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Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne

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**Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben**

In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt und alles verändert. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …

384 pages, Paperback

First published September 3, 2020

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About the author

Johanna Danninger

45 books31 followers

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Community Reviews

5 stars
86 (18%)
4 stars
167 (36%)
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122 (26%)
2 stars
56 (12%)
1 star
25 (5%)
Displaying 1 - 30 of 68 reviews
Profile Image for jess.manora.
285 reviews698 followers
February 3, 2021
Alles in allem kann ich das Buch leider nicht empfehlen. Der Anfang war wirklich stark und die Geschichte hätte bestimmt auch eine Menge potential gehabt, wenn die Love Story nicht die ganze Geschichte ausgemacht hätte, sondern mehr an der dystopischen Umgebung und Storyline gefeilt worden wäre.

Denn die Love Story hat mich gar nicht überzeugen könne und die meiste Zeit einfach nur genervt. Das erste "ich liebe dich", kommt viel zu schnell. Man konnte die Gefühle nicht nach voll ziehen und irgendwann hatte ich einfach wirklich keine Lust mehr weiter zu lesen.Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass ein besseres Verhältnis zwischen Story und Love Story geherrscht hätte.

Wirklich schade, denn ich hatte mir von dem Buch mehr erhofft. Doch leider blieben meine Erwartungen unerfüllt.
Profile Image for Jenny.
113 reviews26 followers
October 23, 2020
DNF.

Schreibstil besteht nur aus Hauptsätzen und tausend Adjektiven, die Story ist voller Plotholes und unglaubwürdigen Situationen - wer erholt sich ohne medizinische Hilfe in 4 Stunden allein von einer Schusswunde?! - dann werden Verschwörungstheorien wie die NWO umgesetzt und zu guter Letzt werden indigene Völker diskriminiert.

Eine Achterbahn der negativen Gefühle.

Absolut unfassbar das sowas 2020 noch durchs Lektorat darf.
Profile Image for Meli  .
1,335 reviews244 followers
September 20, 2020
Die ganze Welt wurde von zahlreichen Naturkatastrophen erschüttert und so viele Menschen sind gestorben. Für die Überlebenden hat sich die Welt für immer verändert. Mila ist eine dieser Überlebenden und wie alle anderen Menschen hat sie viel verloren und muss weiter ums Überleben kämpfen. Und gerade als es Mila am schlechtesten geht, findet sie in diesem jungen Mann wieder Hoffnung.

Die Liebesgeschichte der beiden ging mir dann etwas zu schnell. Zunächst fand ich es noch passend, weil beide sehr einsam sind und es eine gefährliche Welt ist, in der sie leben, aber dann wurde es mir doch zu viel. Trotzdem fand ich beide sehr sympathisch und authentisch. Mila, die trotz ihrem Verlust weiter alles gibt, um die Welt wieder besser zu machen, die loyal und liebevoll ist, und er, ebenso loyal, mit einer wichtigen Aufgabe, aber komplett überfordert von seinen Gefühlen für Mila.

Der Schreibstil in dieser Dystopie hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist ein Einzelband, der sich viel vorgenommen hat. Die spannenden Szenen kommen schon Schlag auf Schlag, trotzdem wirkt es nie gehetzt und man nimmt sich auch Zeit für die Entwicklung und die Beziehungen der Charaktere. Es gibt spannende Actionszenen und einige ziemlich clevere Charaktere, die der Geschichte noch etwas mehr Tiefe geben und sie noch ein klein wenig anspruchsvoller machen. Es gab einige Kleinigkeiten wie eben die Liebesgeschichte oder nicht besonders gut durchdachte Pläne, die mich nicht so ganz überzeugen konnten, aber sonst hat es mir wirklich gut gefallen.

Fazit
Mit sympathischen, cleveren Charakteren, die sich in einer schwierigen Welt durchschlagen, viel Action und einem passenden Schreibstil hat mir "Blue Sky Black" sehr gut gefallen!
Profile Image for Ina Vainohullu .
890 reviews17 followers
September 11, 2020
Was für ein optisch atemberaubendes Schätzchen der neue Carlsen-Roman von Johanna Danninger doch ist. Das Cover ist zwar irgendwie schlicht und trotzdem so edel und wie ich finde, auch ein wenig extravagant designed, dass man es immerzu ansehen möchte.

Doch nicht nur durch das Äußere ist schlicht schön, vor allem der Inhalt, auf den es ja ankommt, hat es in sich und konnte mich fast vollständig überzeugen.

Die Autorin hat hier ein erschreckend realitätsnahes Szenario geschaffen, welches mich, trotz des Wissens um die Missstände dieser Welt und unseren Umgang mit der Natur, wirklich aufrütteln konnte.

Mila wird Zeugin, wie die Welt förmlich auseinanderbricht. Naturkatastrophen kosten Milliarden Menschen das Leben und verändern ALLES.

Zwei Jahre später hat sich eine neue Weltordnung formiert. Wer es sich leisten kann und einen speziellen Eignungstest besteht, der darf die sogenannten Safetowns sein Zuhause nennen, wo das Leben fast zur Normalität wie wir sie kennen, zurückgekehrt ist. Wer weniger Glück hatte, lebt in Zonen, in denen man sich einigermaßen selbst über Wasser halten kann und von der Union zumindest noch halbwegs regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt wird. Alle Anderen bleiben sich selbst überlassen.

Mila kommt Dank ihres Großvaters, der sie im Umgang mit der Natur vieles gelehrt hat und auch einer funktionierenden Dorfgemeinschaft gut über die Runden. Doch dann kreuzt eines Tages ein fremder Mann, der ihrer Hilfe bedarf, ihren Weg und hebt damit ihre und überhaupt die gesamte Welt aus den Angeln. Denn er hatte einst einen Auftrag und trägt ein Wissen mit sich, dass die Welt ein zweites Mal erschüttern könnte.

Um nicht unnötig zu spoilern, belasse ich es bei dieser kurzen Zusammenfassung.

Ich kann jedoch verraten, dass sich die Geschichte völlig anders entwickelt, als ich zu Anfang oder überhaupt im Vorfeld erwartet hatte. BLUE SKY BLACK ist so ein dystopischer Pageturner, wie ich ihn lange nicht mehr in Händen hatte. Dementsprechend schwer konnte ich mich auch von den Seiten lösen und habe das Buch quasi förmlich inhaliert.
Und das obwohl es auch ein paar Punkte gab, die mich gestört haben.

Wie zum Beispiel diese klassische Insta-Love: Es begegnen sich zwei völlig Fremde und ein paar Seiten später ist es schon Liebe. Da möchte ich regelrecht mit den Augen rollen.

Was Johanna Danninger mit dieser Liebe dann allerdings gemacht hat, hat mich tatsächlich wieder versöhnlich gestimmt, denn obwohl Mila und ihr männlicher Gegenpart für diese Liebe kämpfen müssen, steht die Lovestory hier nicht wirklich im Vordergrund, sondern wird zum Nebenstrang.
Im Fokus steht tatsächlich zum Einen dieses Geheimnis, dass der Fremde mit sich trägt und zum Anderen alles was daraus im Anschluss resultiert.
Es gibt viel Spannung, viele viele Momente in denen ich den Atem tatsächlich angehalten habe und dachte: "Oh nein ! oder WTF ?! Das kann doch jetzt nicht sein" und reichlich Action.

Und die Charaktere sind großartig. Besonders Doris, die nur so vor flapsigen Sprüchen und Sarkasmus sprüht und im Kampf für das Gute und Richtige eine tragende Rolle spielt, ist mir total ans Herz gewachsen.

Eine andere Sache, die ich ein wenig zu easy fand, war, dass es ein paar Szenen gab, in denen einfach alles zu glatt läuft oder es perfekte Zufälle gibt.

Und zu guterletzt muss ich mich noch über das Ende auslassen, wie ich es schon bei anderen Titeln aus dem Bittersweet Romantasy Programm getan habe, denn auch in dieser wirklich guten Dystopie, passiert auf den letzten 30 Seiten so viel Bahnbrechendes und dann ist das Buch einfach zu Ende und man bleibt mit gefühlt tausend Fragen zurück. Ich hätte mir da einen längeren Epilog gewünscht, der die Sicht auf die Zukunft lenkt. Oder vielleicht auch gut und gerne noch 100 Seiten mehr.

Nichtsdestotrotz hat mich Johanna Danninger wirklich überzeugt, durch ihre Ideen, die Umsetzung, ihre Schreibe. Sie hat mich mitfiebern und zittern lassen und mich voll und ganz mitgerissen.

