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Ins Schwarze
Der Abend ist schwül, die Straße leer. Es dunkelt. Die Strecke zieht sich. Widerwillig fährt Laurent zur Hochzeit einer Cousine in sein Heimatdorf. Begleitet von Claire, die er als Constance vorstellen wird. Er wird sie alle wiedersehen. Oder vielmehr alle, die noch übrig sind.
Warum irritiert ihn so sehr, dass seine Cousine heiratet? Weshalb meidet er den Ort seit dem Tod seines Vaters? Will der Onkel, nun Mann seiner Mutter, sich tatsächlich verabschieden? Und wieso nennt Laurent seine Freundin Claire nun Constance?
Dieser Sommerausflug aufs Land ist wenig romantisch. In Saint-Fourneau erwarten das junge Paar ein leeres Haus, tote Fliegen auf dem Fußboden und ein Onkel in schmutzigen Gummistiefeln. Nur seinetwegen ist Laurent zurückgekommen. Die Begegnung mit der Mutter wird auf den nächsten Tag verschoben. Die Stimmung ist zugleich träge und aufgeladen, morastig wie der nasse Waldboden. Jedes Schweigen ist beredt, jede Erinnerung suspekt. Untergründig lauert Gewalt. Etwas muss vorgefallen sein.
Schwarzer Humor, falsche Fährten, raffinierte Dialoge, verdichtete Spannung. Almendros erzählt einen eleganten Mini-Familienthriller, eine kunstvoll reduzierte, immer wieder überraschende Novelle über mehr als eine unerhörte Begebenheit …
Warum irritiert ihn so sehr, dass seine Cousine heiratet? Weshalb meidet er den Ort seit dem Tod seines Vaters? Will der Onkel, nun Mann seiner Mutter, sich tatsächlich verabschieden? Und wieso nennt Laurent seine Freundin Claire nun Constance?
Dieser Sommerausflug aufs Land ist wenig romantisch. In Saint-Fourneau erwarten das junge Paar ein leeres Haus, tote Fliegen auf dem Fußboden und ein Onkel in schmutzigen Gummistiefeln. Nur seinetwegen ist Laurent zurückgekommen. Die Begegnung mit der Mutter wird auf den nächsten Tag verschoben. Die Stimmung ist zugleich träge und aufgeladen, morastig wie der nasse Waldboden. Jedes Schweigen ist beredt, jede Erinnerung suspekt. Untergründig lauert Gewalt. Etwas muss vorgefallen sein.
Schwarzer Humor, falsche Fährten, raffinierte Dialoge, verdichtete Spannung. Almendros erzählt einen eleganten Mini-Familienthriller, eine kunstvoll reduzierte, immer wieder überraschende Novelle über mehr als eine unerhörte Begebenheit …
- GenresRoman
120 pages, Hardcover
First published January 1, 2018
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Community Reviews
Displaying 1 - 21 of 21 reviews
February 5, 2020
Un petit roman assez sympathique, que j'ai lu il y a une semaine et que j'ai déjà en bonne partie oublié.
March 23, 2023
vraiment le plot twist à la fin & le style d'écriture était fou. je ne connaissais pas l'auteur, mais je commence à être giga fan mtn
March 6, 2020
Deutsche Rezension aus HansBlog.de:
Meisterlich, doch zu aufdringlich beschwört Vincent Almendros Vernachlässigung und Verfall: Der heruntergekommene, fast verlassene Weiler; das muffige alte Haus; der Unrat; der feuchte Waldboden; die toten Tiere und die todgeweihten Menschen. Dazu kommen kurze, spannungsgeladene Dialoge.
All dies übertreibt Almendros, nicht zuletzt das Zerlegen eines Kaninchens durch eine eiskalte mordverdächtige Person. Vor allem aber erzeugt Almendros aus vielen Andeutungen und perfiden Auslassungen allerlei Ungewissheiten, die er genauso gut aufklären könnte – die Spannung wirkt künstlich.
Einige der Fragen, die Almendros so angestrengt offenlässt, klären sich im letzten Satz. Da dachte ich dann: Das war's jetzt? Pfff. Dialoge und Szenisches liegen Almendros demnach mehr als Plotkonstruktion.
Nach Presseberichten hat Almendros diesen sehr kurzen Roman wie auch den Vorgänger Im Sommer vor der Veröffentlichung sehr stark gekürzt. Das lässt an Hemingways frühe, betont knappe Kurzgeschichten nach dem Eisbergkonzept denken. Tatsächlich klingt Almendros gewiss nicht langatmig und es gibt keine überflüssigen Nebenhandlungen oder auch nur Sätze. Doch Almendros pumpt den verbleibenden Inhalt zu angestrengt mit Unterschwelligem auf, und der letzte Satz liefert nicht nur einen enttäuschenden Inhalt, sondern fällt auch sonst ab. Das Sinistre der Kaninchen-Zerlegerin wird gar nicht aufgeklärt.
