einmal ein Marketingaspekt des Verlages sein, der Leser mit Freude an Science-Fiction anlocken soll. Über diesen Weg können Enttäuschung und Frust jedoch wesentlich größer ausfallen. Bis zur Danksagung dachte ich, es läge weniger an der Autorin, dass von Wissenschaft reichlich bedacht gesprochen werden solle, aber dann äußert sie Worte, die das Buch in ein ganz anderes Licht rücken. Die Aussagen „Es ist eine alte Diskussion: Wie viel Science muss und wie viel Fiction darf in einen Text, damit er noch als Science-Fiction gilt?“ und „Verstehen Sie mich nicht falsch, Physik ist sehr faszinierend, und ich liebe meine Gadgets, aber nichts interessiert mich so sehr wie das menschliche Gehirn – die größte Maschine von allen.“ (Seite 445, Danksagung) in Verbindung mit weiteren Sätzen, die nicht den Grund für das gewählte Science-Fiction-Setting erläutern, erwecken in mir immense Verwunderung. Die Autorin wirkt nicht zu sehr von der Wissenschaft begeistert oder von dem Genre des Science-Fiction fasziniert, wenngleich sie Recherchearbeit nachgegangen ist, welche bedauerlicherweise im Resultat nur oberflächlich auftritt und dennoch viele, viele Logikfehler beinhaltet. Ist das Erstaunliche des menschlichen Geistes nicht, dass er in allen möglichen Szenarien erkundet werden kann? Dass er in gleicher Weise in einer High-Fantasy-Geschichte als auch in einem in unserer Realität spielenden Thriller darstellbar ist? Weshalb wählt man dann direkt Science-Fiction, welche dann in zu naher Zukunft platziert wird, und nicht ein anderes Genre? Die Fiktion der Wissenschaft baut im Wesentlichen entweder auf heutigen Kenntnissen auf oder schafft sich gänzlich neue Gesetze. Viele Autoren haben gezeigt, dass man nicht realistische Zukunftsvisionen mit Wissenschaft höheren Niveaus darstellen muss, um eine glaubwürdige oder einnehmende Geschichte zu schreiben. Es ist möglich sich eine neue Zukunft zu erdenken, ein anderes Universum, eine andere Parallelwelt. Man geht so viele Jahrhunderte voraus, dass sich weniger gefragt wird, ob es möglich sei und dem Realismus zuzuschreiben wäre. Stattdessen wird sich von Beginn an auf einen Pfad begeben, der unglaubwürdig und absurd in vielen Bereichen ist. Achtzig Jahre in der Zukunft: Ein einsehbarer Zeitraum. Ein gewagter Zeitraum. Es sind gerade so viele Jahre, dass wenig Raum für Phantasie bleibt, sofern nicht plötzlich die Apokalypse über die Menschheit gekommen ist oder außerirdisches Leben alles verändert hat. Es bleibt offen, was in diesen Jahren geschehen ist, wenngleich es entscheidend für die Raumfahrt wäre. Andere Organisationen der Weltraumfahrt werden zumindest erwähnt, aber wie es mit dem Weltraummüll ausschaut, der Umweltsituation oder den Ländern allgemein ist unklar. Proteste sind vorhanden, doch kann man ihre Tragweite, ihre Bedeutung und ihren genaueren Grund nicht bezeichnen. Alles wird zu vage dargestellt und grundsätzlich hat sich nichts verändert. Es gibt keine Erwähnung von vergangenen Konflikten in einem Nebensatz, welcher dem Buch schlichtweg mehr Tiefe geben würde, oder überwundenen Problemen. Einerseits ist die Medizin in einigen Fällen beinahe äquivalent zu dem jetzigen Stand, andererseits ist es möglich eine Halsschlagader mit einer künstlichen auszutauschen, wobei man sich fragt, weshalb diese künstliche Halsschlagader äußerlich sichtbar erscheint. Dadurch entsteht eine deutliche, irritierende Diskrepanz. Ein weiterer Gesichtspunkt ist diesbezüglich die Erwähnung, es seien schon mehrere, teils bis zu vier Generationen an Spaceworkern tätig gewesen. Anscheinend bekommen die Menschen in der Zukunft mit 10 Jahren ein Kind und gehen dann im Weltraum arbeiten, insofern die aktive, menschenbemannte Raumfahrt wie die Arbeit in einem Büro mit vielen tätigen Astronauten oder hierbei Spaceworkern sozusagen nicht jetzt beginnenim Jahre 2021 würde. Eine Mannschaft fliegt extra zu den Monden des Jupiters, um explizit Proben von Kallisto zu beschaffen. Weshalb werden keine Rover und Roboter für diese riskante Probennahme verwendet, sondern Menschen, die sich undiszipliniert an keine Protokolle halten können? Die Strahlung scheint das Einzige zu sein, dass problematisch ist, wenngleich sich die Charaktere ohne große Sorgen dieser ab und an, hier und da aussetzen. Das interstellare