Deshalb gibts auch ganz klar eine Leseempfehlung und trotz der Punkte, die ich beanstande 4 Cupcakes !
Profile Image for karosbookshelf .
17 reviews1 follower
February 2, 2022
Ich hätte niemals gedacht, dass dieses Buch in so eine Richtung gehen würde, aber ich wurde positiv überrascht!
Ich habe schon lange keine Dystopie gelesen und fand es super erschreckend, wie die Welt dort aussieht und was die Regierung alles getan hat…
In diesem Buch geht es um Liebe, Freundschaft, den Willen das Richtige zu tun und für das zu kämpfen, was für einen wichtig ist und auch nicht unterdrücken zu lassen.
Abzug gibt es dafür, dass ich die Liebesstory zwischen Mila und Logan anfangs etwas schnell fand und dafür, dass auf den letzten Seiten, vieles Schlag auf Schlag passiert ist.
Ein Buch, was ich jeden empfehlen würde 🌸
Profile Image for Franzi.
66 reviews
January 16, 2021
Meine Meinung kurz und knapp:

Der Klappentext hat mich wirklich unheimlich neugierig auf dieses Buch gemacht. Ich hatte mich so darauf gefreut es zu lesen.

Leider hat der Inhalt des Buches eine völlig andere Wendung genommen als der Klappentext vermuten ließ. Hätte ich vorher gewusst, welchen Verschwörungstheorien sich das Buch bedient, hätte ich es eher nicht gelesen.

Den Hauptteil der Handlung machte die Liebesgeschichte aus, dabei wäre die Dystopie meiner Meinung nach ohne viel besser ausgekommen.
Auch geht einfach alles viel zu schnell!
Die beiden Protagonisten verlieben sich in der ersten Sekunde ineinander, haben aber nur ein paar Tage zusammen und der Rest des Buches wird von der großen Liebe gesprochen. Das klingt für mich unglaubwürdig.

Die Geschichte hat gut angefangen, leider gab es aber keinen großen Spannungsbogen und am Ende ging alles ganz schnell.

Leider wurde das Potenzial nicht annähernd ausgeschöpft.
Profile Image for Malis_Buchmagie.
91 reviews7 followers
July 28, 2021
Die Plottwists haben mich stellenweise sprachlos Luftschnappen lassen.
Die Idee fand ich grandios.
Einziger Punkt, der für mich nicht ganz nachvollziehenbar war, war die Lovestory.
Daher gibt es von mir 4 Sterne ⭐
Profile Image for Winter Collins.
80 reviews
January 9, 2022
* Shakes head in disappointment *

Don't judge a book by its cover, hier war's außen Hui und innen pfui.
Zwei Sterne dafür, dass es zumindest spannend genug war, um es schnell durchzulesen. Das war's aber auch.
Ganz großes Minus, dass ein Verlag in 2020 noch ein Buch rausbrachte, in dem indigene Völker mit den Worten "indianische" / "Indianer" beworfen werden!!!!!! Wie kann das sein??!! Die Autorin hat wohl für die Recherche für das Buch einzig Google Maps benutzt oder was?! Es ist schon klar, dass schon länger solche Wörter nicht mehr politically correct sind, dass es viele verschiedene Stämme und Sprachen gibt...??
Also echt...

Ich habe noch viel mehr zu kritisieren, aber das ist jetzt nicht mehr *Spoiler* frei. Ich beschränke mich auf die wichtigsten Punkte:
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- Hauptaufreger No.1:
Uhh Mila und Logan verbringen zwei Tage in der Hütte miteinander und auch sonst sind sie nur wenige Tage miteinander bekannt... "Dieser Mann war ihr Schicksal", "Sie gehörten zusammen", gestehen sich nach ca. 6 Tagen ihre Liebe... kotz!

- Red Flags ohne Ende - Sie erfährt die Wahrheit über Logan und glaubt alles sofort.

- Mila trauert fast nicht um ihre perfekte Familie... Ja klar, es sind zwei Jahre vergangen. Aber solch ein traumatisches Ereignis, vor allem da sie dran Schuld ist, hätte ihren Charakter bis in die Grundfeste erschüttern und verändern müssen. Das macht einen aber nicht automatisch lebensmüde...

- Auch nicht als der Oppa stirbt. Nein nein, man verliert nicht plötzlich seinen Sinn im Leben, aber es musste wohl sein, damit *Logan* ihrem Leben wieder Sinn geben kann... *Würg*

- Außerdem halte ich es für keine gute Idee, eine Leichenverbrennung auf einem gefrorenem See abzuhalten, ein paar Hundert, wenn nicht Tausend Grad werden da schon am Gang sein... Aber ich hab's nicht recherchiert, also kann ja sein, dass das klappt.

-Eine schrullige alte Frau aus dem Dorf, in welchem Mila die letzten zwei Jahre gewohnt hat, ist ganz bequemerweise eine Hackerin der Weltkasse. Zufälle gibt's...

Fazit: Spart euch das Geld, die Zeit, die Nerven und lässt die Finger davon. Aber hey, schönes Cover immerhin!
Profile Image for Anaba.
279 reviews2 followers
September 6, 2020
Johanna Danninger hat mich mit der Secret Elements Reihe begeistert, sie versteht es einen tollen Mix aus Spannung, Fantasie und Romantik zu kreieren. Als ich von ihrem neusten Werk gehört habe, eine Dystopie, war ich sofort neugierig.
Der Einstieg in diese Erzählung hat mich sofort gepackt. Bereits der Prolog geht unter die Haut. Das Setting hat die Autorin hervorragend eingefangen und mit Mila einen Charakter geschaffen, dem man von Anfang an auch emotional folgen kann.
Doch man folgt in dieser Geschichte nicht nur Mila, sondern bekommt einige weitere Blickwinkel. Diese konzentrieren sich hauptsächlich auf Logan und Cait. Trotz dieser vielseitigen Eindrücke hat man nicht viel voraus und ist gespannt wohin dich die Geschichte entwickelt. Die Wendungen konnten mich immer wieder überraschen. Insgesamt baut sich eine tolle Spannung auf die mich mitreißen konnte. Schnell findet man sich im einen Strudel aus Verschwörung und Gefahr wieder, die einen leicht um die einzelnen Charaktere bangen lässt.
Die Liebesgeschichte ging mir zu Beginn etwas schnell, doch muss ich rückblickend sagen, dass es so für die Erzählung und zu den Charakteren gepasst hat. Die Anziehung zwischen den beiden ist spürbar. Da die intimen Momente nicht ausformuliert sind, lebt die Romantik von den kleinen Funken zwischen den beiden. Der Klappentext impliziert hier vielleicht etwas mehr, doch ist die Lovestory ist nicht im Vordergrund dieser Geschichte, aber eine wunderschöne Ergänzung und ein wichtiger Bezugspunkt.
Eine Besonderheit in diesem Buch waren für mich die unterschiedlichen Frauenrollen. Jede auf ihre Weise stark und nicht einem typischen Schema entsprechend. Zu Cait und Doris hätte ich noch viel mehr lesen können.
Da die Geschichte abgeschlossen ist gibt es kein warten auf einen Folgeband. Umso mehr bin ich neugierig darauf, welche neue Erzählung sich Johanna Danninger ausdenkt. Mittlerweile hat sie deutlich bewiesen, dass sie mehrere Genres hervorragend beherrscht und spielend zwischen diesen wechseln kann. Leider habe ich noch keinen Hinweis auf ihr aktuelles Projekt gefunden.
Profile Image for zeilen.vertraeumt.
1,158 reviews13 followers
March 9, 2021
Eine spannende Dystopie, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte.


Zur Geschichte:

Die Geschichte konnte mich mit ihrer faszinierenden Grundidee bereits auf den ersten Seiten packen. Die beschriebene Welt liegt viel näher an unserer Lebensrealität als ich es mir wünschen würde, aber genau das hat sie so genial gemacht. Es gibt zwar einzelne Unstimmigkeiten und nicht alles ist gänzlich schlüssig aufgebaut, aber im Gesamten konnte mich das Worldbuilding definitiv überzeugen. Johanna Danninger hat kreative Elemente in die Geschichte eingebunden und eine tolle Atmosphäre erschaffen: düster, eindrucksvoll und intensiv.

Die Handlung ist zwar nicht komplett unvorhersehbar, kann aber dennoch mit vielen Überraschungen, schockierenden Wendungen und unerwarteten Plot Twists aufwarten. Ich habe mich keine einzige Sekunde gelangweilt und bis zum Ende mitgefiebert. Die Spannung bewegt sich auf einem konstant hohen Level und konnte mich voll und ganz von sich einnehmen und mitreißen.

Mit dem Ende bin ich persönlich leider nicht ganz zufrieden, da es mir in Anbetracht der ganzen Ereignisse etwas unrealistisch und zu leicht erschien. Es wird der restlichen Geschichte in meinen Augen einfach nicht ganz gerecht. Zudem wird zum Schluss hin Vieles etwas übereilt. Generell muss ich auch sagen, dass diesem Buch an mancher Stelle ein paar mehr Seiten und dadurch auch mehr Tiefe sicherlich nicht schlecht getan hätten. Die Umsetzung ist toll, aber die Grundiee ist genial und hat meines Erachtens noch mehr Potenzial geboten als hier schon ausgeschöpft wurde.

Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen und auf mich trotz ihrer recht schnellen emotionalen Entwicklung glaubwürdig gewirkt. Die Gefühle der Charaktere waren für mich greifbar und die Emotionen kamen bei mir an.


Zu den Charakteren:

Die Geschichte wird aus der Sicht von Mila, Logan, Cait und Tom in der dritten Person Singular erzählt. Bei mehreren Perspektiven finde ich die etwas unpersönlichere Erzählweise immer ganz angenehm und konnte mich trotzdem gut in die Charaktere einfühlen. Ich finde den Sichtwechsel hier besonders gelungen, da so verschiedene Seiten beleuchtet werden, was zum einen unheimlich interessant war und der Geschichte zum anderen auch mehr Tiefe und Konsistenz verlieh.

Mila ist eine Kämpferin. Sie ist mutig, tapfer und gutherzig. Sie vertraut stets auf ihren Instinkt, was sie mir sofort sympathisch gemacht hat.

Logan ist loyal, clever und willensstark. Er tritt für seine Überzeugungen ein und geht dabei selbstlos und mutig vor.

Von den Nebencharakteren habe ich insbesondere Daisy schnell ins Herz geschlossen. Sie ist taff, resolut und intelligent. Sie hat immer einen guten Spruch auf Lager und weiß was sie tut. Cait mochte ich ebenfalls sehr gerne. Tom hingegen habe ich gehasst, aber das sollte schließlich auch so sein.

Johanna Danninger hat starke, facettenreiche und vielschichtige Charaktere erschaffen, die authentisch und lebendig wirken. Jeder hat mich auf seine Art und Weise überrascht, beeindruckt und fasziniert.


Zum Schreibstil:

Das Buch lässt sich flüssig lesen und entwickelte sich immer mehr zu einem wahren Pageturner. Die Autorin schreibt einnehmend, fesselnd und atmosphärisch. Humor und Emotionen kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz.


Fazit:

Alles in allem ist es eine mehr als gelungene Dystopie, die ich Fans und Einsteiger*innen in das Genre nur empfehlen kann. Grundkonzept und Worldbuilding sind trotz kleiner Lücken und Schwachstellen absolut genial und konnten mich mit ihrer Atmosphäre und Kreativität auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte ist durchweg spannend und konnte mich auch auf emotionaler Ebene abholen. Allerdings glaube ich, dass die Geschichte noch mehr Potenzial hatte als hier ausgeschöpft wurde und mehr Seiten auch noch mehr Lesevergnügen ausgemacht hätten.


4/ 5 Sterne ⭐️
Profile Image for paperlove.
1,349 reviews90 followers
August 6, 2021
Fangen wir aber mit dem Positiven an und das ist in diesem Fall definitiv das ansprechende und tolle Buchcover. Ich mag solche minimalistischen Sujets, das in Verbindung mit der Farbkombination für mich einfach wunderschön anzusehen ist. Für die Coverwahl hat der Impressverlag auf jeden Fall ein richtig gutes Händchen.
Auch die Ausgangslage dieser Dystopie konnte mich überzeugen und der Einstieg in die Geschichte hat mich richtig neugierig gemacht - unter anderem natürlich auch deshalb, weil Dystopien zu meinen Lieblingsgenres gehören. Danniger hat das Rad mit ihrer Idee nicht neu erfunden, aber die düstere Atmosphäre, die im Klappentext beschrieben wird und auch zu Beginn des Buches spürbar war, war vielversprechend.

Leider verlief dieses anfänglich positive Gefühl sehr schnell im Sande, denn statt eines spannenden, actiongeladenen Plots in einem dystopischen Setting, stand plötzlich vielmehr die Instaliebe zwischen der Protagonistin Mila und einem jungen Mann im Vordergrund, der ihre Wege kreuzt. Und ich dachte wirklich, dass ich schon viele Instalieben gesehen habe, aber hier schafft es die Autorin tatsächlich, dass sich die Charaktere nach einem Drittel des Buches (also bei fast genu 33% des Ebooks) gegenseitig ihre Liebe gestehen - und sie meinen das absolut ernst, obwohl sich die beiden erst kurze Zeit vorher zum ersten Mal kennengelernt haben. Ab diesem Punkt hat mich die Geschichte allmählich verloren, denn dieser Liebeskitsch war nicht nur etwas, das nicht erwartet hatte, ich empfand ihn auch als absolut unglaubwürdig.
Kurze Zeit später kommt es dann zu einem ersten Showdown, mit dem die Autorin vermutlich Spannung erzeugen wollte. Nur leider folgt dann kurz nach diesen Ereignissen nach etwas weniger als der Hälfte des Buches ein plötzlicher Zeitsprung von mehreren Monaten, der mich komplett aus der Handlung gerissen hatte und in meinen Augen überhaupt nicht gut gewählt war. Und das war schliesslich auch der Punkt, an dem mich die Autorin komplett als Leserin verloren hat.
Die zweite Hälfte des Buches habe ich nur noch mit Desinteresse überflogen. Insgesamt hat sich die zweite Buchhälfte wie ein Abklatsch bekannter Dystopien aus den 2010er Jahren gelesen - am ehesten hat mich die Handlung an die Legend-Reihe erinnert.

Abgesehen von der wenig überzeugenden Story, fand ich auch die Ausarbeitung der Charaktere leider auch nicht gelungen. Bis zuletzt ist es mir nicht gelungen, zu einem der Personen aus dem Buch einen Zugang zu finden und alle Charaktere sind irgendwie gesichtslos und unterinteressant geblieben.

Den Schreibstil fand ich anfangs noch okay, bis ich in einer anderen Rezension gelesen habe, dass er eigentlich nur aus Hauptsätzen mit zahlreichen Adjektiven besteht. Und das trifft tatsächlich zu, sodass ich diese Entdeckung leider nicht mehr ausblenden konnte und mich letztendlich auch der sehr simpel gehaltene Schreibstil enttäuscht hatte.

Fazit:
"Blue Sky Black" verspricht mit seinem Klappentext eine düstere, fesselnde Dystopie, die es letztendlich nicht ist. Stattdessen bekommt man eine klischeehafte Instaliebe präsentiert, die in einen Plot verpackt wird, der mich sehr an einen Abklatsch aus bekannten Dystopie-Bestsellern aus den 2010er Jahren erinnert hat. Für mich war das Buch eine grosse Enttäuschung, denn man bekommt nicht annähernd das geliefert, was die Inhaltsangabe verspricht. Für mich ist es deshalb leider kein Buch, das ich weiterempfehlen kann.
Profile Image for Sina.
435 reviews7 followers
October 30, 2020
OK

Der Schreibstil des Buches ist wirklich angenehm, flüssig und locker und besonders der Einstieg in das Buch konnte mich sofort mitreißen.
Die Entstehung der dystopischen Welt ist wirklich klasse und unglaublich bildlich beschrieben. Doch dann befindet man sich direkt 2 Jahre später in den Schuhen der Hauptprotagonistin Mila, erlebt ihr neues Leben, leidet mit ihr durch Tiefschläge und lernt die Welt „danach“ kennen.

Doch dann beginnen leider meine Probleme mit dem Buch. Besonders der Mittelteil zieht sich wirklich besonders und bis auf den Pageturner in etwa der Hälfte des Buches konnte mich leider nichts überraschen oder einnehmen. Vor allem die Liebesgeschichte ist einfach so gar nicht glaubhaft.
Zwar sind alle Elemente einer Dystopie vorhanden, doch weder die eigentliche Handlung, welche sich um den Sturz der sich neu entwickelten Regierung dreht, noch die Liebesgeschichte, die einfach so gar nicht glaubhaft ist, konnte mich von dem Buch überzeugen.
An sich hätte die Story wirklich Potenzial und hat alle Zutaten zu einem wirklich guten Buch. Aber irgendwas ist für mich bei der Mischung schief gelaufen.

Mein größter Kritikpunkt sind wahrscheinlich die Charaktere. Weder Mila noch Logan wirken für mich greifbar und ihre Liebe entsteht aus dem Nichts, ist plötzlich da und hatte keinen Raum zur Entfaltung.

Positiv möchte ich eigentlich nur den Pageturner erwähnen, welcher mich wirklich noch mal dazu aufraffen hat lassen, durch das Buch zu kommen. Leider aber muss ich zusammenfassend sagen, dass das Buch zwar an sich OK war, es alles hatte was ein gutes Buch braucht, es aber bei mir einfach an der Umsetzung gescheitert ist.

Fazit:
Das Potenzial ist greifbar, wurde aber allenfalls befriedigend umgesetzt.
Profile Image for Rosecarie.
427 reviews1 follower
October 3, 2020
Eine Naturkatastrophe folgt der nächsten. Die Menschen können sich kaum vor diesen in Sicherheit bringen. Es sind zu viele und sie sind zu stark. Ein Großteil der Menschheit wird ausgelöscht werden.

