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Roadkill: Ein Weg wird dein letzter sein

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Blut, Irrsinn und hemmungslose Rache erwarten denjenigen, der seinen Weg verlässt. Mira und Lars fahren nach einem Besuch bei seinen Eltern von der Autobahn ab, um über abgelegene Landstraßen die Gegend zu erkunden. Nach einem verlassenen Bus finden sie bald auch einen verwirrten Busfahrer und ihr kleines Abenteuer wird zu einer Nacht voller Mord und Blut. Drei Jugendliche beenden ihre Geocaching-Schatzsuche im Wald, um stattdessen das sagenumwobene Grab einer Hexe aufzuspüren. Dabei wird ein Killer auf sie aufmerksam, der nach einer Bus-Panne durch die Wälder streift. Sie müssen sich Wird der Killer oder die tote Hexe sie holen kommen?

176 pages, Paperback

Published May 11, 2020

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About the author

Tanja Hanika

44 books15 followers
💀Horror- und ✏️Schreibratgeberautorin

📚books🐱cats☕coffee🌷tulips

Impressum: https://shorturl.at/lJzmo

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for LadyBadWolf.
50 reviews
June 1, 2020
Klassischer Horror? Ich habe offen gestanden keine Ahnung, was die Bücherwelt angeht. So viel Horror habe ich bisher nicht gelesen. Aber gemessen an Filmen (und ist nicht jedes Buch unser ganz persönlich besetzter Film im Kopf?) muss ich sagen: Ja! Es hat sogar extrem klassische Horrorzüge!
Zunächst sei gesagt: Ich versuche jedes Buch möglichst nach seinem Genre zu bewerten und mich individuell darauf einzulassen. Ich versuche Vergleichbares heranzuziehen, damit sich meine Bewertung an irgendetwas orientieren kann.

♥ Allgemein ♥
Der Schreibstil ist eines meiner größten „Probleme“ bei Roadkill (da ich ihn einerseits klasse und prägend finde, andererseits auch etwas skeptisch sehe, aber lest selbst). Ich selbst neige oftmals zu einem ähnlichen Stil, weshalb ich grundsätzlich keine Probleme mit einem solchen habe, aber stellenweise haben mich die Schachtelsätze etwas aus dem Feeling herausgezogen. Grundsätzlich ist Roadkill sehr ruhig, beinahe nüchtern verfasst.
Auch die unnatürlichen wörtlichen Reden, in denen Informationen des aktuellen (z.B. die Leichenfundbeschreibung) oder des kurz vorhergegangen Geschehens, haben mich persönlich etwas gestört.
Aber diese beiden Probleme haben bei mir tatsächlich Assoziationen ausgelöst, und jetzt kommt das große Brain-the-heck: Die Nüchternheit hat mich zunächst an die wirklich alten Filme von Hitchcock und Co erinnert. Teilweise sogar noch ältere Werke, sodass ich darüber beinahe hinwegsehen konnte. Im Verlauf des Romans kam meine nächste Assoziation: Paranormal Activity. Ich persönlich fand den Film nicht gut, Roadkill daran gemessen aber absolut klasse! Klingt seltsam, ist aber so :D
So negativ das auch klingen mag: Insgesamt finde ich den Schreibstil bei Roadkill absolut angebracht! Man muss sich darauf einlassen können und wenn man das hat, kann man das Werk auch echt gut genießen, finde ich.