Schmuggeln von Eisproben und anderen Objekten von außerhalb der Erde ist ein relativ simples Spiel, wird nicht bemerkt und beeinflusst vor allem nicht Dynamiken in der Raumfahrt, welche noch nicht so weit entwickelt ist, dass Gewichtsveränderungen keinen allzu relevanten Einfluss hätten. Die Planung eines neuen Fluges zum Mond Europa wird nicht als sonderlich zeitaufwendig umschrieben und bedarf nicht der Betrachtung des Standes einzelner Himmelskörper. Wenigstens wird die lange Sendezeit zwischen dem Mond Europa und der Erde angemerkt, was jedoch nicht ins Gewicht fällt. Dann wird von vererbter Strahlenresistenz in der zweiten Generation gesprochen, tatsächlich undenkbarer Evolution und der Knochenbau von Kindern ist stärker, die Körper sind gedrungener, da die Eltern als Spaceworker in geringer Schwerkraft gearbeitet haben. So funktioniert die Biologie. Übrigens wachsen Olivenbäume neben Palmen in den Tropen, da sie heiße Temperaturen vertragen. All diese Aspekte, die scheinbar mangelhaftes Wissen zu überaus vielen Themengebieten zeigen, haben es mir sehr schwer gemacht, Begeisterung für dieses Werk zu empfinden und andere Gesichtspunkte mit angenehmen Vergnügen zu lesen. Hinzu kommt, dass sich die Handlung auf eine Nebenerzählung konzentriert, die mehr in den Vordergrund gerückt wird als die in manchen Momenten spannenden Ereignisse auf dem Jupitermond, wenn man den Fokus nicht Ungereimtheiten und fehlende, wissenschaftliche Grundlagen lenkt. Die Erzählung der Vorgänge auf der Erde, welche in Verbindung mit der gescheiterten Erkundungsmission stehen und das Schicksal eines Konzerns betreffen, nimmt den Hauptteil des Buches ein, aber ist sie für mich wenig interessant, zumal nicht selten Zeitsprünge verwendet oder entscheidende Dialoge und kompliziertere Szenen übergangen werden, was unzureichende Nacherzählungen mit sich bringt. Allerdings zeigen aufkommende Hürden, dass Konflikte von Unternehmen kein leichtes Unterfangen sind. Es wird demonstriert, dass Menschen für Geld, Profit, Macht und Erfolg nicht an einen Strang ziehen, dass Informationen aus Scham, Furcht, Angst und Verleugnung verborgen werden. Teilweise sind die Darstellung und Erkundung des menschlichen Geistes gut gelungen, wiederum fallen sie blass und eintönig aus. Alle Hauptfiguren tragen gleiche Charakteristika – traumatische Erinnerungen, gewissermaßen eine tragische Vergangenheit, Hoffnungslosigkeit. Hinzukommt, dass man ihr Alter nicht kennt, weshalb nicht einschätzbar ist, wie viel Erfahrungen sie gesammelt haben und die Möglichkeit mehr Bedeutung zu schaffen verloren geht. Es ist die Rede von alt und jung und erst später erfährt man, dass sie sogar Kinder haben. Was nützt mir die Aussage, Person X sei zwei Jahre älter als Person Y, wenn ich die Anzahl der Lebensjahre von Person Y nicht kenne? Es mag kein bedeutender Mangel sein, nur empfinde ich derartige Anhaltspunkte als sehr hilfreich, um Figuren auf der einen Seite voneinander zu differenzieren, aber auch um die Schwere von Aussagen zu spüren. Man nehme die Worte „er fühlte sich alt“: ist er 25 zeigt es die Last seiner Arbeit oder seines Lebens auf andere Weise als wenn er 50 wäre. Außerdem konnte ich wenig Begeisterung für die einzelnen Figuren aufbringen, da sie Unterschiede aufzeigen, aber wie erwähnt zu ähnlich sind. Allgemein wählen sie den Alkohol oder Pillen, um der Realität zu entkommen, und die Sexualität, in diesem Fall in Form eines schnellen Geschlechtsverkehres zwischendurch oder eines die Masturbation liebenden Mannes, ist erneut jenes Mittel zum Aufzeigen der erwachsenen Eigenart eines Buches. Geschwind werden all diese Figuren wieder aus dem Geiste verschwinden. Letztlich konnte mich die Geschichte nicht mitreißen oder gar überzeugen, besonders aufgrund der suspekten Glaubwürdigkeit als beworbener Roman der Wissenschaftsfiktion als auch den spärlich auftretenden Kapiteln, die das Mysterium der Ereignisse auf den Jupitermonden behandeln. Ebenso geht Spannung leider ebenso dadurch verloren, dass man schon früh die Ausgänge und Lösungen von Enigmen kennt, welche die anderen Figuren weiterhin im Ungewissen untersuchen müssen. Die Autorin zeigt womöglich Potential, welches in einem anderen Genre oder mit wesentlich mehr Detail in der Recherche entfaltet werden könnte.