Die Geschichte spielt zwei Jahre nach der Katastrophe. Ein global anhaltender Winter ist ausgebrochen und es hat sich eine Weltregierung gebildet: die Union. Für die unter 21-Jährigen, die einen Eignungstest bestanden haben, hat sie Safetowns errichtet, der Rest der Bevölkerung ist auf sich allein gestellt. Mila könnte zwar versuchen, dort unterzukommen, hat aber Vorbehalte gegen die Union. Sie lebt lieber in der Gemeinde von Redwood Meadows, wo noch Solidarität herrscht und sich alle umeinander kümmern. Eines Tages taucht James in der Stadt auf, schwer verletzt und er trägt ein Geheimnis mit sich. Mit ihm ändert sich für Mila einfach alles.

Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Er war flüssig und leicht zu lesen. Es wurde überwiegend aus Milas, aber auch aus Caits und James Perspektive erzählt. Ihre Gedanken und Emotionen haben mich immer erreicht. Sie waren in ihren Handlungen nachvollziehbar und die Dialoge waren authentisch.

Zu Beginn fehlt Mila der Lebensmut. Sie kann in diesem Leben keinen Sinn erkennen. Sie hat ihre Familie verloren und kämpft sich vom einen zum nächsten Tag. Sie ist müde. Doch dann tritt James in ihr Leben und zwischen ihnen funkt es sofort. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch irgendetwas scheint James davon abzuhalten, sich auf diese Gefühle einzulassen. Mila beschließt, dass dieser junge Mann ihr Schicksal sein muss.

Der kleine Waschbär Ricco hat sich von der ersten Sekunde in mein Herz geschlichen. Er ist nicht nur ein toller und kuscheliger Wegbegleiter und Freund, er ist auch eine großartige Alarmanlage und warnt frühzeitig vor gefährlichen Tieren. Er spielt leider nur auf den ersten paar Seiten eine größere Rolle :(

Doris, Jack, Caitlin sind auch noch als interessante Figuren hervorzuheben. Sie haben alle schöne und besondere Eigenschaften, die der Geschichte Tiefe und Abwechslung verleihen konnten.

Zwischenzeitlich verschwamm die Grenze zwischen romantisch und schnulzig ein wenig zu sehr und zwischen den Zeilen wurde es ganz schön klebrig :D Etwas zu viel des Guten für meinen Geschmack. Aber gut, in einer so trostlosen Welt ist jeder Funke Liebe ein Hoffnungsschimmer, es sei ihnen gegönnt :D

Einige Page Turner haben es wirklich geschafft, mich richtig zu überraschen. Mit so vielem habe ich nicht gerechnet und ich war begeistert, welche Richtung die Story einschlug. Vorhersehbar war die Geschichte für mich nicht. Sie hat mich regelrecht gefesselt.

Die einzelnen Teile der Geschichte fand ich super. Sie fielen alle recht kurz aus und hätten noch deutlich ausgebaut werden können. Wie schade, dass ausgerechnet dieses Buch ein Einteiler wurde. Ich lese gerne zwischendurch auch mal Einzelbände, aber hier war so viel Potential enthalten, man hätte easy drei Bücher draus machen können und ich hätte sie sicher alle drei verschlungen. Nun ist es nunmal ein Buch und so mussten manche Dinge im Schnelldurchlauf erzählt werden.

Ich hatte sehr viel Spaß mit diesem Buch und empfehle es gerne weiter :)
Profile Image for Corinna | Corinnas World of Books.
2,672 reviews68 followers
September 23, 2020


In „Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne“ geht es um, die Geschichte von Mila, deren Leben nicht mehr wie früher ist, seit die Welt durch Naturkatastrophen zu einem eher feindlichen Ort geworden ist. Doch als eines Tages ein junger Mann namens in ihr Leben tritt, wird alles anders ..

Mila ist eine besondere junge Frau, die schon vieles im Leben durchgemacht hat. Sie setzt sich für die Menschen ein, die sie liebt und riskiert einiges. Von der ersten Seite an habe ich mir ihr mitgelitten.

Logan hat mir vom ersten Augenblick sehr gefallen. Er hat zuerst eine sehr geheimnisvolle Ausstrahlung, aber je mehr man ihn erlebt spürt man das er ein charismatischer Mann ist.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Hier lernt man Mila näher kennen und natürlich auch andere Charaktere wie Caitlyn, Logan und natürlich den Mann der Milas Gefühle durcheinanderbringt. Die Kulisse ist Kanada, aber die Autorin hat etwas völlig anderes geschaffen, denn durch die Naturkatastrophen hat die Regierung, die sich jetzt Union nett Zügel in die Hand genommen. Es gibt eine neue Geldwährung und es sogenannte Safe Towns in denen Menschen leben, die nur einen speziellen Eignungstest machen müssen. Dafür bekommen diese ein besseres Leben.

Die Spannung und Handlung haben mich mit jeder Seite mehr in die Geschichte von Mila und Logan gezogen. Nach einer schlimmen Naturkatastrophe ist die Welt nicht mehr wie vorher. Nun gibt es neue Gruppierungen und eine neue Regelung, an die sich die Menschen halten müssen. Doch nicht alle Menschen sind mit der Union einverstanden und Mila wird inmitten des ganzen hineingezogen. Als ihre Familie in Sicherheit fliehen will, ändert sich auf einmal alles und Mila muss mit vielem Neuen klarkommen. Als sie eines Tages einen verletzen jungen Mann findet, ändert sich alles. Logan wird von der Regierung gesucht und will verhindern das diese ein Projekt in die Tat umsetzt. Er hat Informationen auf einem USB-Stick die helfen können. Je mehr man in die Handlung eintaucht, erfährt man von einem besonderen Stoff der zuerst als Virus gehandelt wird, aber viel mehr bedeuten könnte. Was hat das Schicksal vor und die Regierung?

Das Cover sieht einfach toll aus und man will direkt in die Geschichte hinein tauchen.

Fazit

Blue Sky Black - Ohne Dunkelheit keine Sterne ist ein genialer Roman aus der Feder von Johanna Danninger. Ich habe jede Seite verschlungen aus dem Roman.

Profile Image for Jamique.
12 reviews
January 28, 2021
Geniales Buch! Von Anfang bis Ende durchgehend spannend, ich konnte es nicht aus der Hand legen!

Liest sich gut, ist logisch aufgebaut, ist immer wieder überraschend und überhaupt nicht vorhersehbar.

Anfangs war ich skeptisch, ob die Liebesgeschichte und vor allem auch Milas Rolle in dieser Geschichte Sinn ergeben, doch das hat sich dann geklärt. Alles passt super hinein.

Die verschiedenen Charaktere haben mir sehr gefallen und waren wirklich gut beschrieben.

Für alle 'Tribute von Panem' oder 'die Bestimmung' Fans, oder auch für alle, welche Spannung, Action und Romantik mögen, kann ich nur meine Empfehlung aussprechen! Dieses Buch zieht definitiv in meine Top 3 Lieblingsbücher ein!
Profile Image for Jenny (bookidoo).
126 reviews22 followers
January 8, 2021
Diese Geschichte hat was von Tribute von Panem und The Last of us aber in harmlos 😅
Profile Image for Adorable.Books.
303 reviews2 followers
October 12, 2020
Nach verheerenden Naturkatastrophen ist die Welt nicht mehr so wie sie war und Mila muss mit ihrer Familie aus einer Großstadt fliehen. Als Waise kommt sie dann zu ihrem Grandpa nach Kanada, dieser stirbt dann ein paar Jahre später. Als sie sich das Leben nehmen will, stolpert der verwundete James in ihr Leben, den sie dann gesund pflegt. Durch ihn erfährt sie, von den Machenschaften der Regierung, gegen die sie vorgehen wollen.



Zu erst muss ich sagen, dass ich das Cover einfach wunderschön finde. Auch mit dem Schreibstil kam ich gut zurecht. Das Buch war schnell und einfach zu lesen. Aber das war es dann auch schon mit positiven Sachen.

Die ganze Story ist meiner Meinung nach kaum durchdacht, dabei sind die Ansätze der Regierung, die die Bevölkerung ausdünnen will, ja gar nicht so schlecht. Nur die Begründung fehlt. Klar Überbevölkerung und Ressourcenschonung aber das kommt eher unterschwellig rüber. Es wird einfach alles so hingenommen und in den Savetowns läuft alles schon wieder viel zu normal meiner Meinung nach.

Die Liebesgeschichte zwischen Mila und Logan, ging einfach viel zu schnell um dann schon so intim und gefestigt zu sein. Das ist einfach nur unglaubhaft und ließ mich die ganze Zeit den Kopf schütteln.

Die Sache mit dem Serum und den Supersoldaten verstehe ich auch null. Wozu sollte die Regierung die brauchen? Es gab ja auch keine Erklärung dazu, wahrscheinlich weil die Autorin selbst keine wirkliche Erklärung dafür hatte. Sie wollte halt nur irgendwas speceliges mit Mila machen um dem ganzen mehr Drama zu verleihen.