Das Makabre des Buchtitels versteht man vielleicht nur, wenn man ganz aufmerksam liest – oder den französischen Titel Faire mouche kennt, den der Wagenbach-Verlag in der deutschen Ausgabe nicht nennt. Die Eindeutschung klang für mich nicht immer rund.
Meisterlich, doch zu aufdringlich beschwört Vincent Almendros Vernachlässigung und Verfall: Der heruntergekommene, fast verlassene Weiler; das muffige alte Haus; der Unrat; der feuchte Waldboden; die toten Tiere und die todgeweihten Menschen. Dazu kommen kurze, spannungsgeladene Dialoge.
All dies übertreibt Almendros, nicht zuletzt das Zerlegen eines Kaninchens durch eine eiskalte mordverdächtige Person. Vor allem aber erzeugt Almendros aus vielen Andeutungen und perfiden Auslassungen allerlei Ungewissheiten, die er genauso gut aufklären könnte – die Spannung wirkt künstlich.
Einige der Fragen, die Almendros so angestrengt offenlässt, klären sich im letzten Satz. Da dachte ich dann: Das war's jetzt? Pfff. Dialoge und Szenisches liegen Almendros demnach mehr als Plotkonstruktion.
Nach Presseberichten hat Almendros diesen sehr kurzen Roman wie auch den Vorgänger Im Sommer vor der Veröffentlichung sehr stark gekürzt. Das lässt an Hemingways frühe, betont knappe Kurzgeschichten nach dem Eisbergkonzept denken. Tatsächlich klingt Almendros gewiss nicht langatmig und es gibt keine überflüssigen Nebenhandlungen oder auch nur Sätze. Doch Almendros pumpt den verbleibenden Inhalt zu angestrengt mit Unterschwelligem auf, und der letzte Satz liefert nicht nur einen enttäuschenden Inhalt, sondern fällt auch sonst ab. Das Sinistre der Kaninchen-Zerlegerin wird gar nicht aufgeklärt.
Das Makabre des Buchtitels versteht man vielleicht nur, wenn man ganz aufmerksam liest – oder den französischen Titel Faire mouche kennt, den der Wagenbach-Verlag in der deutschen Ausgabe nicht nennt. Die Eindeutschung klang für mich nicht immer rund.
April 1, 2026
Der Anfang: «Bisher war ich ein Mann ohne Geschichte gewe-sen. Vielleicht, weil ich in einem abgelegenen Dorf geboren wurde, mitten im Nichts. Das nämlich war Saint-Fourneau, ein elendes Kaff. Dorthin zurückzukehren war mir immer schwierig vorgekommen. Dazu muss man wissen, dass meine Mutter noch dort lebte.»
Er kehrt an den Heimatort zurück, den er als zehnjähriger verlassen hat. Seine Großeltern hatten ihn zu sich geholt, weil seine Mutter ihm ein Reinigungsmittel zu trinken gegeben hatte. Die Hochzeit seiner Cousine steht an. Und wieso nennt Laurent seine Freundin Claire nun Constance? Dieser Sommerausflug aufs Land ist wenig romantisch. Schwarzer Humor, falsche Fährten, verdichtete Spannung. Vincent Almendros erzählt einen eleganten Familienthriller …
«Man hörte im Haus die Fliegen umherschwirren. Sie klebten als schwarze Punkte an den Scheiben und surten hinter den Gardinen, nervös wie vor einem Gewitter.»
In Saint-Fourneau erwarten das junge Paar ein leeres Haus, tote Fliegen auf dem Fußboden und ein Onkel in schmutzigen Gummistiefeln. Nur seinetwegen ist Laurent zurückgekommen. Die Begegnung mit der Mutter wird auf den nächsten Tag verschoben. Die Stimmung ist bedrohlich, untergründig lauert Gewalt. Etwas muss vorgefallen sein. Vincent Almendros arbeitet mit Doppeldeutigkeit und Wortspielen, gilt als einer der raffiniertesten Stilisten der französischen Gegenwartsliteratur. Verdichten, Geheimnisse offenlassen, so einiges bleibt der Fantasie des Lesenden überlassen. Warum hat Laurent seit dem Tod seines Vaters das Dorf gemieden? Was ist damals wirklich geschehen? Das Verhältnis zur Cousine lässt auch einiges offen – schon gar das Verhältnis zum Onkel. Wer ist Claire? Der Autor beschreibt exakt mit wenigen Worten seine skurrilen Dorfbewohner. Letztendlich passiert nicht viel, spannend ist die verdichtete Beziehung zwischen den handelnden Personen, das, was passiert oder nicht geschieht – die Leerstellen. Das alles erzeugt eine vibrierende Atmosphäre. Ein klasse literarischer Thriller!
Vincent Almendros, geboren 1978 in Avignon, lebt und schreibt in Paris. Sein zweiter Roman «Ein Sommer» wurde 2015 mit dem Prix Françoise Sagan ausgezeichnet.