2,5 Sterne. Ich hab den Fehler gemacht als eines meiner ersten SciFi Bücher Project Hail Mary gelesen zu haben, denn keins kommt bisher im Ansatz daran. Der vierte Mond war für mich eher Fi ohne Sci und mich haben die ganzen Storylines auf der Erde bisschen gelangweilt. Das ganze etwas dystopische Drumherum und was für Probleme die Spaceworker durch ihre Arbeit bekommen haben fand ich aber ganz spannend. Aber wer entdeckt extraterrestrisches Leben und erzählt es dann basically niemandem?? Und warum ist deren main feature wenn sie zu lang im Weltall sind, dass ihr Gesicht breit wird??
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Die Crew der Mission zum Jupitermond Kallisto ist an einem unerklärbaren Fieber erkrankt. Es gibt Tote, das Raumschiff, das sie wieder zurück zur Erde bringen soll, stürzt ab.
Was auf Kallisto passiert, hat auch Auswirkungen auf die Erde. Die Verantwortlichen für die Mission liefern sich Machtkämpfe, ehemalige Spaceworker, Kollegen der Leute auf Kallisto, beobachten und ziehen ihre eigenen Schlüsse und drei reiche Geschäftsleute sterben plötzlich.
Der SiFy Roman „Der vierte Mond“ von Kathleen Weise ist mein erster Sify Roman. Der Roman spielt in dem Jahre 2104. Die Menschheit hat es geschafft Ressourcen auf anderen Planeten zu finden und somit auch sich weiter im All fortzubewegen. Die Handlungen des Buches spielen zum Teil auf der Erde und auf dem Jupitermond Kallisto. Eine Gruppe von Spaceworkern soll dort anfangen alles Bereit zu machen, damit auch in der Zukunft wissenschaftliche Reisen dorthin möglich sind. Doch es läuft nicht alles wie geplant, denn der Orbiter Eurybia stürzt mit einem Crew Mitglied ab und der Rest der Crew, die sich auf der Basis befinden, unterliegt einem mysteriösen Fieber. Durch diese Umstände ist das Unternehmen Space Rocks gezwungen eine Bergungsmission zusammen zu stellen. Der Roman hat eine Erzählerperspektive und es wird sich auf mehrere Charaktere bezogen, womit es keinen eindeutigen Hauptcharakter gibt. Die Geschichte erzählt von den Spaceworkern die sich auf dem Jupitermond befinden, dem CEO von Space Rocks und von ehemaligen Spaceworkern. Das Konzept dieses Buches fand ich sehr vielversprechend. Ich fand die Situation von Sam sehr faszinierend und hätte mir an sich etwas mehr Einsicht in seinen Kopf gewünscht. Ich glaube man kann sich nur schwer vorstellen in seiner Position auf Kallisto zu sein. Der Roman zeigt wunderbar auf, dass die Großen Firmen oftmals weniger die Mitarbeiter als viel mehr das Geld und das Image der Firma im Auge haben. Gerade aus diesem Punkt kann ich die Entscheidungen die am Ende des Buches getroffen wurden sehr gut nachvollziehen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich an SiFy einmal herantrauen will. Leider hätte ich mir mehr Zeit im All gewünscht. Das erste Drittel des Buches hat sich für mich leicht gezogen, da ich die Charaktere noch nicht ganz auseinanderhalten konnte. Wobei ich auch hier sagen muss, dass das Glossar am Ende des Buches sehr hilfreich ist um durchzusteigen. Alle Kapitel die auf dem Jupitermond gespielt haben, habe ich jedoch direkt verschlungen, weswegen mir das Buch trotz der Startschwierigkeiten sehr gut gefällt.