Insgesamt war mir die Story viel zu konstruiert, mit zu wenigen Erklärungen und zu viele passende Momente ohne, dass den Charakteren wirklich etwas passiert wäre. Sehr schade, die Story hatte so viel Potential, welches einfach verschenkt wurde.
Profile Image for Daisy, Daffodils and other letters.
127 reviews5 followers
November 6, 2020
Liebe Daisy,

heute möchte ich dir von Blue Sky Black von Johanna Danninger erzählen. Ich habe es jüngst auf Instagram entdeckt, wo es beworben wurde, da es eben erst (September 2020) bei Carlsen erschienen ist. Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen (gestaltet von Znaev/Kokarev/Banan/Peratek) und der Klappentext klang vielversprechend, so dass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Die Protagonistin Mila lebt in einer von Naturkatastrophen geplagten Welt. Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche – ein Unglück jagt das nächste und das Leben, wie sie es bisher kannte, findet mit einem Schlag ein jähes Ende. Sie flieht von ihrer Heimat in den USA nach Kanada, das zumindest halbwegs verschont geblieben ist. Und während sie dort um ihr Überleben kämpft, formt sich eine neue Weltordnung. Angeführt von einer Weltregierung. Mila nimmt diese und die Regeln des neuen Regimes nur am Rande wahr – bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben stolpert und sie dazu bringt, diese zu hinterfragen. Kann es sein, dass die Regierung die unglückselige Situation für ihre eigenen Ziele ausnützt?

Genre
Ich möchte meine Buchbesprechung mit der Frage nach dem Genre dieses Buches beginnen. Einer durchaus schwierigen Frage. In dem Buchladen meines Vertrauens war es bei den Jugendbüchern ab 12 einsortiert. Online wird es bei demselben Anbieter ab 16 Jahren empfohlen. Es scheine also nicht nur ich Schwierigkeiten zu haben, es einzuordnen. Wobei ich eine Empfehlung ab 12 Jahren durchaus vertretbar finde. Aber zurück zu der Frage nach dem Genre. Woher rühren die Schwierigkeiten es zuzuordnen?
Ich glaube, zu einem gewissen Teil kommen sie von den Assoziationen, die das Cover auslöst. Es erinnert sehr an zahlreiche romantisch-erotische New Adult Romane, die momentan groß im Trend liegen. Entsprechend hatte ich etwas Angst, dass die Handlung zugunsten eintöniger Bettgeschichten zu kurz kommen würde, wie es bei New Adult Romanen oft der Fall ist. Hier aber – zum Glück! – nicht. Es ist insofern ein New Adult Buch, als dass sich die ProtagonistInnen alle in ihren 20ern befinden und sich selbst und ihren Platz in der Welt zu finden versuchen. Liebe spielt eine Rolle, aber (für mich zumindest) keine so tragende, wie der Text auf der Rückseite des Buches: „Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben.“ anmuten lässt.
Also, wie klassifiziert sich dieses Buch? Ich würde es als romantische Dystopie bezeichnen.

Klischee Dystopie?
Das Wort Dystopie wird vermutlich auch für dich direkt Assoziationen hervorrufen. Der Dystopien Trend, der mit Den Tributen von Panem (Suzanne Collins) 2008 begonnen und etwa 2012 seinen Höhepunkt gefeiert hat, ist nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Die Klischees, die in fast jedem der unzähligen damals erschienenen Bücher vorkamen, sind uns noch immer bekannt: Eine scheinbar völlig durchschnittliche Protagonistin, die in einem unterdrückenden System lebt und dann auf einmal merkt, dass sie die Auserwählte ist, die die Gesellschaft von ihren UnterdrückerInnen befreien muss. Der Sturz des Systems im dritten Band der Trilogie. Nicht zu vergessen das obligatorische Liebesdreieck. All diese Bücher folgten unverkennbar diesem Schema. Doch wo reiht sich Blue Sky Black ein? Ich muss sagen, dass ich an dieser Stelle sehr positiv überrascht war. Gewisse Strukturen sind natürlich erhalten geblieben, sonst wäre es ein anderes Genre. Aber im Großen und Ganzen hat die Autorin hier etwas wunderbar Eigenständiges auf die Beine gestellt.

Erzählstil
Wesentlich war für mich hierfür der Erzählstil. Im Gegensatz zu vielen Dystopien, handelt es sich hier nicht um eine Erste-Person-Erzählung, die der Protagonistin folgt. Blue Sky Black ist in der dritten Person geschrieben und folgt den verschiedenen handelnden Figuren. Dadurch lernen wir verschiedene Standpunkte kennen und können diese, durch die externe Fokalisation, kritisch reflektieren.
Die Autorin schreibt in einem flüssig zu lesendem Stil, der auf blumige Beschreibungen verzichtet und sehr handlungsorientiert ist. Das unterstützt den dichten Plot, so dass sich die Spannung immer weiter aufbaut.

Die Figuren
Trotz der Erzählperspektive der dritten Person, hatte ich das Gefühl, dicht an den Figuren dran zu sein. Auch hier war wieder ein klarer Gegensatz zu denen aus Nullachtfünfzehn Dystopien zu erkennen: Es handelt sich um keine Stereotype, sondern um eigenständige Figuren. Ich hatte nicht das Gefühl, alles über sie zu wissen, aber es reichte, um mir ein Bild von ihnen, ihren Motivationen und Moralvorstellu zu machen. Wie allgemein in diesem Buch, hat die Autorin zugunsten des Plots auf einen Überfluss an Informationen über die Figuren verzichtet; ganz ähnlich wie Suzanne Collins das in Den Tributen von Panem getan hat.

Der Plot
Ich muss gestehen, dass ich den Plot nicht immer hundertprozentig schlüssig, beziehungsweise einige Entscheidungen nicht ganz nachvollziehbar fand. Aber diese Instanzen waren eher die Ausnahme als die Regel. Im Großen und Ganzen ist das Buch eine ausgesprochen runde Sache und die Welt, in der Mila lebt, wird schlüssig etabliert und im Folgenden auch, ganz ohne Hokuspokus, erklärt; nichts Selbstverständliches bei Dystopien. Auch nicht, dass das Ganze innerhalb eines Buches abgehandelt wird – das hat der Geschichte gutgetan.
Insbesonders spannend waren zudem die zeitgenössischen Corona Bezüge in diesem Buch. Keine Sorge, hier wurde nicht mit dem Holzhammer gearbeitet, aber immer wieder Dinge, wie ein gezüchteter Virus, ein Lockdown oder eine Figur, die das Reisen vermisst, eingeflochten. Somit konnte man direkt Bezüge zu den Problematiken der dargestellten Dystopie herstellen. Diese Parallelen zur realen Welt haben das Identifikationspotential gesteigert.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich dieses Buch auf allen Ebenen positiv überrascht hat. Es ist eine schlüssige Dystopie, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Falls du also ein Fan von der Mazer Runner Reihe (James Dashner), Uglies (Scott Westfield) und Den Tributen von Panem (Suzanne Collins) bist – das hier ist eine topaktuelle Mischung, die das Beste aus den drei Trilogien in einem kompakten Einzelband verbindet.

Deine Daffy
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17 reviews
January 19, 2021
Dieses Buch hat wirklich ein schönes Cover. Es ist für mich wieder ein klassischer Fall von außen hui - innen pfui.

Der Anfang war echt stark und die Weltuntergangsstimmung, die verbreitet wurde, konnte man deutlich spüren.
Leider passiert danach sehr wenig und die Handlung plätschert zu einem erzwungenen Plot Twist dahin. Von den Twists gabs übrigens einige...

Da es ein Romantasy Buch ist, kommt natürlich eine Liebesgeschichte vor. Die ist jedoch sehr erzwungen und die Gefühle zwischen den beiden konnte ich überhaupt nicht spüren.

Es gibt mehrere Protagonisten und es wird abwechselnd aus deren Sicht erzählt.

Die ganze Idee oder Geschichte wird viel zu schnell abgehandelt.

Das Ende ist auch nicht allzu überraschend.

Leider kann ich dieses Buch niemandem empfehlen, da es für mich nicht mal als kurzweilige Lektüre geeignet ist.
Profile Image for mariasbooklore.
229 reviews14 followers
December 8, 2020
Der Schreibstil des Buches ist wirklich angenehm, flüssig und locker und besonders der Einstieg in das Buch konnte mich sofort mitreißen. Eigentlich ein perfekter Start, doch leider ging es dann eher schwach weiter. Der Mittelteil zieht sich recht stark. Mein größter Kritikpunkt sind die Protagonisten. Weder Mila noch Logan wirken für mich greifbar, ihre Liebe entsteht aus dem Nichts, ist plötzlich da und hatte keinen Raum zur Entfaltung. 

Zwar sind alle Elemente einer Dystopie vorhanden, doch weder die eigentliche Handlung, noch die Liebesgeschichte konnte mich von dem Buch überzeugen.