♥ Story ♥
Aufgrund der wirklich vielen Charaktere fällt es mir wirklich schwer diese jeweils zu mögen oder überhaupt eine Bindung aufzubauen. Aber witzigerweise erinnert mich auch das an Filme, die ich mit diesem Werk automatisch verbunden habe, weshalb mich persönlich das gar nicht gestört hat!
Das Buch ist grundsätzlich verdammt offen verfasst. Heißt: Man kann reininterpretieren, was man mag. Entweder hat es wirklich eine paranormale Begründung oder auch nicht. Das bleibt dem Leser überlassen. Ich selbst hatte den Eindruck, dass definitiv paranormale Gründe für das Handeln der Charaktere verantwortlich sind. Dieses ist nämlich häufig verwirrend – was die Charaktere aber auch selbst merken! (Fand ich irgendwie nett :D)
Lediglich ein paar Logikfehler bezüglich der Blutspritzer, fand ich auf Dauer etwas schade und damit wirklich unschön – bei dem Beschriebenen hätten die Leute definitiv dreckiger aussehen müssen :D
Das Setting. Gott, ich LIEBE das Setting! Die ganze Story spielt in einem Wald in der Eifel. Als jemand, der einige Jahre nahe der Mosel verbracht und immer wieder mal zu Besuch dort war, war ich sofort von der nächtlichen Waldgegend gepackt. Allein der Gedanke daran ließ meine Nackenhaare sich aufstellen. Also: Bevor ihr das Buch lest, bitte einmal in die Weingegend der Mosel fahren und bei Nacht durch die Serpentinen schleichen. Ihr werdet den Roman mit anderen Augen sehen 😉
Allgemein gesehen hat mich die Story an die typischen „Persönchen landen im Wald und ein Mörder / Wesen schlachtet alles ab“ erinnert, weshalb ich all meine „Störer“ absolut vernachlässigen konnte. Diese passen einfach absolut zu diesem Genre – und das ist nicht jedermanns Ding! Meines auch nicht unbedingt, aber wie gesagt. Ich bewerte das Buch unter seinen Genre-Geschwistern. 😊
Ich hatte einige „Was zur Hölle, wie weird!“-Momente, einige „Och nöööööö“s und auch einige „uuuuuh, das klingt nett brutal“. Und ganz wichtig: Ja, ich hatte Gruselmomente! Und genau das macht das Werk für mich irgendwie authentisch – wenngleich schwierig, weil es eigentlich nicht ganz mein „Untergenre“ ist 😉
Mir persönlich hätte es echt gut gefallen, wenn einiges weiter ausgeschmückt gewesen wäre und statt der 164 (?) Seiten vielleicht einige mehr ihren Weg ins Buch gefunden hätten. Das hätte dem Gesamten etwas mehr Tiefe gegeben und es eventuell aus dem Genre für mich herausgehoben.

♥ Gesamt ♥
Insgesamt gesehen muss ich sagen, dass Roadkill mich innerhalb seines Untergenres überzeugt hat. Dieses ist absolut nicht für jeden etwas, aber man kann sich gut darauf einlassen. Genau das habe ich getan und gegen Schluss hin immer mehr genossen.
Ich würde es definitiv Leuten empfehlen, die sich auch auf das Untergenre einlassen können und vielleicht die vorgenannten „Störer“ gar nicht schlimm finden. So etwas ist individuell und wie gesagt: Ich fand es für mich in diesem Untergenre echt gelungen!
Allerdings bekommt dieses Werk von mir zwei Bewertungen. Einmal die „Wie ich es persönlich mit meinem Geschmack empfinde“ und einmal die „wie ich es im Untergenre empfinde“

Persönlich: 3/5 Sterne
Untergenre: 4/5 Sterne

Kein großer Unterschied eigentlich, aber es zeigt, wie schwer mir die Bewertung des Buches fällt :D
Profile Image for Myna.
Author 1 book11 followers
June 1, 2020
Zunächst möchte ich der Autorin Tanja Hanika ganz herzlich für das Rezensionsexemplar danken. Ich habe mich sehr darüber gefreut und dies ist bereits meine zehnte Rezension für eines ihrer Bücher. Mittlerweile kann ich mich wohl als einen wahren Fan bezeichnen – und auch ihr neustes Buch hat mich nicht enttäuscht.

WORUM GEHT'S?

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, die irgendwann alle aufeinander treffen.

Da gibt es Sibylle, die mit dem Taxi auf dem Rückweg von ihrer Mutter ist – bis der Taxifahrer ihr Avancen macht.

Die drei Teenager Jule, Flo und Elias, die mitten in der Nacht zu einer Geochaching-Tour in den Wald aufbrechen.

Lars und Mira, ein junges Paar, die auf der Heimfahrt sind, nachdem Mira Lars‘ Eltern kennengelernt hat.

Und dann gibt es noch Egon, der mit seinem Bus und ein paar Passagieren eine Panne hat.

Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten, die sich jedoch alle im Langenbaarer Forst, einem fiktiven Wald in der Eifel, befinden. Ein Hexengrab spielt ebenso eine Rolle, wie eine verlassene Tankstelle, vor der ein herrenloses Taxi parkt.