Science Fiction ist ein schwieriges Genre. Wobei, nein, eigentlich nicht. Es gibt viele besonders gute und innovative Umsetzungen dieses Genres. Leider hat mich "Der vierte Mond" enttäuscht, weshalb ich nach der Hälfte abgebrochen habe.
Zu stark lag mir der Fokus auf den Charakteren, die auf der Erde leben. Nicht die Besatzung der besagten Mission. Wir begleiten ehemalige oder aktuelle Spaceworker des Unternehmens Space Rocks und deren Geschäfts- und PR-Leute, sehen, wie die Fäden gezogen werden, um eine Katastrophe globalen Ausmaßes in Form einer unbekannten, gefährlichen Krankheit zu verhindern. Jede Figur hängt mit Space Rocks und dem Weltraumunglück irgendwie zusammen.
Ein Drittel Science Fiction, der Rest eher Polit- oder Wirtschaftsthriller, so würde ich den von mir gelesenen Teil zusammenfassen. Etwas vorhersehbar vielleicht, schließlich möchte jeder seine Hände in Unschuld waschen. Hinzu kommen Storysprünge nach jedem Kapitel, zwar mit Länderverweis, um die Namen der Charaktere schneller zuordnen zu können, jedoch bleiben diese Charaktere nur blasse Figuren vor meinem inneren Auge. Ich konnte keinerlei Beziehung zu ihnen aufbauen. Die angedeutete Beschreibung der mysteriösen Krankheit und ihre Entdeckung ließen mich etwas sauer aufstoßen, konnte ich (vermutlich in meiner eigenen Interpretation) Parallelen zum Corona-Virus erkennen.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Keine wüsten Beschimpfungen, keine Gefühlsausbrüche der unnatürlichen Art. Die Sprachmelodie und der Ton haben mir hier sehr gut gefallen.
Ich habe mich sehr gefreut auf das Buch, da ich sehr sehr gerne Buch lese, die im Weltraum und der Zukunft spielen. 😁
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Anfangs war ich mir nicht sicher was ich davon halten soll, es waren sehr viele Charakter und auch Sichten vorhanden, habe da wirklich länger gebraucht um hinein zukommen. Am Ende des Buches gab es sowohl ein Personenverzeichniss, mit den Positionen und Verbindungen zu anderen Charakteren, zudem gab es auch eine Glossar mit den wichtigen Ereignissen. Diese Auflistung fand ich wirklich toll und hilfreich. 😀 Ich war auch anfangs nicht ganz so Motiviert mit dem Lesen, da es Anfangs nicht ganz so war, wie ich geglaubt bzw. Erhofft habe.
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Es hat sehr lange gedauert bis mich die Handlung wirklich fesseln konnte, da die Kapitel teilweise sehr kurz waren, konnte ich auch nicht so gut zurechtfinden.
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Die Grundidee der Handlung fand ich wirklich toll, allerdings haben mich die Nebenhandlungen teilweise etwas abgelenkt von der wirklich Handlung, zum fand ich die Handlung nicht ganz so spannend und gut wie erwartet. Die Sichten die ich sehr spannend und interessant fand, haben mir sehr viel Spaß gemacht beim lesen, bei den anderen Sichten habe ich wirklich sehr lange Gebraucht um voran zu kommen.
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Für mich wurde das Buch auf den letzten Seiten sehr spannend und es war für mich dann genau so, wie ich es mir erhofft habe. Nachdem die letzten Seiten so spannend waren, hätte ich gerne noch etwas weitergelesen.
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Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen, allerdings war es nichts außergewöhnliches.