Er kehrt an den Heimatort zurück, den er als zehnjähriger verlassen hat. Seine Großeltern hatten ihn zu sich geholt, weil seine Mutter ihm ein Reinigungsmittel zu trinken gegeben hatte. Die Hochzeit seiner Cousine steht an. Und wieso nennt Laurent seine Freundin Claire nun Constance? Dieser Sommerausflug aufs Land ist wenig romantisch. Schwarzer Humor, falsche Fährten, verdichtete Spannung. Vincent Almendros erzählt einen eleganten Familienthriller …
«Man hörte im Haus die Fliegen umherschwirren. Sie klebten als schwarze Punkte an den Scheiben und surten hinter den Gardinen, nervös wie vor einem Gewitter.»
In Saint-Fourneau erwarten das junge Paar ein leeres Haus, tote Fliegen auf dem Fußboden und ein Onkel in schmutzigen Gummistiefeln. Nur seinetwegen ist Laurent zurückgekommen. Die Begegnung mit der Mutter wird auf den nächsten Tag verschoben. Die Stimmung ist bedrohlich, untergründig lauert Gewalt. Etwas muss vorgefallen sein. Vincent Almendros arbeitet mit Doppeldeutigkeit und Wortspielen, gilt als einer der raffiniertesten Stilisten der französischen Gegenwartsliteratur. Verdichten, Geheimnisse offenlassen, so einiges bleibt der Fantasie des Lesenden überlassen. Warum hat Laurent seit dem Tod seines Vaters das Dorf gemieden? Was ist damals wirklich geschehen? Das Verhältnis zur Cousine lässt auch einiges offen – schon gar das Verhältnis zum Onkel. Wer ist Claire? Der Autor beschreibt exakt mit wenigen Worten seine skurrilen Dorfbewohner. Letztendlich passiert nicht viel, spannend ist die verdichtete Beziehung zwischen den handelnden Personen, das, was passiert oder nicht geschieht – die Leerstellen. Das alles erzeugt eine vibrierende Atmosphäre. Ein klasse literarischer Thriller!
Vincent Almendros, geboren 1978 in Avignon, lebt und schreibt in Paris. Sein zweiter Roman «Ein Sommer» wurde 2015 mit dem Prix Françoise Sagan ausgezeichnet.
May 5, 2023
Ahhh !! Les 3 dernières lignes sont le meilleur twist.
Des chapitres courts, de belles descriptions et des moments de vie. Tous le long de l'histoire on sent qu'il y a un truc. On y song, puis on passe à autre chose. Pour finalement apprendre la vérité en se rappelant que si on avait bien lu entre les lignes, la réponse se trouve dans le 1chapitre. J'ai beaucoup aimé.
Des chapitres courts, de belles descriptions et des moments de vie. Tous le long de l'histoire on sent qu'il y a un truc. On y song, puis on passe à autre chose. Pour finalement apprendre la vérité en se rappelant que si on avait bien lu entre les lignes, la réponse se trouve dans le 1chapitre. J'ai beaucoup aimé.
October 26, 2022
Roman court, qui finit comme un poing dans le ventre
L'auteur retourne sur les lieux de son enfance avec une amie qui fait office de compagne officielle à défaut de la sienne, le passé semble compliqué ...
A lire!
L'auteur retourne sur les lieux de son enfance avec une amie qui fait office de compagne officielle à défaut de la sienne, le passé semble compliqué ...
A lire!
February 4, 2018
encore un très bon roman de Vincent Almendros !
May 29, 2018
Prévisible, maladroit, écrit à la va-vite.
January 6, 2019
Une écriture qui fait toucher la réalité : odeurs, bruits ambiants et le malaise d'un retour dans la famille. Avec une fin surprenante.
February 6, 2019
très bien écrit, les pages se tournent toutes seules
January 15, 2020
Un roman qui éveille les cinq sens... Avec une fin surprenante
February 6, 2020
Pas désagréable! Se lit bien et rapidement.
February 26, 2021
Livre très rapide à lire ... assez sympa sur le moment mais qui ne restera pas dans les anals...
January 24, 2025
can't remember what it's about but I know I really, really enjoyed this. Not the funniest book ever I'm sure, but yeah...
April 1, 2026
Jusqu’au bout on se dit que la famille et étrange mais faut mieux regarde autour !!!!!
Les thriller de minuit sont très bien car en si peux de temps il nous capte
Les thriller de minuit sont très bien car en si peux de temps il nous capte
August 19, 2026
Lu en deux jours poignants on peut deviner la fin
August 31, 2026
Plus nouvelle que roman, ce court récit peint de vives scènes sur trame sonores discordantes. Le malaise est palpable au fil des chapitres
December 6, 2021
Kort verhaal maar met goede opbouw waardoor je voor je het beseft in een pageturner bezig bent.
March 26, 2022
La fin est géniale. Le reste bof.
February 25, 2018
un très court roman, différent de mes lectures habituelles mais j'ai aimé!
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