Für schwache Gemüter ist diese Geschichte nichts, denn es spritzt literweise Blut und viele der eben genannten Figuren finden in jener verhängnisvollen Nacht den Tod. Und für die, die überleben, ändert sich alles.

MEINE MEINUNG

Eigentlich stehe ich englischen Titeln von deutschen Büchern ja etwas kritisch gegenüber, vor allem wenn diese auch noch in Deutschland spielen. Aber in diesem Fall ist „Roadkill“ wohl die bessere Wahl. „Verkehrstod“ klingt längst nicht so spannend, allein schon, weil im englischen Begriff das Wort „kill“ vorkommt, was man ja auch mit „töten“ im Sinne von „morden“ übersetzen könnte – etwas, das den Inhalt definitiv gut beschreibt. Abgesehen davon hat das Buch einen deutschen Untertitel; wobei ich immer ein bisschen über „ein Weg“ stolpere. „Dieser Weg“ hätte mir besser gefallen. Aber vermutlich wäre das zu nah am Liedtitel eines bekannten Sängers gewesen – von daher war „ein Weg“ wohl die richtige Wahl.

Das Cover ist der absolute Hammer. Die nächtliche Straße, gesäumt von düsterem Wald, über dem der Totenkopf wie ein tödliches Omen thront. Sehr ansprechend und definitiv gut gewählt!

Auch bei diesem Buch ist mir aufgefallen, wie Tanja Hanikas Schreibstil sich im Laufe der letzten Jahre weiterentwickelt hat. Sie hatte ein paar Metaphern und Beschreibungen drin, die ich am liebsten in einem Dokument gesammelt, ausgedruckt und mir über den Schreibtisch gehängt hätte – in der Hoffnung, dass ich irgendwann auch so toll mit Worten zaubern kann. Ein paar Beispiele gefällig? Gerne!

„Die Dunkelheit drängte sich dichter an ihn heran als sonst. Als würde sie ein Geheimnis verbergen, von dem sich niemand wünschen würde, dass sie es preisgeben würde. Als wäre die Finsternis angedickt von Albtraumgestalten und Boshaftigkeit. Und diese Dunkelheit wollte Elias nur deshalb alles verraten, um ihn anschließend zu töten.“

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 3)

„Das Kribbeln im Bauch konnte sich durchaus angenehm anfühlen, wenn er sich nicht zu sehr in seine Vorstellungen hineinsteigerte, wie die Hexe mit teils abgeblätterter Haut und von Maden befallenen blutigen Stellen ihn von hinten packen und zerfleischen würde.“

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 3)

„Aber nachts im Wald, umgeben von Finsternis und merkwürdigen Geräuschen, rang seine Fantasie mit seiner Vernunft einen harten Kampf. Noch stand nicht fest, wer unterliegen würde.“

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 15)

Und zuletzt mein Lieblingszitat:

„Hoffen konnte etwas verdammt Schönes sein, wenn eine schreckliche Realität bevorstand.“

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 16)

Was mir nebenbei noch besonders gut gefallen hat, ist der Humor, den die Autorin hat einfließen lassen. Ob es nun die Teenager sind, die sich gegenseitig aufziehen oder der Busfahrer Egon, den ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Hier ein Zitat, dass mich zum Lachen brachte:

„Dabei will ich doch nur heim zu meiner Frau und dem Hackbraten. Mit ’n bisschen Glück gibt’s Bratkartoffeln dazu“, sagte der Busfahrer, als wäre es die größte Ungerechtigkeit der Welt, dass er aufgehalten wurde und seine Leibspeise zu Hause kalt wurde.

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 6)

Wenn man bedenkt, dass der Mann an dieser Stelle blutüberströmt im finsteren Wald steht, ist die Bemerkung über den Hackbraten schon ziemlich witzig.