An sich hätte die Story wirklich Potenzial, aber irgendwas ist dort für mich schief gelaufen.
Profile Image for Mina.
1 review
September 15, 2022
Zu Beginn hatte die Story großes Potenzial und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Aber je weiter ich kam, desto schwächer wurde der Spannungsfaktor und auch die Lovestory zwischen Mila und Logan war zu Anfang intensiv, jedoch ging meiner Meinung nach plötzlich alles zu schnell, wodurch alles insgesamt zu unrealistisch wirkte. Auch das Ende fand ich leider etwas schwach. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Story bezogen auf den „Weltuntergang“ in eine etwas andere Richtung entwickelt, da die Thematik am Ende sehr verschwörungstheoretisch wurde.
Profile Image for Hauntedcupcake.
303 reviews7 followers
September 22, 2020
„Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Vergangenheit auch einfach vergessen. Aber dann denke ich wieder an die schönen Momente, die vor dem Schmerz kamen. Die will ich niemals vergessen. Dafür nehme ich den Schmerz gerne in Kauf.“ - [S. 236]

Inhalt
Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Erde ein unwirtlicher Ort geworden. Die Menschen leben entweder in kleinen Grüppchen oder Clans zusammen und versuchen zu überleben, oder aber – wenn man jung und privilegiert ist – in sogenannten Safetowns. Mila wohnt mit ihrem Grossvater in einem Häuschen inmitten der kanadischen Natur und hat ein verhältnismässig angenehmes Leben. Bis sie im Wald auf einen schwerverletzten jungen Mann trifft, den sie mit nach Hause nimmt und gesund pflegt. Ziemlich schnell ist Mila fasziniert von ihm, doch es stellt sich heraus, dass er nicht ist, wer er vorgibt zu sein. Und dass die Erde ein noch viel gefährlicherer Ort ist, als gedacht. Denn die Union, die die Welt regiert und wiederaufbauen soll, verbirgt so einiges. Und irgendwie können Mila und der junge Mann nur gemeinsam die Menschheit retten – und sich selbst.

Meine Meinung
Ich hatte von der Autorin bereits „Lost in strange Eyes“ gelesen und für ziemlich gut befunden. Klar, dass ich auch zu „Blue Sky Black“ greifen musste, das doch vom Inhalt her in die selbe Richtung geht: Dystopie, Endzeit, eine bevorstehende Tragödie und die grosse Liebe. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich angenehm und rasch lesen. Er ist spannend und sehr bildlich gehalten, und ich finde es wirklich grossartig, dass Johanna es schafft, dass ich mich mitten im Geschehen fühlte und phasenweise sogar das Gefühl hatte, einen Film zu schauen und nicht zu lesen, weil alles so gut beschrieben war.

Nachdem die Welt von diversen Naturkatastrophen zerstört wurde, haben sich die wenigen überlebenden Menschen zusammengetan. Die Weltregierung ist vereinheitlicht worden und nennt sich nun Union. Und wer Glück hat und vor allem jung ist, darf in eine Safetown ziehen, in der sämtlicher noch verfügbarer Luxus geboten wird. „Blue Sky Black“ bietet ein klassisches Dystopie-Setting, das von A bis Z zu überzeugen vermag. Ich war regelrecht schockiert von den Geheimnissen, die Mila und ihre Freunde aufgedeckt haben. Und wie es sich für eine Dystopie auch gehört, muss Mila als Protagonistin ordentlich leiden und Verluste einstecken. Diese Tragik, die Gefühle und Emotionen, die Tragweite der Verbrechen an der Menschheit und Menschlichkeit waren einfach so gut umgesetzt!

Die Geschichte dreht sich um Mila, eine junge Amerikanerin, die fast alles verloren und in Kanada bei ihrem Grossvater ein neues Leben begonnen hat. Aber es gibt auch immer wieder Sichtwechsel zum männlichen Protagonisten Logan (dem Love Interest), zum Antagonisten Foulder (einem Agenten der Regierung) und zur Gruppierung um Mila, bestehend aus Doris, einer geheimnisvollen Hackerin, Jack, einem Freund von Logan, und Cait, einer ehemaligen Feuerwehrfrau, die einiges durchmachen musste. Die Gruppe der Protagonisten hat mir eigentlich gut gefallen. Vor allem Doris fand ich richtig toll, aber auch Cait und Jack habe ich in mein Herz geschlossen. Mila selber hat mir erst mit Fortlauf der Geschichte so richtig gefallen. Und Logan? Nun, er ist für mich ziemlich blass geblieben, konnte mich nicht abholen und sowieso fand ich ihn etwas seltsam. Ein gut trainierter und ausgebildeter Mann, der plötzlich alles stehen und liegen lässt für eine Frau, die er erst ein paar Tage kennt?

Damit bin ich beim grössten Kritikpunkt der Geschichte angekommen: Die Insta Love. Drei Tage und schwupps reden wir von der grossen Liebe. Ich habe nichts dagegen, wenn Protagonisten sich kennenlernen und am selben Tag rummachen. Oder recht schnell in der Kiste landen. Oder sich sympathisch finden und näher kennenlernen. Ja gar erste Verliebtheit auftaucht. Aber dann wirklich von Liebe zu sprechen ist doch ziemlich ein Ding. Und das zieht sich dann leider auch so durch die Geschichte. Ich sage es mal so: Mich hat es nicht überzeugt.

Alles in allem aber war die Story sehr gelungen. In erster Linie erwartet den Leser eine Dystopie mit ein bisschen Romanze. Aber es wird auch einiges an Tragik und vor allem an Action und Spannung geboten. Gerade das letzte Drittel der Geschichte kommt Schlag auf Schlag und ist so unglaublich spannend, dass man das Buch kaum weglegen kann. Die Szenen waren so gut umschrieben, es war einfach genial! Und dann kommt das Ende... Das fand ich eigentlich ganz gut, aber irgendwie war es dann auch zu kurz. Allgemein hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet. Das hätte dann auch der Liebesgeschichte helfen können...

Fazit
„Blue Sky Black“ lässt sich am besten als „dystopischer Action-Liebesroman“ bezeichnen. Es gibt nervenzerreissende Spannung, faszinierende Plottwists und ein toll ausgearbeitetes Zukunftsszenario. Leider hat mich die Liebesgeschichte so gar nicht überzeugt – insgesamt konnte mich der männliche Hauptprotagonist auch überhaupt nicht abholen. Dafür trumpfen die restlichen Charaktere ordentlich mit Sympathie. Sehr lesenswert, trotz kleiner Mankos!

4 Sterne
201 reviews1 follower
October 22, 2020
“Blue Sky Black” ist das erste Buch, das ich von Johanna Danninger gelesen habe. Aus diesem Grund war ich echt neugierig, weil ich gar keine Idee hatte, was mich in diesem Buch erwarten wird. Ich war vom ersten Moment an sehr überrascht von ihrem tollen flüssigen und beschreibendem Schreibstil. Es wird dem Leser sehr leicht gemacht in die Geschichte und in die Welt hineinzufinden und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgesuchtet, da ich immer wissen wollte wie es weitergeht und was mit unseren handelnden Personen geschieht. Ich lese eigentlich eher ungerne Bücher aus der Er-Sie-Perspektive, da es mir immer schwer fällt bei der Art der Perspektive Gefühle und Emotionen aufzubauen. Johanna Danninger hat es aber geschafft, dass es mich bei “Blue Sky Black” überhaupt nicht gestört hat. Ich finde sogar, dass der Schreibstil und das dystopische Setting super harmonieren und perfekt zueinander passen.
Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Personen geschildert. Daran bin ich am Anfang ein wenig verzweifelt, weil ich nicht genau wusste wer wer ist und immer nochmal nachdenken musste, aber das hat sich relativ schnell gelegt. Durch diese Art der Schilderung bekommt man allerdings einen sehr umfassenden Einblick in die Geschehnisse, was ich grandios fand. Der Plottwist hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich hätte damit im Leben nicht gerechnet und durch ihn wurde die Geschichte noch spannender und fesselnder als sie ohnehin schon war.
Die Geschichte beginnt in der heutigen Zeit an der Grenze der USA zu Kanada. Der Einstieg wird aus der Sicht von Mila erzählt. Die Welt wird von Naturkatastrophen heimgesucht, welche das Leben der Menschen um 180 Grad wendet und nichts mehr so ist wie vorher. Die Naturkatastrophen kosten viele Menschen das Leben, genau wie der Familie von Mila, mit der sie auf dem Weg zu ihrem Großvater nach Kanada war. Mila konnte mich von Beginn an begeistern. Ich fand es toll zu sehen, wie sie mit ihren knapp 20 Jahren es schafft sich von ihrem alten komfortablen Leben abzuschotten und nun mit den knappen Ressourcen und dem simplen Leben umgeht. Da die Geschichte relativ gut - nicht so ausgeprägt natürlich - mit unserem heutigen Leben zu vergleichen ist hat mich die Geschichte und das Schicksal der Menschen von Anfang an berührt. Mila kam von Anfang an als eine sehr mutige und starke junge Frau rüber, aber die Verwandlung die sie durchmacht ist einfach herausragend. Sie wird zu einer richtigen Kämpferin und auch als ihr Leben und alles auf das sie bis jetzt vertraut hat auf den Kopf gestellt wird gibt sie nicht auf und kämpft für die Gerechtigkeit.
Auch Logan mochte ich von Anfang an. Ich fand ihn super interessant, da er am Anfang noch ein wenig undurchschaubar und geheimnisvoll erschien. Je mehr man allerdings über ihn erfahren hat konnte man erkennen, dass er unglaublich klug und loyal ist, sowie sehr verantwortungsbewusst. Außerdem hat er enorme Führungsqualitäten, was in dieser Welt sehr nützlich sein kann. Man konnte ihm anmerken, dass er, egal wie aussichtslos und schwer die Situation auch erscheinen mag, immer die Ruhe bewahrt hat. Ich habe ihn sehr in mein Herz geschlossen, was bestimmt auch an seinem Charme gelegen hat ;). Ihre Liebesgeschichte fand ich einfach toll. Sie stand hier nicht im Vordergrund, was bei dem Buch auch überhaupt nicht notwendig war, aber sie hat der Geschichte noch das gewisse Etwas gegeben.
Meine liebsten Nebencharaktere waren Ricco, Milas Waschbär, einfach weil er so unglaublich süß war und Doris. Doris war am Anfang ein sehr unscheinbarer Charakter, aber sie hat sich im Verlauf des Buches zu einem der wichtigsten Charaktere gewandelt. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.
Profile Image for Ann-Christin .
84 reviews1 follower
January 30, 2021
Meine Meinung:

Angefixt durch das wunderschöne Cover durfte das Buch nach einiger Zeit dann doch bei mir einziehen. Sowohl der Klappentext als auch dieses inspirierende Zitat auf dem Buchrücken sprachen mit an. Gerade da ich momentan Dystopien am liebsten lese, war ich froh eine weitere gefunden zu haben, die ich so noch nicht gesehen habe.
Zum Glück konnte das Buch halten was es versprochen hat. Zwar war ich anfangs etwas verwirrt durch viele Charakter die ihre Sicht schilderten, doch nachdem ich durchgeblickt habe, lernte ich die Art die Geschichte zu erzählen sehr zu schätzen. Dadurch kann der Leser in viele Perspektiven blicken und sich sein eigenes Bild machen. Angefangen bei der „Rebellion“ bis hin zu der vorherrschenden Regierung sind alle Perspektiven abgedeckt und schaffen eine Breite, welche der Geschichte eine tolle Tiefe verleihen.
Einzig die häufigen Zeitsprünge haben mich etwas genervt und meinen Lesefluss etwas gestört. Trotzdem verstehe ich warum die Autorin diese einbauen musste. Ohne diese wären einige Stellen einfach zu langgezogen und hätten sowieso nichts zu dem Plot geliefert.

Die Handlung konnte mich überzeugen. Gerade da ich mir vorstellen kann, dass genau dieses Szenario in Zukunft möglich ist, kam mir die Story realistisch vor. Das macht für mich persönlich auch eine gute Dystopie aus. Auch wenn ich der ganzen Liebe auf den ersten Blick Sache nicht so ganz glauben schenke, so hat sie den Plot an dieser Stelle doch nochmal besser gemacht. Ohne sie, wäre der Ausgang nie so zustande gekommen und mir hätte ehrlich gesagt etwas gefehlt. Insgesamt ist die Autorin die gesamte Zeit über einen gut erkennbaren roten Faden gefolgt, hat aber einige Dinge eingebaut, mit denen ich persönlich nicht gerechnet hätte. Leider kam mir das Ende etwas überstürzt vor und ich hätte mir gewünscht, dass einiges mehr zur Sprache gekommen wäre.

Die Charaktere haben allesamt einen sehr authentischen ersten Eindruck auf mich hinterlassen. Mila ist eine Kämpferin die eindeutig für alles kämpft was ihr wichtig ist. Zudem bewundere ich sie dafür wir gutherzig und bauchbezogen sie ist. Nicht viele Menschen würden in ihrer Situation einen wildfremden bei sich aufnehmen und bei knappen Essen ihn auch noch versorgen. In Verbindung zu ihr war auch der Waschbär Ricco eine tolle Figur, welche leider zu wenige Aufmerksamkeit bekommen hat. Ich meine wer hat schon einen gezähmten Waschbären?
Logan ist loyal, hinterfragt aber zu seinem Glück einiges, weswegen er auf die Wahrheit stößt. Bewundernswert ist, wie lange er sich gegen seine Gefühle stemmt, um die Welt zu retten und auch noch danach immer wieder versucht Mila zu schützen, wann immer er kann.
Jack und Dora runden zusammen mit Cait das Bild für mich ab. Sie haben allen Grund dazu gehabt dem System zu vertrauen und stemmen sich trotzdem dagegen, um für Gerechtigkeit zu kämpfen. An sich ist Jack der Initiator des Ganzen, ohne ihn wäre der Stein niemals ins Rollen und die Wahrheit nie ans Licht gekommen.

Insgesamt konnte mich Blue Sky Black an allen Fronten überzeugen. Trotzdem habe ich ein paar kleinere Kritikpunkte, welche meine Bewertung etwas beeinträchtigen. Einzig der schnelle Ausgang und die Zeitsprünge schlagen bei meiner Bewertung negativ ein. Positiv hingegen ist die absolut realistische Story, zumindest wissenschaftlich gesehen und die tollen ausdruckstarken Charaktere.
Deswegen gebe ich „Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne“ 4,5 von 5 Sternen. Diese Bewertung setzt sich wie folgt zusammen:

Cover: 5 von 5 Sternen
Schreibstil: 4 von 5 Sternen
Handlung: 4,5 von 5 Sternen
Charaktere: 5 von 5 Sternen

Sollte eine Vergabe von halben Sternen nicht möglich sein, runde ich diese grundsätzlich auf.
Profile Image for Booklove.
74 reviews
September 9, 2020
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es war: nach einer Reihe von Naturkatastrophen hat sich ihr Leben auf der Erde komplett verändert. Als sie sich an die neuen Gegebenheiten langsam gewöhnt hat, steht ihr Leben plötzlich erneut Kopf, als ein Fremder in ihr Leben tritt und sie an allem, woran sie geglaubt hat, zweifeln lässt. Nur einer Sache ist sie sich sicher, und zwar ihrer Liebe für ihn, aber ein Leben zu zweit ist nicht so einfach …

Johanna Danninger hat mit »Blue Sky Black – Ohne Dunkelheit keine Sterne« einen spannenden Jugendroman in einer dystopischen Welt erschaffen, der unheimlich realistisch wirkt. Die Handlung hat mich immer wieder positiv mit ihren Wendungen überrascht, wodurch die Geschichte durchweg spannungsreich war und sich nebenbei bemerkt auch sehr flüssig lesen ließ. Das Geschehen erschien mir zu jeder Zeit absolut nachvollziehbar und hat mich oft denken lassen, dass das Ganze so oder so ähnlich auch in der Realität ablaufen könnte. Außerdem hat die Autorin das Setting in Nordamerika und Kanada angesiedelt, wobei alle der erwähnten Orte tatsächlich existieren. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich jederzeit nachschauen konnte, wo sich die Charaktere gerade aufhalten, wie die Entfernungen sind usw.
Die Charaktere erschienen mir gut gezeichnet und nachvollziehbar in ihrem Verhalten. Sowohl die Hauptcharaktere als auch die Nebencharaktere hatten alle ihre guten Gründe für ihr Handeln und haben für eine abwechslungsreiche Geschichte gesorgt. Zu Beginn des Romans wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, da es einen guten Überblick über die gesamte Situation gibt und für den weiteren Verlauf wichtig ist. Später sind vereinzelt Szenen aus der Sicht anderer Personen zu lesen, was mir ebenfalls gefallen hat, da es spannende Einblicke in die Sichtweisen verschiedener Charaktere gewährte.
Ein Kritikpunkt ist in meinen Augen, dass die Hauptcharaktere zu schnell von Liebe gesprochen haben. Das hätte es für den logischen Fortgang der Handlung nicht gebraucht und an späterer Stelle wäre es mir glaubhafter erschienen. Allerdings ist das im weiteren Verlauf nicht so dramatisch, deshalb hat es mich nur in dem Moment selbst etwas überrascht und gestört. Ein zweiter, ebenfalls kleiner Kritikpunkt ist, dass ich eine ziemlich wichtige Szene in ihrem Verlauf recht vorhersehbar fand. Da der Rest des Buches aber mit unerwarteten Wendungen gespickt ist, hat mich auch das nicht riesig gestört.
Positiv anmerken möchte ich noch die wirklich schöne Covergestaltung und den Bezug des Titels zum Inhalt. Der Umschlag schimmert je nach Lichteinfall mehr blau oder schwarz mit goldenen Lichtreflexen auf dem Symbol, was mir total gut gefällt. Und sowohl der Titel als auch der Untertitel haben eine große Relevanz für die Geschichte, was sich aber größtenteils erst im Nachhinein erschließt, und finden immer mal wieder Erwähnung im Text, was ich wirklich toll finde.