Die Geschichte spielt im Jahre 2104. Ich habe mich schwer getan mit der Bewertung, da ich vom Klappentext her ein bisschen was anderes erwartet habe. Erhofft habe ich mir das mehrer größere Teile der Geschichte im Weltall spielt. Da das Buch damit wirbt. Über dei Hälfte des Buches handelt von den Ereignissen auf der Erde. Erst das letzte Drittel hat meine Erwartungen erfüllt, da die Handlung mehr auf Kallisto wechselt. Der Schreibstil war dafür sehr flüssig zu lesen. Wie Weise in ihrem Nachwort erklärt hat sie keine kompliziert Beschreibung der Technik benutzt und damit ist es auch für einen Laien verständlich. Mir liegt die Geschichte zu nah an der jetzigen Zeit. Man hätte dies mit einer anderen Zeitangabe ändern können. Es kommen sehr viel Charaktere vor, welche auch noch mal hinten im Register aufgeführt sind. Man lernt Personen wie einen ehemaligen Spaceworker, die Kallisto Crew bis hin zu politischen Akteuren kennen. Einige Handlungstränge waren spannend zu verfolgen. Durch die vielen Personen gab es ein riesiges Netz aus Handlungsträngen. Somit hat es das Lesen erschwert und hat damit auch die Handlung in die Länge gezogen. Die Szenen auf Kallisto habe mit das Potenzial des Buches gezeigt, welches für mich nicht völlig genutzt wurde. Ich habe mich versucht bei der Bewertung von meiner Erwartung zu lösen. Doch dies ist nicht gänzlich möglich. Aufgrund der Länge im Buch gebe ich 3, 5/5⭐.
Als ich die Geschehnisse nach dem Lesen im Kopf nochmal zusammengefasst habe, kamen mir einige Aspekte ein wenig überflüssig vor. Grund dafür waren die zwei Handlungsstränge. Einer spielte im All und einer auf der Erde. Ohne zu viel zu sagen, hätte ich mir den auf der Erde etwas kürzer, beziehungsweise anders gewichtet gewünscht. So wirkt es im Rückblick teilweise mehr wie unnötig in die Länge gezogen, als zielführend erzählt.
Aufgrund der subtilen Spannung fliegt man aber trotz der wenigen Längen gut durch das Buch. Das Glossar am Ende ist teilweise hilfreich, hätte meiner Meinung nach aber auch deutlich kürzer sein können. Alles in Allem gebe ich dem Buch 4/5 Sternen 😊
Scheibstil ist super und da Worldbuilding ist auch nicht schlecht aber ich habe das Gefühl dass es im editing irgendwie falsch gelaufen ist. Die Storylines hängen irgendwie nicht zusammen, manche Teile scheinen zu fehlen und aus irgendeinen grund wird eine Storyline (Luxembourg) nicht wirklich beendet. Es gab viel Potenzial hier und ich wünschte die Autorin würde eine zweite Version machen mit der Kritik die deutlich besser sein könnte.
Die Geschichte spielt im Jahr 2104, als das Reisen ins Weltall an Bedeutung gewann. Es läuft eine Erkundunsmission auf dem Jupitermond Kallisto, allerdings läuft es nicht nach Plan. Die Crew erkrankt an einem mysteriösen Fieber und bei einem Absturz verlieren Sie einen Astronauten. Das Fieber wird immer schlimmer, bis es die ersten Opfer fordert. Auf der Erde wird alles daran gesetzt, eine Lösung zu dieser missglückten Mission zu finden. Selbst der oberste Leiter bangt um seinen Leiterposten. Aber nicht nur auf Kallisto sterben Menschen auch auf der Erde geschehen merkwürdige Dinge. Kein Mensch könnte sich je vorstellen, was sie in Begriff sind auf Kallisto zu finden..
Das Cover und der Klappentext haben mich von der ersten Sekunde an sehr begeistert, dementsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen. Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat, denn zwischenzeitlich fande ich das Buch einfach zu lang gezogen, die Kapitel waren für meinen Geschmack zu kurz und ich habe keine Bindung mit den Charakteren aufbauen können. Ich habe immer wieder versucht dem Buch eine Chance zu geben aber immer wenn sich Spannung aufgebaut hat, ist sie wieder abgeflacht. Es haben so viele Charakter in der Handlung gespielt, dass ich mir irgendwann nicht mehr sicher war, wer diese Leute waren (zum Glück gab es ein Glossar). Selbst nach Beendigung des Buches, hatte ich noch immer gewisse Punkte in der Handlung nicht verstanden. Möglicherweise liegt es daran, dass ich dieses Genre nicht oft lese.