Leider muss ich bezüglich des Schreibstils auch ein wenig Kritik üben. Allerdings nur eine Kleinigkeit, die vermutlich den wenigsten Lesern aufgefallen ist. An ein paar Stellen fand ich die Dialoge „unnatürlich“. Die Autorin wollte wohl Informationen in wörtliche Rede verpacken, was aber nicht immer überzeugend geglückt ist. Hier ein Beispiel:

„Du nimmst das mit unserem Feierabendbier irgendwie zu ernst, Mann. Mir macht es ja auch Spaß, mit euch zu trinken, aber du haust voll auf deine arme Leber drauf.“
„Ach komm, heute war im Betrieb Abschiedsfeier. Ich wollte eben in Partystimmung bleiben, bis wir in der Eckkneipe weiterfeiern können.“

(Hanika, Tanja: Roadkill. Kapitel 7)

Müsste der ersten Person nicht bekannt sein, dass im Betrieb Abschiedsfeier war (so wie ich das verstanden habe, sind die beiden Kollegen)? Meiner Meinung nach klingt es nicht „natürlich“, dass die zweite Person das erwähnt. Es gibt noch ein oder zwei weitere Stellen, an denen Informationen etwas unglücklich in Dialogen untergebracht wurden, die ich wegen Spoilergefahr aber nicht erwähnen möchte.

Allerdings ist mir das vermutlich nur aufgefallen, weil ich selbst schreibe und mich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt habe. Und auch wenn ich darüber gestolpert bin, gleichen Tanja Hanikas bildhafter Erzählstil, Humor und das Geschehen an sich das locker wieder aus.

Kommen wir zur Geschichte selbst.

Die Handlung ist durchweg spannend, düster und gruselig. Dennoch unterscheidet sich dieser Roman von Tanja Hanikas beiden letzten Büchern „Hexenwerk“ und „Werwölfe in Aremsrath„, in denen der Schrecken hauptsächlich von übernatürlichen Wesen ausging. „Roadkill“ ähnelt von der Art der Geschichte eher dem „Angstfresser„. Obwohl eine Hexe in „Roadkill“ mehrmals Erwähnung findet, spielt diese eher eine untergeordnete Rolle. Viel mehr fokussiert sich die Handlung auf etwas, das meiner Meinung nach noch furchteinflößender ist, als ein Fabelwesen es jemals sein könnte: die Psyche des Menschen.

Versteh mich nicht falsch, Tanja Hanikas vergangene Werke haben mich durchaus gegruselt. Aber ich wusste beim Lesen immer, dass diese Horrorgestalten (Hexen, Werwölfe) nicht real sind. Die menschliche Psyche hingegen schon. Die Geschichte um „Roadkill“ könnte sich wirklich zugetragen haben. Und die Art, wie Tanja Hanika den Leser in die Köpfe der erzählenden Figuren schauen und an ihren Gedankengängen teilhaben lässt, fand ich äußerst effektiv. Ich habe, als ich das Buch beendet hatte, ernsthaft darüber nachgedacht, wie ich in der Situation der Charaktere gehandelt hätte. Wäre ich – ein Pazifist mit Leib und Seele – in einer Extremsituation in der Lage, einen anderen Menschen zu töten? Wie viel der Figuren steckt in mir, ja, in jedem von uns?
Profile Image for Melanie.
364 reviews16 followers
May 24, 2020
Wer ist nicht schon einmal alleine oder mit Freunden des Nachts eine Landstraße entlangfahren und hat dieses Frösteln gespürt? In "Roadkill" müssen Mira, Lars und Co. am eigenen Leib erfahren, was es heißt, alleine im Wald umherzuspazieren.
Was habe ich erwartet? Einen Horrorschmöker mit Splatterelementen und natürlich Spannung.
Habe ich das alles bekommen? Oh ja. Wer sich für einen kurzweiligen Horrorroman mit Blut und Thrill interessiert, dem empfehle ich "Roadkill". Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere war man sich nie sicher, was als nächstes passieren würde, das machte die Geschichte nur umso spannender und überraschender, auch wird Bezug auf den vorherigen Roman Schwarzbach genommen, was ich ebenfalls gut fand.

Mein Fazit

Wer auf kurzweiliges Blutvergießen steht, dem empfehle ich Roadkill, aber bitte allzu nicht wörtlich nehmen. ;)
Profile Image for Hanni.
346 reviews2 followers
October 10, 2021
Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten. Wer gerne Horrorfilme mag, in denen Leute sich im Wald verirren und feststellen, dass sich da draussen irgend ein irrer Killer versteckt, wird auch dieses Buch mögen. Ich jedenfalls hatte Kopfkino vom feinsten und mochte auch den Schreibstil sehr.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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