Fazit:
In »Blue Sky Black« bekommt der Leser eine spannende Welt präsentiert, die sich nach einigen Naturkatastrophen nachhaltig verändert hat, und in der einiges anders ist, als es scheint. Neben einer realistische, spannungsreichen Handlung und gut gezeichneten Charakteren darf natürlich auch die Liebe nicht zu kurz kommen. Da ich nur zwei kleinere Kritikpunkte habe, gibt es von mir 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle Jugendbuch- und Dystopiefans.
Profile Image for GI LA.
459 reviews6 followers
September 14, 2020
"Blue Sky Black - Ohne Dunkelheit keine Sterne" von Johanna Danninger.

Die Welt ist durch eine Reihe von Naturkatastrophen großflächig zerstört worden.
Nur in den Safetowns geht das Leben weiter als wäre nichts geschehen. In diesen Städten, die völlig abgeschirmt von der Umgebung sind, wird den ausgewählten Bewohnern unter der Führung einer neuen Ordnung, der Union, ein bequemes Leben ermöglicht.
Die achzehnjährige Mila lebt jedoch nachdem sie ihre Familie verloren hat, abseits der Safetowns, bei ihrem Großvater auf dem Land und muss ohne fließendes Wasser und ohne Strom zurecht kommen. Als Großvater Joe stirbt, verliert sie ihren ganzen Lebensmut und will ihr trostloses Leben beenden. Doch dann fällt ihr ein junger Mann mit einer Schusswunde förmlich vor die Füße und ihr Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen.
Schnell stellt sich allerdings heraus, dass er nicht der ist, für den er sich ausgibt. Mila wird in einen Strudel aus Verschwörungen, Intrigen, Liebe und Freundschaft gezogen.

Bereits als ich das wunderschöne Cover gesehen habe, stand für mich fest, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen muss. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als es mir von NetGalley und dem Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin Johanna Danninger gelesen habe, aber es wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und lebendig. Ich tauchte förmlich ein in die Geschichte und flog nur so durch die Seiten.
Besonders gut haben mir die Propagonisten gefallen. Sie sind facettenreich und lebendig gestaltet und allesamt interessante Charaktere.
Mila ist eine starke, selbstbewusste junge Frau, die sich mutig für andere einsetzt und auch Logan kämpft verbissen und unbeirrt für eine bessere Zukunft. Die Nebencharaktere sind von der Autorin individuell gestaltet und fügen sich perfekt in die Geschichte ein.
Einfach toll, wie sich alle Figuren nach und nach weiter entwickeln.
Das Setting ist nicht übertrieben ausladend beschrieben, sondern lässt Raum für die eigene Fantasy. Zudem ist die Story temporeich, dynamisch und hat keine unnötigen Längen. Unvorhersehbare Wendungen halten die Spannung auf einem hohen Level und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Fazit
Diese Dystopie ist spannungsgeladen, nervenaufreibend und doch voller Gefühle und Emotionen.
Ich kann euch dieses Lesevergnügen nur wärmstens ans Herz legen. Mich hat Johanna Danninger total begeistert und "Blue Sky Black" gehört schon jetzt zu meinen Lesehighlights.

#BlueSkyBlackOhneDunkelheitkeineSterne #NetGalleyDE#carlsonverlag #impress #bookstagram #neuerscheinung #lesehighlight2020
Profile Image for Solara300.
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September 16, 2020
Wenn nichts mehr so ist wie zuvor …

Dann sind wir in einer zerstörten Welt.
Denn genau auf dieser Welt lebt Mila.
Mila die ihre Familie bei einer globalen Katastrophe verlor.
Mila die seitdem bei ihrem Opa in dessen Heimat Kanada ihr Dasein fristet.
Denn die Weltordnung wie zuvor gibt es nicht mehr.
Die Union ist jetzt die Obrigkeit und nur Auserwählte dürfen in den sicheren Safetowns wohnen. Dazu zählen viele Familien nicht.
Mila weiß das, aber bevor sie in der Hoffnungslosigkeit versinken kann taucht jemand Fremdes auf der sie nicht nur fasziniert, sondern sie auch in seinen Bann schlägt.
Dieser junge Mann scheint etwas zu verheimlichen vor ihr. Aber noch ehe Mila sich versieht steckt sie mitten drin in einer Verschwörung die ungeahnte Ausmaße annehmen könnte.

Meine Meinung

Hier entführt uns die Autorin Johanna Danninger in eine dystopische Welt in der nicht nur das Klima der Welt zerstört wurde, sondern auch das Leben vieler Menschen.

Mila die Protagonistin hier ist ein ganz normaler Teenager der, wie man schnell feststellt, viel zu früh erwachsen werden musste, mit Schuldgefühlen die sie immer noch verfolgen.
Sie lebt bei ihrem Opa, ist eine taffe, verantwortungsbewusste junge Frau und hilft anderen.
Dabei ist sie sich ihrer hoffnunglosen Situation bewusst.

Eines Tages taucht ein junger Mann auf, der nicht nur komplett Fremd in der Gegend ist, sondern ihr eine Geschichte erzählt, die Mila ihm glaubt.
Mila hilft ihm und fasst schnell vertrauen, obwohl der Fremde ihr nach ein paar Tagen sagt er müsse weiter.
Nur warum?

Und genau hier wird es noch interessanter.
Denn hinter dieser zerstörten Welt spielt sich bei der neuen Weltregierung die sich “Die Union” nennt Geheimnisvolles ab.
Pläne die alles verändern könnten und die die Reichen noch mächtiger machen und die Armen noch ärmer.
Eine Klassengesellschaft die von würdig auf nichtwürdig schliesst und die diese Vorgehensweise mit Folter und aller Härte bestraft.

Der Schein der Union Bürgernah und Hilfsbereit.
Hinter dem Schleier allerdings herrscht Grausamkeit mit einem Lügengeflecht, das alles in Frage stellt was Menschlichkeit ausmacht.

Die Protagonisten konnten mich hier mit ihrer sehr gut ausgearbeiteten Charakteristika begeistern.
Der Schreibstil kombiniert mit der Story war bildhaft und hat mich in die Welt von Mila und ihren Freunden entführt.

Was Mila damit zu tun hat?
Das Schicksal sucht sich seinen Weg. ;)
Profile Image for Nora4.
487 reviews9 followers
September 18, 2020
Vielen, vielen Dank erst noch einmal, dass ich bei einer so tollen Leserunde dabei sei durfte. Mir hat der Austausch richtig Spass gemacht.

Ich war bereits begeistert von Johanna Danningers „Secret Elements“-Reihe und als ich das Buch dazu gesehen habe, war es auch bereits auf dem Wunschzettel gelandet (umso glücklicher war ich auch, als ich die positive Nachricht darüber sah) und daran war nicht nur das Cover und die Autorin Schuld. Der Klapptext klang vielversprechend und aufgrund der guten Erfahrungen mit der Autorin, hatte ich einige Erwartungen, die aber wirklich gut erfüllt wurden.

Das Grundkonzept war toll und wurde auch gut umgesetzt. Das dystopische Setting war toll gestaltet, auch wenn ich persönlich etwas mehr Fokus auf all die Katastrophen gewünscht hätte. Solch grosse Katastrophen hinterlassen eigentlich noch Jahrtausende lang ihre Spuren, aber hier wurde der Fokus mehr auf das umgestürzte System, was aber definitiv auch nicht schlecht war, denn es war noch sehr interessant aufgebaut.

Der Schreibstil der Geschichte war ebenfalls sehr gut gestaltet und man konnte dadurch auch schnell über die Seiten fliegen. Das Buch war generell aber nicht schwierig zu verstehen und es gibt keine Stellen, an denen man zweimal nachlesen muss, um zu verstehen, um was es geht. Dennoch ist der Spannungsbogen natürlich da und das Buch kann einem gepackt halten.

Die Charaktere waren ebenfalls toll aufgebaut. Ich mochte Doris zum Beispiel sehr, aber auch Mila war mir sympathisch. Sie hat einiges durchgemacht, gibt aber trotzdem nicht auf, auch wenn sie verständlicherweise manchmal kurz davor ist.
Auch die Beziehung, die hier aufgebaut wurde, war toll dargestellt und man merke gut, wie die beiden aneinanderhingen, denn er war manchmal wirklich neben der Spur und nicht zurechnungsfähig, als Mila nicht da war (ich möchte nicht sagen, wer genau er ist, denn das würde bereits einige Dinge am Anfang spoilern) und das war wirklich noch süss dargestellt worden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch wirklich toll ist. Es hat gehalten, was ich mir erwartet habe und ich denke, es ist eine klare Empfehlung für Fans von Dystopien und für solche, die wieder einmal auf der Suche nach einem tollen Einzelband sind. Man sollte dem Buch sicher einmal eine Chance geben. Von mir gibt es dafür jedenfalls fünf Sterne.
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